Maigrün


Was stellen Sie sich unter Maigrün vor?

Die meisten von uns werden an das frische Grün der ausschlagende Bäume Anfang Mai denken. Aber was man noch so finden kann, lassen sie sich überraschen.

Also werden mit dem Begriff frisches Design und frische Ideen verbunden. Aber als Aquarellist hat mich natürlich die Farbe interessiert. Nun aber ganz überrascht war ich, dass die Menschen es geschafft haben, dass Maigrün zu normen. Maigrün ist ein genormter Farbton. Seine RAL-Nummer ist 6017. :-) Bei Schmicke hat das Maigrün als Aquarellfarbe die Nummer 524 und wie folgt beschrieben: “Traditioneller, brillanter Gelbgrünton. Enthält 2 gut lasierende, lichtechte Pigmente. Gut geeignet für Landschaftsmalerei.” Es besteht aus den Pigmenten Benzimidazolon & Phthalocyaningrün.

Nun trotz dieser Erkenntnis – bei mir im Sortiment fehlt der Farbton. Andere waren mir wichtiger. Hier aber das Original von Mutter Natur.

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  1. 7. Mai 2010 um 06:44

    Ich mag Maigrün sehr! Ich bin Verfechter vom Mischen aller Grüntöne – ich mag kein Grün aus der Tube……. aber das sagt sich so leicht daher, wo neben mir die Lotusgrüne Tusche steht… Du hast mich also zum Denken angeregt, Frank. Ich mische Aquarellfarben zu grün – schütte aber nie gelbe und blaue Tusche zusammen, um mein eigenen grün zu erstellen.
    Das wird sich nun ändern!
    Danke, Frank!

    • 8. Mai 2010 um 07:24

      Hallo Susanne,
      tja ich mag auch dieses frische Grün, die Natur erwacht mit “Gewalt”, explodiert förmlich. Beim Malen mischen wir auch viele Töne, legen sie in Lasuren übereinander und so entsteht die passende Stimmung im Bild. mit einzelnen Farben komme, ich besser klar als mit anderen dieses bestimmt die Auswahl der Farben im Kasten … z.B. sieht mein Kasten zurzeit so aus http://frankkoebsch.wordpress.com/2009/12/28/neue-aquarellfarben-und-pinsel/
      Ich mische “alles”, um den passenden Farbton zu finden, variiere die vorhandenen Grüntöne aus dem Kasten durch zu Mischung. Aber ich “schütte” auch verschiedene Blautöne mit Gelb und Orange, um ans Ziel zu kommen. Nun dann bin ich gespannt und werde in Deinen Zeichnungen nach Grün durchsuchen.

      Beste Grüße aus dem regnerischen Grau von der Ostsee und ein schönes Wochenende – FRank

  2. 8. Mai 2010 um 17:23

    hallo frank,

    das thema find ich interessant. ganz besonders die grüne farbe kann leicht stumpf, fade, lahm und tod wirken, wenn sie nur aus der tube kommt.

    ich finde, das grün ist eine farbe, die im wesentlichen leben, aktivität, frische, wachstum ausdrückt. daher spielt der kontrast zwischen helligkeit und dunkelheit, bzw. aktivität und passivität beim grün eine große rolle. aktivität kann nur ausgedrückt werden durch den gegenpol, passivität.

    aktive farben sind gelb-rote und passive blaue farben. wenn diese beiden aufeinandertreffen im richtigen verhältnis bekommt man die besten grüntöne.

    saftige, frische grüntöne z.b.- du nennst hier das maigrün- bekommt man durch kalte blautöne und kalte gelbtöne, zb. coelin oder preußisch und zitronengelb. wobei das gelb in der menge überwiegt.

    ich finde, man muss das auf dem papier sehen können, wie das frische neue grün durch das kalte blau und das kalte gelb zu stande kommt. dann hat der betrachter das sinnbild für grün, nicht das abbild, wie es aus der tube kommt. das blau geht dann über in schatten. das gelb wird zum licht. dort wo sie sich zum grün mischen, da ist die pflanze.

    genau das macht die pflanze auch. sie verfestigt sich im dunklen der erde. und wächst zum licht hin. das licht treibt ihre entfaltung voran und entlockt ihr die blütenfarben.

    das ist meiner meinung nach die forderung an den künstler. was nicht sichtbar ist an der grünen pflanze, durch gelb und blau sichtbar zu machen.

    gruß von patrick

    • 9. Mai 2010 um 22:03

      Hallo Patrick,
      tja das Mischen der Farben hat einiges…Wie Du schreibst kann man durch die Farbwahl, Farbmischung einigen verborgenen Dingen auf die Spur kommen. Auf jeden Fall hat man die Chancen entsprechende Nuancen zu finden. die in keiner Palette eines Herstellers vorhanden ist. Damit ergeben sich wesentlich bessere Möglichkeiten, den richtigen “Ton” zu treffen, egal ob als Mischung oder Lasur. Damit ergeben sich dann unendliche Möglichkeiten, damit die Farbentöne in einem Bild unendlich variieren, ohne dass ein Bild “bunt” wird. Aber dieses hast Du mit blau für den Schatte, den Gelb für das Licht gut beschrieben.

      Beste Grüße und einen guten Start in die Woche – FRank

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