Die Kunst, Geld zu verdienen


Die Kunst, Geld zu verdienen

Ein weiterer Beitrag zu unser Blogparade: Fragen zur Kunst#bfzkunst

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Passen Kunst und Kommerz zusammen? (c) Frank Koebsch

Passen Kunst und Kommerz zusammen? (c) Frank Koebsch

Heute ist der dritte Tag meiner Blogparade Passen Kunst und Kommerz zusammen? Bisher sind mehr als  59 Kommentare eingegangen. Es ist spannend die verschiedenen Beiträge der Diskussion zu lesen und zu beantworten. Zurzeit komme ich gar nicht hinterher, alle Beiträge zu lesen, zu überlegen und zu beantworten. Einmal  weil ich mich auf die Beiträge einstellen muss. Zu anderen weil sich für mich auch unbekannte Menschen an der Diskussion beteiligen und ich versuche auf deren Web Seiten, Blogs, Auftritten auf Facebook und Google+ zu stöbern, wer sich hinter den Kommentaren verbirgt. Ich möchte mich bei allen Menschen bedanken, die sich an der Blogparade beteiligen.   Es ist wunderbar, dass sich an unserer konzertierten Aktion gemeinsam mit  Susanne HaunUte SchätzmüllerJürgen KüsterConny Niehoff und Oliver Kohls so viele Beiträge ergeben.
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Die Kunst Geld zu verdienen

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Wie viel Marketing verträgt Kunst? (c) Frank Koebsch

Wie viel Marketing verträgt Kunst? (c) Frank Koebsch

Die meisten Autoren der Diskussionsbeiträge sprechen sich für eine Einheit von Kunst und Kommerz aus, da in unserer heutigen Gesellschaft die Künstler Geld verdienen müssen, um Rechnungen zu zahlen und ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Aber wenn Künstler, ihre Kunst, ihre Produkte in den Kreislauf der Konsumation geben, verkaufen Sie Ihre Kunst meistens nicht direkt an den Endkunden.  Dieses sollte eigentlich nicht die vorrangige Aufgabe eines Künstlers sein und es fällt den meisten Künstlern auch schwer der Preis für ihre Werke festzusetzen.  Im Idealfall wird der Künstler von einer oder mehreren Galerien vertreten, wird von der Kunstsammlung der Deutschen Bank oder Sammlern und Stiftungen gekauft, seine Kunst hängt in mehreren Museen und Verlage drucken seine Kunst in wunderbaren Bildbänden ab. Dieser Idealfall setzt voraus, dass diese Kunst von hoher Qualität ist oder der Künstler in der Lage ist, genauso gutes Marketing zu machen.

Bei diesem Idealfall verdienen alle Beteiligten in dieser Kette mit, der Künstler, die Galeristen, die Sammler, die Museen, die Verlage und … und die VG Bild und die VG Wort. Wenn der Konsum von Kunst besonders gut funktioniert, spricht man von einem Kunstboom, der Sprungbrett für junge Galeristen und junge Künstler sein kann. In einer solchen Zeit steigern Museen und Galerien ihren Umsatz und schaffen Jobs. Der Kunstboom macht die Galeristen reich und sicher doch auch alle anderen Beteiligten des Kunstmarktes auch.  Dann müsste doch alles in Ordnung sein. Oder?  Warum diskutieren wir über Kunst und Kommerz? Die Antwort ist ganz einfach, denn es eine Kunst, Geld zu verdienen. Einmal ist es ein Kunst als Künstler in dieser Wertschöpfungskette ausreichend Geld zu verdienen und dabei darauf zu achten, dass man authentisch bleibt. Karin Lang und Rebecca Henkel hatte in der Diskussion darauf hingewiesen, dass so mancher Künstler der Versuchung unterliegt, gefällige Bilder zu malen. Ich hatte hierzu geschrieben:

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Nun wenn es danach geht, müsste ich von morgens bis abends Mohnaquarelle malen. Hier einmal meine letzte Analyse, was die Menschen auf meinem Blog suchen.

Ich male gerne Blumen, aber nicht der Kunden wegen. Es macht mir oft, viel mehr Spaß Jazz Aquarelle zu malen oder Projekte zum Flughafen Tegel zu machen. Dinge die am Mainstream total vorbeigehen. Ich habe wirklich am meisten Blumen und Mohnaquarelle verkauft. Aber die größte Reputation habe ich durch Ausstellungen zum Thema Jazz oder Tegel bekommen. Ein netter Widerspruch, wenn man versucht von der Kunst zu leben ;-)

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Wie sehen Sie diesen Widerspruch: Ist es als Künstler, eine Kunst Geld zu verdienen?

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Die Kunst, Geld zu verdienen (c) Frank Koebch

Die Kunst, Geld zu verdienen (c) Frank Koebch

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Ich freue mich auf einen regen Austausch mit Ihnen und wünsche Ihnen und mir bei der Diskussion viel Spaß. Am Sonntag den 02.12.2012 verlose ich unter allen Teilnehmern der Blogparade zwei Preise.

Der erste Preis ist (wie könnte es anders sein) ein Aquarell , eine kleine Miniatur – „Faszination Ballett # 1

Der zweite Preis, ein Sternzeichen Buch wird von der Galerie Faszination Art bereitgestellt. Dieses Buch ist ein Gemeinschaftsprojekt der Galerie mit vier bildenden Künstlern und der Autorin Annette Pehnt.

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Faszination Ballett # 1 (c) Miniatur in Aquarell von FRank Koebsch
Faszination Ballett # 1 (c) Miniatur in Aquarell von FRank Koebsch

 

Buchcover Sternzeichen - Vorderseite
Sternzeichen Buch

 

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Wenn Sie sich an der Diskussion und der Verlosung teilnehmen wollen, nutzen Sie doch bitte die Kommentarfunktion hier. Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen zu den Fragen:

  1. 29. November 2012 um 18:36

    Wir Künstler verkaufen uns ja meist auch weit unter unserem Wert. Unternehmen, Banken, Gastronomen usw. schmücken Ihre Räumlichkeiten mit Kunst. Das aber meist ohne Entschädigung für den Künstler. Wird jedoch in Veranstaltungen investiert, gibt der Veranstalter geren Geld für Musik und Catering aus. Der Künstler, der diesen Abend schmückt geht jedoch meist leer aus.

    Dass “junge” Künstler jede Chance nutzen müssen, an die Öffentlichkeit zu kommen ist klar. Doch sollte Dies bald eine Ende nehmen und auch entsprechende Miert- oder Leihhonorare verrechnet werden könne. Sicher noch eine Wunschvorstellung. Aber vielleicht bald Wirklichkeit.

  2. 30. November 2012 um 00:35

    Das erinnert mich an http://slowbudget.wordpress.com was für mich als Nicht-Künstler ein wenig schwierig zu verstehen, aber ich mag den Crowdfunding Ansatz :)

  3. Gabriele Müller
    1. Dezember 2012 um 14:08

    Ich finde die idee mit den Miet oder Leihonoraren sehr gut. Was die Vermarktung meiner Bilder betrifft, freue ich mich jedes Mal wenn ein Bild von Jemanden gemocht wird und natürlich auch gekauft wird. Mit dem unter Wert verkaufen habe ich dabei dann nicht so das Problem, denn ich denke der Wert eines Bildes ist immer idiell.
    Als unbekannter Künstler muß man es selbst in die Hand nehmen seine Kunst bekannt zu machen. Vor allem braucht man dazu Mut, der jedoch steigt bei mir mit jedem weiteren verkauften Bild. Freu

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