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Posts Tagged ‘Binzer Strand- und Badeleben’

Arbeit mit Skizzen und Probebildern (Teil 1)

30. Juli 2010 4 Kommentare

Zeichnen als Handwerkszeug

ich wurde in den letzten Wochen mehrmals sinngemäß gefragt, wie viele Skizzen ich vor einem Bild mache, wie mein Skizzenbuch aussieht, wie viele Probebilder ich mache.

Also habe ich mal beim Aufräumen unseres Papiers mal auf Skizzen u.a. geachtet. Nun viel habe ich aber nicht gefunden. Denn ich skizziere fast nie auf einen Block. Meist nehme ich mir nicht die Zeit vor Ort, sondern greife zur Kamera. Klar wäre die Arbeit mit Skizzen zur Form, zu Licht und Schatten, mit Angaben zu den Farbtönen eine gute Vorbereitung für ein Bild. Gleichzeitig würde es das Sehen und meine zeichnerischen Fähigkeiten schulen.

Nun ja, was soll ich sagen, entweder bin ich zu faul, nehme mir die Zeit nicht oder habe evt. auch die Zeit vor Ort nicht. So sind nur ganz wenige Skizzen auf ein paar losen Blättern entstanden und auch nur ein paar Probebilder. Meist nur bei Auftragsarbeiten oder neuen Themen an die ich mich herantasten muss. Ein Thema bei dem ich Skizzen in Aquarell erstellt hatte, war das Thema Ballett und Tanz. Ich hatte diese Skizzen schon einmal vorgestellt und unter dem Button Menschen auch die dazu gehörigen Aquarelle.

Es gibt noch eine Serie von Bildern, bei denen ich im Vorfeld ein paar Skizzen auf Blatt gebracht habe, meine Serie zum Binzer Strand- und Badeleben. Da ich nach den Skizzen befragt wurde, möchte ich diese hier auch zeigen.

Skizze Badeleben 1 (c) Frank Koebsch

Skizze Badeleben 1 (c) Frank Koebsch


Skizze Badeleben (c) Frank Koebsch

Skizze Badeleben (c) Frank Koebsch

zaghafte Versuche

Bleibt nur die Frage, ob ich in der Lage bin die Motive ganz frei auf das Blatt zu bringen. ;-) Nein, das kann ich nicht. Wenn ich Vorort male, versuche ich meist mit einer Vorzeichnung  aus einer ganz dünnen Lasur die Bildkomposition und das Motiv mit dem Pinsel zu skizzieren. Wenn ich dann zuhause male und es Motiv mehr erfordert, erstelle ich eine detaillierte Skizze auf Blatt. Diese Vorgehensweise habe ich mehrmals in meinen Step by Steps beschrieben.

nochmal – 125 Jahre Binz – Kunstwettbewerb « Binzer Strand- und Badeleben »

Seit einiger Zeit ist die atelier – Die Zeitschrift für Künstlerinnen und Künstler“ Febr. / März in den Läden. Ich hatte dieses gemerkt ohne das Heft in der Hand zu haben und die Ursache zu kennen. Mit einem Mal verzeichnete ich wieder Zugriffe auf meinen Eintrag zum Kunstwettbewerb « Binzer Strand- und Badeleben >>.

Nun als ich die Zeitschrift durchblätterte konnte ich den Zusammenhang erkennen. Bence Fritzsche hatte einen Beitrag über diesen Wettbewerb geschrieben – “Vom Preis zur Sammlung”, S. 12 ff.
Meine Reaktionen auf diesen Artikel und den Wettbewerb sind “gespalten”. Ich habe mich ein wenig gefreut, etwas über den Kunstwettbewerb, die Motivation, den Entscheidungsprozess sowie der geplanten Entwicklung zu lesen. Ich hatte im Rahmen des Wettbewerbs eine Serie von Aquarellen zu diesem Thema erstellt und ein gewisses Interesse an dem Wettbewerb. ;-) Also nutze ich den Anlass und krame meine Aquarelle heraus, um sie hier noch einmal zu zeigen.

zaghafte Versuche

illustre Badegesellschaft

Koketterie einer Badenixe

Wie kalt ist das Wasser ...?

Strandkorbwärter

Nun neben diesem Interesse an dem Artikel war ich ein wenig traurig. Warum? Die Ausschreibung des Wettbewerbes im Frühjahr 2009 war eine tolle Idee, die Anzahl der Künstler, die sich beteiligten stimmte, ….
Binz und die Region um Rügen kann zusätzliche Kulturangebote außerhalb der Saison gebrauchen. Wenn sich dann schon internationale Zugpferde wie z.B. Bernhard Vogel hat, sollte man etwas draus machen. Hierzu reicht aus meiner Sicht die kleine Notiz auf der Webseite von Binz und ein Bericht in der Ostseezeitung nicht aus.

So waren der wunderbare Beitrag auf der Seite Kreidefelsen und mein Beitrag in diesem Blog, die einzigen überregionlane Informationsquellen zu einem tollen Kunstbewerb. Ich hatte dann auf Nachfrage die weiteren Teilnehmer der Ausstellung aufgelistet. Umso bemerkenswerter, dass Bence Fritzsche jetzt nach 6 Monaten noch einen Artikel veröffentlicht. Besten Dank hierfür.

Hier kann ich nur eine ganz einfache Frage stellen: Was nützt der beste Wettbewerb mit der einer Ausstellung oder eine Sammlung wenn keiner hingeht. Ein wenig mehr Pressearbeit, Marketing sollte von den Verantwortlichen investiert werden, denn sonst sind alle Bemühungen aus Sicht der Entwicklung für Binz nichts wert.  Insbesondere wenn der Wettbewerb von der Agentur für Kommunikation Schubert & Schubert ins Leben gerufen wurde.

Wenn ich die Zeilen von Bence Fritsche zur Auswahl der Preisträger lese, und mich an die Ausstellung erinnere, kann ich heute immer noch nicht nachvollziehen was ein „Gelber Vogel im Brunnen auf der Terrasse am Meer mit Lorbeerkranz“ mit der Thematik des Wettbewerbes zu tun hat. Kreativ war für mich an diesem Werk, dass die Künstlerin Barbara Kussinger, das Wort Meer in der Werksbezeichnung unter gebracht hat. Aber zu sehen oder zu ahnen war das Meer nicht. Nun hier erschließt sich für mich „die erfrischend humorvolle künstlerische Allegorie“ nicht, die Bence Fritsche beschreibt. Nun ja …. Möge mir Frau Kussinger, meinen Kommentar nach sehen ;-) Aber in einem Interview in der Ostsee Zeitung vom 05.10.2009 sagte Frau Kussinger selbst

“Das Besondere: Sie hatte Binz noch nie besucht, als sie an dem Bild arbeitete. „Meine Motive entstehen überwiegend aus Ahnungen heraus“, erklärte die Künstlerin und fügte verschmitzt hinzu: „Als ich später Fotos von Binz sah, musste ich laut darüber lachen, wie nah ich mit meiner Stimmungsverdichtung an der Wirklichkeit dran war.“ Das Bild mit dem komplizierten Titel ist fast surrealistisch, im Mittelpunkt eine gelbe Badewannenplastikente, die Kussinger liebevoll „Möwenkönigin“ nennt.”

Hier geht es zu den Bilder der Preisträger:

  1. Bernhard Vogel
  2. Reza Momen Ashari
  3. Barbara Kussinger

Noch mal herzlichen Glückwunsch.

P.S:: Ich würde mir viel mehr solcher Wettbewerbe in Mecklenburg Vorpommern wünschen, aber dann mit der notwendigen Öffentlichkeitsarbeit und einem sinnvollen Marketing, dieses ist gar nicht so schwer ;-)

Binzer Strand- und Badeleben – Die Saison geht zu Ende

23. September 2009 3 Kommentare

Auch für wirklich Wagemutige geht die Badesaison zu Ende, denn die Sonne verliert an Kraft und die Ostsee wird immer kühler. Wie kalt ist das Wasser…?

Wie kalt ist das Wasser ...?

Wie kalt ist das Wasser ...?

Diesen Titel trägt auch mein letztes Aquarell auch dieser Serie. ;-)

Ich hatte eines meiner Aquarelle aus dieser Serie bei dem Wettbewerb des Ostseebades eingereicht. Nun gestern kam dann auch Post von der Kurverwaltung. Leider entsprach die Antwort nicht meinen Erwartungen und Träumen. ;-) Ich zitiere aus dem Brief: “74 Bilder unterschiedlicher Art nahmen an dem Wettbewerb teil. Ihr Beitrag gehört leider nicht zu den ausgesuchten Werken. Wir danken Ihnen …..”

Nun ja, wir werden uns Anfang Oktober die Ausstellung anschauen und uns mal die Bilder der “Konkurrenten” ansehen. Glückwunsch für die Auserwählten…

Anregungen für das Strand & Badeleben

Ich hatte in den vergangenen Tagen Ihnen einige Aquarelle zu diesem Thema vorgestellt. Ich möchte Ihnen aber auch verraten, wo ich einen Teil der Anregungen her habe.

Wenn Sie Lust haben besuchen Sie doch mal das Stadt- und Bädermuseum in Bad Doberan. Es gibt einige Kleinigkeiten und Motive zu entdecken. Hier habe ich auch den Badekarren für mein Aquarell illustre Badegesellschaft und andere Anregungen entdeckt.

Am besten Sie kombinieren den Besuch auch mit einer Einkehr in das Torhaus gegenüber. Ein netter kleiner Laden mit lecker Kaffee und Kuchen. Der Kuchen ist selbst gebacken und die Käsetorte eine Köstlichkeit.

illustre Badegesellschaft

illustre Badegesellschaft

Binzer Strand- und Badeleben – Teil 4

Bei dem Aquarell ” illustre Badegesellschaft” ist mir die Kombination der Bäderarchitektur mit den Strandleben vor 125 Jahren am besten gelungen. Auf jeden Fall sitzt die Dame im weißen Kleid wie selbst verständlich in einem Strandkorb der Gegenwart ;-) vor einer Silhouette, wie sie heute in Binz “fast” real ist.

Nun ja – aber auch den Badekarren können Sie heute noch bewundern, denn ich habe für diesen eine Anleihe im Doberaner Bädermuseum genommen.

Dieses Bild ist für mich wieder ein Spiel mit der Zeit, mit vergangenen, bewahrten und heutigen Bildelementen.

illustre Badegesellschaft

illustre Badegesellschaft

P.S.: mit diesem Bild habe ich mich bei dem Wettbewerb beworden, drücken Sie mir die Daumen

Binzer Strand- und Badeleben – Teil 3

Das dritte Bild in dieser Serie, zeigt wieder nur Personen und Gegenstände, wie die typischen Badekarren und Strandkörbe aus einer Zeit vor 125 Jahren. Bei Recherche bin ich tatsächlich auf eine Zeit gestoßen, wo man mit leichten Anzügen und Kleidern in den Strandkörben Platz nahm. Wenn es ins Wasser gehen sollte, dann hieß es entweder Umziehen in den Badekarren oder ab in die getrennten Schwimmbäder, die aus Holz in die Ostsee gebaut wurden. Die Karren und die Schwimmbäder waren so ausgerichtet, dass man die Badenden von der Seeseite nicht einsehen konnte. Da lobe ich mir den heutigen Badebetrieb, am besten FKK …

Aber egal, bei kalten Wasser sind zu jeder zeit die ersten Versuche zaghaft und etwas steif ;-)

zaghafte Versuche

zaghafte Versuche

Binzer Strand- und Badeleben – Teil 2

Das zweite Bild in dieser Serie ist mit dem Abstand von gut 6 Wochen entstanden. Es zeigt die alte Seebrücke von Binz, die typischen zeitlosen Fischerboote, alte und neue Strandkörbe sowie zwei Männer mit einem “Alterunterschied” von über 100 Jahren, deren Geschäft die Vermietung der Standkörbe ist…

Ein Spiel

  • mit Gegenständen, Gebäuden, Menschen, die aus einer Zeit vor über einhundert Jahren stammen ,
  • mit Strandkörben und Menschen aus der heutigen Zeit,
  • verbunden über die zeitlosen Fischerboote und die sich scheinbar nie ändernden Ostsee….
Strandkorbwärter

Strandkorbwärter

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