Bilder, Aquarelle vom Meer & mehr – von Frank Koebsch

Meine Aquarelle und Fotos entstehen meist im Mecklenburg Vorpommern. Ich brauche für meine Malerei, meine Bilder die Weite des Landes und den Wind von der Ostsee. Beruflich bin ich nach Berlin, Bremen, Frankfurt / Main, Hamburg, Hannover, Luzern gependelt, aber unser Lebensmittelpunkt ist in der Nähe von Rostock, in Sanitz ;-)


Im Blog Aquarellmaler hat Andreas Mattern unter dem Titel Aquarelle von Emil Nolde folgende Diskussion losgetreten:
„…Mir stellt sich hier die Frage, sind die Aquarelle keine wirklichen Bilder? Oder ist diese bei Laien oft verbreitete Meinung, dass das Aquarell eine Vorstufe für richtige, große Bilder ist, immer noch aktuell?…“

Ich habe hierzu eine eigene Auffassung. Das Aquarell wird ganz oft in folgende Schubladen gesteckt

  • Das Malen mit Wasserfarben / Aquarell ist Kinderkram und etwas für Anfänger. Aber keinesfalls etwas für richtige Kunst.
  • Das Aquarell wurde von vielen „richtigen“ Künstlern genutzt, um vor Ort Farbskizzen zu machen, aber richtige Kunst ist dieses nicht.

hm, ja im Kinderkarten, beim Ostereier anmalen, in der Grundschule beginnen die Kindern oft mit Wasserfarben zu malen. Aber warum? Ganz einfach: Öl, Acryl ja selbst Pastell lassen sich schlecht von Kinderhänden, Shirts, Tischen u.a. abwaschen…. Oder?

Klar fangen auch viele Menschen in Ihren ersten Kursen in der VHS mit Aquarell an. Warum? Das Malen mit Aquarell ist relativ preiswert. Innerhalb einer kurzen Zeitspanne, z.B. der Dauer eines Kurses lassen sich die Bilder „fertig stellen“ und die Kursteilnehmer können etwas „vorzeigbares“ mit nehmen. Dieses ist bei Acryl, Öl, Pastell nicht immer möglich. Grundierungen, Vorzeichnungen, Trockenzeiten… Schlussbehandlung dauern (oft) länger.

So weit so gut. Aber etwas anderes wird hierbei vergessen: Acryl, Öl, ja selbst im Pastell kann man sehr gut korrigieren, X Schichten von Farben übereinander legen. Dieses ist mit Aquarell nicht machbar. Mischt man mehr als 4 / 5 Farben mit einander oder legt man mehr als 3 / 4 Lasuren übereinander geht die Leuchtkraft des Aquarells verloren. Möchte man Nass in Nass malen hat man 2 – 3 Minuten Zeit, um die gewünschten Effekte zu suchen. Hier würde jeder Öl und Acrylmaler verzweifeln, denn es gibt „keine“ Chance zu korrigieren. Da wo einmal dunkle Farbe war, kann nie wieder ein leuchtender heller Farbton im Aquarell erzeugt werden.

Deshalb gibt es auch eine andere Aussage: Aquarell ist die schwierigste aller Maltechniken. Ich mag diese These ;-))) Hier ein Mitstreiter, Roland Haas schreibt auf seiner Web Site: „… Zu Recht gilt das Aquarell als die schwierigste aller Maltechniken. Doch keine Angst: bei keiner anderen Technik können Sie in so kurzer Zeit derart phantastische Ergebnisse erzielen.
Kreatives Arbeiten verbindet sich mit dem Erleben der Natur und wird spontan ins Landschaftsaquarell umgesetzt.“

Nur leider gibt es heute kaum eine ausreichende Würdigung, der Wunderbaren Maltechnik Aquarell. Aber warum eigentlich? Aus Unwissenheit ? Schauen Sie doch zum Thema Aquarell auf Wikipedia die Liste berühmter und würdiger Aquarellisten an. William Tuner ist für mich einfach ein klasse Aquarellmaler.

Weiterhin glaube ich, dass die „schlechte“ Stellung des Aquarells ein deutsches Problem ist, zu mindestens wenn man mal über den Tellerrand hinweg nach Österreich, in die Schweiz, nach England, in die USA und und …. schaut.

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