Bilder, Aquarelle vom Meer & mehr – von Frank Koebsch

Meine Aquarelle und Fotos entstehen meist im Mecklenburg Vorpommern. Ich brauche für meine Malerei, meine Bilder die Weite des Landes und den Wind von der Ostsee. Beruflich bin ich nach Berlin, Bremen, Frankfurt / Main, Hamburg, Hannover, Luzern gependelt, aber unser Lebensmittelpunkt ist in der Nähe von Rostock, in Sanitz ;-)


Ab und zu schaue ich auch in „DIE ZEITSCHRIFT FÜR KÜNSTLER – atelier“. Es ist ein recht dünnes Heft, aber so manches darin lese ich mit Genuss, Schmunzeln, lautem Lachen, Kopfschütteln, Interesse ….. Hier ein kleiner Exkurs und etwas Diskussion zu der aktuellen Ausgabe „Juni / Juli 2009“.

Was wirklich gut ist, ist der Überblick an Kunstwettbewerben, den die Zeitschrift direkt oder im Internet gibt. Schade ist nur, dass die Bewerbungstermine in der Regel recht Knapp nach dem Erscheinen liegen.

Wenn man die Artikel oder Ankündigungen der Wettbewerbe liest, kann es schon zu allen oben genannten Reaktionen kommen. Warum: Es sind gut beschriebene Wettbewerbe und informative Artikel zu dieser Themengruppe dabei, z.B. in der Ausgabe Juni / Juli 2009 von Hahnemühle, der HSH Nordbank, der Kunstpreis „1/Award“ und und …
Bei anderen Ankündigungen treten bei mir als Leser viele Fragezeichen auf, z.B. wenn der Inhalt der Ankündigung und evt. auch des Wettbewerbs zu dünn ist. Es gibt Ankündigungen von Wettbewerben, Stipendien u.a., in denen Ansprechpartnern, Kontaktmöglichkeiten und inhaltlich zum Wettbewerb kaum substanzielles zu finden ist.

Was gibt es noch zu der Zeitschrift zu sagen? Da ich ja einen „ordentlichen Beruf“ nach gehe, verwundern mich viele Dinge in den Artikeln, Fragen und Anzeigen. Ich habe manches Mal das Gefühl, Künstler leben in einer Art Parallelgesellschaft. Warum? Nun, irgendwie weiß man, dass das Geld nicht so einfach aus dem Geldautomaten kommt und in der Regel zwischen den Herstellungskosten und dem Verkaufspreis eine Riesenlücke klafft. Nicht weil der Verkäufer ein Verbrecher ist – ich arbeite im Vertrieb ;-), sondern der Aufwand für Lagerhaltung, Transport, Kapitalkosten, Marketing, Verkauf, Service und und … muss gedeckt werden. Bei technischen Gütern sind oft nur 10% des Verkaufspreises Kosten, die mit der direkten Herstellung zu tun haben. Oder anders rum, um ein Kunstwerk zu Geld zu machen, haben in der Regel 90 % des Aufwandes hierfür nichts mit der Erstellung oder Schaffung des Kunstobjektes zu tun. Wenn ich in der Vergangenheit so manchen Artikel in der atelier gelesen habe, habe ich das Gefühl, dass dieses vielen angehenden Künstlern keiner sagt – incl. der in den letzen Ausgaben der Zeitschrift vorgestellten Kunsthochschulen oder etliche Künstler es nicht wahr haben wollen. Eine Erklärung in dieser Richtung gibt auch Ralf Witthaus in seinem Artikel „Die Zahlen hinter der Kultur“. Er zeigt die Wertschöpfung der „Keativen“ auf und auch zu gleich das Gap bei der Vermarktung. Hoffentlich ist der beschriebenen Expertengruppe und der Bundesregierung klar, dass die so genannte Hilfe zur Selbsthilfe ohne Impulse aus anderen Branchen nur schwer funktionieren wird. Denn sich nur im eigenen Saft zu drehen, ist nicht Ziel führend. Aber interessant ist auf jeden Fall, dass die Wertschöpfung der „Kreativen“ dargestellt wird und die bestehenden Probleme zusammen gefasst und beschrieben werden.

Nun ja, was dann immer hilft, ist das Lesen der „Reportagen“ von Jürgen Raap. So manche Geschichte habe ich von ihm mit Schmunzeln gelesen. Auf jeden Fall gehört hierzu auch der Artikel „International und promigeil“.
Beim Lesen der Rubrik Grauzone bewahrheitet sich ein böser Spruch: Die Dummheit der Menschen, ist der wertvollste Rohstoff, denn die Lamadeckenkäufer sterben nicht aus.

Was man auch auf jeden Fall verfolgen sollte, ist das Thema Urheberrecht und Google u.a. Was sich hier zusammen braut, hat auf die bildenden Künstler einen genauso großen Einfluss, wie die Börsen im WEB zu kostenlosen Musik load. Die Umsätze der Plattenlabels und Musiker sind drastisch zusammen gebrochen, weil es einfach cool war (ist) kostenlos Musik zu laden. Hier kann ich die Künstler und Verbände nicht verstehen, dass Sie nicht rigoroser gegen die kostenlose Nutzung Ihres Eigentums vorgehen.

Nun ja dieses war mal ein Exkurs weit weg von der Aquarellmalerei. Aber um Kunst zu vermarkten, sich zu präsentieren, bedarf es Informationsquellen, wie z.B. Zeitschriften …

Ein Gedanke zu “Welche Zeitung / Zeitschrift …

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