Bilder, Aquarelle vom Meer & mehr – von Frank Koebsch

Meine Aquarelle und Fotos entstehen meist im Mecklenburg Vorpommern. Ich brauche für meine Malerei, meine Bilder die Weite des Landes und den Wind von der Ostsee. Beruflich bin ich nach Berlin, Bremen, Frankfurt / Main, Hamburg, Hannover, Luzern gependelt, aber unser Lebensmittelpunkt ist in der Nähe von Rostock, in Sanitz ;-)


Klar kam, was kommen musste, bevor ich diesen Beitrag hoch geladen habe. Die Frage: Wie kann ich Andreas Mattern neben Georg Baselitz stellen?

Dieses wurde natürlich auch noch mal angeheizt durch den Artikeln von Martin Mißfeldt einem Meisterschüler von Georg Baselitz.

Für mich ganz einfach. 😉 Es sind interessante Menschen, die gute Kunst machen. Ob man die beiden auf die gleiche Stufe stellen kann? Hm … auf ihren Gebieten sind beide Spitze. Bei Baselitz wird dieses keiner anzweifeln, aber bei Andreas Mattern?

Ich mag ihn als Menschen und seine Bilder. Nun bin ich nicht „die“ Kompetenz, die den Stand von Künstler einschätzen kann, aber ich möchte auf folgende Aussage verweisen

„Andras Mattern malt Aquarell wie ein Mann“, sagte Anja Es über ihren neuen Gastkünstler in der „Künstlerei in der Alten Vogtei“ (Vorderreihe 7). Der Maler gehöre zu den zehn besten Aquarellisten Deutschlands….“ Nach zu lesen oder zu hören in diesem Interview. Mein Vorschlag ist, hören Sie sich das Interview an. Warum? Die Textform ist etwas gekürzt und das Video vermittelt mehr von der Persönlichkeit von Andreas Mattern.

Als was sagt einer der besten Aquarellisten Deutschland zu der Frage:

Braucht man beim Malen Talent ???

Ganz einfach Andreas Mattern sagt: “ Es gibt so den Spruch, für zehn gute Aquarelle müssen hundert gemalt werden. Also zum Anfang stimmt das garantiert. …. Bei mir gehen sogar die Schüler manchmal raus, weil sie sagen, sie können es nicht. Sie lernen es nicht.“

Ich habe mit Andreas Mattern zusammen gemalt und es war schon eine Bereicherung zu sehen, wie er an seine Bilder herausgeht.  Ganz klar steht Andreas Mattern auch dazu,

  • dass man in jedem Bild ein Risiko eingehen muss, etwas ausprobieren muss,  um eine gute Lösung zu finden
  • dass ein Bild misslingt, dass man irgendwann feststellt, dieses  Aquarell taugt nur für den Papierkorb, es ist nur eines von den 100.

Und dann heißt es von vorn anfangen, also Arbeit nichts als Arbeit 😉 und wenig Talent. Mit der Zusammenführung der beiden Aussagen von Georg Baselitz über die Begeisetung für das Malen und von Andreas Mattern zu den Risiken und den 100 Aquarellen, um 10 gute zu schaffen, fühle ich mich wohl.

Warum? Hm, ich habe mir seit der Kindheit in verschiedenen Etappen die Begeisterung am Malen erhalten.  Über die Zeit sind viele, viele Bilder entstanden und einige halte ich für gut. Ich habe in der Auseinandersetzung mit den möglchen Medien und den Motiven, viel gelernt.

Und so freue ich mich auch über den Kommentar von Astrid Volquardsen und den Hinweis auf  das Buch „Die Talentlüge“ von Daniel Coyle.  Fehlendes Talent wird oft als Ausrede genutzt, um sich dauerhaupt und intensiv mit einem Thema auseinander zu setzen.

Auf Amazon findet man zu diesem Buch folgende Kurzbechreibung:

„Talent ist gottgegeben.
Oder fest in den Genen verankert.
Daran lässt sich nun mal nichts ändern.
„Falsch!“, sagt Daniel Coyle. Veranlagung spielt natürlich eine Rolle, aber entscheidend sind Motivation, Übung und Disziplin. Neueste Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften beweisen, dass wir sehr wohl Einfluss auf unsere Talente nehmen können. Coyle besucht Wissenschaftler und erfolgreiche Talentschmieden rund um den Globus und macht auf äußerst anschauliche Weise klar: Geht nicht, gibt’s nicht – Talent ist lernbar.“

Nun es ist klar, viele werden nicht so malen können, wie Baselitz, Mattern, Mißfeldt, Volquarsden und und … aber man kann seinen eigenen Stil, seine eigene Herangehensweise entwickeln. Versuchen Sie es und bleiben Sie dran und lassen Sie sich Tag für Tag überraschen 😉

6 Gedanken zu “Braucht man beim Malen Talent ??? Andreas Mattern

  1. patrickhanke sagt:

    Hallo Frank, ich grüße Dich!

    Es gefällt mir wie du an diese frage herangehst. anstatt sie einfach selbst zu beantworten, lässt du erst einmal die fakten sprechen. dazu befragst du diejenigen, bei denen man ein talent eben nicht bezweifeln kann. und dann entnimmst du den antworten das, was gleich stimmt.

    man ließt deine beiträge gern, weil sie durch deine methode freilassend sind. du lässt die erfahrung vieler mitsprechen. das mag ich.

    ich bin an die talent-frage anders herangegangen. ich habe versucht etwas im bereich des menschlichen lebens zu finden, in dem man dem talent nicht mehr äußerlich, sondern von innen begegnet. ich habe das talent namentlich im geiste gesucht, nicht in der natur des menschen.
    man lese das in meinem beitrag: „wie wird man maler?“

    frank, ich wünsche dir eine schöne winterweihnachtszeit.
    patrick

    1. frank8233 sagt:

      Hallo Patrick,
      nun ich kann mich nicht anmaßen, alle Fragen zu beantworten, ich kann nur meine Erfahrungen einbringen. Es ist doch viel interessanter die Meinung und das Wissen anderer Menschen, wie z.B. Eure Kommentare oder den Blog von Martin Mißfeldt mit einzubeziehen. Ich lerne einiges dabei und die Fragen, die ich stelle, sind scheinbar auch für die Leser des Blogs interessant. Es freut mich riesig, wenn es Dir und auch anderen
      Wenn es so ist, dann hat doch ein Blog seine Aufgabe erfüllt, denke ich 😉

      Nun dann gehe ich mal in Deinem Blog stöbern – Danke für Wünsche, Euch ebenfalls ein wunderschönes Weihnachtsfest – FRank

  2. keiner sagt:

    Ob man beim Malen (also konkret dem Aufbringen des Materials, i.s.Fall der Farbe auf den Malgrund) Talent benötigt, ist i.d.T. schwer zu sagen. das ist sicher erlernbar.

    Auf jeden Fall benötigt man es beim Sehen der Dinge und dem anschließenden Umsetzen. Das heißt nicht zwangsläufig, dass auch untalentierte Maler (bzw. sonstige bildende Künstler) es nicht auch zu etwas bringen – nur die Leichtigkeit und die Treffsicherheit wird fehlen und der geschulte Betrachter wird das sehen.

    So wie in anderen Bereichen der Kunst auch (Musik, darstellende Kunst etc. ) werden sich die eher durchsetzen, die Talent mitbringen.

    Das ist zumindest meine persönliche Meinung.

    Malschulen und VHS-Kurse wollen natürlich ihren Schülern gern das gegenteil beweisen und erklären gern überall, dass alles erlernbar sei (Wir malen zuerst Kringel und Kreise und so weiter…) – aber das müssen sie ja – denn es geht um ihr Geld.

  3. frank8233 sagt:

    Hallo Keiner,
    danke für Deinen Kommentar. Nun ein gleichmäßiger Farbauftrag hat auch etwas 😉 Klar Talent kann den Weg wesentlich einfacher gestalten. Aber in einem hat Astrid Volquardsen recht, fast „jeder“ kann auch mit Übung ein Teil dieser Leichtigkeit gewinnen. Nur ist es schwieriger, manchmal fast unendlich schwieriger. Aber ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Dinge, die man sich erarbeiten musste, oft besser abrufbar, besser variierbar sind, als Dinge die einem in den Schoß gefallen sind.

    Sehen, anwenden, variieren, neues entdecken und entwickeln macht dann den Unterschied zu dem Thema Malen nach Zahlen oder Step by step … da sind wir einer Meinung 😉

    Ich wünsche Dir auch ein schönes Weihnachtsfest – FRank

    1. figunetik sagt:

      vor allem muss man sehen lernen. mancher lernt das einfach nie und es sind bei figuren dann die Proportionne unstimmig usw.

      ich wünsch euch auch noch was …

      lg

      1. frank8233 sagt:

        Hallo Keiner,

        sehen ist das schwerste 😉 danke für Deine Wünsche… Frank

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