Bilder, Aquarelle vom Meer & mehr – von Frank Koebsch

Meine Aquarelle und Fotos entstehen meist im Mecklenburg Vorpommern. Ich brauche für meine Malerei, meine Bilder die Weite des Landes und den Wind von der Ostsee. Beruflich bin ich nach Berlin, Bremen, Frankfurt / Main, Hamburg, Hannover, Luzern gependelt, aber unser Lebensmittelpunkt ist in der Nähe von Rostock, in Sanitz ;-)


Vergleich zwischen Hobbykünstler und Profi?

Da man immer etwas dazu lernen kann, habe ich abends in einem Hotel mal das TAX SIM ausprobiert. Gleichzeitig wollte ich meine Meinung aus dem Teil 1 und 2 dieser Diskussion überprüfen.

Ich habe das  SIM TAX von Olaf Zimmermann genutzt und habe zwei Fallbeispiele aufgebaut, an denen ich Ergebnisse der  Simulation untersucht habe.

  • Einmal habe ich die „realen“ Daten von mir eingepflegt, um einen Bezug zu haben.
  • In dem fiktiven Beispiel habe ich Daten eines 50jährigen erfolgreichen freiberuflichen Künstlers mit Abschluss eines Kunststudiums und eine langen Ausstellungserfahrung genutzt. Hierdurch ergaben sich sehr hohe große Faktoren für den Künstler, die Medienpräsenz, die Ausstellungstätigkeit. Die Vermutung war, dass sich auf dieser Basis Änderungen sichtbare Effekt haben

Das Programm verlangt noch Eingaben in DM und wirft auch so Ergebnisse aus. Aber dieses ist für das qualitative Ergebnis einer Simulation unerheblich, denn es reicht wie bei jeder Simulation die Werte in den verschiedenen Fällen zu vergleichen.

Er sind Frageblöcke auszufüllen und eine Bewertung erfolgt aufgrund der eingegebenen Daten ebenfalls in vier Faktoren für:

  • das Werkes,
  • den Künstler,
  • die Medien.
  • den Ausstellungsbetrieb.

Die konkreten Daten der Fallbeispiele können sie den nachstehenden Tabellen entnehmen. Was für mich interessant war, sind immer wieder Fragen:

  • Wie werde ich im Vergleich zu dem fiktiven Profi abschneiden?
  • Wie werden Aquarelle im Vergleich zu anderen Techniken bewertet?
  • Welche Bedeutung werden dem Ausstellungsbetrieb und der Medienpräsenz gegeben?

Um die Aussagen nicht zu verfälschen, habe ich bei allen Simulationen angegeben, dass bis her kein gleichwertiges Bild verkauft wurde. Ich war von den Endergebnissen im Vergleich Hobbykünstler gegen Profi nicht erstaunt. Doch schauen wir uns mal die einzelnen Faktoren an.

Werkfaktor

Da Hobbykünstler und Profi für die Simulation, das „gleiche“ Bild gemalt haben, bewertet das Programm erst einmal in beiden Fällen das Werk gleich. O.k.  🙂

Ausstellungs- und Medienfaktor

Wo der Profi natürlich berechtigter Weise punktet, ist im Bereicht Medien und Ausstellungsbetrieb. Nun aber leichte Zweifel bleiben, denn im Medienbereich kann ich trotz einer Null beim Ausstellungsfaktor punkten. 😉 Die Ursache ist, dass das Programm nur Ausstellungen in Galerien, Museen… erfasst aber keine anderen Ausstellungen, egal wie groß das Medieninteresse ist. ????

Künstlerfaktor

Hatte ich bei schon bei der Fragestellung zum Bereich Ausstellungen und Medien Zweifel, kann ich hier über das Ergebnis der Simulation hier nur lachen.

Ich bekomme bei Künstlerfaktor eine Wertung von -64. Ich hatte eher gedacht, dass das Programm mir bescheinigt mir, in der Kunstwelt eine Null zu sein 😉  Aber was bedeutet ein negatives Ergebnis? Fragen über Fragen:

  • Polarisieren Hobbykünstler etwas die Kunstwelt?
  • Wo durchbricht ein erfolgreicher Autodidakt die Nulllinie?
  • Wer darf im Sinne dieser Bewertung Kunst machen?

Nun was bleibt ist ein Anhaltswert, dass ein Profi auf dem Markt vielleicht einen 100% höheren Preis durchsetzen kann als ein Hobbykünstler.

Hier geht es zum Teil 4 in der Reihe “Wie ermittelt sich der Preis eines Kunstwerkes?”

P.S. Nehmen Sie meine Ausführungen hier mit einem Augenzwingern , wenn Sie wirklich wissen wollen, wie man Preise für Kunst macht, kann ich nur das Buch „Das kann ich auch! Gebrauchsanweisung für moderne Kunst“ empfehlen.

P.P.S. die obige Grafik habe ich mit Unterstützung von 123gif.de erstellt.

4 Gedanken zu “Wie ermittelt sich der Preis eines Kunstwerkes? – Teil 3

  1. dennilehmann sagt:

    lieber Frank,
    vielen Dank für die tolle Auswertung! Du ersparst mir, mich selbst mit dem Uralt-Programm auseinander zu setzen!

    LG
    Denni aus Braunschweig

    1. frank8233 sagt:

      Hallo Deni,
      ich wollte einfach mal wissen, was hinter dem Programm steckt und habe es gefüttert. Als Ergebnis hatte ich u.a. großen Ärger einigen Leuten, denn meine Auswertung und die Gedanken dazu gar nicht gefiel ;-))))))
      Beste Grüße und viel Spaß
      Frank

  2. dennilehmann sagt:

    Hallo Frank,
    solche Leute gibt es immer 😦 Leider.
    Ich nehme an es waren die Urheber der Software. Dann sollten sie diese wenigstens mal aktualisieren auf Euro und moderne Betriebssysteme. Wer hat heute schonn noch DOS?

    Mir hast Du mit Deinem Beitrag sehr geholfen! Danke nochmals!
    Allerdings bin ich mit meinen eigenen Preisen nicht viel weiter. Werde es wohl machen, wie man Kalkulation als guter Kaufmann gelernt hat:
    Materialkosten, Bildgröße in Preisgruppen einteilen und Aufwändigkeit des Bildes, sprich Zeitaufwand. Dann vergleiche ich meine Preise mit Künstlern, die schon mehr Ausstellungen, Presse etc. haben und bleibe 25% drunter.

    Mal sehen, was dabei heraus kommen wird.

    1. frank8233 sagt:

      Hallo Denni,
      bei dem Ärger waren es zwei alte Künstler und die Redaktion der Zeitschrift atelier. Aber dieses ist lange her. Interessant ist, dass der Artikeln https://frankkoebsch.wordpress.com/2011/12/30/interesse-an-meinem-blog/, einer der am meisten gelesenen meines Blogs ist .
      Aber ich habe meine Preise genauso so festgelegt, wie Du es auch vorhast. Wir hatten uns an Künstler orientiert, die wir kannten, wie z.B. Oskar Brunner, Anderas Mattern, …. und hatten uns nach Jahren eigener Ausstellungstätigkeit bei 60% der Preis hingelegt. Aus Achtung vor dem Erreichten von Ihnen, aus Respekt vor Ihrem Können. Diese Preise wurden von Kunden, Partnern und Ausstellern akzeptiert. Danach haben wir uns um unsere Preise, Einnahmen gekümmert und geschaut, dass wir als erstes alle Kosten durch die Verkaufserlöse decken konnten. Hier haben wir jedes Jahr die Rechnung auf gemacht. Wenn wir ausreichend Erfolg hatten, haben wir investiert, in Ausbildung, Reisen, Material… und ab und zu die Preise erhöht https://frankkoebsch.wordpress.com/2012/01/12/preise-fur-kunst/

      Beste Grüße – FRank

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