Bilder, Aquarelle vom Meer & mehr – von Frank Koebsch

Meine Aquarelle und Fotos entstehen meist im Mecklenburg Vorpommern. Ich brauche für meine Malerei, meine Bilder die Weite des Landes und den Wind von der Ostsee. Beruflich bin ich nach Berlin, Bremen, Frankfurt / Main, Hamburg, Hannover, Luzern gependelt, aber unser Lebensmittelpunkt ist in der Nähe von Rostock, in Sanitz ;-)


Conny Niehoff fragt:  Sollte Kunst erschwinglich sein…

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Diese Frage von Conny Niehoff in ihrer Blogparade ist sehr interessant. Conny hat die Frage aus der Sicht gestellt, dass sich die Menschen als Käufer der Bilder, die Bilder bei den Künstlern und den Galerien leisten können und wollen. Hierzu gibt es dann verschiedene Facetten, wenn sich die Kunden kein wunderbares großes Original leisten können oder wollen, sind sie dann daran interessiert von dem Künstler

Wir haben sehr gute Erfahrungen mit kleineren Aquarellen und kleinen Kalendern gemacht, dieses offensichtlich aus zwei Aspekten heraus. Nicht jeder hat eine große Wand frei, aber ein kleines Bild z.B. 24 x 32 cm und ein Kalender in einem CD Format für den Schreibtisch oder die Vitrine gehen immer noch. Dazu kommt noch ganz klar der preisliche Unterschied entsprechend der Größe. Ein Aquarell 24 x 32 cm kostet bei uns z.Z. 125 €  und ein Format 56 x 76 cm 670 €.

Kalenderdeckblatt 2011 (c) Hanka & Frank Koebsch

Kalenderdeckblatt 2011 (c) Hanka & Frank Koebsch

Morgenstimmung im Hafen 2 (c) Aquarell von Frank Koebsch

Morgenstimmung im Hafen 2 (c) Aquarell von Frank Koebsch

Alt und Neu im Hafen (c) Aquarell aus dem Museumshafen von Frank Koebsch

Alt und Neu im Hafen (c) Aquarell aus dem Museumshafen von Frank Koebsch

Kalender 2011

Aquarell 24 x 32cm

Aquarell 56 x 76 cm

Der zweite Aspekt, des Themas Kunst muss man sich leisten können ist die Frage, ob sich der Künstler die Kunst leisten kann. Sprich sind die Einnahmen so groß, dass es davon seinen Lebensunterhalt leisten kann. Es ist halt eine Kunst von der Kunst zu leben. Dieses führt in der Regel nicht zu der Frage, nach dem Lebensstil des Künstlers sondern nach der Frage, wie ergibt sich der Preis des Kunstwerkes. Ich bin der Meinung, dass der Preis für Kunst wird gemacht, aber dieses hilft nicht wirklich wenn die Kunden den Preis nicht akzeptieren oder sich die Kunst nicht leisten wollen oder können. Hierzu gibt es gerade in Neubrandenburg unter der Überschrift „Arme Künstler“ eine aufgeregte Diskussion.

Ich kenne viele Menschen, die sind der Meinung, dass die Gemeinden, Städte und Länder für den Bereich der Kunst und Kultur verantwortlich sind. Klar liegt hier ein Teil der Verantwortung, z.B. im Bereich der Bildung, der Museen, Bibliotheken und Archive, der Theater zur Bewahrung der Kultur und auch für die Rahmenbedingungen zur Entwicklung der Kunst und Kultur heute und morgen. Auch wenn ich Bilder malen, Ausstellungen organisiere und auch Bilder verkaufe, würde ich nie auf die Idee kommen, dass der Staat in letzter Konsequent dafür zu sorgen hat, dass Künstler sich ihre Kunst leisten können. Bildende Künstler arbeiten in der Regel als Freiberufler und sind damit Selbstständiger Unternehmer. Warum? Anderen Selbstständigen wie der Handwerksmeister um die Ecke ermöglicht der Staat auch kein sorgloses Leben bis zu Rente.

Die Quintessens ist für mich, dass der Staat Rahmenbedingungen gestalten muss, der Künstler als selbständiger Unternehmer seine Existenz im Wesentlichen alleine sichern muss und der mündige Bürger sich mit der Kultur und Kunst seiner Heimat auseinander setzen sollte. 😉 So wird es gute Zeiten geben, wo man sich mehr leisten kann und schlechte…. Als Künstler muss man sich wie jeder Freiberufler selbst und ständig kümmern. Wenn es nicht reicht, ist man nicht mit dem richtigen Konzept, am richtigen Ort oder hat leider nicht den richtigen Beruf. Es ist wie immer nur die besten Sportler können von Ihrem Sport leben, nur die besten Unternehmen verdienen auf Dauer genug Geld.

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Ist ein Künster ein Unternehmer?

Ist ein Künster ein Unternehmer?

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P.S.: Schauen Sie doch mal in die vierte Etappe unserer Blogparade. Es lohnt sich, denn heute wird Coco ein Überraschungspaket der Fa. Hahnemühle und ihren wunderbaren Akt verlosen. Also sputen Sie sich.

Coco Glückwunsch, als ich das letzte Mal geschaut habe waren es 127 Kommentare.  Klasse gemacht 😉 !!!!!

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Conny Niehoff„Rückenakt“32 x 24 cm,Hahnemühle Burgund
Rückenakt (c) Conny Niehoff
Rückenakt (c) Conny Niehoff

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Hier finden Sie noch einmal alle Teilnehmer der Aktion: 10 Fragen zur Kunst

Großstadtheidi + Hellen Königs + Frank Hess + Anna Schüler Conny Niehoff + Andreas Mattern + Susanne Haun + Oliver Kohls + Frank Koebsch + Rosi Geisler

10 Gedanken zu “Blogparade Teil 4: Sollte Kunst erschwinglich sein…

  1. Sabine sagt:

    Hallo !
    Gestatten Sie mir eine Frage:
    wie gestalten Sie den Preis für Ihre Werke ?
    Formatbezogen nicht, oder ?
    Denn wenn das Format 24 x 32 cm 125,– kostet,
    müßte im Verhältnis dazu das Format 56 x 76 cm 295,– kosten;
    Ihr genannter Preis ist jedoch 670,–.
    Das ist ein erheblicher Unterschied, daher interessiert mich
    Ihre Preispolitik sehr.

    1. frank8233 sagt:

      Hallo Sabine,
      danke für die Frage. Meine Überlegung ist aber ganz einfach, denn der Bezugspunkt ist die bemalte Fläche.

      125 € x
      _______ = _______
      24 x 32 56 x 76

      x = 692 €

      Warum jetzt 670 statt 690 € hängt davon ab, dass ich viele Bilder im Format 30 x 40 cm gemalt habe. Dieses Format war der Ausgangspunkt der Überlegungen und mit einer Rundung auf „glatte Beträge“ ergeben sich diese Preise.

      Beste Grüße
      Frank

      1. Sabine sagt:

        Hallo Herr Koebsch,

        vielen Dank für die Info.

        Wenn ich Ihre Preisgestaltung also richtig verstanden habe, würde dies bedeuten,daß eine Original-Miniatur von Ihnen im Format 10,5 x 15 cm somit ca. 25,– Euro kostet.
        Stimmt das ?

      2. frank8233 sagt:

        Hallo Sabine,
        na klar, es gehört zu den Freuden und Aufgaben eines Bloggers sich mit den Fragen zu seinen Artikeln auseinander zu setzen.
        Sie haben Recht mit dem Preis der Miniatur, er müsste rechnerisch 25 € betragen. Aber 😉 nach unten habe ich eine Grenze eingezogen und bei den Miniaturen einen Aufpreis von 20 € aufgeschlagen. Die Miniaturen und andere kleine Bilder gebe ich zu einem Preis von 45 € und mehr ab. Warum? Der Aufwand für das Fotografieren, das Einstellen in Netz, evt. das Rahmen u.a. ist so groß, dass es sich sonst nicht rechnen würde. Dieser Aufwand ist genauso „riesig“, wie bei einem großen Bild.
        Dieses macht sicher jeder anders, aber sonst hoffe ich für alle Bilder eine durchgängige, einfache und nachvollziehbare Preisbildung zu haben.

        Jetzt sei mir aber auch eine Frage erlaubt: Warum fragst Du? Kann ich irgendwo bei helfen?

        Ich wünsche Dir einen guten Start in die Woche.
        Frank

      3. Sabine sagt:

        Hallo Herr Koebsch,

        vielen Dank für die Erläuterungen.

        Ich frage, weil ich Preisgestaltung generell schwierig finde und Ihren Ansatz äußerst interessant finde.

        Beste Grüße,
        Sabine

      4. frank8233 sagt:

        Hallo Sabine, danke für die Antwort und viel Spaß mit der Malerei. Frank

  2. Geli Bartheline sagt:

    Hallo Frank,
    die Frau des verstorbenen Delmenhorster Malers Willi Oltmanns pflegt zu sagen, dass das Verkaufen von Kunstwerken ein Beruf für sich ist.
    Ich denke, viele Künstler sind damit überfordert.
    Wenn mir persönlich ein Bild 100% gefällt und ich genau weiß, wo es noch hinpassen würde, wäre ich auch bereit, dafür viel Geld zu bezahlen. Den Kaufpreis vergesse ich dann sehr schnell und die immerwiederkehrende Freude beim Betrachten überwiegt.
    Bartheline

    1. frank8233 sagt:

      Hallo Bartheline,
      Du hast mit dem „Zitat“ des Delmenhorster Malers Willi Oltmanns Recht. Aber dieses ist für die Künstler auch nicht schlimm, dann heißt die Aufgabe sich Partner zu suchen, mit einander zu reden.
      Nicht jeder Obstbauer verkauft sein komplettes Obst im Hofladen, so lecker es auch ist 😉
      Was Du von den möglichen Bilderkauf schreibst, dass trifft wohl auf viele Menschen zu. Das Bild muss passen und dem Käufer ansprechen, wenn dann die Größe der Preises passt, besteht eine gute Chance, dass das Bild den Besitzer wechselt. Die Freude an dem Bild, die Erinnerungen, die der Betrachter damit verbindet sind dann der wesentliche Gegenwert.

      Danke für Deine Zeilen und Dir einen guten Start in die Woche – FRank

  3. suzikunst sagt:

    ….bin ja etwas weg nach Aquarell-Semnar in Bad Reichenhall. Auch wenn ein Bild gefällt mich ohne Ende, muß ich immerhin auf Preis schauen. So wie mit alles. DEn Preis muß sich in gewiße Rahmen halten. Aber wenn es handelt sich um Aquarell da bin ich vielleicht bereit etwas mehr zu zahlen……Da weiß ich wie schwierig diese Technik ist. Und die Materialkosten muß man auch denken an. Einen Künstler was nur malt mit Kohle auf Papier z.B hat ja viel weniger Kosten. Ja und einen Digitalbild sollte ich wahscheinlich nie kaufen auch wenn ich finde viele machen tolle Bilder. Ein Künstler ist einen Unternehmer wie alle andere die müssen Geld verdienen. Eine Restaurantbesitzer macht Kunst mit seinen Essen, muß doch immerhin schauen das er kriegt Gäste zu seinen Restaurant, so er kann die Rechnungen und Waren einkaufen. Hat er zu hohe Preise aber kocht Spitzenessen werde er doch schwierig haben zu überleben. Weil wenig Leute können sich das „feine“ Küche leisten. Und wenig Leute könne sich zu teure Kunst leisten. Nur en paar….und so kann auch nicht ein Künstler überleben. Ganz klar, pragmatisch denken. Wenig Künstler können nur auf den Verkauf den Bilden leben. lg,Suzi

    1. frank8233 sagt:

      Hallo Suzi,
      danke für Deine vielen Zeilen. ich habe schon auf Facebook gesehen, wo Du Dich rumtreibst. Ich wünsche Dir noch viel Spaß in Bad Reichenhall 😉
      Dein Vergleich mit dem Restaurant ist gut! Ich wünsche Dir noch viel Spaß mit gutem Essen und der Malerei.
      Liebe Grüße von der Ostsee nach Bad Reichenhall
      Frank

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