Bilder, Aquarelle vom Meer & mehr – von Frank Koebsch

Meine Aquarelle und Fotos entstehen meist im Mecklenburg Vorpommern. Ich brauche für meine Malerei, meine Bilder die Weite des Landes und den Wind von der Ostsee. Beruflich bin ich nach Berlin, Bremen, Frankfurt / Main, Hamburg, Hannover, Luzern gependelt, aber unser Lebensmittelpunkt ist in der Nähe von Rostock, in Sanitz ;-)


Anna Schüler fragt: „Ist die Malerei ein Auslaufmodel? “ 

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Wir starten in die sechste Etappe unserer gemeinsamen Blogparade: 10 Fragen zur Kunst, gemeinsam weil wir diese Blogparaden als konzertierte Aktion aufgesetzt haben. Auf den Seiten der Rostocker Startups, der Blogpatenschaften, der stARTconference und des Kulturmanagement Blogs konnten wir über das Grundanliegen unseres Vorhabens berichten. Nach den Blogparaden von

startet  heute Anna Schüler  ihre Blogparade: Ist die Malerei ein Auslaufmodel?

 Anna schreibt auf Ihrem Blog

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In einem Artikel der Zeit online über Klara Lidén, fand ich diesen Satz

—-Lediglich um das Zeichnen und Malen scheint sie einen Bogen zu machen, und sie tut gut daran. Denn das klassische Arbeiten auf Papier und Leinwand gilt allgemein als ausgereizt, ja altmodisch.—

Ist die Malerei tatsächlich altmodisch, ein abgelaufenes Kunstmodell, ausgereizt?

Mittlerweile malt fast jeder. In Kursen kann man seine eigene Kunstwerke erstellen, die sich dann gut im Wohnzimmer machen. Leinwände und Farben gibt es bei Aldi oder Lidl zu Billigpreisen und tausende Freizeitkünstler drängen auf den Markt.

Täten wir also alle gut daran, nach neuen Ausdrucksformen zu suchen….?

Für mich als Aquarellist ein interessante Frage.

Es lohnt sich, denn am Sonntag wird Anna ein Überraschungspaket der Fa. Hahnemühle und ihre Tuschearbeit verlosen.

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Anna Schüler„Zwischen den Zeiten VI“Format A4,

Tusche auf Bütten, 2010

 Zwischen den Zeiten VI (c) Tusche auf Bütten von Anna Schüler

Zwischen den Zeiten VI (c) Tusche auf Bütten von Anna Schüler

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Hier finden Sie noch einmal alle Teilnehmer der Aktion: 10 Fragen zur Kunst

Großstadtheidi + Hellen Königs + Frank Hess + Anna Schüler Conny Niehoff + Andreas Mattern + Susanne Haun + Oliver Kohls + Frank Koebsch + Rosi Geisler

4 Gedanken zu “Sechste Etappe unserer Blogparade: 10 Fragen zur Kunst

  1. Günter Stadler sagt:

    Ist Malerei ein Auslaufmodell?
    Ich fürchte ja. Wenn ich z.B. viele „realistisch gemalte“ Aquarelle, Acrylbilder
    u.s.w. anschaue und dabei berücksichtige wie viele davon noch ohne Computer her-
    gestellt werden, dann bleibt nicht viel Hoffnung. Maler wie ich, die noch ohne alle technischen Hilfsmittel ihre Bilder malen, haben da kaum noch eine Chance auf dem
    Kunstmarkt. Heute betrügen schon Hausfrauen mit ihren am PC manipulierten Fotos, die dann nur noch zum Schein ein bischen übermalt werden.Es gibt inzwischen unglaublich
    perfekt wirkende Aquarelle, die nichts weiter sind als am Pc verarbeitete Fotos, die
    dann auf Aquarellpapier aufgedruckt werden und anschließend mehr oder weniger gekonnt mit Aqurellfarben oder Acryl übermalt werden. Da bleibt für ehrliche Kunst
    nichts mehr übrig.Also zusammenfassend glaube ich nicht, daß die klassische Malerei noch eine große Zukunft in der Kunst hat. Bilder werden industriell gefertigt und Warhols Philosophie, Kunst ist Ware, mehr und mehr Realität.
    Vielleicht hat die abstrakte Kunst noch etwas mehr Überlebenschancen aber sicher
    kann man sich da auch nicht sein, denn auch ein abstraktes Aquarell läßt sich am PC vorfertigen. Man wird sich dran gewöhnen müssen.

  2. frank8233 sagt:

    Hallo Günther, ich muss mich entschuldigen, das ich erst jetzt antworte. Aber … man kann nicht alles gleichzeitig machen. Nun Deine Zeilen beschreiben die Situation recht gut. Ich sehe dabei aber noch einen anderen Aspekt, ähnlich wie beim Kochen. Die Fertiggerichte haben einen nie Stand erreicht, dass viele sich nur noch aus der Tiefkühltruhe ernähren und nicht mehr kochen können oder wollen. Und gleichzeitig erleben Kochlehrgänge, Kochshows, das gemeinsame Kochen mit Freuden einen Boom. Viele wollen das ursprüngliche bei Kochen erleben, nicht gleich eine Hausschlachtung, aber sie möchten die Zutaten, schmecken, fühlen und erleben, wie etwas neues aus den Zutaten entsteht. Hierbei wird nicht nur nach Rezept gekocht, sondern ausprobiert, immer wieder neu Kreationen erstellt…
    Beide Tendenzen haben in unserem Leben Ihre Berechtigung. 😉
    In dem Sinne guten Appetit und viel Spaß mit der Malerei.

    Frank

  3. Günter Stadler sagt:

    Hallo Frank,
    der Vergleich mit dem Kochen gefällt mir einerseits sehr gut, weil er die gegenwärtige Situation in der Malerei ganz gut beschreibt.Problematisch wird dieser vergleich nur, wenn man berücksichtigt, daß vorgefertigte Lebensmittel deklariert sind, d.h. der Käufer ist über das Produkt so einigermaßen informiert. Wäre das auch
    bei Bildern, die teilweise oder ganz am Computer entstanden sind, der Fall, könnte man damit leben.Aber leider ist gängige Praxis, den Kunden über die Enstehung eines
    Bildes im Unklaren zu lassen.Ich hatte vor 3 Jahren mit einem mir bekannten Künstler
    eine Ausstellung und mußte mit Erschrecken feststellen,daß seine Acryl-Bilder
    nichts anderes als am PC bearbeitete Fotos waren, die dann nur noch übermalt
    wurden. Für mich ist so ein Verhalten schlicht Betrug. Der Kunde hat keine Chance
    das zu erkennen. Ich hätte es auch nicht bemerkt, wenn ich nicht frühere Werke
    dieses Künstlers gekannt hätte.Um wieder zu dem Vergleich mit dem Kochen zurück
    zu kommen. Solches Verhalten wäre in der Lebensmittelbranche strafbar.In der Kunst
    ist es offenbar inzwischen so normal, daß sich noch nicht mal die Künstler
    selbst darüber ärgern. Vermutlich handeln sie nach dem Motto, was die können
    kann ich auch.Solche Tendenzen genießen nicht meine Sympatie. Sie sind nur ein weiteres Symtom des gesinnungslosen, blindwütigen Kapitalismus und seiner zer-
    störenden Auswirkungen. Welche Folgen das z.B. bei mir hat? Nun ich bin Bildern
    gegenüber noch mißtrauischer geworden.
    Früher war ich nur bei politschen Fotografien skeptisch, es war ja bekannt, was da so alles manipuliert wurde. Heute machen mich schon Blumenbilder, Portraits oder Landschaften unsicher. Kein schönes Gefühl.Schade, wenn man solche Tendenzen nicht stoppen kann oder will. Es wird uns irgendwann sehr leid tun, gehen doch auf
    diese Weise viele Fähigkeiten verloren, Fähigkeiten, die schon heute Mangelware
    sind.Den Appetit kann man mir allerdings damit nicht verderben, denn ich koche
    selbst und lass mich beim Kaufen der nötigen Lebensmittel und Zutaten nicht hinters Licht führen.
    F.G. Günter

    1. frank8233 sagt:

      Hallo Günter,
      danke für Deine Zeilen. Ich arbeite auch am Computer, denn ich nutze wenn ich unterwegs bin meine Kamera als Skizzenblock. Am PC wähle ich irgendwann die passenden Fotos als Vorlage für ein Bild aus. Meisten liegen mehrere Ausdrucke rum, wenn ich anfange… Anfangen heiß für mich eine Vorzeichnung, zu 90% Bleistift oder Aquarellstift auch mal eine dünne Lasur. Danach entsteht dann Stück für Stück das Bild. Dieses habe ich auch oft beschrieben und hierzu stehe ich. Aber genau, dass ist es was Du Dir wünscht, wenn ich es richtig verstanden habe. Eine nachvollziehbare Beschreibung, eine Kennzeichnung, wie Dinge entstanden sind und keine Manipulation von Bildern und den Betrachtern. Tja dieses jetzt entweder die Ehrlichkeit aller beteiligten voraus oder definierte Spielregeln und Kontrollen.
      Momentan hilft nur ehrlich sein und die Auseinandersetzung damit und das Öffentlich machen 🙂
      In dem Sinne wünsche ich Dir einen schönen Sonntag – Frank

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