Aquarellpinsel
Papier, Farben und die Frage: Welche Pinsel nutze ich für meine Aquarellmalerei?
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Immer wieder werde ich bei den Malvorführungen und den Aquarellkursen gefragt, welche Pinsel ich für meine Aquarelle nutze. Ich habe bisher in meinem Blog über meinen neuen Wassereimer, die richtige Wahl des Aquarellpapiers, Wie viele Aquarellfarben braucht man für ein Bild? uvam. geschrieben. Aber meine Pinsel habe ich kaum mit einem Wort erwähnt. Warum lässt sich vielleicht einfach erklären. Für mich hängt das Ergebnis eines Aquarells zuerst von Eigenschaften des Aquarellpapiers ab, denn durch das Papier entscheidet sich wie die Farben verlaufen, auftrocknen ob Teile des Bildes wieder ausgewaschen werden können u.a. Deshalb empfehle ich meinen Malschülern auch immer verschiedene Aquarellpapiere zu testen und das richtige Papier für ihre Art zum Malen zu finden.

Danach empfehle ich immer das Augenmerk auf die Aquarellfarben zu lenken. Ich nutze zu 90% Schmincke. Einmal weil ich von der Qualität der Farben überzeugt bin und zum anderen weil ich viele Lasuren übereinander leben kann, ohne dass die Farben trüb / opak werden. Dieses ist eine wesentliche Voraussetzung für meine farbenfrohe Aquarellmalerei mit Negativmalerei und Lasuren. Erst danach empfehle ich sich Gedanke über die Pinsel zu machen.
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Wie Sie aus den bisherigen Zeilen lesen können, kommt es sehr auf die persönliche Malweise bei der Wahl des Papiers und der Farben an. So ist es auch bei den Pinseln, denn anderes lässt sich das große Angebot an Künstlerpinseln nicht erklären. Lassen Sie sich nicht irgendeinen Pinsel aufschwatzen, auch wenn es noch so gut gemeint ist. Nicht jeder Aquarellpinsel muss rund und aus KOLINSKY Rotmarderhaaren sein. Man braucht auch nicht jeden Spezialpinsel. ;-).
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Der richtige Umgang mit Pinseln
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Ich habe relativ wenige Pinsel und nutze für den Transport eine Bambuspinselmatte, in der unter Fächer aus Stoff eingenäht sind. Damit sind die Pinsel gut geschützt, fallen auch nicht aus der Matte und können trocknen. Ich achte darauf, dass ich nach dem Gebrauch die Pinselspitze vor dem Trocknen wieder richtig forme. Meine Pinsel mit feiner Spitze nutze ich nicht zum Mischen von Farben aus den Näpfchen und lasse die Pinsel nicht im Wasser stehen. Mehr Pflege lasse ich meinen Pinseln nicht angedeihen. Bei vernünftigem Umgang halten Pinsel ein paar Jahre und doch musste ich in den vergangenen Tagen einen neuen Pinsel kaufen. Wenn Pinsel bei mir kaputt gehen, dann deshalb, weil sich vom Griff der Lack löst und auf dem nackten Holz die Zwinge beginnt zu wackeln und sich zu lösen.
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Meine Auswahl an Aquarellpinsel
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Ich male gerne mit Flachpinseln und nutze hierzu
Die Pinsel liegen gut in der Hand und erlauben mir sehr gut Linien und Konturen zu erstellen. Zum Teilen entstehen mit diesen Pinseln bis zu 80 oder 90% der Bilder. Ergänzt werden diese beiden Pinsel durch
zwei kleineren einfache Pinsel mit Synthetikfasern, wie COSMOTOP-SPIN Aquarellpinsel | Serie 5580 oder etwas Vergleichbares. Ich habe in den vergangenen Jahren meine Pinselauswahl nur geringfügig geändert und damit immer wieder neue Aquarelle auf Leinwand, Aluminium oder verschiedenen Papieren gemalt, ausgestellt und verkauft.

Habe alle mögliche Varianten. Nur Kunstfiber. Den beste breite ist nicht einmal eine Aquarellpinsel. Aber voll gut….Irgendwelche für Dekomalen. Habe ich in Bastelgeschäft gekauft,…lg.Suzi
Hallo Suzi, danke für Deine Zeilen. ja so ist das 😉 Ich bin der Meinung, Papier und Pinsel müssen zu der Malweise passen. Hier gibt es keine Vorschriften, sondern das Ergebnis zählt. Beste Grüße von der Ostsee – Frank