Bilder meiner Heimat


Bilder meiner Heimat

Können meine Aquarelle die Frage beantworten: Was ist meine Heimat?

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Bilder meiner Heimat

Rostock – Das ist es (c) Frank Koebsch

Wir sind gerade vor einigen Wochen unterwegs und haben ein wenig Alaska und Kanada erkundet. Es war eine tolle Reise und wir haben mehr als einmal überlegt, wie es wäre, dort zu leben. Seattle oder Vancouver sind schon phantastische Städte und die Natur weiter gen Norden grandios und trotzdem sind wir wieder zurück in unsere Heimat nach Mecklenburg – Vorpommern, in die Nähe der Ostsee. Es war nicht das erste Mal, dass wir mehr oder weniger ernsthaft durchgespielt haben, Mecklenburg zu verlassen.  Beruflich bin ich in den letzten 20 Jahren nach Berlin, Bremen, Frankfurt / Main, Hamburg, Hannover, Luzern gependelt, aber unser Lebensmittelpunkt ist und bleibt (?) Sanitz in der unmittelbaren Nähe von Rostock, meine Geburtsstadt.

Genau zu diesen Fragen veranstaltet Katja Wenk eine Blogparade. Nun das Ich habe mit Blogparaden im Bereich Kunst und Kultur sehr gute Erfahrungen. Ich denke gerne an die Diskussionen zu den Themen Fragen zur Kunst #bfzkunst zurück und das Thema: Was ist Eure Heimat? Ist ein spannendes Thema.

Der SWR4 Baden-Württemberg  hat sich einen ganzen Tag Menschen befragt und zu folgenden Antworten kann man ein paar Videos sehen:

Hier einige weitere Antworten

Es gibt viele unterschiedliche Antworten, jeder Mensch wird aus seinem Erleben, nach seinen Werten und Prioritäten, eine andere Antwort geben. Wir gefallen diese Antworten, denn obwohl ich wunderschöne „Ecken“ in den vielen Städten gefunden haben, in denen ich gearbeitet habe, habe ich mich dort nie zuhause gefühlt. Ich hätte vielleicht dort eine neue Heimat finden können, hatte aber nie die Zeit und Muße.

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Ich bin in Rostock  groß geworden. Als Kind sind meine Eltern und Großeltern mit mir zum Strand gefahren, sind mit mir in Warnemünde, am Stadthafen spazieren gegangen, haben die Städte an der Ostsee erkundet Meine Mutter und mein Vater, viele Verwandte und Bekannte arbeiteten in Betrieben für den Schiffbau, im Hafen, in Reedereien, im Fischfang, ……  Als Jugendlicher habe ich mir einen Ferienjob bei der Post gesucht, denn nach dem Briefe austragen, konnte ich so ab um 10.00 Uhr am Strand liegen. Mit Freunden in den Wellen toben, Volleyball spielen, mit braungebrannten Mädchen in Bikinis flirten …  .

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Klar sind wir jedes Jahr in den Urlaub gefahren, zuerst in die Seeplatten, den Harz, das Elbsandsteingebirge, den Thüringer Wald, das Erzgebirge, das Riesengebirge, die Alpen, die Kanarischen Inseln, Ägypten, das Mittelmeer, …. haben unzählige Städte erkundet. Aber die Nähe zur Ostsee, Sonne, Wind, unendliche Weite bis zum Horizont brauche ich zum Leben. Egal ob Rostock, HeiligendammWismar, der Darß oder Rügen, hier bin ich aufgewachsen und verwurzelt.  Ich mag die Art der Menschen, irgendwie die Ruhe und im gewissen Sinne die Beschaulichkeit. Es gibt für meine Frau und mich gibt es nichts Schöneres als am Strand an der Ostsee lang zu laufen. Das Meer zu riechen, den Wind und das Salz auf der Haut zu spüren. Den Sand zu spüren, mit den Füssen im Wasser zu laufen … Wenn die Sonne scheint umso besser, aber bei einer steifen Brise macht es Spaß.

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Aquarelle geprägt durch die  Ostsee, Sonne, Wind, unendliche Weite

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Bei einer solchen Bindung zu Ostsee, Sonne und Wind ist eine große Anzahl von Aquarellen entstanden, die dadurch geprägt wurden – Maritime AquarelleMöwen AquarelleRügen AquarelleKranich Aquarelle, ….   Aber der Einfluss durch die Ostsee in meiner Malerei geht noch weiter. Selbst bei solchen Themen, die scheinbar gar keine Beziehung zum Meer, der Ostsee haben, wie die Sternzeichen.  Oder wie konnten sonst Sternzeichen entstehen

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Ich glaube, dass meine Aquarelle, die Frage beantworten können: Was ist  meine Heimat?, denn es sind Bilder meiner Heimat

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  1. Inese Poga Art Gallery
    4. September 2013 um 05:51

    Das alles gibt es auch in Kanada: Wind, Sonne und unendliche Weite; doch haben wir hier keine Ostsee, und ich glaube nicht, dass ein anderes Land die Heimat ersetzen kann.

    • 5. September 2013 um 23:32

      Da hast Du Recht 😉 In Kanada gibt es Wind, Sonne und unendliche Weite, wunderbare Menschen und und …. Aber Heimat ist auch verbunden, mit Erinnerungen, Familie, Freunde, Kultur, Traditionen, Erinnerungen und und… Ich glaube, dass wenn man woanders sich heimisch fühlen kann. Aber es braucht Zeit, Begeisterung und neue sowie die alten Freunde. Oder? Beste Grüße – Frank

  2. 4. September 2013 um 17:34

    Heimat ? Kann nur träumen davon … ist aber nicht mehr das gleiche wie es damals war . Was geblieben ist, das Haus wo ich geboren bin, aufgewachsen- Beruf erlernt. Erinnerungen an meine kleine Stadt mit Fluss namens „Theiß“ .Meine Kindheit die sehr schön war! Nur ich lebe nicht aus der Vergangenheit, das war einmal, bin ein Mensch die nach vorne schaut. Lebe heute und das ist mir wichtig !! Mein Herz schlägt für beides Hamburg und *Geburtsort , fühle mich trotzdem wie zwischen zwei Stühlen, und kann mich noch nicht entscheiden . Was ich bemerkt habe , je länger ich in D. lebe, wird mehr und mehr meine Heimat werden . Ich liebe Hamburg und fühle mich sehr wohl hier.

    *Geburtsort ~ Zenta „Wojwodina ist eine autonome Provinz in der Republik Serbien. Die Stadt zählt 25.619 Einwohner, davon sind 20.587 (80,51 %) Ungarn . Die Stadt ist historisch insbesondere durch die Schlacht bei Zenta 1697 bekannt.

    • 5. September 2013 um 23:14

      Guten Abend Eva, Danke für Deine Zeilen. Ja um irgendwo heimisch zu werden, braucht es Zeit. Ich musste für meine Arbeit alle 2 bis 3 Jahre von Stadt zu Stadt weiterziehen. So schön wie die einzelnen Städte und die Arbeitsaufgaben auch waren, war es immer nur Etappen mit der Gewissheit, dass keine Ziel in Sicht ist. Nach 20 Jahren Wanderleben bin ich nun seit fast 3 Jahren wieder zu Hause und genieße es 😉 Aus meiner Erfahrungen wünsche ich Dir alles Gute, nehme Dir viel Zeit genieße es und entdecke Hamburg jeden Tag neu und pflege Deine Beziehung zu Deinem Geburtsort. Beste Grüße – Frank

      • 6. September 2013 um 00:01

        Hallo, und Guten Abend Frank, Vielen Dank für die nette Worte, und das ist mir klar , und spüre auch das D. Hamburg nach so langer Zeit ( 40 Jahre ) meine neue Zuhause geworden, bin sehr gerne hier, und auch einmal im Jahr bin ich in meinem Geburtsort , aber da zu leben kann ich mir nicht mehr vorstellen 😦

        Der Vogel
        kehrt zurück,
        sucht sein altes Nest
        und findet es wieder.
        Der Mensch aber
        kehrt zurück,
        erblickt sein Vaterhaus
        und findet nicht mehr heim.

        Dr. Carl Peter Fröhling(*1933), deutscher Germanist, Philosoph und Aphoristiker

        LG.Èva 🙂

      • 15. September 2013 um 15:14

        Hallo Èva, entschuldige, dass es etwas gedauert hat mit der Antwort. Aber ich finde jetzt er ein wenig Ruhe, um Kommentare und Mails zu beantworten. Ich denke, dass es wichtig sein kann, zu seinem Geburtsort zurück kehren zu können. Es sind dann oft die Kleinigkeiten, an die man sich erinnert, egal ob ein bestimmtes Erlebnis, die Eltern, Großeltern oder teile der Kultur an dem Ort. Es sind unsere Wurzeln… Auch wenn man woanders heimisch geworden ist.
        Danke für Dein Gedicht, es liest sich schön, aber …. so ganz passend finde ich es nicht, denn die Vögel kehren ja auch nicht zum Nest zurück, in dem sie geboren sind 😉
        Ich wünsche Dir noch einen schönen Sonntag, Beste Grüße nach Hamburg – Frank

  1. 25. Oktober 2013 um 11:55

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