Schritt 14 – Kontrolle der Wölbung der Fühler und der Flügel des Bläulings (c) Schmetterlingsaquarell von Frank Koebsch

Bläulinge und andere Falter als Motive in meinen Schmetterlingsaquarelle


Bläulinge und andere Falter als Motive in meinen Schmetterlingsaquarelle

Ein Bläuling als Farbtupfer auf einer Wiese

 

Manchmal sind es die Kleinigkeiten, die mich begeistern und ich male kleine Blüten oder andere Farbtupfer in den Wiesen. Bei den Schmetterlingen ist es der farbliche Kontrast, der mich als Maler lockt und mich immer wieder dazu einlädt gerade die „farblich“ auffälligen Falter in meinen Aquarellen „einzufangen“. Neben den Farben und Kontrasten kann ich in diesen Aquarellen auch mit dem Gegensatz zwischen den kleinen feinen Details und den Verläufen in den Flügeln, den Blättern und Hintergründen spielen. Es ist immer wieder spannend, die hauchdünnen Fühler, die Beine, die Flügeladern und Härchen der Schmetterlinge in Negativtechnik zu malen und daneben großflächige Verläufe mit verschiedenen Farben zu setzen. Mit der Zeit sind eine Vielzahl von Schmetterlingsaquarelle entstanden. Schmetterlinge sind immer wieder wunderbare Farbtupfer und so findet man in meinen Aquarellen Falter wie einen Admiral, Distelfalter, einen Großen Perlmutterfalter, einen Grünling, einen Hauhechel-Bläuling, ein Kleines Wiesenvögelchen,  Kohlweißlinge, ein Rotbraunes Wiesenvögelchen, Tagpfauenaugen u.a..  Aus der Begeisterung für die Falter im Sommer habe ich mich in den letzten Tagen wieder einmal an einem Schmetterlingsaquarell mit einem Bläuling probiert. Vor einiger Zeit hatte ich schon einmal einen Hauhechel-Bläuling beim Sonnenbaden gemalt.  Um den Bläuling zur Geltung zu bringen, habe ich für den Hintergrund mit vielen Gelbtönen als Komplementär Farben gespielt. Hier ein paar Fotos von Bläulingen auf der Wiese und mein Aquarell vom Hauhechel – Bläuling.

Für mein neues Wild life Aquarell habe ich mit einen Faulbaumbläuling auf einer Wiese als Motiv ausgesucht. Es war spannend, mit ein paar hellen Grün- und Blautönen ein wenig zu spielen, um das Aquarell zu malen. Hier ein paar Zeilen, in den ich beschreibe, wie als Aquarell entstanden ist.

Schritt 1 - Vorzeichnung des Falters und einige weniger Pflanzenteile - Bläuling (c) Schmetterlingsaquarell von Frank Koebsch
Schritt 1 – Vorzeichnung des Falters und einige weniger Pflanzenteile – Bläuling (c) Schmetterlingsaquarell von Frank Koebsch

Da ich in dem Aquarell die Flügel und den Hintergrund mit schönen Verläufen gestalten möchte, habe ich als Papier ein mattes Büttenpapier gewählt. Auf Basis von ein / zwei Fotos, die den Bläuling in einer Wiese zeigen, erstelle ich auf dem Papier mit einem HB Bleistift eine Vorzeichnung des Faltes und der wichtigsten Elemente einer Wiese.

Beim Malen beginne ich oft mit der Gestaltung des Hintergrundes. Der Vorteil bei dieser Vorgehensweise ist, dass man das Motiv klarer sehen kann. Hierfür feuchte ich die Umgebung des Schmetterlings an und gebe Farbe hinein. Da ich Elemente der Wiese, wie Halme und Gräser des Hintergrundes in einem hellen Grün malen will, beginne ich mit einem Gelb Grün. In den feuchten Farbauftrag gebe ich weitere Farbtöne hinein und lasse die Farbe laufen. Das Ergebnis ist ein Hintergrund, der den Schmetterling und einige wichtige Elemente der Wiese freilässt. Auf dem trockenen Hintergrund trage ich die nächsten Lasuren auf und es entstehen in Negativmalerei die nächsten Elemente der Wiese im Hintergrund.

Nach zwei, drei weiteren Lasuren, um Blätter und Stiele mit Überschneidungen zu realisieren, lasse ich das Blatt durchtrocken. Danach wasche ich Blätter für den Hintergrund aus.

Im nächsten Schritt gestalte ich die Gräser im Vordergrund, um dann die ersten Farbaufträge des Bläulings anzulegen. Auch hier gestalte ich mit Lasuren in Negativtechnik Details, wie die „Behaarung“ und die Flügeladern.

Durch den Verlauf der Farben in den Flügelsegmenten und die Biegung der Flügeladern ergibt sich die Wölbung der geöffneten Flügel. Am besten lässt sich dieses kontrollieren, wenn man seitlich auf den Falter schaut. Trotz der vielen kleinen Details, wie die Fühler, die Beine, die Behaarung verzichte ich auf Maskierflüssigkeit. Zum einen passen Rubbelkrepp und Büttenpapier nicht gut zusammen. Und zum anderen – mit ein wenig Übung geht es auch ohne. Hier das fertige Aquarell „Bläuling“.

Bläuling (c) ein Schmetterlingsaquarell von Frank Koebsch
Bläuling (c) ein Schmetterlingsaquarell von Frank Koebsch

Es hat Spaß gemacht mit Verläufen, Lasuren und Formen zu spielen und so Schritt für Schritt das Schmetterlingsaquarell „Bläuling“ entstehen zu lassen. Gemalt habe ich meine Bild mit meinen Aquarellfarben von Mijello auf dem Echt Bütten Aquarellpapier Leonardo 600 g / m2 matt von Hahnemühle im Format 24 x 32 cm. Durch diese Kombination von Aquarellpapier und – farbe konnte ich die notwendigen Verläufe und Kontraste erzeugen. 

Wildes Land - eine Ausstellung mit Aquarellen von Hanka und Frank Koebsch im Karower Meiler
Wildes Land – eine Ausstellung mit Aquarellen von Hanka und Frank Koebsch im Karower Meiler

P.S.: Wenn Ihnen mein Schmetterlingsaquarell gefällt, dann habe ich noch zwei Tipps für Sie:


Schmetterlingsaquarell „Bläuling im Format 24 x 32 cm

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