Palette 05 2021 – Technik Aquarelle mit granulierenden Farben - Hanka u Frank Koebsch berichten wie Sie granulierende Aquarellfarben einsetzten – S 14 u 15

Unsere Erfahrungen im Umgang mit den granulierenden Aquarellfarben

Unsere Erfahrungen im Umgang mit den granulierenden Aquarellfarben

Was haben unsere AquarelleAbends bei den Rehen im Winterwald“, „Blick in die Kinderstube der Turmfalken“, „Der Weihnachtsmann Express“, „Eiszeit“, „Geschichtenerzähler“, „Kleiner Eiskönig“ und „Winteräpfel“ gemeinsam?  Nun viele von Ihnen sind Winteraquarelle, aber sonst?

Die Antwort ist bei den Aquarellfarben zu finden. Beim Malen dieser Bilder haben wir granulierende Aquarellfarben verwendet. Nun viele Menschen werden fragen:

Was sind granulierende Aquarellfarben?

Die Antwort ist recht einfach zu erkennen, wenn man sich unsere Aquarelle anschaut. Doch der Reihe nach. Zuerst ein Versuch einer Antwort auf die Frage, was sind „granulierende Aquarellfarben“:

Während des Trocknungsprozesses der Aquarellfarben setzen sich die Pigmente ab. Bei der Granulierenden Farben beginnen sich die Pigmente auf Grund ihrer Eigenschaften zu agglomerieren, sich anzuhäufen, die Partikel vergrößern sich. Es entstehen beim Auftrocknen dieser Farben körnige, krisselige, auf unterschiedlichste Art strukturierte Oberflächen. Diese Farben eignen sich sehr gut für die Darstellung von Sand, Kies, Steinen, Felsen, Schnee, Eis, Fellstrukturen, alten oxidierten Metalloberflächen, Szenen mit diffusen Lichtverhältnissen u.a.m.

Das Granulieren ist eine Eigenschaft der Pigmente oder bestimmter Zuschlagsstoffe. Nicht jede Farbe granuliert auf die gleiche Art und Weise und je nach Wahl des Aquarellpapiers und der Malweise variieren die Effekte der Farben. Wir setzen das Granulieren seit einigen Jahren bewusst immer wieder in verschiedenen Aquarellen ein.

Beispiele für Aquarelle mit granulierenden Farben

Ein Beispielbild an dem sich die Wirkung von granulierenden Aquarellfarben sehr gut zu erklären lässt, ist dieser Zwischenstritt aus dem Aquarell „Abends bei den Rehen im Winterwald“. Hinter den Rehen soll bei einer diffusen Lichtstimmung ein Wald entstehen, ohne dass ich ganz viele Äste, verbliebene Blätter und anderes malen muss. Gleichzeitig soll eine Stimmung erzeugt werden, die an Schnee und das Glitzern von gefrorenen Wassertropfen u.a. Deshalb habe ich für die Flächen zwischen den Bäumen mit granulieren Aquarellfarben gespielt. Schauen wir uns einmal die Wirkung dieser Farben in den verschiedenen Bildern an.

Das Aquarell „Geschichtenerzähler ist nach einem Spaziergang an der Ostsee entstanden. Es hat Hanka Spaß gemacht, Stein für Stein zu formen und die Farben zu setzen. Die einzelnen Steine hat Sie mit ein wenig mit Wasser befeuchtet. Dann wurde die granulierende Farbe – je nach gewünschter Intensität – entweder satt oder nur wenig mit dem Pinsel aufgenommen. Am Rand des Steines hat Hanka die Farbe aus dem Pinsel einfach ins Wasser auf dem Stein laufen lassen – und war gespannt, was passiert. Selbstverständlich kann man auch mit deckenden Farben Akzente und mit Lasuren Schatten setzen. Das Spiel mit Licht und Schatten ist auch bei diesen Motiven wichtig, um eine Räumlichkeit zu realisieren. 

Hanka benutzt die granulierenden Farben gerne bei der Darstellung von Eis und Schnee. Wer sich einmal einen Eiszapfen und Schnee genau angeschaut hat, hat sicher festgestellt, wie schön das Farbspiel bei Lichteinfall ist. Ein Beispiel hierfür ist Hankas Aquarell „Kleiner Eiskönig“ in dem sie die schillernden Farben eines Eisvogels mit Eis und Schnee kombiniert habe.

Ein weiteres Beispiel für ein Winteraquarell mit Schnee ist Hankas Bild Winteräpfel“. Um Eis und Schnee auf Ästen zu malen, ist Hanka genauso vor gegangen wie bei den Steinen. Granulierende Farben werden mit verschiedenen Blau-, Lila- und Grautönen anderer Aquarellfarben kombiniert. Auch hier ist es wichtig, Schatten zu setzen, damit das Bild plastisch wirkt.

Aber auch Landschaftsaquarelle sind mit granulierenden Farben gut zu realisieren. Im Aquarell „Eiszeit“ hat Hanka die Räume zwischen den Bäumen komplett mit granulierenden Farben gemalt worden. Mit ein wenig Fantasie glitzert der Schnee hier in der Landschaft.

In dem WeihnachtsaquarellDer Weihnachtsmann Express habe ich die granulierende und lumineszierende Aquarellfarben kombiniert, um die Illusion für eine glitzernde metallene Oberfläche bei der Dampflok und dem Salonwagen zu erzeugen. Auf meinem Blog können Sie sehen, wie das Bild „Der Weihnachtsmann Express“ Schritt für Schritt entstanden ist.

Beim Wild life AquarellBlick in die Kinderstube der Turmfalken habe ich granulierende Farben für die Nisthilfe und den Streben des Gittermastes der Stromversorgers genutzt. Die Idee war es durch diese Farben die offenporige Struktur der Nisthilfe aus Betonformsteinen und die rostige Oberfläche des Gittermastes zu realisieren. Aus meiner Sicht eine interessante Gestaltungsmöglichkeit für ein Aquarell mit einem Falken. Eine andere Möglichkeit habe ich in den Bildern „Spielplatz der Turmfalken“ und „Turmfalke auf Wohnungssuche“ ausprobiert. Hier habe ich für den Gittermast und die Nisthilfe mit der Struktur des rauen Papiers und nicht granulierende Farben gespielt.

Granulierende Aquarellfarben sind eine gute Möglichkeit, um Aquarelle interessanter und authentischer zu gestalten. Über unsere Erfahrungen im Umgang mit diesen besonderen Farben haben Hanka und ich bei verschiedenen Anlässen berichtet. Auf meine Winteraquarelle mit den granulierenden Farben ist z.B. auch Schmincke aufmerksam geworden und so gibt es jetzt seit ein paar Tagen auf dem Kreativ -Blog von Schmincke einen Beitrag zu meinen Aquarellen mit den granulierenden Farben. Einmal zeige ich dort, wie das Aquarell „Abend bei den Rehen im Winterwald“ Schritt für Schritt entstanden ist und wie ich die Farben einsetze, damit die Wirkung auf dem Aquarellpapier optimal zu Wirkung kommt. Neben der Abhandlung zu dem Aquarell mit den Rehen, beschreibe ich auch den Einsatz der granulierenden Farben in dem Bild mit den Sami und ihren Rentieren sowie meinem Blumen Aquarell „Lenzrosen versteckt im Schnee“. Gerne können Sie auf der Seite von Schmincke oder hier auf meinem Blog den Betrag als pdf Datei herunterladen

Einen Artikel über unsere Aquarelle mit granulierenden Farben konnten Hanka und ich gemeinsam in Zeitschrift „Palette“ 05 / 2021 veröffentlichen. In dem Artikel

Aquarell-Körnchen

Geben wir Einblicke in unsere Aquarell Trickkiste. Hanka und ich berichten, wie wir durch den gezielten Einsatz von „normalen“ und granulierende Aquarellfarben Struktureffekt und die Illusion von Räumlichkeit erwecken.

Für uns war es eine tolle Chance in der Zeitschrift Palette und auf dem Kreativ Blog von Schmincke über unsere Malerei zu berichten. Ganz großen Dank dafür.

Wenn ich Ihr Interesse an der Malerei mit granulierenden Aquarellfarben geweckt habe, dann habe ich noch einen Tipp. Alle Theorie ist grau 👍😊. Wenn Sie auch Lust haben, gemeinsam mit mir granulierende Aquarellfarben auszuprobieren wollen, dann empfehle ich Ihnen am 22. Januar 2022 den Online Aquarellkurs: Christ- und Lenzrosen im Wintergarten. Bei Interesse an diesem Online Kurs melden Sie sich doch einfach auf der Seite der VHS Rostock an. Ich würde mich freuen, gemeinsam mit Ihnen Lenzrosen im Schnee zu malen.

Online Aquarellkurs mit Frank Koebsch - Christ- und Lenzrosen im Wintergarten - Aquarellmalerei mit granulierenden Farben am 22 Januar 2022
Online Aquarellkurs mit Frank Koebsch – Christ- und Lenzrosen im Wintergarten – Aquarellmalerei mit granulierenden Farben am 22 Januar 2022
5 - Farbauftrag für das Abendrot im Aquarell Abend am Nienhäger Gespensterwald (c) Frank Koebsch

Abend am Nienhäger Gespensterwald – als Motiv für eine Auftragsarbeit

Abend am Nienhäger Gespensterwald – als Motiv für eine Auftragsarbeit

Maritime Aquarelle mit Sonnenuntergangsstimmungen

Ich male gerne Motive mit Landschaften von der Ostsee. Etliche dieser Aquarelle sind Plein Air während der Malreisen auf die Insel Rügen oder nach Kühlungsborn entstanden. Andere maritime Aquarelle haben ich nach Ausflügen an die Küste nach Fotos gemalt. Irgendwann im August erhielt ich eine Mail, ob ich nicht Lust hätte, ein Aquarell mit einer Sonnenuntergangsstimmung vom Nienhäger Gespensterwald als Auftragsarbeit zu malen. Von der Idee war ich schnell zu begeistern. Abendstimmungen an der Ostsee und anderen Meeren sind für mich immer wieder tolle Motive. Egal ob beim Schiffe gucken in Warnemünde, bei der Beobachtung eines Lotsenboot bei Sonnenuntergang am Vinga Fyer, an Abenden am Darßer Ort, im Hafen von Gager oder am Strand von Kühlungsborn es ist immer wieder ein Erlebnis, wenn die untergehende Sonne die Motive in ein ganz besonderes Licht taucht.

Aquarelle und Fotos vom Nienhäger Gespensterwald

Aquarelle mit den Steilküsten der Ostsee, wie in Heiligendamm und auf Rügen am Reddevitzer Höft, Groß und Klein Zicker und Nienhagen und den Küstenwäldern an der Ostsee sind in meinen maritimen Aquarellen auch zu finden. Aber zu dem Nienhäger Gespensterwald habe ich eine ganz besondere Beziehung. Wir sind dort oft in dem Wald und am Strand unterwegs, denn es ist einfach herrlich dort spazieren zu gehen. Die Buchen in dem Küstenwald sind geformt vom Wind und Sturm über der Ostsee. Die Ursprünglichkeit wird dadurch unterstützt, dass das Gebiet seit Jahren unter Naturschutz steht. So ist es nicht verwunderlich, dass der Gespensterwald viele Liebhaber hat. Fotografen und Maler haben dort immer wieder versucht ganz besondere Lichtstimmungen bei Nebel und der tiefstehenden Sonne einzufangen. Je nach Jahreszeit und Licht verändert sich aus Aussehen des Waldes stark. Ich habe dort bereits viele Male gemeinsam mit Malschülern an der Ostsee oder auf der Steilküste gemalt. Einmal hat mich so gar der NDR nach Nienhagen begleitet. Hier ein paar Schnappschüssen von meinen Erlebnissen dort.

Meine Kunden hatten Ihre ganz eigenen Erlebnisse und Vorstellungen als Motiv von diesem herrlichen Fleckchen Küste an der Ostsee. Dieses begann schon mit dem Format des Bildes. Klar male ich auch einmal Miniaturen auf Aquarellpostkarten im Format 10,5 x 15 cm oder Zigarrenkistenbretter im Format 14,8 x 22 cm, aber die meisten Aquarelle entstehen bei mir in den Formaten 30 x 40 cm oder 36 x 48 cm. Wenn die Bilder größer werden sollen, dann wähle ich ganze oder halbe Blätter im Format 56 x 76 cm oder 38 x 46 cm. Aber diesen Mal wollten die Kunden ein gerahmtes Aquarell im Format von 74 x 94 cm.

Spaziergang am Darßer Weststrand (c) Aquarell von Frank Koebsch
Spaziergang am Darßer Weststrand (c) Aquarell von Frank Koebsch

Ein so großes Aquarell zu malen, hatte für mich einen besonderen Reiz, denn immer wieder ergibt sich die Frage: Wie groß ist das richtige Format für ein Aquarell? Wenn man sich die Aquarelle „Gespensterwald von Nienhagen“ und „Strandspaziergang bei Nienhagen“ in den Formaten 24 x 32 cm und 36 x 48 cm anschaut, dann geben diese kleinen Bilder nur wenig von dem Charme eines Küstenwaldes mit seinen bizarren Bäumen wieder. Dieses ist in dem Aquarell „Spaziergang am Darßer Weststrand“ mit dem Format 56 x 78 cm schon wesentlich besser gelungen. Eine größeres Blatt bietet bei der Gestaltung und Ausarbeitung eines Motives viel mehr Möglichkeiten. Doch schauen Sie selbst wie das

Aquarell „Abend am Nienhäger Gespensterwald

Schritt für Schritt entstanden ist. Da die Kunden das Motiv vorgegeben hatten, hat die Arbeit bei mir mit einem Vorschlag für die Rahmung und die Papierauswahl begonnen. Es gibt ganz verschiedenen Möglichkeiten Aquarelle zu rahmen.  Mit der Wahl des Rahmens und Passepartouts kann die Wirkung eines Bildes wesentlich beeinflusst werden und gleichzeitig kann zwischen der Umgebung des Bildes und dem Motiv vermittelt werden. Bei einem Bild in dieser Größe empfehle ich gerne Halbe Magnetrahmen. Diese Rahmen bringen die notwendige Stabilität mit und sehen mit den schmalen Holz- oder Metallleisten elegant aus. Unsere Kunden haben einen Halbe Magnetrahmen Classic mit einem Profil Alu 12, Edelstahl gebürstet und mit entspiegeltem Glas gewählt. Ich bin kein großer Freund von entspiegelten Gläsern, aber da das Bild im rechten Winkel zu großen Panoramafenstern hängen sollte, macht diese Wahl Sinn. Aus Passepartout wollten unsere Kunden verzichten. Sie wählten stattdessen einen schmalen weißen umlaufenen Rand zwischen dem Aquarell und dem Rahmen. Eine schlichte elegante Rahmung, die zu dem Einrichtungsstil der Kunden passte.

Die Suche nach dem richtigen Aquarellpapier war relativ einfach. Einmal gibt es für ein Bild in der Größe von 74 x 94 cm nur noch wenige Papierhersteller das passende Material liefern. Ich habe mich für ein LANA Aquarellpapier 640 g/m² matt entschieden.  Das Blatt habe ich aus einem Bogen 104 x 152 cm gerissen, so dass sich umlaufend die Anmutung eines Randes von Büttenpapier ergab. Es war eines der größten Bögen, die ich je verarbeitet hatte. Es war einfach interessant, die verschiedenen Papierformate aus unserem Materialvorrat mal zusammen zu legen. Die Papierformate reichten von 10 x 10 cm bis zu 104 x 152 cm. 

Bei der Wahl des Aquarellpapiers kommt es dann auf die verschiedenen Papiermischungen und die Oberflächen an, denn diese machen den Unterschiede im Zusammenspiel mit dem Farben und dem Wasser aus. Bei meiner Malerei, einem Zusammenspiel von Nass in Nass für die Verläufe und verschiedenen Lasuren für die Tiefen im Bild kommt mir eine matte Oberfläche des Papiers sehr entgegen. Ich habe die Aquarellpapiere bereits in der Vergangenheit austesten können. Das Lana Papier habe ich z.B. bei dem Wild Life AquarellParty am Strand“ und den Löwenzahn AquarellFarben der Sommerwiese“ u.a. ausprobieren. Nach einer Vorzeichnung bin ich dann mit meinen Aquarellfarben von Schmincke auf das Papier gegangen. Bei den großen Formaten wähle ich auch die passenden Aquarellpinsel und Farbbehälter. Mit den ½ Näpfchen aus meinem Aquarellkasten komme ich hierbei nicht weiter. Ich nutze dann statt der Näpfchen die Schminckefarben aus den Tuben. Für die großen Flächen nutzte ich 50er Pinsel der Serie 5080 von da Vinci. Die Pinsel liegen mir gut in der Hand und ich kann mit den Pinselhaaren aus den Synthetikfasern sehr gut die Farbaufträge realisieren und sanfte Farbübergangen realisieren. Die erste Herausforderung war das Anlegen des Himmels mit dem Blau in der Höhe, dem Orange über der Ostsee und den Wolken.

Nach dem Anlegen des Himmels habe ich begonnen, den Wald zu gestalten. Da die Flächen zwischen den Stämmen der Silberbuchen durch den Schatten des Waldes in Richtung Hintergrund immer dunkler werden, habe ich mit verschiedenen Grautönen diese Flächen angelegt. Hierbei konnte ich wunderbar mit den Verläufen in den verschiedenen Lasuren spielen und Schritt für Schritt habe ich in Negativtechnik die Baumstämme herausgearbeitet. Das Malen der Stämme auf dieser Art und Weise ist Fleißarbeit und man muss aufpassen, dass man noch den Wald vor lauter Bäumen sieht. 👍😊

Für das Anlegen des Laubdaches über den Stämmen habe ich verschiedene Techniken kombiniert. Die Untergründe für die weit entfernten Bäume habe ich flächig als Lasur angelegt und das Laub dann mit einem gespreizten Pinsel oder der Pinselspitze aufgetupft. Für das Laub der vorderen Bäume habe ich die Strukturen mit Gemüsenetzen in mehreren Schichten von verschieden Farbtönen aufgetragen. Ergänzt habe ich diese durch Lasuren, um Äste und Zweige in Negativtechnik herauszuarbeiten und verschiedene Spritztechniken. Das Laub auf diese Art zu malen, war eine reine Fleißarbeit.

Nach dem Laub habe ich die Baumriesen im Vordergrund gestaltet. Die Buchen werden ständig von dem Wind über der Ostsee geformt. Die Stürme haben etliche der alten Bäume entwurzelt, geknickt oder haben ihnen viele Äste geraubt. Lasur für Lasur habe ich die Stämme und Äste der Buchen gestaltet. Zum Abschluss habe ich durch das Granulieren mit einem „trockenen Pinsel“ etwas Struktur auf der Rinde angedeutet. Als ich dann zwischen den Bäumen, das erste Grün für die Vegetation am Waldboden eingebracht habe, veränderte sich die Stimmung im Bild. Die Flächen zwischen den Bäumen, die Bank und die Schatten habe ich mit verschiedenen Lasuren gestaltet. Gerade durch die Schatten ergaben sich die notwendigen Kontraste im Vordergrund des Aquarells. Spannend war es dann noch einmal, um die richtigen Farbtöne auf dem Weg und dem Sand am Strand sowie den Farbverlauf der Ostsee zu finden. Hierbei habe ich dann mit Wasser und meinen Aquarellfarben gespielt und ganz schnell wellte sich auch das 600 g/m2 schwere Papier. Nach dem Trockenen brachte ich nach und nach immer mehr Details wie die Wellen auf dem Wasser, die Gräser, die Baumwurzeln, die Gänse im Abendrot, die Personen im Hintergrund u.a. ein. Der Weg erhielt noch die notwendigen Schatten durch die Wölbung und die Baumwurzeln als Lasuren und etliche Spritzer für Steine und lose Erde. Ganz zum Abschluss habe ich dann die Person im Vordergrund gestaltet und mit einem Mal hatte sich das Motiv nach etlichen Stunden zusammengefügt.

Es hat Spaß gemacht, dass Aquarell „Abend am Nienhäger Gespensterwald“ in diesem Format zu malen. Spannend war es dann, das Aquarell zu rahmen und den Kunden zu präsentieren. Sie konnten zwar anhand der Fotos verfolgen, wie „Ihr“ Bild entstanden ist, aber wie das Original gerahmt an dem vorgesehenen Platz wird, ist dann doch noch einmal etwas ganz anderes. Hier das fertige Aquarell „Abend am Nienhäger Gespensterwald“

Abend am Nienhäger Gespensterwald (c) Aquarell von Frank Koebsch
Abend am Nienhäger Gespensterwald (c) Aquarell von Frank Koebsch

Noch einmal besten Dank an die Kunden für das Vertrauen, Ihren Auftrag umsetzen zu können. Vielleicht habe Sie auch ein Sehnsuchtsmotiv, dass Sie gemalt haben möchten. Wenn ja, sprechen Sie mich an, vielleicht ergibt sich ja die Möglichkeit, dass ich das Motiv in Ihrem Auftrag male.

Lotsenboot beim Sonnenuntergang am Vinga Fyr © Aquarell von Frank Koebsch

Erleben Sie, wie ein Leuchtturm Aquarell mit einer besonderen Lichtstimmung inspiriert durch eine AIDA Reise entstanden ist

Erleben Sie, wie ein Leuchtturm Aquarell mit einer besonderen Lichtstimmung inspiriert durch eine AIDA Reise entstanden ist

Unsere Begeisterung für Reisen mit der AIDA

AIDA am Kreuzfahrt-Terminal Altona (c) Aquarell von Frank Koebsch
AIDA (c) Aquarell von Frank Koebsch

Hanka und ich reisen gerne. Hierbei sind wir oft mit den Schiffen der AIDA Flotte unterwegs. Wir waren mit den Schiffen der AIDA an ganz verschiedenen Orten, so z.B. waren wir mit der AIDA Luna auf Spitzbergen, mit der AIDA Cara in Island und im Grönland Eis, mit der AIDA Blu in der Nordsee, mit der AIDA bella in Oslo und Kopenhagen, mit der AIDA bella im Mittelmeer auf Motivsuche und haben Aquarelle von den Fischmärkten von Catania und Marseille sowie dem Hafen von Cartagena gemalt. In diesem Jahr konnten wir es gar nicht erwarten, nach den Einschränkungen von Corona wieder zu reisen. Im Sommer waren wir auf der AIDA Prima unterwegs. Wir haben eine der Ahoi Reisen von Kiel, nach Göteborg, Visby und Stockholm gemacht. Wir haben die Tage an Bord und in den Städten genossen und die Zeit auf der Ostsee habe ich genutzt, um ein wenig zu malen. Während und nach unseren Reisen sind eine Vielzahl von Aquarellen als Urlaubserinnerungen entstanden. Über unsere Reiseaquarelle von unseren Kreuzfahrten mit der AIDA haben wir in der Zeitschrift Palette in dem Artikel „Magie der Farben – Hanka und Frank Koebsch erlauben Einblicke in ihr Malgepäck und ihre Herangehensweise für Reiseaquarelleberichtet.

Besondere Lichtstimmungen bei Reisen auf der Ostsee

blaue-stunde-morgens-am-leuchtturm-kiel-c-aquarell-von-frank-koebsch-k-1Auch auf unserer Reise von Kiel, nach Göteborg, Visby und Stockholm im vergangenen Sommer habe ich gemalt. Einmal habe ich gemeinsam mit unserer Enkelin an einem Seetag an Bord der AIDA Prima ein Bild gemalt. Entstanden ist das Aquarell „Die AIDA sol beim Auslaufen aus Warnemünde“. Neben der tollen Zeit mit unserer Enkelin an Bord der Prima und den Ausflügen in Schweden haben wir die Sonnenauf- und untergänge auf dem Meer genossen. Licht und Farben des Nordens faszinieren uns immer wieder und so sind bereits einige maritime Aquarell mit diesen Lichtstimmungen entstanden. Auf unserer AIDA Reise hatten es mir zwei solcher Momente besonders angetan. Eines dieser Aquarelle, die aus diesen Momenten entstanden sind, ist das Bild „Blaue Stunde morgens am Leuchtturm von Kiel“. Am Morgen der Rückkehr nach Kiel habe ich dann kurz vor Sonnenaufgang die blaue Stunde in der Kieler Bucht genossen. Das erste Licht tauchte die Ostsee in eine ganz besondere Stimmung, die vom Plätschern der Wellen begleitet wurde. Als wir den Leuchtturm Kiel erreichten, setzte der Loste mit seinem Boot zur AIDA über. Diesen Moment habe ich mit meiner Kamera eingefangen. Meine Erinnerungen an die blaue Stunde am Leuchtturm Kiel war später die Grundlage für mein maritimes Aquarell.

Sonnenuntergang im Göteborger Schären Garten

Genauso wie mich der Sonnenaufgang vor Kiel fasziniert hat, habe ich den Abend beim Auslaufen aus Göteborg genossen. Wir hatten einen wunderschönen Tag inmitten des westschwedischen Schärengartens – in Skärhamn an Tjörns Westküste verbracht und haben hierbei das Nordischen Aquarellmuseum in Skärhamn wieder besucht. Nach einem guten Abendbrot an Bord der Prima haben wir den Tag auf unserem Balkon ausklinken lassen. Wir haben den Sonnenuntergang genossen. Nach dem Verlassen von Göteborg ging die Sonne unter. Die Sonne tauchte den Göteborger Schären Garten, das Meer und die Wolken in ein wunderbares Abendlicht.  Je nach Sonnenstand veränderte sich das Licht auf der Wasseroberfläche und in den Wolken. Als wir die Insel Vinga erreichten, ging der Lotse von Bord. Es war ein toller Anblick die Seezeichen und die Lotsenstation auf der Insel Vinga und das Lotsenboot im Licht der untergehenden Sonne zu erleben. Ins Auge fallen die Pyramide und der neue Leuchtturm. Der graue, quadratische Leuchtturm (Vinga Fyr) wurde bereits 1841 gebaut. Die Pyramide ist ein 1857 gebautes pyramidenförmige Seezeichen – “båk”. Es machte Vinga unverwechselbar. Ich habe versucht die Stimmung des ausklingenden Tages in meinem Leuchtturm AquarellLotsenboot beim Sonnenuntergang am Vinga Fyr“ einzufangen. Hier ein paar Fotos von dem Abend im Schärengarten von Göteborg.

Lotsenboot beim Sonnenuntergang am Vinga Fyr © Aquarell von Frank Koebsch
Lotsenboot beim Sonnenuntergang am Vinga Fyr © Aquarell von Frank Koebsch

Mein Aquarell: Lotsenboot beim Sonnenuntergang am Vinga Fyr

Es hat Spaß gemacht, das Aquarell mit der Insel Vinga, den Leuchtfeuern und dem Lotsenboot zu malen. Entstanden ist das Bild mit meinen Aquarellfarben von Schmincke auf dem Echt Bütten Aquarellpapier Leonardo 600 g / m2 matt von Hahnemühle im Format 30 x 40 cm. Durch diese Kombination von Aquarellpapier und – farbe konnte ich die für das Bild notwendigen Verläufe und Kontraste in der abendliche Lichtstimmung erzeugen. Wenn Sie erleben wollen, wie das Aquarell „Lotsenboot beim Sonnenuntergang am Vinga Fyr“ entstanden ist, dann schauen Sie doch auf folgende Schnappschüsse. Die Fotos zeigen, wie Stepp by Stepp das Bild entsteht.

Lotsenboot beim Sonnenuntergang am Vinga Fyr © Aquarell von Frank Koebsch
Lotsenboot beim Sonnenuntergang am Vinga Fyr © Aquarell von Frank Koebsch

Aquarelle mit Leuchttürmen und Feuerschiffen
 

Wenn Sie Interesse an maritimen Motiven, an Aquarelle mit Leuchttürmen haben, dann nutzen Sie doch einfach den Button, um sich auf unserer Webseite über diese maritimen Aquarelle informieren. Bei Interesse können Sie das Aquarell „Lotsenboot beim Sonnenuntergang am Vinga Fyr“ hier auf meinem Blog oder auf unserer Web-Seite kaufen. Wenn Sie statt des Originals lieber einen Druck erwerben wollen, weil Sie ein Bild mit anderen Maßen auf Leinwand, Alu Dibond, Acrylglas oder andere Materialien benötigen, dann erstellen wir gerne eine Reproduktion für Sie.

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Aquarell „Lotsenboot beim Sonnenuntergang am Vinga Fyr“ im Format 30 x 40 cm

Bei Interesse können Sie das Aquarell „Lotsenboot beim Sonnenuntergang am Vinga Fyr“ im Format 30 x 40 cm kaufen. Der Preis versteht sich incl. Porto innerhalb Deutschlands. Die Lieferzeit beträgt 10 Tage

340,00 €

Das Spiel mit Formen und Lasuren (c) Frank Koebsch (3)

Details vom Schlepper Petersdorf als Motiv für meine maritimen Aquarelle

Details vom Schlepper Petersdorf als Motiv für meine maritimen Aquarelle

Wegweisend © ein Aquarell mit einem Kreiselkompass von Frank Koebsch

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Ich hatte in den vergangenen Wochen immer wieder Fotos von meinem Besuch auf dem Schlepper Peterdorf im Rostocker Stadthafen veröffentlicht. Der Schlepper wurde Motiv meiner maritimen Aquarelle und Thema eines Aquarellkurses, um den Malwettbewerb des Vereins zur Erhaltung des Schleppers zu unterstützen. Nach und nach sind maritime Aquarelle entstanden wie die Bilder „Rückkehr von der Ausfahrt auf der Hanse Sail“,  „Treffen der Generationen“ und „Der Schlepper Petersdorf im Stadthafen Rostock“. Es hat Spaß gemacht, den Schlepper Peterdorf und andere Schiffe als Aquarell zu malen. Aber als ich Hanka erzählte, dass ich auch einige technische Details des Schleppers malen will, war Hanka Kommentar, dass dieses typische „Männermotive“ sind, wie meine anderen Aquarelle des Schleppers. Nicht jeden begeistert ein Traditionsschiff aus alten schwarzen, rostigen Eisen und die alte Technik 😉.  Als erstes Detail hatte ich die „Schiffsglocke des Schleppers Petersdorf“ gemalt. Die Schiffsglocke war auch eines der Motive des Online-Aquarellkurses. Also zweites Detail hatte es mir der Kreiselkompass auf der Brücke des Schleppers angetan. Hierbei spielen sicher Erinnerungen an meine Arbeit als Lehrling und Facharbeiter auf der Stralsunder Werft zum Einbau und Tests der Kreiselkompasse eine Rolle. Aber vielleicht auch die Sehnsucht und die Freude mit Schiffen unterwegs zu sein. Egal ob wir in Kanada, Alaska, Grönland, Skandinavien, im Mittelmeer, in der Ostsee unterwegs waren, spielt immer die Sehnsucht mit, auf Schiffen zu reisen. Selbst wenn wir zum Schiffe gucken in Warnemünde sind, wissen wir, dass es in der Vergangenheit ohne einen guten Kompass, die Leuchttürme und Feuerschiffe, die Seezeichen, gutes Kartenmaterial, das Wissen um den Verlauf der Küste und den Stand der Sterne keine Seefahrt möglich gewesen wäre. Auch heute im Zeitalter von GPS zählen, dass Wissen um diese Dinge zur Ausbildung eines jeden Nautikers. Der Kompass, der Stand der Sonne und der anderen Sterne haben den Seeleuten seit viele Jahrhunderten den richtigen Weg gewiesen. Also habe ich mich von dem alten Kreiselkompass auf dem Schlepper Peterdorf anregen lassen, das Aquarell „Wegweisend“ zu malen. Aus meiner Sicht ist das Aquarell mit dem Kompass eine wunderbare Ergänzung für meinen beiden Aquarellen „Hamburger Feuerschiff im Zeichen der Sterne“ und „Ein bisschen Universum über MV“, denn diese beiden Bilder zeigen „nur“ Seezeichen, die Küstenlinie und die Sterne. Doch sehen Sie selbst hier mein neues Aquarell „Wegweisend“.

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Wegweisend © ein Aquarell mit einem Kreiselkompass von Frank Koebsch
Wegweisend © ein Aquarell mit einem Kreiselkompass von Frank Koebsch

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Es hat Spaß gemacht mit Verläufen, Lasuren und Formen zu spielen und so Schritt für Schritt den Kreiselkompass entstehen zu lassen. Gemalt habe ich meine Bild mit meinen Aquarellfarben von Schmincke auf dem Echt Bütten Aquarellpapier Leonardo 600 g / m2 matt von Hahnemühle im Format 30 x 40 cm. Durch diese Kombination von Aquarellpapier und – farbe konnte ich die für das Bild notwendigen Verläufe und Kontraste erzeugen. Hier noch einmal, die anderen genannten Aquarelle und ein paar Fotos von meinem Besuch auf dem Schlepper Petersdorf.

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Aquarelle mit Booten und Schiffen
 

Wenn Sie Interesse an maritimen Motiven, Booten und Schiffen haben, dann nutzen Sie doch einfach den Button, um sich auf unserer Webseite über unsere maritimen Aquarelle informieren. Bei Interesse können Sie das Aquarell „Wegweisend“ mit dem Kreiselkompass des Schlepper Petersdorf hier auf meinem Blog oder auf unserer Web-Seite kaufen. Wenn Sie statt des Originals lieber einen Druck erwerben wollen, weil Sie ein Bild mit anderen Maßen auf Leinwand, Alu Dibond, Acrylglas oder andere Materialien benötigen, dann erstellen wir gerne eine Reproduktion für Sie.


Aquarell „Wegweisend“ mit dem Kreiselkompass im Format 30 x 40 cm

Bei Interesse können Sie das Aquarell „Wegweisend“ mit dem Kreiselkompass im Format 30 x 40 cm kaufen. Der Preis versteht sich incl. Porto innerhalb Deutschlands. Die Lieferzeit beträgt 10 Tage.

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Abschlusskontrolle für das Aquarell - Bunte Sommerwiese (c) FRank Koebsch (2)

Bunte Sommerwiese (c) ein Mohn Aquarell von Frank Koebsch

Bunte Sommerwiese (c) ein Mohn Aquarell von Frank Koebsch

Frank Koebsch zeigt Schritt für Schritt wie ein Mohnaquarell entsteht

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Mohn – ist immer wieder ein typisches Sommermotiv. Es ist immer wieder ein herrlicher Anblick, Kamille, Kornblumen und Mohnblüten am Feldrand zu entdecken. Hanka und ich haben schon viele Mohnaquarelle mit dieser Blütenkombination an den Randlagen der Felder gemalt. Es macht immer wieder Spaß, die Mohnblüten mit den Farben des Sommers einzufangen. Mit dieser Leidenschaft für Sommerwiesen mit Mohnblüten sind wir nicht allein. Anfang des Jahres hatten Kunden eines unserer Aquarelle gekauft und hatten danach den Wunsch, dass ich für sie eine „Bunte Sommerwiese“ als Aquarell male. Nun ab und zu ein Mohnaquarell zu malen, macht Spaß und so habe ich mit viel Freude Kamille, Kornblumen und Mohnblüten am Feldrand gemalt. Um die Kunden die Entstehung des Mohnaquarell erlebbar zu machen, habe ich von den einzelnen Zwischenschritten immer wieder ein Foto gemacht und ihnen geschickt. Ich glaube, dass die Kunden gerade bei den ersten Fotos nicht an einen Traum im Mohnfeld geglaubt haben. Denn als ich nach einer Vorzeichnung die ersten Farben für den Himmel und die Wiese auf das Papier gebracht habe, bestand das Aquarell scheinbar nur als willkürlichen Klecksen. In diesem Stadium brauchte es schon viel Vertrauen und Fantasie, dass aus den anfänglichen Zwischenschritten noch einmal ein ansehnliches Sommeraquarell wird. Erst als ich mit immer mehr Lasuren und Negativtechnik die Gräser und Blüten hervorzauberte und das erste Rot für die Blüten des Klatschmohns auf das Papier zaubert, wurde immer mehr erkennbar, die Sommerwiese einmal aussehen wird. Die Sommerlichen Farbtupfer für die Blüten der Kamille, der Kornblumen und der Mohnblüten im Zusammenspiel mit den Kontrasten der Wiese und dem Himmel machten die Gesamtkomposition des Mohnaquarells erkennbar. Doch sehen Sie selbst hier die Schnappschüsse wie das Aquarell „Bunte Sommerwiese“ Schritt für Schritt entstanden ist.

 

Bunte Sommerwiese (c) ein Mohn Aquarell von Frank Koebsch
Bunte Sommerwiese (c) ein Mohn Aquarell von Frank Koebsch

Gemalt habe ich das kunterbunte Mohnaquarell mit meinen Aquarellfarben von Schmincke auf dem Echt Bütten Aquarellpapier Leonardo 600 g / m2 matt von Hahnemühle im Format 26 x 48 cm. Durch diese Kombination von Aquarellpapier und – farbe konnte ich die für das Bild notwendigen Verläufe und Kontraste erzeugen. Unsere Kunden wollte das Aquarell gerahmt erwerben. Also habe ich einige Vorschläge zum Rahmenwahl und dem Aussehen des Passepartouts gemacht. Durch die Wahl des Rahmens und des Passepartouts kann man wunderbar zwischen der Umgebung des Bildes und dem Motiv vermitteln. Aber die Wahl des Kunden fiel auf eine ganz klassische Rahmung mit einem weißen Passepartout und einem schwarzen Rahmen (Halbe – Magnetrahmen Classic Alu 8, Schwarz matt, Normalglas). Gut Verpackt ging dann das Mohnaquarell auf die Reise zu unseren Kunden.

Mohn Aquarelle
 

Es hat Spaß gemacht das Mohnaquarell „Eine bunte Sommerwiese“ zu malen und damit Kunden eine Freude zu machen. Wenn Sie auch Liebhaber von Mohnmotiven sind und Ihnen auch diese Sommerwiese gefällt, dann habe ich noch zwei / drei Tipp für Sie. Über den linken Button finden Sie dieses Bild und alle anderen Mohnaquarelle auf unserer Web-Seite. Sie können von all unseren Aquarell nicht nur Originals sondern auch Drucke erwerben. Wir erstellen auf Ihren Wunsch gerne mit Ihren Maßen Reproduktionen auf Leinwand, Alu Dibond, Acrylglas oder andere Materialien.  Gleichzeitig gibt es von vielen unserer Mohnaquarelle auch Postkarten und Faltkarten mit Umschlag.

Genießen Sie den Sommer mit der Kamille, Kornblumen und Mohnblüten am Feldrand. 😊

Treffen der Generationen (c) ein Aquarell mit drei Schleppern von Frank Koebsch

Treffen der Generationen – ein Aquarell mit drei Schleppern

Treffen der Generationen – ein Aquarell mit zwei Traditionsschiffen und einem modernen Schlepper

Ein wenig Flair von den Ausfahrten der Museumsschiffe in meinen Aquarellen

Boote und Schiffe haben immer wieder eine ganz eigene Faszination. Wenn wir auf Malreisen an der Ostsee oder auf Rügen unterwegs sind, sind die Boote am Strand und in den kleinen Häfen begehrte Motive bei den Malschülern. Was mich persönlich noch mehr interessiert, ist das Schiffe gucken in Warnemünde, wenn die großen Pötte ein- oder auslaufen, selbst mit Kreuzliner unterwegs zu sein oder die maritimen Events wie die Hanse Sail. Gerade rund um die Hanse Sail sind in der Vergangenheit immer wieder Aquarelle mit verschiedenen Museumsschiffen entstanden, wie die Bilder „Päckchen im Hafen“,  „Match Race bei der Hanse Sail“, „Hanse Sail“, „Rückkehr von der Ausfahrt auf der Hanse Sail“ u.a. Es ist einfach toll zu sehen, wie Traditionsschiffe als technische Denkmale heute noch unterwegs sind und neben den hypermodernen Schiffen ihren ganz eignen Reiz haben. So ist auch die Idee für das Aquarell „Treffen der Generationen“ entstanden. Doch schauen Sie selbst, hier mein neues Bild mit drei Generationen von Schleppern bei der Ausfahrt in Warnemünde und meine anderen Bilder mit den Traditionsschiffen.

Treffen der Generationen (c) ein Aquarell mit drei Schleppern von Frank Koebsch
Treffen der Generationen (c) ein Aquarell mit drei Schleppern von Frank Koebsch

Aquarelle mit einem Rückblick über mehrere Generationen in die Geschichte der Technik

Das Aquarell „Treffen der Generationen“ ist das dritte Bild, welches ich vom Schlepper Petersdorf gemalt habe. Nach dem Besuch des Schleppers im Rostocker Stadthafen  hatte ich  die Idee Schlepper als Motiv für maritime Aquarelle und einem Aquarellkurs zu wählen. Das erste Aquarell in dieser kleinen Serie zeigt den „Schlepper Petersdorf im Stadthafen Rostock“. Für das zweite Bild habe ich eine fiktive Szene bei der Hanse Sail gewählt. Das Segelschulschiff Greif und der Schlepper kehren von einer Ausfahrt der Hanse Sail zurück. Der Schlepper Petersdorf ist heute ein Museumsschiff, welches von einem Verein gepflegt und funktionstüchtig gehalten wird. Das Schiff wurde 1957 auf der Warnow – Werft gebaut, es übernahm später die Aufgaben des Dampfschleppers Saturn. Irgendwann wurde dann der Schepper Petersdorf von einer neuen Generation der Arbeitsschiffe abgelöst. So entstand die Idee in einem maritimen Aquarell die zwei Traditionsschiffe und einen modernen Schlepper darzustellen. Für dieses dritte Schiff habe ich einen Schlepper der Fairplay Group gewählt. So ist mit den Schleppern Saturn, Petersdorf und Fairplay 26 das Aquarell „Treffen der Generationen“ entstanden. Gemalt habe ich das Schlepper Aquarell mit meinen Aquarellfarben von Schmincke auf dem Hahnemühle Aquarellpapier Cornwall 450 g/m2 matt gemalt. Durch diese Kombination von Aquarellpapier und – farbe konnte ich die für das Bild notwendigen Verläufe und Kontraste erzeugen. In dem Youtube Video können Sie miterleben, wie das Aquarell „Treffen der Generationen“ entstanden ist.

Der Dampfschlepper „Saturn“ ist ein alter „Bekannter“. Das 1908 gebaute Schiff liegt heute als technisches Denkmal in Außengelände des Schifffahrtsmuseums Rostock. Dort hatte mich der Schlepper im Rahmen der Lichtklangnacht fasziniert. Es war ein herrlicher Anblick die Saturn als illuminiertes Motiv zu erleben und so hatte ich bereits 2009 die Saturn in meinem Aquarell „Schlepper im besonderen Licht“ gemacht. So war mein Aquarell „Treffen der Generationen“, die Chance den Dampfschlepper noch einmal auf die Reise zu schicken. Es ist nicht das erste Mal, dass ich versuche ein wenig technische Geschichte in einem Bild zu zeigen. Im Rahmen unseres Projektes zum Flughafen Tegel hatte ich in dem Aquarell „x Generationen“ eine Bandbreite von den Gleitern Otto Lilientals über die „Tante JU“ bis hin zum Airbus 380 vor der Silhouette des Flughafens Tegels zu zeigen.

Es macht immer wieder Spaß ein wenig in die Geschichte der Technik einzutauchen. Vielleicht kann ich mit meinen Aquarellen ein wenig von der Begeisterung für das Traditionsschiff Schlepper Petersdorf und die Hanse Sail transportieren. Wenn ja, dann haben Sie auch Interesse gemeinsam mit mir Boote und Schiffe als Aquarell zu malen. Dann nutzen Sie doch am 12. Juni 2021 von 10:00 bis 17:00 Uhr den

 

Online Aquarellkurs: Schlepper Petersdorf im Stadthafen Rostock

 

Bei Interesse melden Sie sich einfach über die Seite der VHS Rostock an. Ich würde mich freuen, gemeinsam mit Ihnen und den anderen Malschülern den Schlepper Petersdorf in dem Aquarellkurs zu malen. 

Eichhörnchen als Motive für unsere Wild life Aquarelle

Eichhörnchen als Motive für unsere Wild life Aquarelle

Es macht immer wieder Spaß Eichhörnchen zu beobachten. Aus unseren Erlebnissen und Fotos von diesen kleinen Nagern haben Hanka und ich schon einige Wild life Aquarelle gemalt. Bis her sind die AquarelleEichhörnchen“, „Besetzt“ und „Versteckt“ entstanden.

Vor einigen Tagen hatte es bei uns gescheit. Im Schnee hatte ich zuerst ein paar Spuren von den Eichhörnchen gesehen und dann flitzten zwei von ihnen zwischen den Bäumen hin und her. Da fiel mir wieder ein, dass Eichhörnchen keinen Winterschlaf halten, sondern nur Winterruhe. Sie sind auch in der kalten Jahreszeit unterwegs, um von ihren im Herbst versteckten Nüssen, Bucheckern und anderen Samen zu naschen. Aus dieser flüchtigen Beobachtung mit den Eichhörnchen ist dann die Idee für ein neues Winteraquarell, das

Wild life AquarellEichhörnchen im Schnee

entstanden. Gemalt habe ich die beiden Eichkätzchen, die auf der verschneiten Wiese zwischen den Bäumen spielten mit meinen Aquarellfarben von Schmincke Horadam auf dem Aquarellpapier Leonardo 640 g/m2 matt von Hahnemühle. Die Kombination von Aquarellpapier und -farbe ermöglicht mit einigen „Extras“ die notwenigen Verläufe und Lasuren für das winterliche Eichhörnchen Aquarell. Um eine Anmutung von Schneefall zu erzeugen, habe ich in die nasse Farbe des dunklen Hintergrunds, weißes Aero Color gespritzt. Für die Schneeflächen um die Eichhörnchen herum habe ich granulierende Aquarellfarben von Schminke eingesetzt. Durch den Einsatz von Aero Color und den granulierenden Aquarellfarben in dem Winteraquarell kann man eine Anmutung von Schnee in das Bild zaubern. Doch nun genug der Worte, hier das fertige Aquarell „Eichhörnchen im Schnee“.

Eichhörnchen im Schnee © Aquarell von Frank Koebsch
Eichhörnchen im Schnee © Aquarell von Frank Koebsch

Wenn Sie miterleben wollen, die das Eichhörnchen Aquarell entstanden ist, dann schauen Sie doch in das Video. Es ist schon spannend zu sehen, wie die Verläufe der Aquarellfarben entstehen und wie das Aero Color in dem nassen Hintergrund seine Wirkung entfaltet.

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Wenn Sie auch Freude an Eichhörnchen haben, habe ich noch zwei Tipps für Sie. Schauen Sie doch einmal auf unsere Web Seite, dort finden Sie die unsere Eichhörnchen Motive unter der Rubrik der Wild life Aquarelle. Bei Interesse können Sie hier auf dem Blog und unserer Web Seite auch das Aquarell „Eichhörnchen im Schnee“ kaufen. Wenn Sie statt des Originals lieber einen Druck erwerben wollen, weil Sie ein Bild mit anderen Maßen auf LeinwandAlu DibondAcrylglas oder andere Materialien benötigen, dann erstellen wir gerne eine Reproduktion für Sie


Aquarell „Eichhörnchen im Schnee“ im Format 36 x 48 cm

Bei Interesse können Sie das Aquarell „Eichhörnchen im Schnee“ im Format 36 x 48 cm kaufen. Der Preis versteht sich incl. Porto innerhalb Deutschlands. Die Lieferzeit beträgt 10 Tage.

490,00 €

 

Die Aquarellfarbe perlt auf metallischen Oderflächen ab (c) Frank Koebsch

Auf welchen Materialien kann man mit Aquarellfarben malen?

Auf welchen Materialien kann man mit Aquarellfarben malen?

Gibt es interessante Alternative zum Aquarellpapier?

Es ist immer wieder spannend, wenn man sich mit verschiedenen Menschen über Malerei austauscht, dann wird die Aquarellmalerei wird in der Regel als Malerei auf Papier beschrieben. Wer sich damit beschäftigt weiß, dass das Aquarellpapier den Unterschied macht. Aber kann man nicht mit den Aquarellfarben auch auf anderen Malgründen zu arbeiten? In der Ölmalerei werden Bilder traditionell auf Leinwand, Holz oder Spanplatten, Papier oder Pappen, Metallen u.a. Materialien gemalt.  Wenn man genauer hinschaut, dann sind die Bezeichnungen „Malerei auf Leinwand, auf Holz, auf Metall“ ungenau. Die genannten Materialien sind nur die Trägerelemente. Gemalt wird in der Regel auf ein Gesso. Diese Grundierung wird auf die Trägermaterialien aufgetragen. Sie verhindert zum einen, dass die Farben zu sehr in den Untergrund einziehen. In anderen Fällen wird erst durch das Gesso ein Haften der Farben auf den Trägermaterialien möglich.

Schauen wir uns einmal folgende Bilder an. Was haben die Aquarelle „Abend in Sanitz“, „Alte Schmiede in Schwerin Mueß“, „Frauenschuh“, „Kirschblüten“, „Kirschblütenfest“, „Letzte Landung in Tegel“ und „x Generationen“ gemeinsam und was unterscheidet sie?

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Die Gemeinsamkeiten lassen sich schnell beschreiben. Es sind alles Aquarelle, die ich in den vergangenen Jahren mit meinen Pinseln und meinen Aquarellfarben von Schmincke gemalt habe. Aber ich kenne auch Künstler, die ihre Aquarellfarben mit Spachteln auftragen oder sprühen. Auch wenn ich von den Horadam Aquarellfarben von Schmincke überzeugt bin, gibt es auch anderen Aquarellfarben mit den man fantastische Bilder malen kann. Interessant wird bei meinen Beispielen für die Fragen:

oder

  • Auf welchen Materialien / Malgründen wurden die Aquarelle gemalt?

Die Bilder „Kirschblüten“ und „Letzte Landung in Tegel“ habe ich auf Aquarellpapier den Echt-Bütten Aquarellpapier Leonardo, matt von Hahnemühle erstellt. Die Bilder „Frauenschuh“ und „Kirschblütenfest“ sind Aquarelle auf Leinwand. Das Aquarell „x Generationen“ habe ich auf Aluminium gemalt. Die Bilder „Abend in Sanitz“ und „Alte Schmiede in Schwerin Mueß“ sind Beispiele von Aquarellen auf Zigarrenkistenbrettern.

Viele von Ihnen werden diese Alternativen für die Aquarellmalerei nicht kennen. Aber für mich sind diese Alternativen fantastische Möglichkeiten, denn egal ob der Malgrund ein Zigarrenkistenbrett, eine Leinwand, ein Blech aus einem beliebigen Metall, oder andere Materialen sind, gemalt wird immer auf einer Oberfläche, deren Eigenschaften durch das Gesso bestimmt wird. Ein weiterer Vorteil des Auftrags von Grundierungen ist, dass für die Aquarelle ein weißer Untergrund auf den farbigen Trägermaterialien geschaffen wird. Es macht mir immer wieder Spaß, mit diesen Möglichkeiten zu spielen. Ich male Aquarelle auf verschiedenen Untergründen und setze bei Bedarf auch Gesso und Strukturpasten ein. Durch das Ausprobieren anderer Materialien und Formate muss man sich, immer wieder auf andere Herausforderungen einlassen und kommt aus seinen eingefahrenen Gleisen heraus. Ich nutze hierfür von Schmincke den Aqua Grund fine oder grob. Damit sind die Eigenschaften für den Auftrag der Aquarellfarben auf allen Malgründen gleich. Ich hatte über meine

schon in verschiedenen Artikeln hier auf meinem Blog berichtet. Gegenüber dem Aquarellieren auf Papier braucht man nun etwas mehr Geduld. Das Papier saugt im Gegensatz zu dem Gesso einen Teil des wässrigen Farbauftrages auf und die Pigmente „verankern“ sich hierbei in dem Papier. Beim Malen auf dem AQUA Grund kann das Wasser nur über die Luft verdunsten. Damit ergeben sich längere Trocknungszeiten.  Nach dem Auftrocknen liegen alle Pigmente auf der Oberfläche des Gesso und haften nur auf Grund der Adhäsion. Es ergibt sich eine höhere Farbbrillanz gegenüber Arbeiten auf Papier und es ergeben sich wunderbare Verläufe. In meinem Blogartikel „Aquarelle als Grundlage für verschiedenen Stoffdesigns“ habe Hanka und ich mit Verläufen gespielt. Hanka hat Verläufe auf Aquarellpapier erzeugt und ich haben mit Verläufen auf Leinwänden gespielt. Die Verläufe auf Leinwand / einem Gesso sind unter Umständen viel zarten, großflächiger als auf dem Papier. In den oben gezeigten Aquarellen „Kirschblütenfest“ und „Abend in Sanitz“ bekommt man eine Ahnung von den Gestaltungsmöglichkeiten mit solchen Verläufen und der höheren Farbbrillanz. Beim Auftragen der weiteren Lasuren muss man auf Grund der geringen Haftung aufpassen, dass die darunterliegenden Farbschichten nicht wieder angelöst werden. Das fertige Aquarell wird dann mehrmals fixiert.

Gerade bei großen Formaten hat die Aquarellmalerei auf Alu-Dibond, Leinwänden o.a. ihre Vorteile, denn eine Rahmung hinter Glas entfällt. Eine Rahmung von großen Aquarellen hinter Glas ist teuer, schwer und das Glas ist beim Transport und Hängen der Bilder immer in Gefahr. Aus der Unabhängigkeit von einer Rahmung ergibt sich noch ein weiterer Vorteil. Bei Aquarellen auf Leinwand, Holz oder Metall kann man Bilder in jeder beliebigen äußeren Form darstellen. Es entsteht die Möglichkeit die Aussage eines Motivs eines Aquarells mit der äußeren Form und das Material zu unterstützen. Doch dieses ist eine neue Geschichte.

Um das Wissen und die Möglichkeiten der Aquarellmalerei auch anderen Menschen zur Verfügung zu stellen, habe ich dem Magazin Palette den Artikel

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Malgrund einmal anders

Interessante Alternativen zum Papier: Frank Koebsch zeigt, wie sich mittels Gesso farbenfrohe Aquarelle auf Aluminium, Holz und vielen anderen Materialien zaubern lassen.

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Außergewöhnliche Aquarellmalgründe - Frank Koebsch in der Palette 5 2020
Außergewöhnliche Aquarellmalgründe – Frank Koebsch in der Palette 5 2020

zur Veröffentlichung angeboten. In der Ausgabe 5 / 2020 des „Magazins für Künstler und Kunstinteressierte“ ist der Artikel erschienen. In dem Artikel stelle ich mein Aquarell auf Leinwand „Frauenschuh“, die Aquarelle auf Zigarrenkistenbrettern „Ahrenshooper Mühle“,Die alte Schmiede in Schwerin Mueß“, „Rostocker Nikolaikirche“, „Abendstimmung an der Ostsee“ und „Abend in Sanitz“ sowie das Aquarell auf Aluminium „x Generationen“ vor.

Für das Aquarell „Abend in Sanitz“ auf einem Zigarrenkistenbrett habe ich noch einmal vorgestellt, wie dieses Bild Schritt für Schritt entstanden ist. Als Highlight des Artikels ist die Beschreibung, wie meine Aquarellmalerei auf Aluminium zum Flughafen Tegel entstanden ist. Vielleicht habe ich Sie ja neugierig gemacht, dann schauen Sie doch einmal in den Artikel „Malgrund einmal anders“.

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Malgrund - mal anders – Frank Koebsch in der Palette 5 2020 - Seite 22 -23
Malgrund – mal anders – Frank Koebsch in der Palette 5 2020 – Seite 22 -23

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Wenn Sie diese Malerei interessiert, dann habe ich noch drei Tipps für Sie.

Aquarellkurs . Orchideen auf Leinwand
Aquarellkurs . Orchideen auf Leinwand

Step 10 - Die Details am Seenotrettungsschuppen entstehen - Aquarell - Abends in Kühlungsborn (c) FRank Koebsch

Abends in Kühlungsborn – Aquarell von Frank Koebsch

Abends in Kühlungsborn

Ein Aquarell mit der Seenotrettungsstation Kühlungsborn

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Ich bin gern in Kühlungsborn 😉. Es einfach ein schönes Gefühl, am Strand oder der Promenade entlang zu laufen und sich den Wind, um die Nase wehen zu lassen, dort zu malen und seine Aquarelle in der Kunsthalle präsentieren zu können. Nicht um sonst organisiere ich gemeinsam mit Frau Schröter von der Alten Büdnerei seit Jahren die Malreisen an die Ostsee. Es macht einfach Spaß Kühlungsborn und die Region zu entdecken und vor Ort an der Ostsee zu malen. So ist mit der Zeit auch die Idee entstanden, dort das Plein Air Festival – Malen an der Ostsee ins Leben zu rufen, um gemeinsam mit Kollegen und vielen Mal- und Zeicheninteressierten in Kühlungsborn und Umgebung zu malen und zu zeichnen. So mach einen Tag haben wir dann in aller Ruhe ausklingen lassen und haben die Sonnenuntergänge an der Ostsee genossen.

Abends am Strand von Kühlungsborn (c) Aquarell von FRank Koebsch
Abends am Strand von Kühlungsborn (c) Aquarell von FRank Koebsch

Es ist einfach herrlich zu erleben, wie die untergehende Sonne über der Ostsee, die Farben am Strand und die Ansichten der Häuser an der Promenade verändert. Dieses ist sicher auch ein Grund, warum ich es mag Aquarelle mit besonderen Lichtstimmungen zu malen. Eines der Bilder, in dem ich versucht habe eine solche Stimmung einzufangen ist das Aquarell „Abends am Strand von Kühlungsborn“.  Es ist immer wieder spannend, abendliche und nächtliche Farbstimmungen in den Aquarellen einzufangen, denn die Motive verändern sich stark. Es verschwinden Dinge, andere Detail bekommen in der Dämmerung oder der Nacht eine neue Bedeutung, insbesondere wenn die Lichter in der Stadt angehen. In der Nacht leuchten viele Motive ganz besonders. Mich hatte die abendliche Ansicht der DGzRS Station in Kühlungsborn West fasziniert. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat dort eine kleine Ausstellung zusammen gestellt, die über die Arbeit der Seeretter informiert und als kleiner maritimer Blickfang agiert. Vor dem historischen Bootsschuppen liegt seit 2018 das Seenotrettungsboot WUPPERTAL mit weiteren Ausstellungsstücken, wie Anker, Festmacher, Bojen und und …  Das Seenotrettungsboot Wuppertal ist für jemanden der Boote und Schiffe liebt schon ein besonderer Hingucker. Nach dem Sonnenuntergang nur mit dem künstlichen Licht ergab ist eine ganz besondere Stimmung und ich habe versucht dieses Motiv mit seinen besonderen Farben in einem Aquarell einzufangen. Entstanden ist das Bild „Abends in Kühlungsborn“.

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Abends in Kühlungsborn (c) Ein Aquarell mit der Seenotrettungsstation Kühlungsborn von Frank Koebsch
Abends in Kühlungsborn (c) Ein Aquarell mit der Seenotrettungsstation Kühlungsborn von Frank Koebsch

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Gemalt habe ich mein Aquarell „Abends in Kühlungsborn“ mit meinen Aquarellfarben von Schmincke auf dem Aquarellpapier Leonardo 600 g/m2 matt von Hahnemühle. Durch diese Kombination von Aquarellpapierund – farbekonnte ich die notwendigen Kontraste und Farbnuancen herausarbeiten. Es hat Spaß gemacht, Aquarell mit der Seenotrettungsstation Kühlungsborn zu malen. Um zu zeigen, wie man das Leuchten in den Aquarellen erzeugen kann, habe ich ein paar Schnappschüsse hinzugefügt, die zeigen, wie das Bild Step by Step entstanden ist.

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Vielleicht gefällt Ihnen ja das Aquarell „Abends in Kühlungsborn“ oder Sie wollen auch einmal in Kühlungsborn malen, dann habe ich noch ein paar Tipps für Sie:


 

Abends in Kühlungsborn (c) Ein Aquarell mit der Seenotrettungsstation Kühlungsborn von Frank Koebsch

Aquarell „Abends in Kühlungsborn “ im Format 36 x 48 cm

Bei Interesse können Sie das maritime Aquarell „Abends in Kühlungsborn “ im Format 36 x 48 cm kaufen. Der Preis versteht sich incl. Porto innerhalb Deutschlands. Die Lieferzeit beträgt 10 Tage.

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Aquarell - Abend in Sanitz - auf einem Zigarrenkistenbrett von Frank Koebsch

Wie malt man Aquarelle auf Zigarrenkistenbrettern?

Wie malt man Aquarelle auf Zigarrenkistenbrettern?

z.B. das Aquarell auf einem Zigarrenkistenbrett „Abends in Sanitz“

Abend in Sanitz (c) Aquarell von Frank Koebsch auf einem Zigarrenkistenbrett
Abend in Sanitz (c) Aquarell von Frank Koebsch auf einem Zigarrenkistenbrett

Hanka und ich sind in Sanitz zuhause und so ist es nicht verwunderlich, dass nach und nach einige Aquarelle aus unserer Heimatgemeinde entstanden sind. In dem Artikel „Bi uns to hus“ habe ich viele dieser Bilder gezeigt. Dort zeige ich Aquarelle von der Kirche, der alten Schule,  Sommer-, Herbst-, Winterbilder und Landschaftsaquarelle mit Rapsfeldern, Rehen und Kranichen. All diese Bilde habe ich auf unterschiedlichen Aquarellpapieren gemalt.  Ganz anders das Aquarell „Abends in Sanitz“, welches ich heute vorstellen möchte. Dieses Bild habe ich auf einem Zigarrenkistenbrett gemalt. Es ist immer wieder spannend, Aquarelle auf unterschiedlichen Malgründen zu malen. Doch bevor ich etwas zu meinem neuen Bild sage, möchte ich erklären

Warum habe ich begonnen, Aquarelle auf Zigarrenkistenbrettern zu malen?

Die Ausstellung - Von Barbizon bis ans Meer. Carl Malchin und die Entdeckung Mecklenburgs - im Staatlichen MUseum Schwerin (c) FRank Koebsch (2)
Die Ausstellung – Von Barbizon bis ans Meer. Carl Malchin und die Entdeckung Mecklenburgs – im Staatlichen MUseum Schwerin (c) FRank Koebsch (2)

Das Staatliche Museum Schwerin hatte im vergangenen Jahr die Ausstellung „VON BARBIZON BIS ANS MEER. CARL MALCHIN UND DIE ENTDECKUNG MECKLENBURGS“ gezeigt. Durch Frau Baumgart, die Museumpädagogin des Museums wurde ich eingeladen, die Ausstellung mit Aquarellkursen zu begleiten. Es war aus zwei Gründen für mich eine interessante Einladung. Einmal hat Carl Malchin hat als Maler Landschaften und das Leben im Mecklenburg – Vorpommern dokumentiert und so sind über 100 Jahre später auch viele meine Aquarelle auf Dörfern und Städten sowie  Landschaftsbilder an den Malorten entstanden, an denen auch Carl Malchin gemalt hat. Der zweite Punkt war der ungewöhnliche Malgrund. Da Carl MalchinCarl Spitzweg u.a. in ihrer Zeit etliche Bilder in kleinen Formaten auf Zigarrenkistenbretten gemalt wurden, war es die Idee von Frau Baumgart, diesen Malgrund für die Aquarellkurse im Museum auszugreifen. Die meisten Menschen denken bei Aquarellen an eine Malerei auf verschiedenen Papieren. Dass man mit Aquarellfarben auch auf anderen Medien wie LeinwändeAluminium, Holz u.a. malen kann, ist oft unbekannt. Es kommt wie bei jeder anderen Malerei, nur darauf an, dass man die Untergründe mit einem Gesso vorbehandeln sollte, wenn die Farben nicht haften oder zu sehr in das Material einziehen. Für meine Aquarelle auf Zigarrenkistenbrettern beschichte ich das Holz mit Aqua-Grund. Es ist immer wieder spannend Aquarelle als Malerei auf Zigarrenkistenbrettern aus zu führen. Die Bilder zeichnen im Vergleich zu Aquarellen auf Papier durch eine wesentlich höhere Leuchtkraft aus und man muss sich mit einem kleinen Format begnügen. Wenn ich auf Aquagrund male, dann nutze ich grundsätzlich Farben von Schmincke HORADAM, die ein ausreichen Haftbarkeit garantieren. Auch wenn sich das Verhalten der Aquarellfarben auf dem beschichteten Holz erheblich von den Verläufen auf den Aquarellpapieren unterscheidet, hat diese Malerei ihren eignen Reiz. Da die Pigmente der Farben nicht in das Gesso einziehen können, wie in die Aquarellpapiere, ergeben sich Bilder mit einen sehr hohen Leuchtkraft und wunderbaren Kontraste. In der Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Museum Schwerin hatten ich dann gemeinsam mit Malschülern in einem Aquarellkurs Landschaftsaquarelle auf Zigarrenkistenbrettern gemalt. Als Malort hatten wir uns das Freilichtmuseum in Schwerin Mueß ausgesucht, ein Ort an dem viele Bilder Malchin entstanden sind.

Für mein Aquarell „Abend in Sanitz“ habe ich aber die Spuren von Carl Malchin verlassen und habe wir ein Motiv ausgesucht, bei dem die Vorteile der Aquarelle auf Zigarrenkistenbrettern gut zur Geltung bringen kann.

Stimmungsvolle Abendhimmel erfordern ein hohes Maß an Leuchtkraft und Kontrast

Bereits in der Vergangenheit habe ich Aquarelle mit Motiven aus Sanitz gemalt, in denen ich versucht habe stimmungsvolle Himmel einzufangen. z.B. in den Bildern „Sonnenuntergang im Herbst“,  „Schneewolken über Sanitz“ und „Winterabend“.  Diese Bilder sind alle auf verschiedenen Aquarellpapieren entstanden. Für meinen Abendhimmel in einem Aquarell auf einem Zigarrenkistenbrett habe ich mir ein Motiv herausgesucht, das von der schönen Stimmung über der Silhouette mit der Sanitzer Kirche lebt. Diese Silhouette habe ich schon in verschiedenen Bildern dargestellt, wie z.B. in dem Aquarell „Wintertraum“. Mein Bild „Abends in Sanitz“ war das Kontrastprogramm zu dieser lieblichen Winterlandschaft. Doch sehen sie selbst.

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Nun zu der eigentlichen Frage: Wie malt man Aquarelle auf Zigarrenkistenbrettern?

Als erstes bin ich in die Zigarrenläden Rostocks gegangen und habe um Zigarrenkisten gebeten. Bei Tabakwaren Nitz in der Breiten Straße fand ich als Nichtraucher ein offenes Ohr und bekam einige der Zigarrenkisten aus Holz. Einige von diesen Kisten sind schon alleine ein kleines Kunstwerk. Gerade bei den traditionellen Marken nimmt die künstlerische Gestaltung der Zigarrenkiste oft direkten Bezug auf den Markennamen. Heute wird oft aus Kostengründen leider nicht mehr das Holz gestaltet, sondern die Kisten werden nach dem Nageln mit Papier beklebt. In dem Zigarrenlexikon finden Sie eine Übersicht und die Bezeichnungen der verschiedenen Papiere. Zum Bemalen eignen sich nur die Bretter des Deckels und des Unterbodens. Also werden die Kisten auseinandergebrochen. Meine Erfahrung ist, je beherzter Sie hierbei vorgehen, umso mehr Papier löst sich gleich von dem Holz. Doch Vorsicht, denn es kommen kleine Nägel zu Vorschein. Nägel und das lose Papier werden entfernt und die Bretter dann mit Sandpapier geschliffen, so dass wir das Holz ohne Rückstände von Leim und Papier nutzen können. Auf den mit Aqua Grund behandelten Brettern der Zigarrenkisten habe ich eine Vorzeichnung erstellt und dann Schritt für Schritt das Bild mit meine Aquarellfarben von Schmincke. Das Fließverhalten der Farben und der Trockenprozess unterscheidet sind wesentlich von dem Malen auf Papier. Die Erklärung hierfür ist recht einfach, bei Arbeiten auf dem Papier wird das Fließverhalten und der Trockenprozess wesentlich durch die Eigenschaften des Aquarellpapiers bestimmt. Je nach Papiermischung, Herstellungsprozess, Pressung und evt. einer Leimung nimmt das Papier beim Malen einen Teil des Wassers mit den Pigmenten der Farbe auf. Anders bei dem Malen auf Aqua Grund. Hier kann die wässrige Farbe nicht in den Untergrund einziehen und nur über die Luft trocknen. Da die Farbe nicht einziehen kann, ergeben sich Vor- und Nachteile bei der Malerei auf Aqua Grund. Die Pigmente liegen vollständig auf dem Untergrund und haften nach der Trocknung nur wenig auf der Aquagrund. Die Aquarellfarben leuchten wesentlich mehr als bei Arbeiten auf Papier. Auf  Grund der geringen Haftung der Pigmente erfordert das Malen mit Lasuren ein wenig Übung, denn man nicht mit weichen Pinseln und der nötigen Vorsicht arbeitet, lösen die unteren Farbschichten leicht an und vermischen sind mit den neu aufgetragenen Farben. Diese Eigenschaften muss man bei dieser Malerei nutzen und gerade die höheren Farbkontraste sind interessant für die Aquarellmalerei. Die Oberflächenstruktur des Aqua Grund kann man beeinflussen indem man verschiedene Medien (Aqua Grund grob oder fein) wählt oder bei der Art es Auftrages variiert. Es ist ein Auftrag mit Spachteln oder einer Rolle möglich. Ich habe mich beim Auftrag für eine Schaumstoffrolle entschieden, die als Ergebnis eine grobporige Oberflächenstruktur erzeugt. Hier ein paar Fotos von den einzelnen Schritten beim Malen des Aquarells „Abend in Sanitz“.

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