Conny Stark – eine Hambuger Malerin

Conny Stark – eine Hambuger Malerin

Unsere Ausstellung „see more jazz in fine art

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Die Ausstellung zum Jazzfestival see more jazz.
Die Ausstellung zum Jazzfestival see more jazz.

In Kooperation mit dem Jazzdiskurs Rostock und dem Jazz Club Rostock stellen wir (Conny StarkFrank KoebschMartina WaldUlli Schwenn und Volker Kurz)  im Rahmen des Jazzfestivals see more jazz Aquarelle, Bilder, Fotographien und Zeichnungen aus. Ich hatte in den vergangenen Tagen angefangen, auf unsere Ausstellung  see more jazz in fine art aufmerksam zu machen. Hierzu gehört, dass ich unseren Flyer, den Ausstellungsort die Galerie Rostocker Hof, die Organisatoren des Jazzfestivals see more jazz vorgestellt habe.

Heute möchte ich beginnen die ausstellenden Künstler vorzustellen. Beginne werde ich mit

Conny Stark

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Conny Stark ist eine Hamburger Malerin, die sich seit einigen Jahren intensiv mit dem Jazz als Motiv für ihre Acryl Bilder auseinander setzt. Wenn in einem von Hamburgs bekanntesten Jazzclubs ein Konzert stattfindet, so kann man davon ausgehen, unter den Zuschauern auch Conny Stark anzutreffen. Zuschauer ist hier wohl wörtlich zu nehmen, da sie sich neben dem Zuhören besonders auf das zeichnerische Wiedergeben des Geschehens konzentriert. In unzähligen Skizzen hält sie den gehörten Rhythmus, die Bewegungsabläufe der Musiker und die Atmosphäre fest.

In einem späteren Arbeitsprozess werden diese „Momentaufnahmen“ in ihrem Atelier malerisch sowie zeichnerisch umgesetzt. Durch die expressive Linienführung und Farbigkeit gelingt es der Künstlerin, die Atmosphäre und den Jazz zu visualisieren. Hier eine Auswahl ihrer Werke.

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Doldinger, 2011, 120 x 100 cm, Acryl auf Leinwand,
Doldinger, 2011, 120 x 100 cm, Acryl auf Leinwand,
Blue Note, 2011, 100 x 100 cm, Acryl auf Leinwand
Blue Note, 2011, 100 x 100 cm, Acryl auf Leinwand

Jazzskizzen in Grau, Serie 2007, Acryl auf Papier, 30 x 40 cm
Jazzskizzen in Grau, Serie 2007, Acryl auf Papier,
30 x 40 cm
Jazzskizzen in Grau, Serie 2007, Acryl auf Papier, 30 x 40 cm
Jazzskizzen in Grau, Serie 2007, Acryl auf Papier,
30 x 40 cm

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Conny Stark hat ihre Werke in einer Vielzahl von Ausstellungen gezeigt. Als Beispiele sind die Ausstellungen  Jazz meets Fine Arts zum 40. Jahrestag der Eldenaer Jazz Evenings und der verdener jazz- und bluestage 2011 zu nennen. Der Zeitungsartikel Mit dem Skizzenblock durch die Jazz Clubs gibt einen weiteren Einblick in das Schaffen der Künstlerin.

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Mit dem Skizzenblock durch die Jazz Clubs - Artikel über die Ausstellung von Conny Stark in Verden
Mit dem Skizzenblock durch die Jazz Clubs – Artikel über die Ausstellung von Conny Stark in Verden

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Die Aquarelle, Bilder, Fotografien und Zeichnungen unserer Ausstellung beinhalten wie der Jazz eine riesige Vielfalt an Ausstrahlung, Dynamik, Form und Farbe … und doch haben alle Künstler und Bilder etwas Verbindendes. Wie in einer Jazzband ist bei aller Vielfalt der Instrumente, der Ausdrucksweisen der Künstler das Verbindende die Musik. Ich freue mich, dass ich das zweite Mal gemeinsam mit Conny Stark eine Ausstellung gestalten kann.

Wie ermittelt sich der Preis eines Kunstwerkes? – Teil 2

Tax Programm – Ein Simulationsprogramm von Olaf Zimmermann

Ich hatte im den vergangenen Tagen einen Beitag unter der Überschrift „Es gibt keinen allgemeingültigen Maßstab für Kunst – Preise werden gemacht.“ geschrieben.  Aber einen Anhaltspunkt braucht man schon und deshalb habe ich nach der Anregung von Bence Fritzsche in dem Artikel „Der Kunst einen Preis geben“ S. 12 ff. in der Zeitschrift atlier das Programm TAX SIM getestet. Aus meiner Sicht habe ich einiges an Sinn und Unsinn gefunden.

In der Beschreibung heißt es:

Das Tax Sim simuliert den Verkaufspreis eines zwei dimensionalen Werkes. Idee des Programms ist es, durch die Veränderung der Parameter, die Änderung des Kunstverkaufspreises zu simulieren.

Damit sollte es doch das Interesse eines jeden Künstlers hervorrufen. Das Programm wurde immer wieder in Foren vorgestellt und diskutiert. Also hatte ich das Tax Programm vor einigen Jahren schon mal in der Hand genommen und es damals gleich wieder weggelegt, denn für einen Anfänger im Ausstellungsbetrieb ist es nicht geeignet.

Die Bewertung wird in erster Linie auf Grund von Informationen über den Künstler, seine Ausstellungstätigkeit und seiner Medienpräsenz vorgenommen. In der Slideshow sehen die Fragen.

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Bei den Fragen nach dem Künstler gibt es durchaus richtige Fragen, bei anderen habe ich arge Zweifel.

  • Fragen nach der Ausbildung ja – aber nur nach dem Kunststudium fragen, ist falsch. Denn gerade viele Autodidakten dominieren. Im Bereich Aquarell haben Bernhard Vogel, Ekkehardt Hofmann, Andreas Mattern, Martin Lutz kein abgeschlossenes klassisches Kunststudium und sind doch mit die wichtigsten Künstler auf ihrem Gebiet. Entsprechende Beispiele lassen sich auch in den anderen Bereichen der bildenden Kunst finden.
  • Warum die Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse ein Kriterium ist, will sich mir auch nicht erschließen.
  • Auch die Frage nach den Gesamteinnahmen dürfte für die Bilder von Günter Grass, Udo Lindenberg, Armin Müller Stahl… u.a. irrelevant sein. Wenn diese bei den genannten Künstlern stimmt, dann sicher auch allen anderen. Oder 😉
  • Richtig sind die Fragen nach der Vertretung durch Galerien, Ankäufe durch Museen, Kunstpreise, Stipendien, der Zusammenarbeit mit Verwertungsgesellschaften u.a.

Sinnvoll ist für eine Bewertung nach der Ausstellungstätigkeit, der Teilnahme an Kunstmessen und dem Echo in der Öffentlichkeit zu fragen. Hier wird einfach vorausgesetzt, dass Künstler die über Jahre erfolgreich ausstellen, nicht die schlechteste Kunst erstellen.

Was mir jedoch fehlt, sind Fragen und die Bewertung von Ankäufen durch Stiftungen, Vereinen, der öffentlichen Hand, renommierte Unternehmen. Fragen zur Teilnahme an Wettbewerben jurierten Ausstellungen. Was nicht beachtet wird ist Ausstellungstätigkeit außerhalb von Galerien, Kunstvereinen und Museen. Ich habe fast das Gefühl, man muss schon froh sein, keine Minuspunkte zu bekommen.  Nicht lächeln – es gibt Minuspunkte.;-)

Dass das Programm nicht mehr ganz den heutigen Maßstäben entspricht, kann man daran fest machen, dass Medienpräsenz im TV, im Rundfunk, im WEB insbesondere Social Network gar nicht hinterfragt wird.

Nun dieses würde ich ja noch verschmerzen. Aber es gibt einen Punkt,

  • der ist entweder ein Fehler, der seit 1995 nicht erkannt wurde oder
  • der auf ganz viel Dünkel gegenüber anderen Medien als Öl- und Acryl auf Leinwand basiert.

Lassen Sie sich überraschen. Nur so viel sei gesagt, eine Leinwand kann gigantische Auswirkungen haben. 😉

Hier geht es zum Teil 3 in der Reihe “Wie ermittelt sich der Preis eines Kunstwerkes?”