Auswertung unserer Blogparaden: 10 Fragen zur Kunst (2)

Was ist während der Blogparade auf meinem Blog passiert?

Gibt es ein Erfolgsrezept für eine Blogparade?

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Blogparade als Marketinginstrument im Bereich der Kunst
Blogparade als Marketinginstrument im Bereich der Kunst

Nach meinem Dank an die beteiligten Künstler der Blogparadenaktion: 10 Fragen zur Kunst in den vergangenen Tagen gibt dieser Artikel einen Einblick, wo die Besucher der Blogparade hergekommen sind und wie die Leser auf die Blogparade aufmerksam gemacht wurden. Nichts als Zahlen über Klicks, deren Quellen u.a. Um nicht alle Leser zu langweilen, das Fazit für viele Teilnehmer und eine rege Diskussion in einer Blogparade zu Beginn. Aus meiner Sicht ein Erfolgsrezept ??? 😉

  •  Fragen von Blogparaden sollten leicht provozieren.
  • Fragen von Blogparaden sollten einfach sein. Verzichten Sie auf langwierige Erklärungen, für Ihre Fragestellung.
  • Arbeiten Sie bei Blogparaden mit anderen zusammen, machen Sie eine gemeinsame Aktion daraus. Es potenzieren sich die Ergebnisse.
  • Veranstalten Sie ein Feuerwerk von Hinweisen auf allen Kanälen und Plattformen, die Sie erreichen können.
  • Frieren Sie den Artikel für die Laufzeit der Blogparade auf der Startseite ein.
  • Veröffentlichen Sie während der Laufzeit, weitere Artikel, die Blogparade stützen.
  • Antworten Sie auf Links und Kommentare zeitnah.

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Nun zu den Einzelheiten in den Ergebnissen der Blogparade: Sind Aquarelle Kunst?

Ich hatte am 20. Juni 2011 die Frage: Sind Aquarelle Kunst? online gestellt. Ich wollte mit dieser Frage klar polarisieren, provozieren und die Leser des Beitrages so zum Mitmachen animieren. Zwei Risikopunkte verbergen sich hinter der Fragestellung, auf die ich schon im Vorfeld hingewiesen wurde.

  • Es ist eine geschlossene Frage und es hätte passieren können, dass viele Menschen nur mit ja oder nein antworten. Hier setzte ich auf die Mitteilsamkeit der Menschen, die in Blogs, Foren, Facebook u.a. zuhause sind.
  • Es hätte sein können, dass viele Menschen in Frage stellen, dass Aquarelle Kunst sind. Nun dieses wäre mir einerseits Recht gewesen, denn es hätte die Diskussion befruchtet. Anderseits wäre ich traurig gewesen, denn ich male zu 90% Aquarell.

Ich wollte ganz bewusst eine ganz einfache Fragestellung, um viele Menschen zu erreichen. Deshalb habe ich auch weitestgehend auf jegliche Abhandlungen, Erklärungen zur Fragestellung verzichtet. Damit hat der Leser die Chance, sich von allen Seiten aus dem Thema zu nähern.

Informationsverteilung durch Vernetzung meines Blogs
Informationsverteilung durch Vernetzung meines Blogs

Die neun anderen Künstler (Großstadtheidi + Hellen Königs + Frank Hess + Anna Schüler Conny Niehoff + Andreas Mattern + Susanne Haun + Oliver Kohls + Rosi Geisler) unseres Blogparaden Projektes: 10 Fragen zur Kunst haben am gleichen Tag, in ihren Blogs auf meine Fragestellung hingewiesen. Damit zeigten bereits neu Links auf meinen Blogbeitrag. Ich habe zeitgleich auf kunstnet, artcafe, in dem Aquarellforum, der Aquarellgasse, der Übersicht der Blogparaden, Xing, Facebook, Twitter … auf meine Blogparade verwiesen. Ich kommuniziere oft Inhalte meines Blog auf diesen Medien um einen breiteren Austausch anregen zu können. Also auch dieses Mal.

Aber dieses war nur, dass was ich angestoßen hatte. Da die beteiligten Künstler ebenfalls auf Facebook und Twitter ihr Netzwerk informiert haben und andere Blogger über unsere Blogparadenaktion: 10 Fragen zur Kunst informierten, zeigen viele Links auf die Frage in meinem Blog. Das Bild Seiten von denen aus während meiner Blogparade auf meinen Blog zu gegriffen wurde zeigt sehr gut, wie wirkungsvoll die Vernetzung war:

  • 158 Zugriffe kamen in der Woche von den Blogs der beteiligten Künstler,
  • 382 Zugriffe von anderen Medien z.B. Kunstnet, Facebook, Twitter, auf denen über die Blogparade berichtet wurde,
  • 12 Zugriffe über den Blog von Petra Tragauer, die sich an meiner Blogparade beteiligt hatte.

Ein interessantes Ergebnis liefert auch die Google Suche mit dem Suchbegriff „Sind Aquarelle Kunst“. Google verweist auf ungefähr 12.000 Einträge 😉 und die Sichtung der ersten vierzig Einträge etwas mit meiner Blogparade zu tun hatten.

Während der Laufzeit der Blogparade wurde in meinem Blog auf 1.905 Seiten geklickt, die direkt mit der Frage der Blogparade zu tun hatten. Ich habe hier die Startseite mit eingerechnet, denn für die Zeit der Blogparade hatte ich den Artikel in meinem Blog als ersten Beitrag verankert, so dass jeder Besucher der Startseite auf die Blogparade gestoßen ist. Explizit wurde der Artikel Sind Aquarelle Kunst? 910mal angeklickt. Das Bild Statistik für: Sind Aquarelle Kunst? zeigt wie schwer es ist, die Zahlen konstant zu halten. Dieses ist ein bekannter Effekt, bei allen beobachteten Blogparaden. Deshalb habe ich in den folgenden Tagen Artikel nachgeschoben, die die Fragestellung untermauern sollten. Immer ein wenig provokant 😉 und immer auf allen o.g. Medien platziert.

Sind Aquarelle Kunst, wenn Affen Aquarelle malen?

Sind Aquarelle nur dann Kunst, wenn sie von berühmten Menschen stammen?

Sind die Aquarelle von Nolde und Heckel Kunst? Oder nur Vorstudien und ungemalte Werke?

Sind meine Aquarelle Kunst?

Auf diese Art konnten im Laufe der Blogparade noch einmal 142 Klicks auf die genannten Artikel verzeichnet werden. Die Kommentarfunktion für die nachgeschobenen Beiträge waren gesperrt und ich habe hierfür eine Umleitung zur Kommentarfenster der eigentlichen Blogparade realisiert. Durch diese Maßnahme wurden alle Kommentare der folgenden Artikel zu Kernfrage der Blogparade gelenkt.

Einige von Ihnen als Leser werden sich fragen, wozu dieser ganze Aufwand. Nun das Ziel unserer Marketingaktion in Form einer konzertierten Aktion war neue Leser für unsere neue Blogs zu finden. Dieses wollten wir dadurch erreichen, dass wir die Netzwerke der beteiligten Künstler zusammen bringen, sharen und in Foren und Social Networks gemeinsam für unsere Aktion werben. Dieses Ziel haben wir erreicht, wie die Zahlen eindrucksvoll zeigen. Sicher wird der eine oder andere Besucher unserer Blogparade in naher Zukunft unsere Blogs wieder besuchen, evt. an einem Kurs teilnehmen oder einer Einladung zu einer Ausstellung folgen und evt ein Bild kaufen. 😉

Danke für die teilnehmenden Künstler, die Besucher und Kommentaroren
Danke für die teilnehmenden Künstler, die Besucher und Kommentaroren

Deshalb einen ganz großen Dank an alle Besucher, Menschen, die einen Kommentar hinterlassen haben oder die Gelegenheit genutzt auf Facebook, Twitter oder Xing uns als Freund, Fan, Follower, Kontakt mit uns in Verbindung zu treten. Danke auch an alle, die auf Kunstnet, artcafe, Facebook und und … mit uns diskutiert haben, denn auch sie haben auf Grund der Anzahl der Kommentare und Links für den heutigen Erfolg der Blogparade und die Verbesserung des Ranking gesorgt. Aber dieses ist schon wieder eine neue Geschichte.

Hier noch einmal eine Aufstellung der zehn Blogparaden mit den Fragestellungen, den teilnehmenden Künstlern und die Anzahl der Kommentare / eingehenden Links.

Künstler Frage der Blogparade

Anzahl der Kommentare / eingehenden Links

Andreas Mattern Ist es in der Kunst notwendig, seriell zu arbeiten? 

97

Julia Tepasse Ist es in der Kunst wichtig, konzeptionell zu arbeiten?

45

Oliver Kohls  Braucht Kunst eine handwerkliche Grundlage?

42

Conny Niehoff Sollte Kunst erschwinglich sein…?

146

Susanne Haun  Wer oder was ist ein Künstler und warum?

212

Anna Schüler   Ist die Malerei ein Auslaufmodel?

54

Frank Hess Darf Kunst auch einfach nur schön sein oder benötigt sie einen Bezug oder Kontext?

112

Helen Königs Welche Bedeutung haben Vorlagen für ein eigenständiges Bild?

60

Roswitha Geisler Schafft Kunst Illusion?

77

Frank Koebsch Sind Aquarelle Kunst?

200

Sind Aquarelle Kunst, wenn Affen Aquarelle malen?

Blogparade: Sind Aquarelle Kunst?

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Ich möchte mich bei allen Teilnehmern an meiner Blogparade bedanken. Wir haben uns bisher über Material, Technik, die lange Tradition des Aquarells und über einige große Namen, wie Albrecht Dürer, William Turner, Paul Cézanne u.a., über den Werte von Aquarellen auf Leinwand, Papier und Aluminium ausgetauscht und auch welche Preise von Aquarelle in Galerien erreicht werden.

Sind Aquarelle Kunst, wenn Affen Aquarelle malen?
Sind Aquarelle Kunst, wenn Affen Aquarelle malen?

Aber dieses ist alles nichts dagegen, was Affen für Ihre Aquarelle für Preise aufrufen können. Das Londoner Auktionshaus Bonhams versteigerte drei Aquarelle des Schimpansen Congo für insgesamt 21.515,00 Euro. Wer mehr über die über die Affen Aquarelle lesen möchte, findet Informationen in dem Artikel Ist das Kunst?. Schauen Sie mal rein in der Artikel es lohnt sich.  Hier eine der Aussage:

Congo, Barito, Jackson Pollock und Gerhard Richter – sie dürfen dann in einem Atemzug genannt werden. Denn sie alle machen Kunst. Wenn auch auf unterschiedlichen Niveaus. 

Congo ist der Aquarell malende Affe. Eine andere Aussage ist

Kunst – der Begriff ist Verhandlungssache

Deshalb noch einmal meine Frage,

Sind Aquarelle Kunst? oder Sind Aquarelle Kunst, wenn Affen Aquarelle malen?

Was meinen Sie?

P.S. Wenn Sie hierzu Ihre Meinung schreiben wollen, würde ich mich sehr freuen, wenn Sie es hier machen. Danke.

Blogparade Teil 6: Ist die Malerei ein Auslaufmodell?

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Anna schreibt auf ihrem Blog:

In einem Artikel der Zeit online über Klara Lidén, fand ich diesen Satz

—-Lediglich um das Zeichnen und Malen scheint sie einen Bogen zu machen, und sie tut gut daran. Denn das klassische Arbeiten auf Papier und Leinwand gilt allgemein als ausgereizt, ja altmodisch.—

Ist die Malerei tatsächlich altmodisch, ein abgelaufenes Kunstmodell, ausgereizt?

Mittlerweile malt fast jeder. In Kursen kann man seine eigne Kunstwerke erstellen, die sich dann gut im Wohnzimmer machen. Leinwände und Farben gibt es bei Aldi oder Lidl zu Billigpreisen und tausende Freizeitkünstler drängen auf den Markt.

Täten wir also alle gut daran, nach neuen Ausdrucksformen zu suchen….?

Nun ich male sehr gerne, nicht Tag für Tag doch sehr oft, deshalb finde ich die Fragestellung von Anna interessant.

Die Malerei als Ganzes hat das Recht altmodisch zu sein 😉 Die  Höhle von Lascaux enthält die älteste bekannte Höhlenmalerei aus dem Zeitraum zwischen 17.000 und 15.000 v. Chr. Spätestens seitdem haben kreative Menschen die Malerei immer wieder neu erfunden. Althergebrachte Lehrmeinungen wurden immer wieder über den Haufen geworfen, Studenten überflügelten ihre Meister. Autodidakten verdrängten Studierte. Aus nationalen Märkten und Kunstszenen wurde ein sich gegenseitig beeinflussendes Gesamtgebilde. Hier ein paar Beispiele der jüngsten Entwicklung Kubismus à Dadaismus à Surrealismus à  Expressionismus à Neue Sachlichkeit  à Konstruktivismus à Abstrakte Malerei à Tachismus à Informel.

Durch die Digitalisierung entstanden neue Kunstformen sei es Speedpainiting oder seinen es Mischformen von Malerei auf Leinwand, Papier wird digitalisiert und bearbeitet oder Motive werden auf dem PC bearbeitet, erschaffen und dann im letzten Stadium mit Feder, Pinsel, Tusche, Farbe und Spray „vervollständigt“.  Was Bestand haben wird und wie es weiter geht, oder ob sich die klassische Malerei auf dieses Weise abschaffen wird, weil jeder auf seinem IPhone zeichnet oder mit der Art Academy für Nintendo malt.

Ich glaube nicht daran, dass die Malerei auf diese Art in der digitalen Welt verschwinden wird. Ich hatte bereits in der Diskussion mit Günter Stadler den Vergleich mit dem Kochen angebracht. Es gab eine Zeit in der Selberkochen immer mehr durch  Fertigprodukte abgelöst wurden. Die Fertiggerichte haben einen nie Stand erreicht, dass viele sich nur noch aus der Tiefkühltruhe ernährten und nicht mehr kochen können oder wollen. Seit einiger Zeit erleben Kochlehrgänge, Kochshows, das gemeinsame Kochen mit Freuden einen Boom. Viele wollen das ursprüngliche bei Kochen erleben, nicht gleich eine Hausschlachtung, aber sie möchten die Zutaten, schmecken, fühlen und erleben, wie etwas neues aus den Zutaten entsteht. Hierbei wird nicht nur nach Rezept gekocht, sondern ausprobiert, immer wieder neu Kreationen erstellt… Essen wie gemalt 😉 Eine ähnliche Entwicklung nimmt das Stricken. Vor einigen verpönt – boomt heute die Strickerei.

Aus meiner Sicht wird dieses auch mit der Malerei so sein. In einer immer technisierten und digitalisierten Welt entsteht die Sehnsucht selbst zu wissen, zu fühlen, selbst Hand anzulegen… selbst die Oberfläche der Leinwand, der Papiere zu spüren, zu erfahren, wie verschieden Farben, Pastelle u.a. auf den Untergründen reagieren. Mit dieser Sehnsucht nach den archaischen Erleben und Handeln und der Kreativität des Menschen wird die klassische Malerei nicht verschwinden. Es werden sicher neue Wege gesucht und gefunden, es werden vielleicht auch immer mehr Menschen wieder malen, genauso wie Kochen, Stricken, Heimwerkern… Es wird sich ändern und wir Maler werden uns mit ändern, immer wieder neues probieren 😉 Vielleicht male ich morgen auf dünne Folien, die bei Lichtwechsel ihr Farbe ändert, aber ich möchte dabei den Geruch der Farben, das Ineinanderlaufen der Farben, das Gefühl des Material haben. Ich werde malen, archaisch, die Frage ist nur womit.

Ich finde es schön, dass ich hieran nicht zweifle, denn ich hatte mich bereits vor fast zwei Jahren in  dem Artikel Welche Rolle wird bildende Kunst in der Zukunft haben? in ähnlicher Weise geäußert. Oder es liegt daran, dass es sogar Affen gelingt, mir Ihrer Malerei Erfolg zu haben 😉

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Ist die Malerei ein Auslaufmodel ?
Ist die Malerei ein Auslaufmodel ?

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Bis heute läuft noch die Blogparade von Anna Schüler mit der Frage: „Ist die Malerei ein Auslaufmodel?“. Es lohnt sich, schauen Sie mal auf den Blog von Anna und beteiligen Sie sich, denn am Sonntag wird Anna ein Überraschungspaket der Fa. Hahnemühle und ihre Tuschearbeit verlosen.

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Anna Schüler„Zwischen den Zeiten VI“Format A4,Tusche auf Bütten, 2010  Zwischen den Zeiten VI (c) Tusche auf Bütten von Anna Schüler

Zwischen den Zeiten VI (c) Tusche auf Bütten von Anna Schüler

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Hier finden Sie noch einmal alle Teilnehmer der Aktion: 10 Fragen zur Kunst

Großstadtheidi + Hellen Königs + Frank Hess + Anna Schüler Conny Niehoff + Andreas Mattern + Susanne Haun + Oliver Kohls + Frank Koebsch + Rosi Geisler

Was haben die Kunst und Facebook für Synergien?

Die Entwicklung läuft auf jeden Fall affenzahnartiger Geschwindigkeit.
Ich hatte ja schon vor einigen Wochen einen Artikel mit dem Titel „Von den Affen lernen“ geschrieben. Hier kann man ganz klar zu dem Schluss kommen, dass die Affen bei der Vermarktung von Kunst vor den Menschen die Nase vorne haben.

Wenn man nun beachtet, dass auch ein Orang-Utan bei Facebook ist, sollte dieses einem zu denken geben. Hier geht es direkt zu Nonja.
Nur gut, dass die Affen noch nicht ihre Aquarelle über Facebook anbieten 😉

Welche Wertschätzung gibt es für das Aquarell…. Teil 2

Ich hatte vor einiger Zeit einen Betrag zu diesem Thema geschrieben. Der Ausgangspunkt war die Diskussion im Blog Aquarellmaler von Andreas Mattern unter dem Titel Aquarelle von Emil Nolde folgende Diskussion losgetreten:
„…Mir stellt sich hier die Frage, sind die Aquarelle keine wirklichen Bilder? Oder ist diese bei Laien oft verbreitete Meinung, dass das Aquarell eine Vorstufe für richtige, große Bilder ist, immer noch aktuell?…“

Nun fragen wir doch mal den Markt. 😉

Auf FAZ.Net hat Swantje Karich einen Artikel unter der Überschrift „Deutsche Auktionshäuser ziehen Bilanz – Die maßlosen Zeiten sind vorbei“ veröffentlicht. Hier werden die besten Gebote in dem letzen halben Jahr der Auktionshäuser genannt. Bemerkenswerter Weise wird genau ein Aquarell genannt. „… Noldes Aquarell mit schwarzer Tusche „Dschunke vor rotem Abendhimmel“, das 1913 auf seiner Reise in die Südsee entstand und von 20.000 auf 39.000 Euro gesteigert wurde.“ Nun das höchste Gebot lag bei 1,25 Millionen Euro für Max Beckmanns „Nachtgarten bei Cap Martin“ aus dem Jahr 1944. O.k. der Arbeitsaufwand eines Aquarell ist in der Regel nicht zu vergleichen mit einem großformatigen Ölbild.

Aber was ist ein angemessener Preis für ein Aquarell?

Nolde hatte eine Zeit lang selbst seine Aquarelle nicht sehr hoch eingeschätzt. Doch sind es für mich recht gute Bilder. Nur der Preis eines Aquarells ist noch von anderen Faktoren ab. Vielleicht kann man ketzerisch sagen, auch Nolde hätte sich mehr zum Affen machen sollen…..denn wann man auch nur eine Wertsteigerung ansetzt, sind die Aquarelle dieser Affen mehr wert als eines Bild von Nolde.

Bitte nun greifen Sie mich nicht gleich zu diesem Vergleich Nolde und die Affen an. Nicht ich habe diesen Vergleich hergestellt, sondern unbewusst oder bewusst die Käufer, Sammler und Auktionshäuser….;-)

Von den Affen lernen

Ich mache mir Gedanken, wie ich meine Bilder ausstellen und vermarkten kann. Ich möchte ja Feedback, die Malerei mit anderen teilen und will ja wenigsten die Kosten decken. Klar habe ich hierzu meine Homepage, bin in einigen Foren präsent, mache Ausstellungen und und …

Doch ich glaube ich sollte von den Affen lernen. Warum? Ich sitze nichts ahnend im ICE zwischen Frankfurt und München und blättere in der mobil – dem Kundenmagazin der Deutschen Bahn. Mit einem Mal las ich „… sind deshalb Tilda, Sita und Sandra schon Künstler. Diese Debatte entbrannte, als ein englischer Kunstsammler einen ganzen Stoß Bilder kaufte, die die Orang-Utan-Weibchen gemalt hatten. Die Affenbilder sind inzwischen ein Renner und können auch im Internet unter der Adresse http://www.affenbrut.de erstanden werden.“ *1) Achso die Affengemälde wurden auch schon in einer Ausstellung mit Bildern von Christine Peter gezeigt. Ob alle Besuche die Bilder zwischen Mensch und Affe richtig zu ordneten ist nicht überliefert. Fehlt nur noch, dass die Affen auch anfangen Musik zu machen. Aber spätestens nach dem Peter Fox mit dem „Stadtaffe“ erfolgreich die Parallelen aufgezeigt hat, wäre dieses nicht verwunderlich….

Affen sind aber auf jeden Fall erfogreich, denn auf der o.g. Webseite steht, dass 3 Blätter des Schimpansen Congo beim Londoner Auktionshaus Bonhams für insgesamt 21.515,00 Euro versteigert wurden.
Nun ergeben sich folgende mögliche Schlüsse aus den Zeilen:
• Kunstsammler kaufen alles, wenn sie Aufsehen erreichen können (?),
• die Bilder der Affen sind wesentlich besser als meine, denn meine sind nicht der Renner (nicht, dass ich besonders klagen muss, aber …?)
• für die Affen wird ein besseres Marketing gemacht, als ich es vermag ;-)))

Nun da es die Aussage gibt, Kunst entsteht im Auge des Betrachter, müssen Sie sich alleine ein Urteil erlauben. Ich kenne bei Interesse von Ihnen noch mehr tierische „Künstler“, wie malende Elefanten, Enten und Pinguine, die mit farbigen Füssen über das Papier watscheln….

Achso… auf der WEB Site der Affenbrut steht ganz unten, – die Affenmalerei ist keine Kunst. Doch neidisch auf die erzielten Preise bei der Auktion und im Shop der Affen bin ich schon, auch wenn es für einen guten Zweck ist. Vielleicht sollte ich mir ein affiges Synomym zu legen, denn Tilda malt ja auch mit Wasserfarben…..

*1) „Gehirnjogging für King Kongs Brüder“ – Artikel in der mobil – dem Kundenmagazin der Deutschen Bahn, Nr. 8 / 2008, S. 10 – 11 von René Linke