Plein Air Festival 2018 – Vormittag des dritten Tages

Plein Air Festival 2018 – Vormittag des dritten Tages

 

Logo - Plein Air Festival - Malen an der Ostsee
Logo – Plein Air Festival – Malen an der Ostsee

Nach dem Start des Plein Air Festivals am 06. Mai in Kühlungsborn begannen am Montag Anke GrussJens HübnerKarin KutheMaxim SimonenkoSonja Jannichsen und Thomas Freund  als Dozenten mit den Teilnehmern der Workshops die Malorte zu erkunden. An den ersten beiden Tagen haben

gezeichnet und gemalt. Heute möchte ich beginnen über den dritten Tag des Plein Air Festivals – Malen an der Ostsee berichten. Ich hatte die Chance die

 

Pastellmaler am Strand von Heiligendamm

 

zeitweise zu begleiten. Karin Kuthe hat mit ihren Malschülern am Strand von   die Steine, Steilküste und die Ostseewellen gemalt. Es war spannend zu sehen, was die Malschüler mit Pastellkreiden zauberten. Ich wurde mit viel Sehnsucht an die vergangenen Tage mit der Pastellmalerei von Hanka erinnert. Es war ein tolles Erlebnis die Pastellmaler am Strand von Heiligendamm zu erleben. Doch sehen Sie selbst. Hier ein paar Schnappschüsse von Plein Air Malerei an der Ostsee.

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Nach einiger Zeit machte ich mich auf die Suche nach einer anderen Gruppe und fand die

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Ölmaler in der Marina Kühlungsborn.

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Thomas Freund hatte für seine Workshopteilnehmer Motive in der Marina Kühlungsborn gewählt. Bereits im vergangenen Jahr hatte Thomas im Rahmen seines Plein Air Workshop dort gemalt. Aber der Bootshafen von Kühlungsborn bietet eine große Anzahl von verschiedenen maritime Motiven. In diesem Jahr hatte sich die Gruppe geteilt. Einige Teilnehmer malten an der Kaikante unterhalb des Hafenhauses. Ich fand als erstes nur ihre Malsachen, denn zur Mittagszeit haben sich die Maler bei Edel und Scharf getroffen. Die Currywurst von Edel und Scharf ist legendär und das Unternehmen unterstützte als Partner unser Plein Air Festival. Nach dem Mittagessen habe ich mit viel Interesse eine Weile zu geschaut , wie man in der Ölmalerei Boote und Schiffe auf die Leinwände bringen kann. Die folgenden Schnappschüsse geben einen kleinen Eindruck interessanten Stunden in der Marina Kühlungsborn wieder.

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Save the Date - Plein Air Festival 2019
Save the Date – Plein Air Festival 2019

Ich hoffe, dass Sie einen guten Eindruck in das Geschehen des Plein Air Festivals 2018 gewinnen konnten. Wenn Sie Lust gekommen haben, im nächsten Jahr ebenfalls an einen Workshop, dem freien Malen und der Ausstellung des Festivals teilzunehmen, dann merken Sie sich schon den Termin vom 05. bis zum 12. Mai 2019 vor.  Ich freue mich schon darauf, mit „alten“ Bekannten und neuen Teilnehmen die Region an der Ostsee rund um Kühlungsborn malerisch zu entdecken.

Plein Air Festival 2018 – Vormittag des zweiten Tages

Plein Air Festival 2018 – Vormittag des zweiten Tages

Das Malen an der Ostsee macht Spaß.

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Logo - Plein Air Festival - Malen an der Ostsee
Logo – Plein Air Festival – Malen an der Ostsee

Kühlungsborn und seine Umgebung sind sehr gut geeignet, um Malreisen und andere ähnliche Veranstaltungen zu gestalten. Ich  hatte  vor einigen Tagen bereits berichtet, wie ich gemeinsam mit Malschülern im Rahmen der Malreise Faszination Ostsee, den Bastorfer Leuchtturm im Raps gemalt habe. Was die Region für Maler so interessant macht, sind die vielfältigen Orte mit ganz unterschiedlichen Motiven. Diese Wissen um die Möglichkeiten hatte mich auf die Idee gebracht für Plein Air Maler gemeinsam mit der  Touristik-Service-Kühlungsborn GmbH (TSK)  und der Kunsthalle Kühlungsborn ein Festival zu organisieren. Und so haben wir am 06. Mai 2018 bereits das zweite Plein Air Festival – Malen an der Ostsee im Konzertgarten Ost der Ostseebades Kühlungsborn eröffnet.  Für die ersten drei Tage des Plein Air Festivals haben wir unterschiedliche Workshops vorgesehen. Am ersten Tag des Plein Air Festival hatte ich die Aquarellmaler mit Ihrer Dozentin Sonja Jannichsen,  die Mangazeichner mit Maxim Simonenko  bei der Obstblüte im Klostergarten des Doberaner Münsters, die  Acrylmaler mit Anke Gruss beim Malen im Hafenhaus und die Pastellmaler mit Karin Kuthe in der Alten Büdnerei besucht.

Am Morgen des zweiten Tages hatte ich als erstes

Die Urban Sketcher mit Jens Hübner an der Steilküste von Heiligendamm

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besucht. Ich musste ein wenig Material an die Sketcher ausliefern und habe bei dieser Gelegenheit, den Teilnehmer des Workshops und ihren Dozenten Jens Hübner bei Zeichnen über die Schulter geschaut.  Das Zeichnen und Malen am Ostseestrand von Heiligendamm macht immer wieder Spaß. Bei der Motivsuche in Heiligendamm – der Weißen Stadt am Meer landen die meisten immer wieder an der Steilküste. Es ist einfach das Farbspiel der Ostsee, im Gegensatz zum Strand, den Steinen und der Cliffkante und dem Küstenwald.  Spannend ist auch immer wieder der Umgang der Sketcher mit Ihren Zeichnungen. Kaum sind eine oder zwei Seiten Ihren Skizzenbüchern gefüllt, werden dieses vor dem Motiv fotografiert und über das Social Web geteilt. Laut Manifest der Urban Sketchers eine „Pflichtaufgabe“ der Sketcher 😉. Doch sehen Sie selbst …

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Nach einer Stunde ging es für Urban Sketcher weiter.  Ich habe die Chance genutzt und haben

Die Ölmaler mit Thomas Freund an der Steilküste von Heiligendamm

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besucht. Thomas Freund hatte sich einen einige hundert Meter entfernt unterhalb des Deck Beach Clubs gesucht.  Aus der Ferne ergab sich ein ähnlicher Anblick, wie bei den Zeichnern. Aber wer sich auch nur ein wenig mit dem Medium Ölmalerei auskennt, weiß dass hier wesentlich mehr Zeit für die einzelnen Motive einzuplanen ist. So war spannend den Gegensatz in der Arbeitsweise zwischen den Sketchern und den Ölmalern zu beobachten.  Die Zeichner entdecken mit einigen schnellen Strichen, Straffuren, farbigen Stiften oder etwas Aquarellfarbe zum Colorieren die Motive.  In wenigen Minuten ist die Seite in ihrem Skizzenbuch gefüllt und los geht es zum nächsten Motiv. Ganz anders bei der pastösen Ölmalerei. Hier folgt nach einer Skizze auf der Leinwand, eine Grundierung und eine klassischer dunkle Untermalung, bevor dann Schicht für Schicht die Farben mit Pinsel oder Malmesser aufgetragen wird. Hier ein paar Schnappschüsse von den Ölmaler an der Steilküste von Heiligendamm.

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Save the Date - Plein Air Festival 2019
Save the Date – Plein Air Festival 2019

Ich hoffe, dass Sie einen ersten Eindruck in das Geschehen des Plein Air Festivals 2018 gewinnen konnten. Wenn Sie Lust gekommen haben, im nächsten Jahr ebenfalls an einen Workshop, dem freien Malen und der Ausstellung des Festivals teilzunehmen, dann merken Sie sich schon den Termin vom 05. bis zum 12. Mai 2019 vor.  Ich freue mich schon darauf, mit „alten“ Bekannten und neuen Teilnehmen die Region an der Ostsee rund um Kühlungsborn malerisch zu entdecken.

 

Plein Air Festival 2018 – Tag 1

Plein Air Festival 2018 – Tag 1

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Logo – Plein Air Festival – Malen an der Ostsee

Am 05. Mai 2018 hatten wir das Plein Air Festival – Malen an der Ostsee 2018 eröffnet. Wir sind vor dem offiziellen Start gemeinsam mit den Dozenten die vorgeschlagenen Malorte in und rund um Kühlungsborn abgefahren. Das Kick off des Festival fand wie im vergangenen Jahr im Konzertgarten Ost statt. Nach der offiziellen Begrüßung hatten sich die Teilnehmer der verschiedenen Workshops mit ihren Dozenten ( Anke GrussJens HübnerKarin KutheMaxim SimonenkoSonja Jannichsen und Thomas Freund) für den ersten Workshoptag verabredet. Nach all den Vorbereitungen und der Vorfreude auf die Plein Air Saison  ging es nun endlich los. In diesen Tagen war es eine meiner Aufgabe als Projektleiter des Plein Air Festivals eine Vielzahl von organisatorischen Fragen zu klären, die Teilnehmer mit Material zu versorgen und die Workshops zu begleiten. Eine tolle Aufgabe, denn das gemeinsame Malen an der Ostsee macht immer wieder Spaß. In den folgenden Tagen werde ich immer wieder einzelne Artikel von dem Festival berichten. Starten werde ích heute mit ein paar Fotos und einem Bericht vom ersten Tag.

Zu meinen Arbeiten gehörte auch die Betreuung der Journalisten und am Montagvormittag war ich gemeinsam mit Frau Katja Bülow unterwegs, um für den NDR Hörfunk Material für eine Reportage zu sammeln.  Der Beitrag wurde am 10. Mai 2018 im Kulturjournal des NDR 1 MV gesendet. Was geblieben ist und sind die Fotos.

Aquarellmaler beim Plein Air Festival – Malen an der Ostsee

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Auf dem Weg zu den Aquarellmalern in dem Workshop von Sonja Jannichsen hatten wir Henry Schellenberg in der Nähe der Villa Balitic getroffen. Ich habe mich sehr gefreut, Henry wieder zu sehen und bei seiner Malerei zu erleben. Henry Schellenberg hatte mit seinem Aquarell von der Kleinspurbahn Molli den Publikumspreis des Festivals gewonnen. Wir haben mit ein wenig für das Malen an der Ostsee und das Festival geplaudert, bevor wir zum Strand bei der Kunsthalle weiter gezogen sind. Hier konnten wir mit den Aquarellisten plaudern und erste Eindrücke von Festival sammeln.

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Wenn Sie mehr über die Erlebnisse der Aquarellmaler beim Festival erfahren wollen, dann besuchen Sie doch Seite von Sonja Jannichsen. Hier schildert Sie viele ihrer Eindrücke und zeigt einige weitere Fotos.

Am Nachmittag war es dann meine Aufgabe gemeinsam mit Ulrich Langer, Geschäftsführer der Touristik-Service-Kühlungsborn GmbH Frau Dana Frohbös von der Ostsee Zeitung für eine Reportage zu begleiten. Wir sind gemeinsam nach Bad Doberan gefahren und haben sie

Mangazeichner bei der Obstblüte im Klostergarten des Doberaner Münsters

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besucht. Maxim Simonenko hatte die wunderbare Stimmung der Obstblüte und die Ruinen der Wolfsscheune im Klostergarten des Doberaner Münsters genutzt und gemeinsam mit seinen Workshopteilnehmern die ersten Zeichnungen zu erstellen. Manga und das Kirschblütenfest haben in Japan eine weitreichende Verbindung. Es war spannend der Gegensatz des Farbspiels der Apfelblüten und die zarten Kirschblüten zu der Backsteingotik zu erleben.

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Acryl Maler beim Plein Air Festival – Malen im Hafenhaus

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Nach den Interviews in Bad Doberan sind wir nach Kühlungsborn zurückgefahren, um im Hafenhaus der Marina die Teilnehmer der Acrylworkshops von Anke Gruss zu treffen. Anke hatte hier mit den ersten Schritten für maritime Motive begonnen. Den Inhalt der Interviews von Frau Dana Frohbös beim Plein Air Festival 2018 können Sie in der Artikel „Mit Stift und Pinsel in der Natur“ der Ostsee Zeitung lesen.

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Plein Air festival 2019 - Mit Stift und Pinsel inn der Natur - Ostsee Zeitung 2019 05 08
Plein Air festival 2019 – Mit Stift und Pinsel inn der Natur – Ostsee Zeitung 2019 05 08

Bei Interesse  können Sie den Artikel Plein Air festival 2019 – Mit Stift und Pinsel in der Natur – Ostsee Zeitung 2019 05 08 hier auch in hoher Auflösung als pdf Datei lesen.

 

Pastell Maler beim Plein Air Festival – Malen in der Alten Büdnerei

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Ich habe den ersten Tag beim Plein Air Festival 2018 dann mit einem Besuch in der Alten Büdnerei ausklingen lassen. Für mich ist die Alte Büdnerei ein wunderbares Fleckchen im Hinterland Kühlungsborns mit einem weitläufigen Garten und einen wunderbaren Blick auf die Kühlung. Ich starte hier regelmäßig zu meinen Malreisen Faszination Ostsee, habe live im Rahmen von Kunst Offen u.a. Anlässen gemalt. Diesen wunderbare Ort hatte auch Karin Kuthe mit den Workshopteilnehmer für die Pastellmalerei erobert. Hier ein paar Schnappschüsse von dem Nachmittag.

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Save the Date - Plein Air Festival 2019
Save the Date – Plein Air Festival 2019

Ich hoffe, dass Sie einen ersten Eindruck in das Geschehen des Plein Air Festivals 2018 gewinnen konnten. Wenn Sie Lust gekommen haben, im nächsten Jahr ebenfalls an einen Workshop, dem freien Malen und der Ausstellung des Festivals teilzunehmen, dann merken Sie sich schon den Termin vom 05. bis zum 12. Mai 2019 vor.  Ich freue mich schon darauf, mit „alten“ Bekannten und neuen Teilnehmen die Region an der Ostsee rund um Kühlungsborn malerisch zu entdecken.

Ein Interview mit dem Aquarellmaler Frank Koebsch

Ein Interview mit dem Aquarellmaler Frank Koebsch

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Von der Kunst ein Interview zu geben und einen guten Artikel zu schreiben

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Es ist immer spannend, wenn ein Artikel über meine Arbeit, über einen Workshop oder eine  Ausstellung geschrieben oder gedreht werden soll. Einmal ist es für mich spannend mit welchem Bild im Kopf die Journalisten auf mich zu kommen und dann natürlich, wie das Ergebnis aussieht und wie da Feedback der Leser ausfällt. Aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre ergeben sich immer wieder einige Überlegungen. Wie z.B. Ich meine eigene Sicht auf meinen Werdegang und die Ergebnisse der verschiedenen Lebensabschnitte.  Aber wie kann ich diese Sicht am besten transportieren? Finde ich die richtigen Worte, damit die Aussagen auch stimmen? Was war nochmal der Unterschied zwischen Selbst- und Fremdsicht? 😉 Wie wirke ich auf den Interviewpartner, denn Journalisten verfügen auf Grund ihrer Arbeit in der Regel über eine gute Menschenkenntnis? Was beabsichtig der Journalist mit dem Artikel oder Filmbeitrag? Geht es um mich oder soll mit dem Artikeln und der Überschrift wo möglich nur provoziert oder eine ganz andere Aussage transportiert werden? Ich habe schon schlechte und gute Erfahrungen gemacht, aber es überwiegen ganz klar die guten. Gerne denke ich an die Zusammenarbeit mit dem NDR Nordmagazin zurück, die das Portrait „Zwischen Pinsel und PC“ gedreht haben. Interessant war auch die Zusammenarbeit mit Dörte Rahming, die eine Serie von Artikeln über meine Arbeit für die Zeitschrift atelier geschrieben hat, wie z.B. den Artikel „Bilder aus dem Kranichland“ über das Projekt „Faszination Kraniche“ uvam.  Die meisten der Artikel und Beiträge finden Sie unter dem Button „Presse & Co“ hier auf meinem Blog.

Bereits im Dezember 2014 hatte mich Annika Riepe für das Onlinemagazin alles-mv.de  interviewt. Für mich war diese Zusammenarbeit spannend, denn Annika Riepe und ich, wir kannten uns zuvor nicht. Aber es ist ein guter Artikel aus dem Interview entstanden. In den vergangenen Tagen habe ich von der Autorin und von Frau Manuela Heberer der Betreiberin von  alles-MV, das o.k. bekommen den Artikel auch auf meinen Blog zu veröffentlichen.  Viel Spaß beim Lesen.

Frank Koebsch hat vom Manager zum erfolgreichen Künstler umgesattelt

 

Ein Künstler ohne Allüren

 

Es hätte vielleicht auch das Tanzen oder Golfspielen werden können, doch Frank Koebsch wählte sich einst die Malerei zum Hobby. Inzwischen ist sie sein Beruf. Neben dem eigenen Schaffen veranstaltet der Rostocker Kurse und Reisen für eine neue Generation der Freizeitkünstler.

 

Die Erfahrung lehrt, Künstler lassen sich gemeinhin in zwei Gruppen teilen. Da sind die Bescheidenen in ihrer farb-, sägemehl- oder sonst wie besudelten Kleidung. Immer leicht konfus, niemals ernsthaft zufrieden mit ihrem Schaffen, oft von Existenzängsten geplagt. Dann die Selbstbewussten: Hipster-Künstler, die zwar die gleichen Sorgen haben, dies aber nie zugeben würden – Selbstvermarktung ist nämlich alles. Wer kreativ ist, ist erleuchtet und steht ansonsten über den Dingen. Und nun er, Frank Koebsch, auch ein Künstler. Aber einer, den man selbst auf den zweiten Blick eher für einen Versicherungsmakler hält. Klar und sicher spricht er von seinem malerischen Können, findet allerdings, das sei fast ausschließlich erlernbares Handwerk. Nichts da mit konfus, nichts mit Erleuchtung. Wie also passt er in die dargelegten Kategorien? Gar nicht.

Tatsächlich ist Frank Koebsch anders. Schon alleine, weil er die meiste Zeit seines Lebens anderes gemacht hat. Er scheint nämlich nicht nur organisiert wie ein Manager, er war es auch. Zwanzig Jahre lang tingelte der studierte Informatiker für Siemens durch Deutschland, bis die permanente Reiserei zusehends zur Belastung wurde und er morgens nicht mehr wusste, in welchem Hotelzimmer er soeben aufgewacht war. Koebsch verstand, er muss daran etwas ändern, auf seine Gesundheit und Psyche achten. Daher wagte er vor drei Jahren den Neuanfang: Er machte sich als Künstler erfolgreich selbstständig und bleibt seitdem für die Arbeit meist zu Hause, im Einfamilienhaus im mecklenburgischen Sanitz. „Jetzt führe ich ein komplett anderes Leben als früher“, betont der Mittfünfziger denn auch. Trotzdem – der Geschäftsmann ist noch drin, das lässt sich nicht verbergen. Koebsch ist ein analytischer Geist, handelt planvoll und überlegt, auch als Künstler.

Auf seine zweite Karriere hingearbeitet hat Frank Koebsch trotzdem nicht. Er erzählt: „Die Kunst war nie mein Berufswunsch. Als Kind habe ich zwar ständig im Unterricht gekritzelt und gemalt – die Begeisterung war also da –, aber mehr nicht.“ Vor 17 Jahren wurde die Begeisterung zunächst zum Hobby. Da suchten er und seine Frau Hanka nach einer gemeinsamen Freizeitbeschäftigung und entschieden sich für die Malerei. In der Folgezeit absolvierte das Ehepaar einen Kurs nach dem anderen, aus dem anfänglichen Talent wurden Fähigkeiten und das Malen nahm einen immer größeren Stellenwert ein.

So entwickelten beide ihren eigenen Stil, Koebsch nennt den seinen schlicht „naturalistisch“. Viel mehr Eingrenzung gibt es aber nicht. „Wir malen alles, was uns Spaß macht“, fügt er hinzu. Mal sind es Jazzbands oder Gäste der Doberaner Galopprennbahn, mal ist es die heimische Natur, der das Paar mithilfe ihrer Aquarellfarben ein zweites Leben schenkt. Der gebürtige Rostocker formuliert das pragmatisch: „Wenn man hier lebt, mag man auch die Dinge, die es hier gibt.“ Etwa Kraniche. Zuletzt waren die Koebschs eine Woche lang auf Rügen, um die Vögel zu beobachten und zu fotografieren – die Kamera dient ihnen als Skizzenbuch. Zurück in Sanitz entstehen daraus nach und nach ganze Bilderserien. Jeder verarbeitet das Gesehene anders, Konkurrenz oder Wetteifer gibt es nicht: „Meine Frau malt das gleiche Motiv ganz anders als ich. Wir können unterschiedliche Dinge gut und haben deshalb gegenseitig voreinander Ehrfurcht.

Ohnehin ist Koebsch durch seinen ursprünglichen Beruf daran gewöhnt, im Team zu arbeiten, und sucht sich auch heute noch gerne Verbündete, die die eigenen Schwächen ausgleichen. Ergebnis solcher Kooperationen sind zum Beispiel Gemeinschaftsausstellungen. Generell gilt: Kunst als Einsiedelei ist seine Sache nicht. So malt er nicht nur selbst, sondern gibt nebenbei in ganz Mecklenburg-Vorpommern Malkurse und veranstaltet Kunstreisen. Teilnehmen können jeweils alle, Koebsch betrachte es gerade als Herausforderung, sich auf die unterschiedlichen Menschen in allen Altersgruppen einzustellen. Es dürfen also auch blutige Anfänger sein, gerne gemischt mit halben Profis. Aber kann denn wirklich jeder Malen lernen? „Ja“, ist sich Koebsch sicher, „jeder kann in seinem Stil die eigenen Eindrücke irgendwie wiedergeben.“

Testen lässt sich dies am besten bei einer der Malreisen. Da wird dann ein Wochenende oder eine ganze Woche lang nichts anderes gemacht als in hübscher Umgebung Kunst geschaffen – mit Motiven rund um die Teilnehmer herum. Vor zwei Monaten saßen so „acht Menschen vor dem Gespensterwald in Nienhagen und haben stundenlang gemalt. Das ist herrlich: Man tritt in den Hintergrund, hört die Wellen, entdeckt, was das Licht macht.“ In solchen Momenten klingt Koebsch dann doch wie ein typischer Künstler. Aber er findet schnell zurück: „Ich male dort auch selbst, aber mein Job ist es in dem Moment vor allem, vorzumachen und anzuleiten.“ Ende Januar lädt er zur nächsten Malreise auf Rügen ein, um „auszuprobieren, ob man auch bei Wind und Minusgraden draußen malen kann.“ Eingeladen ist jeder, der sich traut – vielleicht ja auch eines Tages selbst das Hobby zum Beruf zu machen.

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Nun ich denke es ist ein guter Artikel geworden. Besten Dank hierfür an Annika Riepe und  Manuela Heberer. Wie immer sind die Vorstellungen, Assoziationen beider Interviewpartner mit eingeflossen und mit einem Mal spielen auch nicht besprochene Dinge eine Rolle 😉

Ich hoffe, dass Sie beim Lesen ein wenig Spaß hatten und vor allem, dass Sie Ihr Hobby nicht aus dem Auge verlieren.

Winterliche Malreise auf Rügen

Winterliche Malreise auf Rügen

Ein besonderes Angebot für Ostseeliebhaber

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Ich bin gerade dabei die nächste Malreise an die Ostsee vorzubereiten, denn am Donnerstag treffe ich mit einigen Malschülern in Kühlungsborn. Der Wetterbericht verspricht für die nächsten Tage zum mindestens teilweise einen malerischen Herbst und so haben wir Hoffnung, dass wir bei gutem Wetter Aquarelle an der Ostsee malen können. Aber gleichzeitig habe ich eine Anfrage zu einer anderen Malreise bekommen, bei der wir auf Garantie nicht  auf spätsommerliche Motive hoffen können. Ich biete in Zusammenarbeit  mit der Fam. Grünheid  und Fam. Behling in Middelhagen im Südosten von Rügen vom 26. Januar bis zum 31. Januar die Malreise Faszination Rügen an. Klar verzaubert Rügen viele Menschen, aber wer hat schon im Winter Sehnsucht nach Rügen?

Plein air Malen im Winter Mecklenburg Vorpommerns

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Nun ich bin in Rostock groß geworden und meine Begeisterung für den Ostseestrand ist ungebrochen, egal in welcher Jahreszeit. Schon lange ist Urlaub im Winter an der Ostsee kein Geheimtipp mehr.  Winter am Meer bedeutet wohltuende klare Luft, erfrischende Spaziergänge am fast leeren Strand, vollkommene Ruhe und Erholung. Der Frost, Reif, Schnee, Eis und das Licht der Wintersonnen zaubern eine ganz besondere Stimmung. Die Idee unserer Malreise ist es genau diese Stimmungen und das besondere Licht einzufangen.  Winterbilder von der Ostsee haben ihren ganz eignen Reiz. Hier ein paar winterliche Schnappschüsse von der Insel Rügen, aus Middelhagen sowie ein Video aus der unmittelbaren Umgebung.

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Solche Impressionen waren es, die die Familie Grünheid und mich dazu bewogen haben, eine winterliche Malreise anzubieten. Warm eingepackt, geht es an den Wintermorgen  raus an den Strand und  den Bodden, die schönen Seiten des Winters entdecken. Dann werden wir vor Ort einige Skizzen machen, viel fotografieren und einige schnelle Aquarelle malen. Dieses kann spannend werden, denn wenn mir nicht aufpassen, werden unsere Aquarellfarben auf dem Papier ganz schnell gefrieren. Entweder macht dieses einen ganz besonderen Reiz aus, die es Wolf Röhricht für die Eiskristalle in seinen Aquarellen beschrieben hat. Für Wolf Röhricht waren die Forstspuren im Aquarell eine ganz besondere eigene Gestaltungsmöglichkeit. Oder wir müssen Anleihen bei Aquarellmalern nehmen, die ihre Aquarelle sogar in der Antarktis, South Georgia, den Falkland Inseln und im Norden Kanadas malen. Ein Aquarellist den ich für seine Bilder mit Schnee und Eis bewundere ist David McEown. Was David und ich zum Malen bei Frost vorschlagen, verrate ich dann im Rahmen der Malreise.  Der Vorteil ist, dass wir uns bei Wind und Forst auf das wesentliche konzentrieren ;-). Bevor wir ganz durchgefroren sind, geht es wieder in die Nähe eines Ofens. Mit unsere Skizzen und Fotos werden wir dann bei wohliger Wärme weitermalen. Dazu einen heißen Kaffee oder Tee und einen Bratapfel o.a. zum Aufwärmen.  Hier finden Sie eine Beschreibung der Malreisen, Angaben zu den Kosten und Möglichkeiten zur Buchung. Zur Einstimmung habe ich ein paar Winteraquarelle herausgesucht.

Ich würde mich freuen, wenn wir demnächst gemeinsam Winteraquarelle im Rahmen einer Reise nach Rügen malen.

Aquarellmaler Plein Air in Berlin

Malen in Aquarell auf dem Gendarmen Markt

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Gestern war ein wunderbarer Tag. Endlich mal wieder zusammen mit anderen malen. Fünf Aquarellmaler Oskar Brunner, Patrick Hanke, Frank Hess, Andreas Mattern und ich hatten sich auf dem Gendarmen Markt, dem Deutschen Dom, dem Französischen Dom und dem Konzerthaus (ehemals Schauspielhaus) zu einem kleinen Plein Air Event getroffen. Der Platz bietet eine fantastische Kulisse aber auch eine gewaltige Kulisse zum Malen. Da das Wetter von Sonnenschein über Niesel bis hin zum leichten Regen alles bot, haben wir uns einen  Platz unter den Säulen des Französischen Doms gesucht.

Es waren wunderbare Stunden, mit den anderen gemeinsam zu malen, sich gegenseitig ein wenig über die Schulter zu schauen, ein wenig zu plauschen…. Besonders habe ich mich gefreut Anne und Oskar Brunner wieder zu sehen, denn in der Vergangenheit haben wir besonders viel in den Kursen  und den Malreisen mit Oskar Brunner gelernt. Leider gingen die Stunden viel zu schnell vorbei. Aber einen nächsten Termin haben wir für das gemeinsame Aquarellieren in Lüneburg angedacht.

Weitere Bilder auf der Facebook Profil von Oskar Brunner, den Blogs von Andreas Mattern und Frank Hess.

P.S. Wenn Sie auch mal Lust haben gemeinsam mit mir zu malen, kommen Sie doch am 24.09.2011 mit mir in den Stadthafen Rostock oder besuchen Sie einen der Aquarellkurse für die Volkshochschulen in Rostock oder Schwerin. Die Beschreibung der Kurse finden Sie auf der Rückseite der Flyer unserer aktuellen Ausstellung im Haus der Stadtwerke Rostock.

Ankündigung der Aquarellkurse von Frank Koebsch an den VHS Rostock und Schwerin
Ankündigung der Aquarellkurse von Frank Koebsch an den VHS Rostock und Schwerin
Ausstellungsankündigung für unsere Ausstellung im Haus der Stadtwerke Rostock
Ausstellungsankündigung für unsere Ausstellung im Haus der Stadtwerke Rostock

Wie wird unser Youtube Video „Aquarelle, Fotos und Pastelle von Rügen“ gefunden?

Was hat uns das Marketing mit dem Video

für unsere Aquarelle und Pastelle gebracht?

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Aquarelle, Pastelle und Fotos von Rügen - Bilder vom Meer & mehr
Aquarelle, Pastelle und Fotos von Rügen - Bilder vom Meer & mehr

Ich hatte am 23. August 2010 mein erstes Video Aquarelle, Pastelle und Fotos von Rügen – Bilder vom Meer & mehr auf Youtube hochgeladen. Mein Ziel war es auf unsere Rügen Bilder aufmerksam zu machen und die Menschen für unsere Ausstellung Hanka & Frank Koebsch zeigen Pastelle und Aquarelle zu interessieren.

Nun zu einem solchen Vorhaben gehören immer ganz konkrete smarte Ziele. Meine Ziele habe ich in dem Artikel Marketingziele für ein YouTube Video am 29. August 2010 definiert.  Eines der quantitativen Ziele war es, bis zu unserem Ausstellungsbeginn im Mai 2011 2.500 Klicks zu erreichen.

Dieses Ziel konnte bereits am 29.03.2011 erreichen. Nun nach dem Ende der Ausstellung am 03.07.2011 und nach über 10 Monaten habe ich nachgeschaut, wo die 3.220 Klicks, ca. 10 Klicks pro Tag herkommen. Ich hatte bereits im November in dem Artikel Virales Marketing mit Aquarell Videos? die gleiche Analyse vorgenommen.

Signifikante Unterschiede gibt es zwischen den beiden Analysen nur wenige. Klar ist in dem Bild „Von welchen Seiten aus wurde auf unser Video zu gegriffen?“ ist zu sehen, dass Foren, wie artcafe, kunstnet, aquarellforum, aquarellgasse, in die ich mal unser Video eingestellt habe, mit der Zeit in der Bedeutung abnehmen. Es gibt neue Themen in diesen Foren, die diskutiert werden und die Bedeutung der Foren geht in der Kommunikation zurück. Auf unseren Web Seiten hatte ich das Video auf der Startseite positioniert und in diesem Blog, immer wieder bei passender Gelegenheit in einem Artikel positioniert. Was interessant ist, ist die Tatsache, dass unser Video durch Google immer häufiger gefunden und den User angeklickt wurde. In den Bilder „Google Suche – Video Aquarelle“ und „Google Suche – Youtube Aquarelle“ sehen Sie, dass das Video jeweils auf Platz 4 positioniert ist. Bei der Vielzahl von Videos zu diesem Thema und vielen bekannterer Aquarellmaler von Bernhard Vogel, Andreas Mattern,  Eckhardt Funck, Gerhard Hillmayr, Wolfgang Baxrainers,… die Videos ins Netz gestellt haben eine tolle Positionierung. Die Positionierung unseres Videos in der Universal Suchmaschine von Google wird gestützt durch die vielen Seiten, die das Video eingebunden haben oder darauf verweisen. Ähnlich gute Ergebnisse kann das Video in der „Youtube Suche – Aquarelle“ verzeichnen.

Anders sehen die Ergebnisse aus, wenn man bei Google in der Videosuche unterwegs ist oder in der USM nur mit dem Suchbegriff Aquarell sucht. Bei der Videosuche in Google mit dem Suchbegriff „Aquarelle“ landet das Video auf Platz 15 von ca. 6.200 Video. Nicht schlecht, aber doch deutlich abgeschlagen.

Nun zu der interessanten Frage:

Was hat uns das Marketing mit dem Video, die Mühe mit dem Erstellen, der Positionierung und die Analyse des Videos gebracht?

Ich kann die Frage nicht einfach beantworten. Ich hatte schon mal geschrieben, Rügen Liebhaber mögen unsere Aquarelle und ich habe auf Grund meiner Videos Anfrage nach Aquarellkursen bekommen. Beides war nicht unbeabsichtigt, aber wie viel konkret das Video Aquarelle, Pastelle und Fotos von Rügen – Bilder vom Meer & mehr dazu beigetragen hat kann ich nicht abgrenzen.

Gerade die Video Suche von Google zeigt, dass es noch Möglichkeiten zur besseren Positionierung des Videos vorhanden sind. Aber welche, hat jemand eine Idee? Ich bin am überlegen, wie das Video und mein Blog im Sinne des Marketing besser positioniert werden kann. Hierzu ist jeder Input willkommen.

Sind die Aquarelle von Nolde und Heckel Kunst? Oder nur Vorstudien und ungemalte Werke?

Sind die Aquarelle von Nolde und Heckel Kunst?

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Oder nur Vorstudien und ungemalte Werke?

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Ich kenne viele Menschen, Fans des Aquarells, die schwärmen von den Aquarellen von Emil Nolde. In diese Begeisterung reiht sich auch der Wortlaut folgender Presseinformation der Cologne Fine Art & Antiques 2011 ein.

Kaum ein anderer Künstler des 20. Jahrhunderts hat in seinem Ouevre dem Aquarell eine so hohe Bedeutung zugemessen und in dieser Technik solch eine einzigartige Qualität erreicht wie Emil Nolde. Sein virtuoser Umgang mit Farben und die sichere und zugleich spontane Gestaltung der Formen sind bis heute Grund für die faszinierende Aura seiner Aquarelle und deren unerreichte Popularität.

Andere Menschen runzeln nur die Stirn über die Aquarelle und verweisen auf Noldes eigene Haltung zu den Aquarellen. Emil Nolde Bilder wurden in der Zeit des Nationalsozialismus als entartete Kunst diffamiert. Er wurde mit Berufsverbot belegt. Deshalb entstanden seit 1938 die Aquarelle Noldes, die er selbst als ungemalte Bilder bezeichnete.

Diese Bilder waren in mehrfacher Beziehung „ungemalt“. Zum einen, weil sie nach Maßgabe des damaligen Polizeistaates überhaupt nicht entstanden sein durften und andererseits weil Nolde vor hatte, diese Blätter später in großformatige Ölbilder umzusetzen, sie also seinem Vorhaben gemäß bis dahin noch gar nicht gemalt waren.

So sind über 1.300 Arbeiten von Emil Nolde als „ungemalte Bilder“ entstanden. Auf der einen Seite existiert eine riesige Begeisterung über die Aquarelle Noldes und auf der anderen Seite stellt Nolde seine Aquarelle nur als Vorstufe für seine Ölbilder dar. Und doch kennen die meisten Menschen Nolde „nur“ als   phantastischen Aquarellmaler.

Ein weiterer bekannter Maler der jüngeren Vergangenheit positioniert seine Aquarelle ebenso. Erich Heckel nutze seine Aquarelle als Vorstudie für seine Gemälde. In der Rezension für das Buch Erich Heckel – Der stille Expressionist wird seine Arbeitsweise beschrieben. Hier ist u.a. folgendes zu lesen:

Der Katalog macht Heckels Arbeitsweise deutlich, Bildideen zunächst als Aquarell zu erproben, bevor sie in Gemälden umgesetzt werden, was einen bislang wenig beachteten Aspekt im Werk Heckels darstellt.

Sind Aquarelle Kunst ?
Sind Aquarelle Kunst ?

Aus meiner Sicht sind diese Darstellungen eine der Ursachen dafür, das viele Menschen Aquarelle grundsätzlich als schnelles flüchtiges Medium für Reisebilder, Skizzen oder Studien einstufen und das bei der Begeisterung und Wertschätzung für die Aquarelle Noldes. Was für ein Wiederspruch 😉

Deshalb noch einmal meine Frage:

Sind Aquarelle Kunst?  Was meinen Sie?

Oder auch eine interessante Frage: Darf ein Aquarell den Begriff Gemälde tragen?

P.S. Wenn Sie hierzu Ihre Meinung schreiben wollen, würde ich mich sehr freuen, wenn Sie es hier machen. Danke.

Was muss man für ein gutes Aquarell beachten?

Tipps von einem der besten Aquarellmaler der Welt…

 

Joseph Zbukvic

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Georg Welke, ein sehr ambitionierter Aquarellist, hat sich mit Joseph Zbukvic beschäftigt. Auf der Web Seite von Joseph Zbukvic steht als erster Satz

Joseph Zbukvic is one of the finest master watercolor painters in the world…

Nun gut, wenn man sich die Aquarelle von Joseph Zbukvic anschaut, dann kann man nicht um hin, dieses Bilder mit Begeisterung anzuschauen. Aber was rechtfertigt den o.g. Satz? Ich würde sagen nur eines, das Wissen darüber, wie man gute Aquarelle erstellt. Georg Welke hat die Tipps und Hinweise von Joseph Zbukvic gelesen, versucht diese für sich zu übersetzen und mit seinen Erfahrungen und Wissen, in seine Worte zu fassen. Was dabei raus gekommen ist, finde ich klasse.

Ich möchte, diese Aussagen, um ein gutes Aquarell zu erstellen, hier zur Diskussion stellen.

  • Genau nach Vorlage zu malen, ist unerheblich; wichtig ist, das Charakteristische zu erfassen.
  • Die Zeichnung ist die Struktur, das Rückgrat des Bildes. Die Farbe ist das Fleisch. Ohne ein gutes Rückgrat kann man keine gute Malerei haben.
  • Erhalte die Dynamik der ursprünglichen Linie der Vorzeichnung, töte sie nicht mit Farbe.
  • Der Tonwert ist König, die Farbe ist nur Assistent.
  • Nie unterschätze den Wert eines einzigen Pinselstrichs.  Das Aquarell bestimmt die Zeit, in der es gemalt werden muss… nicht du.
  • Sagen nie „tot“, bevor es trocken ist.

Was meinen Sie zu diesen Punkten? Ich denke, dass Georg Welke es auf Basis von Joseph Zbukvic genau die Formulierungen gewählt hat. Oder?

Damit Sie sich einen Eindruck von der Malerei Georg Welke machen können, darf ich Ihnen das  Aquarell „Canterbury“ von ihm vorstellen. für mich eine sehr gute Arbeit.

Canterbury (c) Aquarell von Georg Welke
Canterbury (c) Aquarell von Georg Welke

P.S.: Entdeckt habe ich die o.g. Punkte von Georg Welke in der Aquarellgasse.

Wie viele Farben braucht ein Aquarellmaler?

Geschenketipp für einen Aquarellmaler – ein neuer Farbkasten

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Ich hatte in den vergangenen Wochen einen Artikel mit der Fragestellung veröffentlicht, Wie viele Aquarellfarben braucht man für ein Bild? Nun ich nutze zurzeit einen einzigen Kasten mit 28 Aquarellfarben von Schmincke und Winsor Newton. Es gibt Maler, die malen ihre Aquarelle immer wieder nur mit den gleichen vier bis sieben Farbtönen. Das könnte ich auf Dauer nicht, denn meine Palette wandelt sich. Hier finden Sie die Farben, ich Mitte 2009 benutzt habe. Damals habe ich mit ca. 33 Farben in zwei Kästen gearbeitet. Klar tauchen mir wichtige Farben heute wie damals auf, andere sind verschwunden und neue dazu gekommen. In den meisten meiner Aquarelle arbeite ich sechs oder sieben Farben, die Zusammenstellung variiert nach Stimmung und Thema. Hier ein Beispiel der verwendeten Farben für mit Distelaquarell Vorsicht: stachlig.

verwendete Farben
verwendete Farben

Nun manchmal wünsche ich mir schon mehr Farbtöne, denn in meiner heutigen Palette fehlen hier und da schon ein paar Farben. Im Bereich Orange könnte ich aus heutiger Sicht auf Farbtöne verzichten und habe so manchmal das Gefühl ein paar Lilatöne gebrauchen zu können. Meine Frau hat mir zum Nikolaus, die Entscheidung abgenommen, ob ich mir einen zweiten Kasten zu lege oder nicht. Sie mir einen riesigen Kasten ohne Farben geschenkt. Hier habe ich ausreichend Platz, um auch mit großen Pinseln zu arbeiten, Farben auf verschieden Flächen zu mischen und die Chance 35 Farbtöne in einem Kasten mit zu führen, damit bin ich dann für zukünftige Anforderungen ausreichend gerüstet. Nun muss ich nur noch mehr Zeit zum Malen finden ;-). Nun bin ich auf mein Weihnachtsgeschenk gespannt …

Meine Farbkästen
Meine Farbkästen

P.S.: Falls Sie unsicher sind welche Farben für Sie interessant sind schauen Sie mal in die Zeitschrift Palette & Zeichenstift. Wolfgang Baxrainer gibt einige gute Hinweise, wobei jeder für sich seine Farbwahl finden muss.

Palette und Zeichenstift
Palette und Zeichenstift
  • Artikel „Fachkunde: Die Farben in der Aquarellmalerei – Teil 1“ in der Palette & Zeichenstift 5 / 2010 S. 22 ff. von Wolfgang Baxrainer
  • Artikel „Fachkunde: Die Farben in der Aquarellmalerei – Teil 2“ in der Palette & Zeichenstift 6 / 2010 S. 16 ff. von Wolfgang Baxrainer