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Kunstautomaten – ein interessantes Angebot

9. Mai 2013 8 Kommentare

Kunstautomaten – ein interessantes Angebot

Kunstautomaten in Rostock

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In den vergangenen Wochen bin ich in Rostock zum dritten Mal über einen Kunstautomaten „gestolpert“.  Anna Silberstein hatte in den vergangene Jahren an den Standorten der Produzentengalerie artquarium diese Automaten installieren lassen. Also findet man die Kunstautomaten in der Großen Wasser Str. 1 und dem Barnstofer Weg 36.  Diese Standorte sind etwas versteckt. Ich habe mich riesig gefreut, dass  Frau Görß von der der Galerie Bilder & Mehr in der Langen Str. mitten in der City von Rostock nun ebenfalls einen Kunstautomaten installieren lassen hat. Gehen Sie mal vorbei, denn die Galerie Bilder & Mehr stellt immer eine Vielzahl von Angeboten regionaler Künstler zur Verfügung.

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Kennen Sie Kunstautomaten?

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Die Agentur Kunsttick hatte den Einfall, Kunst rund um die Uhr aus ausgedienten und umgerüsteten Zigarettenautomaten oder Kondomautomaten an öffentlichen Orten anzubieten. Gegen den Einwurf einiger Münzen erhält man eine Box mit einem kleinen Unikat, einem Druck, ein Foto, ein Gedicht o.a. mit einer Information für das Werk und den Künstler.  Kunstautomaten gibt es heute in Aachen, in der Wilhelmstr. 103, Waren an der Müritz, Berlin-Neukölln, Nürnberg, Sterngasse, Stuttgart, Brandenburg, Potsdam, Frankfurt, Berlin, Gelsenkirchen, Köln, Eberswalde, Magdeburg, Cottbus, Greifswald, Hamburg, Eynatten (Belgien), Berlotter Straße 30,  und … Der MDR berichtete in der Vergangenheit ebenfalls über die Kunstautomaten.  Es gibt zig Gestaltungbeispiele für die Kunst aus dem Automaten, die sich nach der angebotenen Kunst, dem Standort u.a. richten. Etliche Künstler, Autoren und Musiker stellen für die Kunstautomaten Unikate zur Verfügung. Weitere aktuelle Informationen finden Sie auf Facebook Seite für die Automaten.

Vielleicht finden Sie ja auch einen Automaten in Ihrer Nähe, es lohnt sich, denn

Kunstautomaten bieten ein interessantes Angebot.

Kreativsaison Mecklenburg

Kreativsaison Mecklenburg

Ein kreatives Projekt, um eine Region in Mecklenburg zu entwickeln

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Kloster zum Heiligen Kreuz (c) Frank Koebsch

Kloster zum Heiligen Kreuz (c) Frank Koebsch

An den vergangenen Tagen war ich zu Veranstaltungen unterwegs, die von dem Projekt Kreativsaison Mecklenburg organisiert wurden. Am Abend des 29.01. 2013 gab es eine Einladung zu einen Ideen- und Projektwerkstatt in das Kulturhistorische Museum Rostock im Kloster zum Heiligen Kreuz. Am 30.01.2013 wurde zu einen Podiumsdiskussion „Tourismus mit Kultur machen“ in die Kunsthalle Rostock eingeladen. Bei Veranstaltungen mit solchen Aufgabenstellungen und Zielen ist erst einmal zu klären

Wer oder was ist die Kreativsaison Mecklenburg?

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Kreativsaison Mecklenburg

Kreativsaison Mecklenburg

Die Kreativsaison Mecklenburg ist eine Initiative von Katharina Trabert und ihrem Netzwerk smARTourism. Für mich entwickelt diese Initiative richtig Drive, fasst Dinge an und bringt Menschen zusammen, woran sich Kommunen, Tourismusverbände u.a. nicht heran getraut haben oder gescheitert sind. Aber warum gelingt einer Person mit einigen Partnern etwas zu bewegen, wo andere Menschen, Institutionen und Unternehmen seit einigen Jahren nur rumstümpern? Einmal ist es der Erfahrungshorizont. Katharina Trabert bringt aus ihrer Vergangenheit Erfahrungen mit, die sie außerhalb Mecklenburg Vorpommerns sammeln  konnte. Zum anderen macht sie nicht an Stadt-, Kreis- und Vereinsgrenzen Halt und begegnet Menschen und Unternehmen ohne Vorurteile. Sie gewinnt Partner und begeistert, diese für eine Zusammenarbeit. So wurde aus einer Initiative ein Projekt. Auf der Webseite des Projektes heißt es dazu

Die Kreativsaison startet als Pilotprojekt in der Region zwischen Wismar und Rostock, nördlich der A20 und sucht weitere Mitgestalter und Menschen mit Ideen. Sie wurde von smARTourism entwickelt und wird unter der Trägerschaft des Kunstverein Roter Pavillon (Bad Doberan) umgesetzt. Kooperationspartner sind Künstler, Orte der Kultur, Vereine, Gemeinden und touristische Unternehmen. Das Projekt wird durch den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Wer weitere Informationen sucht, dem kann ich diese Hintergründe, die Veröffentlichung in der Ostsee Zeitung mit der Zwischenüberschrift Initiative wünscht Synergien zwischen Tourismus und Kunst und den Mitschnitt vom Kulturjournal des NDR 1 Radio MV vom 10.10.2012 empfehlen.

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Ideen- und Projektwerkstatt der Kreativsaison Mecklenburg

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Ideen- und Projektwerkstatt im Kloster zum Heiligen Kreuz (c) Kreativsaison Mecklenburg

Ideen- und Projektwerkstatt im Kloster zum Heiligen Kreuz (c) Kreativsaison Mecklenburg

In der Ideen und Projektwerkstatt am Dienstagabend ging es um ganz konkrete Dinge. Wie können Informationen über die Angebote der Ateliers und Veranstaltungshinweise an die Touristen gebracht werden. Welche Medium ist, das richtige und wie kann es finanziert werden? Eines ist klar, die Hotels wollen keine tausenden Flyer und die Touristinformationen in den Städten bedienen oft nur die großen Anbieter, einen übergreifenden Veranstaltungskalender und eine Übersicht mit den vielen regionalen Angeboten gibt es nicht. Wie können Touristen in die Kröpeliner Tor Vorstadt Rostocks gelockt werden? Wie können Stadtführungen organisiert werden, die die Galerien und Ateliers mit einbeziehen? Wie kann eine Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Künstler entwickelt werden? Wie kann das Angebot von Künstlern für eine Kooperation mit Hotels und Gutshäusern aussehen? Und viele, viele andere Fragen mehr.

Ich habe mich sehr gefreut an dem Abend bekannte Gesichter zu treffen. Einmal Frauke Lietz – Sie ist die Projektleiterin des Projekts „Die Kunst von Kunst zu leben – Kunst & Kulturtourismus“. Frauke Lietz hat sich die Kreativsaison eingebracht und fördert die Umsetzung der ersten vier Projektwerkstätten. Aus meiner Sicht richtig klasse, denn Frau Lietz bringt einen riesigen Erfahrungshorizont und Netzwerk in das Projekt ein.

Rossiniwoche (c) Kreativsaison Mecklenburg

Rossiniwoche (c) Kreativsaison Mecklenburg

Eine weitere Bekannte war Anna Silberstein, von der Produzentengalerie artquarium. Anna Silberstein ist als Künstlerin und Macherin „ihres“ artquarium seit Jahren erfolgreich unterwegs. Sie will sich, um bessere Vermarktungsmöglichkeiten ihrer Galerie und der KTV  kümmern.

Mein Fazit von dem Abend: Es war interessant und und es gibt viele Ideen. Spannend ist immer, was dann wirklich konkret umgesetzt wird. Aber es gibt die ersten guten Beispiele, wie hier die Zusammenarbeit des Hotels Upstalsboom in Kühlungsborn mit einer Goldschmiedin, einer Fotografin und dem Sternekoch Tillmann Hahn als Arrangement HerzensZeit. Ein guter Anfang – weitere Angebote sind auf der Web Seite zu finden, wie z.B. die ROSSINI: MUSIKALISCHE OSTSEEWOCHE.

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Mit diesen positiven Eindrücken von der Ideen- und Projektwerkstatt habe ich mich auf die Podiumsdiskussion in der Kunsthalle Rostock am nächsten Tag und die weitere Zusammenarbeit gefreut.

Entdecken Sie doch auch die Kreativsaison Mecklenburg mit ihren wachsenden Angeboten.

Kunstbörse der OstseeZeitung 2011

17. November 2011 3 Kommentare

Bummel durch Rostocker Galerien

und die Ausstellung in der HMT

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Kulturhistorisches Museum im Kloster „Zum Heiligen Kreuz“ (c) Frank Koebsch

Kulturhistorisches Museum im Kloster „Zum Heiligen Kreuz“ (c) Frank Koebsch

Gestern war ich wieder in Rostock unterwegs, ich habe Galerien und die Ausstellung der 19. Kunstbörse der Ostseezeitung in der HMT besucht. Ich war z.B. in der Galerie Klosterformat. Ich habe Bücher „Mit Tusche zeichnen und kolorieren“ von Susanne Haun abgeben und habe mich mit Frau Lamberz ausgetauscht. Ich freue mich auf den Kunstmarkt am 2. Advent, am 03. und 04. Dezember 2011 den Frau Lamberz mit vielen Künstlern im Kulturhistorischen Museum im Kloster „Zum Heiligen Kreuz“ organisiert hat, Mein Weg führte mich weiter in die Produzentengalerie artquarium, wo ich mit Anna Silberstein plauschte, z.B. über den Kunstfriedhof der Forschungsgruppe Kunst in den vergangenen Tagen.

Aber besonders gespannt war ich auf die Ausstellung der 19. Kunstbörse in der Hochschule für Musik und Theater in Rostock.  Ich habe in den vergangenen Jahren immer wieder mit großem Interesse die Ausstellungen der Kunstbörse verfolgt. Hier finden Sie einen Bericht über meinen Besuch der Ausstellung der Kunstbörse 2010 und hier eine Auflistungen der beteiligten Künstler an der 18. Kunstbörse und der Kunstbörse 2009.

In diesem Jahr sind auf der Kunstbörse folgende Künstler vertreten: Barbara Burck, Bernd Kommnick, Elvira Martens, Hagen Stüdemann, Paula Holunder, Moritz Götze, Heike Hünniger, Matthias Dettmann, Bianka Marschall, Arndt Weigend, Gerlinde Creutzburg, Heiko Krause und Núria Quevedo.

Einigen der ausstellenden Künstler bin ich schon öfters persönlich begegnet oder habe zu mindesten ihre Werke mehrmals gesehen. Hier zwei Beispiele, bei Hagen Stüdemann habe ich vor Jahren mal einen Portraitkurs gemacht und die Bilder von Moritz Götze hatte ich 2010 in der Galerie der AIDA bella und in diesem Jahr auf der AIDA blu gesehen. Nun wenn Sie mich nach meiner Meinung fragen, war ein wenig enttäuscht. Ich hatte bei Besuch der Ausstellung der Kunstbörse, das Gefühl, dass die vergangenen Ausstellungen mit mehr Liebe gehangen und organisiert wurden. Es ist ein persönliches Gefühl, welches durch viele Kleinigkeit genährt wird.

Aber dieses machte die Bildern, Grafiken und Drucken der einzelnen Künstler nicht schlechter. Besonders interessant fand ich die Bilder in Öl „Strandszene“ und „Am Meer“ von Barbara Burck, die Siebdruck „Rückblick“ und „Daphne II“ von Hagen Stüdemann, die Bilder „Landschaft mit Echo oder während wir Brücken bauen“ und „Im Wort oder von 3 Dichtern“ von Gerlinde Creutzberg und die Grafiken von Moritz Götze. Schauen Sie mal bis zum 25. November vorbei, die Künstler haben es verdient und die HMT ist als wunderschönes Bauwerk auch immer einen Besuch wert.  Den Künstler und den Gästen wünsche ich ein tolle Versteigerung am Abend des 25. November.

Die Forschungsgruppe Kunst toppt zurzeit alle Ausstellungen in Rostock

Der Kunstfriedhof vor der Galerie artquarium eine gelungene Aktion

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Zurzeit erweckt ein Kunstprojekt in Rostock reges Interesse. Es ist weder die Ausstellung für den Rostocker Kunstpreis 2011 in der Kunsthalle Rostock noch die OZ-Kunstbörse 2011 in der hmt – Hochschule für Musik und Theater. Vielmehr ist es eine Aktion der Forschungsgruppe Kunst, die vor der Galerie artquarium  von Mittwoch den 09.11.11 ab 11.00 Uhr bis Freitag 11.11.11 ca. 09.00 Uhr stattfindet. Die Forschungsgruppe Kunst organisiert einen Kunstfriedhof. Auf der HomePage der Forschungsgruppe Kunst heißt es

Wir, die Forschungsgruppe Kunst initiieren dieses Projekt und werden mit über 20 Künstlern einen inszenierten Kunstfriedhof in Sperrmüllmanier durchführen. Wir wollen den Passanten animieren eine Fürsorgepflicht für die verbannten Werke zu entwickeln. Wir wollen Ihm Zurufen … habt ein Herz für die gescheiterte Kunst!

Der Passant entscheidet: „Ist das Kunst oder kann das Weg!“.

Die Aktion kommt bei den Rostockern sehr gut an, es herrscht reger Betrieb vor der Galerie artquarium in der Wasser Str. Einmal hat es sich in Rostock rumgesprochen und zum anderen hat die Presse die Aktion aufgegriffen. Die OstseeZeitung berichtete am Donnerstag unter der Überschrift „Kunstfriedhof – bis das Speermüllauto kommt“, der OstseeAnzeiger zeigt sogar auf der Titelseite ein großes Foto als Aufmacher. Ich habe es leider nicht geschafft, mir den Kunstfriedhof im Original anzusehen. Aber ich habe es geschafft mit Anna Silberstein Schmuckdesignerin und Betreiberin der Galerie artquarium zu mailen. Sie hat mir drei Fotos von der Aktion zur Verfügung gestellt, die innerhalb von zehn Stunden aufgenommen wurden.

Für mich ist es eine klasse Aktion der Forschungsgruppe Kunst und ich wünsche allen zum Ausklang der Aktion noch viel Spaß.

P.S. Danke an Anna Silberstein für die Mails und die Fotos

Stadtbummel und Kontaktpflege

22. September 2011 4 Kommentare

Das Rahmen von Bildern ist eine Arbeit, die ich nicht mag.

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Inventur unserer Bilder

Inventur unserer Bilder

defekte Scheiben bringen kein Glück,

defekte Scheiben bringen kein Glück,

Heute habe ich einen Stadtbummel durch Rostock gemacht. Ich hatte das vergangene Wochenende im Rahmen der Vorbereitungen für unsere Ausstellung mit der Inventur und dem Rahmen unserer Bilder verbracht. Zwei Scheiben waren defekt und so musste ich los Ersatz holen, denn ab Sonntag Hängen wir unsere Aquarelle für Ausstellung nach Bad Bevensen. Anschließend habe ich meine Runde durch die City gemacht, kurz in die Galerie Klosterformat reingeschaut, mit Frau Görß in der Galerie Bilder & Meer ein wenig geplauscht und dann noch mal mit Anna Silberstein von der Produzentengalerie Artquarium über die Veranstaltung „Arts & money” – Wie lebe ich von meiner Kunst? u.a. gesprochen. Ein wenig Pflege der Kontakte gehört dazu. Nun muss ich noch die letzten Bilder rahmen …. An dieser Stelle überlege ich immer wieder, ob es nicht besser ist, auf Keilrahmen zu malen ;-))) Denn fünfzig Bilder umrahmen ist keine schöne Arbeit und meine Aquarelle auf Leinwand lassen sich doch auch sehen. Aber ich liebe das Papier und das Verlaufen der Farben und die Reaktion mit dem Wasser auf den verschiedenen Oberflächen…. Schauen Sie doch selbst wir so ein Aquarell entsteht.

Wenn Sie neugierig sind, welche Bilder ich gerahmt habe, besuchen Sie doch ab Sonntag unsere Ausstellung in Bad Bevensen.

Ausstellung im Wandelgang des Kurzentrums Bad Bevensen

Ausstellung im Wandelgang des Kurzentrums Bad Bevensen

Die Kunst sich so zu vernetzen, dass man von der Kunst leben kann

26. Juli 2011 2 Kommentare

Vernetzung ist und war eine der wirtschaftlichen Grundlagen

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Ich beginne mich immer mehr damit zu beschäftigen, wie kann man, wie kann ich mit meiner Kunst leben. So hatte Ich in den vergangenen Tagen und Wochen zwei Artikel mit den Überschriften

und

veröffentlicht. In den vergangen Tagen gab es zwei weitere Interessante Pressemitteilung zu den Themen Kunst und Kulturpolitik in Rostock oder Mecklenburg Vorpommern, doch der Reihe nach.

Der Artikel „Arme Künstler im Nordosten Deutschland“ ist entstanden auf der Basis von Pressemeldungen über die Studie der Hochschule Neubrandenburg. Die Studie kann auf der Seite Studie mit kulturvollen Einblicken eingesehen und runtergeladen werden. Eine der Kernaussagen der Studie war für mich:

  • Es fehlt an der Vernetzung der Künstler unter einander und zu anderen Wirtschaftszweigen.
Vernetzung als wirtschaftliche Grundlage (c) Frank Koebsch

Vernetzung als wirtschaftliche Grundlage (c) Frank Koebsch

Gerade die Beispiele die von Christiane Limper (Künstlerin, Flensburg) und Dodo Adden (Kulturschaffender und Vorstand Frappant e.V. Hamburg) im Rahmen des Creative Monday Nord – Netzwerken zwischen Rostock, Hamburg und Flensburg zeigten wie wichtig die Vernetzung der Künstler untereinander, das Interagieren mit möglichen Partnern in der Politik und möglichen Geldgebern ist. Nun aber genau dieses hat sich weder bei den Künstlern, den Verantwortlichen der Kreise und der Länder etabliert. Hier ein Beispiel aus Rostock:

Am 05. und 06.07.2011 erschienen zwei Meldungen zur ersten Kulturfabrik in Rostock. Gemeint war aber nicht die Kulturfabrik, An der Jägerbäk 22 als Partyzone sondern die ersten Kulturfabrik im Rathaus. Der Ostsee Anzeiger und das Online Magazin Rostock – Nachrichten brauchten gleichlautende Meldung zu der ersten Kulturfabrik im Rathaus. In den Artikeln kann man u.a. folgendes lesen:

  • „Rostock hat sich auf den Weg zu seinen Kulturleitlinien gemacht.“
  • „Kulturleitlinien haben dann den größten Erfolg, wenn sie von unten her entwickelt werden, und so hatte der Kulturausschuss der Hansestadt 40 Rostockerinnen und Rostocker aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen zu einer Auftaktdebatte in die Halle des Rathauses geladen, um einen Gesprächsprozess zu beginnen, Meinungen und Vorschläge mitzunehmen, vor allem aber um zuzuhören.“
  • „Das erste Fazit lautet, dass das ansonsten breite und vielfältige Rostocks Kulturangebot vor allem unter dem Fehlen von Vernetzung und Kommunikation, aber auch unter dem unbefriedigenden Marketing leidet.“

Gegen die Arbeit und die Analyse ist nichts einzuwenden. Außer, wenn man der Aussage von Tim Kellner Mitglied der Künstlergruppe Schaum folgt, dass kein Künstler zu dieser Kulturfabrik eingeladen war, noch die entsprechenden Information im Vorab erfolgte. Es wurde also wieder einmal über die Kunst, die Kultur gesprochen und diskutiert und es werden Beschlüsse vorbereitet ohne die Künstler, die Kulturstätten mit einzubeziehen. 😉

Nun, dass es an einem Marketing- und Kommunikationskonzept für die Kultureinrichtungen fehlt ist bekannt und zeigt sich an jeder Ecke. Dieses macht es den Einwohnern und Besuchern der Region um Rostock schwer sich über das Kulturangebot zu informieren. Gleichzeitig macht es den Kultureinrichtungen schwer sich wirkungsvoll zu vermarkten. Aus diesem Grund gestaltet die Produzentengalerie artquarium die Seite Kulturscheibe.de – ein Terminfenster aus Rostock über Ausstellungen und andere kulturelle Events. Einen weiteren Teilaspekt hatte ich in dem Artikel Kultureinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern und das Web2.0 herausgearbeitet. Die Kultureinrichtungen sind zu wenig im Web vertreten und nutzen das Thema Social Media unzureichend für die Kommunikation mit den Besuchern oder Kulturinteressierten. Für die Kommunikation untereinander werden die Bereiche des WEBs schon gar nicht genutzt. Ein ganz einfaches Beispiel hatten wir mit unserer konzertierten Marketing Aktion: 10 Fragen zur Kunst aufgezeigt. Solche Aktionen lassen sich auch für die Lange Nacht der Museen in MV, für den Start der Theater in die neue Spielzeit oder die Aktion Kunst heute realisieren. Wenn man denn will. Denn solche Aktionen lassen sich nicht verordnen. Sie müssen durch den Willen ein Thema voranzutreiben und eine Vernetzung der Teilnehmer untereinander getragen werden.

Für mich bestätigt sich eines immer mehr, die Vernetzung und das vernetzte Arbeiten der Künstler und Kultureinrichtungen untereinander sowie mit weiteren Partnern sind eine der Grundlagen für eine erfolgreiche Arbeit. Hierzu gehört dann auch sich in die nächste Kulturfabrik Rostocks oder des eine Veranstaltung des neuen Großkreises um Rostock herum einzuladen. Oder ? 😉

Artquarium – eine erfolgreiche Produzentengalerie in Rostock

artquarium –

ein gutes Konzept und ein Kleinod in der Kulturszene Rostocks

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Kulturscheibe - der Schaukasten der Produzentengalerie artquarium

Kulturscheibe - der Schaukasten der Produzentengalerie artquarium

Ich hatte am Rande meiner Blog Beiträge immer wieder mal die Produzentengalerie artquarium erwähnt und wollte eigentlich schon lange mal die Galerie vorstellen. Seit April liegen Fotos bei mir auf der Festplatte rum… Aber manchmal bedarf es auch eines Anstoßes von außen. Die Produzentengalerie informiert über die Seite Kulturscheibe.de – ein Terminfenster aus Rostock über Ausstellungen und andere kulturelle Events z.B. in der artquarium Produzentengalerie, in der Galerie am Alten Markt, in der Galerie Klosterformat, in der Galerie Möller, in der Kunsthalle Rostock, in der Galerie wolkenbank, in der HMT Rostock, im Volkstheater Rostock, in der Bühne 602, im Literaturhaus Rostock, im Peter-Weiss-Haus, in der Nikolaikirche, im Weidendom, der Festspiele MV, im Ursprung und unsere Ausstellung im Haus der Stadtwerke

Sie werden sicher wundern warum ich dieses in epischer Breite erwähne. Es für mich nur ein Teil des Konzeptes, wie sich die Macher der Produzentengalerie artquarium sich kümmern, Ideen entwickeln und so die Kunst von der Kunst zu leben für sich gestalten. In Rostock gibt es keine einheitlichen Kulturkalender im Web also, warum nicht einen solchen schaffen und so vielen Rostockern eine Möglichkeit geben sich zu informieren und zur gleichen Zeit immer die aktuellen Ausstellungen der eigenen Galerie promoten. Weitere Beispiele für das Agieren der Macher der Produzentengalerie artquarium sind die Installation eines Kunstautomaten von Kunsttick, die Integration in die Kunstnacht Rostocks, Kunst Offen, die Winterserenade und vielen anderen Veranstaltungen und Aktion in Rostock. Gleichzeitig werden andere Künstler und Kreative als Gäste in die Galerie eingeladen, um den Besuchern immer wieder neue und interessante Möglichkeiten zu bieten. Z.Z. stellt Frieda von de Kyrschen bis um 30.07.2011 ihre Stadtkleider in der Produzentengalerie artquarium aus. In der Galerie artquarium sind ständig Holzkunst von Felix Teredow sowie Schmuck und Konstrukte von Anna Silberstein  zu sehen. Wenn Sie neugierig geworden sind, schlendern Sie mal durch die Rostocker Altstadt zur Großen Wasserstr. machen eine Kunstpause und stöbern Sie es lohnt sich.

P.S. Danke an die Macher der Produzentengalerie artquarium für die Veröffentlichung unserer Ausstellung Aquarelle & Pastelle von Hanka und Frank Koebsch im Haus der Stadtwerke Rostock

Ausstellungsankündigung für unsere Ausstellung im Haus der Stadtwerke Rostock

Ausstellungsankündigung für unsere Ausstellung im Haus der Stadtwerke Rostock

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