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Portraitmalerei in Aquarell

Portraitmalerei in Aquarell

Ein Aquarellkurs in der Kerativwerkstatt der Galerie Alte und Neue Meister Schwerin

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Heute möchte ich  über einen Aquarellkurs im Staatlichen Museum Schwerin berichten. Ich hatte in Zusammenarbeit mit der VHS Schwerin und der Frau Baumgart (Museumspädagogin und Verantwortliche für die Kreativwerkstatt des Museums) zu einen Aquarellkurs: Grundlagen des Portraits eingeladen. Diese Kurse sind immer gut besucht und es macht riesigen Spaß mit den Malschülern in die Geheimnisse der Portraitmalerei einzusteigen, wie die Fotos der vergangenen Portraitkurse in Schwerin und Rostock zeigen. Mir macht die Portraitmalerei in Aquarell immer riesigen Spaß. So sind vielen Bilder von Menschen entstanden, egal ob im Rahmen meiner Jazz Aquarelle oder der Beobachtungen der Damen mit ihren Hüten im Rahmen des Ladiesday, der Kinder auf den Karussells oder ….  Hier eine kleine Auswahl meiner Portraits in Aquarell.

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Die Möglichkeiten in der Galerie Alte und Neue und Meister zu malen, sind ideal, denn während des Aquarellkurses  kannten wir immer wieder schauen, wie die Meister Portrait gemalt haben. Es ist schon klasse, wenn man in den Gemälden sehen kann, wie sich Hautfarbe mit verschiedenen Lichtsituationen ändern kann, wie die Augen  ein Gesicht zum Leben erwecken kann. Es ist immer wieder eine wunderbare Chance, das eigene Sehen zu schulen. So war es auch klasse, dass wir neben der ständigen Ausstellung der Galerie Alte und Neu Meister auch die Ausstellung „Kunstraub-Raubkunst“ nutzen konnten. Es war ein tolles Wochenende. Hier ein paar Impressionen von den beiden Tagen in Schwerin.

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Begonnen haben wir wie immer mit etwas Theorie und dann der Gestaltung, von Auge, Nase und Mund, bevor wir uns an ein komplettes Gesicht gewagt haben. Die größte Herausforderung ist zu Beginn immer wieder der Punkt: Wie male ich ein Auge, damit das Portrait lebendig wird. Ich hatte in der Vergangenheit hierzu mal eine Step bei Step Anleitung erarbeitet, um zu zeigen, wie mit verschiedenen Lasuren und etwas Nass in Nass – Technik ein Auge malt. Ist diese Hürde genommen, stellt sich meist die notwendige Lockerheit und das Selbstvertrauen ein, um am Ende des zweiten Tages ein gutes Portrait mit nach Hause zu nehmen. Alle Teilnehmer des Kurses können bestätigen:

Die Portraitmalerei in Aquarell macht Spaß 😉

Wie malt man ein Auge mit Aquarell?

21. April 2014 2 Kommentare

Wie malt man ein Auge mit Aquarell?

Vorbereitung der nächsten Aquarellkurse und Malreisen

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Ich bin gerade dabei die Aquarellkurse vorzubereiten. Hierzu gehört auch der Workshop “Portrait in Aquarell“ bei Heinr. Hünicke in Rostock am kommenden Freitag und Sonnabend. Es macht immer wieder Spaß mit den Kursteilnehmern die „Grundlagen des Portraits“ zu erkunden. Ich habe schon einige Aquarelle von Menschen gemalt. Richtige Portraits sind dann meist in Zusammenhang mit meinen Jazz Aquarellen entstanden.  Wenn Sie möchten, können Sie hier erleben, wie das Aquarellbild Konzentration, pp mit der Jazzsängerin Jacqueline Boulanger  Schritt für Schritt entsteht. Mit den Jahren hat sich meine Malweise auch geändert. Heute arbeite ich oft mit einer Vielzahl von Lasuren. Dieses ermöglicht es mir mehr Tiefe und Charakter in die Aquarelle zu bringen. Gerade wenn ein Portrait eines Menschen entstehen soll, welches „nur“ durch die Persönlichkeit  ohne einen Kontext zu Umgebung sprechen soll, dann ist es durch diese Aquarellmalerei viel Charakter in die Bilder hineinzulegen. Damit die Menschen dann lebendig wirken, muss besonderes Augenmerk auf die Augen gelegt werden. In der Vergangenheit hatte ich mal eine Übung fotografiert,  um den Malschülern zu zeigen,

Wie malt man ein Auge mit Aquarell?

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Diese Übung habe ich gerade wieder in meine Vorbereitungen für den Aquarellkurs „Grundlagen Portrait“ eingebaut für das kommende Wochenende eingebaut. Dieses ist natürlich auch die Gelegenheit, die Fotos auch einmal auf meinem Blog zu zeigen.

Wie male ich ein Auge in Aquarell (c) Frank Koebsch (9)

Wie male ich ein Auge in Aquarell (c) Frank Koebsch (9)

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Ausgehend vom Model oder dem Foto erstelle ich als erstes eine Skizze des Auges. Hierbei ist es wichtig, einige Dinge gleich zu erfassen. Wo und wie spiegelt sich ein Teil der Umgebung im Auge? Diese Spiegelung geht dann oft über die Pupille und die Iris hinaus. Für die Übung habe ich ein einfaches Foto ausgewählt, welches nur ein paar Lichtreflexe auf der Pupille zeigt. Welche Farbe hat das vermeintliche Augenweiß? An welchen Stellen glänzt die Haut in der Umgebung des Auges? Ich beginne meine Bilder oft, mit der Gestaltung der Umgebung, also habe ich als erstes eine Lasur in der Umgebung des Auges aufgetragen und die Glanzstellen der Haut ausgespart. Als nächstes habe ich die Pupille gestaltet. In diesem Fall ohne Spieglung der Umgebung konnte ich den Bereich der Pupille mit einem fast schwarzen Farbton gestalten. Den Schatten des oberen Augenlides auf dem Augapfel habe ich gleich mit angelegt. Im ersten Moment wirkt dieser schwarze Schatten übertrieben. Aber lassen wir uns überraschen. Auf die obere Kante des unteren leicht feuchten Augenlides fällt viel Licht. Deshalb habe ich diese Fläche ausgespart.  Im Schritt (4) habe ich mit weiteren Lasuren in den verschiedenen Hautbereichen rund um das Auge gearbeitet. Die Weiße Lederhaut des Auges hat eine erste leicht rötliche Lasur erhalten.  Im Bild (5) ist sicher das auffälligste die erste knall gelbe Lasur der Iris. Die Iris unserer Augen sind wunderbar mit vielen Farbtönen gemustert. Wenn ich mir das Foto genau anschaue, dann entdecke ich gelbliche, grünliche, graue, bläuliche Farben und das Gelb dient mir als Untermalung. In dem Bild (5) sind auch die ersten graublauen Lasuren für die Hauptbereiche im Schatten und die Augenbraue zu sehen. Im inneren Lidwinkel scheinen Teile des oberen Augenlides und das Tränenkarunkel besonders durchblutet zu sein und bekommen deshalb einen rötlichen Farbauftrag. In den Schritten (6) und (7) bekommt die Iris weitere Lasuren, um das interessante Farbspiel im Auge entstehen zu lassen. Im Bild (8) ist zu sehen, wie ich die Wimpern angelegt und durch weitere Farbaufträge die Umgebung des Auges immer Schritt für Schritt gestaltet habe. Das Ergebnis der schnellen Übung „Wie malt man ein Auge?“ können Sie im Bild 9 sehen. Aus meiner Sicht lebt ein gutes Portrait von einem lebendigen Auge, mit dem Farbspiel in der Iris, den Reflektionen und der gut ausgestalteten Umgebung des Auges. Hier macht sich das schrittweise Arbeiten mit verschiedenen Lasuren bezahlt. Wie gefällt Ihnen das Ergebnis der Übung

Wie malt man ein Auge mit Aquarell?

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