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Die Ausstellung Faszination Aquarell in Schwerin

Die Ausstellung Faszination Aquarell in Schwerin

Unsere aktuellen Ausstellungen

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In diesem Jahr konnten Hanka und ich einige für uns besondere Ausstellungen ausrichten bzw. uns an Ausstellungen beteiligen. Im Mai durften wir in dem wunderbaren Ambiente des Schlosses Griebenow eine Ausstellung eröffnen. Danach konnten wir unsere Bilder im Krummen Haus in Bützow zeigen und dann habe ich gemeinsam mit Kindern einer vierten Klasse dieses Museum erobert. Gleichzeitig werden unsere Aquarelle von der Kunstblume Lore und die Blüten des Sebnitzer Flussteufels im Rahmen des Designmärchens „Die falsche Blume“ im Kunstgewerbemuseum Dresden ausgestellt. Ein wunderbares Projekt auf Initiative von Hermann August Weizenegger  in Zusammenarbeit mit der Kristallglasmanufaktur TheresienthalCurt BauerWelterWeissfee, und Meissen oder talentierte Handwerker, wie der Stuhlbauer Stefan Heinz, der Parkettleger Gunter Ludwig, der Polsterer Robert Krebes oder der Glasingenieur Gotthard Petrick und der traditionelle Kunstblumenfertigung in der Sebnitz .

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Mit der Ausstellung Faszination Aquarell zeigen Malschüler ihr Können und ihr Begeisterung für das Malen

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Ausstellung Faszination Aquarell in Schwerin (c) Frank Koebsch

Ausstellung Faszination Aquarell in Schwerin (c) Frank Koebsch

Aber meine vierte Ausstellung ist ein Vorhaben mit der längsten Vorbereitungszeit. Es ist eine Ausstellung, die ich gemeinsam mit meinen Malschülern von der Volkshochschule Schwerin organisiert habe. Wir hatten Anfang Juli die Ausstellung Faszination Aquarell in der MV Fotogalerie gehangen. Ich hatte die Chance an der VHS Schwerin etlichen Menschen über vier Jahre von der Aquarellmalerei zu begeistern. Es hat Spaß gemacht und viele Malschüler konnte ich über die gesamte Zeit begleiten. Aus meiner Sicht ist es eine wunderbare Ausstellung geworden und ich denke, dass die Malschüler auf ihre Aquarelle stolz sein können.  So war es auch nicht verwunderlich, dass zur Vernissage viele Gäste eingeladen wurden, um mit den Malschülern gemeinsam die Ausstellung zu genießen. Hier ein paar Schnappschüsse.

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Für mich war der Abend der Eröffnung auch etwas besonders. In den vier Jahren mit den Aquarellkursen in Schwerin haben wir eine Menge gemeinsam erlebt.  Wir haben  uns z.B. zur Freiluftmalerei am Schweriner See am Werder Ufer, im Schlosspark Wiligrad und in Schwerin Mueß, zum Aquarellieren mit Strukturpaste und Aquarell auf LeinwandAquarellkurse zu den Grundlagen des Portraits in der Kreativwerkstatt der Galerie Alte und Neue Meister des Museums Schwerin, oder, oder … getroffen und gemeinsam gemalt. Einige der Malschüler haben mich sogar auf Malreisen begleitet. Bei einer solchen Arbeit baut man natürlich persönliche Beziehungen auf und nun war der Abend unserer gemeinsamen Ausstellungseröffnung auch ein Abschied nehmen. Denn nach vier Jahren muss ich meine Dozententätigkeit an der VHS Schwerin aufgeben. Dieser Abschied war auch mit ein Grund dafür, dass wir bei der Ausstellungseröffnung einen ganz besonderen Gast hatten. Die Oberbürgermeisterin Frau Gramkow der Stadt Schwerin eröffnete im Beisein von 80 Gästen und Teilnehmern die Ausstellung.  Musikalisch wurde der Abend von Bente Bremer einer Schülerin des Schwerin Konservatoriums.  Hannah Lenz, Lyrikerin und Dozentin an der Leuphana-Uni Lüneburg, hat die Gästen mit ein paar lockeren Worten in das Thema  Malen eingeführt und über die Lust ein Autodidakt zu sein gesprochen. Etwas besondere war ihr Chagall-Gedicht über die Motivation zum Malen. Es war ein gelungener Abend für die Malschüler. Aber dann wurde ich doch noch einmal in den Vordergrund gedrängt. Denn ich wurde von Angelika Gramkow und Frau Schulz von der VHS Schwerin  verabschiedet.  Für Frau Gramkow war es nicht das erste Mal, dass Sie mit meiner Aquarellmalerei in Verbindung kam.  Sie hatte schon die Ausstellungseröffnung des Schweriner Kunstsommers begleitet und konnte bei der Eröffnung unserer Ausstellung in der Sternwarte Schwerin unsere Sternzeichen bewundern. Es war für mich schon ein bewegender Augenblick, denn nun hieß es wirklich von den regelmäßigen Aquarellkursen in Schwerin Abschied nehmen. Dieser Abschied war wirklich mit einen weinenden und einem lachenden Auge verbunden. Lachend ganz einfach, weil ich viele Menschen einen weile bei ihrer Malerei begleiten konnte und viele tolle Aquarelle entstanden sind. Das Ergebnis kann man bis zum 08. August in der MV Fotogalerie betrachten. Ein Ergebnis auf die ich wirklich über alle Maßen Stolz bin ;-). Einen ganz großen Dank an alle, die die Aquarellkurse und die Ausstellung ermöglichten und natürlich an alle Malschüler. Vielleicht sehen wir uns ja in diesem oder jenen Aquarellkurs oder eine Malreise wieder. Ich würde mich riesig freuen ;-).

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Ausstellung Faszination Aquarell in Schwerin (c) Frank Koebsch

Ausstellung Faszination Aquarell in Schwerin (c) Frank Koebsch

Ausstellungen und Museen zum Anfassen und Mitmachen

Ausstellungen und Museen

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zum Anfassen und Mitmachen

Kinder verzaubern jede Ausstellung und jedes Museum

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Nun immer wenn es sich anbietet, nehme ich mir Zeit und lade Kinder in unsere Ausstellungen sein. Es ist eine wunderbare Sache, denn Kinder verzaubern und beleben jede Ausstellung und jedes Museum. So hatten wir in der Vergangenheit im Rahmen unserer Ausstellung zum Flughafen Tegel Kinder eingeladen, gemeinsam mit uns Papierflieger zu basteln. Es hat den Kindern und uns riesigen Spaß gemacht. Es ist toll, wenn Kinderlärm in den Ausstellungen erwünscht ist. Für das Ausstellungsprojekt Faszination Kraniche hatten wir schon mehrmals Kinder eingeladen, Kraniche zu basteln und zu bemalen, z.B. in die Hamburger Galerie Faszination Art und in die Stadtwerken Rostock. Es war eine wunderbare Herausforderung sich mit den Kindern spielerisch über die Kraniche und den notwendigen Artenschutz zu unterhalten. Gleichzeitig konnte ich die Kinder durch meine Kranich Aquarelle anstiften, ebenfalls kreativ zu werden.

Schon bei den ersten Absprachen für unsere Ausstellung im Krummen Haus in Bützow sprachen Frau Prescher, die Verantwortliche des Kummes Hauses und ich, über die Möglichkeit eine Veranstaltung für Kinder im Rahmen unserer Ausstellung anzubieten. Gesagt getan ;-)

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Besuch von Schülern in unserer Ausstellung im Krummen Haus 

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Direkt im Anschluss nach Eröffnung unserer Ausstellung „Bei uns entdeckt“ war eine 4. Klasse der Grundschule Bützows in unserer Ausstellung zu Gast. Es war spannend mit den kleinen Gästen. Es war vorteilhaft, das unsere Aquarelle und Pastelle Motiven zeigen, wie man die bei uns in Mecklenburg überall entdecken kann,  Blumen und Blüten, Möwen, Spatzen, Kranichen, Booten und Schiffen, Landschaften, Badeszenen uvam. Spannend war es von den Schülern zu hören, ob und welche Ausstellungen und Museen sie schon mal besucht hatten und welche Art von Bildern ihnen gefallen. Die Antworten zeigten, dass die Kids nur in den wenigsten Fällen Erfahrungen mit Ausstellungen und Museen haben. Einmal liegt es an dem Angebot durch die Eltern und die Schule. Zum anderen verbanden viele der Kindern, Ausstellungen und Museen leider mit Aussagen, wie bloß nicht anfassen, leise sein, nicht zu verstehen u.a. In diesem Zusammenhang kamen wir dann auch auf abstrakte Malerei zu sprechen, denn Kinder erwarten, dass sie den Inhalt der Bilder erfassen können. Erst über Parallelen zu etwas ganz alltäglichen wie die Motiven auf ihren Shirts, zu den Kritzeleien in ihren Heften konnte ich ihnen ein wenig nahe bringen, dass es manchmal mehr auf die Stimmung, die Formen und Farben ankommt, als auf das Erkennen eines Motives. Diese Diskussion war dann für die Schüler und mich der willkommene Anlass, um sich die Bilder von Hanka und mir anzuschauen. Die Kinder fragten mir einige Minuten lang Löcher in den Bauch und erzählten, was sie am liebsten malen.

Vor dem Rundgang hatte ich die Kinder gebeten, darauf zu achten, welche Aquarelle und Pastelle ihnen am besten und am wenigsten gefielen. Hier einige der Bilder, die genannt worden.

Die Aquarelle „AIDA am Kreuzfahrt-Terminal Altona“ und „Sommer am See“ wurde als Bilder genannt, die den Kindern gefallen haben. Warum, sie erinnern die Kinder an Urlaub, Sommer und Ferien ;-) Hankas Möwen Aquarell „Hallo“ gefiel, weil die Möwe lustig kuckt. Dafür viel der Hahn Willi durch, weil er als streitsüchtig eingestuft wurde.  Hankas Rosenaquarell „Regentag“ wurde genannt, weil das Bild traurig macht.

Nun den Erklärungen der Kinder dar nicht hinzu zufügen. Unsere Wahrnehmungen spiegeln wir an unseren Erlebnissen, an unseren Wünschen und Ängsten. Danach hieß es für die Kinder selber tätig werden. Ich habe die Rasselbande angsteckt, mit mir Kraniche zu basteln und zu bemalen. Die Fotos zeigen, dass es den Kids ein wenig Spaß gemacht hat. Vielleicht konnten wir so, den Kindern ein wenige die Scheu nehmen, wenn es mal wieder um Kunst in Ausstellungen und Museen geht. Toll war auch, dass die Schweriner Volkszeitung und der Bützower Landkurier über unsere Ausstellung und die Aktion mit Kinder berichtet haben. Vielleicht lockt es dann ja Eltern oder Großeltern gemeinsam mit den Kindern einmal, dass Krumme Haus in Bützow oder eine andere Ausstellung zu besuchen.

Ganz großen Dank an die Firmen Hahnemühle und Hünicke Rostock, die mich immer wieder unterstützen, wenn es um Veranstaltungen mit Kindern geht. Hahnemühle stellt den Kindermalblock Junior zur Verfügung. Bemalt haben wir die Kraniche mit  Colour Grip Stiften von Faber Castel. Eine gute Kombination, wenn es um die Kreativität von Kindern geht. Danke an Heinr. Hünicke für die Stifte.

Allen Kindern wünsche ich ganz tolle Sommerferien und viel mehr Museen und Ausstellungen zum Anfassen und Mitmachen.

Die Ausstellung Faszination Aquarelle in der MV Fotogalerie

8. Juli 2015 3 Kommentare

Die Ausstellung Faszination Aquarelle

Malschüler stellen Aquarelle in der MV Fotogalerie Schwerin aus

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Wer meinen Blog einen wenig verfolgt, weiß dass ich mich zum Thema Aquarell in Schwerin engagiere. Ich habe dort im Rahmen unseres Projektes Faszination Sternzeichen in der Sternwarte Schwerin ausgestellt und auf Einladung der Landeshauptstadt meine Aquarelle im Kultur und Informationszentrum gezeigt. Gleichzeitig organisiere ich in Zusammenarbeit mit der VHS Schwerin seit vier Jahren Aquarellkurse und Workshops, wie z.B. zur Freiluftmalerei am Schweriner See am Werder Ufer, im Schlosspark Wiligrad und in Schwerin MueßAquarellieren mit Strukturpaste und Aquarell auf LeinwandAquarellkurse zu den Grundlagen des Portraits in der Kreativwerkstatt der Galerie Alte und Neue Meister des Museums Schwerin, oder, oder … gestaltet. Mit einigen der Malschüler darf ich bereits seit vier Jahren zusammen arbeiten. Andere besuchen meine Aquarellkurse seit wenigen Monaten. Was die Malschüler und mich eint, ist ganz einfach die Freude am Malen.

Ausstellung Faszination Aquarell in Schwerin (c) Frank Koebsch

Ausstellung Faszination Aquarell in Schwerin (c) Frank Koebsch

Um mit anderen Menschen ein wenig unsere Faszination für das Aquarell zu teilen, zeigen vierzehn Malschüler der VHS Schwerin und ich ab den 09. Juli 2015 unsere Aquarelle in der MV Fotogalerie, Puschkin Str. 13 aus.  Wir laden Sie herzlich zur Ausstellungseröffnung am 09. Juli 2015 um 18.00 Uhr ein. Es werden über 80 Bilder gezeigt, die im Rahmen der Kurse und Workshops oder der selbstständigen Arbeit entstanden sind. Es ist eine wunderbare und vielfältige Ausstellung entstanden, die vom vielfältigen künstlerischen Schaffen der Menschen in Schwerin und der Umgebung zeugt. Kommen Sie doch einfach mal vorbei, es lohnt sich ;-) wie die Fotos von der Ausstellung mit meinen Malschülern aus dem Sommer 2013 zeigen. Um Sie auf die aktuelle Ausstellung neugierig zu machen, hier ein paar Schnappschüsse vom gestrigen Hängen der Bilder.

Ausstellung Faszination Aquarell in Schwerin (c) Frank Koebsch

Ausstellung Faszination Aquarell in Schwerin (c) Frank Koebsch

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Wir freuen uns auf den morgigen Tag und hoffen, dass wir unsere Faszination Aquarell mit Ihnen teilen können ;-)

Die Blüten des Sebnitzer Flussteufels (c) Aquarell von Frank Koebsch

4. Juli 2015 6 Kommentare

Die Blüten des Sebnitzer Flussteufels (c) Aquarell von Frank Koebsch

für das Projekt: Die falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

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Die Falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

Die Falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

Ich male gerne Aquarelle mit Blumen und Blüten, egal ob es Pusteblumen und Löwenzahn, Disteln, Rosen, Mohn, Obstblüten o.a. handelt. Ich habe meine Vorgehensweise beim Malen von Blumen und Blüten in Aquarell schon mehrmals hier auf meinem Blog und in der Zeitschrift Palette beschrieben. Aber vor einigen Monaten wurden Hanka und ich mit einer besonderen Herausforderung konfrontiert. Hermann August WeizeneggerProfessor für Industrial Design der FH Potsdam, hatte uns gebeten für sein Designmärchen „Die falsche Blume“ zu malen. Wir sollten für die „Titelmotive“ seines Märchens, die beiden Blumen – “Lore” und der “Sebnitzer Flussteufel” Aquarelle malen.  Ausgehend von dem Märchen über das Sebnitzer Blumenmädchens und der traditionelle Kunstblumenfertigung in der Sebnitz hat  Hermann August Weizenegger in Zusammenarbeit mit dem Kunstgewerbemuseum Dresden ein Ausstellungsprojekt entwickelt. Schritt für Schritt ist ihm gelungen, renommierten Hersteller wie die  Kristallglasmanufaktur TheresienthalCurt BauerWelter, Weissfee, und Meissen oder talentierte Handwerker, wie der Stuhlbauer Stefan Heinz, derParkettleger Gunter Ludwig, der Polsterer Robert Krebes oder der Glasingenieur Gotthard Petrick für das Projekt begeistern. Was entstand, ist ein wunderbares Projekt über die falsche Blume in Verbindung von Tradition und Moderne.

Da sich nicht für jede der Designideen der Projektbeteiligten Drucke aus einer Computersimulation oder Fotos der Kunstblumen eigneten, suchte Hermann August Weizenegger nach einer malerischen Umsetzung der beiden Kunstblumen aus dem Märchen. Er hatte im Web unsere Aquarelle zu verschiedenen Blumen und Blüten gefunden und uns dann beauftragt,  die Blumen des Märchens zu malen. So begann im Januar 2015 unserer Mitarbeit an dem Ausstellungsprojekt „Die Falsche Blume“. Hankas Aufgabe war es, Aquarelle für die Kunstblume „Lore“ zu malen. Ich durfte die zweite Kunstblume zu malen, den Sebnitzer Flussteufel.

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Wie malt man einen Flussteufel?

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Ich hatte als Vorlage die Seidenblume der Deutschen Kunstblumen Manufaktur Sebnitz, das Märchen von der falschen Blume und meine eigene Phantasie. In dem Märchen wird der Flussteufel nur einmal erwähnt. Hier ein paar Zeilen mit denen ich mein Aquarell des Sebnitzer Flussteufels vorgestellt habe:

„Nach einiger Überlegung habe ich mich dann entschieden, für die Teufelsblume mit harten Kontrasten darzustellen. Wenn die Blume Lore eine zarte, durchscheinende Darstellung verlangt, habe ich überlegt, welche Assoziationen es für die Teufelsblume geben kann. Meine Gedanken kreisten immer wieder um

  • widerstandsfähige, wehrhafte Pflanzen,
  • die zum Teil wuchern, ranken,
  • sich nicht so schnell ausrotten lassen,

wie die Hecke um das Dornröschenschloss, wie Disteln,  …. mit Dornen, Stacheln mit harten Blättern und Ranken. So bin ich eine kontrast- und konturenreiche Darstellung gekommen.“

Gemalt habe ich das Aquarell mit meinen Farben MISSION Gold Class Water Colours  von Mijello. Die Palette von Mijello mit den leuchtenden Farben kam den Anforderungen des Motivs sehr nahe. Mit der richtigen Wahl des Aquarellpapiers dem Hahnemühle Aquarellpapier Echt-Bütten Aquarellkarton Leonardo, 600 g / mmatt konnte wunderbare weiche Übergänge in den einzelnen Blütenblättern und einen guten Kontrast zwischen verschiedenen Blättern realisieren. Hier eine paar Schnappschüsse vom Entstehen des Aquarells.

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Die Blüten des Sebnitzer Flussteufels (C) Aquarell von Frank Koebsch

Die Blüten des Sebnitzer Flussteufels (C) Aquarell von Frank Koebsch

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Wie gefällt Ihnen mein teuflisches Gewächs? Das Feedback von Hermann August Weizenegger lautete wie folgt:

 

„… Wow, was für ein schönes Bild ich und das Atelier sind total begeistert! Sie haben alles richtig gemacht. Ich finde die Einzelblume ist jetzt wirklich zu einen dramatischen Gewächs geworden, ganz so wie ich es mir das auch vorstelle für das Märchen.  Herzlichen Dank. … Ich bedanke mich jetzt schon herzlich bei Ihnen beiden für die tolle Arbeit im Voraus …. Sie haben sowieso mehr als vereinbart gearbeitet, aber ich glaube Sie werden auch sehr stolz sein können, wenn sie dann die Ergebnisse sehen.“

 

Wir haben uns riesig über dieses Feedback gefreut, denn es ist eine tolle Anerkennung. Nun warten wir auf die Fotos und Berichte von der Ausstellungseröffnung, denn zu dieser Zeit waren wir noch auf unsere Urlaubstour – einmal Spitzbergen und zurück.

Wir freuen uns demnächst die Kunstblumen Bina und den Sebnitzer Flussteufel in der Ausstellung zu sehen.

Aquarelle von Hanka Koebsch für die Kunstblume „Lore“

9. Juni 2015 1 Kommentar

Aquarelle von Hanka Koebsch für die Kunstblume „Lore“

Unsere Aquarelle für das Projekt: Die Falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

 

Die Falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

Die Falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

Ich hatte in den vergangenen Tagen schon berichtet, dass Hermann August Weizenegger zu seinem Ausstellungsprojekt rund um das Märchen „Die falsche Blume“ verschiedene Projektpartner eingeladen hat. Ab dem 27. Juni 2015 wird die Ausstellung „Die falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger“ im Schloss Pillnitz zu sehen sein. Ausgehend vom Märchen über die Blumenbinderin hat Prof. Hermann August Weizenegger gemeinsam mit der Kunstblumenmanufaktur in Sebnitz und seinen Studenten an der FH Potsdam die beiden Kunstblumen „Lore“ und den „Sebnitzer Flussteufel“ entworfen. In der Ausstellung im Kunstgewerbemuseum Dresden treffen nun Tradition und Moderne rund um die Sebnitzer Kunstblumen zusammen. Ausgehend von der traditionellen Fertigung und dem Wissen über die Kunstblumenherstellung in Sebnitz haben die anderen Projektpartner das Design der “falschen Blume” aufgegriffen. So werden demnächst im Schloss Pilnitz neben den Sebnitzer Blumen auch

zu sehen sein. Nicht für jede dieser Ideen eigneten sich Drucke aus einer Computersimulation oder Fotos der Seidenblumen. Hermann August Weizenegger hatte im Web unsere Aquarelle zu verschiedenen Blumen und Blüten gefunden und uns dann gebeten, die Kunstblumen als Aquarelle zu malen.

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Die Kunstblume „Lore“ und Aquarelle von Hanka Koebsch

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Hanka hat sich für ihre Aquarelle vom Designmärchen „Die Falsche Blume“ und den Mustern aus Sebnitz inspirieren lassen. Die Farben entsprechen der Beschreibung aus dem Märchen – mit viel Weiß, ganz zarten Gelbtönen, einem hellen Grün und den Flecken der Blutstropfen der Blumenmacherin Lore. Gemalt hat Hanka mit Aquarellfarben von Schmincke auf zwei verschiedenen Aquarellpapieren, um verschiedene Verläufe und Farbigkeiten für ihre Blumen Aquarelle zu erreichen. Einmal hat Hanka das Hahnemühle Leonardo – Echtbütten, 600 g/m², matt und einmal das Aquarellpapier Canson Fontenay 300 g/m², fine gewählt. Hier ein paar Schnappschüsse von der Kunstblume Lore und ihren Aquarellen.

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Nun sind wir gespannt, wie ab dem 27.06.2015 die Ausstellung „Die falsche Blume – ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger“ in der Staatlichen Kunstsammlung Dresden aussehen wird und was aus unseren Blumen Aquarellen geworden ist.

Die falsche Blume – eine Verbindung von Tradition und Moderne

Die falsche Blume –

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eine Verbindung von Tradition und Moderne

 

Die Tradition der Sebnitzer Kunstblumenherstellung

Ich hatte vor zwei Tagen den ersten Artikel zu dem Projekt „Die Falsche Blume“ und dem dazugehörigen Märchen veröffentlicht. Das Projekt geht auf die Idee von Hermann August Weizenegger in Zusammenarbeit mit Kunstgewerbemuseum Dresden zurück. Als Professor für Industrial Design der FH PotsdamGründer des Berliner Labels für Produktdesign HAW, … hatten es ihm die Formen, das Handwerk und die Tradition der Herstellung von Kunstblumen in Sebnitz angetan. Die Tradition der Herstellung von Seidenblumen geht in Sebnitz auf das Jahr 1834 zurück.  Im 19. Jahrhundert und Anfang des 20. Jahrhunderts war Sebnitz und die Umgebung weltweit berühmt für die Kunstblumenherstellung. Die Blumen wurden als Schmuck für Kleider, Hüte, Tischschmuck, Raumdekoration ua. genutzt. Noch heute werden dort in der Manufaktur „Deutsche Kunstblume Sebnitz“ die Blumen mit traditionellem Wissen und großen handwerklichen  Geschickt hergestellt. Jede der Blumen ist ein kleines Kunstwerk.

Von der Tradition zur einer Ausstellung mit dem Design der falsche Blume in der Moderne

Die Falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

Die Falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

Herman August Weizenegger hat sich von der Geschichte der Kunstblumenherstellung und den wunderbaren Möglichkeiten des Formenspiel inspirieren lassen und hat viele Partner gewonnen, um rund um die Seidenblumen ein Ausstellungprojekt zu entwickeln. Basis des Projektes ist ein von ihm geschriebenes Märchen, mit der Geschichte des Sebnitzer Blumenmädchens „Lore“. Das Märchen „Die falsche Blume“ gibt einen Einblick in die Lebensumstände der Menschen, die die Kunstblumen im 19. Jahrhundert in Heimarbeit herstellten und beschreibt zu gleich die beiden Kunstblumen – “Lore” und der “Sebnitzer Flussteufel” als „Titelmotive“ des Ausstellungprojektes. Aus der Idee des Märchens hat Herrmann August Weizenegger mit seinen Studenten und den Mitarbeiten der Sebnitzer Manufaktur den Kunstblumen „Lore“ und dem „Sebnitzer Flussteufel“ Form und Farben gegeben. Hierbei treffen Elemente der traditionellen Herstellung und moderne Fertigungsmethoden (CAD, 3D Druck verfahren, …) aufeinander und gehen eine Symbiose in den Seidenblumen ein.

Die Farben und Formen der beiden Motive wurden als Druck, Fotografie oder als Seidenblume vielen anderen Manufakturen, Kunsthandwerkern und Künstler zur Verfügung gestellt. Etliche von ihnen haben sich von der Idee von traditionelles Kunsthandwerk und Moderne zu verbinden, anstecken lassen und so ist aus einer Idee einem Märchen

das Designmärchen „Die Falsche Blume“

entstanden.  Die Formen und Farben der beide Kunstblumen „Lore“ und „Sebnitzer Flussteufel“  haben renommierten Hersteller wie die  Kristallglasmanufaktur Theresienthal, Curt Bauer, Welter, Weissfee, und Meissen oder talentierte Handwerker, wie der Stuhlbauer Stefan Heinz, der Parkettleger Gunter Ludwig, der Polsterer Robert Krebes oder der Glasingenieur Gotthard Petrick aufgegriffen. So werden ab dem 27. Juni 2015 in den staatlichen Kunstsammlungen Dresden die beiden Blüten nun auch handwerklich hochwertig gefertigte Wandtapeten, Möbel, Teller, Gläser, Jacquardstoffe sowie mit Spitze aus Plauen verzierte Servietten und Decken zu sehen sein. „Die falsche Blume“ ist nichts weniger als der Versuch eines umfassenden Gesamtkunstwerks. Aus einer Geschichte der Blumenmacherin „Lore“ und dem „Sebnitzer Flussteufel“ eine Ausstellungen mit märchenhaften Design – ein Designmärchen. Hier finden Sie die offizielle Presseerklärung zur Ankündigung der Ausstellung „Die falsche Blume. Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger“  im Kunstgewerbemuseum der Staatliche Kunstsammlungen Dresden.

Lassen Sie sich überraschen, wie die Ausstellung,  das Designmärchen zur falschen Blume aussehen wird und welche Rolle unsere Aquarelle im Projekt spielen ;-)

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Flyer für die Ausstellung - Die falsche Blume - ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

Flyer für die Ausstellung – Die falsche Blume – ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

Flyer für die Ausstellung - Die falsche Blume - ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

Flyer für die Ausstellung – Die falsche Blume – ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

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Der Beginn unserer Mitarbeit an dem Ausstellungsprojekt „Die Falsche Blume“

4. Juni 2015 2 Kommentare

Der Beginn unserer Mitarbeit an dem Ausstellungsprojekt

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Die Falsche Blume

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Manchmal ist das wirkliche Leben wie ein Märchen

und es geschehen vermeintlich noch Wunder. Diese Aussage ist nicht nur eine Metapher, denn Hanka und ich haben das Glück an einem Ausstellungsprojekt zu einem Designmärchen mitzuwirken. Auch wenn die Handlung des Märchens traurig ist, war und das Glück hold. O.k. vielleicht ist es auch das Glück des Tüchtigen, denn ich versuche immer wieder dass anderen Menschen unsere Aquarelle über Google finden. Hierzu versuche ich Kunst und Kommunikation im WEB miteinander zu verbinden. Ein Ergebnis dieser Arbeit war, dass uns Mitte November im vergangenen Jahr Hermann August Weizenegger kontaktierte. Er suchte für ein Ausstellungsprojekt Aquarellmaler, die Blumen und Blüten malen. Er hatte unsere Aquarelle im WEB gefunden und bat um unsere Mitarbeit. Besonders gefiel ihm Hankas leichte Malerei und das Spiel mit den Farben bei den Blüten. Nur konnten wir leider den Terminwunsch für mehrere Aquarelle im Dezember 2014 nicht einhalten. Aber unsere klaren Aussagen zu Terminen und Kosten gepaart mit unserer Aquarellmalerei führten dazu, dass wir uns dann in aller Ruhe im Januar bei uns trafen und uns in aller Ruhe über die Erwartungen, die Art der Malerei und den Umfang austauschten. Es war spannend sich mit Hermann August Weizenegger, Professor für Industrial Design der FH Potsdam, Gründer des Berliner Labels für Produktdesign HAW, … zu unterhalten. Seine Arbeitsweise und Ideen in der Entwicklung von Ausstellungsprojekten waren interessant. Aber gewonnen hat uns Hermann August Weizenegger mit seinem Märchen und seinen Blumen. Bei der Geschichte  und den Blumen gingen uns sofort verschiedene Bilder durch den Kopf. Doch lesen und sehen Sie selbst ;-)

Die Falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

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Es war schon Ende Mai des Jahres 1880 in der Gegend von Altendorf nahe Sebnitz in der Sächsischen Schweiz – doch der Winter wollte und wollte kein Ende nehmen. Dicke Eisschichten bedeckten das Land und fast jede Nacht schneite es erneut. Die Menschen waren verzweifelt und man munkelte bereits über eine neue Eiszeit. Selbst das traditionelle Austreiben des Winters zu Fastnacht hatte keine Veränderung gebracht. Die ärmliche Landbevölkerung litt Hunger, die Bauern konnten nicht säen und die Wintervorräte waren fast aufgebraucht. Die einzige Arbeit, die noch Einkommen brachte, war das “blümeln”. Die Bauern saßen zu Hause in ihren Stuben und banden Kunstblumen, welche sie für den Blumenfabrikanten Louis Meiche aus der Stadt Sebnitz anfertigten. Das Geschäft mit den Kunstblumen gedieh zu dieser Zeit prächtig, da die Leute aus der Sebnitzer Gegend sich als sehr geschickt in dem Handwerk erwiesen und ihre Blumen in die ganze Welt exportiert wurden.

Unter den Blumenheimarbeitern war auch das zarte und hübsche Mädchen Lore Albrecht. Sie hatte ihr Handwerk bereits im Alter von acht Jahren erlernt. Ihre Eltern waren früh gestorben und sie lebte nun bei ihrer Großmutter auf einem kleinen Hof, der kaum das Nötigste zum Leben abwarf. Trotz ihres Alters von mittlerweile 21 Jahren war sie noch ungebunden. Von jeher war sie störrisch und dickköpfig gewesen. So kam es ihr eines Tages in den Sinn, nicht nur Blüten nach dem Vorbild der Natur zu fertigen. Angeregt vom Weiß der Schneeglöckchen – ihrer Lieblingsblumen, da sie den Frühling einläuten – ließ sie sich zu den fantastischsten und außergewöhnlichsten Blütenformen hinreißen.

Als die Großmutter die ungewöhnlichen Erzeugnisse von Lores Phantasie entdeckte, redete sie streng auf sie ein: Louis Meiche werde ihr solch merkwürdigen Blüten niemals abkaufen, sie seien gegen die Natur. Ihr aller Überleben sei von dem Verdienst abhängig, deswegen solle sie die gleichen Blumen wie immer fertigen, wie es auch alle anderen tun. Lore aber zeigte keine Einsicht. Bei der Auseinandersetzung mit der Großmutter stach sie sich unachtsam mit der Nähnadel in den Finger und das Blut tropfte auf den Rand ihrer weißen Kunstblüten. Nach dem ersten Schreck fand sie Gefallen an der Verfärbung und schließlich versah sie auch alle anderen Blumen mit ihrem Blut.

Trotz schwerer Schneestürme machte sie sich am nächsten Morgen auf den Weg nach Sebnitz. Tief gebeugt zog sie ihren mit Kunstblumen beladenen Schlitten durch den Pulverschnee. Nach einigen Stunden mühseligen Wanderns sah sie endlich aus der Entfernung die Umrisse der Manufaktur. Sie hatte sich als einzige des gesamten Umlandes bei diesem stürmischen Wetter auf den Weg gemacht und wurde sofort zu Louis Meiche – von seinen Angestellten heimlich gerne „Geldsack“ genannt – vorgelassen. Als der Geschäftsmann die mit Blut verzierten Kunstblüten des Mädchens sah, war er entsetzt. Solch eine Blume kannte er nicht, sie hatte weder Ursprung noch Namen. Er weigerte sich, die Kreationen anzunehmen und schickte das Mädchen wieder nach Hause.

Lore war verzweifelt und bereute nun ihre Dickköpfigkeit. Da der Sturm etwas nachgelassen hatte, beschloss sie, eine Abkürzung über den zugefrorenen Sebnitzer Fluss zu nehmen. Wirre Gedanken schossen ihr durch den Kopf, als sie die Eisfläche betrat. Eigentlich hätte sie Brot von dem Verdienst kaufen sollen und nun stand sie mit leeren Händen da. Wie sollte sie sich und ihre Großmutter in den nächsten Tagen ernähren? Als sie schon fast das andere Ufer erreicht hatte, krachte und knackte es plötzlich im Eis, auf dem sie lief. Lore brach ein und sank bis zum Oberkörper ins Eiswasser. Sie strampelte und versuchte vergeblich, sich zurück aufs Eis zu ziehen. Da kam ihr plötzlich der Flussteufel in den Sinn. Von jeher war sie ermahnt worden, nicht auf dem gefrorenen Fluss zu laufen, um den Teufel nicht zu stören. Nun rief sie in ihrer Verzweiflung laut nach ihm. In seinem Winterschlaf unterbrochen erboste sich der Flussteufel zunächst über das schreiende und um sein Leben kämpfende Mädchen, bekam dann aber doch Mitleid und gab sie mit einem Schub frei.

Zitternd und frierend schleppte Lore sich mit ihrem Schlitten den langen Weg nach Hause, wo sie in der Stube zusammenbrach. In den Armen der Großmutter erzählte das Mädchen mit hohem Fieber, was sie erlebt hatte und starb noch in der selben Nacht.

Wie es der Brauch bei verstorbenen Jungfrauen erforderte, fertigte die Großmutter einen Totenkranz. Aus der Not heraus und weil sie nichts anderes hatte, band sie das Gesteck aus Lores Phantasieblumen. Bei der Beerdigung Anfang Juni lag noch immer hoher Schnee.

Als der Sarg bei der Prozession zur Kapelle getragen wurde, fegte plötzlich ein Windstoß den Totenkranz vom Sarg. Er wirbelte durch die Luft, bis er seitlich des Weges im Schnee zu liegen kam.

Dann passierte etwas erstaunliches. Vom Kranz aus Lores Phantasieblumen schien sich eine seltsame Wärme auszubreiten. Rings um ihn herum begann der Schnee zu schmelzen. Mehr und mehr zog sich das Eis zurück und verschwand. Schon bald kam der hartgefrorene Erdboden zum Vorschein. Die Menschen blickten sich mit offenen Mündern an. Sie konnten es nicht fassen. Mehr und mehr wich der Schnee um den Leichenzug herum zurück und schon wenige Tage später war der Frühling in die gesamte Gegend eingezogen. Die Menschen konnten aufatmen. Der Winter war endlich vorbei.

Lores Kranz aber bekam einen Ehrenplatz im Glaskasten der Kapelle von Lichtenhein. Vermutlich war es der Pastor, der sich nach einiger Zeit getraut hatte, ihn aufzuheben und, wie es von jeher die Tradition war, in die Vitrine zu legen. Den Menschen der Gegend blieb das Ereignis für lange Zeit in fester Erinnerung. In lang anhaltenden Wintern versammelten sie sich in der Kapelle vor dem Totenkranz. Sie schlossen das Mädchen in ihre Fürbitten ein und betrachteten dabei das seltsame Gesteck aus diesen falschen Blumen.

 


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Die beiden Blumen – “Lore” und der “Sebnitzer Flussteufel” sind die „Titelmotive“ des Ausstellungsprojektes „Die falsche Blume“. Wenn es Sie interessiert, wie es weiter geht, dann schauen Sie doch in den nächsten Tagen wieder auf meinen Blog oder besuchen Sie am besten ab den 27. Juni 2015 die Ausstellung „Die falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger“ im Schloss Pilnitz, dem neuen Kunstgewerbemuseum Dresden ;-).

 

Die Falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

Die Falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

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