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Die Idee für ein Plein Air Festival an der Ostsee

28. Dezember 2016 6 Kommentare

Die Idee für ein Plein Air Festival an der Ostsee

Das gemeinsame Malen und Ausstellen macht einfach Spaß

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Seit Jahren organisiere ich Aquarellkurse und Malreisen. Gerade bei den Malreisen an die Ostsee, auf Rügen oder zu den Kranichen erleben ich immer wieder, wieviel Spaß den Teilnehmern das gemeinsame Malen und der Austausch untereinander macht. Eine weitere Herausforderung und schönes Erlebnis ist es für viele Hobbykünstler einmal gemeinsam mit andern gemeinsam auszustellen. Ich konnte in den vergangenen Jahren im Rahmen meiner Aquarellkurse an der VHS Schwerin zweimal solche Ausstellungen mit meinen Malschülern organisieren. Weiterhin konnte ich in den vergangenen drei Jahren die größte Ausstellung von Hobbykünstlern in Deutschland im Rahmen der Aktion „Rostock kreativ“ in der Kunsthalle Rostock begleiten.

Gleichzeitig macht es mir immer wieder Spaß gemeinsam mit anderen freiberuflichen Künstlern Ausstellungen zu organisieren. Bei diesen Gemeinschaftsprojekten wie die Ausstellung Jazz meets Fine Arts bei den Eldenaer Jazz Evenings oder dem „see more jazz“ Festival in Rostock, die Ausstellung zum Flughafen Tegel, die Ausstellung zum Galopprennen auf Deutschlands ältesten Galopprennbahn in Heiligendamm oder unseren Ausstellungs- und Buchprojekt Faszination Sternzeichen habe ich die Zusammenarbeit und den Austausch mit meinen Kollegen genossen.  Immer mehr beschäftigte mich die Frage: Wie kann man das gemeinsame Malen und Ausstellen von Hobbykünstlern und Profis zusammenbringen?

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Suche nach dem passenden Veranstaltungsformat

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Neben der vielen Arbeit bei solchen Vorhaben, überwiegt die Freude und der Wert der gemeinsamen Erlebnisse, das gemeinsame Arbeiten und Malen sowie das Präsentieren der entstandenen Bilder. Also bin ich immer wieder auf der Suche nach Projekten, um solche Erlebnisse zu realisieren. Das gemeinsame Malen von Künstler hat eine lange Tradition, wenn man z.B. an die Künstlerkolonien denkt. Auch heute treffen sich immer wieder im Norden Deutschlands Künstler und malen gemeinsam. Das bekannteste Beispiel hierfür sind sicher die Norddeutschen Realisten, eine Gruppe von Künstlern und Künstlerinnen, die sich seit über 20 Jahren treffen, gemeinsam Plein Air malen und ausstellen.  Eine andere Gruppe von sieben Künstlern treffen sich seit 12 Jahren in Heringsdorf und malen in den Kaiserbädern das Meer. Ein anderes Treffen hatte das Kunstmuseum Schwaan organisiert. Hier hatten sich im 2015 12 Künstler getroffen und haben gemeinsam gemalt.  Diese Veranstaltungen sind oft durch feste Gruppen von Künstlern geprägt bzw. nur den Profis vorbehalten. Andere Organisatoren, wie der Berliner Watercolor Club, die Deutsche Aquarellgesellschaft oder ihren internationalen Schwesterorganisationen realisieren dann Veranstaltungen, die nur auf die Technik des Aquarells bezogen sind. Bei meinen Ausstellungsprojekten gemeinsam mit anderen Künstlern war es für mich gerade das Interessante, wenn Bilder und Zeichnungen in verschieden Techniken zu einem Thema entstanden sind und „nebeneinander“ hingen. Was ich suchte war eine Möglichkeit, wo Hobbykünstler und Profis in beliebiger Zusammensetzung treffen und in verschieden Techniken zusammen malen und ausstellen. Bei meinen Recherchen und Gesprächen tauchte immer wieder ein Veranstaltungsformat auf, die Plein Air Festivals.

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Plein Air Festivals

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Maike Josupeit, Dr. Wolfgang Rühle - Präsident des Doberaner Rennvereins, Frank Koebsch bei der Eröffnung der Ausstellung Faszination Galopper (c) Karina Sturm

Maike Josupeit, Dr. Wolfgang Rühle –  Frank Koebsch bei der Ausstellung Faszination Galopper (c) Karina Sturm

Maike Josupeit, eine Kollegin mit der ich gemeinsam im der Ausstellungsprojekt Faszination Galopper zusammengearbeitet habe, hatte mir von ihrer Teilnahme an Plein Air Festivals vorgeschwärmt. Maike hatte z.B. in Amsterdam beim Pintar Rapido –  oder in Irland beim Art in the Open – Festival gemalt. Schnell wurde klar, dass sich diese Festivals  international schon lange etabliert haben, hier einige weitere Beispiele

So ein Festival im Frühling an der Ostsee wäre ein Traum. Nach fast zwei Jahren Arbeit und Partnersuche kann ich sagen, die Idee für das gemeinsame Malen und Ausstellen von Hobbykünstlern und Profis ohne Begrenzung auf eine Technik an der Ostsee wird wahr. Ich freue mich auf meinem Blog das Plein Air Festival – Malen an der Ostsee vom 07. bis zum 15. Mai 2017 in Kühlungsborn ankündigen zu können.

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Logo - Plein Air Festival - Malen an der Ostsee

Logo – Plein Air Festival – Malen an der Ostsee

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Wie und mit welchen Partnern das Festivals realisiert wird, werde ich in den nächsten Tagen auf meinem Blog vorstellen. Wenn Sie sich schon vor ab informieren, Workshops oder Veranstaltungen buchen wollen, an dem freien Malen und der Ausstellung teilnehmen wollen,

nutzen Sie doch schon die Web Seite des Plein Air Festivals – Malen an der Ostsee.

Unsere verkauften Aquarelle und Pastelle im Jahr 2015

Unsere verkauften Aquarelle und Pastelle im Jahr 2015

Jahresrückblick 2015

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Ich hatte in den vergangenen Tagen eine Reihe von Artikeln gestartet, mit denen ich einen Rückblick auf die Entwicklung meines Blogs im vergangenen Jahr gewagt habe. Es war interessant zu sehen,

Aber genauso wie die Ausstellungen, die Pressearbeit und unsere Webseite soll mein Blog u.a. über unsere Aquarelle informieren und den Verkauf unserer Aquarelle und Pastelle fördern. So gehört zum Rückblick auf das vergangene Jahr auch zu schauen, welche Bilder wir verkaufen konnten. Die Motivationen, warum sich Menschen für unsere Aquarelle und Pastelle begeistern, sind ganz verschieden. Mal werden sie als Hochzeitsgeschenke, als Geburtstagsgeschenk oder als Geschenk in der Weihnachtszeit gekauft, mal aber auch ganz einfach, weil die Motive die Kunden begeistern. So ist es am Jahresende immer wieder spannend zu sehen,

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Welche Bilder konnten wir in Jahr 2015 verkaufen?

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Hier die Übersicht für das Jahr 2015 …

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Was sofort auffällt, ist das wir im vergangenen Jahr sehr viele Blumenaquarelle einen neuen Besitzer gefunden haben. Egal ob Mohn-, Löwenzahn-, Distel Aquarelle, Frühlingsblüher und Ostblüten in Aquarell ganz verschiedene Bilder mit Blumen und Blüten haben die Menschen begeistert. Dazu kamen einige wenige Möwen-, Kranich- und Wild life Aquarelle sowie zwei Ostsee Pastelle. Im Vergleich zu den verkauften Aquarellen im Jahr 2014, 2013 und 2012 ergibt sich eine ganz andere Verteilung der Motive. Was im Jahr 2015 noch geändert hatte, waren die Größen der verkauften Bilder. So wurden fünf Miniaturen in Aquarell und gar keine Formate größer 38 x 56 cm gekauft.  Aber mit 30 verkauften Bildern und etlichen Rapporten als Grundlagen für Stoffdesigns war das vergangene Jahr für uns sehr erfolgreich.

Für alle die jetzt sagen, das Bild hätte ich auch gerne gekauft, dem kann ich empfehlen, kaufen Sie eine Reproduktion von unseren Motiven. Wir bieten als Druck von unseren Aquarellen, eine Vielzahl von Möglichkeiten nach Kundenwunsch an. Bei Interesse kontaktieren Sie uns einfach.

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Wo wurden unsere Aquarelle und Pastelle gekauft?

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Im vergangenen Jahr konnten wir wieder vier Ausstellungen gestalten. Begonnen haben wir im Februar  mit Frühlingsaquarellen in der Galerie Severina. Im Mai folgten dann unsere Ausstellungen im Schloss Griebenow und im Krummen Haus in Bützow. Der Höhepunkt war dann unsere Teilnahme an dem Ausstellungsprojekt „Die falsche Blume“ im Kunstgewerbemuseum Dresden.
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Diese Ausstellungen sind wichtig für uns. Wir können unsere Bilder präsentieren, lernen neue Menschen kennen und die Medien tragen, dass ihre dazu bei. So erreichen wir Menschen im direkten Kontakt, die wir sonst nie kennengelernt hätten. Aber wie auch in den vergangenen Jahren, ist der unmittelbare Erfolg in Bezug auf den Verkauf recht gering. Wir konnten nur in der Ausstellung im Schloss Griebenow Hanka Aquarell „Frühling im Wald“ verkaufen. In der Weihnachtszeit hatte dann noch eine Besucherin dieser Ausstellung noch das Bild „Stiefmütterchen als Frühlingsgruß“ erworben. Alle andere 28 Verkäufe sowie die Auftragsarbeiten sind über das Internet zustande gekommen. Meist gehen die Bilder an Menschen, die unsere Bilder nie im Original gesehen haben oder uns kennen gelernt haben. Einige Käufer sind von unseren Bildern begeistert und  kaufen mal immer wieder ein Aquarell oder Pastell über das WEB bei uns. Andere haben die Bilder auf unser Web Seite, auf Facebook, Google+ oder Pinterest entdeckt und besuchen uns zuhause, bevor sie kaufen. Diese Analyse zeigt, wie wichtig für uns die Kommunikation im Web ist.

Aber egal, wie die Menschen den Weg zu unseren Bilder gefunden haben, spätestens jetzt möchten wir allen Käufer des Jahres 2015 noch einmal Danke sagen und Ihnen viel Freude mit Ihren Aquarellen und Pastellen wünschen.

Was mich natürlich von allen Lesern meines Blog interessiert:

Welches ist Ihr Lieblingsmotiv von unseren verkauften Aquarellen und Pastellen?

Der Beginn unserer Mitarbeit an dem Ausstellungsprojekt „Die Falsche Blume“

4. Juni 2015 2 Kommentare

Der Beginn unserer Mitarbeit an dem Ausstellungsprojekt

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Die Falsche Blume

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Manchmal ist das wirkliche Leben wie ein Märchen

und es geschehen vermeintlich noch Wunder. Diese Aussage ist nicht nur eine Metapher, denn Hanka und ich haben das Glück an einem Ausstellungsprojekt zu einem Designmärchen mitzuwirken. Auch wenn die Handlung des Märchens traurig ist, war und das Glück hold. O.k. vielleicht ist es auch das Glück des Tüchtigen, denn ich versuche immer wieder dass anderen Menschen unsere Aquarelle über Google finden. Hierzu versuche ich Kunst und Kommunikation im WEB miteinander zu verbinden. Ein Ergebnis dieser Arbeit war, dass uns Mitte November im vergangenen Jahr Hermann August Weizenegger kontaktierte. Er suchte für ein Ausstellungsprojekt Aquarellmaler, die Blumen und Blüten malen. Er hatte unsere Aquarelle im WEB gefunden und bat um unsere Mitarbeit. Besonders gefiel ihm Hankas leichte Malerei und das Spiel mit den Farben bei den Blüten. Nur konnten wir leider den Terminwunsch für mehrere Aquarelle im Dezember 2014 nicht einhalten. Aber unsere klaren Aussagen zu Terminen und Kosten gepaart mit unserer Aquarellmalerei führten dazu, dass wir uns dann in aller Ruhe im Januar bei uns trafen und uns in aller Ruhe über die Erwartungen, die Art der Malerei und den Umfang austauschten. Es war spannend sich mit Hermann August Weizenegger, Professor für Industrial Design der FH Potsdam, Gründer des Berliner Labels für Produktdesign HAW, … zu unterhalten. Seine Arbeitsweise und Ideen in der Entwicklung von Ausstellungsprojekten waren interessant. Aber gewonnen hat uns Hermann August Weizenegger mit seinem Märchen und seinen Blumen. Bei der Geschichte  und den Blumen gingen uns sofort verschiedene Bilder durch den Kopf. Doch lesen und sehen Sie selbst 😉

Die Falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

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Es war schon Ende Mai des Jahres 1880 in der Gegend von Altendorf nahe Sebnitz in der Sächsischen Schweiz – doch der Winter wollte und wollte kein Ende nehmen. Dicke Eisschichten bedeckten das Land und fast jede Nacht schneite es erneut. Die Menschen waren verzweifelt und man munkelte bereits über eine neue Eiszeit. Selbst das traditionelle Austreiben des Winters zu Fastnacht hatte keine Veränderung gebracht. Die ärmliche Landbevölkerung litt Hunger, die Bauern konnten nicht säen und die Wintervorräte waren fast aufgebraucht. Die einzige Arbeit, die noch Einkommen brachte, war das “blümeln”. Die Bauern saßen zu Hause in ihren Stuben und banden Kunstblumen, welche sie für den Blumenfabrikanten Louis Meiche aus der Stadt Sebnitz anfertigten. Das Geschäft mit den Kunstblumen gedieh zu dieser Zeit prächtig, da die Leute aus der Sebnitzer Gegend sich als sehr geschickt in dem Handwerk erwiesen und ihre Blumen in die ganze Welt exportiert wurden.

Unter den Blumenheimarbeitern war auch das zarte und hübsche Mädchen Lore Albrecht. Sie hatte ihr Handwerk bereits im Alter von acht Jahren erlernt. Ihre Eltern waren früh gestorben und sie lebte nun bei ihrer Großmutter auf einem kleinen Hof, der kaum das Nötigste zum Leben abwarf. Trotz ihres Alters von mittlerweile 21 Jahren war sie noch ungebunden. Von jeher war sie störrisch und dickköpfig gewesen. So kam es ihr eines Tages in den Sinn, nicht nur Blüten nach dem Vorbild der Natur zu fertigen. Angeregt vom Weiß der Schneeglöckchen – ihrer Lieblingsblumen, da sie den Frühling einläuten – ließ sie sich zu den fantastischsten und außergewöhnlichsten Blütenformen hinreißen.

Als die Großmutter die ungewöhnlichen Erzeugnisse von Lores Phantasie entdeckte, redete sie streng auf sie ein: Louis Meiche werde ihr solch merkwürdigen Blüten niemals abkaufen, sie seien gegen die Natur. Ihr aller Überleben sei von dem Verdienst abhängig, deswegen solle sie die gleichen Blumen wie immer fertigen, wie es auch alle anderen tun. Lore aber zeigte keine Einsicht. Bei der Auseinandersetzung mit der Großmutter stach sie sich unachtsam mit der Nähnadel in den Finger und das Blut tropfte auf den Rand ihrer weißen Kunstblüten. Nach dem ersten Schreck fand sie Gefallen an der Verfärbung und schließlich versah sie auch alle anderen Blumen mit ihrem Blut.

Trotz schwerer Schneestürme machte sie sich am nächsten Morgen auf den Weg nach Sebnitz. Tief gebeugt zog sie ihren mit Kunstblumen beladenen Schlitten durch den Pulverschnee. Nach einigen Stunden mühseligen Wanderns sah sie endlich aus der Entfernung die Umrisse der Manufaktur. Sie hatte sich als einzige des gesamten Umlandes bei diesem stürmischen Wetter auf den Weg gemacht und wurde sofort zu Louis Meiche – von seinen Angestellten heimlich gerne „Geldsack“ genannt – vorgelassen. Als der Geschäftsmann die mit Blut verzierten Kunstblüten des Mädchens sah, war er entsetzt. Solch eine Blume kannte er nicht, sie hatte weder Ursprung noch Namen. Er weigerte sich, die Kreationen anzunehmen und schickte das Mädchen wieder nach Hause.

Lore war verzweifelt und bereute nun ihre Dickköpfigkeit. Da der Sturm etwas nachgelassen hatte, beschloss sie, eine Abkürzung über den zugefrorenen Sebnitzer Fluss zu nehmen. Wirre Gedanken schossen ihr durch den Kopf, als sie die Eisfläche betrat. Eigentlich hätte sie Brot von dem Verdienst kaufen sollen und nun stand sie mit leeren Händen da. Wie sollte sie sich und ihre Großmutter in den nächsten Tagen ernähren? Als sie schon fast das andere Ufer erreicht hatte, krachte und knackte es plötzlich im Eis, auf dem sie lief. Lore brach ein und sank bis zum Oberkörper ins Eiswasser. Sie strampelte und versuchte vergeblich, sich zurück aufs Eis zu ziehen. Da kam ihr plötzlich der Flussteufel in den Sinn. Von jeher war sie ermahnt worden, nicht auf dem gefrorenen Fluss zu laufen, um den Teufel nicht zu stören. Nun rief sie in ihrer Verzweiflung laut nach ihm. In seinem Winterschlaf unterbrochen erboste sich der Flussteufel zunächst über das schreiende und um sein Leben kämpfende Mädchen, bekam dann aber doch Mitleid und gab sie mit einem Schub frei.

Zitternd und frierend schleppte Lore sich mit ihrem Schlitten den langen Weg nach Hause, wo sie in der Stube zusammenbrach. In den Armen der Großmutter erzählte das Mädchen mit hohem Fieber, was sie erlebt hatte und starb noch in der selben Nacht.

Wie es der Brauch bei verstorbenen Jungfrauen erforderte, fertigte die Großmutter einen Totenkranz. Aus der Not heraus und weil sie nichts anderes hatte, band sie das Gesteck aus Lores Phantasieblumen. Bei der Beerdigung Anfang Juni lag noch immer hoher Schnee.

Als der Sarg bei der Prozession zur Kapelle getragen wurde, fegte plötzlich ein Windstoß den Totenkranz vom Sarg. Er wirbelte durch die Luft, bis er seitlich des Weges im Schnee zu liegen kam.

Dann passierte etwas erstaunliches. Vom Kranz aus Lores Phantasieblumen schien sich eine seltsame Wärme auszubreiten. Rings um ihn herum begann der Schnee zu schmelzen. Mehr und mehr zog sich das Eis zurück und verschwand. Schon bald kam der hartgefrorene Erdboden zum Vorschein. Die Menschen blickten sich mit offenen Mündern an. Sie konnten es nicht fassen. Mehr und mehr wich der Schnee um den Leichenzug herum zurück und schon wenige Tage später war der Frühling in die gesamte Gegend eingezogen. Die Menschen konnten aufatmen. Der Winter war endlich vorbei.

Lores Kranz aber bekam einen Ehrenplatz im Glaskasten der Kapelle von Lichtenhein. Vermutlich war es der Pastor, der sich nach einiger Zeit getraut hatte, ihn aufzuheben und, wie es von jeher die Tradition war, in die Vitrine zu legen. Den Menschen der Gegend blieb das Ereignis für lange Zeit in fester Erinnerung. In lang anhaltenden Wintern versammelten sie sich in der Kapelle vor dem Totenkranz. Sie schlossen das Mädchen in ihre Fürbitten ein und betrachteten dabei das seltsame Gesteck aus diesen falschen Blumen.

 


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Die beiden Blumen – „Lore“ und der „Sebnitzer Flussteufel“ sind die „Titelmotive“ des Ausstellungsprojektes „Die falsche Blume“. Wenn es Sie interessiert, wie es weiter geht, dann schauen Sie doch in den nächsten Tagen wieder auf meinen Blog oder besuchen Sie am besten ab den 27. Juni 2015 die Ausstellung „Die falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger“ im Schloss Pilnitz, dem neuen Kunstgewerbemuseum Dresden ;-).

 

Die Falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

Die Falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

(sachkundige) Besucher beim Pferderennen – ein Aquarell von Frank Koebsch

(sachkundige) Besucher beim Pferderennen –

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ein Aquarell von Frank Koebsch

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Ein weiteres Bild aus dem Ausstellungsprojekt „Faszination Galopper

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Wer ein wenig verfolgt hat, welche Aquarelle ich in den vergangenen Wochen für das Ausstellungsprojekt „Faszination Galopper“ vorgestellt habe, wird wissen, dass meine Motive weniger die Pferde sondern die Menschen auf den Rennbahnen sind. Es macht mir riesigen Spaß die Menschen zu beobachten und zu malen. So sind meine AquarelleSchaulaufen“, „Lohnt sich der Einsatz“ und „Schlanke Fesseln“ nach Szenen direkt an den Führringen entstanden. Hier kann man ganz besondere und interessante Menschen beobachten. Es sind oft ganz verschiedene Typen, die auf einander treffen. Während die Kinder oft neugierig die klassische Frage stellen, Wo laufen Sie denn? findet man auch ganz sachkundige Besucher beim Pferderennen, wie Trainer, Pferdebesitzer, erfahrene Wetter, Freude des Pferdesports u.a. Wenn man den Menschen ein wenig länger zusieht, stellt man aber schnell fest, dass nicht jeder, der sich passend zu einem Rennen kleidet, Erfahrungen von den Galopprennen und den Pferden hat. Nicht  jeder der einen Hut, einen Tweet oder eine Schiebermütze trägt, ist ein wirklicher Fan der Galopper. Es ist spannend die (sachkundige) Besucher beim Pferderennen zu beobachten.

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(sachkundige) Besucher beim Pferderennen (c) Aquarell von Frank Koebsch

(sachkundige) Besucher beim Pferderennen (c) Aquarell von Frank Koebsch

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Die Ausstellung Faszination Galopper in der Galerie Severina (c) Karina Sturm

Die Ausstellung Faszination Galopper in der Galerie Severina (c) Karina Sturm

Für das Bild habe ich als Aquarellpapier den Hahnemühle Aquarellkarton Cornwall 450 g/m²  rau gewählt und meine Aquarellfarben von  Schmincke  genutzt. Wenn Sie neugierig sind, wie die anderen Bilder aus der Reihe Pferde und Galopprennen aussehen, dann möchte ich Sie in die Galerie Severina einladen, denn dort sind nach der Vernissage unser Ausstellung und der Ausstellung auf der Traditionsrennbahn Bad Doberan – Heiligendamm die Bilder von Karina SturmMaike JosupeitWiebke Haas und mir bis zum 13. September 2014  zu sehen. Es ist eine ganz vielfältige Ausstellung, denn jeder von uns hat seine ganz eigenen Beziehungen zu den Themen Pferde und Galopprennen. Schauen Sie doch mal in den nächsten Tagen vorbei und werden ein und zwei Blicke auf die Fotos von Wiebke Haas, die Leinwände von Karina Sturm, die Plein Airmalerei von Maike Josupeit und meine Aquarelle. Wir würden uns über Ihren Besuch in der Galerie Severina freuen 😉

Faszination Galopper – Ausstellungsankündigung

Faszination Galopper – Ausstellungsankündigung

Flyer für die Ausstellung in der Galerie Severina und während des Ostseemeetings 2014

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Ich hatte in den vergangenen Tagen immer wieder von unserem neuen Ausstellungsprojekt Faszination Galopper berichtet. Vor zwei Jahren hatten Frau Höppner, Galeristin das Galerie Severina und ich die Idee, ein Ausstellungsprojekt rund um die Geschichte und das Geschehen auf der Traditionsrennbahn Bad Doberan und Heiligendamm zu organisieren. Heute nun möchte ich den Termin der Ausstellung und die beteiligen Künstler nennen. Wir werden am 17. Juli 2014 um 19.00 Uhr in Bad Doberan, in  der Galerie Serverina unsere Ausstellung eröffnen. Wir, das sind

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Faszination Galopper - Flyer - Seite 1

Faszination Galopper – Flyer – Seite 1

Faszination Galopper - Flyer - Seite 2

Faszination Galopper – Flyer – Seite 2

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Neben der Ausstellung in der Galerie Severina werden wir auch während des Ostseemeetings 2014 vom 14. bis zum 16. August 2014 auf der Galopprennbahn in Bad Doberan präsentieren. Ich freue mich schon riesig auf die Ausstellung. Jeder von uns hat seine ganz eigenen Beziehungen zu den Thema Galopprennen und den Pferden. Hierzu werde ich in den nächsten Tagen alle beteiligten Künstler und einige der Bilder von Ihnen vorstellen. Zur Einstimmung haben wir auf den Flyern unseres Ausstellungsprojektes „Faszination Galopper“ bereits ein Bild von allen Beteiligten gezeigt. Lassen Sie sich überraschen, wie es weitergeht.

Faszination Galopper

Faszination Galopper

Wie entstehen Ausstellungsprojekte?

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Ich werde so manches Mal gefragt, wie es mir oder uns gelingt, Ausstellungsprojekte zu organisieren. Am Anfang von allem steht eine Idee. Entweder ich habe eine Vielzahl von Aquarelle zu einem Thema und dann beginne ich zu überlegen, wie ich diese Bilder gut präsentieren kann. Ich suche mir dann Partner, lade andere Künstler ein und dann wächst Stück für Stück die Idee für eine oder mehrere Ausstellungen. So sind zum Beispiel das Ausstellungsprojekt Faszination Kraniche oder die Jazz Ausstellungen see more jazz in fine art und Jazz meets Fine Arts entstanden. Bei anderen Ausstellungen haben sich Menschen zusammen gefunden und begonnen eine Idee für ein Projekt gemeinsam zu entwickeln. So eine Gruppenarbeit hat natürlich seine eigene Dynamik. Oft schießt man gerade am Anfang eines Projektes mit den Ideen über das Ziel hinaus, etliche Aspekte lassen sich auf Zeit, Kosten, Kapazitätsgründen nicht realisieren. Die Zusammenarbeit mit anderen bedeutet immer sich einzubringen und sich den Interessen einer Gruppe gleichberechtigter Partner unterzuordnen. So manches Mal stellt sich dann auch heraus, dass die Menschen nicht zusammen passen. Partner verlassen das Projekt, neue kommen hinzu. So sind z.B. die Projekte zum Flughafen Tegel und Faszination Sternzeichen entstanden. Alle Teilnehmer haben von den Kontakten, Fähigkeiten der anderen Projekteilnehmer profitiert und konnten mehr erreichen als wenn Sie alleine gearbeitet hätten. Dieser Fakt ist für mich immer der treibende Punkt die Zusammenarbeit mit anderen Menschen zu suchen. .

Eine solche Geschichte für ein Ausstellungsprojekt begann vor fast zwei Jahren. Frau Höppner, die Inhaberin der Galerie Severina, ihr Mann und ich begannen im August 2012 im Rahmen der Vernissage der Ausstellung “see more jazz in fine art” zu überlegen, was wir gemeinsam als Ausstellung inszenieren können. Wir hatten gemeinsam eine Ausstellung von Pastellen und Aquarellen von Hanka und mir in Doberan organisiert und eine Ausstellung zu Sternzeichen verabredet. Nach einem Abwägen der Möglichkeiten, von interessanten Themen, einem Bezug zur Galerie und Region stand fest, dass wir eine Ausstellung im Zusammenhang mit der ältesten Galopprennbahn auf dem Europäischen Festland, der Ostseerennbahn  gestalten wollen.

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Faszination Galopper - Ostseerennbahn

Faszination Galopper – Ostseerennbahn

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Am 17. Juli 2014 werden wir die Ausstellung in der Doberaner Galerie Severina eröffnen und auch während der Doberaner Renntage vom 14. bis 17. August 2014 auf der Rennbahn ausstellen. Wenn Sie möchten merken Sie sich die Termine vor. Auf dem Blog Faszination Galopper werden wir in den nächsten Wochen Stück für Stück, die beteiligten Künstler und Partner vorstellen. Ich freue mich riesig auf unser neues Ausstellungsprojekt. 😉

Hochzeit in Weiß (c) ein Kranich Aquarell von Frank Koebsch

17. Mai 2013 4 Kommentare

Hochzeit in Weiß (c) ein Kranich Aquarell von Frank Koebsch

Ein Bild von einer Kranich Hochzeit im Schnee

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Der Raps blüht auf den Feldern und ich bereite mich für das Pfingstwochenende für Kunst Offen vor und doch zeige ich noch mal ein „Winteraquarell. Kraniche im Schnee waren in diesem Jahr ein typisches Frühlingsbild.  In diesem Jahr waren sie Kraniche zu früh, denn der Schnee kam noch einmal zurück. Ich konnte bei diesem Wetter gut den Spuren der Kraniche folgen und zum ersten Mal eine Kranichbalz im Schnee beobachten, bisher hatte ich immer den Hochzeittanz der Kraniche auf grünen Wiesen beobachtet. Balzende Kraniche im Schnee sind schon ein besonderes Motiv.  So habe ich in den letzten Wochen drei Aquarelle gemalt, die die Vögel des Glücks im Schnee zeigen. Das letzte der Aquarelle aus dieser kleinen Serie trägt den Titel Hochzeit in Weiß.

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Hochzeit in Weiß (c) ein Kranich Aquarell von Frank Koebsch

Hochzeit in Weiß (c) ein Kranich Aquarell von Frank Koebsch

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Für das Aquarell habe ich als Papier den Echt-Bütten Aquarellkarton Leonardo, matt von Hahnemühle gewählt. Auf dem Hahnemühle Leonardo lassen sich besonders feine Farbabstufungen erzeugen. Als Aquarellfarben habe ich dieses Mal MISSION Gold Class Water Colours von Mijello genutzt. Ich denke es war eine wunderbare Kombination für dieses Aquarell.

Insgesamt sind aus meinen Kranich Beobachtungen und der Faszination für diese wunderbaren Vögel ein ganze Reihe von Kranich Aquarellen entstanden. Mit der wachsenden Anzahl der Kranich Bilder entstand in Zusammenarbeit mit der Galerie Faszination Art, der Fa. Hahnemühle und dem Kranichschutz Deutschland die Idee für das Ausstellungsprojekt Faszination Kraniche. Wenn Sie diese Aquarelle mal im Original sehen wollen, dann informieren Sie sich doch hier über eine der nächsten Termine. Dort können Sie sicher auch das aktuelle Aquarell sehen. Aber was mich natürlich bereits vorab interessiert ist:

Wie gefällt Ihnen mein Kranich Aquarell „Hochzeit in Weiß“?

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