Künstler wollen von Kunst leben können

Aber welches ist der richtige Weg, um von der Kunst leben zu können?

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Ich hatte in den vergangen Tagen von der Veranstaltung „Arts & money” – Wie lebe ich von meiner Kunst? berichtet. In zwischen hat Frank Lemloh auch die Ergebnisse in Form Thesen oder hervor zu hebenden Aussagen verteilt und als nächsten Termin „Arts & money” – Wie lebe ich von meiner Kunst? für den 12.09. genannt. Ich bin gespannt auf den Termin. Warum, ich bin seit einiger Zeit dabei zu überleben und auszuprobieren, wie ich mit oder von meiner Kunst leben kann.

Was in diesem Zusammenhang interessant ist, ist der Artikel mit der Überschrift „Künstler wollen von Kunst leben können“ in der OstseeZeitung vom 18. Juli 2011. Im Netz ist dieser Artikel nur in Auszügen noch zu finden, wie z.B. hier auf dnews. Leider werden hier nur einige reißerische Aussagen zusammen gedichtet. Der Artikel ist aber auf http://www.artefacti.de vorhanden, auch wenn die Seite z.Z. nicht erreichbar ist. Der Cache von Google hilft und hier kann man den Artikel vollständig lesen.

Sven Ochsenreither in der Galerie IPP
Sven Ochsenreither in der Galerie IPP

Der Artikel basiert auf einem Interview mit dem Maler und Grafiker Sven Ochsenreither. Ich habe einige Interviews und Aussagen von Sven Ochsenreither als Vorsitzender des Künstlerbundes Mecklenburg Vorpommern verfolgt und einige Ausstellungen, z.B. die Ausstellung „leichtigkeiten“ in der Galerie des IPP besucht. Für mich ein gutes Bild eines erfolgreichen Künstlers, der von seiner Kunst leben kann. Als ich den Artikel „Künstler wollen von Kunst leben können“ las, hatte ich das Gefühl, dass Sven Ochsenknecht für sich mit diesem Bild gebrochen hat.  Bewusst gebrochen hat!!! Auf die Frage, ob er Sven Ochsenreither von seiner Kunst leben kann, ist zu lesen

«Kann ich nicht», antwortet der Maler und Grafiker Sven Ochsenreither. Das zuzugeben, sei ihm lange schwer gefallen, sagte der 38-jährige promovierte Kunstwissenschaftler, der in Greifswald auch noch Kunsterziehung und Theologie studierte. Die wenigsten bildenden Künstler in Mecklenburg- Vorpommern könnten allein von ihrer Kunst leben, sagte er in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. «Sie sind auf Brotjobs oder familiäre Unterstützung angewiesen oder auf Hartz IV.»

Dieser Sachverhalt an sich ist bekannt, wie ich aus dem Freundes- und Bekanntenkreis kenne und wie es in dem Artikel Arme Künstler im Nordosten Deutschlands beschrieben habe. Nur die Diskussion über die Wege aus der Situation heraus ist unterschiedlich und diese Diskussion ist aus meiner Sicht Teilweise festgefahren.
Maßgebliche Vertreter von Verdi und des Künstlerbundes wollen seit 1997 ( 😉 )durchsetzen, dass grundsätzlich für Ausstellungen in Öffentlichen Gebäuden ein Künstlerhonorar gezahlt wird. Nur liegt hier kein gesellschaftlicher Konsens vor und auch nur die Grüne unternehmen als Partei immer mal wieder einen Vorstoß in die Richtung. Kunstförderungen von Banken, Sparkassen, anderen Unternehmen, den Ländern und Kommunen funktioniert heute anders. Museen wollen die Besucherzahlen erhöhen und die Kosten senken, in dem sie die Eintrittsgelder abgeschafft haben. Übrigens auch, um die Allgemeinbildung und die Wahrnehmung im Bereich Kunst und Kultur zu verbessern.
Ein Kunstmarkt an dem alle Künstler so partizipieren können, dass sie von ihrer Kunst leben können, wird es nicht geben. Markt wird bestimmt von Angebot und Nachfrage. Wenn für die existierende Nachfrage zu viel Kunst „produziert“ wird, beginnt wie auf jedem Markt ein harter und schmerzhafter Selektionsprozess.  Hier wird es wohl auch ein Freibrief für Künstler geben.

Sven Ochsenknecht geht auf die Diskussion in seinem Interview gar nicht erst ein. Sondern er rechnet aus seiner Sicht mit den Galerien und Ausstellungsorten in Mecklenburg Vorpommern ab.

Die kleinen Galerien, von Künstlern und Vereinen initiiert, dienten oft nur der «Selbstbespaßung», meinte er sarkastisch. Es gebe keine Handvoll Galeristen im Land, die versuchten, im Kunstmarkt die Finger drinzuhaben. In Tourismusorten warteten Galerien auf «Laufkundschaft». Für die Staatlichen Museen Schwerin oder Greifswald sei die Präsentation moderner Kunst nicht die Hauptaufgabe. Für die Kunsthalle Rostock sollte sie das sein, sagte Ochsenreither.

Auch dieses ist eine bekannte Tatsache. Galerien, die im Kunstmarkt einen wirklichen Namen haben, an Kunstmessen teilnehmen, internationale Projekte treiben sind aus meiner Sicht in Mecklenburg Vorpommern z.B. die Galerie Schwarz,  Galerie Möller,  Galerie artFuhrmann, Galerie am Kamp in Teterow, … Aber bei 1.642.327 Einwohner ist das Potential der Käufer, die Anzahl der Marktteilnehmer auf der Käuferseite gering. Also warum lautet nicht der Vorschlag, neue Märkte in den Ballungsgebieten Berlins, Hamburgs, Köln, Düsseldorf, München, Mailand, London, New York mit wesentlich mehr potentiellen Kunden suchen. So würde es jeder Unternehmer machen. Kunsthandwerker handeln genauso und z.B. die Handwerkskammer Schwerin schafft Möglichkeiten, dass sich Kunsthandwerker auf der auf der „L`Artigiano in Fiera“, der weltgrößten Verkaufsmesse des Kunsthandwerks in Mailand präsentieren können. Für mich eine wirklich klasse Aktion insbesondere, da sie bereits zum vierten Mal durchgeführt wird. Aber genau hier scheint ein wesentlicher Spannungspunkt zu liegen, denn Sven Ochsenknecht führt weiter aus

Die Politik stelle zwar Fördermittel für Künstler bereit, die aber bei denen oft auf Unverständnis stoßen. So gibt es seit 2010 die Bundesinitiative Kultur- und Kreativwirtschaft. «Künstler sollen sich coachen lassen, wie sie als wirtschaftliche Unternehmer auftreten und sich vermarkten können», erläuterte Ochsenreither. Dann seien sie aber keine Künstler mehr. Stattdessen sollte überlegt werden, wie ein wirtschaftlicher Markt für die Künstler geschaffen werden könne. Wenn die Kultur schon Wirtschaftsförderung erhalte, so sollte eher eine Galerieförderung in Erwägung gezogen werden, schlug der Maler vor.

Nun wenn die Eigenvermarktung und das Handeln als Unternehmer durch Künstler abgelehnt wird, sind ganz einfache Fragen zu diskutieren.

Diese Diskussion dürfen die Künstler nicht alleine diskutieren, sondern müssen zu einem gesellschaftlichen Konsens führen, denn es geht bei Förderung immer um Steuergelder, um Gelder, das die Bergleute, die Kocher an der Hochöfen, die Arbeiter an der Bändern von VW, die Lehrer, die Altenpfleger, die Unternehmen, die anderen Freiberuflichen und Selbstständigen  und auch die Rentner aufbringen müssen.

Ist ein Künster ein Unternehmer?
Ist ein Künster ein Unternehmer?

Ich persönlich glaube nicht daran, dass die Förderung von Galerien eine Änderung der Situation für die Masse der Künstler bringt. Künstler, die durch national und international agierende Galerien vertreten werden, wird diese Maßnahme zweifelsfrei helfen. Aber die anderen? Wenn diese Künstler nicht in ihrem Atelier auf ihre Entdeckung warten wollen, müssen sie sich bei den Galerien in Mecklenburg Vorpommern und darüber hinaus bewerben. Sich vermarken!!!! Für mich muss ein Künstler im gewissen Masse ein Unternehmer sein.

Nun ich habe eine riesige Hochachtung vor der Arbeit von Sven Ochsenreither  und davor, dass er wie man so sagt, die Hosen runtergelassen hat, dass es nach Wegen sucht die Situation für sich und andere zu ändern. Aber wir kommen beide mit anderen Erfahrungshorizonten, Ausbildungsverläufen und Auffassungen zum Thema Kunstmarkt, auf die Frage Wie kann man von der Kunst leben? Ich – ein Dipl. Ing. der Informationstechnologie, tätig im Vertrieb und Business Development von Siemens und als Autodidakt im Aquarell und Sven Ochsenreither  als promovierte Kunstwissenschaftler, künstlerisch erfolgreicher Maler und Grafiker… Deshalb wohl die unterschiedliche Sicht. Ob hier ein Miteinander möglich wäre?

Blogparade Teil 6: Ist die Malerei ein Auslaufmodell?

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Anna schreibt auf ihrem Blog:

In einem Artikel der Zeit online über Klara Lidén, fand ich diesen Satz

—-Lediglich um das Zeichnen und Malen scheint sie einen Bogen zu machen, und sie tut gut daran. Denn das klassische Arbeiten auf Papier und Leinwand gilt allgemein als ausgereizt, ja altmodisch.—

Ist die Malerei tatsächlich altmodisch, ein abgelaufenes Kunstmodell, ausgereizt?

Mittlerweile malt fast jeder. In Kursen kann man seine eigne Kunstwerke erstellen, die sich dann gut im Wohnzimmer machen. Leinwände und Farben gibt es bei Aldi oder Lidl zu Billigpreisen und tausende Freizeitkünstler drängen auf den Markt.

Täten wir also alle gut daran, nach neuen Ausdrucksformen zu suchen….?

Nun ich male sehr gerne, nicht Tag für Tag doch sehr oft, deshalb finde ich die Fragestellung von Anna interessant.

Die Malerei als Ganzes hat das Recht altmodisch zu sein 😉 Die  Höhle von Lascaux enthält die älteste bekannte Höhlenmalerei aus dem Zeitraum zwischen 17.000 und 15.000 v. Chr. Spätestens seitdem haben kreative Menschen die Malerei immer wieder neu erfunden. Althergebrachte Lehrmeinungen wurden immer wieder über den Haufen geworfen, Studenten überflügelten ihre Meister. Autodidakten verdrängten Studierte. Aus nationalen Märkten und Kunstszenen wurde ein sich gegenseitig beeinflussendes Gesamtgebilde. Hier ein paar Beispiele der jüngsten Entwicklung Kubismus à Dadaismus à Surrealismus à  Expressionismus à Neue Sachlichkeit  à Konstruktivismus à Abstrakte Malerei à Tachismus à Informel.

Durch die Digitalisierung entstanden neue Kunstformen sei es Speedpainiting oder seinen es Mischformen von Malerei auf Leinwand, Papier wird digitalisiert und bearbeitet oder Motive werden auf dem PC bearbeitet, erschaffen und dann im letzten Stadium mit Feder, Pinsel, Tusche, Farbe und Spray „vervollständigt“.  Was Bestand haben wird und wie es weiter geht, oder ob sich die klassische Malerei auf dieses Weise abschaffen wird, weil jeder auf seinem IPhone zeichnet oder mit der Art Academy für Nintendo malt.

Ich glaube nicht daran, dass die Malerei auf diese Art in der digitalen Welt verschwinden wird. Ich hatte bereits in der Diskussion mit Günter Stadler den Vergleich mit dem Kochen angebracht. Es gab eine Zeit in der Selberkochen immer mehr durch  Fertigprodukte abgelöst wurden. Die Fertiggerichte haben einen nie Stand erreicht, dass viele sich nur noch aus der Tiefkühltruhe ernährten und nicht mehr kochen können oder wollen. Seit einiger Zeit erleben Kochlehrgänge, Kochshows, das gemeinsame Kochen mit Freuden einen Boom. Viele wollen das ursprüngliche bei Kochen erleben, nicht gleich eine Hausschlachtung, aber sie möchten die Zutaten, schmecken, fühlen und erleben, wie etwas neues aus den Zutaten entsteht. Hierbei wird nicht nur nach Rezept gekocht, sondern ausprobiert, immer wieder neu Kreationen erstellt… Essen wie gemalt 😉 Eine ähnliche Entwicklung nimmt das Stricken. Vor einigen verpönt – boomt heute die Strickerei.

Aus meiner Sicht wird dieses auch mit der Malerei so sein. In einer immer technisierten und digitalisierten Welt entsteht die Sehnsucht selbst zu wissen, zu fühlen, selbst Hand anzulegen… selbst die Oberfläche der Leinwand, der Papiere zu spüren, zu erfahren, wie verschieden Farben, Pastelle u.a. auf den Untergründen reagieren. Mit dieser Sehnsucht nach den archaischen Erleben und Handeln und der Kreativität des Menschen wird die klassische Malerei nicht verschwinden. Es werden sicher neue Wege gesucht und gefunden, es werden vielleicht auch immer mehr Menschen wieder malen, genauso wie Kochen, Stricken, Heimwerkern… Es wird sich ändern und wir Maler werden uns mit ändern, immer wieder neues probieren 😉 Vielleicht male ich morgen auf dünne Folien, die bei Lichtwechsel ihr Farbe ändert, aber ich möchte dabei den Geruch der Farben, das Ineinanderlaufen der Farben, das Gefühl des Material haben. Ich werde malen, archaisch, die Frage ist nur womit.

Ich finde es schön, dass ich hieran nicht zweifle, denn ich hatte mich bereits vor fast zwei Jahren in  dem Artikel Welche Rolle wird bildende Kunst in der Zukunft haben? in ähnlicher Weise geäußert. Oder es liegt daran, dass es sogar Affen gelingt, mir Ihrer Malerei Erfolg zu haben 😉

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Ist die Malerei ein Auslaufmodel ?
Ist die Malerei ein Auslaufmodel ?

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Bis heute läuft noch die Blogparade von Anna Schüler mit der Frage: „Ist die Malerei ein Auslaufmodel?“. Es lohnt sich, schauen Sie mal auf den Blog von Anna und beteiligen Sie sich, denn am Sonntag wird Anna ein Überraschungspaket der Fa. Hahnemühle und ihre Tuschearbeit verlosen.

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Anna Schüler„Zwischen den Zeiten VI“Format A4,Tusche auf Bütten, 2010  Zwischen den Zeiten VI (c) Tusche auf Bütten von Anna Schüler

Zwischen den Zeiten VI (c) Tusche auf Bütten von Anna Schüler

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Hier finden Sie noch einmal alle Teilnehmer der Aktion: 10 Fragen zur Kunst

Großstadtheidi + Hellen Königs + Frank Hess + Anna Schüler Conny Niehoff + Andreas Mattern + Susanne Haun + Oliver Kohls + Frank Koebsch + Rosi Geisler

Blogparade Teil 5: Wer oder was ist ein Künstler und warum?

Susanne Haun fragt:  Wer oder was ist ein Künstler und warum?

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Susanne schreibt auf Ihrem Blog

Sind wir formal gesehen Künstler, wenn wir ein Kunststudium abgeschlossen haben oder wenn wir in der KSK und/oder im bbk aufgenommen sind?
Wenn wir eine gewisse Anzahl an Jahren ausstellen?
Wenn jeden Monat auf unseren Kontoauszügen Erträge aus unseren Bildern stehen?

Was meint ihr?

Ich habe zwei Zitate von großen deutschen Künstlern herausgesucht, um euch Anhaltspunkte und mehr Diskussionsstoff zu zeigen.

Ich hätte bei der Frage an andere Zitate gedacht, aber diese Frage stellt sich jeder, der malt, zeichnet, …. für mich eine recht persönliche Frage.

In meinem Artikel Udo Lindenberg feiert seinen 65. Geburtstag und unterstützt unsere Blogparade  habe ich dann Udo Lindenberg und Joseph Beuys zitiert. Doch wie stehe ich zu den Ausführungen von Susanne Haun?

Zahlt sich ein Kunststudium aus?
Zahlt sich ein Kunststudium aus?

Nun ich bin seit einiger Zeit leidenschaftlicher Aquarellmaler, der sich auch mal an ein Pastell traut. Ich habe kein Kunststudium abgeschlossen, sondern bin Dipl-Ing. der Informationstechnik, habe im Consulting, Vertrieb und Business Development gearbeitet. Ich stelle seit vielen Jahren aus und habe Erfahrungen als Kurator für große Ausstellungen. Ich verkaufe auch Bilder, wenn auch nicht jeden Tag. Für die KSK komme ich nicht in Frage,  da die Summe der Einnahmen aus Bildern, Lehrgängen u.a. nicht ausreicht.

Bleibt der bbk. Hier die Aufnahmekriterien des Künstlerbundes Mecklenburg und Vorpommern e.V. im BBK

§ 3
Mitgliedschaft

  1. 1.    Mitglieder können alle bildenden KünstlerInnen werden, die mindestes eine der folgenden Kriterien erfüllen:
    – abgeschlossenes Hochschulstudium im Fach Bildende Kunst
    – professionelle Ausstellungs- und Publikationspraxis in einem bildnerischen Fach
    – kontinuierliche Tätigkeit der bildkünstlerischen Gestaltung
    Entscheidend für die Aufnahme ist die künstlerische Qualität der vorgelegten Arbeiten.

Also müsste ich die Aufnahmekommission von der künstlerischen Qualität meiner Aquarelle überzeugen. Was ist künstlerische Qualität? Hier ein Artikel aus der arnet mit der Überschrift WAS IST GUTE KUNST? QUALITÄT, KRITERIEN, KRITIK (1) 😉

Ist ein Künster ein Unternehmer?
Ist ein Künster ein Unternehmer?

Vor einigen Jahren hätte ich mich als ambitionierter Autodidakt und Hobbymaler bezeichnet. Aber in diesen Bereich gehöre ich auch nicht mehr, wenn man hierfür die Maßstäbe der Ausstellung Rostock kreativ in der Kunsthalle Rostock ansetzt. Wenn ich ehrlich bin, helfen mir die Überlegungen und Aussagen nicht weiter. Ich bin der Meinung, dass meine Aquarelle und Pastelle nicht schlecht sind. Ich kenne aber eine Menge Künstler, die meiner Meinung nach besser malen können. Ich sehe meine Stärken neben der Malerei im Bereich Kreativität, Konzeption, Projektarbeit, Marketing und Vermarktung, dass könnte eine ideal Ergänzung sein. Viele  Künstler wollen nicht als selbständiger Unternehmer arbeiten. Alles, nur kein Unternehmer! Kann ein Unternehmer Künstler sein? Ich denke ja und werde dann mal in zwei, drei Jahren den bbk fragen. Bis dahin bin ich kreativ und male…. 😉
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Ob diese Aussagen jemand weiter helfen? Mir ja. Sorry 😉

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Schauen Sie mal auf den Blog von Susanne, es lohnt sich, denn am Sonntag wird Susanne Haun ein Überraschungspaket der Fa. Hahnemühle und ihren wunderbaren Engel verlosen.

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Susanne Haun„Wachender Engel“, Zeichnung 17 x 24 cm, Tusche auf Hahnemühle Burgund, 2011

Wachender Engel (c) Zeichnung von Susanne Haun
Wachender Engel (c) Zeichnung von Susanne Haun

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Hier finden Sie noch einmal alle Teilnehmer der Aktion: 10 Fragen zur Kunst

Großstadtheidi + Hellen Königs + Frank Hess + Anna Schüler Conny Niehoff + Andreas Mattern + Susanne Haun + Oliver Kohls + Frank Koebsch + Rosi Geisler

Auf der Suche nach Ausstellungsmöglichkeiten

Auf der Suche nach Ausstellungsmöglichkeiten

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Das Ausstellungsjahr 2010 haben wir mit Erfolg absolviert.  Die ersten Arbeiten für unsere Ausstellungen in 2011 beginnen und gleichzeitig denke ich über Ausstellungsmöglichkeiten für das nächste Jahr nach. Wer malt, fotografiert, Skulpturen erstellt, … wer in irgendeiner Art und Weise Kunst erstellt, kommt irgendwann an den Punkt, dass er über eine Ausstellung seiner Kunst nachdenkt. Denn meistens sind die Künstler von ihrer Kunst überzeugt, möchten diese anderen Menschen zeigen und mit anderen Menschen teilen. Dieses gilt für den Hobbykünstler, der die ersten Lehrgänge besucht hat oder seit Jahren ambitioniert malt, genauso wie für den Profi.

immer auf der Suche nach Ausstellungsmöglichkeiten
immer auf der Suche nach Ausstellungsmöglichkeiten

Wenn man die ersten Schritte in diese Richtung tut, betritt man die Welt des Kunstbetriebes, ob man will oder nicht. Hier treffen dann alle Künstler auf einander und versuchen ihre Werke in Museen, Kunsthallen, Galerien, Kunstvereinen, öffentlichen Gebäuden, Arztpraxen, Rechtsanwaltbüros u.a. auszustellen.

Die Museen und Kunsthallen sind für fast alle unerreichbar. Obwohl, für Rostocker Hobbykünstler gab es vor wenigen Tagen in der Rostocker Kunsthalle, die Möglichkeit im Rahmen der Ausstellung Rostock KREATIV ein Bild auszustellen. Diese Chance nutzen in diesem Jahr 400 Hobbykünstler. Über 4.000 Besucher schauten sich innerhalb von drei Tagen die Ausstellung an. Das ist ein riesiger Erfolg 😉

99% aller bildender Künstler, die von ihrer Kunst leben, werden solche Besucherzahlen nie erreichen und auch nie in einer solch renommierten Ausstellungsstätte auch nicht in einer Gruppenausstellung ausstellen. Also ist es der Traum „aller“ Künstler  Ausstellungen in Galerien zu realisieren, sich  von diesen Galerien fördern und dauerhaft vertreten zu lassen, bis hin zu einer Präsentation auf den wichtigsten Kunstmessen.

Nun aber dieses gelingt auch nur wenigen Künstlern und wenn man sich mit dem Thema beschäftigt, stellt man fest, dass sich die Galerien stark von einander unterscheiden. Als Autodidakt hat man es dann unter Umständen besonders schwer. Genau in diesem Moment, erscheinen in den Zeitschriften

und der

zwei Artikel zu diesem Thema Galerien. Mal sehen, ob ich mit den beiden Artikeln, das komplexe Geflecht des Kunstbetriebes wieder ein Stück besser verstehen lerne und den passenden Ausstellungsort finde. Aber vielleicht haben Sie ja auch einen Tipp für mich 😉

P.S.; Hr. Bence Fritsche, ich weiß, dass sie es nicht mögen im gleichen Zusammenhang mit der Palette genannt zu werden, aber mal sehen, ob Sie punkten können. Ich würde mich freuen.

P.S.S. Interessiert es Sie, welche Galerien es in Rostock gibt und wie Sie Informationen im WEB 2.0 über diese Ausstellungsorte finden, sind Sie hier richtig.

Auf der Suche nach Ausstellungsmöglichkeiten

Das Ausstellungsjahr 2010 haben wir mit Erfolg absolviert.  Die ersten Arbeiten für unsere Ausstellungen in 2011 beginnen und gleichzeitig denke ich über Ausstellungsmöglichkeiten für das nächste Jahr nach. Wer malt, fotografiert, Skulpturen erstellt, … wer in irgendeiner Art und Weise Kunst erstellt, kommt irgendwann an den Punkt, dass er über eine Ausstellung seiner Kunst nachdenkt. Denn meistens sind die Künstler von ihrer Kunst überzeugt, möchten diese anderen Menschen zeigen und mit anderen Menschen teilen. Dieses gilt für den Hobbykünstler, der die ersten Lehrgänge besucht hat oder seit Jahren ambitioniert malt, genauso wie für den Profi.

Wenn man die ersten Schritte in diese Richtung tut, betritt man die Welt des Kunstbetriebes,

ob man will oder nicht. Hier treffen dann alle Künstler auf einander und versuchen ihre Werke in Museen, Kunsthallen, Galerien, Kunstvereinen, öffentlichen Gebäuden, Arztpraxen, Rechtsanwaltbüros u.a. auszustellen.

Die Museen und Kunsthallen sind für fast alle unerreichbar. Obwohl, für Rostocker Hobbykünstler gab es vor wenigen Tagen in der Rostocker Kunsthalle, die Möglichkeit im Rahmen der Ausstellung Rostock KREATIV ein Bild auszustellen. Diese Chance nutzen in diesem Jahr 400 Hobbykünstler. Über 4.000 Besucher schauten sich innerhalb von drei Tagen die Ausstellung an. Das ist ein riesiger Erfolg 😉

99% aller bildender Künstler, die von ihrer Kunst leben, werden solche Besucherzahlen nie erreichen und auch nie in einer solch renommierten Ausstellungsstätte auch nicht in einer Gruppenausstellung ausstellen. Also ist es der Traum „aller“ Künstler  Ausstellungen in Galerien zu realisieren, sich  von diesen Galerien fördern und dauerhaft vertreten zu lassen, bis hin zu einer Präsentation auf den wichtigsten Kunstmessen.

Nun aber dieses gelingt auch nur wenigen Künstlern und wenn man sich mit dem Thema beschäftigt, stellt man fest, dass sich die Galerien stark von einander unterscheiden. Als Autodidakt hat man es dann unter Umständen besonders schwer. Genau in diesem Moment, erscheinen in den Zeitschriften

und der

zwei Artikel zu diesem Thema Galerien. Mal sehen, ob ich mit den beiden Artikeln, das komplexe Geflecht des Kunstbetriebes wieder ein Stück besser verstehen lerne und den passenden Ausstellungsort finde.

P.S. Hr. Bence Fritzsche, ich weiß, dass sie es nicht mögen im gleichen Zusammenhang mit der Palette genannt zu werden, aber mal sehen, ob Sie punkten können. Ich würde mich freuen.

P.S.S. Interessiert es Sie, welche Galerien es in Rostock gibt und wie Sie Informationen im WEB 2.0 über diese Ausstellungsorte finden, sind Sie hier richtig.

Wie ermittelt sich der Preis eines Kunstwerkes? – Teil 4

Zahlt sich ein Kunststudium aus? Muss man Meisterschüler sein?

Ist Ihnen das auch schon mal passiert? Sie sind in einer Galerie unterwegs, mehrere Künstler stellen aus.  Sie schauen sich um, machen sich eine Meinung von den Bildern, einige gefallen Ihnen, zu anderen finden sie keinen Zugang und Sie interessieren sich für die Künstler. Statt die Lebensläufe zu lesen, fragen Sie…. Und nun geht es los. Das Personal oder der Galerist macht Sie auf Künstler A aufmerksam, favorisiert diesen, erklärt Künstler A war immerhin Meisterschüler bei Professor A*, deshalb die entsprechend angemessenen wenn auch hohen Preise. Über Künstler B verliert er noch ein paar Worte, denn er hat immerhin 12 Jahre Kunst in X-Stadt studiert.  Nun aber eigentlich haben Sie zwei Bilder vom Künstler C als Favorit im Auge…. Aber über Künstler C weiß in der Galerie niemand etwas zu sagen, denn er ist ja nur Autodidakt.

Zahlt sich ein Kunststudium aus?
Zahlt sich ein Kunststudium aus?

An dieser Stelle lächele ich immer und frage, ob der Galerist wüste, dass …. auch Autodidakten waren, denn Sie haben nie ein Kunststudium begonnen.  😉 Meist entgleisen die Gesichtszüge auf der anderen Seite, denn  eine Galerie kann auch jeder aufmachen mit und ohne Kunststudium. Aber man sollte es auf keinen Fall ohne Bildung machen. Was mich natürlich wieder zur Frage führt: Warum TAX SIM nur Ausstellungen in Galerien zu lässt?

Sie merken schon, mich beschäftigt die Frage, welchen Einfluss hat ein Kunststudium, wo möglich mit einem Abschluss als Meisterschüler auf die Preise.

Warum?

  • Einmal der obigen Geschichten wegen, zum anderen – Warum schaffen es viele ehemalige Kunststudenten nicht von der Kunst zu leben, wenn Sie schon einen Obolus bekommen.
  • Wann kann ein Autodidakt gleiche oder ähnliche Preise erzielen, wie ein Künstler mit Studium?
  • Nun vielleicht hätte ich mich aus heutiger Sicht auch viel lieber mit Kunst auseinander gesetzt als mit technologischen und technischen Themen.

Nun welche Möglichkeiten bietet hier TAX SIM? Nun ich habe wieder Fallbeispiele gegenüber gestellt.

  1. einen 50jährigen erfolgreichen freiberuflichen Künstlers (den wir schon aus dem Simulationsfall 1 kennen) mit Abschluss eines Kunststudiums, langen Ausstellungserfahrung und Mitglied in der Künstlersozialkasse -> Simulationsergebnis für das „gleiche“ Bild 1616
  2. einen ambitionierten Autodidakten, freiberuflichen Künstler, ohne Abschluss eines Kunststudiums, langen Ausstellungserfahrung und Mitglied in der Künstlersozialkasse -> Simulationsergebnis für das „gleiche“ Bild 1576 und
  3. einen ambitionierten Autodidakten, nicht freiberuflich, ohne Abschluss eines Kunststudiums, kein Mitglied in der Künstlersozialkasse, aber genauso mit den gleichen Ausstellungs- und Mediendaten -> Simulationsergebnis für das „gleiche“ Bild 1448

Das Ergebnis brachte einerseits überzeugende Ergebnisse. Die Grundkenntnisse und das Wissen aus dem Studium bleiben und können einen Vorteil darstellen, aber mit der Zeit kommt es nur darauf an, was man daraus macht und Jahr für Jahr holen die Künstler ohne Studium in der Bewertung auf, so wie es in jedem anderen Berufsbildern auch ist.

Was bleibt ist die Frage, wo durch sind die Unterschiede insbesondere im Vergleich zwischen Fall 2 und 3 zu erklären, wenn beide Künstler die „gleichen“ Bilder gemalt haben?

Ich hoffe, dass es nicht an der Mitgliedschaft an der Künstlersozialkasse liegt. Es ist sicher der Versuch mit der freiberuflichen Tätigkeit abzubilden, dass eine intensivere Beschäftigung mit der Kunst möglich ist. Nun aber in der Simulation werden hier Dinge unterstellt und vermischt. Ich möchte wie im Teil 1 der Diskussion auf die Künstler Günter Grass, Udo Lindenberg, Armin Müller Stahl… zurückkommen. Keiner wird im Sinne von TAX SIM diesen Künstlern die Freiberuflichkeit absprechen. Aber ob sich ihre Freiberuflichkeit komplett bei der Bewertung ihrer Bilder niederschlagen sollte?

Aber die Unterschiede in der Ergebnissen sind gering und an dieser Stelle bringt TAX SIM, als kleines minimalistisches Tool vernünftige Ergebnisse. Respekt. Vielleicht ist Programm in diesem auch für einige Galeristen empfehlenswert.

Hier geht es zum Teil 5 in der Reihe “Wie ermittelt sich der Preis eines Kunstwerkes?”

P.S. Dieses ist keine Argumentation geben ein Kunststudium, sondern eher ein Aufruf seine Zeit zu nutzen 😉

P.P.S. Nehmen Sie meine Ausführungen hier mit einem Augenzwingern ;-), wenn Sie wirklich wissen wollen, wie man Preise für Kunst macht, kann ich nur das Buch „Das kann ich auch! Gebrauchsanweisung für moderne Kunst“ empfehlen.

P.P.P.S. die obige Grafik habe ich mit Unterstützung von 123gif.de erstellt.

Wie ermittelt sich der Preis eines Kunstwerkes? – Teil 3

Vergleich zwischen Hobbykünstler und Profi?

Da man immer etwas dazu lernen kann, habe ich abends in einem Hotel mal das TAX SIM ausprobiert. Gleichzeitig wollte ich meine Meinung aus dem Teil 1 und 2 dieser Diskussion überprüfen.

Ich habe das  SIM TAX von Olaf Zimmermann genutzt und habe zwei Fallbeispiele aufgebaut, an denen ich Ergebnisse der  Simulation untersucht habe.

  • Einmal habe ich die „realen“ Daten von mir eingepflegt, um einen Bezug zu haben.
  • In dem fiktiven Beispiel habe ich Daten eines 50jährigen erfolgreichen freiberuflichen Künstlers mit Abschluss eines Kunststudiums und eine langen Ausstellungserfahrung genutzt. Hierdurch ergaben sich sehr hohe große Faktoren für den Künstler, die Medienpräsenz, die Ausstellungstätigkeit. Die Vermutung war, dass sich auf dieser Basis Änderungen sichtbare Effekt haben

Das Programm verlangt noch Eingaben in DM und wirft auch so Ergebnisse aus. Aber dieses ist für das qualitative Ergebnis einer Simulation unerheblich, denn es reicht wie bei jeder Simulation die Werte in den verschiedenen Fällen zu vergleichen.

Er sind Frageblöcke auszufüllen und eine Bewertung erfolgt aufgrund der eingegebenen Daten ebenfalls in vier Faktoren für:

  • das Werkes,
  • den Künstler,
  • die Medien.
  • den Ausstellungsbetrieb.

Die konkreten Daten der Fallbeispiele können sie den nachstehenden Tabellen entnehmen. Was für mich interessant war, sind immer wieder Fragen:

  • Wie werde ich im Vergleich zu dem fiktiven Profi abschneiden?
  • Wie werden Aquarelle im Vergleich zu anderen Techniken bewertet?
  • Welche Bedeutung werden dem Ausstellungsbetrieb und der Medienpräsenz gegeben?

Um die Aussagen nicht zu verfälschen, habe ich bei allen Simulationen angegeben, dass bis her kein gleichwertiges Bild verkauft wurde. Ich war von den Endergebnissen im Vergleich Hobbykünstler gegen Profi nicht erstaunt. Doch schauen wir uns mal die einzelnen Faktoren an.

Werkfaktor

Da Hobbykünstler und Profi für die Simulation, das „gleiche“ Bild gemalt haben, bewertet das Programm erst einmal in beiden Fällen das Werk gleich. O.k.  🙂

Ausstellungs- und Medienfaktor

Wo der Profi natürlich berechtigter Weise punktet, ist im Bereicht Medien und Ausstellungsbetrieb. Nun aber leichte Zweifel bleiben, denn im Medienbereich kann ich trotz einer Null beim Ausstellungsfaktor punkten. 😉 Die Ursache ist, dass das Programm nur Ausstellungen in Galerien, Museen… erfasst aber keine anderen Ausstellungen, egal wie groß das Medieninteresse ist. ????

Künstlerfaktor

Hatte ich bei schon bei der Fragestellung zum Bereich Ausstellungen und Medien Zweifel, kann ich hier über das Ergebnis der Simulation hier nur lachen.

Ich bekomme bei Künstlerfaktor eine Wertung von -64. Ich hatte eher gedacht, dass das Programm mir bescheinigt mir, in der Kunstwelt eine Null zu sein 😉  Aber was bedeutet ein negatives Ergebnis? Fragen über Fragen:

  • Polarisieren Hobbykünstler etwas die Kunstwelt?
  • Wo durchbricht ein erfolgreicher Autodidakt die Nulllinie?
  • Wer darf im Sinne dieser Bewertung Kunst machen?

Nun was bleibt ist ein Anhaltswert, dass ein Profi auf dem Markt vielleicht einen 100% höheren Preis durchsetzen kann als ein Hobbykünstler.

Hier geht es zum Teil 4 in der Reihe “Wie ermittelt sich der Preis eines Kunstwerkes?”

P.S. Nehmen Sie meine Ausführungen hier mit einem Augenzwingern , wenn Sie wirklich wissen wollen, wie man Preise für Kunst macht, kann ich nur das Buch „Das kann ich auch! Gebrauchsanweisung für moderne Kunst“ empfehlen.

P.P.S. die obige Grafik habe ich mit Unterstützung von 123gif.de erstellt.

Wie ermittelt sich der Preis eines Kunstwerkes? – Teil 2

Tax Programm – Ein Simulationsprogramm von Olaf Zimmermann

Ich hatte im den vergangenen Tagen einen Beitag unter der Überschrift „Es gibt keinen allgemeingültigen Maßstab für Kunst – Preise werden gemacht.“ geschrieben.  Aber einen Anhaltspunkt braucht man schon und deshalb habe ich nach der Anregung von Bence Fritzsche in dem Artikel „Der Kunst einen Preis geben“ S. 12 ff. in der Zeitschrift atlier das Programm TAX SIM getestet. Aus meiner Sicht habe ich einiges an Sinn und Unsinn gefunden.

In der Beschreibung heißt es:

Das Tax Sim simuliert den Verkaufspreis eines zwei dimensionalen Werkes. Idee des Programms ist es, durch die Veränderung der Parameter, die Änderung des Kunstverkaufspreises zu simulieren.

Damit sollte es doch das Interesse eines jeden Künstlers hervorrufen. Das Programm wurde immer wieder in Foren vorgestellt und diskutiert. Also hatte ich das Tax Programm vor einigen Jahren schon mal in der Hand genommen und es damals gleich wieder weggelegt, denn für einen Anfänger im Ausstellungsbetrieb ist es nicht geeignet.

Die Bewertung wird in erster Linie auf Grund von Informationen über den Künstler, seine Ausstellungstätigkeit und seiner Medienpräsenz vorgenommen. In der Slideshow sehen die Fragen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Bei den Fragen nach dem Künstler gibt es durchaus richtige Fragen, bei anderen habe ich arge Zweifel.

  • Fragen nach der Ausbildung ja – aber nur nach dem Kunststudium fragen, ist falsch. Denn gerade viele Autodidakten dominieren. Im Bereich Aquarell haben Bernhard Vogel, Ekkehardt Hofmann, Andreas Mattern, Martin Lutz kein abgeschlossenes klassisches Kunststudium und sind doch mit die wichtigsten Künstler auf ihrem Gebiet. Entsprechende Beispiele lassen sich auch in den anderen Bereichen der bildenden Kunst finden.
  • Warum die Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse ein Kriterium ist, will sich mir auch nicht erschließen.
  • Auch die Frage nach den Gesamteinnahmen dürfte für die Bilder von Günter Grass, Udo Lindenberg, Armin Müller Stahl… u.a. irrelevant sein. Wenn diese bei den genannten Künstlern stimmt, dann sicher auch allen anderen. Oder 😉
  • Richtig sind die Fragen nach der Vertretung durch Galerien, Ankäufe durch Museen, Kunstpreise, Stipendien, der Zusammenarbeit mit Verwertungsgesellschaften u.a.

Sinnvoll ist für eine Bewertung nach der Ausstellungstätigkeit, der Teilnahme an Kunstmessen und dem Echo in der Öffentlichkeit zu fragen. Hier wird einfach vorausgesetzt, dass Künstler die über Jahre erfolgreich ausstellen, nicht die schlechteste Kunst erstellen.

Was mir jedoch fehlt, sind Fragen und die Bewertung von Ankäufen durch Stiftungen, Vereinen, der öffentlichen Hand, renommierte Unternehmen. Fragen zur Teilnahme an Wettbewerben jurierten Ausstellungen. Was nicht beachtet wird ist Ausstellungstätigkeit außerhalb von Galerien, Kunstvereinen und Museen. Ich habe fast das Gefühl, man muss schon froh sein, keine Minuspunkte zu bekommen.  Nicht lächeln – es gibt Minuspunkte.;-)

Dass das Programm nicht mehr ganz den heutigen Maßstäben entspricht, kann man daran fest machen, dass Medienpräsenz im TV, im Rundfunk, im WEB insbesondere Social Network gar nicht hinterfragt wird.

Nun dieses würde ich ja noch verschmerzen. Aber es gibt einen Punkt,

  • der ist entweder ein Fehler, der seit 1995 nicht erkannt wurde oder
  • der auf ganz viel Dünkel gegenüber anderen Medien als Öl- und Acryl auf Leinwand basiert.

Lassen Sie sich überraschen. Nur so viel sei gesagt, eine Leinwand kann gigantische Auswirkungen haben. 😉

Hier geht es zum Teil 3 in der Reihe “Wie ermittelt sich der Preis eines Kunstwerkes?”