OZ Kunstbörse 2012

OZ Kunstbörse 2012

Die 20. Kunstbörse in der HMT Rostock

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Es gibt in Rostock Ausstellungen, die ich Jahr für Jahr besuche und hier auf meinem Blog darüber berichte. Eine von diesen Ausstellungen ist die Kunstbörse der Ostsee Zeitung in der Hochschule für Musik und Theater. Hier finden Sie kurze Berichte und Fotos der Kunstbörsen 2011, 2010 und 2009. Die Ausstellung wurde am 05. November eröffnet und am 01. Dezember kommt dann der Höhepunkt. Ein Teil der ausgestellten Werke wird an diesem Abend im Rahmen traditionellen Versteigerung zu Gunsten des Rostocker Vereins „Ferien für die Kinder von Tschernobyl“ versteigert. Zum 20. Jubiläum der Kunstbörse wurden der Ausstellung im Rahmen einer Retrospektive weitere Kunstwerke hinzugegeben. Diese Werke stammen von Künstlern, die in den vergangenen zwanzig Jahren in der Kunstbörse ausgestellt haben.

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Ausstellende Künstler der OZ Kunstbörse

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In diesem Jahr stellen folgende Künstler aus:

James Itt, Katrin Lau, Manfred Zollner, Janet Zeugner, Thomas Ziegler, Bernadette Maria Roolf, Sigi Zahn, Caroline Haerter, Andrea Hildebrandt, Robert Dämmig, Gabriele Schulz, Takwe Kaenders, Barbara Kinzelbach.

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Beteiligte Künstler an der Retrospektive der OZ Kunstbörse

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Anlässlich des zwanzig jährigen Geburtstags haben Künstler, die in den vergangenen Jahren im Rahmen der Kunstbörse ausgestellt haben, weitere Werke beigestellt. Zu nennen sind:

Falko Böttcher, Annelise Hoge, Klaus Walter, Peter Bauer, Hartwig Hamer,  Inge Jastram, Arne Boysen, Rolf Kuhrt, Hannes Müller, Dieter Goltzsche, Moritz Götze, Heinz Wodzicka, Rainer Herold, Tanja Zimmermann, Helmtrud Nyström, Gudrun Poetzsch, Joachim John, Falko Behrendt, Harald Metzkes, Christine Stäps.

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Insgesamt eine sehr beeindruckende Liste von teilnehmenden Künstlern. Besondern interessiert haben mich die Werke von Barbara Kinzelbach, Janet Zeugner, Bernadette Maria Roolf, Peter Bauer, Inge Jastram, Arne Boysen, Dieter Goltzsche, Moritz Götze, Tanja Zimmermann, Gudrun Poetzsch, Falko Behrendt und Harald Metzkes, denn diese Künstler habe ich schon mal in Diskussionsrunden, Atelierbesuchen oder Ausstellungen erlebt. Ich habe wie in den letzten Jahren auch ein paar Schnappschüsse von der 20. Kunstbörse in den Kreuzgängen der HMT gemacht. Lassen Sie sich doch durch die Fotos auf die Versteigerung am 1. Dezember einstimmen oder nutzen die kommenden Tage zu einem Besuch der HMT am besten in den Abendstunden, wenn der Trubel ein wenig nachgelassen hat. In diesem Jahr sind die Keramik Skulpturen von Bernadette Maria Roolf meine Favoriten. Ich bin aber gespannt wie die Versteigerung am 01. Dezember verlaufen wird.

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Es ist eine imposante Ausstellung aber für Menschen, die keine Ostsee Zeitung lesen und nicht auf die Internet Seite der HMT gehen, kann diese renommierte Ausstellung ungesehen vorbei ziehen. Es ist schon ungewöhnlich, dass es auch nach der Vernissage am 05.11.2012 keine weitere Berichterstattung im WEB gibt. Weder die Seiten Rostock –  heute, Mecklenburg-Vorpommern Exklusiv, Kulturhafen Rostock, Das ist Rostock,  … berichten über die Ausstellung. Leider stellt die OZ dieses Jahr viel weniger Informationen im Internet und den Tageszeitungen zur Verfügung als in den vergangenen Jahren. Wer in diesem Jahr nicht die Beilage zur Kunstbörse aufgehoben hat, hat es schwer sich zu informieren. Die Kunstbörse wird in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein zu Rostock organisiert, aber auch hier sind leider keine Informationen zu der laufenden Ausstellung zu finden.  Warum? Haben diese Veranstaltung, die Künstler, die Partner und Sponsoren wie AIDA keine Werbung nötig? Mich würde es grämen. 😉

Ich wünschen allen viel Spaß und Erfolg bei der OZ Kunstbörse 2012.

„Arts & money” – Wie lebe ich von meiner Kunst?

Creative Monday Nord – Netzwerken zwischen Rostock, Hamburg und Flensburg

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Frank Lemloh hatte im Rahmen seiner Tätigkeit für das RKW Kompetenzzentrum am 04. Juli zum 8. „Creative Monday Nord“ eingeladen. Einer der Programmpunkte war  eine Gesprächsrunde zum Thema „Arts & money”, Wie lebe ich von meiner Kunst? Der Creative Monday Nord begann auf dem Gelände des ehemaligen Dieselmotorenwerk  Rostock. Es gibt die Webseite http://www.dieselmotorenwerk.de/, die schon andeutet, dass auf dem Industriegelänge sich Ateliers angesiedelt haben. Rostock-heute hatte bereits in den vergangenen Monaten über die Atelier Eröffnung in der Erich Schlesinger Str. berichtet. Die Künstlergruppe Schaum (Wanja Tolko, Alexandra Lotz, Janet Zeugner, Tim Kellner,  Marc W1353L), Tanja Zimmermann, Barbara Kinzelbach, Felix Fugenzahn, Christoph Chciuk u.a. hatten uns einen Einblick in Ihre Ateliers gegeben. Danach ging es in die Frieda 23, die Kunstschule Rostock zur Diskussionsrunde „Arts & money” – Wie lebe ich von meiner Kunst?

Sehr interessant waren die Ausführungen von Christiane Limper (Künstlerin, Flensburg) und Dodo Adden (Kulturschaffender und Vorstand Frappant e.V. Hamburg).

Christiane Limper hat Freie Grafik an der Kunstakademie Düsseldorf studiert. Sie berichtete von der Kunst und Kulturinitiative Flensburg (KKI), ihre Arbeit im Rahmen von Projekten wie das MAP Maritime Art Project als Kulturbotschafterin, der Kunstaktion Fehlkauf, der Aktion „Um Antwort wird gebeten“ u.a. Eine ihre Aussagen war, dass sie seit einiger Zeit von der Kunst leben kann. Für mich klasse Stories, insbesondere wie sie sich schrittweise  auf Stipendien und bei Partnern beworben hat, um die Projekte zu ermöglichen. Was sie unterlassen hatte, war zu erwähnen, dass sie Meisterschülerin von A.R. Penck war. 😉

Dodo Addens Lebensgeschichte kommt ohne ein Kunststudium aus. Er bringt aber zusätzlich zu seiner Kreativität, die Freude am Erforschen, Ausprobieren und der Fähigkeit wirtschaftliche und Kreatives zu verbinden. Mit seinen Erfahrungen aus der Industrie, seiner Kreativität und seinen Managementfähigkeiten konnte und kann er durch die Arbeit in den Vorständen von SKAM und Frappant die Kulturlandschaft von Hamburg mitgestalten.

Leider waren in der Veranstaltung die Künstler unter sich. Ich hatte auf Grund meiner Erfahrungen im Marketing und Business Development mit zwei drei Fragen die Rolle eines möglichen Projektpartners  aus der Industrie, eines Geldgebers eingenommen. Aber außer Dodo Adden und Christiane Limper verfügte keiner der Anwesenden über Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Unternehmen.

Für mich ist aber gerade diese Zusammenarbeit zwischen der Kunstszene und der Industrie oder / und anderen Auftraggebern der Schlüssel, um von der Kunst zu leben. Beide Seiten können viel voneinander lernen. Für mich ist es wichtig, dass jeder Künstler auch ein Unternehmer sein muss. So passt der Artikel: Selbständig in kreativen Berufen – Wie man mit guten Ideen Geld verdient in der Süddeutschen Zeitung. Künstler müssen lernen sich mit Unternehmern zu unterhalten ;-). Aber auch Unternehmen können in Bezug Kreativität, vernetztes Arbeiten u.a. von den Künstlern lernen.

Ich bin auf die nächsten Creative Monday´s gespannt. Aber bei Diskussionsrunden „Arts & money”, müssen neben der Kunstseite auch Gesprächspartner von der MoneySeite dabei sein. Eine Herausforderung für Frank Lemloh und alle Beteiligten. Nun ich bin gespannt, ob ein Teil der Anregungen aufgegriffen werden.

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