Stippvisite mit der AIDA bella nach Kopenhagen

Stippvisite mit der AIDA bella nach Kopenhagen

Mit der AIDA bella unterwegs von WarnemündeOslo, KopenhagenWarnemünde

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Ich möchte heute über unsere letzten Etappe unserer Kreuzfahrt mit der AIDA bella von WarnemündeOsloKopenhagen und zurück Warnemünde berichten. Nach dem Auslaufen aus Warnemünde einem Seetag hatten wir Oslo besucht, um dann nach Kopenhagen zu fahren. Es war eine tolle Fahrt durch das Kattegat entlang den Küsten von Dänemark und Schweden. Besonders interessant war die Fahrt durch den Öresund. Beim Frühstück sind wir im strahlenden Sonnenschein an Helsingborg mit dem Schloss Kronborg vorbefahren – ein wunderbarer Anblick. Die weitere Anfahrt nach Kopenhagen haben wir dann hinter den Panoramafenstern der Bibliothek der AIDA erlebt. Das Einlaufen wurde durch den Wind verzögert, aber bei dem wunderbaren Anblick hatten wir es nicht eilig. Aus der Ferne sahen wir dann das Schwesterschiff die AIDA cara und wir machten mit Hilfe von zwei Schleppen direkt vor der Aida cara im Hafen fest.

Auch den Tag in Kopenhagen haben wir guter Erinnerung. Wir haben eine kombinierte Bus und Bootstour quer durch die Stadt gewählt. Mit dem Bus sind wir vorbei an dem königlichen Schloss Amalienborg, dem Nyhavn, dem Tivoli u.a. Sehenswürdigkeiten bis zur ehemaligen Börse gefahren. Dort sind wir in ein Boot umgestiegen und haben Kopenhagen von den Kanälen und Wasserstraßen aus erkundet. Unser Ausflug endete im Hafen in der unmittelbaren Nähe der kleinen Meerjungfrau. Die kleine Meerjungfrau nach dem Märchen von Hans Christian Andersen ist ein beliebtes Motiv für alle Fotografen und leider das einzige aus Kopenhagen, welches ich bisher gemalt habe. Meine Meerjungfrau ist ein Aquarell aus der Serie der Sternzeichen ;-).  Bei einem Abendessen im Buffalo haben wir bei einem herrlichen Sonnenuntergang über Kopenhagen den Tag und unsere Reise ausklingen lassen.

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Nun wir sind AIDA Fans und haben schon mehrere Reise auf der Flotte der AIDA Cruises mit Begeisterung hinter uns. Auf diesen Reisen sind z.B. auf einiger meiner Aquarelle entstanden. entweder auf dem Fischmarkt von Marseille oder Catania oder … Egal ob wir mit der AIDA bella  im Mittelmeer, der AIDA blu in der Nordsee oder mit der AIDA cara die Kanarischen Inseln besucht haben, wir mögen die Reisen auf den Schiffen mit dem rotem Kussmund. So wird es nicht die letzte Reise mit der AIDA-Flotte gewesen sein und Kopenhagen werden wir demnächst mal an einem langen Wochenende erkunden.

Es war für uns eine wunderbare Stippvisite nach Kopenhagen mit der AIDA bella 😉

Johannes Müller-Franken in der Palette 05 / 2009

Wenn ich in dem Beitrag über Lydia Leydolf vor einigen Tagen in diesem Blog geschrieben habe, dass ich das Licht in ihren Aquarellen mag, zeigt Johannes Müller-Frankens was man mit der Ausbildung als Kameramann mit Licht und einem anderer Medium und Technik in der Malerei zaubern kann. Für mich der faszinierendste Künstler, der in der Palette 05 / 2009 vorgestellt wird.
Hr. Dr. Helmut Orpel stellt in dem Artikel „Die Wiedergeburt der Malerei – Johannes Müller-Frankens inszeniert Sinnlichkeit“, S. 14 ff diesen Künstler vor. Wenn ich in der letzen Ausgabe der Palette mit Herr Orpel aus Autor gehadert habe, kann ich sagen, dass er es aus meiner Sicht dieses Mal besser gemacht hat. Die gewählten Formulierungen passen wesentlich besser zu meinen Empfindungen und Überlegungen beim Betrachten der Bildern von Müller-Frankens. ;-).

Fotorealismus hat es in der Malerei Deutschland, ja vielleicht so gar Europas nicht einfach. Es gab und gibt intensive Auseinandersetzung. Die Gegner sagen, wo zu brauche ich eine fotorealistische Malerei, wenn ich den Gegenstand, die Szene genau so mit dem Medium der Fotografie einfangen kann. So ist es kein Wunder, Müller-Franken von einem Galeristen in New York vertreten wird und seine Bilder eher dort und im Ausland Käufer finden.

Johannes Müller-Franken gibt für mich seine eigne Antwort auf die Frage, wozu Fotorealismus. Er plant mit den Erfahrungen und Mittel eines Kameramanns, eines Fotografen seine Bilder, inszeniert die Menschen, hebt zum Teil mit dem Licht bestimmte Ausschnitte hervor, vereinfacht gegenüber dem Foto Räume. Er lässt bewusst Dinge weg und überhöht andere durch farbliche Gestaltung. Was raus kommt sind wunderbare Bilder, für mich wahre Hingucker.

Und doch werde ich durch diese Malerei an die letzte Fotoausstellung erinnert, die ich besucht habe.  Es war im April 2009 in der Art Collection der Deutsche Börse in Frankfurt – Tobias Zielony mit seinen Bildern über die Jugendlichen europäischer Städte, die wirken als ob sie Spielfirmen entsprungen sind. Es ist eine andere Darstellung aber bei Künstler haben diesen Hintergrund aus dem Bereich Film und man sieht es in der Art und Weise der Inszenierung der Personen. Johannes Müller-Franken steigert die Wirkung für den Betrachter aber noch einmal durch die Mitte der Malerei.

Am besten machen Sie sich selbst ein Bild, nur leider hat Johannes Müller-Franken keine HomePage. Wenn Sie neugierig geworden sind, müssen Sie die Palette kaufen ;-).

Welche Zeitung / Zeitschrift …

Ab und zu schaue ich auch in „DIE ZEITSCHRIFT FÜR KÜNSTLER – atelier“. Es ist ein recht dünnes Heft, aber so manches darin lese ich mit Genuss, Schmunzeln, lautem Lachen, Kopfschütteln, Interesse ….. Hier ein kleiner Exkurs und etwas Diskussion zu der aktuellen Ausgabe „Juni / Juli 2009“.

Was wirklich gut ist, ist der Überblick an Kunstwettbewerben, den die Zeitschrift direkt oder im Internet gibt. Schade ist nur, dass die Bewerbungstermine in der Regel recht Knapp nach dem Erscheinen liegen.

Wenn man die Artikel oder Ankündigungen der Wettbewerbe liest, kann es schon zu allen oben genannten Reaktionen kommen. Warum: Es sind gut beschriebene Wettbewerbe und informative Artikel zu dieser Themengruppe dabei, z.B. in der Ausgabe Juni / Juli 2009 von Hahnemühle, der HSH Nordbank, der Kunstpreis „1/Award“ und und …
Bei anderen Ankündigungen treten bei mir als Leser viele Fragezeichen auf, z.B. wenn der Inhalt der Ankündigung und evt. auch des Wettbewerbs zu dünn ist. Es gibt Ankündigungen von Wettbewerben, Stipendien u.a., in denen Ansprechpartnern, Kontaktmöglichkeiten und inhaltlich zum Wettbewerb kaum substanzielles zu finden ist.

Was gibt es noch zu der Zeitschrift zu sagen? Da ich ja einen „ordentlichen Beruf“ nach gehe, verwundern mich viele Dinge in den Artikeln, Fragen und Anzeigen. Ich habe manches Mal das Gefühl, Künstler leben in einer Art Parallelgesellschaft. Warum? Nun, irgendwie weiß man, dass das Geld nicht so einfach aus dem Geldautomaten kommt und in der Regel zwischen den Herstellungskosten und dem Verkaufspreis eine Riesenlücke klafft. Nicht weil der Verkäufer ein Verbrecher ist – ich arbeite im Vertrieb ;-), sondern der Aufwand für Lagerhaltung, Transport, Kapitalkosten, Marketing, Verkauf, Service und und … muss gedeckt werden. Bei technischen Gütern sind oft nur 10% des Verkaufspreises Kosten, die mit der direkten Herstellung zu tun haben. Oder anders rum, um ein Kunstwerk zu Geld zu machen, haben in der Regel 90 % des Aufwandes hierfür nichts mit der Erstellung oder Schaffung des Kunstobjektes zu tun. Wenn ich in der Vergangenheit so manchen Artikel in der atelier gelesen habe, habe ich das Gefühl, dass dieses vielen angehenden Künstlern keiner sagt – incl. der in den letzen Ausgaben der Zeitschrift vorgestellten Kunsthochschulen oder etliche Künstler es nicht wahr haben wollen. Eine Erklärung in dieser Richtung gibt auch Ralf Witthaus in seinem Artikel „Die Zahlen hinter der Kultur“. Er zeigt die Wertschöpfung der „Keativen“ auf und auch zu gleich das Gap bei der Vermarktung. Hoffentlich ist der beschriebenen Expertengruppe und der Bundesregierung klar, dass die so genannte Hilfe zur Selbsthilfe ohne Impulse aus anderen Branchen nur schwer funktionieren wird. Denn sich nur im eigenen Saft zu drehen, ist nicht Ziel führend. Aber interessant ist auf jeden Fall, dass die Wertschöpfung der „Kreativen“ dargestellt wird und die bestehenden Probleme zusammen gefasst und beschrieben werden.

Nun ja, was dann immer hilft, ist das Lesen der „Reportagen“ von Jürgen Raap. So manche Geschichte habe ich von ihm mit Schmunzeln gelesen. Auf jeden Fall gehört hierzu auch der Artikel „International und promigeil“.
Beim Lesen der Rubrik Grauzone bewahrheitet sich ein böser Spruch: Die Dummheit der Menschen, ist der wertvollste Rohstoff, denn die Lamadeckenkäufer sterben nicht aus.

Was man auch auf jeden Fall verfolgen sollte, ist das Thema Urheberrecht und Google u.a. Was sich hier zusammen braut, hat auf die bildenden Künstler einen genauso großen Einfluss, wie die Börsen im WEB zu kostenlosen Musik load. Die Umsätze der Plattenlabels und Musiker sind drastisch zusammen gebrochen, weil es einfach cool war (ist) kostenlos Musik zu laden. Hier kann ich die Künstler und Verbände nicht verstehen, dass Sie nicht rigoroser gegen die kostenlose Nutzung Ihres Eigentums vorgehen.

Nun ja dieses war mal ein Exkurs weit weg von der Aquarellmalerei. Aber um Kunst zu vermarkten, sich zu präsentieren, bedarf es Informationsquellen, wie z.B. Zeitschriften …