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Bunter Herbst und Sturm auf Rügen

18. Oktober 2016 3 Kommentare

Bunter Herbst und Sturm auf Rügen

Kunterbunte Herbstblätter auf Rügen und als Aquarelle

 

Vor zwei Wochen war ich gemeinsam mit Malschülern im Rahmen einer Malreise auf der Insel Rügen. Der Herbst an der Ostsee bietet viele wunderbare Höhepunkte, wie zum Beispiel die wunderbaren Farben der Buchenwälder Rügens, die Hirschbrunst am Darßer Ort, der Vogelzug und die Kraniche im Herbst. Gestartet sind wir bei unserer Malreise in einem wunderschönen Herbsttagen auf Rügen und ich habe diese Zeit für ein Ausflug auf dem Mönchgut genutzt. Ich bin von Middelhagen auf die Halbinsel Klein Zicker gefahren. Auf den Bergen von Klein Zicker machten die bunten Blätter im sonnigen Herbst, die wunderbare Fernsicht auf das Mönchgut, auf Gager und Göhren machte Lust auf Herbstaquarelle. Hier ein paar Schnappschüsse vom sonnigen Herbst auf Rügen.

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Aber leider hat das Wetter nicht die ganze Woche gehalten. Es kam Sturm und Hochwasser.  Was macht man bei schlechten Wetter auf einer Malreise, wenn man keine Fischerboote am Strand von Rügen malen kann? Wir machten aus der Not eine Tugend gemacht und haben uns den sonnigen Herbst in unsere Ferienwohnungen „to Hus“ geholt. Wir haben mit unseren Aquarellfarben, Nass in Nass und Lasuren auf verschiedenen Aquarellpapieren gespielt. Entstanden ist hierbei z.B. das neue HerbstaquarellKunterbunte Herbstblätter“. Gemalt habe ich das Bild mit meinen Aquarellfarben von Schmincke auf dem Aquarellpapier Britannia 300 g/m2 matt von Hahnemühle. Hier ein paar Fotos von diesem Tag als Rückblick auf die letzte Malreise auf die Insel Rügen und ein paar Herbstaquarellen von Hanka mit bunten Blättern  als Ergänzung.

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Kunterbunte Herbstblätter (c) Aquarell von FRank Koebsch

Kunterbunte Herbstblätter (c) Aquarell von FRank Koebsch

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Es hat Spaß gemacht diese Aquarelle auf Rügen zu malen, denn Herbstaquarelle begeistern Jahr für Jahr und so hatte der bunte Herbst und der Sturm auf Rügen auch seine guten Seiten.

Ein bunter Hühnerhof © Aquarell von Frank Koebsch

Ein bunter Hühnerhof © Aquarell von Frank Koebsch

Glückliche Hühner und Stolze Hähne

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Heute zeige ich das letzte meiner Aquarelle aus einer kleinen Serie mit Hühnern und Hähnen. Dieses Aquarell hat schon vor seiner Veröffentlichung für ein wenig Aufsehen gesorgt, denn ich habe dieses Bild während meiner Malvorführungen bei Kunst Offen 2013 in der Kunstscheune Rethwisch erstellt. Für viele Menschen war es interessant zu sehen, wie beim mir ein Aquarell entsteht. Das Ergebnis der Malvorführung bei Kunst Offen ist ein meiner Sicht ein sehenswertes Bild geworden. Die beiden Hähne kennen Sie schon aus dem Aquarell Wer ist das schönste im Land? Beide herrschen entsprechend der Hackordnung über den Hühnerhof mit etlichen Glücklichen Hühnern. Mir hat es viel Spaß gemacht das farbenfrohe Federvieh zu malen. Es war schön das Gewusel, das Hin- und Herlaufen der Hennen und Stolzieren der Hähne zu erleben.

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ein bunter Hühnerhof (c) Aquarell von Frank Koebsch

ein bunter Hühnerhof (c) Aquarell von Frank Koebsch

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Für diese farbenfrohen Szenarien war es interessant die Aquarellfarben MISSION Gold Class Water Colours  von Mijello auszuprobieren. Für das Aquarell habe ich als Papier den Echt-Bütten Aquarellkarton Leonardo, matt von Hahnemühle gewählt. Auf dem Hahnemühle Leonardo lassen sich besonders feine Farbabstufungen erzeugen. Eine wunderbare Kombination für diesen bunten Hühnerhof.

Faszination Kinderkarussell

25. Februar 2011 5 Kommentare

Max Beckmann war ganz fasziniert von den Kindern auf den Karussell

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Susanne Haun hat mich in den letzten Tagen in einem Kommentar zu einem meiner Aquarelle aus der Serie Faszination Karussell auf folgendes aufmerksam gemacht.

>> Ich habe heute im Buch von Max Beckmann „Die Realität der Träume in den Bildern“ sein Gespräch mit Reinhard Piper im Juni 1919 gelesen. Diesen Satz aus dem Gespräch muss ich dir einfach als Kommentar hinterlassen:

„Dann will ich spielende Kinder malen, Karussell fahrend. Das hab ich kürzlich mal gesehn, da hatte ich gleich Stoff für mindestens zehn Bilder. Kinder in Schaukeln und Kinder auf den großen Holzpferden, die erregten Kinderaugen hinter den glotzenden gläsernen Pferdeaugen!“

Soviel ich weiß, hat Beckmann das nie gemalt ….. <<

Dem Zitat von Beckmann kann ich nichts hinzu zu fügen. Es hat Spaß gemacht die Kleinen zu beobachten und zu malen. Wenn man die Miniaturen außer vorlässt, sind es bei mir nur ?? Blätter im Format 30 x 40 cm geworden. Ich möchte die Aquarellbilder noch einmal als Zusammenstellung zeigen.

Ein Knirps rockt das Karussell (c) Aquarell von Frank Koebsch

Ein Knirps rockt das Karussell (c) Aquarell von Frank Koebsch

bekommen wir noch die Kurve (c) Aquarell von FRank Koebsch

bekommen wir noch die Kurve (c) Aquarell von FRank Koebsch

schneller immer schneller (c) Aquarell von Frank Koebsch

schneller immer schneller (c) Aquarell von Frank Koebsch

Auf der Überholspur im Karussell (c) Aquarell von Frank Koebsch

Auf der Überholspur im Karussell (c) Aquarell von Frank Koebsch

Knirps auf dem Karussellpferd (c) Aquarell von Frank Koebsch

Knirps auf dem Karussellpferd (c) Aquarell von Frank Koebsch

Mädchen im Karussell (c) Aquarell von Frank Koebsch

Mädchen im Karussell (c) Aquarell von Frank Koebsch

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Was ich noch zeigen möchte,  ist die Farbpalette mit der ich die Aquarelle gemalt habe. Ich habe versucht die Palette einzugrenzen, um die Stimmung zu treffen, denn die Aquarelle sollten trotz der vielen Farbtöne und Lichter nicht bunt wirken.

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Palette der Karussell Aquarelle (c) FRank Koebsch

Palette der Karussell Aquarelle (c) FRank Koebsch

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P.S. Susanne noch einmal großen Dank für den Hinweis auf Max Beckmann

Palette 4 / 2009 – Teil 2, Meine Gedanken zum Interview mit Bernhard Vogel

Ich habe den Artikel „Einblicke in die Gedanken und die Gefühlswelt des Malers Bernhard Vogel“ – Interview von Siegried Leitner,  in der Palette & Zeichenstift., Ausgabe 4 /2009 Nr. 84, S. 6 – 11“ zum Anlass genommen und mir ein paar Gedanken zum Maler Bernhard Vogel, meine Malerei  u.a. zu machen.

Meine Gedanken zu Bernhard Vogel…

Die meisten Leute, die sich länger mit dem Thema Aquarell beschäftigen kennen Bernhard Vogel. Er hat in den vergangenen Jahren ganz wesentlich mit geholfen ein „modernes“ Bild von der Aquarell Malerei zu schaffen. Eine Glanzleistung… Ich mag etliche Bilder von ihm, die Art und Weise der Darstellung, den Umgang mit Farben und Flächen, wie er Dinge abstrahiert… Andere Bilder sprechen mich nicht an, sie sind mir zu dunkel, zu unspezifisch…

Er hat berechtigt Erfolg und mit dem Erfolg kommen auch die Probleme. Er ist „allgegenwärtig“. Viele Bilder, gut und teuer, viele CDs, DVDs, viele Artikel in Zeitschriften, viele Maler, die sich seine Art zu malen angenommen haben oder nach ahmen…  Dieses kann auch zum Überangebot mutieren und gleichzeitig will und muss Bernhard Vogel auch etwas Neues schaffen. Doch noch trägt der Erfolg…

Das Interview macht  das Bild vom Menschen Vogel für mich sympathisch. Warum? Auf Seite 4 sagt er: „Ich kenne Kollegen, die fangen mit Begeisterung an und müssen dann aufhören. Ein Künstler kann nie sicher sein, von der Kunst leben zu können. Ein Künstler lebt immer mit dieser Ungewissheit. Mann muss Idealist, ein bisschen verrückt und risikobereit sein. (..) Ein Mittelmaß in der künstlerischen Welt hat keine Chance…“

Nun eigentlich sagt er etwas selbstverständliches, was auf jeden Selbstständigen, egal ob Handwerker, Gastwirt, Koch, Architekten oder Musiker zu trifft. Aber warum bekommt er dafür von mir Sympathiepunkte?  Ich kenne zu viele Künstler und insbesondere Maler,

  • die jammern nicht von der Kunst leben zu können,
  • die Unterstützung vom Staat fordern,
  • die Honorare für ihre Ausstellungstätigkeit per Gesetz haben wollen, denn alle anderen (vom Galeristen bis zur Toilettenfrau) würden ja an ihrer Kunst verdienen,
  • Musiker würden über die GEMA Geld bekommen und und…

Nun ich bin der Meinung Künstler sind Selbstständige, selbstständig in ihrer Kunst und selbstständig als Unternehmer. Hier unterscheidet sie nicht aber auch gar nichts aber auch gar nichts von einem Handwerker, Gastwirt, Koch, Architekten oder Musiker. Man muss gut sein und sein Produkt verkaufen können. Beim Vergleich mit den Musikern wird auch immer übersehen, wie viele Menschen gute Musik machen und wie wenige Künstler es schaffen, einen Vertrag bei einem Label und mehr als nur einen Titel in die Charts zu kommen, damit sich Konzertsäle füllen, Radio / TV und DJs ihre „Platten“  auflegen. Übrigens bekommen auch Fotografen und Maler für die Vermarktung ihrer Bilder Geld, wenn sie die Rechte wahrnehmen. Aber auch hier gilt, viele malen und nur wenige Maler sind gefragt. Warum auch immer? Ich habe Hochachtung vor jedem Selbstständiger, der es schafft seine Brötchen mit seinem Gewerbe zu verdienen.

Doch zurück zu dem Maler Bernhard Vogel.  Auf die Frage von Siegried Leitner auf Seite 7: „Was ist das Spannendste an der Malerei?“ sagt Bernhard Vogel: Das Spannendste ist immer das letzte Bild oder das gerade im Entstehen befindliche Bild. Es ist jedes Mal so spannend, dass ich weiter machen muss…“ Hier kann ich ihm nur beipflichten. So manches Mal merkt man bei Malen gar nicht, wie die Zeit verläuft und wenn man mit dem Bild zu frieden ist, fühlt man sich wie nach dem Joggen, voll von Endovinen und Glücksgefühlen…

Siegried Leitner fragt nach den Gefahren und den Grenzen in der Aquarelltechnik. Die Antwort von Bernhard Vogel: „Dass es nicht transparent ist, dass es tot gemalt wird, dass ist die Hauptgefahr. Die Gefahr, dass es bunt wird, ist auch sehr groß…“

Ja der Unterschied vom Aquarell im Vergleich zu anderen Techniken, wie Öl und Acryl liegt daran, dass Bilder stumpf, matt werden, die Farben an Leuchtkraft verlieren, wenn mehr als 4 Schichten über einander gelegt werden. Diesen Fehler hat wohl schon jeder mal gemacht. Dazu kommt noch, dass es Farbe „Weiß“ nur durch das freilassen auf dem Papier erzeugt werden kann. Vgl. Sie

Bunt, tja bunt waren meine ersten Bilder auch. Es musste jede leuchtende Farbe pur ins Bild… Erst nach und nach hat sich für der Farbkreis und das Thema der komplementäre Farben und der Tonwerte erschlossen. An das Thema Tonwerte hatte uns erst in letzter Zeit Astrid Volquardsen mit ihren Pastellen bewusst herangeführt. Was sagte Sie noch? Es kommt nicht darauf an ob die Farbe stimmt, damit ein Bild leuchtet, sondern dass die richtigen Tonwerte gewählt werden. Nun ja in diesem Sinne spricht sich auch Vogel aus und die meisten seiner Bilder leuchten.

Es gebe noch viel mehr über den Artikel oder Bernhard Vogel zu sagen… Aber vielleicht noch zwei Punkte. Ich schätze die Aquarelle von Bernhard Vogel wesentlich mehr als seine Mixed media Bilder oder Collagen. Ich mag die Transparenz und den Farbverlauf in den Flächen seiner Aquarellen, z.B. in den Aquarell „Pinzgau, Hohe Tauern“ und „Breitenbergham, alte Scheuen“.

Ich mag die Akte und Portrait von Vogel nicht besonders, auch wenn sie mich irgendwie faszinieren. Zu dem Thema Portrait sagt Bernhard Vogel auf Seite 11: „…Für mich liegt der künstlerische Auftrag auf keinen Fall im Abbilden von Personen. Durch meine Fantasie entsteht ein fast völlig neuer Mensch. (…) Ich möchte den Menschen nicht analysieren, das ist Kalkül, Dilettantismus.“

Nun hier bin ich doch ganz traditionell in meiner Auffassung. Ein Portrait sollte das wesentliche des portraitierten  Menschen wieder spiegeln. Sonst würde ich den Begrifft Portrait nicht verwenden wollen. Nun ja, wenn ich mir die Gesichter von  Harding Meyer und den Artikel dazu anschaue … Aber dieses ist schon wieder eine andere Geschichte…

Fazit: Das Interview von Siegried Leitner mit Bernhard Vogel ist gelungen. Gut gemacht !!! Ich kann nur empfehlen, lesen Sie es in gesamter Länge und schauen Sie die Bilder von Vogel an. Zu mindestens, wenn Sie noch nicht übersättigt sind ;-).

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