Aquarelle von Hanka Koebsch für die Kunstblume „Lore“

Aquarelle von Hanka Koebsch für die Kunstblume „Lore“

Unsere Aquarelle für das Projekt: Die Falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

Die Falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger
Die Falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

Ich hatte in den vergangenen Tagen schon berichtet, dass Hermann August Weizenegger zu seinem Ausstellungsprojekt rund um das Märchen „Die falsche Blume“ verschiedene Projektpartner eingeladen hat. Ab dem 27. Juni 2015 wird die Ausstellung „Die falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger“ im Schloss Pillnitz zu sehen sein. Ausgehend vom Märchen über die Blumenbinderin hat Prof. Hermann August Weizenegger gemeinsam mit der Kunstblumenmanufaktur in Sebnitz und seinen Studenten an der FH Potsdam die beiden Kunstblumen „Lore“ und den „Sebnitzer Flussteufel“ entworfen. In der Ausstellung im Kunstgewerbemuseum Dresden treffen nun Tradition und Moderne rund um die Sebnitzer Kunstblumen zusammen. Ausgehend von der traditionellen Fertigung und dem Wissen über die Kunstblumenherstellung in Sebnitz haben die anderen Projektpartner das Design der „falschen Blume“ aufgegriffen. So werden demnächst im Schloss Pilnitz neben den Sebnitzer Blumen auch

zu sehen sein. Nicht für jede dieser Ideen eigneten sich Drucke aus einer Computersimulation oder Fotos der Seidenblumen. Hermann August Weizenegger hatte im Web unsere Aquarelle zu verschiedenen Blumen und Blüten gefunden und uns dann gebeten, die Kunstblumen als Aquarelle zu malen.

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Die Kunstblume „Lore“ und Aquarelle von Hanka Koebsch

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Hanka hat sich für ihre Aquarelle vom Designmärchen „Die Falsche Blume“ und den Mustern aus Sebnitz inspirieren lassen. Die Farben entsprechen der Beschreibung aus dem Märchen – mit viel Weiß, ganz zarten Gelbtönen, einem hellen Grün und den Flecken der Blutstropfen der Blumenmacherin Lore. Gemalt hat Hanka mit Aquarellfarben von Schmincke auf zwei verschiedenen Aquarellpapieren, um verschiedene Verläufe und Farbigkeiten für ihre Blumen Aquarelle zu erreichen. Einmal hat Hanka das Hahnemühle Leonardo – Echtbütten, 600 g/m², matt und einmal das Aquarellpapier Canson Fontenay 300 g/m², fine gewählt. Hier ein paar Schnappschüsse von der Kunstblume Lore und ihren Aquarellen.

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Nun sind wir gespannt, wie ab dem 27.06.2015 die Ausstellung „Die falsche Blume – ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger“ in der Staatlichen Kunstsammlung Dresden aussehen wird und was aus unseren Blumen Aquarellen geworden ist.

Wenn zwei das gleiche malen, entsteht nicht das gleiche

Wenn zwei das gleiche malen, entsteht nicht das gleiche

Mohn Aquarelle von Hanka und Frank Koebsch

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Sommer über den Feldern (c) Aquarell von Hanka u Frank Koebsch
Sommer über den Feldern (c) Aquarell von Hanka u Frank Koebsch

Wenn man mich fragt, wie lange ich schon male oder wie ich zum Malen gekommen bin, lauten meist der Beginn meiner Antwort: „Meine Frau und ich malen gemeinsam seit über 15 Jahren. …“  Das Gemeinsam bedeutet, dass wir gemeinsam begonnen haben, Aquarell und Pastell zu malen, gemeinsam Aquarellkurse besucht und Malreisen unternommen haben, dass wir zusammen ausstellen. In unserem Fall bedeutet gemeinsam malen, dass wir viel Freude haben zu malen, uns über die Malerei auszutauschen, uns gegenseitig anzuregen, Hinweise zu geben, Motive zu erkunden … Gemeinsam malen bedeutet nicht, dass wir gemeinsam an einem Bild malen oder zur gleichen Zeit malen oder gar zur selben Zeit ein Motiv malen.  Nun Ausnahmen bestätigen die Regel. Es gibt eines von unseren vielen Aquarellen an dem wir beide Hand angelegt haben. Es war eher ein Spaß als Absicht oder System. Entstanden ist das Aquarell „Sommer über den Feldern“. Warum wir kaum zusammen malen ist, ganz einfach zu erklären. Jeder von uns hat seine eigenen Vorlieben. Wenn wir Blumen und Blüten malen, dann können auch schon mal Distel Aquarelle entstehen, während Hanka dann eher Tulpenaquarelle malt. Wenn wir Vögel malen, dann mag Hanka eher Rotkehlchen Aquarelle und ich Kraniche. Es gibt aber auch gleiche Motive, die wir gemalt haben. Im Sommern haben wir uns beide z.B. an Lila Mohn versucht. Entstanden sind zwei unterschiedliche Mohnaquarelle.

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Lila Mohn (c) Aquarell von Hanka Koebsch
Lila Mohn (c) Aquarell von Hanka Koebsch
Spotlight (c) ein Mohn Aquarell von Frank Koebsch
Spotlight (c) ein Mohn Aquarell von Frank Koebsch

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Wie sie sehen unterscheiden sich die Mohnaquarelle stark von einander, obwohl das Motiv ein und dieselbe Mohnpflanze aus dem Freilichtmuseum Mueß war. Die Bilder unterscheiden sich durch

Doch den wesentlichen Unterschied macht nicht das Material sondern die Art und Weise, die Vorstellung, die man das Motiv in Szene setzen will. Hanka hat einen Teil des Farbauftrages für den Hintergrund wieder abgewaschen, um meine Farbübergänge zu erzeugen und die Blüten in einer fiktiven Umgebung einzupassen. Ich habe den Kontrast zu den Mohnblüten massiv erhöht, in dem ich den Hintergrund sehr dunkel gehalten habe und nur einen Blick auf das Motiv wie in einem Spotlight ermögliche. Zwei Bilder vom gleichen Motiv aber doch zwei total unterschiedliche Mohnaquarelle. Wenn zwei das gleiche malen, entsteht nicht das gleiche.  😉

Was meinen Sie, welches der beiden Aquarelle von dem Lila Mohn gefällt Ihnen am besten?

Blüten in der Herbstsonne © ein Rosenaquarell von Frank Koebsch

Blüten in der Herbstsonne ©

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ein Rosenaquarell von Frank Koebsch

Cansonpapier und Aquarellfarben von Mijello begeistern mich

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Sommerende (c) Rosen Aquarell von Frank Koebsch
Sommerende (c) Rosen Aquarell von Frank Koebsch

Wenn ich in den letzten Monaten auf meinem Blog über Blumenaquarelle geschrieben habe, hatte ich Rosenbilder vorgestellt. Zuletzt hatte ich in dem Artikel Rosen als Zeichnung und Aquarell auf die Aktion 999 Rosen von Martina Wald aufmerksam gemacht. Ich teile die Begeisterung von Martina für die Rosen und Jazz  auch wenn es bei mir wohl keine 999 Aquarelle werden. Ich hatte mich von den letzten Blüten im Herbst verleiten lassen, Rosen zu malen. Das aktuelle Aquarell habe ich im Rahmen eines Aquarellkurses bei Heinr.Hünicke  begonnen. Ich hatte in diesem Kurs die Mijello Aquarellfarben vorgestellt und gemeinsam mit den Malschülern Rosen Aquarelle gemalt. Es war ein schöner Vormittag gemeinsam mit den Schülern und am Nachmittag hatte ich die Chance den Besuchern die Möglichkeiten der MISSION Gold Class Water Colours von Mijello zu zeigen. Gemalt habe ich das Rosen Aquarell „Blüten in der Herbstsonne“ auf Canson Montval in 50 x 65 cm. Für mich eine ungewöhnliche Kombination, denn zu 90% nutze ich Schmincke Aquarellfarben und bei der Wahl des Aquarellpapiers verlassen ich mich nach mehreren ausführlichen Test auf  Papiere von Hahnemühle. Aber ich bin von der Kombination begeistert, es ist seit Jahren, das erste Mal, dass ich auf dem Papier von Canson male. Ein willkommenes Experiment, denn ich weiß nur zu gut, dass beim Aquarell das Ergebnis vom Papier abhängt. Die Farbpalette von Mijello und das Papier von Canson bringen die Rosenblüten in der Herbstsonne mit wunderbaren Kontrasten und Farbspiel zur Geltung, ein richtiges Herbstfeuer weit nach dem Sommerende 😉

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Blüten in der Herbstsonne (c) Rosen Aquarell von Frank Koebsch
Blüten in der Herbstsonne (c) Rosen Aquarell von Frank Koebsch

Wie gefallen Ihnen mein Rosen Aquarell „Blüten in der Herbstsonne“?

Lila Mohn – Ein Aquarell von Hanka Koebsch

Lila Mohn – Ein Aquarell von Hanka Koebsch

Eine besondere Art Aquarelle auf Canson Papier zu malen.

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Kunterbunt (c) Mohnquarell von Frank Koebsch
Kunterbunt (c) Mohnquarell von Frank Koebsch

Irgendwie habe ich einige Bilder, die wir im Sommer gemalt haben, noch gar nicht auf meinem Blog vorgestellt. Es werden zurzeit meist Herbstaquarelle oder die ersten Winterbilder gesucht, also muss ich mich sputen. Ich hatte ja bereits vor einigen Tagen das Mohnaquarell Kunterbunt gezeigt. In den nächsten Tagen möchte ich zwei Mohn Aquarelle vorstellen, die meine Frau Hanka und ich gemalt haben. Wenn zwei das gleiche Motiv malen, muss nicht das gleiche Aquarell entstehen. Es ist spannend, welche Bildausschnitte gewählt werden und welche Passagen betont werden. Wir haben Lila Mohn gemalt, jeder auf seine Art und Weise, auf unterschiedlichen Aquarellpapieren und mit unterschiedlichen Farben. Hanka malt sehr gerne auf Papier von Canson und nutzt Aquarellfarben von Schmincke. Auf dem Fontenay Aquarellbüttenblock (feinkörning, 300g/m2) hat Hanka eine Technik entwickelt, in dem sie Teile des Aquarelles von dem Papier wieder abwäscht. Es verbleiben dann wunderbare zarte Farbübergänge, die sich im Hintergrund oder anderen Teilen des Bildes sehr gut einfügen, doch schauen Sie selbst.

Lila Mohn (c) Aquarell von Hanka Koebsch
Lila Mohn (c) Aquarell von Hanka Koebsch

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Ein weiteres Beispiel für die Aquarellmalerei bei der Hanka Teile des Bildes abgewaschen hat, finden Sie bei diesen Tulpenaquarellen. Ich bewundere Hanka für diese Art ihrer Malerei. In den nächsten Tagen zeige ich dann meinen Lila Mohn, es wird eine interessante Gegenüberstellung -).

Wie gefällt Ihnen Hankas Aquarell „Lila Mohn“?

Tulpen Aquarelle

Tulpen Aquarelle

BUGA Auslese – ein Tulpen Aquarell von Hanka Koebsch

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Blumen Aquarelle erfreuen sich immer wieder einer großen Beliebtheit, so konnten wir in den vergangenen Tagen drei verschiedene Aquarelle mit Blumen und Blüten verkaufen.  Entsprechend unserer Tradition möchte ich die verkauften Bilder hier auf dem Blog noch einmal vorstellen.  Die Bilder sind eine bunte Mischung von Blumen Aquarellen – ein Distel-, ein Mohn– und ein Tulpenaquarell.  Tulpen haben meine Frau Hanka und ich wenige gemalt. Warum eigentlich? Wir haben im Frühjahr wunderschöne Tulpen im Garten. Bei der Auswahl der Tulpen für unseren Garten hatten wir uns 2009 von der BUGA in Schwerin inspirieren lassen. Das jetzt verkaufte Tulpenaquarell  „BUGA Auslese“ von meiner Frau Hanka entstand zu dieser Zeit. Das Besondere an diesem Aquarell ist, dass Hanka die verschiedenen Farbschichten in einer unterschiedlichen Art und Weise erzeugt hat. Das Tulpen Aquarell wurde auf Aquarellpapier von Canson gemalt. Der erste Farbauftrag der Aquarellfarben wurde dann von Hanka kurzer Hand zum großen Teil unter der Dusche abgewaschen. Damit entstand eine dezente Hintergrundmalerei. Die wichtigsten Akzente des Bildes wurden dann durch Lasuren wieder verstärkt oder durch Negativtechnik hervorgehoben. Damit entstand eine wunderbare Tiefenwirkung in dem Aquarell „BUGA Auslese“ 😉

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BUGA Auslese (c) Aquarell von Hanka Koebsch
BUGA Auslese (c) Aquarell von Hanka Koebsch

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Beim Schreiben dieses Artikels habe ich festgestellt, dass es noch gar keine Gesamtübersicht unserer Tulpenaquarelle gibt. Deshalb habe ich mal zum Vergleich einmal unsere Tulpenbilder herausgesucht.

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Welches der Tulpen Aquarelle gefällt Ihnen am besten?

Martina Wald – Eine Zeichnerin aus Frankfurt / Main

Martina Wald – Eine Zeichnerin aus Frankfurt / Main

Unsere Ausstellung „see more jazz in fine art

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Die Ausstellung zum Jazzfestival see more jazz.
Die Ausstellung zum Jazzfestival see more jazz.

Ich hatte begonnen, die Organisatoren des Jazzfestivals see more jazz, den Ausstellungsort Galerie Rostocker Hof  und die beteiligten Künstler  vorzustellen.  Bei den Künstlern hatte ich mit der Hamburger Malerin Conny Stark und Volker Kurz begonnen. Heute möchte ich Ihnen eine weitere beteiligte Künstlerin vorstellen:

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Martina Wald

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ist Künstlerin und Zeichnerin. Sie lebt und arbeitet abwechselnd in Frankfurt am Main und auf einer kleinen Insel vor der Küste Südwest-Floridas. Nach dem Studium der Kunstgeschichte hat sie viele Jahre im Buch- und Kunsthandel gearbeitet.

Sie betreibt den bekannten Zeichen-Blog ”jedentagzeichnen” und veranstaltet Zeichen-Workshops in Frankfurt. Martina Wald zeichnet seit zwölf Jahren. Seit 2006 verbindet sie das Zeichnen mit einer weiteren großen Liebe, dem Jazz. Jährlich entstehen viele live gezeichnete Jazzdrawings, die sie während unzähliger Jazzkonzerte fertigt und die sie immer wieder in Ausstellungen in Deutschland und den USA zeigt.

Martina Wald fertigt ihre Zeichnungen mit schwarzem Tintenstift auf hochwertigem Zeichenpapier von Canson. Alle Zeichnungen haben ein Format von  15 cm x 21 cm.

Die letzte Ausstellung  der Jazzdrawings  war im Mai 2011 in der Galerie der “Alliance for the Arts” in Fort Myers, Florida.

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bass no. 54 (c) Jazz Zeichnung von Martina Wald
bass no. 54 (c) Jazz Zeichnung von Martina Wald
bass no. 136 (c) Jazz Zeichnung von Martina Wald

piano no. 19 (c) Jazz Zeichnung von Martina Wald
piano no. 19 (c) Jazz Zeichnung von Martina Wald

sax no. 74 (c) Jazz Zeichnung von Martina Wald
sax no. 74 (c) Jazz Zeichnung von Martina Wald

sax no. 78 (c) Jazz Zeichnung von Martina Wald
sax no. 78 (c) Jazz Zeichnung von Martina Wald
trumpet no. 19 (c) Jazz Zeichnung von Martina Wald
trumpet no. 19 (c) Jazz Zeichnung von Martina Wald

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Statement von Martina Wald zu ihren JAZZDRAWINGS

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Während unzähliger Jazzkonzerte sitze ich mit meinem Zeichenblock auf den Knien in der ersten Reihe, höre die Musik und beobachte die Musiker.
Mit dem Zeichenstift in der Hand begleite und dokumentiere ich die Verwandlung des Menschen, der ein Instrument spielt, in einen Menschen, der mit seinem Instrument völlig in der Musik, im Jazz, aufgeht.
Um Musik zu machen, braucht der Musiker das Instrument und das Instrument den Musiker. Während des Musikmachens scheint es, als verschmelzen diese beiden, Musiker und Instrument, zu einem Wesen.
Jazz wird plötzlich sichtbar.
Diesen Prozess zu beobachten, die Musik zu hören, zu spüren und die Intensität der gegenseitigen Hingabe des Musikers und des Musikinstrumentes zu erleben, hört nicht auf mich zu faszinieren.
In den letzten Jahren habe ich in Jazzclubs in New York, Berlin, Amsterdam, Wien, Paris, London, München und Frankfurt gezeichnet.

Jazz ist immer unvorhersehbar, oder besser gesagt: “unvorher-hör-bar.” Man weiß nie, was als nächstes kommt. In jedem Moment hört man etwas völlig Neues, wird von etwas nie zuvor Gehörtem, von einer neuen Improvisation überrascht.

Ich liebe Überraschungen und Jazz live zu hören ist ein einziges Fest der Überraschungen.
Jazz ist es, auf den gerade stattfindenden Moment, auf diesen Augenblick, mit Musik zu antworten.
Ich sehe da Parallelen zum Zeichnen.
Zeichnen ist für mich auf dem Papier dem zu antworten was ich sehe, fühle und eben auch: was ich höre – mit meinem Instrument, dem Zeichenstift.

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Ich kenne die Zeichnungen vom Martina Wald von ihrem Blog. Wir haben uns oft im Web zu den Zeichnungen, meinen Aquarellen und unseren Ausstellungen ausgetauscht. Ich freue mich riesig, dass ich die wunderbaren Jazz Zeichnungen von ihr zeigen darf. Wir (Conny StarkFrank KoebschMartina WaldUlli Schwenn und Volker Kurz) stellen im Rahmen des Jazzfestivals see more jazz aus. Die Aquarelle, Bilder, Fotografien und Zeichnungen unserer Ausstellung beinhalten wie der Jazz eine riesige Vielfalt an Ausstrahlung, Dynamik, Form und Farbe … und doch haben alle Künstler und Bilder etwas Verbindendes. Wie in einer Jazzband ist bei aller Vielfalt der Instrumente, der Ausdrucksweisen der Künstler das Verbindende die Musik.

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Flyer für die Austellung "see more jazz in fine art"
Flyer für die Ausstellung „see more jazz in fine art“

Test von Aquarellpapier (Teil 1)

Herstellung von Aquarellpapier

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Ich hatte vor einigen Tagen einen Artikel über die Suche nach dem richtigen Aquarellpapier veröffentlicht. Ich bin hierbei ein wenig auf die verschiedenen Arten des Papiers und die Herstellung eingegangen. Fast zur gleichen Zeit waren Cordula Kerlikowski und Susanne Haun bei Hahnemühle.  Beide konnten die Produktionsräume und Herstellungsprozesse in der Hahnemühle FineArt GmbH in Einbeck und in Dassel/ Relliehausen zu besichtigen. Cordula hatte unter der Überschrift Die Hahnemühle – oder: die hohe Schule traditioneller Papierherstellung einen Artikel auf Ihrem Blog veröffentlicht. In dem Video Faszination Papier: (Ein-)Blick in die Hahnemühle kann sich jeder einen kleinen Einblick über die Papierherstellung  machen.

Doch was bedeutet die Herstellung verschiedener Aquarellpapiere für den Malenden? Cordula Kerlikowski und ich waren uns bei der Antwort einig:

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Jeder muss sein Aquarellpapier finden..

Ich werde ich immer wieder gefragt, welches Aquarellpapier ich nutze oder empfehle. Welches Papier ich nutze, kann ich schnell und einfach sagen. Aber mit der Antwort, welches Aquarellpapier ich empfehle tue ich mich schon schwer. Warum? Die Wahl des Aquarellpapiers hängt von der Malweise und eingesetzten Techniken ab. Dieses ist natürlich für viele eine absolut unbefriedigende Aussage, insbesondere bei Menschen, die beginnen das Aquarell für sich zu entdecken. In die Aquarellkursen kommen Malschüler mit den unterschiedlichsten Papieren, meist ohne zuvor Erfahrungen sammeln zu können oder eine Beratung erhalten zu haben. Mit Interesse schauen dann die Malschüler, dass ich auf meinem Aquarellpapier mache und versuchen, dann dieses mit ihren Mitteln und Möglichkeiten umzusetzen. Dieses ist oft nicht möglich, da das Papier auf dem die Schuler malen, dieses gar nicht zulässt. Dieses ist dann der Punkt, an dem die Malschüler dem Papier mehr Interesse schenken. Wenn ausreichend Zeit vorhanden ist und die Kosten es erlauben, mache ich dann mit den Kursteilnehmern eine kleine Übung, in dem sie gemeinsam mit mir das gleiche Motiv auf unterschiedlichen Papieren malen.

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Test des Aquarellpapiers

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Für den Aquarellkurs Faszination Aquarell an der Volkshochschule Ehm Welk in Schwerin hatte ich gemeinsam mit den Malschülern ein einfachstes Apfelmotiv auf vier unterschiedlichen Papieren gemalt. In der Tabelle finden sie die genutzten Papiere, mit den Angaben der Hersteller zu den Papieren. Ich habe hierzu ganz bewusst Papiere mit unterschiedlichen Oberflächen ausgewählt.  Gleichzeitig habe ich ein sehr preiswertes Papier von Gerstäcker Papieren eines Herstellers gegenüber gestellt. Nur so ist es möglich wirkungsvoll zu zeigen, dass eine Aussage ich male auf Lana Papier, auf Papier von Canson, von Hahnemühle, von … wenig hilfreich ist.

Lfd. Nr. Hersteller Bezeichnung Ca. Preis pro Block Ca. Preis pro Blatt
1 Gerstäcker Künstler-Aquarellblock GERSTAECKER AQUARELL CLASSIC,
30 cm x 40 cm, 20 Blatt, 300 g / m 2
aus hochwertigem Zellstoff und HadernAufgrund der ausgezeichneten Oberflächenverleimung besteht die Möglichkeit, Farbe zurückzunehmen. Das erleichtert Korrekturen. Bei intensiver Nass-in-Nass-Technik sollte das Aquarellpapier vorher großflächig angefeuchtet werden, um die Oberflächenspannung zu mindern. Ein Aquarellkarton mit erstklassigen Eigenschaften, die für alle Techniken der Aquarellmalerei optimal sind
10,00 € 0,50 €
3 Hahnemühle Aquarellblock „Britannia“ 30 cm x 40 cm, 12 Blatt, 300 g / m 2 , MattGeeignet für alle Nasstechniken: Aquarell – insbesondere Nass in- Nass-Malerei, glattflächiges Vermalen sowie Trocken-Technik und Lavis 12,00 € 1,00 €
4 Hahnemühle Aquarellblock „Cornwall“,30 cm x 40 cm, 10 Blatt, 450 g / m 2, Rau, 100 % Zellstoff. Der stabile Karton gewährleistet ein gutes Fließverhalten der Farben. Die Leuchtkraft der Farben bleibt erhalten. Durch das hohe Flächengewicht wird eine sehr gute Planlage bei Nass-in-Nass-Technik erreicht. Für alle Aquarelltechniken, … 12,00 € 1,20 €
6 Hahnemühle Leonardo – Echtbütten Aquarellblock, 30 cm x 40 cm, 10 Blatt, 600 g/m², Rau, 100% Hadern,raue Oberfläche, säurefrei, lichtbeständig und von höchster Alterungsbeständigkeit. Der Block ist rundum mit einem Gazestreifen verleimt; dadurch ergibt sich eine gute Flachlage nach dem Anfeuchten. Der schwere, voluminöse Karton mit seiner weichen, harmonischen Oberflächenstruktur gewährleistet ein exzellentes Fließverhalten der Farbe und eine hohe Farbbrillanz. Hervorragend geeignet für alle Nasstechniken: Aquarell, Lavis, … 25,00 € 2,50 €

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Auf den vier verschiedenen Papieren haben wir dann in gleicher Malweise, die Motive entwickelt.

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Papierproben (c) Frank Koebsch
Papierproben (c) Frank Koebsch
Schritt 1 - Anlegen der Hintergrundes (c) FRank Koebsch
Schritt 1 – Anlegen der Hintergrundes (c) FRank Koebsch

 

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Im Schritt 1 ging es darum, den Hintergrund auf den Papieren zu gestalten. Wir haben hierzu einen hellgrünen Farbton gewählt und haben die Farbe satt aufgetragen. Bereits an dieser Stelle erleben alle schon eine Überraschung. Mit der gleichen Malweise werden auf allen vier Papieren ganz unterschiedliche Ergebnisse erzielt. Für die meisten war interessant, dass für die Malerei auf den Büttenpapier Leonardo und der Oberflächenstruktur des Cornwall für den gleichen Farbton viel mehr Farbe gebracht wird, als für die geleimten Oberflächen den anderen beiden. Auf den Aquarellpapier Leonardo und Cornwall von Hahnemühle ließen sich für jeden am einfachsten einen gleichmäßigen Farbauftrag realisieren. Gut zu wissen, wenn man ein Aquarell mit einem gleichmäßig blauen Himmel realisieren will, denn hier können je nach Gestaltung des Bildes die Ausblühungen durch die wässrige Farbe störend sein.

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Ergebnisse für das Anlegen des Hintergrunds (c) Frank Koebsch
Ergebnisse für das Anlegen des Hintergrunds (c) Frank Koebsch

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In den nächsten Schritten haben wir die Blätter für die beiden Äpfel angelegt. …

Wenn Sie wissen wollen, wie es mit dem Test von Aquarellpapier weiter geht, schauen Sie wieder vorbei 😉

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P.S. Hier finden Sie die anderen Artikel der zum Aquarellpapier

 

Welches ist das richtige Papier?

Ich suchte heute einen neuen Block Aquarellpapier in unserem Schrank. Hierbei bin ich über angefangene Blöcke und auch leeren Pappen gestolpert. Doch welches ist das richtige Papier?

Papierauswahl
Papierauswahl

Ich musste an Susanne Haun denken, sie hatte in Ihrem Artikel Ziegenfamilie über Ihre Erfahrungen und Ihre Auswahl geschrieben. So fing ich wieder an über die Bedeutung des Papiers für meine Bilder nachzudenken.

Für meine Aquarelle kann ich sagen, dass ich am liebsten auf Papieren von Canson und Hahnemühle male. Alle anderen Versuche zum Beispiel auf „Hausmarken“ von Boesner oder Gerstäcker haben nicht die Ergebnisse gebracht, ich ich erwartet habe. Es fehlt den Bildern an Brillianz und Tiefe. Doch auch die Papiere von Hahnemühle und Canson unterscheiden sich gewaltig.
Ich werde in den nächsten Wochen über meine Erfahrungen mit den Papieren schreiben und versuchen die Unterschiede dazustellen.