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Aquarellmalerei – Das Papier macht den Unterschied

4. September 2018 5 Kommentare

Aquarellmalerei – Das Papier macht den Unterschied

Auch bei der Wahl des Aquarellpapiers gilt: Probieren geht über studieren

 

Hurra ich habe Post 😉 Passend zum Start der Aquarellkurse und Malreisen im September habe ich ein Paket von Hahnemühle bekommen. Ich habe Probenblätter von verschiedenen Aquarellpapieren erhalten.

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Mit Hilfe der Probepapiere versuche ich immer wieder Fragen und Hilfeschreie von Malschülern und Interessenten zu beantworten, wie z.B.:

In meinen Aquarellkursen, Malreisen sowie anderen Veranstaltungen testen wir dann gemeinsam verschiedene Aquarellpapiere. Durch das Malen von ganz einfachen Motiven, wie Äpfeln, Herbstblättern, Möwen, Kerzen, Blüten auf verschiedenen Papieren mit einer unterschiedlichen Oberflächen und Dicken kann man sehr gut erleben, dass es auch bei der Aquarellmalerei heißt, das Papier macht den Unterschied.  Durch Anfassen, Malen, Ausprobieren erlebt man schnell, dass die Papiermischung, die Papieroberflächen (rau, matt, fein, satiniert, hot-pressed, cold-pressed, …) eine weit aus größere Rolle spielen als die Dicke oder das Gewicht der Papiere. Auch bei der Wahl des Aquarellpapiers gilt: Probieren geht über studieren 😉 Wenn man das gleiche Motiv schnell hinter einander auf unterschiedlichen Papier malt, kann man erleben, dass beim Aquarell das Ergebnis ganz wesentlich vom Papier abhängt.  Für alle die doch vor dem Malen sich in das Thema einlesen wollen, habe ich noch einen Tipp. Ich habe in der Zeitschrift „Palette& Zeichenstift“, den Artikel „Auf der Suche nach dem richtigen Aquarellpapier“ geschrieben. Hier können Sie den Auszug aus dem Artikel „Auf der Suche nach dem richtigen Aquarellpapier“ in der Palette 4 – 2016 auch als pdf lesen.

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Hier einige Tipp´s zur Suche nach dem richtigen Aquarellpapier:

  • Gehen Sie zum Papierhändler Ihres Vertrauens oder zu Ihrem Mallehrers / Dozenten lassen Sie sich Proben von verschiedenen Aquarellpapieren geben und probieren Sie einfache Motive auf unterschiedlichen Papieren aus. Am besten versuchen Sie es in ihrer Malgruppe. Dann können Sie die Ergebnisse der verschiedenen Maler auf den Papieren vergleichen und schnell erkennen, welche Ergebnisse dem Papier oder dem Maler „geschuldet“ sind.

  • Nutzen Sie die zwei / drei Papiere, auf denen Sie sich am wohlsten fühlen. Ich wähle von meinen „Lieblingspapieren“ immer das passende. Je nach Stimmung – ob ich zart oder kontrastreich malen möchte, je nach Motiv – ob ich ein Portrait oder eine Nebellandschaft malen möchte, wähle ich eines meiner Aquarellpapiere.

  • Bleiben Sie Ihren Papieren (eine Weile) treu, um die Möglichkeiten des Aquarellpapiers auszuschöpfen, um zu wissen, wie Wasser und Farben auf dem Papier reagieren. Dann können Sie sich auch an neue Motive und Herausforderungen wagen und müssen nicht jedes Mal mit den Überraschungen eines Papiers „kämpfen“.

  • Bleiben Sie neugierig, lassen Sie sich auch einmal überraschen und probieren Sie immer wieder einmal neue Aquarellpapiere aus oder malen Sie auch einmal Aquarelle auf Leinwand, Aluminium oder oder …. Es kann sich lohnen.

  • Investieren Sie in gutes Aquarellpapier. Nichts ist schlimmer, wenn die Aquarell misslingen, weil man versucht hat, am Papier zu sparen. Beachten Sie, das Papier ist immer das teuerste an der Aquarellmalerei. Gute Pinsel halten viele Jahre. Mit einem Näpfchen oder einer Tube Aquarellfarbe, kann man viele Bilder malen.

  • Ich kaufe Markenware (verschiedene Hahnemühle- und Lanapapiere), dann habe ich eine verlässliche Qualität.

Doch genug der Worte, da ein Bild mehr sagt als 1.000 Wort sagt, habe ich ein paar Fotos mit meiner Arbeitsweise mit Probeblättern von verschiedenen Aquarellpapieren herausgesucht.

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Vielleicht konnte ich Sie neugierig machen und Sie haben Lust, auch einmal verschiedene Aquarellpapiere auszuprobieren. Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei und freue mich auf Ihr Feedback. 😉

 

 

Auf der Suche nach dem richtigen Aquarellpapier

Auf der Suche nach dem richtigen Aquarellpapier

Ein Artikel von Frank Koebsch in Zeitschrift Palette und Zeichenstift 2016 / 04

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Papierauswahl (c) Frank Koebsch

Papierauswahl (c) Frank Koebsch

Wer meinen Blog verfolgt oder auf unserer Web Seite stöbert, wird gelesen haben, dass ich bei unseren Aquarellen in der Regel angebe, mit welchen Farben auf welchem Aquarellpapier wir die Bilder gemalt haben. Der Grund ist ganz einfach. Ich werde immer wieder bei den Aquarellkursen und Malreisen gefragt, welches Aquarellpapier ich nutze.  Auch auf Ausstellungen wird uns immer wieder diese Frage gestellt.  Meine Suche nach dem richtigen Aquarellpapier für mich war eine längere Reise.

Wie heißt es so schön:

Das Papier macht den Unterschied

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Ich habe verschiedene Papiere ausprobiert und bin auch weiterhin auf mir unbekannte Papiere gespannt. Drei verschiedene Aquarellpapiere habe ich gefunden, die meine heutige Art zu malen optimal unterstützen. Diese Papiere stehen bei mir im Schrank und ich wähle unter ihnen je nach Motiv, angestrebter Malweise und letztendlich auch nach persönlicher Stimmung. Aus diesem Grund empfehle ich Ihnen, verschiedene Aquarellpapiere auszuprobieren und danach die Wahl des Papiers zu treffen. Wenn man sein Papier oder seine Papiere gefunden hat, ist mein Tipp, bei diesen Papieren zu bleiben und seine Malweise immer weiterzuentwickeln.

Welches Papier ist das Richtige?

Welches Papier ist das Richtige?

Meine Erfahrungen habe ich habe ich in einem Artikel „Auf der Suche nach dem richtigen Aquarellpapier“ in der Zeitschrift „Palette und Zeichenstift“ veröffentlicht. Der Artikel soll eine Anregung sein, dass sich Malschüler und Anfänger mehr mit dem Medium Papier beschäftigen. Es hilft wenig zu fragen, auf welchem Papier ich oder andere Aquarellisten malen. Es ist wichtiger zu fragen

Welches Papier unterstützt meine Malweise?

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Als Beispiele für die unterschiedlichen Eigenschaften der Papiere, habe ich die Aquarelle „Aussicht auf das Mönchgut“, „Rosenblüten – wunderbare aber vergängliche Schönheiten“,  „Herbstanfang“ und „Die Blüten des Sebnitzer Flussteufels“ in der Palette veröffentlicht.

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Die Wirkung der Aquarellfarben und die Möglichkeiten sind auf den verschieden Papieren unterschiedlich. Das Aquarell „Die Blüten des Sebnitzer Flussteufels“ habe ich auf dem Echt-Bütten Aquarellkarton Leonardo, 600 g / mmatt, die Aquarelle „Herbstanfang“ und „Rosenblüten – wunderbare aber vergängliche Schönheiten“ auf dem Aquarellkarton Cornwall 450 g / m2, rau, das Aquarell „Aussicht auf das Mönchgut“ auf dem Aquarellkarton Britannia 300 g / m2 matt von Hahnemühle gemalt. Diese Papiere stehen bei mir im Schrank und ich ja nach Motiv und Stimmung wähle ich das für mich passende Aquarellpapier.

Das Gewicht eines Papiers ist nur eine Angabe, wie viel Wasser das Papier aufnehmen kann, bevor es sich wellt. Man kann ganz phantastische Bilder auf ganz dünnen, leichten Papieren malen, wenn sie aufgespannt werden. Noch wichtiger als das Gewicht sind die Oberfläche und der Aufbau des Papiers. Sie bestimmen ganz wesentlich

  • wie das Wasser – Farbgemisch verlaufen wird,
  • ob sich beim Auftrocknen leicht Wasserränder und Ausblühungen bilden,
  • ob sich Farben wieder auswaschen lassen oder beim Lasieren schnell wieder anlösen und dann auf dem Blatt vermischen,
  • wie die Farbe in das Papier eindringen wird, ob ein Aquarell matt aussieht oder die Farben wunderbar leuchten,
  • ….

Leider gibt für den Aufbau der Papiere und die Oberflächen keine einheitlichen Bezeichnungen. Ich versuche in dem Artikel die wichtigsten Begriffe (matt, rau, fine, satiniert, torchon, extra rau, kalt gepresst, heiß gepresst Bütten, Echtbütten, Akademiepapiere, …) zu erklären und gebe Hinweise wofür, sich die einzelnen Papierarten eignen.

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Hier können Sie den Auszug aus dem Artikel „Auf der Suche nach dem richtigen Aquarellpapier“ in der Palette 4 – 2016 auch als pdf lesen.

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Wie findet, man sein Aquarellpapier, dass die persönliche Malweiseunterstützt?

 

Wenn ich einen neuen Aquarellkurs oder eine längere Malreise starte, bitte ich meine Malschüler sich auf ein kleines Experiment einzulassen und ein einfaches Motiv mehrmals auf verschiedenen Papieren zu malen. Zuerst ist die Begeisterung nicht sehr groß. Ich versuche dann, den Stellenwert der Papierwahl für ein gutes Bild z.B. mit folgenden Aussagen zu verdeutlichen:

  • Es ist nicht möglich, mit dem besten Rotmarderpinsel und den brillantesten Farben auf einem Stück Pack- oder Toilettenpapier ein gutes Aquarell zu malen.

  • Von den Kosten für ein Aquarell gebe ich über 85 % für Papier aus, ca. 10 % für Farben, ca. 3 % für sonstiges und nur 2 % für Pinsel. Gute Pinsel halten bei richtiger Pflege viele Jahre. Papier und Farben sind Verbrauchsmaterial. Aber gute Aquarellpapiere sind die Grundlage für jedes Bild.

Eine der Übungen, die ich für einen

Test von Aquarellpapier

empfehle, ist das Malen von ein paar Äpfeln. Ich hatte diesen Test und die meine Ergebnisse bereits in den vergangenen Jahren einmal hier auf meinem Blog vorgestellt. Am besten Sie man die Ergebnisse des Tests von Aquarellpapieren in dieser Abbildung.

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Der Vergleich der fertigen Aquarelle auf den unterschiedlichen Papieren (c) Frank Koebsch

Der Vergleich der fertigen Aquarelle auf den unterschiedlichen Papieren (c) Frank Koebsch

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Palette und Zeichenstift 4 - 2016

Ich hoffe, dass ich Ihnen bei der Suche nach ihrem Aquarellpapier einige Impulse geben konnte. In dem Artikel „Auf der Suche nach dem richtigen Aquarellpapier“ der Palette 2016 – 04 können sie ganz ausführlich etwas zu dem Test und den verschiedenen Papieren lesen. Wenn Sie die Zeitschrift nicht besitzen, können sie hier eine Leseprobe als pdf einsehen oder und das Heft bei dem Verlag oder im gutsortierten Zeitschriftenhandel kaufen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Stöbern in der Palette und beim Ausprobieren.

 

Hahnemühle Aquarellpapiere, ich häufig nutze (c) FRank Koebsch

Hahnemühle Aquarellpapiere, ich häufig nutze (c) FRank Koebsch

Wenn Sie meinen Blog verfolgen, werden Sie gelesen haben, dass ich zu 90% Papiere von Hahnemühle nutze. Ich kann die verwendeten Aquarellpapiere zu 100% empfehlen😉.

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Vielleicht suchen Sie noch weitere Anregungen. Dann möchte ich Ihnen folgende Artikel empfehlen, die bisher von mir in der Zeitschrift „Palette und Zeichenstift“ erschienen sind:

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P.S.:

So ganz falsch kann ich mit meinen Überlegungen nicht liegen. Denn während unseres Urlaubes in Malmö erreichte mich eine Mail von meinem Kollegen Martin Lutz, mit einem Lob für den Artikel. Ein feedback über das ich mich sehr freue, denn ich bewundere die Aquarelle mit den Menschen von Martin Lutz. Mit seiner Malweise zaubert er Personen wunderbar locker und mit einer hohen Ausstrahlung auf „sein“ Aquarellpapier.

 

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