Podiumsdiskussion „Tourismus mit Kultur machen“

Podiumsdiskussion „Tourismus mit Kultur machen“ 

auf Einladung der Kreativsaison Mecklenburg

Kreativsaison Mecklenburg
Kreativsaison Mecklenburg

.

Ich habe in den vergangenen Tagen die Kreativ Saison Mecklenburg und die Ideen- und Projektwerkstatt vom 29.01.2013 im Kloster zum Heiligen Kreuz vorgestellt. Die zweite Veranstaltung, zu der Katharina Trabert eingeladen hatte, war eine Podiumsdiskussion „Tourismus mit Kultur machen“ in der Kunsthalle Rostock.  Als ich die Einladung erhalten habe, habe ich mich gefreut, die Besetzung der des Podiums zu lesen.

.

.

Im Podium vertreten waren

Im Publikum saßen der Bürgermeister von Schwaan Mathias Schauer, Herr Brunner von der Kunstmühle Schwaans, Vertreter der Ernst Barlach Stiftung Güstrows, der Kunstschule Rostock, des Societät Rostock maritim uvam. Eine gute Runde mit vielen interessanten Fragen, Diskussionen, Aussagen und Statements. Die Aussagen der Podium Mitglieder waren fundiert.

Podiumsdiskussion „Tourismus mit Kultur machen“ in der Kunsthalle Rostock
Podiumsdiskussion „Tourismus mit Kultur machen“ in der Kunsthalle Rostock

.

Ergebnisse der Podiumsdiskussion „Tourismus mit Kultur machen“

.

Die Diskussion hat wie ähnliche Veranstaltungen einige Punkte wieder deutlich gemacht:

  • Es wird oft diskutiert, ohne die notwendigen Kenntnisse zu haben.
  • Teilnehmer und Akteure müssen sich öfter austauschen, um die Begrifflichkeiten, Inhalte, Beweggründe und Motivationen der andere zu verstehen.
  • Es bedarf einer Moderation, um zwischen den verschieden Interessen zu vermitteln.
  • Es müssen ein Teil der Akteure verstehen, dass sie die Chance haben, sich in das Projekt, das Netzwerk einzubringen. Forderungen sind an ein Netzwerk sind nicht die richtige Art der Zusammenarbeit, denn Netzwerken heißt geben und nehmen.
  • Ein solcher Austausch ist notwendig, um Schwachstellen zu finden und gleichzeitig herauszufinden, wo die Stärken liegen.

Interessant war für mich, dass ich mich am Abend zuvor genau über unsere Erfahrungen zu solche Punkten mit Frauke Lietz – Projektleiterin des Projekts „Die Kunst von Kunst zu leben – Kunst & Kulturtourismus“ ausgetauscht habe. Sie hat immer wieder ähnliche Erfahrungen gemacht und erfolgreich gelernt, in solchen Prozessen zu vermitteln.

Alles in allen war es eine gute Diskussion  und interessanter Austausch. Trotz unterschiedlichster Ansichten und Ziele gab es

Konsens über die bessere Vermarktung der vorhandenen Angebote

.

Über das wie, hierzu gab es verschiedene Ansichten und Positionen. Am wenigsten überzeugend fand ich die Aussagen von Frau Melzer als Kultursenatorin auf die Frage:

Mit welchem Kulturangeboten kann Rostock bei Menschen in Deutschland und international werben?

.

Ihre Aussage war sinngemäß, Rostocks Stärke ist die große Vielfalt. Bei allem Verständnis dafür, dass die Senatorin die Vielfalt erhalten will, kann ich über die Aussage nur den Kopf schütteln. Ein besseres Marketing wird ohne Fokus nicht möglich sein, denn Menschen lassen sich nun einmal am besten mit ganz konkreten Angeboten ansprechen.  Alles anderes nenne ich verzetteln, dieses ist zu mindestens mein Wissen und Erfahrungen aus einer mehr als 20jährigen erfolgreichen Laufbahn im Bereich Marketing, Business Development und Vertrieb. Wer mir nicht glaubt, sollte dann vielleicht einmal Tillmann Hahn als erfolgreicher Gourmetkoch fragen ;-).

.

Mit der Forderung nach einem Kulturkalender für die Stadt verpasst die Ostsee Zeitung eine Chance 

.

Die Ostsee Zeitung berichtet über die Podiumsdiskussion Tourismus mit Kultur machen, OZ 2013 01 31, S.12
Die Ostsee Zeitung berichtet über die Podiumsdiskussion Tourismus mit Kultur machen, OZ 2013 01 31, S.12

.

Die Ostsee Zeitung hat über die Podiumsdiskussion „Tourismus mit Kultur machen“ berichtet und hat als Überschrift die Aussage gewählt, „Touristiker fordern einen Kultur Kalender für die Stadt“. Diese Forderungen sind nicht neu, Kulturtipps waren und sind lückenhaft. Bisherige Lösungsversuche sind immer dem Zuständigkeitsgerangel und / oder der Finanzierung gescheitert. Aber der Fehler in der Darstellung der Ostsee Zeitung ist, den Kalender auf die Stadt zu begrenzen. Auf dem Kulturmanagement Blog von Christian Henner-Fehr befindet sich eine Analyse, die ich bereits 2011 über die Chancen für eine Region rund um Rostock erarbeitet habe, wenn es eine übergreifende Darstellung der Aktivitäten in Internet und als Paper geben würde. In dem Artikel Kultureinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern und das Web2.0 finden Sie aus damaliger Sicht eine Abschätzung aber auch die notwendigen Voraussetzungen bei der Arbeit der Kultureinrichtungen im Netz. Seit dem sind fast zwei Jahre vergangen, aber eine Lösung ist immer noch nicht in Sicht und die OZ will den Kalender auf Rostock begrenzen. Die Überschrift der Ostsee Zeitung ist aus zwei Gründen unverständlich. Zum einen weil die Teilnehmer aus Schwaan und Güstrow vehement eine Einbeziehung gefordert haben und die Angebote der Kreativ Saison eine Region bis Wismar skizzieren und zum zweiten weil die Ostsee Zeitung keine Zeitung für die Stadt Rostock ist sondern die Auflagengröße Zeitung von Mecklenburg Vorpommern. Die Ostsee Zeitung hat bereits einen Veranstaltungskalender, bekommt über die Pressemitteilungen die notwendigen Daten, verkauft Tickets und berichtet über die Kulturveranstaltungen. Warum ergreift die Zeitung nicht die Chance den Kulturkalender für die Region zur Verfügung zu stellen? Es wäre toll wenn, dass Unternehmen diese Chance ergreift. Es wäre für Ostsee Zeitung gegenüber allen anderen Anbieter von Zeitungen, Zeitschriften, Blogs und Anbietern von Veranstaltungskarten ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal  ;-), wenn es einen offenen, informativen und grafisch gut gemachten Kulturkalender gibt.

.

Wie geht weiter es nach der Podiumsdiskussion?

.
Unabhängig von meiner persönlichen Meinung zu der einen Aussage von Frau Melzer, habe ich großen Respekt vor allen Teilnehmern egal ob im Podium oder im Zuschauerraum. Alle diese Menschen haben sich Zeit für diese Diskussionsrunde genommen und sich auf ihre Art und Weise eingebracht.  Ich hoffe, dass dieses Arrangement die Teilnehmer in ihren Bemühungen die Region weiterzuentwickeln noch weiterträgt. Mit den Aussagen aus dem OZ Artikel von Frau Katharina Tabert „Wir müssen gemeinsam den Kulturtourismus stahlen lassen“ und der Bestätigung von Frau Melzer „Dafür müssen wir uns wieder zusammensetzen, um ein einheitliches Angebot zu erstellen“  ist zu mindestens der Willen von zwei wichtigen Akteuren dokumentiert.  Mal sehen, wie es weiter geht 😉

Rossiniwoche (c) Kreativsaison Mecklenburg
Rossiniwoche (c) Kreativsaison Mecklenburg

Ganz großen Dank besonders an das Team der Kreativsaison Mecklenburg, welches die Veranstaltung inszeniert hat. Wenn Sie sich informieren wollen, was das Netzwerk von Künstlern, Kunsthandwerkern, Kulturschaffenden mit anderen Partnern organisiert, dann schauen Sie doch mal auf die Webseite www.kreativsaison.de oder besuchen Sie ROSSINI: MUSIKALISCHE OSTSEEWOCHE.

Hier können Sie erleben, wie man Tourismus mit Kultur macht ;-).

Kreativsaison Mecklenburg

Kreativsaison Mecklenburg

Ein kreatives Projekt, um eine Region in Mecklenburg zu entwickeln

.

Kloster zum Heiligen Kreuz (c) Frank Koebsch
Kloster zum Heiligen Kreuz (c) Frank Koebsch

An den vergangenen Tagen war ich zu Veranstaltungen unterwegs, die von dem Projekt Kreativsaison Mecklenburg organisiert wurden. Am Abend des 29.01. 2013 gab es eine Einladung zu einen Ideen- und Projektwerkstatt in das Kulturhistorische Museum Rostock im Kloster zum Heiligen Kreuz. Am 30.01.2013 wurde zu einen Podiumsdiskussion „Tourismus mit Kultur machen“ in die Kunsthalle Rostock eingeladen. Bei Veranstaltungen mit solchen Aufgabenstellungen und Zielen ist erst einmal zu klären

Wer oder was ist die Kreativsaison Mecklenburg?

.

Kreativsaison Mecklenburg
Kreativsaison Mecklenburg

Die Kreativsaison Mecklenburg ist eine Initiative von Katharina Trabert und ihrem Netzwerk smARTourism. Für mich entwickelt diese Initiative richtig Drive, fasst Dinge an und bringt Menschen zusammen, woran sich Kommunen, Tourismusverbände u.a. nicht heran getraut haben oder gescheitert sind. Aber warum gelingt einer Person mit einigen Partnern etwas zu bewegen, wo andere Menschen, Institutionen und Unternehmen seit einigen Jahren nur rumstümpern? Einmal ist es der Erfahrungshorizont. Katharina Trabert bringt aus ihrer Vergangenheit Erfahrungen mit, die sie außerhalb Mecklenburg Vorpommerns sammeln  konnte. Zum anderen macht sie nicht an Stadt-, Kreis- und Vereinsgrenzen Halt und begegnet Menschen und Unternehmen ohne Vorurteile. Sie gewinnt Partner und begeistert, diese für eine Zusammenarbeit. So wurde aus einer Initiative ein Projekt. Auf der Webseite des Projektes heißt es dazu

Die Kreativsaison startet als Pilotprojekt in der Region zwischen Wismar und Rostock, nördlich der A20 und sucht weitere Mitgestalter und Menschen mit Ideen. Sie wurde von smARTourism entwickelt und wird unter der Trägerschaft des Kunstverein Roter Pavillon (Bad Doberan) umgesetzt. Kooperationspartner sind Künstler, Orte der Kultur, Vereine, Gemeinden und touristische Unternehmen. Das Projekt wird durch den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Wer weitere Informationen sucht, dem kann ich diese Hintergründe, die Veröffentlichung in der Ostsee Zeitung mit der Zwischenüberschrift Initiative wünscht Synergien zwischen Tourismus und Kunst und den Mitschnitt vom Kulturjournal des NDR 1 Radio MV vom 10.10.2012 empfehlen.

.

Ideen- und Projektwerkstatt der Kreativsaison Mecklenburg

.

Ideen- und Projektwerkstatt im Kloster zum Heiligen Kreuz (c) Kreativsaison Mecklenburg
Ideen- und Projektwerkstatt im Kloster zum Heiligen Kreuz (c) Kreativsaison Mecklenburg

In der Ideen und Projektwerkstatt am Dienstagabend ging es um ganz konkrete Dinge. Wie können Informationen über die Angebote der Ateliers und Veranstaltungshinweise an die Touristen gebracht werden. Welche Medium ist, das richtige und wie kann es finanziert werden? Eines ist klar, die Hotels wollen keine tausenden Flyer und die Touristinformationen in den Städten bedienen oft nur die großen Anbieter, einen übergreifenden Veranstaltungskalender und eine Übersicht mit den vielen regionalen Angeboten gibt es nicht. Wie können Touristen in die Kröpeliner Tor Vorstadt Rostocks gelockt werden? Wie können Stadtführungen organisiert werden, die die Galerien und Ateliers mit einbeziehen? Wie kann eine Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Künstler entwickelt werden? Wie kann das Angebot von Künstlern für eine Kooperation mit Hotels und Gutshäusern aussehen? Und viele, viele andere Fragen mehr.

Ich habe mich sehr gefreut an dem Abend bekannte Gesichter zu treffen. Einmal Frauke Lietz – Sie ist die Projektleiterin des Projekts „Die Kunst von Kunst zu leben – Kunst & Kulturtourismus“. Frauke Lietz hat sich die Kreativsaison eingebracht und fördert die Umsetzung der ersten vier Projektwerkstätten. Aus meiner Sicht richtig klasse, denn Frau Lietz bringt einen riesigen Erfahrungshorizont und Netzwerk in das Projekt ein.

Rossiniwoche (c) Kreativsaison Mecklenburg
Rossiniwoche (c) Kreativsaison Mecklenburg

Eine weitere Bekannte war Anna Silberstein, von der Produzentengalerie artquarium. Anna Silberstein ist als Künstlerin und Macherin „ihres“ artquarium seit Jahren erfolgreich unterwegs. Sie will sich, um bessere Vermarktungsmöglichkeiten ihrer Galerie und der KTV  kümmern.

Mein Fazit von dem Abend: Es war interessant und und es gibt viele Ideen. Spannend ist immer, was dann wirklich konkret umgesetzt wird. Aber es gibt die ersten guten Beispiele, wie hier die Zusammenarbeit des Hotels Upstalsboom in Kühlungsborn mit einer Goldschmiedin, einer Fotografin und dem Sternekoch Tillmann Hahn als Arrangement HerzensZeit. Ein guter Anfang – weitere Angebote sind auf der Web Seite zu finden, wie z.B. die ROSSINI: MUSIKALISCHE OSTSEEWOCHE.

.

Mit diesen positiven Eindrücken von der Ideen- und Projektwerkstatt habe ich mich auf die Podiumsdiskussion in der Kunsthalle Rostock am nächsten Tag und die weitere Zusammenarbeit gefreut.

Entdecken Sie doch auch die Kreativsaison Mecklenburg mit ihren wachsenden Angeboten.

Herbst auf dem Heiligengeisthof (c) Frank Koebsch (4)

Heiliggeisthof – wunderbare Motive im Herzen Rostocks

Entdecken Sie doch mal die City Rostocks neben den alltäglichen Wegen

.

Gestern war ich in der City von Rostock unterwegs und habe mir Zeit genommen, den Heiligengeisthof zu erkunden. Ich laufe wie die meisten Menscheneinfach auf der Kröpeliner Str., der Langen Str. oder der Faulen Grube in unmittelbarer Nähe an dem Heiligengeisthof vorbei. Dabei lassen sich hier eine Menge wunderschöne Details entdecken und das Ensemble des Platzes hat ein wunderbares Flair. Entdecken Sie doch mal die Details des Pferdebrunnens. Auch heute lassen Sich noch wunderbar Bilder mit Herbstmotiven machen. Man hat den Eindruck hier noch Spuren des ursprünglichen Rostock aus dem Mittelalter zu finden. Aber viel ist davon nicht mehr übrig, denn bereits im frühen 19. Jahrhundert wurde das Gebiet in der Nähe der Marinen Kirche neugestaltet, der Zweite Weltkrieg hat dann weitere Spuren hinterlassen. Aber was soll´s, wenn Sie einen Moment verschnaufen wollen, entdecken Sie doch  solche  ruhigen Plätze mitten  in der City von Rostock.

P.S. Die beste Beschreibung für den Heiligengeisthof, des Pferdebrunnens u.a. finden Sie auf der Web Seite Hof Idyll.de, die Apartments dort sind wirklich eine Empfehlung wert.

  • ·          Wenn Sie weitere Motive aus Rostock entdecken wollen, besuchen Sie doch auch mal die Galerie Arppe, denn hier finden Sie wunderbar Fotografien aus Rostock und der Umgebung.
  • ·          beachten Sie auch die Plakette auf dem Pferdebrunnen, denn der Brunnen in seiner heutigen Form ist nur durch die JAHRESKÖSTE DER KAUFMANNSCHAFT ZU ROSTOCK E.V. zu sehen. Eine wunderbare Einrichtung in Rostock, die Jahr für Jahr viele Projekte unterstützt.

P.S.S. Ich bin mal wieder auf den Heiligengeisthof gekommen, weil ich mich mit Frau List zu dem Thema „Die Kunst von der Kunst zu leben“ ausgetauscht habe. Es war ein interessantes Gespräch 😉

Artquarium – eine erfolgreiche Produzentengalerie in Rostock

artquarium –

ein gutes Konzept und ein Kleinod in der Kulturszene Rostocks

.

Kulturscheibe - der Schaukasten der Produzentengalerie artquarium
Kulturscheibe - der Schaukasten der Produzentengalerie artquarium

Ich hatte am Rande meiner Blog Beiträge immer wieder mal die Produzentengalerie artquarium erwähnt und wollte eigentlich schon lange mal die Galerie vorstellen. Seit April liegen Fotos bei mir auf der Festplatte rum… Aber manchmal bedarf es auch eines Anstoßes von außen. Die Produzentengalerie informiert über die Seite Kulturscheibe.de – ein Terminfenster aus Rostock über Ausstellungen und andere kulturelle Events z.B. in der artquarium Produzentengalerie, in der Galerie am Alten Markt, in der Galerie Klosterformat, in der Galerie Möller, in der Kunsthalle Rostock, in der Galerie wolkenbank, in der HMT Rostock, im Volkstheater Rostock, in der Bühne 602, im Literaturhaus Rostock, im Peter-Weiss-Haus, in der Nikolaikirche, im Weidendom, der Festspiele MV, im Ursprung und unsere Ausstellung im Haus der Stadtwerke

Sie werden sicher wundern warum ich dieses in epischer Breite erwähne. Es für mich nur ein Teil des Konzeptes, wie sich die Macher der Produzentengalerie artquarium sich kümmern, Ideen entwickeln und so die Kunst von der Kunst zu leben für sich gestalten. In Rostock gibt es keine einheitlichen Kulturkalender im Web also, warum nicht einen solchen schaffen und so vielen Rostockern eine Möglichkeit geben sich zu informieren und zur gleichen Zeit immer die aktuellen Ausstellungen der eigenen Galerie promoten. Weitere Beispiele für das Agieren der Macher der Produzentengalerie artquarium sind die Installation eines Kunstautomaten von Kunsttick, die Integration in die Kunstnacht Rostocks, Kunst Offen, die Winterserenade und vielen anderen Veranstaltungen und Aktion in Rostock. Gleichzeitig werden andere Künstler und Kreative als Gäste in die Galerie eingeladen, um den Besuchern immer wieder neue und interessante Möglichkeiten zu bieten. Z.Z. stellt Frieda von de Kyrschen bis um 30.07.2011 ihre Stadtkleider in der Produzentengalerie artquarium aus. In der Galerie artquarium sind ständig Holzkunst von Felix Teredow sowie Schmuck und Konstrukte von Anna Silberstein  zu sehen. Wenn Sie neugierig geworden sind, schlendern Sie mal durch die Rostocker Altstadt zur Großen Wasserstr. machen eine Kunstpause und stöbern Sie es lohnt sich.

P.S. Danke an die Macher der Produzentengalerie artquarium für die Veröffentlichung unserer Ausstellung Aquarelle & Pastelle von Hanka und Frank Koebsch im Haus der Stadtwerke Rostock

Ausstellungsankündigung für unsere Ausstellung im Haus der Stadtwerke Rostock
Ausstellungsankündigung für unsere Ausstellung im Haus der Stadtwerke Rostock

Blogparade Teil 4: Sollte Kunst erschwinglich sein…

Conny Niehoff fragt:  Sollte Kunst erschwinglich sein…

.

Diese Frage von Conny Niehoff in ihrer Blogparade ist sehr interessant. Conny hat die Frage aus der Sicht gestellt, dass sich die Menschen als Käufer der Bilder, die Bilder bei den Künstlern und den Galerien leisten können und wollen. Hierzu gibt es dann verschiedene Facetten, wenn sich die Kunden kein wunderbares großes Original leisten können oder wollen, sind sie dann daran interessiert von dem Künstler

Wir haben sehr gute Erfahrungen mit kleineren Aquarellen und kleinen Kalendern gemacht, dieses offensichtlich aus zwei Aspekten heraus. Nicht jeder hat eine große Wand frei, aber ein kleines Bild z.B. 24 x 32 cm und ein Kalender in einem CD Format für den Schreibtisch oder die Vitrine gehen immer noch. Dazu kommt noch ganz klar der preisliche Unterschied entsprechend der Größe. Ein Aquarell 24 x 32 cm kostet bei uns z.Z. 125 €  und ein Format 56 x 76 cm 670 €.

Kalenderdeckblatt 2011 (c) Hanka & Frank Koebsch
Kalenderdeckblatt 2011 (c) Hanka & Frank Koebsch

Morgenstimmung im Hafen 2 (c) Aquarell von Frank Koebsch
Morgenstimmung im Hafen 2 (c) Aquarell von Frank Koebsch

Alt und Neu im Hafen (c) Aquarell aus dem Museumshafen von Frank Koebsch
Alt und Neu im Hafen (c) Aquarell aus dem Museumshafen von Frank Koebsch

Kalender 2011

Aquarell 24 x 32cm

Aquarell 56 x 76 cm

Der zweite Aspekt, des Themas Kunst muss man sich leisten können ist die Frage, ob sich der Künstler die Kunst leisten kann. Sprich sind die Einnahmen so groß, dass es davon seinen Lebensunterhalt leisten kann. Es ist halt eine Kunst von der Kunst zu leben. Dieses führt in der Regel nicht zu der Frage, nach dem Lebensstil des Künstlers sondern nach der Frage, wie ergibt sich der Preis des Kunstwerkes. Ich bin der Meinung, dass der Preis für Kunst wird gemacht, aber dieses hilft nicht wirklich wenn die Kunden den Preis nicht akzeptieren oder sich die Kunst nicht leisten wollen oder können. Hierzu gibt es gerade in Neubrandenburg unter der Überschrift „Arme Künstler“ eine aufgeregte Diskussion.

Ich kenne viele Menschen, die sind der Meinung, dass die Gemeinden, Städte und Länder für den Bereich der Kunst und Kultur verantwortlich sind. Klar liegt hier ein Teil der Verantwortung, z.B. im Bereich der Bildung, der Museen, Bibliotheken und Archive, der Theater zur Bewahrung der Kultur und auch für die Rahmenbedingungen zur Entwicklung der Kunst und Kultur heute und morgen. Auch wenn ich Bilder malen, Ausstellungen organisiere und auch Bilder verkaufe, würde ich nie auf die Idee kommen, dass der Staat in letzter Konsequent dafür zu sorgen hat, dass Künstler sich ihre Kunst leisten können. Bildende Künstler arbeiten in der Regel als Freiberufler und sind damit Selbstständiger Unternehmer. Warum? Anderen Selbstständigen wie der Handwerksmeister um die Ecke ermöglicht der Staat auch kein sorgloses Leben bis zu Rente.

Die Quintessens ist für mich, dass der Staat Rahmenbedingungen gestalten muss, der Künstler als selbständiger Unternehmer seine Existenz im Wesentlichen alleine sichern muss und der mündige Bürger sich mit der Kultur und Kunst seiner Heimat auseinander setzen sollte. 😉 So wird es gute Zeiten geben, wo man sich mehr leisten kann und schlechte…. Als Künstler muss man sich wie jeder Freiberufler selbst und ständig kümmern. Wenn es nicht reicht, ist man nicht mit dem richtigen Konzept, am richtigen Ort oder hat leider nicht den richtigen Beruf. Es ist wie immer nur die besten Sportler können von Ihrem Sport leben, nur die besten Unternehmen verdienen auf Dauer genug Geld.

.

Ist ein Künster ein Unternehmer?
Ist ein Künster ein Unternehmer?

.

P.S.: Schauen Sie doch mal in die vierte Etappe unserer Blogparade. Es lohnt sich, denn heute wird Coco ein Überraschungspaket der Fa. Hahnemühle und ihren wunderbaren Akt verlosen. Also sputen Sie sich.

Coco Glückwunsch, als ich das letzte Mal geschaut habe waren es 127 Kommentare.  Klasse gemacht 😉 !!!!!

.

Conny Niehoff„Rückenakt“32 x 24 cm,Hahnemühle Burgund
Rückenakt (c) Conny Niehoff
Rückenakt (c) Conny Niehoff

.

Hier finden Sie noch einmal alle Teilnehmer der Aktion: 10 Fragen zur Kunst

Großstadtheidi + Hellen Königs + Frank Hess + Anna Schüler Conny Niehoff + Andreas Mattern + Susanne Haun + Oliver Kohls + Frank Koebsch + Rosi Geisler

Arme Künstler im Nordosten Deutschlands

Alles, nur kein Unternehmer? 😉

.

Seit dem 10. Mai tauchen in Mecklenburg Vorpommern immer wieder kurze Meldungen über eine Studie der Hochschule Neubrandenburg auf. Die Überschrift lautet in der Regel Studie: Arme Künstler in Mecklenburg-Strelitz.

Als Fakten werden z.B. in der dpa Meldung vom 11.05.2011 folgende Daten genannt:

  • „Das Gros der Künstler, Kunsthandwerker und anderen kreativ Tätigen in der Region Mecklenburg-Strelitz lebt von rund 1.200 Euro im Monat und damit finanziell am Limit.“
  • „Mehr als 50 Prozent der Befragten hätten erklärt, dass sie mit 17.500 Euro im Jahr oder weniger auskommen müssten. 35 Prozent der Befragten gaben an, mehr als 50.000 Euro im Jahr zu haben, 15 Prozent lagen dazwischen.“

o.k. Wenn man das durchschnittliche Einkommen in Mecklenburg Vorpommern von 28.181€  kennt, ist diese zwar nicht schön, aber auch nicht überraschend. Es spiegelt die Situation eines Flächenlandes mit wenig Industrie und viel Abwanderung in der vergangenen Jahren und einer rasant alternden Bevölkerung wieder.

Arme Künstler
Arme Künstler

Der Nordkurier hatte am 11.05.2011 ebenfalls zu der Studie: Arme Künstler in Mecklenburg-Strelitz einen Artikel veröffentlicht – aber mit der Überschrift: Mehr Dialog für die Kultur erwünscht. Eine ganz andere Tonlage zur gleichen Studie 😉 Die Empfehlung der Studie heißt laut Nordkurier Mehr Förderinstrumente, mehr Dialog innerhalb der Branche, mehr Verknüpfung mit touristischen Angeboten |1|. Innerhalb der Studie machten Künstler „in individuellen Interviews ihren Problemen Luft“: Vom „Betteln“ um Unterstützung bis zur „Massenabfertigung“ durchreisender Touristen.“ |1|

Was ich gut finde ist, dass auf die Situation der Künstler und Kreativen hingewiesen wird. Es ist schon nicht leicht in einem Bundesland mit geringen Bruttosozialprodukt von der Kunst zu leben. Aber es ist scheinbar auch notwendig, dass den Künstlern und Kreativen der Spiegel vorgehalten wird. Der Nordkurier schreibt von einer zu geringen Vernetzung der Kreativen mit anderen Wirtschaftszweigen und zitiert Markus Wegerhoff, Fachbereichsleiter für Wirtschaftsförderung in der Kreisverwaltung mit den Worten „klassische Netzwerk-Aufgabe“.

Noch viel mehr auf den Punkt gebracht wurden die Defizite der Kreativen von Projektleiter Prof. Dr. Peter Dehne in einem Interview am 11.05.2011 in der Sendung Kulturjournal auf NDR 1 Radio MV.  Ich habe dieses Interview durch Zufall gehört und kann den Inhalt nur sinngemäß wieder geben. Sollten mir Fehler bei der Widergabe unterlaufen sein, bin ich für jeden Hinweis dankbar.

Ich habe mir aus dem Interview folgende Aussagen gemerkt.

  • Die Künstler sind nicht vernetzt.
  • Sie reden nicht mit einander.
  • Die Künstler entwickeln keine gemeinsamen Projekte.
  • Kaum einer von den Künstlern unterbreitet Angebote für Kinder.

In der dpa Meldung ist dann noch zu lesen,

„ Außerdem wünschten sich die Künstler, dass der neue Großkreis Netzwerke untereinander stärker fördere sowie einen Kulturmanager, der ihre Sprache spreche.“

Folgende Fragen bleiben bei dem Wunsch für mich ungeklärt:

  • Wer bezahlt den Kulturmanager?
  • Mit welchem Eigenanteil werden die Künstler an diesen Kosten beteiligt?
  • Werden die Künstler unter Moderation der Kulturmanager, dann untereinander reden, sich vernetzen und gemeinsame Projekte entwickeln?

Für mich sind Künstler in der Regel Freiberufler und damit selbständige Unternehmer und viele Punkte aus dem Artikel des Nordkurier und dem Interview habe nichts mit der wirtschaftlichen Situation im Land zu tun, sondern mit dem Selbstverständnis und dem Agieren der Künstler und Kreativen. Nicht umsonst hat die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung die Broschüre herausgebracht, Alles, nur kein Unternehmer?

In einem Gespräch mit Hr. Lemloh vom RKW Kompetenzzentrum Kultur- & Kreativwirtschaft des Bundes habe icherfahren, dass es hier durch aus verschiedene Meinungen gibt und in der Ausbildung sowie Förderpolitik der Künstler oft nicht als Unternehmer und Projektmanager gesehen wird. Umso mehr freue ich mich, dass es mir im vergangenen Jahr gelungen ist, 9 Künstler, Andreas Pasternack, Tilo Braune als einer der Väter der Eldenaer Jazz Evenings, die Stadt Greifswald, den NDR als Medienpartner, weitere Sponsoren und die Galerie im IPP zu gewinnen, um unser gemeinsames Ausstellungsprojekt Jazz meets Finearts zu realisieren. In diesem Jahr konnte ich mich wieder in eine Gruppe von Künstlern einbringen und die Blogparade: 10 Fragen zur Kunst von der Idee und der laufenden Durchführung vorantreiben. Mit dieser Blogparade als konzertierte Aktion versuchen wir recht erfolgreich im Bereich des Marketings und des WEB 2.0 besser zu positionieren, um mehr Menschen für unsere Kunst und unsere Ausstellungen zu gewinnen.  Weitere Ideen und Projekte sind Vorbereitung. Deshalb tue ich mich ein wenig schwer, wenn Künstler nach externer Unterstützung im Sinne eines Kulturmanagers rufen. Hilfe zur Selbsthilfe und die Kunst von der Kunst zu leben besser zu lernen ja. Mehr nein… denn ständige Förderung wir oft als konstante Einnahmequelle verstanden und nicht als temporäre Unterstützung für eine Unternehmung.

|1| Artikel: „Mehr Dialog für die Kultur erwünscht“ im Nordkurier vom 11.05.2011

P.S.:

Schauen Sie doch mal in die vierte Etappe unserer Blogparade. Es lohnt sich, denn am Sonntag wird Coco ein Überraschungspaket der Fa. Hahnemühle und ihren wunderbaren Akt verlosen.

.

Conny Niehoff„Rückenakt“32 x 24 cm,Hahnemühle Burgund
Rückenakt (c) Conny Niehoff
Rückenakt (c) Conny Niehoff

.

Hier finden Sie noch einmal alle Teilnehmer der Aktion: 10 Fragen zur Kunst

Großstadtheidi + Hellen Königs + Frank Hess + Anna Schüler Conny Niehoff + Andreas Mattern + Susanne Haun + Oliver Kohls + Frank Koebsch + Rosi Geisler