Abends bei den Rehen im Winterwald (c) Aquarell von FRank Koebsch

Abends bei den Rehen im Winterwald

Abends bei den Rehen im Winterwald

Rehe als Motive für meine Wild life Aquarelle

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In den vergangenen Wochen und Monaten habe ich Rehe als Motive für meine Wild life Aquarelle entdeckt. Bisher hatte ich „nur“ die größeren Rothirsche gemalt, denn diese hatte bei den Ausflügen in Natur in Mecklenburg Vorpommern als Konzertteilnehmer im Herbst und Wahrzeichen an der Ostsee erlebt. Aber nach und nach habe ich auch die kleinste unserer Hirscharten, die Rehe als Motive für meine Wild life Aquarelle wahrgenommen. Seit dem Sommer sind die AquarelleKuck mal, wer da kuckt“, „Rehe im letzten Licht des Tages“ und „Rehe im Winterwald“ entstanden. Egal ob ich die Tiere im Sommer, Herbst oder Winter beobachtet habe, war es spannend die grazilen Rehe zu malen. Hier die bisherigen Bilder.

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Bei meinen Streifzügen in den letzten Wochen über die Felder und Wiesen unserer Gemeinde habe ich immer wieder in den Abendstunden Sprünge von Rehwild beobachten können. Richtigen Winter mit richtig viel Schnee hatten wir ja leider nicht. Also herrschten trotz leichtem Frost und etwas Weiß von den wenigen Schneeflocken graue und blaue Farbtöne vor. Aber gerade diese Szenen mit den Rehen in dem diffusen Licht am Abend hatten ihren Reiz.

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Stück für Stück wuchs die Idee ein weiteres Aquarell mit Rehen im letzten Licht des Tages zu malen und so entstand das Bild

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Abends bei den Rehen im Winterwald (c) Aquarell von Frank Koebsch.

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Gemalt habe ich das Winteraquarell mit meinen Aquarellfarben von Schmincke. Doch dieses Mal habe ich stark granulierende Farben ausgesucht. Durch die krissligen Strukturen der blauen, grauen und braunen Farbtöne habe ich versucht, das diffuse Licht des Abendstimmung in dem Wald und die winterliche Kälte einzufangen. Damit die granulierenden Aquarellfarben ihre Wirkung richtig entfalten können, habe ich nach dem richtigen Aquarellpapier gesucht. Ich habe mich dann für das Leonardo 600 g/m2 matt von Hahnemühle entschieden. Farben und Papier entfalten eine wunderbare Wirkung für das Winteraquarell mit den Rehen. In der folgenden Slide Show können Sie in einzelnen Schritten erleben, wie das Aquarell „Abends bei den Rehen im Winterwald“ entstanden ist.

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Abends bei den Rehen im Winterwald (c) Aquarell von FRank Koebsch
Abends bei den Rehen im Winterwald (c) Aquarell von FRank Koebsch

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Es war spannend wie sich das Aquarell entwickelte. Ich hatte ja einige Wochen zu vor, das Bild „Rehe im Winterwald“ veröffentlicht. Beide Bilder sind auf dem gleichen Papier mit granulierenden Farben entstanden. Aber ich habe andere Farben gewählt und die machen auf dem gleichen Papier in der Aquarellmalerei den Unterschied. Doch dazu später in einem anderen Artikel mehr.

Wenn Ihnen das Motiv des Aquarells „Abends bei den Rehen im Winterwald“ gefällt, dann können Sie das Bild hier auf meinem Blog oder auf unserer Web-Seite  Wenn Sie statt des Originals lieber einen Druck erwerben wollen, weil Sie ein Bild mit anderen Maßen auf Leinwand, Alu Dibond, Acrylglas oder andere Materialien benötigen, dann erstellen wir gerne eine Reproduktion für Sie.

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Abends bei den Rehen im Winterwald (c) Aquarell von FRank Koebsch

Wild Life Aquarell „Abends bei den Rehen im Winterwald“ im Format 56 x 78 cm

Bei Interesse können Sie das Wild Life Aquarell „Abends bei den Rehen im Winterwald“ im Format 56 x 78 cm kaufen. Der Preis versteht sich incl. Porto innerhalb Deutschlands. Die Lieferzeit beträgt 10 Tage.

€1.080,00


P.S.S.: Wenn Sie Interesse an weiteren solchen Beschreibungen, wie Aquarelle Step by Step entstehen, haben, hier ein paar weitere Beispiele:

Wie malt man einen Himmel? (3)

Nicht immer ist der Himmel blau…

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„Nicht immer ist der Himmel blau. Unglaublich viele Farbschattierungen lassen sich in einem zu malenden Himmel entdecken…“ schreibt Wolfgang Baxrainer in dem Artikel „Fachkunde – Die Farben in der Aquarellmalerei“ in der Zeitschrift Palette und Zeichenstift, Ausgabe 1 / 2011.

Wolfgang Baxrainer zeigt in ein paar schnellen Aquarellen – „ Fünf-Minuten-Skizzen“, wie er Landschaften gestaltet und die Wirkung der Landschaften durch einen „gelungenen“ Himmel unterstreicht. Hierzu gehört auch, dass er  bei Bedarf Siena natur, Siena gebrannt, Magenta in den Himmel einfügt. Nun ich hatte ja in dem Artikel Wie malt man einen Himmel? (2) „Bei einem gelungenen Himmel ist der „Rest“ oft nur Staffage …“ Aquarelle mit verschiedenen fast blauen Himmel bei ganz unterschiedlichen Stimmungen vorgestellt. Aber ich kann auch anders 😉

Ein Winternachmittag über Rostock (c) Aquarell von Frank Koebsch
Ein Winternachmittag über Rostock (c) Aquarell von Frank Koebsch

Also habe ich mal in meinen Bildern gestöbert und ein paar Aquarelle mit „farbigen“  Himmeln herausgesucht. Beginnen wir mit zwei Winteraquarellen mit klarem Himmel. Bei uns an der Ostsee gibt es im Winter in der Regel wenig Schnee. In den meisten Jahren haben wir längere Kälteperioden mit knackigem Frost und mit keinen oder nur wenig Schnee. An einem solchen typischen Winternachmittag mit kaltem Wetter ist das Aquarell Ein Winternachmittag über Rostock entstanden. Ich habe versucht entsprechend der frostigen Stimmung am späten Nachmittag das Aquarell mit minimalistischen Mittel zu entwerfen. Besonders kalt wird es wenn die Sonne am Horizont verschwindet. Die frostige Stimmung wird durch die leichten Gelbtöne am Himmel und dem Eis am Ufer unterstrichen. Die letzten Sonnenstrahlen färben den Himmel im Westen leicht „rosa“ und der Himmel spiegelt sich in der Warnow.

Fachwerk im Winter (c) Aquarell von Frank Koebsch
Fachwerk im Winter (c) Aquarell von Frank Koebsch

Mit einem hellen Gelb am Horizont habe ich auch Frost in den Himmel hinter dem fränkischen Fachwerk „gezaubert“. In dem Aquarell  Fachwerk im Winter finden sich die Farben des Himmels ebenfalls in den anderen Bildteilen wieder und vermitteln so eine frostige Stimmung.

Boot im Abendlicht (c) Aquarell von Frank Koebsch
Boot im Abendlicht (c) Aquarell von Frank Koebsch

Ganz anders sieht es in dem Aquarell Boot im Abendlicht aus. Ich wollte eine Stimmung am Bodden nach dem Sonnenuntergang einfangen. Bei diffusem Licht der Dämmerung ist der wolkenbehangene Himmel noch von Rot und Orangetönen der untergegangenen Sonne durchzogen. Um die Stimmung real zu gestalten, muss sich das letzte Sonnenlicht auch auf den Naturholzflächen der Boote und der beige Sand am Ufer wieder finden lassen.  In diesem Bild habe ich die Orangetöne des Abendlichtes  nur dezent eingesetzt.

Anders habe ich die Organgetöne in dem Aquarell „Hafenwächter“ eingesetzt. Die Sonne ist im Hamburger Hafen untergegangen und hat den wolkenlosen Himmel orange gefärbt. Gleichzeitig taucht die Sonne die  Oberflächen der Kräne, Werftanlagen sowie der Lampe im Vordergrund in einem diffusen Rotton. Die hohen Aufbauten der Fähre sowie Möwe werden noch von dem restlichen Licht erreicht, im Gegensatz zur Wasseroberfläche, auf deren Wellen sich das Orange des Himmels wieder spiegelt.

Hafenwächter (c) Aquarell von Frank Koebsch
Hafenwächter (c) Aquarell von Frank Koebsch

In meinen Aquarellen bilden der Himmel und die anderen Bildelemente eine Einheit. Meine Aquarelle werden nicht durch den Himmel dominiert. Sondern alle Elemente des Bildes sollen die Stimmung unterstreichen. Die Aussage „Bei einem gelungenen Himmel ist der „Rest“ oft nur Staffage …“ passt nicht zu meiner Malweise. In einem kann ich Wolfgang Baxrainer nur Recht geben, ein schlechter Himmel vers… das ganze Bild. Schauen wir mal, ob dieses auch stimmt, wenn die Sonne untergegangen ist.

 

Nun in den drei Teilen der Artikelserie

habe ich am Beispiel einiger meiner Aquarelle die Gestaltung des Himmels gezeigt.