Malen in Moritzdorf – Eine Etappe unserer Malreise auf Rügen

Malen in Moritzburg – Etappe unserer Malreise auf Rügen

Ruderbootfähre Baabe – Moritzdorf (c) Aquarell von Frank Koebsch

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Malreise Faszinantion Rügen 2015 und 2016
Malreise Faszinantion Rügen 2015 und 2016

Oft beginne ich die Plein Air Saison mit einer Malreise auf Rügen. In diesem Jahr habe ich für mich schon im April die Saison der Freiluftmalerei eröffnet. Wir sind mit dem Workshop: Aquarellieren auf den Spuren der Maler der Künstlerkolonie Schwaan gestartet. Danach ging es Anfang Mai auf die Insel Rügen. Der Frühling auf Rügen bietet eine Vielzahl von wunderbaren Motiven. Wir starten unsere Malreisen von Middelhagen auf dem Mönchgut aus. Entweder wir malen unsere Aquarelle direkt in Middelhagen, auf den Boddenwiesen, direkt an der Ostsee oder erkunden die kleinen Häfen. Es macht einfach immer wieder Spaß, Aquarelle auf Rügen zu malen. Hier finden Sie ein paar Impressionen von den Malreisen auf Rügen. In den vergangenen Jahren sind eine Vielzahl von Rügen Aquarellen z.B. mit Booten und Schiffen, Landschaftsmalerei auf dem Mönchgut, Kranichen, Möwen sowie Szenen aus den kleinen Dörfern mit alten Fachwerkhäusern, Kirchen uva. Motiven entstanden. Auch dieses Mal wollen wir Aquarelle von Booten malen, aber unser Weg führte uns nicht in einen der vielen kleinen Häfen z.B. in die Marina oder den Hafen von Gager, nach Seedorf, Groß Zicker …. oder den Strand nach Baabe.

Anfang Mai haben wir uns als Motiv für unsere Aquarelle ein kleines touristisches Highlight ausgesucht. Wir sind zum Baaber Hafen und Bollwerk gefahren. Dort existiert zwischen Baabe und Moritzdorf  die kürzeste Fahrverbindung Europas. Die Fähre Moritzdorf ist die letzte Ruderfähre im Norden. Als Fußgänger oder Radfahrer nutzt man entweder diese Verbindung oder einen neun Kilometer weiteren Weg. So nutzen seit über 120 Jahren die Menschen die Ruderbootfähre in Moritzburg.  Hier heißt es dann noch ganz klassisch „Fährmann, hol über!“. Es macht einfach Spaß diese Verbindung selbst einmal auszuprobieren und dem Treiben dort auf zu zuschauen. Von dem Baaber Ufer aus hat man eine wunderbare Sicht auf das hüglige Panorama hinter Moritzburg, die kleinen Fischerboote und die Fähre. Genau dieses Motiv haben wir uns für unsere Bilder ausgesucht. Unsere Bilder, die an diesem Tag entstanden sind, sind keine typischen maritimen Bilder mit Booten und Schiffen sondern mehr ein Landschaftsaquarell von der Ostsee mit einem kleinen Ruderboot 😉 Hier ein paar Schnappschüsse vom vergangenen Herbst und unserem Ausflug im Rahmen der Malreise auf Rügen im kühlen Mai.

Ruderbootfähre Baabe - Moritzdorf (c) Aquarell von Frank Koebsch
Ruderbootfähre Baabe – Moritzdorf (c) Aquarell von Frank Koebsch

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Auf den Fotos vom Malen am Fähranleger von Moritzdorf ist zu ahnen, dass es an diesem Tag recht frisch war. Also haben wir nach einer Weile unsere unfertigen Aquarelle eingepackt und sind in meine Ferienwohnung to Hus nach Middelhagen gefahren. Hier haben wir immer eine Rückzugsposition für schlechtes Wetter während der Malreisen auf Rügen. Für das Aquarell „Ruderbootfähre Baabe -Moritzburg“ habe ich das Aquarellpapier Cornwall 450 g/m2 rau von Hahnemühle gewählt. Das raue Aquarellpapier erlaubt es im Zusammenspiel meiner Aquarellfarben von Schmincke, die notwendigen Kontrasten und das ganz leichte Krüseln der Wasseroberfläche zu realisieren.

Für ein Portrait eines der letzten Baaber Fischers Benno Mundt am Fähranleger hat die Zeit leider nicht gereicht. Benno Mundt betreibt mit seinem Sohn die Gaststätte Aalkate Baabe und führt seit vielen Jahren die Tradition der Baaber Fischer weiter. Szenen mit den Fischern wären tolle Motive, aber diese würden die Möglichkeiten einer Malreise sprengen. Aber vielleicht entsteht ja in Zukunft mal eine kleine Serie von Aquarellen mit den Fischern unseres Landes. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die kommenden Malreisen auf die Insel. 😉 


 

Ruderbootfähre Baabe - Moritzdorf (c) Aquarell von Frank Koebsch

Aquarell „Ruderbootfähre Baabe – Moritzdorf“ im Format 36 x 48 cm

Bei Interesse können Sie das Aquarell „Ruderbootfähre Baabe – Moritzdorf“ im Format 36 x 48 cm kaufen. Der Preis versteht sich incl. Porto innerhalb Deutschlands. Die Lieferzeit beträgt 10 Tage.

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Ein Ausflug nach Malmö

Ein Ausflug nach Malmö

Entdeckungen in der Stadt und den Museen Malmös

In den vergangenen Tagen haben wir uns mal wieder im Netzt rargemacht. Hanka und ich haben den Sommer an der Ostsee genossen. Wir waren dieses Mal nicht in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs, sondern haben eine Reise nach Malmö und Kopenhagen gemacht. Da wir Fans von Seereisen sind, haben wir eine Überfahrt von Warnemünde nach Trelleborg mit der TT-Line gebucht. Die Fähre Huckleberry Finn hat uns gut über die Ostsee getragen und in Schweden grüßte uns die Sonne im Fährhafen Trelleborg. Durch die schönen Überfahrtwurden schnell Erinnerungen an unsere Stippvisite mit der AIDA von Warnemünde nach Kopenhagen und Oslo geweckt. Doch dieses Mal hatten wir uns unsere Reise alleine zusammengestellt und wollten vier Tage lag die Städte mit ihren Museen und Galerien entdecken. Wir hatten unser Auto in Rostock am Fähranleger stehen gelassen und waren nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, um in den Innenstädten beweglicher zu sein. In Malmö haben wir im Hotel SCANDIC TRIANGELN gewohnt. Von hieraus haben wir zur Fuß oder mit dem Bus der Skånetrafiken  unterwegs. Wir haben es genossen in den Parks, wie z.B. den Pildammsparken, mit seinen wunderschönen Gärten, wie den Blomstergatan, den Prinzessin Margareta Blumengarten zum Thema Folklore, den Rosengarten, die wunderbaren Wege zum Spazieren und Joggen zu entdecken. Malmö ist eine Stadt mit einem jungen Gesicht und in vielen Bereichen dominieren Fußgänger und Radfahrer. Besonders in dem neunen Stadtteil VÄSTRA HAMNEN haben wir uns wohlgefühlt. Es ist angenehm zu sehen, wie moderner Städtebau funktionieren kann. Fast kein Haus gleich dem anderen, breite Weg, viel Grün, Platz für Spielplätze, keine Autos im Innenraum des Wohngebiets, Cafes, Radwege, gut erschlossen durch den Nahverkehr. Die Schweden haben, dass gemacht wovon bei uns nur geredet wird. Einfach klasse 😉 Hier ein paar Fotos von unserem Besuch in Malmö.

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Nun aber wir haben genauso viel Zeit in Museen und Galerien verbracht, wie wir durch die Stadt spaziert sind. Den Besuch im Kunstmuseum in Malmö können wir nur empfehlen. Hier werden die einzelnen Epochen gemeinsam mit bildender Kunst, Kunsthandwerk und Möbeln vorgestellt. Eine gute Art und Weise die geschichtliche Entwicklung und das Zusammenspiel von bildender Kunst und Mode sowie Kunsthandwerk zu zeigen. Wir haben uns gefreut, hier einige gute Pastelle und Mischtechniken mit Pastell aus dem 18. Jahrhundert zu finden.  Ein Besuch der sich für uns auf jeden Fall gelohnt hat. Fans von Moderner Kunst sind gut im Museum für moderne und Zeitgenössische Kunst und der Kunsthalle Malmös aufgehoben. Aber wie immer Kunst ist Geschmackssache. 😉 Was wir aber auf jeden Fall empfehlen können, ist ein Besuch des Form / Design Centers. Das Center und die umliegenden Angebote an Kunsthandwerk wie die Galerie GUSTUS laden zum entspannten Bummeln ein. Unser Besuch im Malmö und seine Museen und Galerien war interessant. So steht unser Plan für den nächsten Schwedenbesuch steht bereits fest. Wir werden in das nordische Aquarellmuseum, das Nordiska Akvarellmuseet fahren. Aber bis dahin vergeht sicher noch einige Zeit. In den nächsten Tagen werde ich dann über unsere Ausflüge von Malmö über die Öresundbrücke nach Kopenhagen berichten.

Wie malt man einen Himmel? (3)

Nicht immer ist der Himmel blau…

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„Nicht immer ist der Himmel blau. Unglaublich viele Farbschattierungen lassen sich in einem zu malenden Himmel entdecken…“ schreibt Wolfgang Baxrainer in dem Artikel „Fachkunde – Die Farben in der Aquarellmalerei“ in der Zeitschrift Palette und Zeichenstift, Ausgabe 1 / 2011.

Wolfgang Baxrainer zeigt in ein paar schnellen Aquarellen – „ Fünf-Minuten-Skizzen“, wie er Landschaften gestaltet und die Wirkung der Landschaften durch einen „gelungenen“ Himmel unterstreicht. Hierzu gehört auch, dass er  bei Bedarf Siena natur, Siena gebrannt, Magenta in den Himmel einfügt. Nun ich hatte ja in dem Artikel Wie malt man einen Himmel? (2) „Bei einem gelungenen Himmel ist der „Rest“ oft nur Staffage …“ Aquarelle mit verschiedenen fast blauen Himmel bei ganz unterschiedlichen Stimmungen vorgestellt. Aber ich kann auch anders 😉

Ein Winternachmittag über Rostock (c) Aquarell von Frank Koebsch
Ein Winternachmittag über Rostock (c) Aquarell von Frank Koebsch

Also habe ich mal in meinen Bildern gestöbert und ein paar Aquarelle mit „farbigen“  Himmeln herausgesucht. Beginnen wir mit zwei Winteraquarellen mit klarem Himmel. Bei uns an der Ostsee gibt es im Winter in der Regel wenig Schnee. In den meisten Jahren haben wir längere Kälteperioden mit knackigem Frost und mit keinen oder nur wenig Schnee. An einem solchen typischen Winternachmittag mit kaltem Wetter ist das Aquarell Ein Winternachmittag über Rostock entstanden. Ich habe versucht entsprechend der frostigen Stimmung am späten Nachmittag das Aquarell mit minimalistischen Mittel zu entwerfen. Besonders kalt wird es wenn die Sonne am Horizont verschwindet. Die frostige Stimmung wird durch die leichten Gelbtöne am Himmel und dem Eis am Ufer unterstrichen. Die letzten Sonnenstrahlen färben den Himmel im Westen leicht „rosa“ und der Himmel spiegelt sich in der Warnow.

Fachwerk im Winter (c) Aquarell von Frank Koebsch
Fachwerk im Winter (c) Aquarell von Frank Koebsch

Mit einem hellen Gelb am Horizont habe ich auch Frost in den Himmel hinter dem fränkischen Fachwerk „gezaubert“. In dem Aquarell  Fachwerk im Winter finden sich die Farben des Himmels ebenfalls in den anderen Bildteilen wieder und vermitteln so eine frostige Stimmung.

Boot im Abendlicht (c) Aquarell von Frank Koebsch
Boot im Abendlicht (c) Aquarell von Frank Koebsch

Ganz anders sieht es in dem Aquarell Boot im Abendlicht aus. Ich wollte eine Stimmung am Bodden nach dem Sonnenuntergang einfangen. Bei diffusem Licht der Dämmerung ist der wolkenbehangene Himmel noch von Rot und Orangetönen der untergegangenen Sonne durchzogen. Um die Stimmung real zu gestalten, muss sich das letzte Sonnenlicht auch auf den Naturholzflächen der Boote und der beige Sand am Ufer wieder finden lassen.  In diesem Bild habe ich die Orangetöne des Abendlichtes  nur dezent eingesetzt.

Anders habe ich die Organgetöne in dem Aquarell „Hafenwächter“ eingesetzt. Die Sonne ist im Hamburger Hafen untergegangen und hat den wolkenlosen Himmel orange gefärbt. Gleichzeitig taucht die Sonne die  Oberflächen der Kräne, Werftanlagen sowie der Lampe im Vordergrund in einem diffusen Rotton. Die hohen Aufbauten der Fähre sowie Möwe werden noch von dem restlichen Licht erreicht, im Gegensatz zur Wasseroberfläche, auf deren Wellen sich das Orange des Himmels wieder spiegelt.

Hafenwächter (c) Aquarell von Frank Koebsch
Hafenwächter (c) Aquarell von Frank Koebsch

In meinen Aquarellen bilden der Himmel und die anderen Bildelemente eine Einheit. Meine Aquarelle werden nicht durch den Himmel dominiert. Sondern alle Elemente des Bildes sollen die Stimmung unterstreichen. Die Aussage „Bei einem gelungenen Himmel ist der „Rest“ oft nur Staffage …“ passt nicht zu meiner Malweise. In einem kann ich Wolfgang Baxrainer nur Recht geben, ein schlechter Himmel vers… das ganze Bild. Schauen wir mal, ob dieses auch stimmt, wenn die Sonne untergegangen ist.

 

Nun in den drei Teilen der Artikelserie

habe ich am Beispiel einiger meiner Aquarelle die Gestaltung des Himmels gezeigt.