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Schnappschüsse aus unserer Ausstellung „Frühling im Land“

25. März 2014 4 Kommentare

Schnappschüsse aus der Ausstellung „Frühling im Land“

Hanka und Frank Koebsch stellen im Salzmuseum Bad Sülze aus

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Plakat für die Ausstellung von Hanka und Frank Koebsch in Bad Sülze

Plakat für die Ausstellung von Hanka und Frank Koebsch in Bad Sülze

Heute will ich endlich ein paar Fotos aus unserer Ausstellung „Frühling im Land“ im Salzmuseum in Bad Sülze zeigen. Hanka und ich zeigen Frühlingsaquarelle, wie Buschwindröchen, Magnolien und Kraniche. Wir haben auch einige Aquarelle mit Studien von verschiedenen Menschen gehangen.  Denn das Verhalten und Aussehen der Menschen verändert sich mit den ersten Sonnenstrahlen und der Wärme des Frühlings. Nicht um sonst, dichtete Goethe in seinem OsterspaziergangSie nimmt geputzte Menschen dafür.“ Ergänzt werden die Bilder durch einige Pastelle mit Landschaftsmotiven und Sternzeichen des Frühlings. Ergänzt werden unsere Frühlingsaquarelle durch Keramik von den Arbeitsgruppen der Umgebung. Aus unserer Sicht ist so eine gelungene Ausstellung entstanden.  Als dann auch noch einige Gäste zur Ausstellungseröffnung kamen, wir zu frieden ;-). Doch sehen Sie selbst … oder noch besser besuchen Sie doch in den nächsten Tagen unsere Ausstellung.

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Wir möchten uns bei den Verantwortlichen des Museums und allen Gästen für den Nachmittag recht herzlich bedanken. Einige Gäste und kleine Ereignisse bleiben einem besonders in Erinnerung.  Hier ein paar Beispiele. Gefreut haben wir uns über den Besuch von Bert Preikschat.  Seine beleuchteten und inszenierten Spinnennetze hatten wir zum Beispiel bei der Lichtklangnacht 2010 im IGA Park kennen gelernt und konnten dann später seine Ausstellung  „Keine Kunst ohne Licht“ im Haus der Stadtwerke Rostock besuchen. In diesem Jahr werden wir gemeinsam das Kunstfest an der Recknitz im Rahmen von Kunst offen am Pfingstwochenende gestalten.

Ganz besonders gefreut haben Hanka und ich mich über den Besuch von Corinna und Jörg Kastner. Ich hatte im Herbst vergangenen Jahres Corinna Kastner auf Google+ kennen gelernt. Einmal sind mir Ihre Fotos von Wustrow und der Ostsee aufgefallen und dann natürlich ihre Ostsee Krimis. Seit dem stehen wir übers Netz in Verbindung.  Aber sie persönlich im Rahmen der Ausstellung kennen zu lernen, war schon toll. Eine weitere Überraschung war Corinnas Mann Jörg Kastner, denn unbekannter Weise stehen von ihm auch Bücher bei uns im Regal. Als Maler hatte ich mir natürlich mit dem Erscheinen seinen Roman Die Farbe Blau gekauft. Es war schön mit den beiden Hannoveranern Schriftstellern zu plaudern. 😉

Darüber hinaus, dauert es nicht lange und ich hatte im Rahmen der Ausstellungseröffnung meinen Pinsel in der Hand. Denn die Fragen zur Aquarellmalerei lassen sich am besten erklären, wenn man es einfach mal vormacht. Meine Farbkasten und kleine Malereien verzauberten seinen Teil der Zuhörer. Es hat Spaß gemacht mit den Besuchern über die Motive und die Malerei zu plaudern, die Zeit verging schnell. Wie immer kam ich während der Eröffnung gar nicht zum Fotografieren. Deshalb müssen wir uns bei Corinna Kastner und Bert Preikschat für die Schnappschüsse aus unserer Ausstellung „Frühling im Land“ ganz herzlich bedanken.

Aquarellfarben in Tuben oder Näpfchen, was ist besser?

16. März 2014 4 Kommentare

Aquarellfarben in Tuben oder Näpfchen, was ist besser?

Was ist mit den Aquarellfarben in den Tuben und den Näpfchen zu beachten?

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Wie viele Aquarellfarben braucht man ? (c) Frank Koebsch

Wie viele Aquarellfarben braucht man ? (c) Frank Koebsch

Ich hatte vor einigen Tagen meinen Farbkasten aufgefüllt und mich dabei unserer Lagerbeständen von über 150 Tubenfarben bedient. Als ich dann die richtigen Tuben gesucht habe, ist mir die Frage eingefallen Wie viele Aquarellfarben braucht man? die ich immer wieder im Rahmen von Aquarellkursen und Ausstellungen gestellt bekomme. Da Hanka und ich im Jahr einige Aquarelle malen, etliche Dinge ausprobieren benötigen wir doch „größere“ Mengen von Farben. Angefangen haben wir wie viele Malschüler mit einem Farbkasten mit kleinen Näpfchen. Schnell haben wir gemerkt, dass die kleinen Näpfchen eigentlich nur Nachteile haben. In der Regel malen wir unsere Bilder auf Aquarellpapieren, mit einem Format von 30 x 40 cm und größer. Hier zu nutzen wir dann natürlich auch entsprechend große Aquarellpinsel und mit  denen kommt man nicht gut in Näpfchen, um ausreichend Farbe aufzunehmen. Also haben wir, als die ersten Farben verbraucht waren nach und nach auf große Näpfchen umgestellt. Bei all der Malerei hat  sich mit der Zeit eine Farbpalette herausgebildet, die ich seit Jahren nutze. Also war der nächste Schritt meine großen Näpfchen aus den Tuben nachzufüllen. Wenn man immer wieder dieselben Aquarellfarben nutzt, helfen große Näpfchen und die Nutzung von Tubenfarben den Geldbeutel zu schonen. Theoretisch zu mindestens 😉 denn wir sind nicht anders, als die meisten Malfreunde. Auch wenn ich „nur“ 24 Farben in meinem Kasten habe, haben sich viele, viele Farben angesammelt, weil wir diese mal ausprobieren wollten, geschenkt bekommen haben und und… Wenn ich über die Nutzung von Tubenfarben und Näpfchen berichte, kommt es dann zu alle möglichen Fragen und Aussagen, wie

  • Ist wirklich die gleiche Aquarellfarbe in den Tuben und den Näpfchen?

  • Kann man jede Aquarellfarbe aus einer Tube in Näpfchen füllen?

  • Trocknet die Aquarellfarbe in den Tuben nicht ein? Wie lange kann man die Aquarellfarben in den Tuben lagern?

  • Die Tuben lassen sich schwer öffnen?

  • ….

Ich werde versuchen, die Fragen aus meinem Wissen und Erfahrungen zu beantworten. Ich nutze zu 90% Schmincke Aquarellfarben und ergänzt wird meine Palette durch Farbtöne von Winsor & Newton. In der jüngsten Zeit nutze ich dann auch ab und zu Aquarellfarben von Mijello. Also beziehen sich meine Erfahrungen auf diese Hersteller. Besonders interessant war es mal die Farbherstellung im Werk von Schmincke selbst zu erleben und das Geheimnis einer guten Aquarellfarbe in der Herstellung kennen zu lernen. Mit diesem Wissen und meinen Erfahrungen möchte ich versuchen die Fragen zu beantworten.

Ist wirklich die gleiche Aquarellfarbe in den Tuben und den Näpfchen?

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Mein Farbkasten (c) Frank Koebsch

Mein Farbkasten (c) Frank Koebsch

Nun die Antwort lautet ja. Einige mögen den Kopf über diese Frage schütteln. Aber für wer anfängt die Farben zu entdecken, erzielt unter Umständen ganz andere Ergebnisse, wenn man die Farben aus den Näpfchen auf nimmt oder aus einer Tube nutzt. Der Unterschied ergibt sich daraus, dass bei der Farbaufnahme direkt aus der Tube oft die Farbe sehr pastös auf genommen wird. Wird die Farbe aus dem Näpfchen aufgenommen, muss die Farbe mit Wasser angelöst werden. So nimmt man weniger Pigment auf, als bei einer Malerei aus der Tube. Aber in der Regel wird Aquarell Nass in Nass oder mit dünnen lichtdurchlässigen Lasuren gemalt und hier zu verdünnt man die Farben auf das notwendige Maß, um die notwendigen Effekte zu erzielen, egal ob mit Aquarellfarben aus Näpfchen oder Tuben gemalt wird.

Aus Sicht der Hersteller ist auch betriebswirtschaftlich nicht sinnvoll zwei verschiedene Farben zu produzieren und in den Vertrieb zu bringen. Wer sich für die Farbherstellung interessiert, dem kann ich dieses Video von Schmincke empfehlen. Hier sieht man auch, wie die Näpfchen gefüllt werden.

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Kann man jede Aquarellfarbe aus einer Tube in Näpfchen füllen?

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MISSION Gold Class Water Colours Set von von Mijello (c) Frank Koebsch (5)

MISSION Gold Class Water Colours Set von von Mijello (c) Frank Koebsch (5)

Ich male aus Näpfchen, denn ich kann nach dem Ende der Malerei, die überflüssige Farbe abtupfen, meinen Farbkasten schließen und gehen. Würde ich jedes Mal die pastöse Farbe aus einer Tube auf eine Palette drücken, dann hätte ich das Problem die Palette mit pastösen Farbresten zu transportieren. Wenn sich meine Näpfchen leeren, dann fülle ich sie einfach aus einer Tube nach. Wichtig ist es dann, die eingefüllte Aquarellfarbe durchtrocknen zu lassen. Beachtet man dieses nicht, dann wird die pastöse Farbe unter Umständen durch den ganzen Farbkasten wandern. Ein nette Sauerei, die schon mal erlebt habe. Bei Aquarellfarben von Schmincke und Winsor & Newton lasse ich die neugefüllten Näpfchen zwei Tage stehen, bevor ich meinen Farbkasten schließe und los ziehe. Anderes sieht es bei der Nutzung der Aquarellfarben von Mijello aus. Die MISSION Gold Class Water Colours von Mijello haben andere Eigenschaften. Sie sind so konzipiert, dass mehr aus den  Tuben gearbeitet wird, denn das Konzept sieht vor, mit  den Aquarellisten eine gute Farbaufnahme zu ermöglichen. Dieses setzt voraus, dass die Aquarellfarben von MISSION Gold Class Water Colours sicher schneller anlösen lassen. Dieses bedeutet, dass sie Farben in einem Näpfchen viel, viel schwerer durchtrocknen. Mijello bietet deshalb bisher auch keine Näpfchen an, denn nach einem Jahr sind die Farben auf meiner Palette von Mijello Farben immer noch nicht wirklich durchgetrocknet. Wollen Sie Mijello Farben aus Näpfchen nutzen wollen, stellen Sie sich auf eine Trocknungszeit von über 14 Tagen ein, bevor Sie die Farben in einem Kasten transportieren können. Man muss sich auf die Eigenschaften der verschiedenen Aquarellfarbenhersteller einlassen.

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Trocknet die Farbe in den Tuben nicht ein? Wie lange kann man die Aquarellfarben in den Tuben lagern?

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Ich hatte ja geschrieben, dass sich bei uns ca. 150 Tuben von Aquarellfarben angesammelt haben und dieses in einem Zeitraum von über 15 Jahr. Eingetrocknet sind aber nur zwei oder drei Tuben und dann wahrscheinlich auch nur, weil wir die Tuben nicht ordentlich verschlossen haben. Die Markenhersteller haben es gut in Griff, dass die Aquarellfarben 10 Jahre und länger pastös in einer Tube lagern lassen. Dieses setzt voraus, dass sich während dieser Zeit die Farben nicht entmischen oder eintrocknen. Ich würde in den Aquarellkursen schon oft mit Farbtuben konfrontiert, die eingetrocknet waren oder sich entmischt haben, aber es waren grundsätzlich Farben von No name Herstellern oder die Tuben waren nicht ordentlich verschlossen. Will man die eingetrocknete Tube nicht wegschmeißen, kann man die Tube entfernen und die Farbe nutzen, wie die aufgetrocknete Farbe in den Näpfen.

Die Tuben lassen sich schwer öffnen?

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Wenn die Aquarellfarben in den Tuben lange genutzt werden sollen, bedarf es etwas Pflege der Tuben. Ja die Tuben meist aus Aluminium brauchen ein wenig Pflege 😉 Schauen wir uns die doch mal die folgenden Fotos an. Das Bild Aquarellfarbe in neuer Tube zeigt ein wunderbar sauberes Gewinde der Tube. Aber im den Verschluss befindet Aquarellfarbe. Wenn man aus  der Tube seine Näpfchen füllt, beginnt das Gewinde der Tube zu verschmieren. Selbst wer hier noch ganz sauber arbeitet, wird feststellen, dass der Farbrest aus dem Verschluss beim Verschließen der Tube das Gewinde verschmieren wird. Öffnet man ein benutze Farbtube sieht man, dass der Verschluss und das Gewinde mit Farbe verschmutzt ist. Je mehr Farben auf den Verschluss und das Gewinde kommen, um größer die Wahrscheinlichkeit,

  • dass die Tuben nicht ordentlich verschlossen werden und die Farbe in der Tube eintrocknet oder
  • dass der Verschluss so verklebt, dass sich die Tube nicht mehr öffnen lässt.

Dieses ist der Grund, warum ich mir die Zeit nehme und den Verschluss der Tuben immer wieder mit einem feuchten Küchentuch säubere.  Diese Pflege macht sich bezahlt.

Sollte sich eine Tube nicht öffnen lassen, ist Vorsicht geboten, denn rohe Gewalt nutzt nichts. Ich empfehle den Verschluss mit einer Zange und die Tube ganz oben zu fassen und die Tube so weit wie möglich oben. Dann vorsichtig drehen … Vorsichtig, denn ich kenne Menschen, die eine Alu Tube mit Farbe durch das Drehen zerstört haben. Wenn gar nichts hilft, kann man die Tube mit den Verschlüsse in Wasser stellen und hoffen.

So wie ich meine Farben nutze, stellt sich nicht die Frage –

Aquarellfarben in Tuben oder Näpfchen, was ist besser?

Wie viele Aquarellfarben braucht man?

Wie viele Aquarellfarben braucht man?

Die Sammlung meiner Aquarellfarben und zum Schluss brauche ich nur wenige Farbtöne

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Immer wieder werde ich nach meinem Handwerkszeug gefragt, welches Aquarellpapier, welche Pinsel und welche Aquarellfarben ich nutze. In den vergangenen Tagen wurde ich immer wieder nach den Farben gefragt. Einmal fragten Besucher unserer Ausstellung „Frühling im Land“, als sie die unterschiedlichen Aquarelle der Ausstellung gesehen haben. Zum anderen sind die Farben immer wieder Thema in den Aquarellkursen. Nun oft kann ich einfach meinen Farbkasten zeigen, dann ist oft das Staunen groß, dass so viele verschiedene Aquarelle mit so wenigen Farben gemalt worden sind. Aber wen ich ehrlich bin, ist mein Farbkasten ist nur eine Fassette der Antwort auf die Frage:

Wie viele Aquarellfarben braucht man?

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Wie viele Aquarellfarben braucht man ? (c) Frank Koebsch

Wie viele Aquarellfarben braucht man ? (c) Frank Koebsch

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Bei uns haben sich mit den Jahren etliche verschiedene Tuben von Aquarellfarben angesammelt. Ich schätze mal, dass wir in einer Plastebox fast 150 Tubenfarben und einige Näpfchen haben. Angesammelt weil wir mal die einzelnen Farbtöne ausprobieren wollten, weil wir Farben geschenkt bekommen haben, weil sich mit den Jahren meine Farbpalette ein wenig verändert hat. Aber die Änderungen sind minimal, denn nach wie vor nutze ich zu 90% Schmincke Farben für meine Bilder. Das Geheimnis der Farben von Schmincke sind für mich beste Qualität und Fachwissen. Nun was sich wie eine Werbeaussage anhört, wurde auch in einem Vergleich von Aquarellfarben in der Zeitschrift ART&GRAPHIC magazin im September 2006  bestätigt. Schmincke  HORADAM sind die besten Aquarellfarben.   Aber der Markt ist in Bewegung und so versucht Mijello mit neuen Aquarellfarben und einer frischen Palette in Deutschland Fuß zu fassen.

Von den 110 Farbtönen der Schmincke Aquarellfarben habe es aber nur wenige in meinen Farbkasten geschafft. Zurzeit nutze ich einen Kasten mit 28 großen Näpfchen und habe 26 Farbtöne von Schmincke. Zwei Farbtöne nutze ich von Winsor & Newton, das 547 Chinacridongold  und 460 Perylengrün, für mich eine ideale Ergänzung zu den anderen Farbtönen. Zum Schluss bleibt die Frage,

Wie viele Aquarellfarben brauche ich für ein Bild?

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Dann lautet die Antwort: Ich brauche sechs, sieben, maximal neu Farbtöne für ein Aquarell. In den Videos Aquarell einer Distel von Frank Koebsch – step by step, Aquarell Step by Step – Faszination Karussell als Video oder den Artikeln zum Schneeglöckchen Aquarell oder dem Bild Wildwuchs in der Obstblüte bekommen Sie einen kleinen Einblick, wie bei mir ein Aquarell entsteht und ich die Farben einsetzte. Die Wirkung eines Motives versuche ich durch die geschickte Nutzung von Kontrasten zu steigern und nicht durch eine Vielzahl von Farben. So habe ich in dem Aquarell Vorsicht: stachlig bewusst auf Komplementärfarben im Bereich Blau – Orange gesetzt und folgende sieben Farben verwendet. Oft  ist weniger an der richtigen Stelle mehr 😉

Mein Farbkasten (c) Frank Koebsch

Mein Farbkasten (c) Frank Koebsch


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Ich hoffe, dass das Distel Aquarell „Vorsicht: Stachlig“ eine interessante Antwort auf die Frage: Wie viele Aquarellfarben braucht man? ist ;-).

Die beste Aquarellfarbe ?

4. Januar 2011 2 Kommentare

Glaubensfragen und Testergebnisse

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Nun in den vergangenen Tagen gab es unter der Überschrift Aquarellfarben in Tuben im kunstnet eine Diskussion über die „besten“ Aquarellfarbe und ob die Farben in den Tuben die gleichen sind wie in den Näpfchen. Nun ich versuchte mein Wissen dort ein wenig ein zu bringen und habe auf meinen Artikel Wie viele Aquarellfarben braucht man für ein Bild? mit den Hinweis auf die Artikelserie  „Fachkunde: Die Farben in der Aquarellmalerei –“ in der Palette & Zeichenstift 5 / 2010  ff von Wolfgang Baxrainer verwiesen. Nun wie es bei „Künstlern“ so ist, sind der Einsatz von Materialen aber oft Glaubens- oder Philosophiefragen ;-). Die Diskussion wogte über Pigmente, Lichtechtheit nach der Wollskala, ob man Herstellerangaben oder den Aussagen von Wolfgang Baxreiner trauen darf, sich lieber auf Selbstversuche verlassen sollte u.a. hin und her.

Aus diesem Grund hatte ich dann in meinen Zeitschriften gekramt und habe einen Vergleich von Aquarellfarben in der Zeitschrift „ART&GRAPHIC magazin“ in der September Ausgabe von 2006 herausgesucht. Da der Innovationszyklus bei Farben nicht sehr klein ist, denke ich, dass die Aussagen noch ihre Gültigkeit haben 😉 Neuere Tests sind mir nicht bekannt.  Ich bin aber für jeden Hinweis dankbar.

Auf der Seite 52 ff, der o.g. Ausgabe werden folgende Farben verglichen und folgende Ergebnisse ausgewiesen:

Untersucht wurden folgende Kategorien

  • Straining (Eigenschaft, dass sich die Farben wieder vom Papier lösen lassen)
  • Deckfähigkeit / Transparenz
  • Homogenität der Pigmentgröße
  • Ergebnisse auf unterschiedlichen Papieren
  • Verlauf
  • Farbaufnahme
  • Lichtechtheit
  • Verpackung
  • Information für den Nutzer
  • Sortiment

Ich male gerne mit Schmincke und Winsor & Newton. 😉 Was ich an den Farben mag?

Es ist das wiederholbare Ergebnis auf verschiedenen Untergründen, egal ob Papiere, Kartons oder Leinwand. Die Auswahl von lasierenden und deckenden Farben, die meine Malweise mit den vielen Lasuren unterstützt. Ob ich dabei bleibe? Ja bis ich etwas Besseres für mich gefunden habe, deshalb schaue ich auch gerne, was die anderen so machen und am besten, ich versuche mit anderen zusammen zu malen, zu mindestens ein oder zwei Mal pro Jahr.

Farbkasten - gemischte Palette

Farbkasten – gemischte Palette

Hier eine Aufnahme meines Farbkastens und ich habe nachgeschaut, wie andere Künstler Ihre Kästen bestückt haben 😉 z.B.:

Wie sehen Ihre Farbkästen aus? Über einen Hinweis würde ich mich freuen….

Wie viele Farben braucht ein Aquarellmaler?

21. Dezember 2010 7 Kommentare

Geschenketipp für einen Aquarellmaler – ein neuer Farbkasten

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Ich hatte in den vergangenen Wochen einen Artikel mit der Fragestellung veröffentlicht, Wie viele Aquarellfarben braucht man für ein Bild? Nun ich nutze zurzeit einen einzigen Kasten mit 28 Aquarellfarben von Schmincke und Winsor Newton. Es gibt Maler, die malen ihre Aquarelle immer wieder nur mit den gleichen vier bis sieben Farbtönen. Das könnte ich auf Dauer nicht, denn meine Palette wandelt sich. Hier finden Sie die Farben, ich Mitte 2009 benutzt habe. Damals habe ich mit ca. 33 Farben in zwei Kästen gearbeitet. Klar tauchen mir wichtige Farben heute wie damals auf, andere sind verschwunden und neue dazu gekommen. In den meisten meiner Aquarelle arbeite ich sechs oder sieben Farben, die Zusammenstellung variiert nach Stimmung und Thema. Hier ein Beispiel der verwendeten Farben für mit Distelaquarell Vorsicht: stachlig.

verwendete Farben

verwendete Farben

Nun manchmal wünsche ich mir schon mehr Farbtöne, denn in meiner heutigen Palette fehlen hier und da schon ein paar Farben. Im Bereich Orange könnte ich aus heutiger Sicht auf Farbtöne verzichten und habe so manchmal das Gefühl ein paar Lilatöne gebrauchen zu können. Meine Frau hat mir zum Nikolaus, die Entscheidung abgenommen, ob ich mir einen zweiten Kasten zu lege oder nicht. Sie mir einen riesigen Kasten ohne Farben geschenkt. Hier habe ich ausreichend Platz, um auch mit großen Pinseln zu arbeiten, Farben auf verschieden Flächen zu mischen und die Chance 35 Farbtöne in einem Kasten mit zu führen, damit bin ich dann für zukünftige Anforderungen ausreichend gerüstet. Nun muss ich nur noch mehr Zeit zum Malen finden ;-). Nun bin ich auf mein Weihnachtsgeschenk gespannt …

Meine Farbkästen

Meine Farbkästen

P.S.: Falls Sie unsicher sind welche Farben für Sie interessant sind schauen Sie mal in die Zeitschrift Palette & Zeichenstift. Wolfgang Baxrainer gibt einige gute Hinweise, wobei jeder für sich seine Farbwahl finden muss.

Palette und Zeichenstift

Palette und Zeichenstift

  • Artikel „Fachkunde: Die Farben in der Aquarellmalerei – Teil 1“ in der Palette & Zeichenstift 5 / 2010 S. 22 ff. von Wolfgang Baxrainer
  • Artikel „Fachkunde: Die Farben in der Aquarellmalerei – Teil 2“ in der Palette & Zeichenstift 6 / 2010 S. 16 ff. von Wolfgang Baxrainer
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