Mein Leben als Künstler

Mein Leben als Künstler

Ich bin kein BohèmeEin ganz normaler Tag eines Aquarellisten

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Nach dem ich meine Artikel zum Aquarell malen auf Rügen, an der Ostsee z.B. am Strand von Kühlungsborn veröffentlich hatte, ergab sich ein nettes Gespräch über das Leben als Künstlers. Klar wenn man die Fotos sieht, wie wir beim besten Wetter am Strand oder im Hafen von Groß Zicker malen,  kann man schnell auf die Idee kommen, dass jeder Tag von mir so aussieht. Es würde mir schon gefallen 😉

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Leider ist dieses nicht so. Die Zeit der Malreisen ist nur eine kleine Zeit im Jahr. Die Vorstellungen der meisten Menschen über das Leben eines Künstlers entsprechen nicht dem, wie meine Tage verlaufen. Ich gehe einem recht geregelten Leben nach und bin kein Bohème. Vor einiger Zeit hatte ich im Netz einmal eine Grafik über das Leben eines Fotografen gefunden, welche zwei Abbildungen mit den Titeln „Was die Menschen glauben, was ein Fotograf macht“ und „Was ein Fotograf tatsächlich macht“ zeigt. Nun ein Fotograf fotografiert halt nicht 80% des Tages und mach 20% Party. Genau so wenig male ich nicht den ganzen Tag am Strand und gehe zwischen durch baden. Leider 😉 Zur Vorbereitung des Workshop „Kunst und Kommunikation im Social WEB“ und meines Vortrages  „Social Media für Freiberufler und Künstler“ im Rahmen des Treffpunkt Kulturmanagement hatte ich eine Grafik für meine Tätigkeiten erstellt. In der Artikelserie Ein ganz normaler Tag eines Aquarellisten  hatte ich bereits in der Vergangenheit über typische Arbeitstage von mir berichtet. Auf Grund der Diskussion über meine Malreisen an die Ostsee, habe ich mal wieder einen typischen Tag eines Aquarellisten dokumentiert. Es war der vergangene Donnerstag …

Irgendwann gegen 06.30 Uhr war die Nacht vorbei. Nach einem Espresso und einem Glas Milch als Frühstück begann ich im WEB zu schauen, was es über Nacht Neues gab. Danach wenig Facebook, Pinterest und Google+, um meine News, dass ich im Rahmen der 16. Woche des Kranichs über meine Kranich Aquarelle einen Vortrag halte, in der Welt zu bringen. Eine wunderbare Gelegenheit um meine Faszination für die Kraniche mit anderen Menschen zu teilen. Nach gut drei Stunden habe ich habe ich Rechnungen für bestellte Kalender erstellt. Der Verkauf unser Kalender für das Jahr 2015 ist sehr gut angelaufen, also gab viel zu tun. Wir freuen uns riesig, dass sich viele Menschen für unsere Aquarelle in dem Kalender begeistern. Es ist ein schönes Feedback für unsere Arbeit. Meine Aufgabe an diesem Tag war es auch die Kalender zur Kunstscheune Rethwisch und zur Galerie Severina zu bringen. Die Galerie Severina ist in den nächsten Wochen Ausstellungsort unseres Projektes Faszination Galopper. Aber zurzeit kann man dort noch die  Ausstellung „La Gonzesse – Die 20er“ sehen.  Anja Es zeigt Tänzer und Tänzerinnen, Vamps, Diven und Dandys aus den Pariser Revue-Theatern der 20er Jahre in einem lebensgroßen Format. Eine sehenswerte Ausstellung, mein Tipp gehen Sie doch mal in den nächsten Tagen vorbei ;-). Die Galeristin Frau Höppner und ich haben noch einige Details für die kommende Ausstellung „Faszination Galopper“ abgestimmt. Dann ging es wieder rein ins Auto und weiter ging es in die Rostocker Innenstadt. Ich hatte die Hoffnung in der Galerie Klosterformat Frau Lamberz anzutreffen, um mit ihr die verkauften Sternzeichen Bücher abzurechnen. Aber ich hatte kein Glück. So habe ich die Zeit genutzt, um Frau Görß von Bilder & Mehr einen Besuch abzustatten, denn ich suchte für ein Geschenk noch einen Rahmen. Nach fast 100 km und viereinhalb Stunden später war ich am späten Nachmittag wieder zuhause. In der Zwischenzeit wurden bei unseren Nachbarn drei große Pakete abgegeben. Ich hatte für unsere Ausstellungen bei Nielsen und Hama Bilderrahmen bestellt. Solche Sendungen sind immer spannend, denn einige Versender und Paketdienste sind einfach nicht in der Lage mit Bilderrahmen umzugehen. Es gab Zeiten, da ging jeder zweite Rahmenlieferung zurück, weil die Gläser oder / und die Rahmen auf Grund von Vandalismus beim Transport und schlechter Verpackung beschädigt waren. Das Verschicken von Bilderrahmen ist eine Kunst. Also mussten wir die Sendungen schnell öffnen und kontrollieren. Nielsen fertigt laut einem Vergleichstest nicht nur die besten Aluminium Wechselrahmen sondern weiß auch, wie man Rahmen versendet, damit diese heil an kommen. Aber es kam wie es kommen musste. Für ein Blatt Format 20 x 50 cm hatte ich Hama Holzrahmen „Riga“, 26 x 60 cm. Hama liefert zwar das passende Format, aber mit ungeschliffenen Glas und nicht gut verpackt. Das Ergebnis – defektes Gals bei der Lieferung von Hama. Nun bin ich gespannt, wie gut die Reklamationsabteilung dort arbeitet. Als dann alle Rahmen verstaut, die Verpackungen entsorgt und die notwendige Buchhaltung erledigt war, ging es um 18.00 Uhr vor den Fernseher, um das WM Spiel zwischen den USA und Deutschland zu sehen. Nebenbei Mail bearbeiten, Kommentare auf Facebook, Google+ & Co. beantworten und nach dem Spiel den nächsten Artikel für meinen Blog vorbereiten.

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Mein Arbeitsalltag ist also eher unspektakulär, leider male ich nicht den ganzen Tag am Strand und ich versuche auch nicht dem Klischee eines armen Künstler und Bohème zu entsprechen. Ich habe mir den Beruf ausgesucht und liebe es selbstbestimmt die Tätigkeiten auszuführen und besonders die Tage, an denen ich Zeit habe zu malen ;-).

Wie haben Sie sich das Leben eines Künstlers vorgestellt?

Rückblick auf die Ausstellung Inge und Jo – Das Künstlerpaar JASTRAM

Rückblick auf die Ausstellung

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Inge und Jo – Das Künstlerpaar JASTRAM

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Herbst am Schwanenteich und Erinnerung an vergangene Ausstellungen in der Kunsthalle Rostock

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In den vergangenen Tagen habe ich den malerischen Herbst bei uns an der Ostsee genutzt, um der Kunsthalle Rostock und dem Schwanenteich einen Besuch abgestattet. Bei dem schönen Wetter hatte es riesigen Spaß gemacht im Park um den Teich herum die letzten Blumen und Blüten im Herbst sowie wunderbare bunte Blätter im sonnigen Herbst zu entdecken. Ich bin hier in Reutershagen groß geworden, aufgewachsen in Rostock in den 60 und 70er Jahren  und kenne den Schwanenteich, den Park und die Kunsthalle recht gut. Als Knirps habe ich im Sommer in den Platschbecken am Schwanenteich gebadet und im Winter bin ich dort Schlittschuhe gefahren und mit  dem Schlitten den Hügel runtergerast sowie auf den verschiedenen Skulpturen rumgeklettert. Besonders faszinierend waren für mich als Knirps der Eselreiter von Gerhard Rommel oder die Große Sitzende – Bronzestatue von Margret Middell. In den Ferien waren wie als Kinder oft in der Kunsthalle und haben die Angebote dort genutzt. Wir haben z.B. in den Ausstellungen zum Sandmännchen gezeichnet und gemalt. Noch heute zieht es mich immer wieder zu unterschiedlichsten Anlässen in die Kunsthalle Rostock egal ob zur Impulskonferenz der Kultur- und Kreativwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns, der Podiumsdiskussion „Tourismus mit Kultur machen“,  Rostock kreativ, der Ausstellung Credo von Georg Baselitz, Gotthard Graubner, Gerhard Richter und Günther Uecker, der Gedächtnisausstellung von Jo Jastram oder wenn Jazz in der Kunsthalle gespielt wird. Z.B. im Rahmen des Jazzfestivals See more Jazz und wir in der Rostocker Innenstadt im Rahmen des Festival Jazz Bilder ausstellen.

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Erlebte Spuren von Inge und Jo Jastram

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Der Anlass meines Spaziergangs am Schwanenteich war der Besuch der Ausstellung Inge und Jo – Das Künstlerpaar JASTRAM. Als Rostocker bin ich immer wieder mit der Kunst von den beiden in Berührung gekommen. Jo Jastram hat als Bildhauer viele Spuren in der Stadt hinterlassen. Die  meisten Menschen kennen sicher seine Brunnen ( Brunnen der Lebensfreude, Brunnen „Menschen am Wasser“ in der Langen Straße) oder viele andere Skulpturen und Plastiken von ihm. Da ich mich ein wenig mit den Kranichen beschäftige, kenne ich auch seinen Werbenden Kranich, Stehenden Kranich und Startenden Kranich. Aber genauso faszinierend wie die Kraniche finde  ich die Pferde von Jo Jastram, wie der Kasper Ohm up sin Vosswallach in der Badstüberstraße oder der Schreiende Hengst u.a., der z.Z. vor der Kunsthalle steht. Aber wenn man mit offenen Augen durch Rostock geht,  findet man noch die „Vicke-Schorler-Rolle“ ein wunderbares Bronzerelief am Glatten All, die Skulpturen Gruppe „Afrikanische Reisende“ an der Warnow vor dem Gebäude der Deutschen Seereederei Rostock, das Altstadtmodel in der Langen Str., die Plastiken am Fünfgiebel u.a.

Inge Jastram hinterließ andere Spuren, nicht so groß sondern wunderbare  als Grafikerin. Aber wenn man in Rostock Galerien unterwegs ist, egal ob bei Art Fuhrmann, der Galerie Möller, der Galerie Klosterformat, der OZ Kunstbörse … findet man die Arbeiten von Inge Jastram. Besonders schön ist natürlich, wenn die AIDA Flotte ihre Arbeiten auch in der Welt bekannt macht.

Wir hatten 2001 das Glück Inge und Jo Jastram sowie Ernst Lau in einer Ausstellung in Sanitz kennen etwas näher kennen zu lernen. Wir stellen damals „gemeinsam“ im Dorfgemeinschaftshaus in Sanitz aus. Wir zeigten erste Aquarelle gemeinsam mit anderen Hobbykünstlern und  Inge Jastram stellte großformatige Grafiken aus der Welt des Zirkus, Strandszenen u.a. aus. Jo hatte seine Frau in seiner spröden und liebvollen Art vorgestellt und danach plauderten Inge Jastram mit ihrem Drucker Ernst Lau und dem Publikum über die Grafiken, die Kunst der Radierung und des Druckens. Es war ein toller Abend. Seit dem haben wir eine Clowns Radierung von Inge Jastram und schauen immer wieder nach ihren Arbeiten. So finde ich auch die Worte von Ernst Lau in dem Porträt des NDR mit der Inge Jastram so treffend. Er sagt:

„… Wenn denn einer sagt, ich kenne Jastram und Jo und Inge nicht, dann ist dieses eine Bildungslücke.“ 😉

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Inge und Jo – Das Künstlerpaar JASTRAM in der Kunsthalle Rostock

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Mit diesem Wissen und den Berührungspunkten bin ich dann zweimal durch die Ausstellung gegangen. Ich habe scheinbar viele bekannte Dinge in der Ausstellung entdeckt aber auch viele für mit ungekannte Dinge. Klar kam ich wieder in Schwärmen für die Zirkusgrafiken, die z.T. mondänen Damen auf den Drucken von Inge Jastram und die Skulpturen von Jo´s Afrikanischen Reise, seinen Pferden und und … Aber es waren vielmehr die kleinen Dinge die mich faszinierten, wie die viele Skizzen der beiden. So gab es eine Zusammenstellung von Skizzen die Inge beim Fernsehen auf unterschiedlichsten Papieren erstellt hatte, Zeichnungen von Inge und Jo Jastrams Mütter auf dem Sterbebett, Skizzen von Jo von seinen Reisen und als Studien für seine Skulpturen. Diese Dinge und der damit verbundene Einblick in das Wirken waren interessant. Aber spannend war die Ausstellung im White Cube. Hier gab es eine große Anzahl von Fotos aus dem Leben der beiden, mit den Kindern, Freunden, Kollegen. Teilweise Schnappschüsse aus dem täglichen Leben, dann wieder Fotos von offiziellen Anlässen, der Landschaft Mecklenburg Vorpommerns, ihres Hauses in Kneese und und…. Eine sehr persönliche und informative Ausstellung zum Leben und Wirken den beiden. In der Mitte des weißen Cubes, den vielen Fotos wurden zwei Video gezeigt. Einmal das Porträt des NDR mit der Inge Jastram und zum zweiten das  Interview mit Günter Gaus zur Person – Porträts in Frage und Antwort – Jo Jastram  eine spannende Kombination mit den Fotos und den Werken der beiden.

Ich bin mit meinem Blogbeitrag als Veranstaltungshinweis viel zu spät, denn die Ausstellung ist schon abgebaut. Aber es ging mir nicht sehr um einen Hinweis auf die Ausstellung, sondern ich habe einfach ein wenig Zeit gebraucht, um meine Erinnerung zu sortieren 😉

Im Nachgang kann ich für alle, die nicht in der Ausstellung waren oder ihre Erinnerungen auffrischen wollen den Beitrag Inge & Jo das Künstlerpaar Jastram in der Mediathek des NDR empfehlen. Für mich war die Ausstellung ein schönes Erlebnis.

Kunstbörse der OstseeZeitung 2011

Bummel durch Rostocker Galerien

und die Ausstellung in der HMT

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Kulturhistorisches Museum im Kloster „Zum Heiligen Kreuz“ (c) Frank Koebsch
Kulturhistorisches Museum im Kloster „Zum Heiligen Kreuz“ (c) Frank Koebsch

Gestern war ich wieder in Rostock unterwegs, ich habe Galerien und die Ausstellung der 19. Kunstbörse der Ostseezeitung in der HMT besucht. Ich war z.B. in der Galerie Klosterformat. Ich habe Bücher „Mit Tusche zeichnen und kolorieren“ von Susanne Haun abgeben und habe mich mit Frau Lamberz ausgetauscht. Ich freue mich auf den Kunstmarkt am 2. Advent, am 03. und 04. Dezember 2011 den Frau Lamberz mit vielen Künstlern im Kulturhistorischen Museum im Kloster „Zum Heiligen Kreuz“ organisiert hat, Mein Weg führte mich weiter in die Produzentengalerie artquarium, wo ich mit Anna Silberstein plauschte, z.B. über den Kunstfriedhof der Forschungsgruppe Kunst in den vergangenen Tagen.

Aber besonders gespannt war ich auf die Ausstellung der 19. Kunstbörse in der Hochschule für Musik und Theater in Rostock.  Ich habe in den vergangenen Jahren immer wieder mit großem Interesse die Ausstellungen der Kunstbörse verfolgt. Hier finden Sie einen Bericht über meinen Besuch der Ausstellung der Kunstbörse 2010 und hier eine Auflistungen der beteiligten Künstler an der 18. Kunstbörse und der Kunstbörse 2009.

In diesem Jahr sind auf der Kunstbörse folgende Künstler vertreten: Barbara Burck, Bernd Kommnick, Elvira Martens, Hagen Stüdemann, Paula Holunder, Moritz Götze, Heike Hünniger, Matthias Dettmann, Bianka Marschall, Arndt Weigend, Gerlinde Creutzburg, Heiko Krause und Núria Quevedo.

Einigen der ausstellenden Künstler bin ich schon öfters persönlich begegnet oder habe zu mindesten ihre Werke mehrmals gesehen. Hier zwei Beispiele, bei Hagen Stüdemann habe ich vor Jahren mal einen Portraitkurs gemacht und die Bilder von Moritz Götze hatte ich 2010 in der Galerie der AIDA bella und in diesem Jahr auf der AIDA blu gesehen. Nun wenn Sie mich nach meiner Meinung fragen, war ein wenig enttäuscht. Ich hatte bei Besuch der Ausstellung der Kunstbörse, das Gefühl, dass die vergangenen Ausstellungen mit mehr Liebe gehangen und organisiert wurden. Es ist ein persönliches Gefühl, welches durch viele Kleinigkeit genährt wird.

Aber dieses machte die Bildern, Grafiken und Drucken der einzelnen Künstler nicht schlechter. Besonders interessant fand ich die Bilder in Öl „Strandszene“ und „Am Meer“ von Barbara Burck, die Siebdruck „Rückblick“ und „Daphne II“ von Hagen Stüdemann, die Bilder „Landschaft mit Echo oder während wir Brücken bauen“ und „Im Wort oder von 3 Dichtern“ von Gerlinde Creutzberg und die Grafiken von Moritz Götze. Schauen Sie mal bis zum 25. November vorbei, die Künstler haben es verdient und die HMT ist als wunderschönes Bauwerk auch immer einen Besuch wert.  Den Künstler und den Gästen wünsche ich ein tolle Versteigerung am Abend des 25. November.

Ausstellungsorte in der City von Rostock

Was einem alles so beim Besuch des WC passieren kann…

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Ich hatte in den vergangenen Tagen über meinen Stadtbummel in Rostock berichtet. Es war nur ein gleicher und kurzer Beitrag, denn irgendwie nicht viel schreiben. Aber bei meinem ich hatte meine Kamera mit und über 100 Fotos im Vorbeigehen gemacht, von denen ich Ihnen nach und nach einige vorstellen möchte. Ich hatte meine Rahmen mit neuen Gläsern in Auto gebracht. Bevor ich die Rostocker Galerien in der Innerstadt besuchte, musste ich dringend auf WC. Ich nutze die Möglichkeit im Rostocker Hof. Auf den Weg zur Toilette „stolperte“ ich über eine Ausstellung von Pastellen und Drucken. Aus meiner Sicht sollte man so etwas nicht machen!!!!

Auf der Suche nach Ausstellungsorten (c) Frank Koebsch
Auf der Suche nach Ausstellungsorten (c) Frank Koebsch

Wenn man auf der Suche nach Ausstellungsorten ist, gibt es wirklich einige Möglichkeiten. Hier eine kleine Aufzählung im Zentrum Rostocks – Galerie Klosterformat, Artqaurium, Galerie Wolkenbank, Galerie am Alten Markt, HMT Rostock, Galerie Bilder & Meer , Peter-Weiss-Haus, Nikolaikirche, Haus der Stadtwerke, Bibliothek in der Kröpeliner Str., Foyer des Rostocker Hofes, Foyer des Rostocker Rathauses, im Staun, in etlichen Hotels, Gaststätten, Rechtsanwalts- und Arztpraxen  werden Ausstellungen realisiert. Diese Aufzählung ist bestimmt nicht vollzählig, jeder egal ob Hobbykünstler oder Profi kann einen vernünftigen Ausstellungplatz finden, aber bitte nicht der Weg zum WC! Oder???

Kultureinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern und das Web2.0

Tue Gutes und rede darüber – Gilt dieses auch für die Kultureinrichtungen aus Mecklenburg Vorpommern?

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Als gebürtige Rostocker, der immer noch im MV zuhause ist, liegt mir die Entwicklung der Region am Herzen. Mecklenburg Vorpommern ist als Urlaubsland in den Sommer Monaten heiß begehrt, wenn es um die Ostseestrand geht. Es gibt außer den Sorgenkindern den Werften und den Ansiedlungen in den Häfen  kaum nennenswerte produzierende Großbetriebe. Außer in den Universitätsstädten Rostock und Greifswald ist auch in den nächsten Jahren mit einem starken Bevölkerungsrückgang und überproportionalen negativen Auswirkungen  der demografischen Entwicklung zurechnen.  Umso wichtiger ist es, mit den Pfunden der Region

  • die wunderbare Landschaft an der Ostsee und im Binnenland,
  • den Stärken der Universitäts- und Hochschulstandorten und
  • den Kultureinrichtungen

bei Investoren und Menschen zu werben. Eine Binsenweißheit 😉 Gerade das Angebot der Kultureinrichtungen  kann mit dazu beitragen, die Saison zu verlängern oder viele Menschen auf Mecklenburg Vorpommern aufmerksam zu machen oder zu binden, wie die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, die Störtebeker  Festspiele und und … Dieses sind die herausragenden Beispiele, die unser Bundesland über die Landesgrenzen hinweg bekannt machen und aufwerten. Doch wie sieht es mit den anderen Ausstellungsorten in Rostock und den Theatern aus Mecklenburg Vorpommern aus? Eine der Möglichkeiten der Einrichtungen mehr Besucher zu bekommen, über die Region hinaus zu wirken oder bekannt zu werden ist das WEB 2.0. Also habe ich mal für einige der bekanntesten Ausstellungsorte Rostocks und die Theater in Mecklenburg Vorpommern  angeschaut, wie präsent, diese im Netz bei Facebook, Youtube, Twitter oder Blogs sind und ob diese mit den Web Seite verbunden sind.  Heraus gekommen ist ein Artikel Kultureinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern und das Web2.0 den ich als Gastbeitrag auf dem Blog Das Kulturmanagement Blog von Christian Henner-Fehr veröffentlichen konnte. Christian beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Entwicklung und dem Zusammenspiel von Kultur, Kultureinrichtungen und Web 2.0. und Social Media. Ich denke, dass eine Veröffentlichung auf  dem Kulturmanagement Blog mehr Gewicht hat, als wenn ich „nur“ hier auf meinem Blog die Analyse veröffentlicht hätte.

Mecklenburg Vorpommern scheint kein Land der Blogger zu sein,
Mecklenburg Vorpommern scheint kein Land der Blogger zu sein,

Schauen Sie sich die Analyse mal an, auch wenn es sich um eine Momentaufnahme handelt. Ich habe folgende Galerien, Ausstellungs- und Spielorte in die Auswertung mit einbezogen:

die Galerie Möller, die Galerie Klosterformat, die Galerie  artFUHRMANN, die Galerie wolkenbank kunst+räume, die Produzentengalerie artquarium, die Galerie Alter Markt des Kunstvereins Rostock, die Kunsthalle Rostock, das Literaturhaus Rostock, die Hochschule für Musik und Theater Rostock, das Volkstheater Rostock, die Bühne 602 – compagnie de comedie, das Theater Vorpommern, die Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg und Neustrelitz, das Mecklenburgisches Landestheater Parchim, und das Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin.

Das Ergebnis des Artikels Kultureinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern und das Web2.0 ist recht ernüchternd, denn viele der genannten Einrichtungen haben für sich das Feld des Social Networking noch gar nicht entdeckt oder nutzen es nur unzureichend. Es muss ja vielleicht nicht unbedingt mehr gemacht werden, aber wenn man sich auf das Motto besinnen würde, „Tue Gutes und rede darüber“, kann man schon sehr viel erreichen. Dieses gilt insbesondere wenn man beachtet, dass sich viele Besucher der Region vor dem Besuch über das Internet informieren.

Hervorzuheben ist das Engagement der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg und Neustrelitz, denn der Auftritt und die Vernetzung sind klasse. Das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin nutzt wunderbar Twitter und Facebook, muss nur mal die alten FacebookAccounts einfangen. Aber warum ergreifen die anderen Einrichtungen nicht die Chance, sich besser zu präsentieren?

Besonders unzufrieden bin ich mit dem Auftritt der Rostocker Kultureinrichtungen im WEB. Ich kann den Einrichtungen nur die Studie zum Social-Media-Engagement deutscher Museen und Orchester ist online von Ulrike Schmid und insbesondere die Interviews in der Studie nur als Anregung empfehlen.

Rostock - Das ist es (c) Frank Koebsch
Rostock – Das ist es (c) Frank Koebsch

Ich würde mir wünschen, dass die Ausstellungsstätten Rostocks und die Theater Mecklenburg Vorpommerns diese Möglichkeiten für sich erschließen würden. Warum?

  • Es bringt für die Menschen in der Region einen Mehrwert.
  • Es wertet die Region für Urlauber und Investoren auf.
  • Es bringt allen Künstlern einen Gewinn.
  • Und aus Eigennutz, denn ich lebe hier

 

Zum Schluß – ein großes Dankeschön an Christian Henner-Fehr für die Veröffentlichung des genannten Artikels 😉

 

P.S.: Wenn Sie für Rostock ein gutes Kulturangebot suchen, kann ich Ihnen immer nur wieder den Blog Rostock – heute empfehlen. Leider erfährt man dort oft erst nach dem Event, wie gut er war, da es keinen guten Kulturkalender für die Region im Netz gibt

P.S.S.: Ein weiteres gutes Beispiel ist Exklusiv in Mecklenburg Vorpommern, hier wird bereits im Vorfeld auf etliche Kulturveranstaltungen aufmerksam gemacht.

Lichtwoche Rostock 2010 in der Nähe des Klosterhofes

Klosterhof bei Nacht

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Viele die über die Lichtwoche in Rostock berichten und Fotos zeigen, zeigen Fotos vom Uniplatz. Aber der Klosterhof direkt neben dem Hauptgebäude der Universität ist zu dieser Zeit wunderbar illuminiert. Für mich hat diese Szenerie mit den alten Häusern immer wieder ein ganz besonderes Flair.  Die Gebäude des Kloster zum Heiligen Kreuz, die umliegenden Anlagen mit der Stadtmauer sind aber zu jeder Jahreszeit einen Spaziergang wert. Entdecken sie doch mal die Architektur, das Kulturhistorische Museum, die Galerie Klosterformat, die Klostergoldschmiede u.a.