Das Portrait im Aquarell

Das Portrait  im Aquarell

Meine Empfehlungen Martin Lutz und Werner Maier

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Ich male immer wieder gerne Menschen. So sind verschiedene Serien von Aquarellen entstanden, wie meine Karussell Aquarelle z.B. dieser Knirps auf dem Karussellpferd, meine Ballett Aquarelle z.B. meine Ballerina oder meine Jazz Aquarelle z.B. Color in the voice of Darryll Smith u.a. Portraits zu malen, ist immer wieder eine besondere Herausforderung.

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Das Portrait im Aquarell - Martin Lutz
Das Portrait im Aquarell – Martin Lutz

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Bei der Portraitmalerei in Aquarell kommt noch im Vergleich zu anderen Maltechniken noch hinzu, dass es fast keine Korrekturmöglichkeiten gibt. Es gibt Künstler, die diese Malerei wunderbar beherrschen. Zwei Künstler, die ich hierbei besonders bewundere sind Martin Lutz und Werner Maier. Ich hatte in der Vergangenheit schon einmal das Buch “Gesichter und Figuren in Aquarell” von Martin Lutz vorgestellt. Ich mag seine Art zu malen, wie er sehr oft mit Flachpinseln und scheinbar ganz wenigen Mitteln schafft, das Wesentliche zu erfassen. Ich war und bin von dem Buch begeistert. Auf der WebSeite von Martin Lutz finden Sie als typisches Beispiel das Aquarell Neuigkeiten, für mich ein wunderbares Bild.

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Werner Maier hat eine ganz andere Art Portraits mit dem Aquarell zu erstellen. Er erfasst zeichnerisch mit wenigen Strichen das Wesentliche der Person und gibt dem Ganzen mit den Mitteln des Aquarells mehr Ausstrahlung. In dem Buch „Faszination Aquarell“ hat er einige seiner Portraits veröffentlicht. Für mich so eine Art und Weise zu malen, die sich ganz wesentlich von meiner unterscheidet. Ich habe einmal zum Vergleich das Buch „Faszination Portrait“ auf mein Aquarell out of season – Ulricke Mai und Lutz Gerlach gelegt. Diese Verschiedenheit hat für mich seinen Reiz. Also habe ich seit dem vergangenen Jahr eine Möglichkeit zu finden bei ihm ein wenig in Lehre zu gehen. Nach zwei vergeblichen Versuchen auf Grund von eigenen Aquarellkursen, Urlaub und Ausstellungen hat es jetzt geklappt und ich besuche einen Kurs bei Werner Maier.

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Gegensätzliche Lösungen für das Portrait im Aquarell - Frank Koebsch versus Werner Maier
Gegensätzliche Lösungen für das Portrait im Aquarell – Frank Koebsch versus Werner Maier

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Ich freue mich riesig auf diese Zeit, denn ich kann zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Der Kurs findet bei in Leutershausen im Atelier 20 von Ilse und Ekkehardt Hofmann statt und ich kann die beiden nach einigen Jahre wieder sehen. Ich bin gespannt Werner Maier kennen zu lernen, mit ihm und den anderen Kursteilnehmern kennen zu lernen.

Wie gefallen Ihnen meine Portraits in Aquarell?

Aquarellkurs „Menschen im Aquarell“ bei Kristina Jurick

Verschiedene Wege für das Thema Menschen im Aquarell

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Am vergangenen Wochenende war ich in Potsdam und  habe mir mal wieder einen Malkurs als Anregung und Nachhilfe gegönnt. Ich male sehr gerne Szenen mit Menschen egal ob Kinder auf der Karussell, Jazz– oder Tanzszenen oder die Fischmärkte am Mittelmeer. Bei Malen von Menschen gibt es verschiedenen Herangehensweisen und man kann nur lernen und sich weiterentwickeln, wenn man sich mit den verschiedenen Herangehensweisen beschäftigt. Ich mag z.B. die Menschen in den Aquarellen von Martin Lutz und hatte mich riesig über sein Buch ,,Gesichter und Figuren in Aquarell“ gefreut. Bewundern tue ich auch  die Portraits und Akte von Werner Maier, die Aquarelle von Carol Carter oder von Kristina Jurick.  Alle haben eine ganz andere Handschrift als ich in den Aquarellen und so habe ich kurzfristig die Möglichkeit bei Kristina Jurick in Potsdam den Aquarellkurs „Menschen im Aquarell“ zu besuchen.

Es hat Spaß gemacht, auch wenn ich mich in den normalen Kursen immer schwerer zu Recht finde, konnte ich doch einiges von der Kristina lernen, noch besser Menschen in verschiedene Szenarien zu integrieren. Das was Kristina sehr gut macht, ist die methodische Aufbereitung der Theorie und die Heranführung an die verschieden Themen. Also wenn Sie einen guten Aquarellkurs suchen,  stöbern Sie mal auf der Homepage von Kristina Jurick, es lohnt sich.

Gesichter und Figuren in Aquarell

Eine Buchempfehlung:

„Gesichter und Figuren in Aquarell“ von Martin Lutz

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Gesichter und Figuren in Aquarell - Martin Lutz
Gesichter und Figuren in Aquarell – Martin Lutz

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Ich habe von meiner Frau ein wunderbares Buch von Martin Lutz geschenkt bekommen. Obwohl ich es bisher noch nie geschafft habe, Martin Lutz persönlich kennen zu lernen oder Bilder von ihm in einer Ausstellung zu sehen, bin ich von seiner Malweise sehr angetan. Seit dem ich eine seiner ersten Ausgaben „Meisterschule Aquarellmalerei“ gesehen und gekauft hatte, habe ich den Wunsch mal gemeinsam mit ihm Menschen zu malen. Schauen Sie mal in die Galerie im WEB auf die Bilder von Martin Lutz z.B. auf das Aquarell „Neuigkeiten“. Er hat eine wunderbare Art mit breiten Pinseln mit sparsamen Mittel Personen im Aquarell darzustellen. Nun ja nicht jeder Wunsch kann gleich in Erfüllung gehen.

So hat mir meine Frau zum Geburtstag das Buch „Gesichter und Figuren in Aquarell“ von Martin Lutz geschenkt. Wenn Sie auf den Link des Buchtitels klicken, kommen Sie zu einer Leseprobe, in der ab der Seite 2 einige Beispiele der Malerei zu sehen sind. Mein Tipp, wenn Sie sich für Aquarellmalerei von Portraits und Menschen interessieren, schauen Sie mal in das Buch, es lohnt sich 😉 Für mich ein wunderbares Geschenk.

P.S. Meine Aquarelle zum Thema Menschen finden Sie hier.

P.S.S.: Als ich Martin Lutz nach der Erlaubnis fragte, ob ich das Cover seines Buches hier zeigen darf, lautete die Antwort 😉

Hallo Herr Koebsch,

Es freut mich dass Sie mein Buch gut finden; Sie können es auch gerne auf Ihrer Homepage darstellen – ich hoffe, dass es eine Bereicherung ist.

Ihre Bilder gefallen mir sehr gut, mein Kompliment !!

Mit kreativem Grüßen

Martin Lutz

Ein tolles Lob, ich habe mich riesig gefreut und möchte mich hier noch einmal bei Martin Lutz bedanken.

Gedanken zum Künstlerportrait – Harding Meyer in der Palette 4/2009 *1)

Vom Titelbild der Palette 4 / 2009 und aus dem Artikel schauen dem Leser viele interessante Gesichter an. So verwundert es nicht, dass Fr. Dr. Ulrike Fuchs, als Titel des Artikels über den Besuch im Atelier von Harding Meyer den Begriff „Gesichter“ gewählt hat. Es sind beeindruckende und interessante Gesichter mit ganz unterschiedlichen Ausdruckweisen von ganz unterschiedlichen Charakteren und fast alle Bilder haben keinen konkreten Bildhintergrund….

Ich beginne den Artikel zu lesen und bin gespannt mehr über den Künstler, seine Arbeitsweise und die Menschen auf den Bildern zu erfahren. Mich interessieren auf jeden Fall, die abgebildeten Menschen, denn wenn ich ein interessantes Gesicht sehe, beginne ich automatisch zu überlegen, was sich dahinter wohl für ein Mensch verbirgt. Ich glaube dieses läuft im täglichen Leben, bei jedem fast unbemerkt ab. Man sieht einen Mensch mustert ihn, macht sich einen Eindruck, von der Gestalt, dem Auftreten, der Ausstrahlung und dem Gesicht. Innerhalb von ein zwei Sekunden ist diese Ersteinschätzung fertig. Dieses läuft unbewusst ab, egal ob bei einem Termin in meinem Job oder jetzt auf der Zugfahrt nach Hause, wenn ein neuer Fahrtgast das Abteil betritt. Weckt etwas mein Interesse, werde ich neugierig und versuche zu ergründen, was es für ein Mensch ist. So geht es mir auch bei den Bildern von Harding Meyer. Aber meine Neugier, nach den Menschen auf den Bildern, wird nicht gestillt. Warum?

Frau Dr. Fuchs benutzt den Begriff „Kopfjäger“ und beschreibt, dass Harding Meyer die Menschen auf den Bildern gar nicht persönlich kennt. Er hat seine Köpfe auf einer Anregung aus dem Fernsehen, dem Internet oder von Fotos geschaffen. Er sucht mit hohem Aufwand nach diesen Anregungen. Er bildet die Menschen aber nicht eins zu eins ab oder versucht, das Charakteristische einen Menschen einzufangen und zu malen. Sondern aus der Anregung heraus beginnt er ein Gesicht zu entwickeln……

Also sind die Bilder von Harding Meyer für mich keine Portraits. Denn wie ich schon im meinem Betrag über das Interview mit Vogel in der Palette geschrieben habe, gehe ich mit dem Begriff Portrait altmodisch um. Ein Portrait soll in meiner Gedankenwelt, das Typische eines Menschen wieder spiegeln. Irgendjemand hatte mal gesagt, das Portrait ist der Spiegel der Persönlichkeit, der Seele des abgebildeten Menschen.

Nun ja…. aber, warum malt man Köpfe, Gesichter, wenn es nicht um den abgebildeten Menschen geht, wenn dieser Mensch gar nicht existiert? Wo finde ich in dem Artikel die Antwort?

Die Gesichter von Harding Meyer schauen in der Regel den Betrachter an, oder sind ihm zu mindestens zu gewandt, so als wären sie mit dem Betrachter im Gespräch oder würden mit ihrem gegenüber agieren. Wie müssen Sie erst im Original wirken, denn Sie sind groß, sehr groß bis zu 1,95 x 2,5 Meter. Wenn man solch einem Bild im Original gegenübersteht, muss die Wirkung der Bilder noch „größer“ sein. Harding Meyer sagt in dem Interview, er kann im Prozess des Malens das Gesicht in seinem Sinne verändern. Immer wieder kann er Schicht für Schicht seine Eindrücke, seine Vorstellungen von dem „Gegenüber“ in das Bild einarbeiten. Harding Meyer selbst sagt in dem Interview (S. 41): „Im besten Fall zeigen sie (Anm. des Autors: sie – die Kopfbilder) einen Querschnitt durch das, was ich in den Medien an Köpfen wahrnehmen kann. Diesen Köpfen gebe ich durch meine Arbeit, durch den Malprozess eine neue Realität.“

Übersetzt heißt dieses für mich, ich kann in den Bildern nicht die Persönlichkeit eines abgebildeten Menschen ergründen. Sondern ich kann Stücke der Eindrücke, der Vorstellungen, der Persönlichkeit von Harding Meyer in den Bilder finden, ohne dass ich je erkennen kann, welche Eindrücke und Vorstellungen des Malers es sind.

Mir geht es wie der Autorin Fr. Dr. Fuchs. Ich muss die meisten der Gesichter immer wieder anschauen und ich suche trotz alle dem nach „den“ Menschen, den Charakteren hinter den Bildern. Ich finde es schade, dass es diese Menschen nicht gibt und zu gleich ist es umso erstaunlicher, dass die „imaginären“ Gesichter von Harding Meyer so interessant sind. Aber vielleicht sind sie es, weil sie nicht nur einen Charakter eines Menschen zeigen, nur nicht eine Geschichte eines Lebens erzählen, sondern viele Charaktere und Geschichten Schicht für Schicht über einander gelegt wurden. Vielleicht ist dieses auch die Erklärung, warum die Bilder in der Regel keinen Hintergrund haben. Denn wenn die Gesichter, eine Überlagerung von Eindrücken und Vorstellungen sind, die keiner konkreten oder typischen Situation zu zuordnen sind, wie soll dann ein Hintergrund aussehen?

Besonders angetan haben es mir die Bilder der alten Dame auf der Seite 37 und die Bilder S. 38. Es sind „Hingucker“, denn ich habe das Gefühl von ihnen angeschaut zu werden…..

Mein Tipp: Wenn Sie mal die Chance habe, die Gesichter von Harding Meyer im Original zu sehen machen Sie es. Für mich wäre es ein Muss.

Respekt auch an Frau. Dr. Fuchs, denn Sie hat für mich die richtigen Fragen gestellt. Sie weckt, dass Interesse auf mehr und gibt, in sie die Bilder aus dem Projekt Immingrants zeigt einen Ausblick auf die neuen Arbeiten von Harding Meyer.

P.S. noch mal Danke an Harding Meyer für seine Nachfragen

*1) Dr. Ulrike Fuchs, Gesichter – Ein Besuch im Atelier des Malers Harding Meyer, Palette & Zeichenstift, 4 / 2009, S. 36 – 41