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Leiser Abschied von dem Kranich Aquarell „Mit lautem Geschrei“

Leiser Abschied

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von dem Kranich Aquarell „Mit lautem Geschrei“

Über die Freude und das Leid beim Verkauf von Bildern

 

Einblick in unsere Ausstellung Faszination Mönchgut im Bredehhaus Middelhagen (c) Frank Koebsch (8)

Einblick in unsere Ausstellung Faszination Mönchgut im Bredehhaus Middelhagen (c) Frank Koebsch (8)

In den vergangenen Tage hatte ich bereits über die Ausstellung „Faszination Mönchgut“ von  Gerit Höhne-Grünheid und mir berichtete. Rügen bietet eine tolle Auswahl an Motiven für maritime AquarelleBoote und SchiffeMöwenKraniche sowie die Landschaften, die romantischen kleinen Orte und die Menschen an der Ostsee. Mit dem Thema und der Auswahl der Bilder hatten wir ein gutes Händchen, denn wir konnten einige unserer Rügen Aquarelle verkaufen. Zu den verkauften Rügen Bildern gehörte das Aquarell „Hafen von Gager“ und eines meiner Kranich Aquarelle. Am Tag der Eröffnung der Ausstellung hatte sich ein Ehepaar mein Aquarell „Mit lautem Geschrei“ ausgesucht. Als wir uns ein wenig über die Malerei austauschten, stellte die Käuferin die Frage, ob es mir nicht schwerfällt, mich von den Aquarellen zu trennen. Ich erlebe immer wieder gespaltenes Gefühl, wenn  ich ein Aquarell verkaufe. Einerseits freue ich mich, denn es ist die schönste Anerkennung, wenn andere Menschen unsere Aquarelle so gefallen, dass sie Geld dafür bezahlen. Andererseits ist es auch ein komisches oder beklemmendes Gefühl, wenn man sich von seinen Bildern trennen muss. Nun in dem Moment, wo ich mich entschieden habe, als freiberuflicher Künstler zu arbeiten, war es klar, dass ich Aquarelle male, um diese zu verkaufen. Aber gerade an meinem Kranichen hänge ich, deshalb hatte ich in der Vergangenheit auch schon einmal hier auf meinem Blog den Artikel geschrieben: Warum ich meine Kranich Aquarelle verkaufe?  Aber letztendlich überwiegt bei mit immer wieder die Freude darüber , dass ich meine Faszination für die Kraniche mit anderen Menschen teilen kann.  Wie es Tradition auf meinem Blog ist, möchte ich das verkaufte Kranich AquarellMit lautem Geschrei“ noch einmal zeigen und den Käufern viel Freude mit ihrem neunen Bild wünschen.

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mit lautem Geschrei (c) ein Kranich Aquarell von Frank Koebsch

mit lautem Geschrei (c) ein Kranich Aquarell von Frank Koebsch

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Gerade Rügen bietet ganz vielfältige Möglichkeiten die Vögel des Glücks zu beobachten.  Der Vogelzug an der Ostsee ist eines der schönsten Naturereignisse im Herbst. Am besten lassen sich die Kraniche auf der Rügeninsel Ummanz oder der Udarser Wiek beobachten. Aber mit ein wenig Glück kann man Rügen Kraniche an vielen Stellen der Insel beobachten.  Wenn Sie auch von den Kranichen fasziniert sind und Ihnen meine Kranich Aquarelle gefallen, dann habe ich noch einige Tipps für Sie:

Malreise zu den Kranichen im Müritz Nationalpark 2018

Malreise zu den Kranichen im Müritz Nationalpark 2018

Kraniche malen im Nationalparkhotel Kranichrast

14. November 2016 1 Kommentar

Kraniche malen im Nationalparkhotel Kranichrast

Aquarelle von unserer Malreise zu den Kranichen im Müritz Nationalpark

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Malreise zu den Kranichen im Müritz Nationalpark 2017

Malreise zu den Kranichen im Müritz Nationalpark 2017

Die Zeit rast. Wir waren Mitte Oktober vier Tage im Müritz Nationalpark unterwegs. Wir haben dort Kranich beobachtet und gemalt. Heute möchte ich die letzten Fotos und ein paar Kranich Aquarellen von unserer Reise zeigen. Die Beobachtungen waren eine spannende Zeit im Rahmen unserer Malreise. Den ersten Abend haben wir bei den Kranichen am Rederangsee verbracht.  Der Abend mit den Kranichen im Müritz Nationalpark war eine wunderbare und stimmungsvolle Einstimmung auf die kommenden Tage. Aber um die Vögel des Glücks zu malen, waren sie zu weit entfernt. An den Vormittagen vom Freitag und Sonnabend haben uns die Ranger vom Nationalpark Service durch den Müritz Nationalpark und die Umgebung auf der Suche nach den Kranichen begleitet. Wir konnten die Kraniche auf den Felder an der Müritz beobachten und hatten so eine wunderbare Grundlage, um am Nachmittag der beiden Tage und am Sonntag unsere Kranich Aquarelle zu malen. Bis auf ein paar einfache Skizzen vor Ort haben wir unsere Aquarelle im Nationalparkhotel Kranichrast erstellt. Dort hatten wir gute Möglichkeiten. Ich konnte mit einem Vortrag noch etwas zur Anatomie und zum Leben der Vögel erzählen, Tipps geben, wie man die Kraniche malen kann und wir konnten unsere Fotos von den Beobachtungen auszuwerten. Auf Grund unserer Erlebnisse und der Faszination für die Kraniche ist es uns gelungen, einige gute Kranich Aquarelle zu malen. Hier die Schnappschüsse und die Aquarelle, vom Malen im Nationalparkhotel Kranichrast.

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Kraniche im Mecklenburger Land (c) Aquarell von Frank Koebsch

Kraniche im Mecklenburger Land (c) Aquarell von Frank Koebsch

Kranichzug im Herbst (c) Aquarell von Frank Koebsch

Kranichzug im Herbst (c) Aquarell von Frank Koebsch

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Meine beiden neuen Kranich Aquarelle habe ich mit meinen Aquarellfarben von Schmincke gemalt. Für das Aquarell „Kraniche im Mecklenburger Land“ habe ich das Aquarellpapier Britannia 300 g / m2 matt von Hahnemühle gewählt. Das Aquarell „Kranichzug im Herbst“ habe ich auf dem Aquarellpapier Cornwall 450 g/m2 rau von Hahnemühle gemalt. Die matte Oberfläche von dem Aquarellpapier Britannia unterstützt besser die klaren Konturen und die raue Oberfläche des Cornwall – Papiers die diffusen Übergänge in der herbstlichen Landschaft.

Malreise zu den Kranichen im Müritz Nationalpark - Partner

Malreise zu den Kranichen im Müritz Nationalpark – Partner

Es waren für die Malschüler und mich schöne sowie interessante Tage im Rahmen der Malreise, die zum Abschluss mit ein paar neuen Kranich Aquarellen belohnt wurden. Wenn Sie ach einmal gemeinsam mit mir Kraniche malen wollen, dann merken Sie sich den 12. bis 15. Oktober 2017 für die nächste Malreise zu den Kranichen im Müritz Nationalpark vor. Ich freue mich schon darauf, im Herbst 2017 im Nationalparkhotel Kranichrast Kraniche zu malen ;-).

Ausstellung Faszination Kraniche im Natureum von Frank Koebsch

Ausstellung Faszination Kraniche im Natureum von Frank Koebsch

P.S.: Wenn Sie sich für Kranichaquarelle interessieren, möchte ich Sie auf folgende Ausstellungen aufmerksam machen. Die beiden neuen Aquarelle zeige ich zusammen mit anderen Kranichbilder bis zum Jahresende in der Ausstellung in der  Naturschutzstation Schwerin des NABU.  Eine weitere Ausstellung meiner Kranichbilder können Sie bis zur Rückkehr der Kraniche im nächsten Frühjahr im Natureum am Darßer Ort erleben.

Der Beginn unserer Mitarbeit an dem Ausstellungsprojekt „Die Falsche Blume“

4. Juni 2015 2 Kommentare

Der Beginn unserer Mitarbeit an dem Ausstellungsprojekt

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Die Falsche Blume

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Manchmal ist das wirkliche Leben wie ein Märchen

und es geschehen vermeintlich noch Wunder. Diese Aussage ist nicht nur eine Metapher, denn Hanka und ich haben das Glück an einem Ausstellungsprojekt zu einem Designmärchen mitzuwirken. Auch wenn die Handlung des Märchens traurig ist, war und das Glück hold. O.k. vielleicht ist es auch das Glück des Tüchtigen, denn ich versuche immer wieder dass anderen Menschen unsere Aquarelle über Google finden. Hierzu versuche ich Kunst und Kommunikation im WEB miteinander zu verbinden. Ein Ergebnis dieser Arbeit war, dass uns Mitte November im vergangenen Jahr Hermann August Weizenegger kontaktierte. Er suchte für ein Ausstellungsprojekt Aquarellmaler, die Blumen und Blüten malen. Er hatte unsere Aquarelle im WEB gefunden und bat um unsere Mitarbeit. Besonders gefiel ihm Hankas leichte Malerei und das Spiel mit den Farben bei den Blüten. Nur konnten wir leider den Terminwunsch für mehrere Aquarelle im Dezember 2014 nicht einhalten. Aber unsere klaren Aussagen zu Terminen und Kosten gepaart mit unserer Aquarellmalerei führten dazu, dass wir uns dann in aller Ruhe im Januar bei uns trafen und uns in aller Ruhe über die Erwartungen, die Art der Malerei und den Umfang austauschten. Es war spannend sich mit Hermann August Weizenegger, Professor für Industrial Design der FH Potsdam, Gründer des Berliner Labels für Produktdesign HAW, … zu unterhalten. Seine Arbeitsweise und Ideen in der Entwicklung von Ausstellungsprojekten waren interessant. Aber gewonnen hat uns Hermann August Weizenegger mit seinem Märchen und seinen Blumen. Bei der Geschichte  und den Blumen gingen uns sofort verschiedene Bilder durch den Kopf. Doch lesen und sehen Sie selbst 😉

Die Falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

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Es war schon Ende Mai des Jahres 1880 in der Gegend von Altendorf nahe Sebnitz in der Sächsischen Schweiz – doch der Winter wollte und wollte kein Ende nehmen. Dicke Eisschichten bedeckten das Land und fast jede Nacht schneite es erneut. Die Menschen waren verzweifelt und man munkelte bereits über eine neue Eiszeit. Selbst das traditionelle Austreiben des Winters zu Fastnacht hatte keine Veränderung gebracht. Die ärmliche Landbevölkerung litt Hunger, die Bauern konnten nicht säen und die Wintervorräte waren fast aufgebraucht. Die einzige Arbeit, die noch Einkommen brachte, war das “blümeln”. Die Bauern saßen zu Hause in ihren Stuben und banden Kunstblumen, welche sie für den Blumenfabrikanten Louis Meiche aus der Stadt Sebnitz anfertigten. Das Geschäft mit den Kunstblumen gedieh zu dieser Zeit prächtig, da die Leute aus der Sebnitzer Gegend sich als sehr geschickt in dem Handwerk erwiesen und ihre Blumen in die ganze Welt exportiert wurden.

Unter den Blumenheimarbeitern war auch das zarte und hübsche Mädchen Lore Albrecht. Sie hatte ihr Handwerk bereits im Alter von acht Jahren erlernt. Ihre Eltern waren früh gestorben und sie lebte nun bei ihrer Großmutter auf einem kleinen Hof, der kaum das Nötigste zum Leben abwarf. Trotz ihres Alters von mittlerweile 21 Jahren war sie noch ungebunden. Von jeher war sie störrisch und dickköpfig gewesen. So kam es ihr eines Tages in den Sinn, nicht nur Blüten nach dem Vorbild der Natur zu fertigen. Angeregt vom Weiß der Schneeglöckchen – ihrer Lieblingsblumen, da sie den Frühling einläuten – ließ sie sich zu den fantastischsten und außergewöhnlichsten Blütenformen hinreißen.

Als die Großmutter die ungewöhnlichen Erzeugnisse von Lores Phantasie entdeckte, redete sie streng auf sie ein: Louis Meiche werde ihr solch merkwürdigen Blüten niemals abkaufen, sie seien gegen die Natur. Ihr aller Überleben sei von dem Verdienst abhängig, deswegen solle sie die gleichen Blumen wie immer fertigen, wie es auch alle anderen tun. Lore aber zeigte keine Einsicht. Bei der Auseinandersetzung mit der Großmutter stach sie sich unachtsam mit der Nähnadel in den Finger und das Blut tropfte auf den Rand ihrer weißen Kunstblüten. Nach dem ersten Schreck fand sie Gefallen an der Verfärbung und schließlich versah sie auch alle anderen Blumen mit ihrem Blut.

Trotz schwerer Schneestürme machte sie sich am nächsten Morgen auf den Weg nach Sebnitz. Tief gebeugt zog sie ihren mit Kunstblumen beladenen Schlitten durch den Pulverschnee. Nach einigen Stunden mühseligen Wanderns sah sie endlich aus der Entfernung die Umrisse der Manufaktur. Sie hatte sich als einzige des gesamten Umlandes bei diesem stürmischen Wetter auf den Weg gemacht und wurde sofort zu Louis Meiche – von seinen Angestellten heimlich gerne „Geldsack“ genannt – vorgelassen. Als der Geschäftsmann die mit Blut verzierten Kunstblüten des Mädchens sah, war er entsetzt. Solch eine Blume kannte er nicht, sie hatte weder Ursprung noch Namen. Er weigerte sich, die Kreationen anzunehmen und schickte das Mädchen wieder nach Hause.

Lore war verzweifelt und bereute nun ihre Dickköpfigkeit. Da der Sturm etwas nachgelassen hatte, beschloss sie, eine Abkürzung über den zugefrorenen Sebnitzer Fluss zu nehmen. Wirre Gedanken schossen ihr durch den Kopf, als sie die Eisfläche betrat. Eigentlich hätte sie Brot von dem Verdienst kaufen sollen und nun stand sie mit leeren Händen da. Wie sollte sie sich und ihre Großmutter in den nächsten Tagen ernähren? Als sie schon fast das andere Ufer erreicht hatte, krachte und knackte es plötzlich im Eis, auf dem sie lief. Lore brach ein und sank bis zum Oberkörper ins Eiswasser. Sie strampelte und versuchte vergeblich, sich zurück aufs Eis zu ziehen. Da kam ihr plötzlich der Flussteufel in den Sinn. Von jeher war sie ermahnt worden, nicht auf dem gefrorenen Fluss zu laufen, um den Teufel nicht zu stören. Nun rief sie in ihrer Verzweiflung laut nach ihm. In seinem Winterschlaf unterbrochen erboste sich der Flussteufel zunächst über das schreiende und um sein Leben kämpfende Mädchen, bekam dann aber doch Mitleid und gab sie mit einem Schub frei.

Zitternd und frierend schleppte Lore sich mit ihrem Schlitten den langen Weg nach Hause, wo sie in der Stube zusammenbrach. In den Armen der Großmutter erzählte das Mädchen mit hohem Fieber, was sie erlebt hatte und starb noch in der selben Nacht.

Wie es der Brauch bei verstorbenen Jungfrauen erforderte, fertigte die Großmutter einen Totenkranz. Aus der Not heraus und weil sie nichts anderes hatte, band sie das Gesteck aus Lores Phantasieblumen. Bei der Beerdigung Anfang Juni lag noch immer hoher Schnee.

Als der Sarg bei der Prozession zur Kapelle getragen wurde, fegte plötzlich ein Windstoß den Totenkranz vom Sarg. Er wirbelte durch die Luft, bis er seitlich des Weges im Schnee zu liegen kam.

Dann passierte etwas erstaunliches. Vom Kranz aus Lores Phantasieblumen schien sich eine seltsame Wärme auszubreiten. Rings um ihn herum begann der Schnee zu schmelzen. Mehr und mehr zog sich das Eis zurück und verschwand. Schon bald kam der hartgefrorene Erdboden zum Vorschein. Die Menschen blickten sich mit offenen Mündern an. Sie konnten es nicht fassen. Mehr und mehr wich der Schnee um den Leichenzug herum zurück und schon wenige Tage später war der Frühling in die gesamte Gegend eingezogen. Die Menschen konnten aufatmen. Der Winter war endlich vorbei.

Lores Kranz aber bekam einen Ehrenplatz im Glaskasten der Kapelle von Lichtenhein. Vermutlich war es der Pastor, der sich nach einiger Zeit getraut hatte, ihn aufzuheben und, wie es von jeher die Tradition war, in die Vitrine zu legen. Den Menschen der Gegend blieb das Ereignis für lange Zeit in fester Erinnerung. In lang anhaltenden Wintern versammelten sie sich in der Kapelle vor dem Totenkranz. Sie schlossen das Mädchen in ihre Fürbitten ein und betrachteten dabei das seltsame Gesteck aus diesen falschen Blumen.

 


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Die beiden Blumen – „Lore“ und der „Sebnitzer Flussteufel“ sind die „Titelmotive“ des Ausstellungsprojektes „Die falsche Blume“. Wenn es Sie interessiert, wie es weiter geht, dann schauen Sie doch in den nächsten Tagen wieder auf meinen Blog oder besuchen Sie am besten ab den 27. Juni 2015 die Ausstellung „Die falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger“ im Schloss Pilnitz, dem neuen Kunstgewerbemuseum Dresden ;-).

 

Die Falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

Die Falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

Vögel des Glücks (c) Kranich Aquarell von Frank Koebsch

7. November 2013 2 Kommentare

Vögel des Glücks (c) Kranich Aquarell von Frank Koebsch

Warum sind die Kraniche die Vögel des Glücks?

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Ich kann für mich die Frage ganz an mehreren Beispielen einfach beantworten.

All diese Beobachtungen und Erlebnisse rufen Glücksmomente bei mir wach. Mich faszinieren die Kraniche und so sind in  den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Kranich Aquarellen entstanden.  Dem letzten Kranich Aquarell habe ich den Titel Vögel des Glücks gegeben.

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Vögel des Glücks (c) ein Kranich Aquarell von FRank Koebsch

Vögel des Glücks (c) ein Kranich Aquarell von FRank Koebsch

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Für mich blieb, nach dem ich die Idee für ein solches Bild hatte, die Frage:

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Wie malt ein Aquarell, mit den Vögeln des Glücks?

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Ich habe versucht den Kranichen klare Formen zu geben und kräftige Vögel zu malen, in der Hoffnung, dass sich so das Glück gut erkennen und die Vögel so wie uns nicht so schnell im Stich lässt. Kräftig auch deshalb, weil man oft um sein Glück kämpfen muss. Den Hintergrund habe ich ganz einfach gestaltet. Ich habe einen gelb bis hellorangen Farbton gewählt, wie er abends beim Sonnenuntergang manchmal zu sehen ist, wenn die Kraniche zu ihren Schlafplätzen fliegen. Durch diese Hintergrundgestaltung soll der Betrachter eine Ahnung davon bekommen, dass die Kraniche in eine goldene Zukunft fliegen. Eben eine ganz einfache und klare Bildaussage, denn das Bild sollte keine Anleitung zum unglücklich sein oder uns auch nicht daran erinnern, dass das Glück oft wankelmütig und flüchtig ist 😉 Ich habe für das Kranich Aquarell den Aquarellkarton Cornwall 450 g/m2  von Hahnemühle  und meine altbewährten Schmincke Aquarellarben gewählt. Die Oberfläche dieses Aquarellpapiers erlaubt wunderbare Verläufe, um den Hintergrund und die notwendigen Kontraste für die Kraniche zu gestalten.

Wie gefallen Ihnen meine Kraniche, die Vögel des Glücks?

Malen als Anleitung zum Glücklichsein

12. September 2012 2 Kommentare

Malen als Anleitung zum Glücklichsein

Als Mecklenburger gebe ich dem Glücksatlas eine andere Farbe 😉

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Gestern wurde von der Deutschen Post der Glückatlas 2012 veröffentlicht. Ich war mal wieder recht erschrocken. Die Menschen in Mecklenburg Vorpommern an der Ostsee sind entsprechend dem Glücksatlas mit ihrem Leben unzufrieden. Gleichzeitig schreibt der Fokus, in Auswertung des Glücksatlasses 2012: Die glücklichsten Menschen leben im Norden. Gemeint sind aber die Menschen in Hamburg und der Nordsee. Ich lebe in Mecklenburg Vorpommern, in Sanitz bei Rostock und habe die Ostsee fast vor der Haustür. Warum sind aber die Menschen an der Ostsee nur weniger Kilometer weiter so viel unglücklicher?

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Was macht das Lebensgefühl in Mecklenburg Vorpommern so schlecht?

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Wenn man sich die Gründe hierfür anschaut, werden als negative Faktoren die Arbeitsmarktlage, das niedrige Einkommen, das geringe Vertrauen zu den Mitmenschen und die Unzufriedenheit mit der Demokratie genannt.

Konzert für Klavier und Klarinette vor unsern Aquarellen im Lüsewitzer Schloss (c) FRank Koebsch

Konzert für Klavier und Klarinette vor unsern Aquarellen im Lüsewitzer Schloss (c) FRank Koebsch

Hm… ???? Nun Vertrauen dieses liegt oft einem selbst. Demokratie beginnt mit dem sich selbst einbringen und nicht dem Warten, dass Gemeinden, Städte, Länder und Regierungen es lösen. Wir hatten an den vergangenen beiden Wochenenden in unserer Gemeinde wunderbare Beispiele live erlebt und mitgestaltet, wo sich viele Menschen einzeln und als Vereine einbringen, wie beim Park- und Seefest in Groß Lüsewitz oder den Veranstaltungen in der Schwarzen Scheune in Teutendorf. Hier nehmen Menschen gemeinsam ihr Leben in die Hand und gestalten es. Alte und Junge, Arbeitslose, Minijobber, Hausfrauen, Unternehmer, Angestellte, Arbeiter …. Die Arbeitslage ist wirklich nicht berauschend. Aber dieses war schon immer so. Deshalb und weil es Spaß gemacht hat, habe ich die Welt erkundet, habe ich Berlin, Bremen, Frankfurt / Main, Hamburg, Hannover und Luzern gearbeitet. Gewohnt hat hierbei unsere Familie immer in Mecklenburg Vorpommern, denn auf die

Glücksbringer in Mecklenburg Vorpommern

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wollten wir als Familie nicht verzichten. Der Glücksatlas nennt als Glücksbringer, die gute Zufriedenheit mit der Wohnsituation und dem Familienleben sowie die Attraktivität der Region genannt.

Hanse Sail (c) FRank Koebsch

Hanse Sail (c) FRank Koebsch

Klar die Attraktivität der Region. Ich lebe und male dort, wo andere Menschen Urlaub machen, um die Natur auf Rügen, den Darßer Strand, den Gespensterwald bei Nienhagen und andere Dinge zu entdecken. Entdecke als Künstler Licht und Farben des Nordens. Jedes Jahr kommen viele Menschen hierher, um Sommer, Sonne, Strand und Meer sowie die Natur zu genießen. Jahr für Jahr locken Highlights wie die Hanse Sail über eine Million Menschen nach Rostock oder zum  Schiffe Gucken in Warnemünde. Ich habe nach wie vor eine riesige Begeisterung für den Ostseestrand. Heimat ist für mich verbunden mit Ostsee, Sonne, Wind, unendliche Weite bis zum Horizont.

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Malen als Anleitung zum Glücklichsein

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Ein wesentlicher Teil meines Lebens ist heute das Malen. Ich male meist Aquarelle mit Motiven aus der Region. Gestalte gemeinsam mit Künstlern aus Berlin, Frankfurt / Main, Freiburg, Gröbenzell, Hamburg, Hannover, Kiel, München, dem Taunus, …. Ausstellungen und Projekte in Berlin, Greifswald, Hamburg, Rostock, Schwerin, … und wir versuchen hierbei Kinder einzubeziehen. Dieses ist nur in einer vertrauensvollen Zusammenarbeit und dort, wo man unsere Arbeiten haben möchte, möglich ;-).

Ich beschäftige mich zwar mit Tarot Karten und Sternzeichen aber zum Glücklichsein, nehme ich mein Leben alleine in die Hand, entdecke Kunst am Wegrand und genieße das Landleben im Spätsommer und versuche auch etwas von meiner Faszination für das Aquarell weiter zu geben. Ich habe noch keinen dauerhaft unglücklichen Malschüler gefunden. Aber dieses kann auch an den Themen, den Motiven liegen, die wir malen. Gesten haben wir es mit den Vögeln des Glücks, den Kraniche in Aquarell probiert.

Wie gehen Sie mit Ihrem persönlichen Glück um? Finden Sie sich in dem Glücksatlas wieder? Wie auch immer,

Als Mecklenburger gebe ich dem Glücksatlas eine andere Farbe ;-)

Als Mecklenburger gebe ich dem Glücksatlas eine andere Farbe 😉

Als Mecklenburger gebe dem Glücksatlas eine andere Farbe ;-).

Palette 4 / 2009 – Teil 2, Meine Gedanken zum Interview mit Bernhard Vogel

Ich habe den Artikel „Einblicke in die Gedanken und die Gefühlswelt des Malers Bernhard Vogel“ – Interview von Siegried Leitner,  in der Palette & Zeichenstift., Ausgabe 4 /2009 Nr. 84, S. 6 – 11“ zum Anlass genommen und mir ein paar Gedanken zum Maler Bernhard Vogel, meine Malerei  u.a. zu machen.

Meine Gedanken zu Bernhard Vogel…

Die meisten Leute, die sich länger mit dem Thema Aquarell beschäftigen kennen Bernhard Vogel. Er hat in den vergangenen Jahren ganz wesentlich mit geholfen ein „modernes“ Bild von der Aquarell Malerei zu schaffen. Eine Glanzleistung… Ich mag etliche Bilder von ihm, die Art und Weise der Darstellung, den Umgang mit Farben und Flächen, wie er Dinge abstrahiert… Andere Bilder sprechen mich nicht an, sie sind mir zu dunkel, zu unspezifisch…

Er hat berechtigt Erfolg und mit dem Erfolg kommen auch die Probleme. Er ist „allgegenwärtig“. Viele Bilder, gut und teuer, viele CDs, DVDs, viele Artikel in Zeitschriften, viele Maler, die sich seine Art zu malen angenommen haben oder nach ahmen…  Dieses kann auch zum Überangebot mutieren und gleichzeitig will und muss Bernhard Vogel auch etwas Neues schaffen. Doch noch trägt der Erfolg…

Das Interview macht  das Bild vom Menschen Vogel für mich sympathisch. Warum? Auf Seite 4 sagt er: „Ich kenne Kollegen, die fangen mit Begeisterung an und müssen dann aufhören. Ein Künstler kann nie sicher sein, von der Kunst leben zu können. Ein Künstler lebt immer mit dieser Ungewissheit. Mann muss Idealist, ein bisschen verrückt und risikobereit sein. (..) Ein Mittelmaß in der künstlerischen Welt hat keine Chance…“

Nun eigentlich sagt er etwas selbstverständliches, was auf jeden Selbstständigen, egal ob Handwerker, Gastwirt, Koch, Architekten oder Musiker zu trifft. Aber warum bekommt er dafür von mir Sympathiepunkte?  Ich kenne zu viele Künstler und insbesondere Maler,

  • die jammern nicht von der Kunst leben zu können,
  • die Unterstützung vom Staat fordern,
  • die Honorare für ihre Ausstellungstätigkeit per Gesetz haben wollen, denn alle anderen (vom Galeristen bis zur Toilettenfrau) würden ja an ihrer Kunst verdienen,
  • Musiker würden über die GEMA Geld bekommen und und…

Nun ich bin der Meinung Künstler sind Selbstständige, selbstständig in ihrer Kunst und selbstständig als Unternehmer. Hier unterscheidet sie nicht aber auch gar nichts aber auch gar nichts von einem Handwerker, Gastwirt, Koch, Architekten oder Musiker. Man muss gut sein und sein Produkt verkaufen können. Beim Vergleich mit den Musikern wird auch immer übersehen, wie viele Menschen gute Musik machen und wie wenige Künstler es schaffen, einen Vertrag bei einem Label und mehr als nur einen Titel in die Charts zu kommen, damit sich Konzertsäle füllen, Radio / TV und DJs ihre „Platten“  auflegen. Übrigens bekommen auch Fotografen und Maler für die Vermarktung ihrer Bilder Geld, wenn sie die Rechte wahrnehmen. Aber auch hier gilt, viele malen und nur wenige Maler sind gefragt. Warum auch immer? Ich habe Hochachtung vor jedem Selbstständiger, der es schafft seine Brötchen mit seinem Gewerbe zu verdienen.

Doch zurück zu dem Maler Bernhard Vogel.  Auf die Frage von Siegried Leitner auf Seite 7: „Was ist das Spannendste an der Malerei?“ sagt Bernhard Vogel: Das Spannendste ist immer das letzte Bild oder das gerade im Entstehen befindliche Bild. Es ist jedes Mal so spannend, dass ich weiter machen muss…“ Hier kann ich ihm nur beipflichten. So manches Mal merkt man bei Malen gar nicht, wie die Zeit verläuft und wenn man mit dem Bild zu frieden ist, fühlt man sich wie nach dem Joggen, voll von Endovinen und Glücksgefühlen…

Siegried Leitner fragt nach den Gefahren und den Grenzen in der Aquarelltechnik. Die Antwort von Bernhard Vogel: „Dass es nicht transparent ist, dass es tot gemalt wird, dass ist die Hauptgefahr. Die Gefahr, dass es bunt wird, ist auch sehr groß…“

Ja der Unterschied vom Aquarell im Vergleich zu anderen Techniken, wie Öl und Acryl liegt daran, dass Bilder stumpf, matt werden, die Farben an Leuchtkraft verlieren, wenn mehr als 4 Schichten über einander gelegt werden. Diesen Fehler hat wohl schon jeder mal gemacht. Dazu kommt noch, dass es Farbe „Weiß“ nur durch das freilassen auf dem Papier erzeugt werden kann. Vgl. Sie

Bunt, tja bunt waren meine ersten Bilder auch. Es musste jede leuchtende Farbe pur ins Bild… Erst nach und nach hat sich für der Farbkreis und das Thema der komplementäre Farben und der Tonwerte erschlossen. An das Thema Tonwerte hatte uns erst in letzter Zeit Astrid Volquardsen mit ihren Pastellen bewusst herangeführt. Was sagte Sie noch? Es kommt nicht darauf an ob die Farbe stimmt, damit ein Bild leuchtet, sondern dass die richtigen Tonwerte gewählt werden. Nun ja in diesem Sinne spricht sich auch Vogel aus und die meisten seiner Bilder leuchten.

Es gebe noch viel mehr über den Artikel oder Bernhard Vogel zu sagen… Aber vielleicht noch zwei Punkte. Ich schätze die Aquarelle von Bernhard Vogel wesentlich mehr als seine Mixed media Bilder oder Collagen. Ich mag die Transparenz und den Farbverlauf in den Flächen seiner Aquarellen, z.B. in den Aquarell „Pinzgau, Hohe Tauern“ und „Breitenbergham, alte Scheuen“.

Ich mag die Akte und Portrait von Vogel nicht besonders, auch wenn sie mich irgendwie faszinieren. Zu dem Thema Portrait sagt Bernhard Vogel auf Seite 11: „…Für mich liegt der künstlerische Auftrag auf keinen Fall im Abbilden von Personen. Durch meine Fantasie entsteht ein fast völlig neuer Mensch. (…) Ich möchte den Menschen nicht analysieren, das ist Kalkül, Dilettantismus.“

Nun hier bin ich doch ganz traditionell in meiner Auffassung. Ein Portrait sollte das wesentliche des portraitierten  Menschen wieder spiegeln. Sonst würde ich den Begrifft Portrait nicht verwenden wollen. Nun ja, wenn ich mir die Gesichter von  Harding Meyer und den Artikel dazu anschaue … Aber dieses ist schon wieder eine andere Geschichte…

Fazit: Das Interview von Siegried Leitner mit Bernhard Vogel ist gelungen. Gut gemacht !!! Ich kann nur empfehlen, lesen Sie es in gesamter Länge und schauen Sie die Bilder von Vogel an. Zu mindestens, wenn Sie noch nicht übersättigt sind ;-).

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