Arme Künstler im Nordosten Deutschlands

Alles, nur kein Unternehmer? 😉

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Seit dem 10. Mai tauchen in Mecklenburg Vorpommern immer wieder kurze Meldungen über eine Studie der Hochschule Neubrandenburg auf. Die Überschrift lautet in der Regel Studie: Arme Künstler in Mecklenburg-Strelitz.

Als Fakten werden z.B. in der dpa Meldung vom 11.05.2011 folgende Daten genannt:

  • „Das Gros der Künstler, Kunsthandwerker und anderen kreativ Tätigen in der Region Mecklenburg-Strelitz lebt von rund 1.200 Euro im Monat und damit finanziell am Limit.“
  • „Mehr als 50 Prozent der Befragten hätten erklärt, dass sie mit 17.500 Euro im Jahr oder weniger auskommen müssten. 35 Prozent der Befragten gaben an, mehr als 50.000 Euro im Jahr zu haben, 15 Prozent lagen dazwischen.“

o.k. Wenn man das durchschnittliche Einkommen in Mecklenburg Vorpommern von 28.181€  kennt, ist diese zwar nicht schön, aber auch nicht überraschend. Es spiegelt die Situation eines Flächenlandes mit wenig Industrie und viel Abwanderung in der vergangenen Jahren und einer rasant alternden Bevölkerung wieder.

Arme Künstler
Arme Künstler

Der Nordkurier hatte am 11.05.2011 ebenfalls zu der Studie: Arme Künstler in Mecklenburg-Strelitz einen Artikel veröffentlicht – aber mit der Überschrift: Mehr Dialog für die Kultur erwünscht. Eine ganz andere Tonlage zur gleichen Studie 😉 Die Empfehlung der Studie heißt laut Nordkurier Mehr Förderinstrumente, mehr Dialog innerhalb der Branche, mehr Verknüpfung mit touristischen Angeboten |1|. Innerhalb der Studie machten Künstler „in individuellen Interviews ihren Problemen Luft“: Vom „Betteln“ um Unterstützung bis zur „Massenabfertigung“ durchreisender Touristen.“ |1|

Was ich gut finde ist, dass auf die Situation der Künstler und Kreativen hingewiesen wird. Es ist schon nicht leicht in einem Bundesland mit geringen Bruttosozialprodukt von der Kunst zu leben. Aber es ist scheinbar auch notwendig, dass den Künstlern und Kreativen der Spiegel vorgehalten wird. Der Nordkurier schreibt von einer zu geringen Vernetzung der Kreativen mit anderen Wirtschaftszweigen und zitiert Markus Wegerhoff, Fachbereichsleiter für Wirtschaftsförderung in der Kreisverwaltung mit den Worten „klassische Netzwerk-Aufgabe“.

Noch viel mehr auf den Punkt gebracht wurden die Defizite der Kreativen von Projektleiter Prof. Dr. Peter Dehne in einem Interview am 11.05.2011 in der Sendung Kulturjournal auf NDR 1 Radio MV.  Ich habe dieses Interview durch Zufall gehört und kann den Inhalt nur sinngemäß wieder geben. Sollten mir Fehler bei der Widergabe unterlaufen sein, bin ich für jeden Hinweis dankbar.

Ich habe mir aus dem Interview folgende Aussagen gemerkt.

  • Die Künstler sind nicht vernetzt.
  • Sie reden nicht mit einander.
  • Die Künstler entwickeln keine gemeinsamen Projekte.
  • Kaum einer von den Künstlern unterbreitet Angebote für Kinder.

In der dpa Meldung ist dann noch zu lesen,

„ Außerdem wünschten sich die Künstler, dass der neue Großkreis Netzwerke untereinander stärker fördere sowie einen Kulturmanager, der ihre Sprache spreche.“

Folgende Fragen bleiben bei dem Wunsch für mich ungeklärt:

  • Wer bezahlt den Kulturmanager?
  • Mit welchem Eigenanteil werden die Künstler an diesen Kosten beteiligt?
  • Werden die Künstler unter Moderation der Kulturmanager, dann untereinander reden, sich vernetzen und gemeinsame Projekte entwickeln?

Für mich sind Künstler in der Regel Freiberufler und damit selbständige Unternehmer und viele Punkte aus dem Artikel des Nordkurier und dem Interview habe nichts mit der wirtschaftlichen Situation im Land zu tun, sondern mit dem Selbstverständnis und dem Agieren der Künstler und Kreativen. Nicht umsonst hat die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung die Broschüre herausgebracht, Alles, nur kein Unternehmer?

In einem Gespräch mit Hr. Lemloh vom RKW Kompetenzzentrum Kultur- & Kreativwirtschaft des Bundes habe icherfahren, dass es hier durch aus verschiedene Meinungen gibt und in der Ausbildung sowie Förderpolitik der Künstler oft nicht als Unternehmer und Projektmanager gesehen wird. Umso mehr freue ich mich, dass es mir im vergangenen Jahr gelungen ist, 9 Künstler, Andreas Pasternack, Tilo Braune als einer der Väter der Eldenaer Jazz Evenings, die Stadt Greifswald, den NDR als Medienpartner, weitere Sponsoren und die Galerie im IPP zu gewinnen, um unser gemeinsames Ausstellungsprojekt Jazz meets Finearts zu realisieren. In diesem Jahr konnte ich mich wieder in eine Gruppe von Künstlern einbringen und die Blogparade: 10 Fragen zur Kunst von der Idee und der laufenden Durchführung vorantreiben. Mit dieser Blogparade als konzertierte Aktion versuchen wir recht erfolgreich im Bereich des Marketings und des WEB 2.0 besser zu positionieren, um mehr Menschen für unsere Kunst und unsere Ausstellungen zu gewinnen.  Weitere Ideen und Projekte sind Vorbereitung. Deshalb tue ich mich ein wenig schwer, wenn Künstler nach externer Unterstützung im Sinne eines Kulturmanagers rufen. Hilfe zur Selbsthilfe und die Kunst von der Kunst zu leben besser zu lernen ja. Mehr nein… denn ständige Förderung wir oft als konstante Einnahmequelle verstanden und nicht als temporäre Unterstützung für eine Unternehmung.

|1| Artikel: „Mehr Dialog für die Kultur erwünscht“ im Nordkurier vom 11.05.2011

P.S.:

Schauen Sie doch mal in die vierte Etappe unserer Blogparade. Es lohnt sich, denn am Sonntag wird Coco ein Überraschungspaket der Fa. Hahnemühle und ihren wunderbaren Akt verlosen.

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Conny Niehoff„Rückenakt“32 x 24 cm,Hahnemühle Burgund
Rückenakt (c) Conny Niehoff
Rückenakt (c) Conny Niehoff

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Hier finden Sie noch einmal alle Teilnehmer der Aktion: 10 Fragen zur Kunst

Großstadtheidi + Hellen Königs + Frank Hess + Anna Schüler Conny Niehoff + Andreas Mattern + Susanne Haun + Oliver Kohls + Frank Koebsch + Rosi Geisler

Ausstellung in der Galerie Lichtblick und dem Foyer im Haus des Gastes in Binz

Ausstellungsankündigung für Binz

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Gestern hatte ich über den Verkauf des Aquarells Blick vom Deich über den Bodden nach Gager berichtet. Ich war einerseits stolz darüber aber anderseits war es fast wie immer der falsche Zeitpunkt, denn die Vorbereitungen für unsere Ausstellungen in Binz auf Rügen laufen schon. Das Aquarell ist unser „Aufmacher“ der Ausstellungsankündigung. Doch sehen Sie selbst.

Ausstellungsankündigung für die Galerie Lichtblick und Haus des Gastes in Binz
Ausstellungsankündigung für die Galerie Lichtblick und Haus des Gastes in Binz

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Hier der offizielle Text der Ausstellungsankündigung:

Hanka & Frank Koebsch zeigen Pastelle und Aquarelle

Eine neue Ausstellung vom 01.05. bis zum 30.06.2011 in der Galerie Lichtblick & Foyer im Haus des Gastes Ostseebad Binz

Das Ehepaar aus Sanitz bei Rostock zeigt eine Auswahl seiner Pastelle und Aquarelle. Fast alle ihrer Bilder haben Augenblicke, Schnappschüsse, Motive aus Mecklenburg Vorpommern  festgehalten. Es sind oft die Kleinigkeiten im Leben, die Blumen am Feldrand, die Brandung der Ostsee, eine Möwe, die Fischerboote, ein Blick in die Landschaft und die Menschen, die uns täglich wunderbare Augenblicke schenken.

Auch wenn Frank Koebsch beruflich zwischen Berlin, Bremen, Frankfurt /M., Hamburg, Hannover, Luzern, Rostock pendelt, bleibt der Lebensmittelpunkt des Ehepaars Koebsch Mecklenburg-Vorpommern. Was beide so schätzen und auch brauchen, sind die Weiten der Landschaft, die Anziehungskraft der Ostsee, die Ruhe und Beschaulichkeit der Natur und das Unverwechselbare der Menschen im Lebensumfeld der Künstler. Beide arbeiten mit ihrer eigenen Handschrift und der entsprechenden Technik, so dass auch dann, wenn beide das gleiche Motiv vor Augen haben, andere Schwerpunkte gesetzt werden, einfach andere Bilder entstehen. Hanka & Frank Koebsch sind mehrmals im Jahr auf Rügen mit der Digitalkamera oder ihren Farben unterwegs. Besonders angetan hat es ihnen das Mönchgut und Middelhagen, wo eine Vielzahl ihrer Bilder entstanden sind.

Einen Einblick in die so entstandenen Bilder vermittelt das Video Aquarelle, Pastelle und Fotos von Rügen – Bilder vom Meer & mehr unter http://www.youtube.com/watch?v=CRnKwy1Z1Os

Hanka und Frank Koebsch stellen ihre Bilder seit dem Jahr 2000  in der Region und darüber hinaus aus.  Zu nennen sind Ausstellungen in Ahrenshoop, Bansin, Berlin, Bremen, Greifswald, Hamburg, Rostock, Wismar u.a.  Einige unserer Bilder wurden als Auftrag für Privatpersonen erstellt. Andere wurden im Rahmen von Ausstellungen und Präsentationen durch Privatpersonen, Unternehmen und durch die öffentliche Hand angekauft.

Kultureinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern und das Web2.0

Tue Gutes und rede darüber – Gilt dieses auch für die Kultureinrichtungen aus Mecklenburg Vorpommern?

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Als gebürtige Rostocker, der immer noch im MV zuhause ist, liegt mir die Entwicklung der Region am Herzen. Mecklenburg Vorpommern ist als Urlaubsland in den Sommer Monaten heiß begehrt, wenn es um die Ostseestrand geht. Es gibt außer den Sorgenkindern den Werften und den Ansiedlungen in den Häfen  kaum nennenswerte produzierende Großbetriebe. Außer in den Universitätsstädten Rostock und Greifswald ist auch in den nächsten Jahren mit einem starken Bevölkerungsrückgang und überproportionalen negativen Auswirkungen  der demografischen Entwicklung zurechnen.  Umso wichtiger ist es, mit den Pfunden der Region

  • die wunderbare Landschaft an der Ostsee und im Binnenland,
  • den Stärken der Universitäts- und Hochschulstandorten und
  • den Kultureinrichtungen

bei Investoren und Menschen zu werben. Eine Binsenweißheit 😉 Gerade das Angebot der Kultureinrichtungen  kann mit dazu beitragen, die Saison zu verlängern oder viele Menschen auf Mecklenburg Vorpommern aufmerksam zu machen oder zu binden, wie die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, die Störtebeker  Festspiele und und … Dieses sind die herausragenden Beispiele, die unser Bundesland über die Landesgrenzen hinweg bekannt machen und aufwerten. Doch wie sieht es mit den anderen Ausstellungsorten in Rostock und den Theatern aus Mecklenburg Vorpommern aus? Eine der Möglichkeiten der Einrichtungen mehr Besucher zu bekommen, über die Region hinaus zu wirken oder bekannt zu werden ist das WEB 2.0. Also habe ich mal für einige der bekanntesten Ausstellungsorte Rostocks und die Theater in Mecklenburg Vorpommern  angeschaut, wie präsent, diese im Netz bei Facebook, Youtube, Twitter oder Blogs sind und ob diese mit den Web Seite verbunden sind.  Heraus gekommen ist ein Artikel Kultureinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern und das Web2.0 den ich als Gastbeitrag auf dem Blog Das Kulturmanagement Blog von Christian Henner-Fehr veröffentlichen konnte. Christian beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Entwicklung und dem Zusammenspiel von Kultur, Kultureinrichtungen und Web 2.0. und Social Media. Ich denke, dass eine Veröffentlichung auf  dem Kulturmanagement Blog mehr Gewicht hat, als wenn ich „nur“ hier auf meinem Blog die Analyse veröffentlicht hätte.

Mecklenburg Vorpommern scheint kein Land der Blogger zu sein,
Mecklenburg Vorpommern scheint kein Land der Blogger zu sein,

Schauen Sie sich die Analyse mal an, auch wenn es sich um eine Momentaufnahme handelt. Ich habe folgende Galerien, Ausstellungs- und Spielorte in die Auswertung mit einbezogen:

die Galerie Möller, die Galerie Klosterformat, die Galerie  artFUHRMANN, die Galerie wolkenbank kunst+räume, die Produzentengalerie artquarium, die Galerie Alter Markt des Kunstvereins Rostock, die Kunsthalle Rostock, das Literaturhaus Rostock, die Hochschule für Musik und Theater Rostock, das Volkstheater Rostock, die Bühne 602 – compagnie de comedie, das Theater Vorpommern, die Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg und Neustrelitz, das Mecklenburgisches Landestheater Parchim, und das Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin.

Das Ergebnis des Artikels Kultureinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern und das Web2.0 ist recht ernüchternd, denn viele der genannten Einrichtungen haben für sich das Feld des Social Networking noch gar nicht entdeckt oder nutzen es nur unzureichend. Es muss ja vielleicht nicht unbedingt mehr gemacht werden, aber wenn man sich auf das Motto besinnen würde, „Tue Gutes und rede darüber“, kann man schon sehr viel erreichen. Dieses gilt insbesondere wenn man beachtet, dass sich viele Besucher der Region vor dem Besuch über das Internet informieren.

Hervorzuheben ist das Engagement der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg und Neustrelitz, denn der Auftritt und die Vernetzung sind klasse. Das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin nutzt wunderbar Twitter und Facebook, muss nur mal die alten FacebookAccounts einfangen. Aber warum ergreifen die anderen Einrichtungen nicht die Chance, sich besser zu präsentieren?

Besonders unzufrieden bin ich mit dem Auftritt der Rostocker Kultureinrichtungen im WEB. Ich kann den Einrichtungen nur die Studie zum Social-Media-Engagement deutscher Museen und Orchester ist online von Ulrike Schmid und insbesondere die Interviews in der Studie nur als Anregung empfehlen.

Rostock - Das ist es (c) Frank Koebsch
Rostock – Das ist es (c) Frank Koebsch

Ich würde mir wünschen, dass die Ausstellungsstätten Rostocks und die Theater Mecklenburg Vorpommerns diese Möglichkeiten für sich erschließen würden. Warum?

  • Es bringt für die Menschen in der Region einen Mehrwert.
  • Es wertet die Region für Urlauber und Investoren auf.
  • Es bringt allen Künstlern einen Gewinn.
  • Und aus Eigennutz, denn ich lebe hier

 

Zum Schluß – ein großes Dankeschön an Christian Henner-Fehr für die Veröffentlichung des genannten Artikels 😉

 

P.S.: Wenn Sie für Rostock ein gutes Kulturangebot suchen, kann ich Ihnen immer nur wieder den Blog Rostock – heute empfehlen. Leider erfährt man dort oft erst nach dem Event, wie gut er war, da es keinen guten Kulturkalender für die Region im Netz gibt

P.S.S.: Ein weiteres gutes Beispiel ist Exklusiv in Mecklenburg Vorpommern, hier wird bereits im Vorfeld auf etliche Kulturveranstaltungen aufmerksam gemacht.

Wie malt man einen Himmel? (2)

„Bei einem gelungenen Himmel ist der „Rest“ oft nur Staffage …“

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Ich möchte dieses  Zitat aus dem Artikel „Fachkunde – Die Farben in der Aquarellmalerei“ von Wolfgang Baxrainer aus der Zeitschrift Palette und Zeichenstift, Ausgabe 1 / 2011 aufgreifen.  Ich hatte in den vergangenen Tagen über diesen Artikel berichet.

Die Aussage „Bei einem gelungenen Himmel ist der „Rest“ oft nur Staffage …“ bezieht Wolfgang Baxrainer auf Landschaftsaquarelle. Wolfgang Baxrainer zeigt in ein paar schnellen Aquarellen – „ Fünf-Minuten-Skizzen“, wie er Landschaften gestaltet und die Wirkung der Landschaften durch einen „gelungenen“ Himmel unterstreicht. Also bin ich mal auf die Pirsch gegangen und habe ein paar Aquarelle von mir mit verschiedenen Malweisen des Himmels herausgesucht. Die Frage, Wie malt man einen Himmel? bezieht sich im ersten Moment darauf,

  • passt der Himmel zum Rest des Bildes,
  • unterstreicht er die Stimmung, die Aussage des Bildes.
Haedgehalbinsel 2 (c) Aquarell von FRank Koebsch
Haedgehalbinsel 2 (c) Aquarell von FRank Koebsch

Beginnen wir mal mit dem Aquarell – Haedgehalbinsel 2 – ein Motiv eines strahlenden Sommertages aus dem Rostock Stadthafen. Die Silhouette der Giebel der Häuser von Rostock und die Kräne werden durch den Himmel und das Wasser der Warnow eingerahmt. Ich habe einen fast einfarbigen ruhigen Himmel passend zu dem ruhigen Wasser und dem Motiv gewählt. An diesem Bild scheiden sich oft die Geister. Einigen ist das Bild zu blau und zu wenig dramatisch, andere mögen die Ruhe 😉

Morgenstimmung im Hafen 1 (c) Aquarell von Frank Koebsch
Morgenstimmung im Hafen 1 (c) Aquarell von Frank Koebsch

Ein weiteres „stilles“ Aquarell ist das Bild Morgenstimmung im Hafen aus dem Greifswalder Museumshafen. Morgens bevor die Hektik des Tages einsetzt, ist das Wasser oft ruhig und spiegelglatt. Das Morgenrot hinterlässt am Horizont des bewölkten Himmels und auf der Wasseroberfläche ein Spuren. Jede Dramatik würde die Ruhe und Stille des Morgens stören. Deshalb habe ich das Bild incl. dem Himmel und der Stimmung mit vorsichtigen Lasuren gestaltet ohne Dynamik gestaltet. Viele Menschen mögen solche Bilder…

Kutter vor Groß Zicker (c) Aquarell von Frank Koebsch
Kutter vor Groß Zicker (c) Aquarell von Frank Koebsch

Ein Gegenstück zu den beiden Aquarellen  stellt das Bild Kutter vor Groß Zicker dar. Es ist an einem wunderschönen Herbsttag im  Fischerhafen vor Groß Zicker entstanden. Mit einem Mal zogen Wolken über der Ostsee auf und verwandelten die Stimmung gewaltig.  Diesen Umschwung habe ich versucht durch die Farbwahl und die Verläufe  im Himmel sowie die Anordnung der Kutter und Boote einzufangen. Alle Elemente des Bildes incl. des Himmels wirken für die Stimmung zusammen. Durch den Wind über der Ostsee zogen die Wolken schnell vorbei und der Tag klang mit Sonnenschein aus. Diese Stimmung habe ich am Nachmittag des gleichen Tages im Aquarell Kutter GZI 06 festgehalten. Auch hier bilden alle Bildelement incl. dem Himmel eine Einheit, um die Stimmung des Bildes darzustellen. Hier finden Sie ein paar Fotos von dem Tag und den Motiven im Fischerhafen von Groß Zicker.

Kutter GZI 06 (c) Aquarell von Frank Koebsch
Kutter GZI 06 (c) Aquarell von Frank Koebsch

Nun in der Regel gibt es bei uns im Norden viele sonnenreiche Tage. Im Sommer sehnen sich aller Strandbesucher nach einem so strahlend blauen Himmel im Aquarell Haedgehalbinsel 2. Doch meist haben wir an der Ostsee immer ein wenig Wind und ein paar Wolken, die ganz unterschiedliche Gebilde und Farben am Himmel entstehen lassen.  Deshalb möchte ich Ihnen noch ein paar weitere Beispiele zeigen. Im dem Aquarell Göhrener Aussicht soll der Blick des Betrachters über die Boddenlandschaft Rügens zum Horizont bis zum Horizont streichen und wieder zurück. Die Wolken am Himmel gehören dazu, runden das Bild ab, sollen den Blick nicht fesseln.

Göhrener Aussicht (c) Aquarell von Frank Koebsch
Göhrener Aussicht (c) Aquarell von Frank Koebsch

Meine Aquarelle werden nicht durch den Himmel dominiert. Sondern alle Elemente des Bildes sollen die Stimmung unterstreichen. Die Aussage „Bei einem gelungenen Himmel ist der „Rest“ oft nur Staffage …“ passt nicht zu meiner Malweise. In einem kann ich Wolfgang Baxrainer nur Recht geben, ein schlechter Himmel vers… das ganze Bild.

Nun bis her waren alles meine gezeigten Himmel, mehr oder weniger „Blau“. Was ist mit der Aussage „Nicht immer ist der Himmel blau. Unglaublich viele Farbschattierungen lassen sich in einem zu malenden Himmel entdecken…“ von Wolfgang Baxrainer? Dieses wird ein neuer Artikel 😉

Nun in den drei Teilen der Artikelserie

habe ich am Beispiel einiger meiner Aquarelle die Gestaltung des Himmels gezeigt.

Jahresrückblick 2010 eines Aquarellmalers

Ein Dankeschön an alle, die uns geholfen haben

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Auf allen Fernsehkanälen laufen seit Anfang Dezember Jahresrückblicke. Das ist ansteckend 😉 Also bin ich auch mal in mich

AIDA bella (c) Frank Koebsch
AIDA bella (c) Frank Koebsch

gegangen und habe überlegt, was ist im Bereich der Malerei bei uns passiert ist. Begonnen hat das Jahr mit einem wunderschönen Urlaub im Januar auf der Aida und einer Motivsuche im Mittelmeer. Wenn ich ehrlich bin, habe ich bei weiten noch nicht alle Eindrücke in meiner Malerei verarbeiten können, auch wenn einige gute Aquarelle entstanden sind. Dann sind unsere Ausstellungen zu nennen:

Vier Ausstellungen können wir pro Jahr in unserer Freizeit gerade so gestalten und die realisierten Ausstellungen in Greifswald, Hamburg und Bad Doberan waren für uns Premieren. Premieren in mehrfacher Hinsicht.

  • In allen Städten stellten wir zum ersten Mal aus, alle Ausstellungsorten, der im Lichthof der Kreisverwaltung Bad Doberan, dem Haus der NDR Gremien in Hamburg und die Galerie im IPP waren für uns somit neue Ausstellungsorte.
  • Die Ausstellung in dem Lichthof der Kreisverwaltung Bad Doberan, war für uns die Ausstellung, in der wir den größten Umfang an Aquarelle und Pastelle ausstellten, über 75 Bilder waren zu rahmen. Der Aufwand hatte sich gelohnt, denn wir bekamen ein sehr gutes Feedback in der Presse, wie OstseeZeitung, NNN, Ostseeanzeiger u.a..
Doberaner Münster (c) Aquarell von Frank Koebsch
Doberaner Münster (c) Aquarell von Frank Koebsch
v.l.: Dr. Karl-Heinz Kutz (Rundfunkrat), Dr. Georg Diederich (Rundfunkrat), Dr. Werner Hahn (NDR Justitiar), Antje Blumenthal (Rundfunkrat), verdeckt Frank Koebsch und Hanka Koebsch © NDR
v.l.: Dr. Karl-Heinz Kutz (Rundfunkrat), Dr. Georg Diederich (Rundfunkrat), Dr. Werner Hahn (NDR Justitiar), Antje Blumenthal (Rundfunkrat), verdeckt Frank Koebsch und Hanka Koebsch © NDR
Besucher während der Vernissage 12 (c) Arvo Wichmann
Besucher während der Vernissage 12 (c) Arvo Wichmann

Aber was ist außer den Ausstellungen noch passiert? Wir haben wie immer viel zu wenig Zeit für unser Hobby die Malerei. Es wäre toll gewesen mal zwei Wochen auszubüchsen und einfach zu malen. Aber dieses hat nicht geklappt oder wir haben uns diesen Freiraum nicht erkämpft 😉 Na mal sehen, vielleicht bekommen wir es ja nächstes Jahr hin. Aber trotzdem ist eine Vielzahl von guten Aquarellen entstanden. Die meisten dieser Aquarellbilder können Sie unter dem Button Aktuelle Bilder sehen. Nun es sind wieder kleine Serien entstanden z.B. zum Thema Jazz, Disteln, Sommerblumen, Fischer und Aquarelle aus Bad Doberan. Parallel dazu habe ich diesen Blog entwickelt, die ersten Videos über unsere Malerei hochgeladen und uns ist es gelungen, seit sechs Jahren in Folge einen Kalender gestaltet. So gesehen war das Jahr für unsere Malerei nicht das schteste.

Deshalb möchten wir an dieser Stelle allen Danke sagen, die uns geholfen haben, um Ausstellungen zu organisieren und auszurichten, an die Menschen, die uns durch Hinweise geholfen haben, dass unsere Bilder besser geworden sind, an die Käufer unserer Bilder und Kalender, die ganz wesentlich dazu beitragen unsere Malerei zu finanzieren und die Besucher unserer Homepage und dieses Blogs, die mit Diskussionen und Beiträgen, diesen Blog lebendig halten.

Wie es weitergeht? Vielleicht wage ich in den nächsten Tagen einen Ausblick in das Jahr 2011 😉

Stillleben - bevor es los geht - Aquarell von Frank Koebsch (c)
Stillleben – bevor es los geht – Aquarell von Frank Koebsch (c)
Farben des Sommers - Aquarell von Frank Koebsch (c)
Farben des Sommers – Aquarell von Frank Koebsch (c)
Vorsicht: stachlig (c) Disteln als Aquarell von FRank Koebsch
Vorsicht: stachlig (c) Disteln als Aquarell von FRank Koebsch
Fischmarkt von Marseille - Aquarell von Frank Koebsch
Fischmarkt von Marseille – Aquarell von Frank Koebsch

Twitter für den Bereich Malerei & Aquarell (4)

Entweder taugen Twitter & Co.  nichts – oder – ich habe mir das falsche Vorhaben und den falschen Ort ausgesucht?

Nun ich hatten in der Vergangenheit bereits drei Beiträge zu diesem Thema geschrieben.

Teil 1: Meine ersten Schritte mit Twitter – und Tools zum „senden“

Teil 2: Ist Twitter eín schwarzes Loch?

Teil 3: Meine ersten Twitter Erfolge und Fragen zum schwarzen Loch

Nun ich hatte im dritten Beitrag ja schon einige Zahlen und meine ersten Erfolge genannt. Ich wurde am 10. Juni von 72 „verfolgt“. Inzwischen sind es 90 Follower. Nun damit habe ich sicher nicht alles falsch gemacht. In habe mir inzwischen auch noch mal so machen Beitrag zu diesem Thema gelesen und überlegt, was ich besser machen kann. So kann ich als sehr gute Zusammenfassung z.B. den Vortrag  „Wir sind dabei … Web 2.0-Kommunikation in der Praxis“ von  Karin Janner,   anlässlich eines Workshops mit dem Deutscher Städtetag empfehlen.

Nach einigen Monaten als Twitterer möchte ich ein Fazit ziehen und am besten mit einem Bild anfangen, welches ich in dem Vortrag von Karin Janner gefunden habe. Denn Twitter und seine Folgen sind kaum nach zu vollziehen 😉 Oder?

Was ist twitter?
Was ist twitter?

Ich habe für unsere Ausstellung „Jazz meets Fine Arts versucht ein wenig Werbung über Twitter zu machen. Ich habe

  • 64 Tweets zu unserer Ausstellung in die Welt gesandt,
  • ca. 40 Veranstaltungskalender, Blogs aus Greifswald oder zum Thema Jazz haben dann noch mal mindestens ein Tweet abgesetzt und
  • es gab einige Retweets zu unserer Ausstellung.

Damit ergibt sich folgende Betrachtung:

  • Ich habe also 64 mal ca 80 Followern und Suchmaschinen in den Ohren gelegen,
  • wenn wir davon ausgehen, dass die o.g. 40 Veranstaltungskalender und Block jeweils 1 Tweets an 200 Followern und Suchmaschinen gesandt haben,
  • es vorsichtig geschätzt 20 Retweets an auch 200 Followern gab

"Jazz meets Fine Arts" auf Google

wurden also  mit ca. 17.000 Nachrichten  Followers informiert. Nicht schlecht 😉 Zur gleichen Zeit sind auf Google ca. 15.300 Einträge bei Suchbegriff „Jazz meets Fine Arts“ zu finden.

Nun trotz dieser Zahlen müssen wir uns als Veranstalter der Ausstellung auch die richtigen Fragen stellen. Haben wir die Zielgruppe erreicht?

Die Antwort ist ganz leicht zu finden. Ich hatte ja Mitte Juni über einem Tool der Webevangelisten   http://labor.webevangelisten.de/tagesverlauf/ mal nach der Relevanz von Begriffen in Twitter gesucht. Die Ergebnisse sahen nicht berauschend aus, denn die folgenden Begriffe tauchten innerhalb von 24 Stunden in Twitter nur mit einer kleinen Anzahl auf.

  • Ausstellung – 700
  • Vernissage – 548
  • Greifswald – 285
  • Malerei – 175
  • Eldena – 22
  • Aquarell – 20

Also haben wir das Web über Twitter mit einer Vielzahl von Informationen bombadiert, die aber kaum einen Interessenten gefunden haben. Ein ähnliche Aussage kann man auch für Facebbook machen.

Die Seite von Greifswald hat 689 Mitglieder, doch „trotz“ unserer sieben Einträge habe nur wenige Menschen über unsere Web Seiten zu gegriffen.

Greifswald in Facebook
Greifswald in Facebook

Also was bleibt?

  • Es macht wenig Sinn mit der Gießkanne Marketing zu machen, denn
  • von den 270.000 aktiven deutschsprachigen Twittern leben statistisch wenige Menschen im Nordosten und
  • wenn doch  interessieren sich nur wenige für Kunst
  • und noch weniger für Malerei zum Thema Jazz 😉

Das Soical Web ist halt doch wie das richtige Leben. Man muss die richtigen Menschen finden und die Kontakte persönlich pflegen. Hierzu kann Social Networking helfen, aber leider keine Wunder vollbringen. Leider.

Oder?

Hier kann ich ja vielleicht noch Anleihen nehmen:

Nur haben alle nichts mit dem Thema Malerei zu tun 😉 Sonst wäre es auch zu einfach.

P.S.: Auf Twitter findet Ihr mich unter http://twitter.com/Frank8233

P.S.S.: Wenn Sie neugierig geworden sind, besuchen Sie doch unsere Ausstellung „Jazz meets Fine Arts“ in der Galerie im IPP

Logo der Ausstellung "Jazz meets fine Arts" (c)
Logo der Ausstellung "Jazz meets fine Arts" (c)

Reflexionen zur Ausstellung „Jazz meets Fine Arts“

Neue Motive auf den Glasoberflächen

Nun hier ist weniger eine Rückschau auf unsere Ausstellung gemeint, sondern Klaus-Dieter Schwenn und Frank Koebsch stellen Zeichnungen und Aquarelle aus, die unter Glas gerahmt wurden. Bei den lichtdurchfluteten Ausstellungsräumen der Galerie im IPP ergaben sich auf den Bildern Reflexionen. Einige dieser Spiegelungen habe ich versucht mit der Kamera einzufangen. So ergaben sich ganz neue Motive, lassen Sie ich überraschen 😉

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P.S.: Wenn Sie sich für das Thema Jazz in der Malerei interessieren, nutzen Sie doch die Chance und besuchen Sie in Greifswald die Ausstellung

Logo der Ausstellung "Jazz meets fine Arts" (c)
Logo der Ausstellung "Jazz meets fine Arts" (c)

After Show Party – für die Ausstellung „Jazz meets Fine Arts“

Ich hatte vor einiger Zeit informiert, dass uns nach der Ausstellungseröffnung zu einer kleinen After Show Party treffen. Wir haben gemeinsam mit einigen Gästen und Mitgliedern des Vereins der Galerie im IPP bei ein wenig Swing und Jazz den Abend ausklingen lassen. Hier finden Sie ein paar Schnappschüsse von dem Abend.

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P.S. Für mich gab es noch eine besondere Überraschung. Alle Beteiligten haben wir als Dank ein paar Blumen, einige Malutensilien, und zwei Bücher zum Thema Jazz überreicht. Eines davon mit Widmung und Unterschriften. Für mich eine tolle Anerkennung. Ich war sprachlos, was nicht so schnell passiert. Ein ganz großen Dank zurück an alle und ich freue mich auf die Finissage am 25.08.2010 ( ??? )

P.S.S.: Wenn Sie neugierig geworden sind, besuchen Sie doch unsere Ausstellung „Jazz meets Fine Arts“ in der Galerie im IPP

Logo der Ausstellung "Jazz meets fine Arts" (c)