Podiumsdiskussion „Tourismus mit Kultur machen“

Podiumsdiskussion „Tourismus mit Kultur machen“ 

auf Einladung der Kreativsaison Mecklenburg

Kreativsaison Mecklenburg
Kreativsaison Mecklenburg

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Ich habe in den vergangenen Tagen die Kreativ Saison Mecklenburg und die Ideen- und Projektwerkstatt vom 29.01.2013 im Kloster zum Heiligen Kreuz vorgestellt. Die zweite Veranstaltung, zu der Katharina Trabert eingeladen hatte, war eine Podiumsdiskussion „Tourismus mit Kultur machen“ in der Kunsthalle Rostock.  Als ich die Einladung erhalten habe, habe ich mich gefreut, die Besetzung der des Podiums zu lesen.

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Im Podium vertreten waren

Im Publikum saßen der Bürgermeister von Schwaan Mathias Schauer, Herr Brunner von der Kunstmühle Schwaans, Vertreter der Ernst Barlach Stiftung Güstrows, der Kunstschule Rostock, des Societät Rostock maritim uvam. Eine gute Runde mit vielen interessanten Fragen, Diskussionen, Aussagen und Statements. Die Aussagen der Podium Mitglieder waren fundiert.

Podiumsdiskussion „Tourismus mit Kultur machen“ in der Kunsthalle Rostock
Podiumsdiskussion „Tourismus mit Kultur machen“ in der Kunsthalle Rostock

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Ergebnisse der Podiumsdiskussion „Tourismus mit Kultur machen“

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Die Diskussion hat wie ähnliche Veranstaltungen einige Punkte wieder deutlich gemacht:

  • Es wird oft diskutiert, ohne die notwendigen Kenntnisse zu haben.
  • Teilnehmer und Akteure müssen sich öfter austauschen, um die Begrifflichkeiten, Inhalte, Beweggründe und Motivationen der andere zu verstehen.
  • Es bedarf einer Moderation, um zwischen den verschieden Interessen zu vermitteln.
  • Es müssen ein Teil der Akteure verstehen, dass sie die Chance haben, sich in das Projekt, das Netzwerk einzubringen. Forderungen sind an ein Netzwerk sind nicht die richtige Art der Zusammenarbeit, denn Netzwerken heißt geben und nehmen.
  • Ein solcher Austausch ist notwendig, um Schwachstellen zu finden und gleichzeitig herauszufinden, wo die Stärken liegen.

Interessant war für mich, dass ich mich am Abend zuvor genau über unsere Erfahrungen zu solche Punkten mit Frauke Lietz – Projektleiterin des Projekts „Die Kunst von Kunst zu leben – Kunst & Kulturtourismus“ ausgetauscht habe. Sie hat immer wieder ähnliche Erfahrungen gemacht und erfolgreich gelernt, in solchen Prozessen zu vermitteln.

Alles in allen war es eine gute Diskussion  und interessanter Austausch. Trotz unterschiedlichster Ansichten und Ziele gab es

Konsens über die bessere Vermarktung der vorhandenen Angebote

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Über das wie, hierzu gab es verschiedene Ansichten und Positionen. Am wenigsten überzeugend fand ich die Aussagen von Frau Melzer als Kultursenatorin auf die Frage:

Mit welchem Kulturangeboten kann Rostock bei Menschen in Deutschland und international werben?

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Ihre Aussage war sinngemäß, Rostocks Stärke ist die große Vielfalt. Bei allem Verständnis dafür, dass die Senatorin die Vielfalt erhalten will, kann ich über die Aussage nur den Kopf schütteln. Ein besseres Marketing wird ohne Fokus nicht möglich sein, denn Menschen lassen sich nun einmal am besten mit ganz konkreten Angeboten ansprechen.  Alles anderes nenne ich verzetteln, dieses ist zu mindestens mein Wissen und Erfahrungen aus einer mehr als 20jährigen erfolgreichen Laufbahn im Bereich Marketing, Business Development und Vertrieb. Wer mir nicht glaubt, sollte dann vielleicht einmal Tillmann Hahn als erfolgreicher Gourmetkoch fragen ;-).

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Mit der Forderung nach einem Kulturkalender für die Stadt verpasst die Ostsee Zeitung eine Chance 

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Die Ostsee Zeitung berichtet über die Podiumsdiskussion Tourismus mit Kultur machen, OZ 2013 01 31, S.12
Die Ostsee Zeitung berichtet über die Podiumsdiskussion Tourismus mit Kultur machen, OZ 2013 01 31, S.12

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Die Ostsee Zeitung hat über die Podiumsdiskussion „Tourismus mit Kultur machen“ berichtet und hat als Überschrift die Aussage gewählt, „Touristiker fordern einen Kultur Kalender für die Stadt“. Diese Forderungen sind nicht neu, Kulturtipps waren und sind lückenhaft. Bisherige Lösungsversuche sind immer dem Zuständigkeitsgerangel und / oder der Finanzierung gescheitert. Aber der Fehler in der Darstellung der Ostsee Zeitung ist, den Kalender auf die Stadt zu begrenzen. Auf dem Kulturmanagement Blog von Christian Henner-Fehr befindet sich eine Analyse, die ich bereits 2011 über die Chancen für eine Region rund um Rostock erarbeitet habe, wenn es eine übergreifende Darstellung der Aktivitäten in Internet und als Paper geben würde. In dem Artikel Kultureinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern und das Web2.0 finden Sie aus damaliger Sicht eine Abschätzung aber auch die notwendigen Voraussetzungen bei der Arbeit der Kultureinrichtungen im Netz. Seit dem sind fast zwei Jahre vergangen, aber eine Lösung ist immer noch nicht in Sicht und die OZ will den Kalender auf Rostock begrenzen. Die Überschrift der Ostsee Zeitung ist aus zwei Gründen unverständlich. Zum einen weil die Teilnehmer aus Schwaan und Güstrow vehement eine Einbeziehung gefordert haben und die Angebote der Kreativ Saison eine Region bis Wismar skizzieren und zum zweiten weil die Ostsee Zeitung keine Zeitung für die Stadt Rostock ist sondern die Auflagengröße Zeitung von Mecklenburg Vorpommern. Die Ostsee Zeitung hat bereits einen Veranstaltungskalender, bekommt über die Pressemitteilungen die notwendigen Daten, verkauft Tickets und berichtet über die Kulturveranstaltungen. Warum ergreift die Zeitung nicht die Chance den Kulturkalender für die Region zur Verfügung zu stellen? Es wäre toll wenn, dass Unternehmen diese Chance ergreift. Es wäre für Ostsee Zeitung gegenüber allen anderen Anbieter von Zeitungen, Zeitschriften, Blogs und Anbietern von Veranstaltungskarten ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal  ;-), wenn es einen offenen, informativen und grafisch gut gemachten Kulturkalender gibt.

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Wie geht weiter es nach der Podiumsdiskussion?

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Unabhängig von meiner persönlichen Meinung zu der einen Aussage von Frau Melzer, habe ich großen Respekt vor allen Teilnehmern egal ob im Podium oder im Zuschauerraum. Alle diese Menschen haben sich Zeit für diese Diskussionsrunde genommen und sich auf ihre Art und Weise eingebracht.  Ich hoffe, dass dieses Arrangement die Teilnehmer in ihren Bemühungen die Region weiterzuentwickeln noch weiterträgt. Mit den Aussagen aus dem OZ Artikel von Frau Katharina Tabert „Wir müssen gemeinsam den Kulturtourismus stahlen lassen“ und der Bestätigung von Frau Melzer „Dafür müssen wir uns wieder zusammensetzen, um ein einheitliches Angebot zu erstellen“  ist zu mindestens der Willen von zwei wichtigen Akteuren dokumentiert.  Mal sehen, wie es weiter geht 😉

Rossiniwoche (c) Kreativsaison Mecklenburg
Rossiniwoche (c) Kreativsaison Mecklenburg

Ganz großen Dank besonders an das Team der Kreativsaison Mecklenburg, welches die Veranstaltung inszeniert hat. Wenn Sie sich informieren wollen, was das Netzwerk von Künstlern, Kunsthandwerkern, Kulturschaffenden mit anderen Partnern organisiert, dann schauen Sie doch mal auf die Webseite www.kreativsaison.de oder besuchen Sie ROSSINI: MUSIKALISCHE OSTSEEWOCHE.

Hier können Sie erleben, wie man Tourismus mit Kultur macht ;-).

Die Organisatoren von „see more jazz“

Die Organisatoren von „see more jazz

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Ich möchte nach und nach die Beteiligten und den Ort unserer Ausstellung see more jazz in fine art vorstellen. Beginnen will ich mit den Organisatoren des Festivals. Das Jazzfestival „see more jazz “ wird in diesem Jahr durch den Jazz Club Rostock und jazzdiskurs zum vierten Mal ausgerichtet – hier ein paar Fotos vom Festival aus den Jahren 2011, 2010 und 2009.

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jazzdiskurs Rostock

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Steigenberger Hotel Haus Sonne (c) Frank Koebsch
Steigenberger Hotel Haus Sonne (c) Frank Koebsch

Was kann ich zu dem jazzdiskurs sagen? René Geschke organisiert für den jazzdiskurs seit über 10 Jahren meist kleine aber feine Veranstaltungen. Der Veranstaltungsort für die bisherigen 137 Veranstaltungen ist traditionell das Restaurant die Alte Apotheke im Steigenberger Hotel Haus SonneDie  Alte Apotheke bietet ein ganz besonderes Flair, denn das Restaurant bietet nur 45 Personen Platz und ist eingerichtet mit über 100 Jahre alten Schränken aus edlem Holz, stillvollen Bildern vom alten Rostock und wunderbaren Accessoires ein alten englischen Apotheke. In dieser Umgebung macht es riesigen Spaß jeden zweiten Dienstag im Monat die kleinen und exklusiven Veranstaltungen des jazzdiskurs zu erleben. Die Veranstaltungsreihe knüpft das Projekt an eine Konzertreihe mit gleichnamigem Titel an, die in Rostock seit den Fünfziger Jahren Tradition hatte. Für die Musiker und Macher dieser Reihe steht der Spaß am Jazz mit all seinen Facetten im Mittelpunkt. Der nächste Diskurs findet am 11.09.2012 in der Alten Apotheke statt. Viel Spaß den Gästen und Machern.

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Jazz Club Rostock

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Eine weitere Möglichkeit Jazz in Rostock zu hören, sind die Veranstaltungen des Jazz Club Rostock. Seit 2003 organisieren seine Mitglieder für die Rostocker und die Gäste verschiedene Veranstaltungen rund um den Jazz. Der Höhepunkt des Jahres ist seit über 11 Jahren der Jazz Band Ball im Hotel Neptun. Über das gesamte Jahr gibt es weitere wundere Veranstaltungen meist im CarLO 615 im Stadthafen von Rostock. Zu empfehlen sind an jedem letzten Dienstag des Monats die Jazz Jam Sessions dort oder auch immer wieder die Veranstaltungen mit verschiedenen Musikern und Gruppierungen im CarLo 615. Hier ein paar Schnappschüsse von einer Session von Nanorange im JazzClub Rostock aus dem März 2011.

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Jazz in Rostock Spiegelung (c) Frank Koebsch (1)
Jazz in Rostock Spiegelung (c) Frank Koebsch (1)

Nanorange im Carlo615 (c) Frank Koebsch (2)
Nanorange im Carlo615 (c) Frank Koebsch (2)

CarLo 615 (c) Frank Koebsch
CarLo 615 (c) Frank Koebsch

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Also wenn die Macher vom jazzdiskurs und dem Jazz Club Rostock das Festival „see more jazz“ organisieren, wissen diese was sie machen. Wir (Conny Stark, Frank Koebsch, Martina Wald, Ulli Schwenn, Volker Kurz) freuen uns, dass wir das Jazzfestival in diesem Jahr mit einer Ausstellung von Aquarellen, Bilder, Fotografien und Zeichnungen begleiten können 😉

Die Galerie im Hotel Neptun

Fast ein gut gehütetes Geheimnis 😉

In Rostock gibt es eine Hand voll von guten  Galerien, die regelmäßig zu ihren Ausstellungseröffnungen und Veranstaltungen einladen, von denen man ab und zu in der Presse oder Veranstaltungskalendern liest. Darüber hinaus finden in einigen Einrichtungen der Stadt, des Landes, der Universität, der HMT regelmäßig Ausstellungen statt, die beworben werden und von denen es ein gutes Presseecho gibt. Aber von der Galerie im Hotel Neptun hört man und liest man fast nichts. Es gibt noch nicht einmal auf dem Außengelände oder beim Betreten der Hotelhalle einen Hinweis. Und trotzdem sind die Ausstellungstermin seit Jahren für die nächsten 24 Monate vergeben.  Dieses spricht für die Lukrativität des Hauses. Ich war in der Vergangenheit einmal in den Ausstellungsräumen des Hotels Neptun. Aber wirkliche Erinnerungen habe ich nicht mehr.  In einer kleinen Plänkelei mit Andreas Matern auf Facebook über Ausstellungsmöglichkeiten in Rostock habe ich dann mal die Aufgabe übernommen die Möglichkeiten ab zu klären. In den Fotos können Sie die Hängemöglichkeiten sehen. Nun aber was helfen gute Räumlichkeiten für eine Ausstellung, wenn es keine Vernissage gibt, keine Werbung für die Ausstellung…  Nun mal schauen was uns hierzu für das Jahr 2013 einfällt 😉 Denn seit Jahren gibt es zum ersten Mal wieder eine Ausstellung mit Vernissage, die durch das Hotel Neptun auch für einen Außenstehenden sichtbar beworben wird. 

P.S.: Zur Zeit stellt Christine Löwa im Hotel Neptun aus. Dieses konnte ich nur durch persönlichen Besuch erfahren, da ich keinen Hinweis auf die laufende Ausstellung in der Presse und dem WEB gefunden habe. 

P.P.S.: Es wird durch das Hotel Neptun schon Werbung für die Ausstellungen gemacht, nur ist diese auf die anwesenden Hotelgäste fokussiert. 

  • Es wir für jeden Gast in der Regel einmal in der Woche in der hausinternen Gästepost zum Frühstück neben anderen Informationen auch auf die Galerie und die aktuelle Ausstellung hingewiesen.  Unter auf dieser Webseite finden Sie die jeweils aktuelle Gästepost des Hotels.
  • Im Foyer stehen eine oder mehrere Staffeleien mit Bildern der aktuellen Ausstellung sowie ein Hinweisschild an der Rezeption.  Zum Glück für Frau Löwa ist dieses Bild verkauft worden. Pech das der eye catcher im Foyer fehlt.
  • Durch das Hotel werden Informationen über die Ausstellungen an die Presse gegeben.
  • In der dem Veranstaltungsheft „Was? Wann? Wo?“ der  Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde wird auf die Galerie verwiesen. in der aktuellen Aprilausgabe leider ohne Nennung der Künstlerin, Titel und Termine der Ausstellung.

Die Strategie des Hauses bezieht sich auf die optimale Betreuung der Gäste. Nach heutiger Einschätzung des Hotels lassen sich für ein Fünfsternehaus in Warnemünde keine nennenswerten weiteren Synergien zwischen der Galerie im Haus und der Gewinnung neuer Kunden erzielen, wenn man den Aufwand und Nutzen betrachtet. Nun aus Sicht des Hotels ist dieses zu verstehen. Für die Künstler und Kunstinteressierte muss man sich mehr wünschen. 😉  Nun erst einmal besten Dank an Silke Greven, PR Manager des Hotels Neptuns für das lange und ausführliche Telefonat. Ich werde versuchen meine Ideen an die Verantwortlichen heranzutragen.