Hobbykünstler stellen in Rostock und Umgebung aus

Hobbykünstler stellen in Rostock und Umgebung aus

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Rostock kreativ 2015 – am Tag der Eröffnung

 

Ich hatte ja bereits über meine Vorbereitungen auf „Rostock kreativ“ 2015 berichtet. Aber für viele Menschen ist Rostock kreativ noch viel aufregender als für mich. In diesem Jahr stellen 713 Hobbykünstler ihre Bilder, Plastiken, Keramiken u.a. dort aus, wo sonst Ausstellungen von Norbert Bisky,  Jo und Inge Jastram gezeigt werden, Feliks Büttner auch schon mal live malt.  Gestern war es nun soweit. Gut 2.000 Gäste haben den kleinen Festakt zur Eröffnung von Rostock kreativ live erlebt. Ich hatte erst die Chance kurz vor 18.00 Uhr einen Blick in die Ausstellung zu werfen. Es sind aus meiner Sicht einige wunderbare Bilder dabei. Aber was mich Jahr für Jahr an Rostock kreativ immer wieder fasziniert, ist die ungeheure Vielfalt der ausgestellten Bilder und die Begeisterung mit der die Menschen ihre Kunst zeigen. Besonders schön ist es für mich, dass einige meiner Malschüler aus meinen Aquarellkursen und Malreisen sich ebenfalls an der Ausstellung beteiligen. Hier ein paar Fotos vom Eröffnungstag.

Auch wenn sich an Rostock kreativ 713 Künstler aus ganz Mecklenburg – Vorpommern z.B.

aus Bad Doberan, Bargeshagen, Barth, Binz, Börgerende, Brockhusen, Brodersdorf, Buchholz, Bützow, Conow, Demmin, Dettmansdorf, Diedrichshagen, Dierhagen, Dummerstorf, Eickhof, Gersdorf, Gnoien, Graal Müritz, Grevesmühlen, Güstrow, Hagenow, Hansdorf, Klink, Klotzow, Kritzmow, Kröpelin, Kühlungsborn, Laage, Lambrechtshagen, Lichtenhagen, Malliß, Neubrandenburg, Neuhaus, Nienhagen, Pastow, Poppendorf, Prerow, Putbus,  Pruchten, Rerik,  Ribnitz Damgarten, Penzin, Rethwisch Röbel, Rostock, Rövershagen, Sanitz, Saßnitz, Satow, Schlaage, Schwaan, Schwerin, Sievershagen, Stäbelow, Sternberg, Stralendorf, Waren / Müritz, Wismar, Wustrow…

ist die Ausstellung für die Hobbykünstler über die Landesgrenzen bekannt und anerkannt. Es gibt in diesem Jahr sogar drei Teilnehmer aus Hamburg und eine Teilnehmerin aus Mainz ;-).

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„DBR Kreativ“ und Mangas bei Hugendubel Rostock

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Ein wunderbare Leistung des Teams der Kunsthalle soviele Menschen zu begeistern, etwas aus ihrer kreativen Tätigkeit mit anderen zu teilen. Die Veranstaltung Rostock kreativ ist bei weiten nicht mehr die einzige, die Hobbykünstlern eine Plattform bietet. So wird zeitgleich in Bad Doberan  „DBR kreativmit über 100 Teilnehmern veranstaltet. Hugendubel Rostock lädt alle Mangakünstler ein, ihre Zeichnungen und Bilder auszustellen und an Workshops teilzunehmen. Hier ein paar Schnappschüsse aus der Ausstellung bei Hugendubel mit den Mangazeichnungen.

 

 

Es gibt wunderbare Möglichkeiten sich an solche Aktionen zu beteiligen. Nur sollten die Verantwortlichen der Region sich mit ihren Terminen ein wenig abstimmen, denn so gut DBR kreativ auch gemeint ist, viele Hobbykünstler aus Doberan und Umgebung haben der Kunsthalle Rostock den Vorzug gegeben.

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Wenn Sie in Rostock unterwegs sind und sich für Zeichnungen und Malerei interessieren, dann gehen Sie doch mal bei Hugendubel oder der Kunsthalle Rostock vorbei.

Wenn Sie Lust haben selbst einmal in der Kunsthalle zu malen, dann kommen Sie doch am besten am 12. März 2015 ab 13.00 Uhr vorbei, dann können wir gemeinsam „unsere Welt“ auf eine Leinwand malen.

Ich würde mich freuen, gemeinsam mit Ihnen im Rahmen von Rostock kreativ zu malen. 😉

 

Ausstellungen in Bad Sülze

Ausstellungen in Bad Sülze

Jugenderinnerungen an die Illustrationen von Werner Schinko

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Das Salzmuseum Bad Sülze bietet nicht nur eine Ausstellung über Salzgewinnung und –verarbeitung sondern auch regelmäßige Ausstellungen von Künstlern in zwei kleinen beschaulichen Räumen. Vor einigen Tagen war im winterlichen Vorpommern unterwegs und bin nach Bad Sülze gefahren. Ich hatte gehört, dass in dortigen Salzmuseum eine Ausstellung von Christiane Lamberz und Werner Schinko zu sehen ist. Was mich besonders interessierten waren die Drucke von Werner Schinko, denn mit seinen Bilder und Drucken bin ich aufgewachsen. Seine Drucke waren in Märchenbüchern, Schulbüchern u.a.  zu sehen. Gerne erinnere ich mich noch an Schinkos Drucke in den Märchen der Gebrüder Grimm. Eine der bekanntesten Illustrationen ist vielleicht das Rotkäppchen. Auf der Web Seite der Galerie Z Art und in der Beschreibung des Buches „Bilder des Nordens“ von Werner Schinko findet man eine kleine Übersicht von Zeichnungen, Drucken und Aquarellen von ihm.  In der jüngeren Vergangenheit habe ich dann so manches Mal auf die Tier und Vogel – Grafiken von ihm geschaut – besonders natürlich auf seine Kraniche. So wollte ich mir die Chance nicht entgehen lassen und seine Drucke und Illustrationen in einer Ausstellung zu sehen. Bad Sülze liegt gleich bei uns um die Ecke und so machte ich mich trotz Schneewolken über Sanitz auf den Weg. Ich war sehr erfreut, nach kurzer Fahrt die Grafiken Schinkos und die Keramiken von Christiane Lamberz zu sehen. Hier ein paar Fotos aus der laufenden Ausstellung und vom Salz Museum.

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Bei meinem Besuch in der Ausstellung kam ich dann recht schnell mit Frau Chitralla vom Verein des Museum in Plaudern. Das Ergebnis des Gespräches war eine Bewerbung für eine Ausstellung bei  in Bad Sülze. Also habe ich unsere Bewerbungsunterlagen an Inge Jastram versandt. Sie berät das Museum in Bezug auf die Ausstellungen. Wir haben die Antwort mit Spannung erwartet, denn Inge Jastram ist für uns eine der wichtigsten Künstler der Region. Vor kurzem haben wir noch die Ausstellung von Inge und Jo Jastram mit großem Interesse in  der Kunsthalle Rostock gesehen und dann ging alles ganz schnell. Ich erhielt einen Anruf von Salzmuseum und einen wunderbaren Brief von Inge Jastrum und gemeinsam begannen wir mit der Abstimmung einer Ausstellung.

Ab dem 07. März 2014 können Sie Aquarelle und Pastelle von Hanka und mir in Bad Sülze sehen.  ;-).

Rückblick auf die Ausstellung Inge und Jo – Das Künstlerpaar JASTRAM

Rückblick auf die Ausstellung

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Inge und Jo – Das Künstlerpaar JASTRAM

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Herbst am Schwanenteich und Erinnerung an vergangene Ausstellungen in der Kunsthalle Rostock

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In den vergangenen Tagen habe ich den malerischen Herbst bei uns an der Ostsee genutzt, um der Kunsthalle Rostock und dem Schwanenteich einen Besuch abgestattet. Bei dem schönen Wetter hatte es riesigen Spaß gemacht im Park um den Teich herum die letzten Blumen und Blüten im Herbst sowie wunderbare bunte Blätter im sonnigen Herbst zu entdecken. Ich bin hier in Reutershagen groß geworden, aufgewachsen in Rostock in den 60 und 70er Jahren  und kenne den Schwanenteich, den Park und die Kunsthalle recht gut. Als Knirps habe ich im Sommer in den Platschbecken am Schwanenteich gebadet und im Winter bin ich dort Schlittschuhe gefahren und mit  dem Schlitten den Hügel runtergerast sowie auf den verschiedenen Skulpturen rumgeklettert. Besonders faszinierend waren für mich als Knirps der Eselreiter von Gerhard Rommel oder die Große Sitzende – Bronzestatue von Margret Middell. In den Ferien waren wie als Kinder oft in der Kunsthalle und haben die Angebote dort genutzt. Wir haben z.B. in den Ausstellungen zum Sandmännchen gezeichnet und gemalt. Noch heute zieht es mich immer wieder zu unterschiedlichsten Anlässen in die Kunsthalle Rostock egal ob zur Impulskonferenz der Kultur- und Kreativwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns, der Podiumsdiskussion „Tourismus mit Kultur machen“,  Rostock kreativ, der Ausstellung Credo von Georg Baselitz, Gotthard Graubner, Gerhard Richter und Günther Uecker, der Gedächtnisausstellung von Jo Jastram oder wenn Jazz in der Kunsthalle gespielt wird. Z.B. im Rahmen des Jazzfestivals See more Jazz und wir in der Rostocker Innenstadt im Rahmen des Festival Jazz Bilder ausstellen.

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Erlebte Spuren von Inge und Jo Jastram

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Der Anlass meines Spaziergangs am Schwanenteich war der Besuch der Ausstellung Inge und Jo – Das Künstlerpaar JASTRAM. Als Rostocker bin ich immer wieder mit der Kunst von den beiden in Berührung gekommen. Jo Jastram hat als Bildhauer viele Spuren in der Stadt hinterlassen. Die  meisten Menschen kennen sicher seine Brunnen ( Brunnen der Lebensfreude, Brunnen „Menschen am Wasser“ in der Langen Straße) oder viele andere Skulpturen und Plastiken von ihm. Da ich mich ein wenig mit den Kranichen beschäftige, kenne ich auch seinen Werbenden Kranich, Stehenden Kranich und Startenden Kranich. Aber genauso faszinierend wie die Kraniche finde  ich die Pferde von Jo Jastram, wie der Kasper Ohm up sin Vosswallach in der Badstüberstraße oder der Schreiende Hengst u.a., der z.Z. vor der Kunsthalle steht. Aber wenn man mit offenen Augen durch Rostock geht,  findet man noch die „Vicke-Schorler-Rolle“ ein wunderbares Bronzerelief am Glatten All, die Skulpturen Gruppe „Afrikanische Reisende“ an der Warnow vor dem Gebäude der Deutschen Seereederei Rostock, das Altstadtmodel in der Langen Str., die Plastiken am Fünfgiebel u.a.

Inge Jastram hinterließ andere Spuren, nicht so groß sondern wunderbare  als Grafikerin. Aber wenn man in Rostock Galerien unterwegs ist, egal ob bei Art Fuhrmann, der Galerie Möller, der Galerie Klosterformat, der OZ Kunstbörse … findet man die Arbeiten von Inge Jastram. Besonders schön ist natürlich, wenn die AIDA Flotte ihre Arbeiten auch in der Welt bekannt macht.

Wir hatten 2001 das Glück Inge und Jo Jastram sowie Ernst Lau in einer Ausstellung in Sanitz kennen etwas näher kennen zu lernen. Wir stellen damals „gemeinsam“ im Dorfgemeinschaftshaus in Sanitz aus. Wir zeigten erste Aquarelle gemeinsam mit anderen Hobbykünstlern und  Inge Jastram stellte großformatige Grafiken aus der Welt des Zirkus, Strandszenen u.a. aus. Jo hatte seine Frau in seiner spröden und liebvollen Art vorgestellt und danach plauderten Inge Jastram mit ihrem Drucker Ernst Lau und dem Publikum über die Grafiken, die Kunst der Radierung und des Druckens. Es war ein toller Abend. Seit dem haben wir eine Clowns Radierung von Inge Jastram und schauen immer wieder nach ihren Arbeiten. So finde ich auch die Worte von Ernst Lau in dem Porträt des NDR mit der Inge Jastram so treffend. Er sagt:

„… Wenn denn einer sagt, ich kenne Jastram und Jo und Inge nicht, dann ist dieses eine Bildungslücke.“ 😉

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Inge und Jo – Das Künstlerpaar JASTRAM in der Kunsthalle Rostock

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Mit diesem Wissen und den Berührungspunkten bin ich dann zweimal durch die Ausstellung gegangen. Ich habe scheinbar viele bekannte Dinge in der Ausstellung entdeckt aber auch viele für mit ungekannte Dinge. Klar kam ich wieder in Schwärmen für die Zirkusgrafiken, die z.T. mondänen Damen auf den Drucken von Inge Jastram und die Skulpturen von Jo´s Afrikanischen Reise, seinen Pferden und und … Aber es waren vielmehr die kleinen Dinge die mich faszinierten, wie die viele Skizzen der beiden. So gab es eine Zusammenstellung von Skizzen die Inge beim Fernsehen auf unterschiedlichsten Papieren erstellt hatte, Zeichnungen von Inge und Jo Jastrams Mütter auf dem Sterbebett, Skizzen von Jo von seinen Reisen und als Studien für seine Skulpturen. Diese Dinge und der damit verbundene Einblick in das Wirken waren interessant. Aber spannend war die Ausstellung im White Cube. Hier gab es eine große Anzahl von Fotos aus dem Leben der beiden, mit den Kindern, Freunden, Kollegen. Teilweise Schnappschüsse aus dem täglichen Leben, dann wieder Fotos von offiziellen Anlässen, der Landschaft Mecklenburg Vorpommerns, ihres Hauses in Kneese und und…. Eine sehr persönliche und informative Ausstellung zum Leben und Wirken den beiden. In der Mitte des weißen Cubes, den vielen Fotos wurden zwei Video gezeigt. Einmal das Porträt des NDR mit der Inge Jastram und zum zweiten das  Interview mit Günter Gaus zur Person – Porträts in Frage und Antwort – Jo Jastram  eine spannende Kombination mit den Fotos und den Werken der beiden.

Ich bin mit meinem Blogbeitrag als Veranstaltungshinweis viel zu spät, denn die Ausstellung ist schon abgebaut. Aber es ging mir nicht sehr um einen Hinweis auf die Ausstellung, sondern ich habe einfach ein wenig Zeit gebraucht, um meine Erinnerung zu sortieren 😉

Im Nachgang kann ich für alle, die nicht in der Ausstellung waren oder ihre Erinnerungen auffrischen wollen den Beitrag Inge & Jo das Künstlerpaar Jastram in der Mediathek des NDR empfehlen. Für mich war die Ausstellung ein schönes Erlebnis.

Jo Jastram – man stößt auf viele Spuren von ihm

Erinnerungen an Jo Jastram

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Als Rostocker Jung bin ich früh mit der Kunst von Jo Jastram in Berührung bekommen. Ich habe im Brunnen „Menschen am Wasser“ in der Langen Straße in heißen Sommern gebadet.

Brunnen der Lebensfreude eine Entdeckertour (c) Frank Koebsch (2)
Brunnen der Lebensfreude eine Entdeckertour (c) Frank Koebsch (2)

Später habe ich überall Spuren von Jo Jastram entdeckt und gesucht. Unsere Kinder, wir, viele Rostocker und Gäste geniesen es am Brunnen der Lebensfreude zu sitzen, den Jo Jastram und Reinhard Dietrich gestaltet haben. Aber auch die vielen anderen Skulpturen und Plastiken in Kühlungsborbn, Ribnitz, in Rostock und …. faszinieren uns immer wieder.

Als wir Anfang Januar vom Tod von Jo Jastram erfahren haben, waren wir traurig…. Ich habe lange gezögert, ob ich in meinem Blog zum Ableben von Jo Jastram etwas schreiben soll. Nun am Wochenende waren wir in der Kunsthalle, um die Ausstellung Rostock KREATIV zu besuchen. Und da war wieder ein Teil der Spuren, die Jo Jastram hinlassen hat. Die Kunsthalle Rostock zeigt im Innenhof eine Gedenkausstellung für Jo Jastram

Wir haben Jo und Inge Jastram persönlich kennen gelernt, als wir 2001  im Dorfgemeinschaftshaus unserer Gemeinde Sanitz eine Ausstellung von Hobbykünstlern der Umgebung vorbereiteten. Als Hobbykünstler durften wir unsere Ausstellung parallel zu einer Ausstellung von Inge Jastram zeigen. Inge Jastram stellte einen Teil ihren Drucke aus dem Zyklus Zirkus vor und gab am selben Abend allen Kunstinteressierten eine Einführung in den Bereich Druck. Während die Ausstellungen aufgebaut wurden, schaute sich Jo Jastram um und wir kamen mit ihm in Gespräch… Als wir das Ehepaar Jastram erlebt und ein wenig kennen gelernt haben, schaute und hörte man noch intensiver hin und freute sich über jedes Wiedersehen mit den Werken und den Menschen… Nun bleiben nur noch seine Plastiken – ein wunderbares Vermächtnis, dass von der Lebensfreude  und dem Interesse von Jo Jastram am Leben berichtet. In der Kunsthalle wird  Jo Jastram wie folgt zitiert

Eingeflochten sind wir alle …


Eingeflochten sind wir alle – ob Künstler oder nicht – in den  Menschenstrom,  der sich durch die Zeit müht und freut.

Durchgangselement vielleicht nur – weiterführend, wenn es gut geht, aufhebend im doppelten Sinne des Wortes – gebunden in die historisch konkreten Umständen unseres Aufenthaltes hier.

Diese Umstände sehe und erlebe ich – aus ihnen schließe ich, das ist meine Grenze.

Natur gehört dazu, Gebautes, Gedachtes, Erfundenes – auch Kunst.

Ich habe eigentlich nur weitermachen können, was mich über das Auge oder die Hand erreicht hat.

Übergreifendes ist entstanden aus dem, was sich hinter dem Auge versammelt hat, Erfahrungen und Begriffenes, Geliebtes oder Hassenswertes.

Auch Vorbilder spielen eine Rolle , das waren immer Künstler, deren Gegenstände mich als Mitteilung zutiefst betroffen machten.

Der Meister der Bernwardstür, der Naumburger, die Italiener vor allem: Marini, Manolo, Manzu. Früher auch Barlach – heute mehr Giacometti. Dass die Gestalt sich aus dem sie umgebenden und ihn bestimmenden und ihn bewegenden Raum erklärt, habe ich relativ spät begriffen – heute weiß ich das besser.

Ich glaube auch, dass die Art mediterraner Spaßes unserer Kunstarbeit oft fehlt. Neben der Bedenklichkeit auch Freundlichkeit – zumal im urbanen Raum – zu erreichen, habe ich immer wieder versucht, und dabei gelernt, wie schwer gerade das ist.

Jo Jastram

Kneese am 08.02.1988

Vernissage (3)

Eröffnungsrede – ein heikler Teil der Vernissage

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Ich hatte in einem der vorangegangenen Artikel das „Ritual“ für die Ausstellungseröffnung beschrieben. In einem zweiten Beitrag Musik oder eine Lesung in der Ausstellungseröffnung hatte ich auf den Artikel von  Katharina Knieß „Im Fokus: Das Publikum – über Sinn, Unsinn und Grenzen von Vernissage Begleitprogrammen“ in der atelier  –  die Zeitschrift für Künstlerinnen und Künstler 6 / 2010, S. 14 ff Bezug genommen. Riesig getreut habe ich mich über die Kommentare, Erfahrungen und Meinungen gefreut. So möchte stellvertretend aus dem Kommentar von Martina Wald zitieren:

„Wenn es ein Rahmenprogramm gibt, muss das mit der gleichen Sorgfalt ausgewählt und gestaltet werden, wie die bildende Kunst, die an den Wänden zum Verkauf hängt. Alles andere wäre grobe Vernachlässigung und Missachtung des Gastes/Kunden.“

Dem ist eigentlich kaum etwas dazu zufügen. Aber es gibt ja noch den Teil, der Reden und Einführungen. das Thema der Eröffnungsreden ist für mich genauo heikler wie die Musik bei einer Vernissage . Katharina Knieß schreibt auf S. 16 :

Die Eröffnungsrede lege „den professionellen Anspruch der Ausstellung und damit auch der Galerie.

Nur ist die Frage, was damit gemeint ist? Ich habe schon Reden mit einem hohen kunsttheoretischen Anspruch oder zum vermeintlichen Lebenswerk der Künstler gehört, die das Publikum eher verschreckten, als auf die Ausstellung einstimmten. Hierbei war es egal, ob diese Reden von Kunsthistorikern, sogenannten professionellen Redner auf Honorarbasis, lokalen VIPs oder oder… gehalten worden. Meine Empfehlung ist es, suchen sie sich für die Eröffnungsrede jemanden aus, den sie schon einmal gehört haben, wenn er über Kunst spricht. Dieses kann durchaus ein Freund oder ein Bekannter sein, der erlebt hat, wie ihre Kunst entsteht, der über einige ihre Kunstwerke oder damit verbundenen Erlebnissen pointiert und lebensnahe berichten kann. Dieses ist viel mehr wert, als wenn man im Beisein vieler Gäste und der Presse stammelnd in eine Ecke gestellt wird, in die man nicht gehört. Ich kenne hier sehr viele gute Beispiele, wo Partner oder befreundete Künstler die Eröffnungsrede gehalten haben. Dieses hat nicht mit mangelndem Renommee zu tun, wenn Jo Jastram für seine Frau Inge Jastram oder Andreas Mattern für Susanne Haun und umgekehrt die Eröffnungsrede hält.

Im Zweifelsfall sollten der Galerist, der Veranstalter oder der Künstler diesen Part selbst in die Hand nehmen. Welche Erfahrungen haben Sie bei Ihren Ausstellungsbesuchen gemacht?



v.l.: Dr. Georg Diederich (Rundfunkrat), Hanka Koebsch, Frank Koebsch und Dr. Karl-Heinz Kutz (Rundfunkrat) © NDR
v.l.: Dr. Georg Diederich (Rundfunkrat), Hanka Koebsch, Frank Koebsch und Dr. Karl-Heinz Kutz (Rundfunkrat) © NDR
Thilo Braune erzählt über 30 Jahre Jazz in Eldena (c) Ulli Schwenn
Thilo Braune erzählt über 30 Jahre Jazz in Eldena (c) Ulli Schwenn
Eröffnungsrede - Foto Frank Koebsch
Eröffnungsrede - Foto Frank Koebsch

Ausstellungen im Kloster Ribnitz-Damgarten (2)

Ausstellung aus Werke der Kunstsammlung des Landkreises Nordvorpommern

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Auf der Suche nach Ausstellungsmöglichkeiten war ich mal wieder in Ribnitz-Damgarten. in der Galerie im Kloster. Ich hatte in den vergangenen Tagen bereits einen kurzen Artikel veröffentlicht. Für mich ist immer wieder ganz besonders sehenswert die Ausstellung im Obergeschoß mit wechselnde Ausstellung von Werken aus der Kunstsammlung des Landkreises Nordvorpommern.

Neben den Skulpturen von Jo Jastram und hatten es mir die Zeichnungen von Elisabeth Sittig angetan. Für mich sind diese Ausstellungen ein wunderbarer Überblick des Schaffens von Künstlern der vergangenen Jahrzehnte, ja des letzten Jahrhunderts. Gerade die Vielzahl der ausgestellten Künstler ermöglicht wunderbares Spiegelbild von den Menschen und der Landschaft der Region an der Ostsee, dem Bodden und Mecklenburg Vorpommern.  So ziehe ich den Hut vor der Arbeit mit der Kunstsammlung des Landkreises Nordvorpommern und die Arbeit des Kunstvereins Ribnitz-Damgarten. Meine Empfehlung wenn Sie in Ribnitz sind, nutzen Sie die Chance und schauen mal vorbei, aus meiner Sicht lohnt es sich.

Die folgenden Schnappschüsse geben einen kleinen Einblick in die Räumlichkeiten der Ausstellung von Werken aus der Kunstsammlung des Landkreises Nordvorpommern.

Motivsuche in Rostock – Wasserspiele und Aufklärung

Brunnen der Lebensfreude

Für viele Besucher und Rostocker ist der Brunnen der Lebensfreude auf dem Universitätsplatz eine Stätte zum Ausspannen, ein Treffpunkt, ein Spielplatz und und…

Im Sommer kann man kann seit 30 Jahren immer wieder die gleichen Szenen beobachten, Eltern sitzen im Schatten und Kinder toben durch den Brunnen, probieren die Wasserspiele, Fontänen und entdecken die Figuren. Egal ob Möwen, Wildschweine oder die übergroßen menschlichen Figuren. Jo Jastram und Reinhard Dietrich sind sicher stolz darauf, dass „ihr“ Brunnen von den Menschen so angenommen wird, denn er macht seinem Name „Brunnen der Lebensfreude“ alle Ehre.

Kinder lieben diesen Brunnen. Das haben unsere Kinder genauso gemacht, wie dieser kleine Knirps. Er ist ganz vorsichtig und auf „Entdeckertour“. Doch schauen Sie selbst. Aber aufpassen: Ein Aufenthalt von Eltern mit ihren Kindern an dem Brunnen spart so manches Aufklärungsgespräch ;-).

P.S. Auch wenn die Menschen den Brunnen lieben, so haben einige Verantwortlichen der Stadt Rostock zu ihre Probleme mit dem Brunnen der Lebensfreude und den anderen Wasserspielen. Es gibt halt Menschen, die sehen immer nur Probleme. Und es gibt Menschen die Ihren Brunnen lieben, spenden und die Grundlage legen, damit es möglich ist, dass der Brunnen weiterhin Lebensfreue vermittelt.

P.S.S. Einen ganz besonderen Dank an die Verantwortlichen von Eurawasser, die sich seit Jahren immer wieder in der Region engagieren und als Sponsor einen wesentlichen Teil der Betriebskosten, die Wasserrechnung des Brunnens übernehmen. Aber auch den Sponsoren für die andere Brunner gebührt Dank.

P.S.S.S. Noch ein Tipp besuchen Sie den Brunnen nicht nur im Sommer. Hier ein paar Fotos von der Lichtwoche im Herbst. Wie Sie sehen lohnt es sich.

Galerie auf der Adia bella

Auch wenn es auf der AIDA im Mittelmeer schwierig mit dem Aquarell war, da die Farben an Deck kaum trockneten, litten wir nicht unter Kulturentzug. In jedem Hafen gab es etwas zu entdecken und die AIDA bella hat Ihre eigene Galerie. Betrieben wird die Galerie durch artFuhrmann und die Bilder trugen schon zu Belebung des Bordalltages bei, denn es wurde des Öfteren umgehangen und es gab mehr oder weniger publikumswirksame Versteigerungen. Für uns war es interessant, denn es gab viele alte bekannte Künstler zu sehen. Unsere Favoriten waren an Bord  Inge und Jo Jastram, Feliks Büttner…

Ausgestellte Künstler:

Peter Bauer, Feliks Büttner, Inge Jastram, Moritz Götze, Tim Davies,
Malte Brekensfeld, James Rizzi, Robert Daemming, Thomas Gatzemeier, Wolfgang Friedrich, Janosch, Malte Brekenfeld, Andreas Schiller, Jo Jastram, Udo Lindenberg, …

Auf der Seite von artFuhrmann finden Sie weitere Informationen zu der Galerie an Bord und den einzelnen Künstlern.