Animal Soul – Tierfotografie mal ganz anders – von Wiebke Haas

Animal Soul

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Tierfotografie mal ganz anders – von Wiebke Haas

Ein Fotobuch für jeden von einer phantastischen Pferdefotografin

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Dieses Mal geht es um Tierfotos und nicht um meine Aquarelle, Ausstellungen, Aquarellkurse oder Malreisen. Ich möchte Ihnen heute das Fotobuch „Animal Soul – Tierfotografie mal ganz anders“ vorstellen.  Ich hatte in den Vergangenheit schon mehrmals Bücher von anderen Menschen vorgestellt. In der Regel waren es Titel von befreundeten Künstlern wie Susanne Haun mit ihren Büchern „Die Kunst der Radierung“ oder „Mit Tusche zeichnen“. Das welches es heute vorstellen möchte, ist von der Fotografin Wiebke Haas. Ich hatte das Glück im Sommer gemeinsam mit Wiebke Haas unsere Ausstellung Faszination Galopper zu gestalten. Die Berliner Malerin Maike Josupeit, die Meißener Malerin Karina Sturm, die Neuburger Fotografin Wiebke Haas und ich haben in der Galerie Severina und auf der Galopprennbahn Bad Doberan unsere Bilder zum Projekt „Faszination Galopper“ ausgestellt. Ich war von den Fotografien Wiebkes begeistert, denn sie bildeten einen Wunderbaren Kontrast zu meinen Aquarellen rund um das Thema Pferde und Galopprennen. Hier ein paar von den wunderbaren Pferdefotos von Wiebke Haas.

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Der Franzis Verlag hat in den vergangenen Wochen gemeinsam mit Wiebke Haas das Buch „Animal Soul“ herausgegeben. Da ich meine Kamera als Skizzenbuch benutze, habe ich mit Spannung und Interesse in das Buch geschaut. Leider hilft es mir nicht bessere Fotos von den Kranichen zu machen, denn das Buch ist keine Anleitung, um eine Fotosafari professionell durch zu führen. Wiebke Haas gibt einen Einblick in die Thematik,

Wie portraitiere ich meinen tierischen Freund?

In den einzelnen Kapiteln wird ein Einblick in die Theorie der Fotografie und die Technik gegeben. Aber was viel interessanter und wertvoller für angehende Tierfotografen ist, Wiebke Haas beschreibt sehr lebendig, wie man sein Pferd, seinen Hund oder seine Katze gut in Szene setzt. Es ist schon klasse, wie es Wiebke es schafft, die technischen Dinge der Fotografie mit den Eigenheiten der Tiere beim Fotoshooting zu verbinden. So macht  das Fotografieren den Tieren und dem Fotografen Spaß. Ich glaube, dass genau dieses Zusammenspiel von Wissen um die Tiere und die Technik mit einer Portion Spaß das Geheimnis für eine gute Tierfotografie ist. Dieses ist für mich neben einer Auffrischung der Theorie, den wunderbaren Fotos der Mehrwert des Buches.

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Animal Soul - Tierfotografie mal ganz anders von Wiebke Haas
Animal Soul – Tierfotografie mal ganz anders von Wiebke Haas
Animal Soul - Tierfotografie mal ganz anders von Wiebke Haas
Animal Soul – Tierfotografie mal ganz anders von Wiebke Haas

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Hier ein kleiner Überblick über die einzelnen Kapitel des Buches „Animal Soul“:

  1. Kapitel: Equipment für die Tierfotografie
  2. Kapitel: Planen und Improvisieren
  3. Kapitel: Hundeblick und Supernasen
  4. Kapitel: Stolze Pferde und wilde Mähnen
  5. Kapitel: Zahm oder Wild?
  6. Kapitel: Animal Soul
  7. Kapitel: Nach dem Shooting
  8. Kapitel: Zuchtrichtung und Fototipps

Ein ausführlichere Beschreibung finden Sie im dem Buchtipp: Wiebke Haas «Animal Soul – Tierfotografie mal ganz anders». Viel Spaß beim Lesen und Ausprobieren. Zum Beweis, dass es funktioniert, was Wiebke beschreibt hier ein paar Fotos und den Hunden unserer Familie.

Danke für die Tipps Wiebke, so eine Kamera ist ein tolles Skizzenbuch für meine Aquarelle. Oder 😉

Fotofestival „horizonte zingst“ 2014

Fotofestival „horizonte zingst“ 2014

Stürmische Impressionen vom Fotofestival in Zingst

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Ich bin Fan des Fotofestivals „horizonte“ in Zingst. In Jahren 2013, 2012, 2011 und 2009 habe ich es geschafft das Festival zu besuchen. In diesem Jahr musste ich mich sputen, denn morgen fahre ich nach Middelhagen, denn dort erwarten mich Malschüler für Malreise „Faszination Rügen“. Also bin  ich heute nach dem Aquarellkurs an der VHS Schwerin gleich nach Zingst gefahren. Die Zeit war eigentlich viel zu kurz, also habe ich mein Besuchsprogramm minimiert. Gestartet bin ich im Hotel „Vier Jahreszeiten“ und habe mir dort die Ausstellungen Aktfotografie Flora P., „SEE YOU“ – Große Augen von kleinen Tieren, „Blende“ – den  Deutschen Zeitungsleserwettbewerb, Gastland Finnland – fotografische Lichtblicke am Rande Europas,  u.a. angeschaut. Interessant fand ich in den Ausstellungen des Hotels, dass neben den Bildern auch Zitate von Henri Cartier-Bresson,  Lewis Wickes Hine z.B.

Was ist ein gutes Foto? Henri Cartier-Bresson antwortete hieraus: Ein gutes Foto ist ein Foto, auf das man länger als ein Sekunde schaut.

Warum sollte man fotografieren? Die Antwort von Lewis W. Hine war: Wenn ich die Geschichten in Worten erzählen könnte, brauchte ich keine Kamera rumschleppen.

aufgelistet wurden. Einige dieser Zitate kann ich sicher in Abwandlung für meine Aquarelle übernehmen 😉 Vom Hotel aus bin ich zur Multimediahalle gefahren. Die Ausstellung »Grandiose Naturdokumente« dort, war wie in den vergangenen Jahren einer der Höhepunkte meines Besuchs in Zingst. Es sind wirklich phantastische Foto und den Titel „Grandiose Naturdokumente“ hat sich die Ausstellung verdient. Von dort bin ich dann Richtung in Richtung des Kurhauses gegangen.  In der Galerie des Kurhauses wird die Ausstellung »Küstenfischer: Noch sind sie da« gezeigt. Die Fischer und ihre Boote sind wunderbare maritime Motive. Neben der den Naturaufnahmen in der Multimediahalle ist dieses die zweite Ausstellung, die mich positiv überrascht hat. Auf den Weg zur Seebrücke und der Ausstellung am Strand wurden wir von Sturmböen empfangen. Dort wo sich im vergangenen die Giganten der Meere getummelt haben, ist in diesem Jahr die Ausstellung »Butterfly« – Jan Michael Hosan zu sehen. Aber die Schmetterlinge von Jan Michael Hosan konnten sich gestern am Strand nicht enthalten. Auf Grund des Sturms drohte die Wellen die Ausstellung zu unterspülen. Also hat die Feuerwehr den Strand gesperrt und begonnen die Bilder mit ersten Sandwällen zu schützen. Die Feuerwehr am Strand von Zingst hatte einige Stunden zu tun, um die notwenigen Sicherungsaufgabe zu bewältigen. Gleichzeitig waren gestern die Sturm und  Wellen die besten Motive beim Fotofestival Horzionte in Zingst.

Viele Ausstellungen konnte ich noch gar nicht sehen, also werden wir in einigen Tagen sicher noch einmal nach Zingst fahren und uns nach Ende des Fotofestival die verbleibenden Ausstellung anzuschauen.  Eines kann aber uneingeschränkt auch in diesem Jahr sagen:

Ein Besuch des Fotofestival „horzionte zingst“ 2014  lohnt sich. 😉

Fotofestival Horizonte 2013 in Zingst

Fotofestival Horizonte 2013 in Zingst

Kamera als Skizzenblock

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Ich nutze meine Kamera als „Skizzenblock“, egal ob ich auf den Spuren der Kraniche bin, die schönen Seiten des Winters erkunde, Motive in Heiligendamm suche, Spatzen als Motive für unsere Aquarelle „jage“ oder in einem Jazzclub bin. Gleichzeitig benötige ich meine Kamera, um von  unseren Aquarellen hochwertige Aufnahmen zu erstellen, um dann unsere Kalender erstellen oder  Bildrechte vermarkten zu können.

Der Umgang mit der Kamera ist für mich äußerst wichtig, deshalb hatte ich in der Vergangenheit bereits verschiedene Fotoworkshops  z.B. bei Heinz Teufel und Olaf Richter. Um auf dem Laufenden im Bereich Fotografie zu bleiben und neue Anregungen zu entdecken, nutzen wir schon seit Jahren das Fotofestival Horizonte in Zingst. Hier meine Berichte aus den Jahren 2009, 2011 und 2012. In diesem Jahr präsentiert sich Zingst im Rahmen des

Umweltfotofestival »horizonte zingst« 2013

Wir haben es am Sonntag am letzten Tag des Festival geschafft nach Zingst zu fahren und haben es nicht bereut. Begonnen haben wir in diesem  Jahr im Kunsthallenhotel Vier Jahreszeiten. Besonders gefallen haben uns hier die Ausstellungen „Artenvielfalt – Der wahre Reichtum  dieser Erde“ sowie „125 Jahre National GEOGRAPHICS“.  Klasse inszeniert waren auch die Elefanten in der Präsentation Life Size in der Jordanstr..  Danach haben wir unser Auto umgeparkt und haben einen interessanten Spaziergang durch Zingst gemacht. Begonnen haben wir in der Multimediahalle. Es war schon sehr beeindrucken die Fotos von Dietmar Nill  in der Ausstellung „Wilde Tiere Deutschlands“ zu sehen. Unser Weg führte uns dann strickt weiter an den Strand. Direkt neben der Seebrücke von Zingst war am Strand die Ausstellung „Giganten der Meere“ aufgebaut. Es war absolut beeindruckend diese wunderbare Präsentation am Strand zu erkunden. Für uns waren diese Bilder dort einfach klasse inszeniert. Ein weiterer Höhepunkt war die Ausstellung „Stella Polaris* Ulloriarsuaq – Das leuchtende Gedächtnis der Erde“ vor dem Max Hütten Haus. Wer sich über dieses Projekt über die Veränderungen im Eis von Grönland informieren will, dem kann ich das Video Stella Polaris* Ulloriarsuaq empfehlen. Aber nicht nur die großen Ausstellungen sind sehenswert sondern auch die vielen kleinen Ausstellungen oder ein Besuch und das Stöbern im Max Hütten Haus.

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Für uns war es ein wunderbarer Ausflug und wir freuen uns schon auf 2014 mit einem neuen Fotofestival „horizonte zingst“.

Welche Bedeutung haben Vorlagen für ein eigenständiges Bild?

Die achte Etappe unserer Blogparade: 10 Fragen zu Kunst

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Helen Königs hat Anfang der Woche in ihrer Blogparade gefragt: „Welche Bedeutung haben Vorlagen für die Entstehung eines eigenständigen Bildes?” Spielt es eine Rolle ob ich z.B als Vorlage direkt vor der Natur male/zeichne, eine fremde oder eigene Fotografie nutze, nach einer Skizze arbeite, aus erinnerten und inneren Bildern schöpfe, oder Verschiedenes mixe? Sollte die Wahl der Herangehensweise auch ein Kriterium für den Wert eines Bildes sein? Oder können die unterschiedlichen Methoden, wonach ein gemaltes oder gezeichnetes Bild entsteht, gleichwertig nebeneinander stehen; zählt nur das Ergebnis?

Göhrener Aussicht (c) Aquarell von Frank Koebsch
Göhrener Aussicht (c) Aquarell von Frank Koebsch

Nur ca. 10% meiner Aquarelle entstehen vor Ort, plein air. Es macht riesigen Spaß in besondere, wenn man zusammen mit anderen malt, wie z.B. hier an der Stadtmauer von Rostock mit Andreas Mattern und Frank Hess oder hier auf einer Malreise auf Rügen mit Oskar Brunner. Das Malen vor Ort hat seine Vorteile, die Eindrücke beim Malen vor Ort sind intensiver. Der Maler wird durch den Gesamteindruck beeinflusst, das Licht, Wind, der Geruch, die Geräuschkulisse beeinflussen die Gesamtwahrnehmung. Das Malen vor Ort ist ursprünglicher und hat einen sehr großen Einfluss auf das entstehende Bild. Als ein Beispiel für eine solche Arbeitsweise habe ich das Aquarell Göhrener Aussicht eines meiner Rügen Aquarelle ausgesucht. Hier finden Sie ein paar Fotos die beim Malen des Aquarells entstanden sind.

Aber das Malen vor Ort hat auch seine Nachteile. Man muss Zeit und Muße haben. Wer schon mal mit Wind, Regen, Mücken, Hitze, Kälte beim Malen gekämpft hat, schätzt dann auch die Arbeit zuhause oder im Atelier. Viele unterschätzen auch das sich veränderte Licht im Laufe des Tages und wundern sich, dass einen unbeteiligten Betrachter sofort auffällt, dass etwas mit Licht und Schatten im Bild nicht stimmt 😉 Das Malen plein air macht Sinn bei Landschaftsmalerei, Bilder von Dörfern und Städten u.a. Doch bei sich stets ändernden Motiven für meine Aquarelle, wie Kraniche, Möwen, Kindern auf einem Karussell, Aquarelle mit Motiven aus dem Bereich Ballett und Tanz oder Jazz macht es Sinn vor Ort zu skizzieren oder zu fotografieren. Ich zeichne und skizziere nach meiner Einschätzung zu wenig. Ich  erkunde meine Motive mit meinen Kameras und sammle die Fotos auf meiner Festplatte. Dann irgendwann wenn ich Lust auf dieses Motiv habe, setze ich mit den Fotos auseinander. Ich arbeite wenn es immer geht mit eigenen Fotos. Weil ich durch die Beschäftigung mit meinen Fotos einen Teil des Gesamteindruckes, das Licht, Wind, der Geruch, die Geräuschkulisse, die Stimmung,… wieder  abrufen kann.

Die ersten Blüten der Magnolie (c) Aquarell von Frank Koebsch
Die ersten Blüten der Magnolie (c) Aquarell von Frank Koebsch

Eine Geschichte, die in diesem Zusammenhang für meine Arbeitsweise typisch ist, ist die Entstehung des Aquarells Die ersten Blüten der Magnolie. Ich hatte in einem Interview erzählt, wie dieses Bild entstanden ist. Ich hatte die Nase voll von dem Grau des Winters, sehnte mich nach dem Frühling, habe meine Fotos im ICE nach München rausgesucht und im Hotel, das Aquarell gemalt.

Indian Summer am Tegernsee (c) Aquarell von FRank Koebsch
Indian Summer am Tegernsee (c) Aquarell von FRank Koebsch

Manchmal, z.B. bei Auftragsarbeiten, arbeite ich auch mit fremden Fotos. Dieses fällt mir dann schon schwer und brauche eine ganze Zeit, um in das Motiv hineinzukommen. Aber manchmal ergeben sich doch gute Ergebnisse wie hier das Aquarell Indian Summer am Tegernsee 😉 Fotos ermöglichen, wenn man nicht für die Auftragsarbeit vor Ort sein kann und einen guten Standort für ein Bild wählen kann auch, die Möglichkeiten von Montagen. Mit Erfahrung, künstlerischer bei der Motivgestaltung und einer Einarbeitung können so auch nach fremden Fotos gute Aquarelle entstehen.

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Schauen Sie mal auf den Blog von Helen Königs und beteiligen Sie sich an der Diskussion, es lohnt sich, denn am Sonntag wird Helen ein Überraschungspaket der Fa. Hahnemühle und ihr Acryl auf Pizzakarton verlosen.

Helen Königs„Strandhaus 6″,Acryl auf Pizzakarton; genäht auf  Passepartout, 15 x 15 cm, 2011

Strandhaus (c) Acryl auf Pizzakarton Helen Königs
Strandhaus (c) Acryl auf Pizzakarton Helen Königs

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Hier finden Sie noch einmal alle Teilnehmer der Aktion: 10 Fragen zur Kunst

Großstadtheidi + Hellen Königs + Frank Hess + Anna Schüler + Conny Niehoff + Andreas Mattern + Susanne Haun + Oliver Kohls + Frank Koebsch + Rosi Geisler

Blogparade Teil 3: Braucht Kunst eine handwerkliche Grundlage?

Handwerkliche Grundlagen und Mühen versus Talent 😉

Handwerkliche Grundlagen für abstrakte Kunst?

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Aus meiner Sicht ist diese Frage von Oliver Kohls eine vielschichtige Frage. Einmal kann man die Frage ableiten, ob für die Kunst eine Ausbildung überhaupt notwendig ist. Reicht nicht einfach Talent / Begabung? Oder wie Matin Mißfeldt mal die Frage gestellt hat: Ist Talent die Erklärung für künstlerische Qualität?

Ich kenne viele Menschen, die in etlichen Bereichen mehr Talent haben, als ich. Aber nicht immer sind diese Menschen besonders erfolgreicher. Warum? Es kommt wie immer im Leben darauf an, was man aus seinem Talent macht. Aber dieses hatte ich schon mal in meinen Artikeln mit der Frage: Braucht man beim Malen Talent??? versucht zu diskutieren und habe neben meiner Meinung,

  • Talent ist 90 % Transpiration und 10 Inspiration oder Begabung

Andreas Mattern und Georg Baselitz zu dieser Fragestellung bemüht.  In den Artikeln

finden sie die jeweiligen Aussagen. Es bleibt dabei Talent ist hilfreich, aber nicht in jedem Fall notwendig. Was bleibt sind die Mühen…. 😉

Zum zweiten kann sich fragen, was soll in der bildenden Kunst auf Blatt oder die Leinwand gebracht werden? Geht es darum seine innigsten Gefühle, seine Freude, seine Wut mit viel Temperament und noch mehr Farben auf dem Untergrund zu platzieren? Dann bedarf es keiner Regeln für Proportionen, Perspektive, Farblehre, Komposition, Technik…. Aber bewegt sich der Künstler im Bereich der realen Darstellungen wirken Bilder genau durch diesen Elemente. Soll ein gutes Bild kein Zufallstreffer bleiben, muss der Künstler wiederholbare Ergebnisse erzielen können, dann muss man wissen, wie es geht, dann muss man sein Handwerkszeug beherrschen.  Genau auf diesen Sachverhalt, zielte die erste Frage in unserer Aktion: 10 Fragen zur Kunst, von Andreas Mattern, Ist es in der Kunst notwendig, seriell zu arbeiten?

Ich kann für mich, die Frage von Oliver Kohls: Braucht Kunst eine handwerkliche Grundlage?

mit einem großen „Ja“ beantworten. Ich bin der Meinung egal, wie weit ein Künstler seine Motive abstrahiert, Ausgangpunkt einer Abstraktion ist die Fähigkeit Motive real wahrzunehmen, abbilden zu können und dann entsprechend der gewünschten Aussage und Wirkung zu abstrahieren, zu verfremden. Deshalb mag ich vielleicht auch Picasso, Dali, Rauch, … und es liegt mir bei vielen totalen abstrakten Malen, die Frage auf der Zunge, ob sie auch zeichnen können, ob sie in der Lage sind, ob sie in Bezug auf Proportionen und Perspektive in der Lage sind, ihre Motive realistisch darzustellen, ob sie ihr Handwerkszeug beherrschen 😉

In diesem Zusammenhang möchte ich einen kleinen Einblick in meine handwerklichen Grundlagen geben. Ich werde immer wieder gefragt, ob ich skizziere, zeichne… meist versuche ich mit der Kamera zu arbeiten. Aber um die Proportionen zu erfassen, ist es wichtig zu zeichnen, zu skizzieren. Zurzeit male ich Kranich Motive und ich habe z.B. in Vorbereitung des Aquarells Auf den Weg nach Rügen nicht nur die Miniatur Kranich im Flug gemalt, sondern auch Kraniche gezeichnet.

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Kranich Skizze (c) Frank Koebsch
Kranich Skizze (c) Frank Koebsch

Kranich im Flug (c) Miniatur in Aquarell von Frank Koebsch
Kranich im Flug (c) Miniatur in Aquarell von Frank Koebsch

Kranich (c) Aquarell von Frank Koebsch
Kranich (c) Aquarell von Frank Koebsch

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Egal wie abstrakt oder real ein Kranich Aquarell dann aussehen soll, ohne Handwerkliche Grundlagen für Proportionen, Perspektive, Farblehre, Komposition, Technik…. lassen sich keine wiederholbar guten Ergebnisse erzielen.
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Schauen Sie doch mal in die dritte Etappe unserer Blogparade. Es lohnt sich, denn am Sonntag wird Oliver ein Überraschungspaket der Fa. Hahnemühle und sein wunderbare Pastell verlosen.

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 Oliver Kohls „Harlingen“Pastell auf Sandpapier,ca. 40 x 30 cm, 2011

Harlingen (c) Pastell auf Sandpapier von Oliver Kohls
Harlingen (c) Pastell auf Sandpapier von Oliver Kohls

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Hier finden Sie noch einmal alle Teilnehmer der Aktion: 10 Fragen zur Kunst

Großstadtheidi + Hellen Königs + Frank Hess + Anna Schüler Conny Niehoff + Andreas Mattern + Susanne Haun + Oliver Kohls + Frank Koebsch + Rosi Geisler
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Kranichjagd – als Motivsuche

Neue Kranichbilder

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Kranich (c) Miniatur in Aquarell von FRank koebsch
Kranich (c) Miniatur in Aquarell von FRank koebsch

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Die Kraniche sind zuück auf Mecklenburgs Wiesen. So bin ich in den vergangenen Tagen auf den Geschmack gekommen und ich habe Kraniche und Rehe gejagt 😉

Meine Jagdergebnisse wurde, umso besser, je besser ich wusste wie und wo ich die Kraniche und die Rehe stellen konnte und dicht genug für eine ungestörte Beobachtung an sie herankam. Es war interessant die Tiere mit dem Fernglas zu beobachten, zu fotografieren und zu malen.  Die erste Miniatur in Aquarell mit einem Kranich aus diesem Frühling hatte ich Ihnen ja schon in den vergangenen Tagen gezeigt, alle Aquarellbilder als Zusammenstellung finden Sie unter dem Button Kraniche.  Die Beschäftigung mit den Vögeln des Glücks macht draußen in der Natur genauso Spaß wie an der Staffelei 😉

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Suche nach dem Frühling in meinem Aquarellbildern (3)

Magnolienbüten als Foto und Aquarell – Teil 1

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Ich war ja bei den ersten warmen Sonnenstrahlen mit der Kamera auf der Suche nach dem Frühling. Neben den Hasel und Erlen, die bereits als erste Boten des Frühlings ihren Blütenstände / Kätzchen zeigen, haben ich auch nach einem meinen Lieblingsmotive im Frühling, den Magnolien geschaut. Die Knospen werden immer größer und größer aber einige Tage wird es noch dauern, bis die ersten Blüten  an den Magnolienbüschen zu sehen sind. Bei dem Wetter am Wochenende an der Ostsee mit Sturm und Regen war die Sehnsucht nach dem Frühling riesig. Ich hatte ja in der Vergangenheit schon einmal erzählt, wie die Magnolien mir geholfen hatten, den Winter auszutreiben. Was liegt dabei denn näher, wenn ich die Magnolien bei dem Weg zur Blüte begleite. Also werde ich versuchen unsere Magnolien jeder Woche zu fotografieren und eines meiner Frühlingsaquarelle mit den wunderschönen Blüten zu zeigen. Ich glaube, dass dieses eine schöne Artikelserie werden kann, um das Warten auf den Frühling ein wenig erträglicher zu gestalten. 😉

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Die ersten Blüten der Magnolie (c) Aquarell von Frank Koebsch
Die ersten Blüten der Magnolie (c) Aquarell von Frank Koebsch

Lichtwoche Rostock 2010 – Teil 1

Experimente mit einer anderen Kamera

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Ich hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass ich anlässlich der 9. Lichtwoche in der Rostocker Innenstadt fotografieren gehe.  Bilder von der Lichtwoche aus dem vergangenen Jahr von mir können Sie hier sehen. Ich glaube, dass mir bereits im vergangenen Jahr recht gut gelungen die Stimmung einzufangen. Doch meine Kamera FinePix S5800 S800 ist in die Tage gekommen, das Batteriefach hat eine Macke und die technische Entwicklung ist viel weiter gegangen. Also liegt der Gedanke nahe, sich eine neue Kamera anzuschaffen, denn Weihnachten und mein Geburtstag ist nicht mehr weit 😉 Die Idee war weiterhin mit einer Bridgekamera unterwegs zu sein. Da unsere Tochter mit einer Panasonic DMC-FZ28 seit zwei Jahren gut unterwegs ist und die Rezensionen für die neue Panasonic DMC-FZ100 nicht schlecht waren, habe ich mich zur Probe mit der Kamera und dem Stativ unserer Tochter bewaffnet. Aber was nützt eine bessere Kamera, wenn man nicht in der Lage ist, damit um zu gehen. Zum Glück bin ich im WEB über Kristin Falkenberg gestolpert, die einen FOTOWORKSHOP zur 9. Rostocker Lichtwoche angeboten hat. Mit ein paar Tipps von Frau Falkenberg (ISO auf Minimum für geringes Rauschen, Belichtungszeiten bis zum 30 Sekunden, …)  entstanden andere Fotos als im Automatic Modus meiner FinePix S5800. Besonders Spaß hat es gemacht, als zu dem Workshop auch noch Dietmar Braun stieß und somit zwei Profies dabei waren. Einen ganz großen Dank den beiden für die Tipps. So sind Fotos entstanden, die sich deutlich von den Bildern aus dem vergangenen Jahr unterscheiden. Nun eines war wie auf allen Fotoworkshops ganz klar zu erkennen. Eine Kamera kann helfen technisch eine gute Fotografie zu machen, aber Bildaufbau und Motivwahl muss der Mensch hinter der Maschine machen. 😉

Reflexionen zur Ausstellung „Jazz meets Fine Arts“

Neue Motive auf den Glasoberflächen

Nun hier ist weniger eine Rückschau auf unsere Ausstellung gemeint, sondern Klaus-Dieter Schwenn und Frank Koebsch stellen Zeichnungen und Aquarelle aus, die unter Glas gerahmt wurden. Bei den lichtdurchfluteten Ausstellungsräumen der Galerie im IPP ergaben sich auf den Bildern Reflexionen. Einige dieser Spiegelungen habe ich versucht mit der Kamera einzufangen. So ergaben sich ganz neue Motive, lassen Sie ich überraschen 😉

Diese Diashow benötigt JavaScript.

P.S.: Wenn Sie sich für das Thema Jazz in der Malerei interessieren, nutzen Sie doch die Chance und besuchen Sie in Greifswald die Ausstellung

Logo der Ausstellung "Jazz meets fine Arts" (c)
Logo der Ausstellung "Jazz meets fine Arts" (c)

Besuch von einem Kamerateam

Die Arbeit des NDR als Medienpartner für unsere Ausstellung „Jazz metts Fine Arts“

Kennen Lampenfieber? Ich bin kaum aus der Ruhe zu bringen. Das Moderieren von Workshops und das Halten von Vorträgen sind Bestandteile meines Jobs. Das Malen in der City oder am Alten Strom von Warnemünde mitten unter Menschen bereitet mir auch keine Sorgen. Klar gibt es immer eine positive Anspannung und Aufgeregtheit, aber wirklich nervös – bin ich dabei nicht (mehr).

NDR Medienpartnerschaft
NDR Medienpartnerschaft

Im Rahmen der Vorbereitung für unsere Ausstellung „Jazz metz Fine Art“ ist es uns gelungen, den NDR als Medienpartner zu gewinnen. Konkret bedeutet dieses, der NDR will auf unsere Ausstellung besonders hinweisen z.B. im Rahmen von WasWannWo und durch einen Beitrag im Nordmagazin. Für diesen Beitrag hatte ich dann am Wochenende Frau Rebekka Bahr als Autorin des NDR mit einem Kamerateam der clip film- u. fernsehproduktion gmbh im Haus. Nun da lernte ich doch das Thema Lampenfieber von einer anderen Seite kennen. Mehrere Stunden wurden Kameraeinstellungen von meinen Bildern, von mir an der Staffelei und einer Begegnung mit Andreas Paternack gefilmt.
Eine ganz neue, aufregende und interessante Arbeit. Wenn mir während eines Workshops oder eines Vortrages viele Menschen zu sehen, hiermit kann ich umgehen. Aber wenn mir eine Kamera aus den unmöglichsten Perspektiven über die Schulter, durch die Brille, auf die Hände und den Pinsel beim Malen schaut, beim Fotografieren mit einem Mal im Bild auftaucht oder versucht das Display meiner Kamera zu erfassen … das ist ein ganz eigene Erfahrung.

Logo der Ausstellung "Jazz meets fine Arts" (c)
Logo der Ausstellung „Jazz meets fine Arts“ (c)

Nun bin ich gespannt wie der Beitrag über mich als einer der 10 ausstellenden Künstler im Rahmen von „Jazz meets Fine Arts“ aussehen wird, wie die Überleitung auf unsere Gemeinschaftsausstellung, die Galerie im IPP und XXX. Eldenaer Jazz Evenings erfolgt. Doch bis dahin müssen aus etlichen Kameramitschnitten die richten Sequenzen gefunden und neu arrangiert werden. Das Ergebnis von ca. fünf Stunden mit dem bei uns zuhause und in der Kunstscheune wird ein Beitrag von 2 bis 3 Minuten sein. Wie ein solcher Beitrag von Rebekka Bahr in Nordmagazin aussieht, können Sie sich z.B. hier oder auch dort anschauen.
Ich möchte mich für die Geduld mit mir bei dem Team um Rebekka Bahr bedanken und bin bespannt, wann und wie den Beitrag im NDR zu sehen sein wird.

Sind Sie ein wenig neugierig geworden? Ich werde versuchen, einen „rechtzeitig“ auf den Sendetermin hin zu weisen. Oder noch besser, besuchen Sie doch ab den 01.07.2010 in unsere Ausstellung.