Wenn meine Aquarelle bei den Käufern einen neuen Platz finden

Jahresrückblick – Die Entwicklung meines Blogs

Wenn Aquarelle einen neuen Platz finden

und Käufer und Künstler mit dem neuen Platz zu frieden sind.

Als zu Weihnachten begann, haben wir einige Drucke, Aquarelle als Geschenke und Urlaubserinnerungen, Kalender u.a. verschickt bzw. aus der Ausstellung von Winteraquarellen in der Galerie Severina verkauft. Das Winteraquarell „Brücke im winterlichen Park“ wurde ein ganz besonderes Geschenk. Besonders freue ich mich, wenn wir von den neuen Besitzern Informationen über den Verbleib unserer Bilder bekommen. Von einigen Käufern der Bilder erhalten neben dem Feedback auch Fotos, wo  unsere Aquarelle ihren neuen Platz gefunden haben. So hatte ich in der Vergangenheit Fotos von  Rügen Aquarellen an einer Wand in Suhl oder an einer Wand am Niederrhein gezeigt. Besonders gefreut hatte ich mich auch, als die Schriftstellerin Corinna Kastner nach dem Besuch unserer Ausstellung „Frühling im Land“ auf Facebook mein Kranich AquarellMajestätisch“ in Ihrem Hannoveraner Wohnzimmer vorstellte. Bei einem solchen Feedback und dem Versenden von Fotos hat man ein gutes Gefühl, dass die neuen Besitzer die Bilder wirklich wert schätzen und es meinen Aquarellen „gut geht“. 😉

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In den Wochen vor dem Weihnachtsfest hatte ich wieder zwei Kranich Aquarelle  in die Nähe Hamburgs versandt. Nach dem Besuch der Ausstellung „meiner Kraniche“ im Biosphären Reservat am Schaalsee hatte eine Kundin zwei Kranich Aquarelle geordert. Ich hatte die Aquarelle sorgfältig als Geschenke in der Weihnachtszeit verpackt. Mit der Nachricht, dass die MiniaturKraniche in Abendrot“ und Aquarellbild „Wenn es Herbst wird“ gut angekommen sind, erhielt ich auch Fotos, die zeigen, dass die Bilder einen neuen Platz gefunden haben. Das Aquarell „Wenn es Herbst wird“ hängt in einem wunderbaren Musikzimmer an der Wand.   Ich finde, dass das Bild einen tollen Platz gefunden hat.

Das verkaufte Kranich Aquarell - Wenn es Hersbt wird - an der Wand eines wunderbares Musikzimmers
Das verkaufte Kranich Aquarell – Wenn es Hersbt wird – an der Wand eines wunderbares Musikzimmers

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Wie finden Sie das Kranich Aquarell „Wenn es Herbst wird“ an der Wand des Musikzimmers?

Jahresrückblick 2012

Jahresrückblick 2012

Jahresrückblick eines Aquarellmalers

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Jahresrückblick 2012 auf Facebook
Jahresrückblick 2012 auf Facebook

Das Jahr geht zu Ende und seit einigen Jahren ist es „inn“, Jahresrückblicke zu veröffentlichen. Im Fernsehen laufen etliche Shows, die Zeitungen und Zeitschriften spendieren etliche Seiten hierfür. Sogar Facebook bietet in diesem Jahr eine Funktion hierzu an. Es wird  automatisch

„ein Überblick über deine 20 wichtigsten Momente des Jahres, welche sich aus Lebensereignissen, vergrößerten Beiträgen und deinen beliebtesten Meldungen zusammensetzen“

erzeugt. Nun ja, es ist eine Automatik 😉 Ich werde den Jahresrückblick lieber wie in den vergangenen Jahren 2011, 2010, 2009 per Hand erstellen und folgendes allen anderen Überlegungen voran stellen:

Ich möchte an dieser Stelle allen Danke sagen, die geholfen haben, um Ausstellungen zu organisieren und auszurichten, an die Menschen, die durch Hinweise geholfen haben, dass meine Bilder besser geworden sind, an die Käufer unserer Bilder und Kalender, die ganz wesentlich dazu beitragen unsere Malerei zu finanzieren und die Besucher unserer Homepage und dieses Blogs, die mit Diskussionen und Beiträgen, diesen Blog lebendig halten.

2012 war ein aufregendes Jahr mit Projekten im Netz und wunderbaren Ausstellungen. Es sind viele Bilder entstanden und ich habe eine Menge gelernt. Doch der Reihe nach, als erstes möchte ich Ihnen die Ausstellungen noch einmal im Überblick vorstellen.

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Unsere Ausstellungen 2012

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Ausstellung in Heringsdorf

Begonnen hat das Ausstellungsjahr für meine Frau Hanka und mich ab den 03. März 2012 in Heringsdorf.  Wir hatten in den Strandvillen Bethanienruh  unter dem Titel Bilder vom Meer & mehr – Streifzug durch die Jahreszeiten  eine Auswahl unserer maritimen Aquarelle,  unserer Möwen und Kranich Aquarelle u.a. gezeigt.  Es war ein wunderbarer Auftakt unserer Ausstellungen in der Frühlingssonne Heringsdorf.

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Ausstellung in der Hamburger Galerie Faszination Art

Im April folgte dann die Auftaktausstellung im Rahmen unseres Projektes Faszination Sternzeichen. Susanne HaunPetra RauKerstin Mempel und ich stellten zum ersten Mal unsere Sternzeichen aus. Karsten Peters unser Galerist in dem Projekt präsentierte mit uns gemeinsam in der Galerie Faszination Art die Bilder zum Sternzeichen Buch.

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Ausstellung in der Internationale Begegnungszentrum Rostock e.V. 

Im Mai konnten dann Hanka und ich einige unsere Aquarelle und Pastelle in dem Internationale Begegnungszentrum Rostock e.V.  der Universität Rostock vorstellen. Wir haben uns riesig über  das Interesse an der Eröffnung unserer Ausstellung gefreut. Für viele der Besucher war der Titel unserer Ausstellung „Farben des Nordens“  interessant, denn sie waren sich nicht der besonderen Rolle der Farben und des Lichts des Nordens bewusst.

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Ausstellung Flughafen Berlin Tegel, eine Hommage

Der Juni begann mit unserer Ausstellung Flughafen Berlin Tegel, eine Hommage – Zeichnung, Fotografie und Aquarell. Christiane WeidnerSusanne Haun und ich eröffneten am 5. Juni 2012 in der Humboldt Bibliothek unsere Ausstellung Flughafen Berlin Tegel, eine Hommage – Zeichnung, Fotografie und AquarellJeder von uns brachte seine ganz besonderen Erfahrungen aus dem eigenen Erleben über den Flughafen Tegel ein und so ergab sich eine wunderbare Ausstellung.  Ein weiteres Highlight  war für uns die Einbeziehung der Kinder. Wir haben mit Unterstützung der Fa. Hahnemühle Kindergruppen aus Kitas und Schulen eingeladen, mit uns gemeinsam Papierflugzeuge zu basteln und zu bemalen.

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Ausstellung in der Schweriner Sternwarte

Im Juli 2012 hatten wir die Chance unsere Sternzeichen im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag der Sternwarte Schwerin zu präsentieren. Eine Ausstellung zu der wir ein wunderbares Feedback bekamen.

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Ausstellung in der Hamburger Sternwarte

Der August begann dann mit dem 100jährigen Jubiläum der der Hamburger Sternwarte.  Bei einem solchen Jubiläum mussten wir natürlich dabei sein und zeigten unsere Sternzeichen in der Sternwarte Hamburg, eine Ausstellung in einer wunderbaren Umgebung.

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see more jazz in fine art

Der August hielt noch einen weiteren Höhepunkt bereit. Ich konnte im Rahmen des Rostocker Jazzfestivals see more jazz eine Ausstellung als Kurator zusammenstellen. Volker KurzUlli Schwenn,  Conny Stark, Martina Wald und ich konnten in der Galerie Rostocker Hof mit unserer Ausstellung see more jazz in fine art  das Festival begleiten. Es gab eine wunderbare Vernissage, in unsere  Jazz Aquarelle, Bilder, Fotografie und Zeichnung in einem wunderbaren Kontext  zu der Musik standen.

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Ausstellung in der Galerie Severina

Ab Ende August zeigten dann Hanka und ich unsere Ausstellung „Bei uns entdeckt“ in der Galerie Severina in Bad Doberan. Wir zeigten neben Aquarellen aus Bad Doberan, eine Auswahl von Blumen und BlütenDistel AquarellenApfel Aquarelle und Herbstbilder für uns eine gelungene Ausstellung mit noch einem weiteren Höhepunkt der Doberaner Kunstnacht.

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Ausstellung im Schloss von Groß Lüswitz

Im September hatte wir auch die Chance unsere Bilder im Rahmen von zwei Veranstaltungen unsere Gemeinde Sanitz zu zeigen. Einmal wurden Hanka und ich eingeladen unsere Pastelle und Aquarelle im Rahmen des  Park- und Seefest in Groß Lüsewitz zu zeigen. Wir konnten im Rahmen dieses Festes im Saal des Schlosses in Groß Lüsewitz eine Ausstellung gestalteten.

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Ausstellung in der Schwarzen Scheune in Teutendorf

Unmittelbar danach zeigten wir eine  Ausstellung in der Schwarzen Scheune in Teutendorf. Hier zeigten wir Jazz Aquarelle und Motive aus MV zu einem Jazzbrunch mit Andreas Pasternack. Es herrschte eine wunderbare Stimmung in der Scheune, die meisten Menschen kannten sich  und als Andreas Pasternack anfing, Jazz zu spiele, bildeten die Musik, die Ausstellungsstätte mitten in Mecklenburg Vorpommern eine schöne Symbiose.

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Ausstellung beim Stapelfelder Kulturkreis

Im Oktober zeigten wir eine Matinee unserer Sternzeichen in der Kratzmannschen – Kate des Stapelfelder Kulturkreises e.V.  – eine kleine aber feine Ausstellung mit einer Lesung aus unserem Sternzeichen Buch. Die Hamburger Schauspielerin, Sprecherin und Künstlerin Jeannine Platz las aus unserem Buch. Es ist für die Gäste der Ausstellungen und alle am Projekt Faszination Sternzeichen Beteiligten  immer wieder ein wunderbares Erlebnis die Texte von Anette Pehnt in einer Ausstellung zu hören.

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Ausstellung im Kieler Atelierhaus Anscharpark

Den Abschluss unseres Ausstellungsjahres bildete eine Ausstellung unserer Sternzeichen im Kieler Atelierhaus Anscharpark.  Für unsere Ausstellung in Kiel hatten Susanne Haun und Kerstin Mempel die Idee, einen Teil unser Aquarelle, Bilder und Zeichnungen in Form der Sternbilder zu hängen. Also wurden bekannte Sternbilder wie der Große Wagen auf die Wände der Ausstellungsräume imAtelierhaus Anscharpark übertragen. Anstelle der Sterne wunden unsere Bilder positioniert und diese mit Schnüren verbunden und so entstand Stück für Stück unsere „eigene“ Milchstraße.

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Es war ein arbeitsreiches Ausstellungsjahr. Keine Ausstellung glich der anderen, wir haben viele interessante Menschen kennen gelernt und viel positives Feedback bekommen.

Doch dieses ist schon

ein weiteres Kapitel unseres Jahresrückblicks 2012.

Reicht für den Verkauf von Bilden nur das Internet?

Das Zusammenwirken von Ausstellungen und Internet

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Haus der Stadtwerke Rostock 1 (c) Frank Koebsch
Haus der Stadtwerke Rostock 1 (c) Frank Koebsch

Gestern haben wir unsere dritte Ausstellung im Haus der Stadtwerke Rostock abgebaut. Es war es war für uns eine gute Ausstellung. Nach Auskunft der Mitarbeiter im Haus der Stadtwerke Rostock kamen bis zum letzten Abend Besucher, um sich die Ausstellung anzuschauen. Den Mitarbeitern und Herr Kraft, Leiter des Hauses der Stadtwerke hatte es auch gefallen und so haben wir die eine Einladung für eine Ausstellung in zwei Jahren erhalten. Was kann man sich besseres wünschen? Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal bei den Stadtwerken für ihre Unterstützung bedanken.

Anfang der Woche werden wird dann unsere Aquarelle  aus der Kunstscheune in Rethwisch holen. Doch bereits am Wochenende heißt es, Bilder sortieren, noch ein verkauftes Bild versenden, umrahmen und die Ausstellung in Bad Bevensen vorbereiten. Diese Ausstellung ist dann die nächste Chance unsere Bilder im Original zu sehen.

Wenn ich die letzten Wochen Revue passieren lasse, sind die Ausstellungen in denen die Menschen unsere Bilder im Original sehen können genauso wichtig, wie die Arbeit im Internet. Hier eine kleine Analyse. Wir haben in den 2 Monaten unserer Ausstellung in Rostock fünf Bilder verkauft, die alle in der Ausstellung hingen. Aber es sind nicht alle Bilder von den Besuchern dieser Ausstellung gekauft worden. Das Aquarell Herbst – so viel gesehen wurde direkt nach dem Übereichen der Einladung für die Ausstellung verkauft. Ohne die Ausstellung zu besuchen, wurde das Bild über unsere Homepage ausgesucht. Das zweite Bild das Pastell: Windstärke 6 hatte der Käufer bereits in unserer Ausstellung in Binz gesehen, sich aber erst nach seinem Urlaub zuhause entschieden, ein Bild zu kaufen. Die Auswahl erfolgte auf Basis unserer Homepage und der gesehenen Originale in Binz. Also haben wir wieder unsere Ausstellung in Rostock geplündert und das gerahmte Bild verschickt. Auch die nächsten beiden Bilder sind nur im direkten Zusammenspiel Internet und Ausstellung verkauft worden. Ich hatte das Aquarell Kleiner Schatz am großen Meer  meiner Frau Hanka Koebsch auf Facebook vorgestellt. So ergab sich der Kontakt zu der Käuferin, die unsere Ausstellung in Rostock besuchte und den Kleiner Schatz am großen Meer  und das Aquarell Mohn im Klostergarten kaufte. Der letzte Verkauf ergab sich am letzten Abend der Ausstellung. Der Käufer ist über meinen Blog auf meine Malerei aufmerksam geworden und fragte nach einigen Motiven an. Letztendlich hat er sich für das Aquarell Fischmarkt von Marseille entschieden, dass wir dann gestern gemeinsam mit den anderen Bildern holten.

Unsere Pastelle und Aquarelle im 1. OG der SWR (c) FRank Koebsch - 3
Unsere Pastelle und Aquarelle im 1. OG der SWR (c) FRank Koebsch – 3

Klar dieses ist nur ein kleiner Ausschnitt von 2 Monaten und für eine komplexe Analyse nicht geeignet. Aber das Fazit ist klar.

  • Von den fünf verkauften Bildern haben wir vier im Zusammenwirken Internet und zwei Ausstellungen verkauft.
  • Der Eindruck von Ausstellungen wirkt oft über Wochen und Monate nach.
  • Nur Bild wurde ohne Ausstellung über das Internet verkauft.

Also werde ich unsere Rahmen putzen und für Bad Bevensen vorbereiten. Wenn Sie sich für Kunst interessieren, schauen Sie nicht nur in Netz, ein Bild gerahmt, gut beleuchtet zu sehen, live und in brillianten Farben zu sehen, hat schon was …. Vielleicht besuchen Sie ja unsere nächste Ausstellung.

Ausstellung m Wandelgang des Kurzentrums Bad Bevensen
Ausstellung m Wandelgang des Kurzentrums Bad Bevensen

 

Künstler wollen von Kunst leben können

Aber welches ist der richtige Weg, um von der Kunst leben zu können?

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Ich hatte in den vergangen Tagen von der Veranstaltung „Arts & money” – Wie lebe ich von meiner Kunst? berichtet. In zwischen hat Frank Lemloh auch die Ergebnisse in Form Thesen oder hervor zu hebenden Aussagen verteilt und als nächsten Termin „Arts & money” – Wie lebe ich von meiner Kunst? für den 12.09. genannt. Ich bin gespannt auf den Termin. Warum, ich bin seit einiger Zeit dabei zu überleben und auszuprobieren, wie ich mit oder von meiner Kunst leben kann.

Was in diesem Zusammenhang interessant ist, ist der Artikel mit der Überschrift „Künstler wollen von Kunst leben können“ in der OstseeZeitung vom 18. Juli 2011. Im Netz ist dieser Artikel nur in Auszügen noch zu finden, wie z.B. hier auf dnews. Leider werden hier nur einige reißerische Aussagen zusammen gedichtet. Der Artikel ist aber auf http://www.artefacti.de vorhanden, auch wenn die Seite z.Z. nicht erreichbar ist. Der Cache von Google hilft und hier kann man den Artikel vollständig lesen.

Sven Ochsenreither in der Galerie IPP
Sven Ochsenreither in der Galerie IPP

Der Artikel basiert auf einem Interview mit dem Maler und Grafiker Sven Ochsenreither. Ich habe einige Interviews und Aussagen von Sven Ochsenreither als Vorsitzender des Künstlerbundes Mecklenburg Vorpommern verfolgt und einige Ausstellungen, z.B. die Ausstellung „leichtigkeiten“ in der Galerie des IPP besucht. Für mich ein gutes Bild eines erfolgreichen Künstlers, der von seiner Kunst leben kann. Als ich den Artikel „Künstler wollen von Kunst leben können“ las, hatte ich das Gefühl, dass Sven Ochsenknecht für sich mit diesem Bild gebrochen hat.  Bewusst gebrochen hat!!! Auf die Frage, ob er Sven Ochsenreither von seiner Kunst leben kann, ist zu lesen

«Kann ich nicht», antwortet der Maler und Grafiker Sven Ochsenreither. Das zuzugeben, sei ihm lange schwer gefallen, sagte der 38-jährige promovierte Kunstwissenschaftler, der in Greifswald auch noch Kunsterziehung und Theologie studierte. Die wenigsten bildenden Künstler in Mecklenburg- Vorpommern könnten allein von ihrer Kunst leben, sagte er in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. «Sie sind auf Brotjobs oder familiäre Unterstützung angewiesen oder auf Hartz IV.»

Dieser Sachverhalt an sich ist bekannt, wie ich aus dem Freundes- und Bekanntenkreis kenne und wie es in dem Artikel Arme Künstler im Nordosten Deutschlands beschrieben habe. Nur die Diskussion über die Wege aus der Situation heraus ist unterschiedlich und diese Diskussion ist aus meiner Sicht Teilweise festgefahren.
Maßgebliche Vertreter von Verdi und des Künstlerbundes wollen seit 1997 ( 😉 )durchsetzen, dass grundsätzlich für Ausstellungen in Öffentlichen Gebäuden ein Künstlerhonorar gezahlt wird. Nur liegt hier kein gesellschaftlicher Konsens vor und auch nur die Grüne unternehmen als Partei immer mal wieder einen Vorstoß in die Richtung. Kunstförderungen von Banken, Sparkassen, anderen Unternehmen, den Ländern und Kommunen funktioniert heute anders. Museen wollen die Besucherzahlen erhöhen und die Kosten senken, in dem sie die Eintrittsgelder abgeschafft haben. Übrigens auch, um die Allgemeinbildung und die Wahrnehmung im Bereich Kunst und Kultur zu verbessern.
Ein Kunstmarkt an dem alle Künstler so partizipieren können, dass sie von ihrer Kunst leben können, wird es nicht geben. Markt wird bestimmt von Angebot und Nachfrage. Wenn für die existierende Nachfrage zu viel Kunst „produziert“ wird, beginnt wie auf jedem Markt ein harter und schmerzhafter Selektionsprozess.  Hier wird es wohl auch ein Freibrief für Künstler geben.

Sven Ochsenknecht geht auf die Diskussion in seinem Interview gar nicht erst ein. Sondern er rechnet aus seiner Sicht mit den Galerien und Ausstellungsorten in Mecklenburg Vorpommern ab.

Die kleinen Galerien, von Künstlern und Vereinen initiiert, dienten oft nur der «Selbstbespaßung», meinte er sarkastisch. Es gebe keine Handvoll Galeristen im Land, die versuchten, im Kunstmarkt die Finger drinzuhaben. In Tourismusorten warteten Galerien auf «Laufkundschaft». Für die Staatlichen Museen Schwerin oder Greifswald sei die Präsentation moderner Kunst nicht die Hauptaufgabe. Für die Kunsthalle Rostock sollte sie das sein, sagte Ochsenreither.

Auch dieses ist eine bekannte Tatsache. Galerien, die im Kunstmarkt einen wirklichen Namen haben, an Kunstmessen teilnehmen, internationale Projekte treiben sind aus meiner Sicht in Mecklenburg Vorpommern z.B. die Galerie Schwarz,  Galerie Möller,  Galerie artFuhrmann, Galerie am Kamp in Teterow, … Aber bei 1.642.327 Einwohner ist das Potential der Käufer, die Anzahl der Marktteilnehmer auf der Käuferseite gering. Also warum lautet nicht der Vorschlag, neue Märkte in den Ballungsgebieten Berlins, Hamburgs, Köln, Düsseldorf, München, Mailand, London, New York mit wesentlich mehr potentiellen Kunden suchen. So würde es jeder Unternehmer machen. Kunsthandwerker handeln genauso und z.B. die Handwerkskammer Schwerin schafft Möglichkeiten, dass sich Kunsthandwerker auf der auf der „L`Artigiano in Fiera“, der weltgrößten Verkaufsmesse des Kunsthandwerks in Mailand präsentieren können. Für mich eine wirklich klasse Aktion insbesondere, da sie bereits zum vierten Mal durchgeführt wird. Aber genau hier scheint ein wesentlicher Spannungspunkt zu liegen, denn Sven Ochsenknecht führt weiter aus

Die Politik stelle zwar Fördermittel für Künstler bereit, die aber bei denen oft auf Unverständnis stoßen. So gibt es seit 2010 die Bundesinitiative Kultur- und Kreativwirtschaft. «Künstler sollen sich coachen lassen, wie sie als wirtschaftliche Unternehmer auftreten und sich vermarkten können», erläuterte Ochsenreither. Dann seien sie aber keine Künstler mehr. Stattdessen sollte überlegt werden, wie ein wirtschaftlicher Markt für die Künstler geschaffen werden könne. Wenn die Kultur schon Wirtschaftsförderung erhalte, so sollte eher eine Galerieförderung in Erwägung gezogen werden, schlug der Maler vor.

Nun wenn die Eigenvermarktung und das Handeln als Unternehmer durch Künstler abgelehnt wird, sind ganz einfache Fragen zu diskutieren.

Diese Diskussion dürfen die Künstler nicht alleine diskutieren, sondern müssen zu einem gesellschaftlichen Konsens führen, denn es geht bei Förderung immer um Steuergelder, um Gelder, das die Bergleute, die Kocher an der Hochöfen, die Arbeiter an der Bändern von VW, die Lehrer, die Altenpfleger, die Unternehmen, die anderen Freiberuflichen und Selbstständigen  und auch die Rentner aufbringen müssen.

Ist ein Künster ein Unternehmer?
Ist ein Künster ein Unternehmer?

Ich persönlich glaube nicht daran, dass die Förderung von Galerien eine Änderung der Situation für die Masse der Künstler bringt. Künstler, die durch national und international agierende Galerien vertreten werden, wird diese Maßnahme zweifelsfrei helfen. Aber die anderen? Wenn diese Künstler nicht in ihrem Atelier auf ihre Entdeckung warten wollen, müssen sie sich bei den Galerien in Mecklenburg Vorpommern und darüber hinaus bewerben. Sich vermarken!!!! Für mich muss ein Künstler im gewissen Masse ein Unternehmer sein.

Nun ich habe eine riesige Hochachtung vor der Arbeit von Sven Ochsenreither  und davor, dass er wie man so sagt, die Hosen runtergelassen hat, dass es nach Wegen sucht die Situation für sich und andere zu ändern. Aber wir kommen beide mit anderen Erfahrungshorizonten, Ausbildungsverläufen und Auffassungen zum Thema Kunstmarkt, auf die Frage Wie kann man von der Kunst leben? Ich – ein Dipl. Ing. der Informationstechnologie, tätig im Vertrieb und Business Development von Siemens und als Autodidakt im Aquarell und Sven Ochsenreither  als promovierte Kunstwissenschaftler, künstlerisch erfolgreicher Maler und Grafiker… Deshalb wohl die unterschiedliche Sicht. Ob hier ein Miteinander möglich wäre?

Verkauf eines Aquarells

Erfolg zur falschen Zeit?

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Nun manchmal ist es wie verhext. Ich freue mich über jedes verkaufte Bild, denn dieses ist eine riesige Anerkennung. Ich hatte schon einmal in dem Artikel Erfolg und Trennungsschmerz – Verkauf eines Aquarells darüber berichtet. Nun ist es wieder passiert, ein Kunde wollte ein Aquarell kaufen. Nur leider ist es in diesem Moment das falsche Bild und eines der Aquarelle an dem einige sehr schöne Erinnerungen hängen.

Aquarelle, Pastelle und Fotos von Rügen - Bilder vom Meer & mehr
Aquarelle, Pastelle und Fotos von Rügen – Bilder vom Meer & mehr

Doch der Reihe nach. Wir sind sehr gerne auf Rügen, verbringen oft Tage bei den Kreidefelsen, auf der Halbinsel Mönchgut, in Middelhagen, spannen aus und malen. An den dort entstandenen Bildern hängen wir und so ist in den vergangenen Tagen auch ein Video entstanden, das viele unserer Aquarelle, Pastelle und Fotos zeigt, die dort entstanden sind. Das Aquarell, welches nun in den vergangenen Tagen durch einen Kunden ausgesucht wurde, ist im Rahmen einer Malreise mit Oskar Brunner auf Rügen entstanden. Es war eine wunderbare Zeit. Auf dieser Web Seite finden Sie Aquarelle von der Malreise auf Rügen. Das verkaufte Aquarell ist auf dem Deich von Middelhagen entstanden und zeigt den Blick über den Bodden nach Gager. Nun bei solchen vielen guten Erinnerungen hänge ich natürlich an diesem Bild. 😉

Dieses war auf der Grund warum wir das Aquarell, auch als Aufmacher für unsere Ausstellung vom 01. Mai bis 30.  Juni 2011 in der Galerie Lichtblick und dem Foyer im Haus des Gastes Binz gewählt hatten. Nun wird diese Ausstellung ohne dieses Aquarell stattfinden müssen, obwohl die Plakate es zeigen werden. Was soll´s, ich kann dem Käufer nur viel Freude mit dem Aquarell wünschen 😉

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Blick vom Deich über den Bodden nach Gager (c) Aquarell von FRank Koebsch
Blick vom Deich über den Bodden nach Gager (c) Aquarell von FRank Koebsch