Blogparade Teil 5: Wer oder was ist ein Künstler und warum?

Susanne Haun fragt:  Wer oder was ist ein Künstler und warum?

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Susanne schreibt auf Ihrem Blog

Sind wir formal gesehen Künstler, wenn wir ein Kunststudium abgeschlossen haben oder wenn wir in der KSK und/oder im bbk aufgenommen sind?
Wenn wir eine gewisse Anzahl an Jahren ausstellen?
Wenn jeden Monat auf unseren Kontoauszügen Erträge aus unseren Bildern stehen?

Was meint ihr?

Ich habe zwei Zitate von großen deutschen Künstlern herausgesucht, um euch Anhaltspunkte und mehr Diskussionsstoff zu zeigen.

Ich hätte bei der Frage an andere Zitate gedacht, aber diese Frage stellt sich jeder, der malt, zeichnet, …. für mich eine recht persönliche Frage.

In meinem Artikel Udo Lindenberg feiert seinen 65. Geburtstag und unterstützt unsere Blogparade  habe ich dann Udo Lindenberg und Joseph Beuys zitiert. Doch wie stehe ich zu den Ausführungen von Susanne Haun?

Zahlt sich ein Kunststudium aus?
Zahlt sich ein Kunststudium aus?

Nun ich bin seit einiger Zeit leidenschaftlicher Aquarellmaler, der sich auch mal an ein Pastell traut. Ich habe kein Kunststudium abgeschlossen, sondern bin Dipl-Ing. der Informationstechnik, habe im Consulting, Vertrieb und Business Development gearbeitet. Ich stelle seit vielen Jahren aus und habe Erfahrungen als Kurator für große Ausstellungen. Ich verkaufe auch Bilder, wenn auch nicht jeden Tag. Für die KSK komme ich nicht in Frage,  da die Summe der Einnahmen aus Bildern, Lehrgängen u.a. nicht ausreicht.

Bleibt der bbk. Hier die Aufnahmekriterien des Künstlerbundes Mecklenburg und Vorpommern e.V. im BBK

§ 3
Mitgliedschaft

  1. 1.    Mitglieder können alle bildenden KünstlerInnen werden, die mindestes eine der folgenden Kriterien erfüllen:
    – abgeschlossenes Hochschulstudium im Fach Bildende Kunst
    – professionelle Ausstellungs- und Publikationspraxis in einem bildnerischen Fach
    – kontinuierliche Tätigkeit der bildkünstlerischen Gestaltung
    Entscheidend für die Aufnahme ist die künstlerische Qualität der vorgelegten Arbeiten.

Also müsste ich die Aufnahmekommission von der künstlerischen Qualität meiner Aquarelle überzeugen. Was ist künstlerische Qualität? Hier ein Artikel aus der arnet mit der Überschrift WAS IST GUTE KUNST? QUALITÄT, KRITERIEN, KRITIK (1) 😉

Ist ein Künster ein Unternehmer?
Ist ein Künster ein Unternehmer?

Vor einigen Jahren hätte ich mich als ambitionierter Autodidakt und Hobbymaler bezeichnet. Aber in diesen Bereich gehöre ich auch nicht mehr, wenn man hierfür die Maßstäbe der Ausstellung Rostock kreativ in der Kunsthalle Rostock ansetzt. Wenn ich ehrlich bin, helfen mir die Überlegungen und Aussagen nicht weiter. Ich bin der Meinung, dass meine Aquarelle und Pastelle nicht schlecht sind. Ich kenne aber eine Menge Künstler, die meiner Meinung nach besser malen können. Ich sehe meine Stärken neben der Malerei im Bereich Kreativität, Konzeption, Projektarbeit, Marketing und Vermarktung, dass könnte eine ideal Ergänzung sein. Viele  Künstler wollen nicht als selbständiger Unternehmer arbeiten. Alles, nur kein Unternehmer! Kann ein Unternehmer Künstler sein? Ich denke ja und werde dann mal in zwei, drei Jahren den bbk fragen. Bis dahin bin ich kreativ und male…. 😉
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Ob diese Aussagen jemand weiter helfen? Mir ja. Sorry 😉

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Schauen Sie mal auf den Blog von Susanne, es lohnt sich, denn am Sonntag wird Susanne Haun ein Überraschungspaket der Fa. Hahnemühle und ihren wunderbaren Engel verlosen.

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Susanne Haun„Wachender Engel“, Zeichnung 17 x 24 cm, Tusche auf Hahnemühle Burgund, 2011

Wachender Engel (c) Zeichnung von Susanne Haun
Wachender Engel (c) Zeichnung von Susanne Haun

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Hier finden Sie noch einmal alle Teilnehmer der Aktion: 10 Fragen zur Kunst

Großstadtheidi + Hellen Königs + Frank Hess + Anna Schüler Conny Niehoff + Andreas Mattern + Susanne Haun + Oliver Kohls + Frank Koebsch + Rosi Geisler

Ist es in der Kunst wichtig, konzeptionell zu arbeiten?

Großstadtheidi in der Aktion: 10 Fragen zur Kunst

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Ist es in der Kunst wichtig, konzeptionell zu arbeiten? Diese Frage stellt  Julia Tepasse in ihrer Blogparade. Ich kann nicht anders, als mit einem großen „JA“ zu antworten. Warum? Nun ich bin nicht der Typ, der nach Musik malen kann, der seinem Unterbewusstsein mit den Farben den Weg ebnet, der die Farben einfach fließen lässt …. Aber auch dieses kann ja bereits ein Konzept sein, in dem man sich ganz einfach auf etwas einlässt, bewusst eine Methode nutzt …

Wenn man Wikipedia  befragt nach einem Konzept fragt, bekommt man folgende Erklärung:

Ein Konzept beschreibt eine Grundvorstellung, eine Skizze, einen Entwurf, die erste Fassung eines Textes oder allgemein eines Projektes, eines Vorhabens. In der Regel wird ein Konzept als eine Sammlung von Leitgedanken verstanden. Es verfasst also die Eckpunkte eines Projekts.

Ich habe schon oft beschrieben, wie meine Bilder entstehen. Meist dauert es eine Weile und ich versuche die Motive für mich zu entdecken. Hierzu nutze meist meine Kamera. Dann irgendwann ist die Zeit reif, aus einer Laune heraus oder auf Grund einer Anregung und ich beginne mir Gedanken zu machen, wie ich das Motiv auf Papier bringen kann. Dann entsteht eine Vorzeichnung und ich setze Stück für Stück die Farben. Meist male so  eine Serie von Bilden… egal ob Magnolien Blüten, Löwenzahn, Disteln, Aquarelle zu Thema Jazz, Balett, Faszination Karussell, oder oder …

Auf diesem Weg, mit dieser Methode, mit dieser Konzeption entstehen sehr oft meine Aquarelle. Für mich zahlt es sich aus 😉 vielleicht ja auch für die Betrachter meiner Bilder.

Nun dieses ist aber nur ein Teil der Tätigkeiten in der Kunst. Ein anderer großer Bereich in der Kunst ist im Marketing angesiedelt. Egal ob der Künstler diese Feld alleine beschreitet oder die Themen in Aufgabeteilung mit Agenturen und Galerien angeht, sind hier auch entsprechende Konzepte notwendig. Für mich waren die Organisation und die Durchführung der Ausstellung Jazz meets FineArts eine Suche nach einer geeigneten Konzeption für eine große Gemeinschaftsausstellung. Unsere gemeinsame Aktion, die Blogparade: 10 Fragen zur Kunst ist eine Idee, ein Plan um dauerhaft unsere Blog besser zu positionieren. Hier können Sie noch einmal die Konzeption der Aktion Blogparaden als Marketinginstrument für unsere Kunst nachlesen.

Also ich bleibe dabei, für mich ist es bei der Entstehung meiner Bilder und danach im Bereich des Marketings wichtig mit Konzepten zu arbeiten.

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Konzeptionen in meiner Kunst
Konzeptionen in meiner Kunst

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P.S. Hr. Mahlendorf – Danke schön für die Veröffentlichung des Artikel in Ihrem Blog Rostocker Startups