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Die Auswirkungen des Verpackungsgesetzes

Die Auswirkungen des Verpackungsgesetzes

Ich bin ein Inverkehrbringer von verpackten Aquarellen, Drucken, Kalendern und Kunstkarten

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Ich habe in den letzten Monaten gelernt, dass ich ein Inverkehrbringer (???) bin. Ich habe zwar gedacht, dass ich als freiberuflicher Künstler Aquarelle male, Ausstellungen, Aquarellkurse und Malreisen organisiere, Originale, Drucke, Kalender und Kunstkarten von unseren Aquarellen vermarkte. Aber man lernt, ja nie aus.

Wenn ich im Rahmen eines ganz normalen Tag eines Aquarellisten aus einer Ausstellung oder über unsere Web Seite eines unserer Aquarelle, einen Gutschein für einen Aquarellkurs, eine Malreise, eine Reproduktion, einen Kalender oder Kunstkarten von unseren Aquarellen verlaufe, verpacke und verschicke, dann gelte ich als Inverkehrbringer. Nicht als Inverkehrbringer von Kunst, sondern von Verpackungsmaterial zu mindestens, wenn man das Verpackungsgesetz (VerpackG) liest. Das neue Gesetz gilt ab den 01.01.2019. Hier einige Fotos von den Verpackungen vom Versenden unserer Aquarelle u.a. Wenn man sich die Bilder anschaut, dann kann man den Begriff Inverkehrbringer von Verpackungen nachvollziehen.

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Auf der Seite des Grünen Punktes – der Dualen Systems Deutschland GmbH wird das neue Verpackungsgesetzt wie folgt erläutert:

Das wichtigste Ziel des neuen Verpackungsgesetzes (VerpackG) ist es, die Auswirkungen von Verpackungsabfällen auf die Umwelt zu vermeiden oder zu verringern. Dies soll über Vermeidung und Recycling von Verpackungsabfällen erzielt werden.

Das Verpackungsgesetz 2019 soll außerdem Händler stärker in die Pflicht nehmen, um die Verwendung von ökologisch vorteilhaften und recycelbaren Verpackungen voranzutreiben.

Der eigentliche Grund, weshalb die Verpackungsverordnung (VerpackV) vom neuen Verpackungsgesetz (VerpackG) 2019 abgelöst wird, ist aber ein anderer: die Einrichtung der Zentralen Stelle Verpackungsregister als Organisations- und Kontrolleinrichtung für gesetzkonformes Inverkehrbringen von Verpackungen und deren Rücknahme sowie hochwertige Verwertung.

Heute werden viel mehr Verpackungen getrennt gesammelt und verwertet, als bei den dualen Systemen angemeldet sind. Das hat verschiedene Gründe. Viele, gerade kleine Unternehmen kennen ihre Pflichten nach der Verpackungsverordnung und nach dem neuen VerpackG nicht.

Der Vorteil: Je mehr Verpackungen am System teilnehmen, desto breiter ist die Finanzierungsbasis – das heißt die Kosten verteilen sich auf mehr Schultern und für das einzelne Unternehmen wird es dadurch günstiger. 

Es geht also zum einen darum, dass sich alle, also auch ich, an dem System beteiligen. Nach den bisherigen Reglungen brauchte ich, wie viele andere mich nicht an der Finanzierung des Recyclingsystems beteiligen.

Gleichzeitig gibt es nach dem Gesetz keinen Anreiz, für mich und viele andere Unternehmer sich aktiv im Sinne des Gesetzes in den Umweltschutz einzubringen. Ich benutze für den Versand soweit es geht, Verpackungsmaterial aus meinen Einkäufen. Dieses spart mir sowie unseren Kunden Kosten und es ist ein kleiner Beitrag für den Umweltschutz. Aber das Verpackungsgesetz honoriert dieses nicht, da das System der Pauschalen viel zu grobmaschig ist. Der Umweltschutz soll unteranderem über eine Anhebung der Recyclingquote realisiert werden. Damit geht das Gesetz an vielen Händler, Gewerbetreibenden und auch Künstlern vorbei. Was bleibt, sind die Kosten, um das System auszubauen und im großen Zusammenhang etwas zu erreichen. An Kosten beteilige ich mich und werde sie auf die Preise umlege. Umweltschutz kostet. Leider.

Preise für Kunst

Preise für Kunst

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Wie ermittelt sich der Preis eines Kunstwerkes?

Wie ermittelt sich der Preis eines Kunstwerkes?

Preise in der Kunst sind eine heikle Sache. Wie ermittelt sich der Preis eines Kunstwerkes? Es gibt keinen allgemeingültigen Maßstab für Kunst – Preise werden gemacht. Entweder werden die Preise von Sammlern und Galeristen gemacht, wenn es sich um die Tops handelt. Oder …  die Künstler müssen die Preisen machen. Ich habe mich in der Vergangenheit immer wieder mit diesem Thema auseinander gesetzt, denn Künstler wollen von Kunst leben können. Ich habe die Auffassung, Künstler müssen als Unternehmer handeln.

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Preis für unsere Malerei

Bilanz

Bilanz

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Zum Jahresanfang beschäftigt sich jeder Selbstständige und Freiberufler mit dem Thema Steuern und Bilanz des vergangenen Jahres. Also ziehe ich Bilanz: Wie viele Bilder wurden verkauft, welche Motive, in welchen Größen und was ist unterm Strich übrig geblieben. Die Frage, die sich dabei stellt, ist, passen die Preise? Ein ganz heikles und zugleich ganz einfaches Thema. Es lebe die Betriebswirtschaft 😉

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Preise und die Kosten für unsere Malerei

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Ich brauche keinem zu erzählen, dass die Kosten für Energie, Zugfahrten, Autofahrten und Material gestiegen sind. Nun ist die Malerei kein materialintensives Unterfangen, aber es „läppert sich“. Was dazu kommt sind die gestiegenen Lebenshaltungskosten, damit wird die Arbeitszeit eines Freiberuflers und Selbstständigen entwertet. Das sind Fakten, aber sind die Kunden auch bereit, dieses zu bezahlen?

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Preis – Angebot und Nachfrage

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Wir haben im vergangenen Jahr so viele Bilder und Kalender verkauft wie noch nie zuvor. Hierfür noch einmal ein ganz großes Dankeschön an alle, die dabei geholfen haben und insbesondere an die Käufer unserer Aquarelle, Pastelle und den Kalendern.

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Neue Preise für unsere Malerei

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Neue Preise für unsere Malerei

Neue Preise für unsere Malerei

Diesen Erfolg müssen wir nutzen, damit weiterhin genug Geld zur Deckung unserer Kosten übrig bleibt. Darum kündigen wir heute für den Beginn unserer ersten Ausstellung ab den 3. März 2012 eine Preiserhöhung an. Wir werden unsere Preise im Durchschnitt um 16% erhöhen. Hier ein paar Beispiele für typische Formate:

  • Ein Aquarell im Format 24 x 32 cm kostet heute 125€ und ab März 145€.
  • Ein Aquarell im Format 30 x 40 cm kostet heute 190€ und ab März 215€.
  • Ein Aquarell im Format 56 x 76 cm kostet heute 670€ und ab März 750€.

Diejenigen, die bereits mehrere Bilder von uns haben, wird der Wertzuwachs vielleicht freuen. Andere werden schimpfen. Wenn Sie schon immer ein Aquarell oder Pastell von uns kaufen wollten, nutzen Sie die Chance noch in den nächsten Wochen. Auf unserer Homepage, finden Sie alle Bilder mit den heute aktuellen Preisen.

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Welche Preise für Kunst sind Sie bereit auszugeben?

Colorbeach – es geht weiter !!!

12. August 2009 1 Kommentar

Ich hatte mich nach meinem Blog Eintrag – Color Beach – das Ende vor dem Anfang? in den vergangenen Tagen mit Arne Nowak zusammen telefoniert, um einen Teil der Frage gemeinsam zu klären. Nun Projektmanagement ist ein hartes Brot und gerade ein solches Projekt ist von vielen Faktoren abhängig.

Fledermäusen…
Nun es ist aber Hilfe ist in Sicht. Durch die Mithilfe des Landesamtes wurde ein Umweltbüro gefunden, dass das Projekt begleitet. Dieses Umweltbüro bringt seine Leistungen als Sponsor ein. So können zeitnahe und kostengünstige Lösungen ohne Verzögerung erarbeitet werden Meine Hochachtung für die Zusammenarbeit.
Nur ist es schade, dass im Rahmen des ganzen Genehmigungsverfahrens keiner der Verantwortlichen und Umweltschützer auf die Idee kam, zu überprüfen ob im Bereich Landeskultur und Umweltschutz Dinge zu berücksichtigen sind. Das Projekt wurde seit ca. 6 Monaten in den Medien angekündigt. Es ist zwar fair gegenüber den Fledermäusen aber unfair gegen über den Projektorganisatoren sich am Tag der Eröffnung mit seinen Einsprüchen zu Gunsten der Fledermäuse zu positionieren. Nun will ich mich nicht zum Kenner der Fledermausszene aufschwingen, aber spätestens seit uns unsere Tochter nach einem Praktika beim Nabu über die Initiative fledermausfreundliches Haus und Ingenieurbüros und Forstämtern zum Thema Umweltverträglichkeit aufgeklärt hatte, weiß ich als Laie, um ein paar Zusammenhänge.

Aber seit diesem Zeitpunkt habe ich beim Verfolgen der Presse zum Thema Baustopp wegen Fledermäusen oder anderen Tieren immer in ungutes Gefühl. Warum? Ich habe das Gefühl, dass diese Einsprüche immer medienwirksam dann kommen, wenn das Projekt beginnen soll. Glauben Sie nicht. Hm, als Rostocker kann ich mich noch an das Thema Feldermäuse im Zusammenhang mit den Baumaßnahmen am glatten All erinnern. Das zentrale Projekt für Rostock wurde über Monate diskutiert und just zum Baubeginn kam der Einspruch der Fledermaus Freunde. Aber warum immer zu Projektstart? Verfolgen die Naturschützer bis dahin nicht die Medien, die sie zu diesem Zeitpunkt so effektiv einsetzen. Ein Schalk, der böses ahnt…;-)

Weitere Aussagen zum Stand des Projektes
• Es gibt seit Freitag den 07.08.2009 ein Gutachten zum Thema Fledermäuse.
• Zur Zeit sind 20 Bilder installiert.
• Am 26. Juli Woche wurde über die Deutsche Welle.tv ein Bericht in fünf Sprachen weltweit ausgestrahlt und insbesondere das Interesse in Mexiko und anderen Ländern Lateinamerikas ist besonders groß.
• In den nächsten Tagen werden die Botschaften der BRD weltweit per Brief informiert und gleichzeitig gebeten das Projekt zu unterstützen.
• Entgegen den verschiedenen Textstellen im Web ist vertraglich vereinbart, dass die Galerie bis zum 31.07.2010 existieren wird und eine Verlängerung ist möglich. Diese Möglichkeit der Verlängerung wird z.Z. von den Parteien geprüft.
• Die Auseinandersetzung mit dem Projekt erfolgt in verschiedenen Blogs, Foren, den Medien und bilateral zwischen Künstlern / Galerien / Journalisten und den Projektmachern z.B. zu den Fragen:


o Was hat die Colorbeach mit Kunst zu tun?
o Darf ein solches Projekt, den Namen Galerie tragen?
o Sind Verhüllungsprojekte wie in Prora oder die Projekte von Christo Kunst oder nur Sensationsmache?
o Warum müssen die Künstler Geld für Ihren Auftritt zahlen?
o ….

Nun ja, die Begrifflichkeiten kann man nachschlagen, googlen. Bei der Frage nach dem Geld, muss man ganz klar sagen, es werden hier die Bilder nicht wie in einer klassischen Galerie verkauft. Vielmehr es ist ein Projekt der weltweiten Begegnung von Künstlern, von Menschen mit Kunst. Also wo kann das Geld herkommen?

  • Staatliche Förderung – sprich Steuergelder?
  • Private Förderung – sprich Sponsoring?
  • Verkauf von Werbe Artikeln, wie Kataloge, Stickern, Postkarten ?
  • Versteigerung der Bilder zu Gunsten des Projekts ?
  • … ???

Klar kann man sich wünschen, dass Geld aus einem großen Imaginären Topf kommt. Aber das Projekt ist, ja so angelegt, dass die Künstler einen Teil Ihrer Welt vorstellen sollen. Dann spricht doch nichts dagegen, dass ein brasilianischer Künstler gemeinsam mit einem Sponsor von dort seine / ihre Welt vorstellen und ein Künstler aus MV mit einem Partner von hier.

Eines haben die Projektentwickler, um Arne Nowak auf jeden Fall erreicht, das Thema Colorbeach polarisiert und es beginnt eine Auseinandersetzung mit dem Kraft durch Freude Objekt auf eine ganz eigenere Art sowie die Inhalte und Begrifflichkeiten Kunst. Galerie, Sponsoring werden diskutiert ….

Hier einige weitere Links:
Prora: Strahlender Auftakt für den „Colorbeach“ – Ostseezeitung vom 13.07.2009

Interessant war auch der Leserbrief eines Hr. Ray Mahony in der Ostseezeitung vom 22.07.2009

Hr. Ray Mahony hatte mit ja auch eine Mail gesandt. Nur leider leißen sich die Aussagen nicht hinterfragen, denn es gab ein Problem:  Hr. Ray Mahony ist bei Rückfragen nicht zu erreichen.

Unbenannter  Ray Mahony

Nun so etwas legt natürlich den Verdacht nahe, unseriös zu sein. Ich hatte auch die Ostseezeitung in zwei Leserbriefen auf diesen Sachverhalt aufmerksam gemacht, aber leider kein Feedback bekommen. Aber der Leserbrief wurde inzwischen gelöscht. Danke an die OZ.

Den Machern und den beteiligten Künstlern ist zu wünschen, dass das Projekt ein Erfolg wird. Aus meiner Sicht sind hierzu schnell zwei drei Dinge notwendig:

• Klarere Kommunikation in Bezug auf die Fragen für ein effektives Sponsoring,
• Klare Kommunikation auf den Projektfortschritt, Terminen und Inhalten.

Nun ja hier scheut sich Arne Nowak. Warum? Er will keine Aussagen tätigen, die er nicht halten kann, da z.B. die Fledermausfreunde trotz durchlaufender Genehmigungs- und Planungsverfahren für Terminverzüge und Mehrkosten sorgen und im Nachgang sich scheinbar noch einige Dinge herausstellen, die nicht absehbar waren. Tja Projektmanagement, ist Management von Kosten, Terminen und Kommunikation…. Mal sehen, wie es weiter geht. Auf jeden Fall wird ihm das Leben durch eine negative Diskussion leider nicht leichter gemacht. Nun wie heißt es so schön,

  • man lernt mit jedem Projekt

und

  • hinterher ist man immer schlauer, insbesondere die anderen.

Nun dieses ist keine Mitleidsbekundung mit den Machern. Aber ich muss ganz klar sagen, ich hätte auch nicht an alles gedacht und wäre anders an die Dinge heran gegangen und so an einer anderen Stelle als Arne Nowak naiv in eine Falle getappt. Das Projekt und die Macher haben schon meine Hochachtung.

Hier einige wichtige Fakten aus dem Gespräch mit Arne Nowak für Künstler und Sponsoren, die ich in dem Blog oder auf der WEB Seite zum Projekt nicht gefunden habe:

• Die maximale Ausstellungsdauer eines Bildes beträgt sechs Monate.
• Auf die Sponsoren wird in dezenter Weise durch Schrift- und / oder Bildlogo hingewiesen.
• Die Bilder und Sponsoren sollen im Web entsprechend dem Fortschritt des Projektes präsentiert werden.

Zur Reichweite geht Arne Nowak davon aus, dass das Projekt in mehrfacher Hinsicht wirkt:
• WEB Auftritt http://www.colorbeach.com
• Besucher vor Ort
• Bilder der Besucher in diversen Webauftritten, wie Fotocomunity, Flickr, … einstellen,
• Medienpräsens in der Presse, Rundfunk, Fernsehen
• U.a.

Arne Nowak hat mir ganz aktuell noch eine Mail mit weiteren Informationen zum Sponsoring gesandt, aber die muss ich erst einmal sichten.

Ich halte Sie auf dem laufenden ;-)))

P.S. Arne Nowak, erzählte mit, dass Fr. Professorin Ulrike Rosenbach mit ihm telefoniert hätte. Sie möchte sich an dem Projekt beteiligen und es unterstützen. Dieses wäre natürlich ein Riesengewinn.

P.S.S. Sollten sich in dem thread Ungenauigkeiten eingeschlichen haben oder ich Dinge wieder gegeben habe, die im Rahmen des Projektes anders entwickeln, so ist dieses meine Schuld, denn ich stehe nicht so im Stoff, wie die Projektentwickler.

Color Beach – das Ende vor dem Anfang?

28. Juli 2009 6 Kommentare

Weitere Informationen mit dem Stand 11.08.2009 gibt es hier.

Ich hatte in den vergangenen Tagen schon über die ColorBeach berichtet. Nach einem tollen Start in der Presse und mit Unterstützung in der Politik stockt das Projekt. Hier finden Sie ein gutes Video.

Das Projekt stockt nicht der Federmäuse wegen…. 😉

Mails werden gar nicht beantwortet und einige Fragen sind ungeklärt.
Doch der Reihe nach. Ich hatte Arne Nowak am 23.07. ein paar Fragen per Mail gestellt, z.B.:

  • Wann gibt es die angekündigten Informationen für das Thema Sponsoring? Hier wurden der 24.07. angekündigt.

Nun,  warum nutze ich die reißerische Überschrift Ende vor dem Anfang?

Die Beteilung kostet 650 €. Der Ratschlag der Projektbetreiber ist es, dass die Künstler diesen Betrag aufbringen sollen, in dem sie sich Sponsoren suchen. Nun aber für die Sponsoren st es schon nicht uninteressant ob das Projekt 8 Monate länger geht. Denn die Unternehmen wollen ja durch das Sponsoring auf dem Markt und in der Gesellschaft wirken. Nun stellen wir uns vor, dass das Projekt wirklich nur bis zum 31.12.2009 geht. Die Besucherzahlen auf Rügen flauen ab Mitte August ab und ab Mitte Oktober schließen bis Weihnachnachten viele Pensionen und Hotels.  Damit ist dann kaum noch ein Sponsor hinter dem Ofen hervorzulocken. Also denke ich es ist Eile geboten. Aber diesen Gedanken teilen wo die Projektverantwortlichen nicht. Denn es gibt keine Antworten.

Nun klar am Anfang von Projekten holpert es immer.  Also habe ich brav gewartet und dann am 26.07. noch ein paar Fragen nach geschoben, mit deren Inhalte es dann möglich wäre auf Sponsorensuche zu gehen. z.B.:

  • Wird es einen Katalog über das Gesamtprojekt geben? Wie wird  im dem Katalog das Bild, der Künstler und der Sponsor dargestellt?
  • Wird es für die Besucher Flyer entsprechend der Vorschritt des Projektes geben? Wie werden Bilder, Künstler und Sponsoren …
  • Werden  in dem Webauftritt von ColorBeach entsprechend dem Fortschritt die Bilder, Künstler und Sponsoren vorgestellt?
  • Wie und wo wird auf Rügen das Projekt beworben?
  • Welche Beitrage in der Presse, Rundfunk und TV währende des Projektes sind geplant?
  • Wie ist sichergestellt, dass bei einer Laufzeit bis zum August 2010 die Bilder in gutes Qualität Sonne, Sturm und Eis trotzen? Werden die Bilder bei Notwendigkeit ausgebessert?
  • Kann auf den Bildern das Logo des Sponsors abgebildet werden?

Leider gibt es bis heute keine Antworten. Es wäre verdammt schade, wenn wegen dieser ungeklärten Fragen das Projekt scheitert. Die Bauten könnten schon ein wenig Farbe gebrauchen, Rügen und MV brauch positive Schlagzeilen. Also ich Drücke Euch die Daumen und wünsche mir und allen Beteiligten die notwendigen Infos.

Weitere Informationen mit dem Stand 11.08.2009 gibt es hier.

ColorBeach – die „weltgröße Galerie“

23. Juli 2009 5 Kommentare

Es ist schon interessant, was „man“ alles mit oder für die Kunst machen kann. Als Norddeutscher verfolge ich seit einiger Zeit das Projekt Color Beach.
Arne Nowak will die größte Open Air Galerie direkt in Prora am Ostseestrand schaffen. Was hat er konkret vor? Er will den Koloss von Rügen – ein riesiges Bauwerk der Nazi-Zeit – ganz oder zum Teil mit Kunstwerken verhüllen. Die gigantischen Wohnböcke sollten zu Zeiten der Nazis als KdF – Erholungsstätte 20.000 Menschen Unterkunft bieten. Die riesigen acht Blocks stehen in Prora ohne konkretes aktuelles Nutzungslonzept für die Gesamtanlage rum – zum Teil einfach nur gigantisch und hässlich. Auf dem Blog von MUNDART findet Ihr eine wunderbare und aktuelle Fotostrecke unter dem Eintag Prora – die vergessene Stadt
Also spätestens nach der Verhüllung des Reichstags durch Christo ist klar, dass man riesige Bauwerke zeitweise als Kunstwerke einen neuen Verwendungszweck zu führen kann.

Arne Nowak hat mit ähnlichen Projekten Erfahrungen. Nach einem Illuminations Event am 11.07.09 und der Besichtigung des Ministerpräsidenten Erwin Sellering kämpfen die Organisatoren erst einmal mit den Feldermäusen. Nein, dieses ist nicht als Performance für das Projekt gedacht. Die leer stehenden Gebäude werden natürlich als Unterschlupf von den Fledermäusen genutzt und nun sind die Natur- und Umweltschützer auf den Plan getreten. Ich bin gespannt, wie sich das Projekt weiter entwickeln wird.
Für die Künstler ist die Beteiligung schon eine Kostenfrage. Zuerst wurden für ein Bild 5 x 5 m bis zu 1.500 € genannt, jetzt findet man Zahlen von 650 € pro Bild. Eine Abhilfe soll die Sponsorensuche durch die Künstler sein.
Na mal sehen…. Ich würde mir eine rege Beteiligung wünschen, damit für die Besucher eine wunderbare Galerie entsteht.

Hier geht die Geschichte weiter -> Color Beach – das Ende vor dem Anfang?

Weitere Informationen mit dem Stand 11.08.2009 gibt es hier.

Welche Zeitung / Zeitschrift …

10. Juli 2009 1 Kommentar

Ab und zu schaue ich auch in DIE ZEITSCHRIFT FÜR KÜNSTLER – atelier“. Es ist ein recht dünnes Heft, aber so manches darin lese ich mit Genuss, Schmunzeln, lautem Lachen, Kopfschütteln, Interesse ….. Hier ein kleiner Exkurs und etwas Diskussion zu der aktuellen Ausgabe „Juni / Juli 2009“.

Was wirklich gut ist, ist der Überblick an Kunstwettbewerben, den die Zeitschrift direkt oder im Internet gibt. Schade ist nur, dass die Bewerbungstermine in der Regel recht Knapp nach dem Erscheinen liegen.

Wenn man die Artikel oder Ankündigungen der Wettbewerbe liest, kann es schon zu allen oben genannten Reaktionen kommen. Warum: Es sind gut beschriebene Wettbewerbe und informative Artikel zu dieser Themengruppe dabei, z.B. in der Ausgabe Juni / Juli 2009 von Hahnemühle, der HSH Nordbank, der Kunstpreis „1/Award“ und und …
Bei anderen Ankündigungen treten bei mir als Leser viele Fragezeichen auf, z.B. wenn der Inhalt der Ankündigung und evt. auch des Wettbewerbs zu dünn ist. Es gibt Ankündigungen von Wettbewerben, Stipendien u.a., in denen Ansprechpartnern, Kontaktmöglichkeiten und inhaltlich zum Wettbewerb kaum substanzielles zu finden ist.

Was gibt es noch zu der Zeitschrift zu sagen? Da ich ja einen „ordentlichen Beruf“ nach gehe, verwundern mich viele Dinge in den Artikeln, Fragen und Anzeigen. Ich habe manches Mal das Gefühl, Künstler leben in einer Art Parallelgesellschaft. Warum? Nun, irgendwie weiß man, dass das Geld nicht so einfach aus dem Geldautomaten kommt und in der Regel zwischen den Herstellungskosten und dem Verkaufspreis eine Riesenlücke klafft. Nicht weil der Verkäufer ein Verbrecher ist – ich arbeite im Vertrieb ;-), sondern der Aufwand für Lagerhaltung, Transport, Kapitalkosten, Marketing, Verkauf, Service und und … muss gedeckt werden. Bei technischen Gütern sind oft nur 10% des Verkaufspreises Kosten, die mit der direkten Herstellung zu tun haben. Oder anders rum, um ein Kunstwerk zu Geld zu machen, haben in der Regel 90 % des Aufwandes hierfür nichts mit der Erstellung oder Schaffung des Kunstobjektes zu tun. Wenn ich in der Vergangenheit so manchen Artikel in der atelier gelesen habe, habe ich das Gefühl, dass dieses vielen angehenden Künstlern keiner sagt – incl. der in den letzen Ausgaben der Zeitschrift vorgestellten Kunsthochschulen oder etliche Künstler es nicht wahr haben wollen. Eine Erklärung in dieser Richtung gibt auch Ralf Witthaus in seinem Artikel „Die Zahlen hinter der Kultur“. Er zeigt die Wertschöpfung der „Keativen“ auf und auch zu gleich das Gap bei der Vermarktung. Hoffentlich ist der beschriebenen Expertengruppe und der Bundesregierung klar, dass die so genannte Hilfe zur Selbsthilfe ohne Impulse aus anderen Branchen nur schwer funktionieren wird. Denn sich nur im eigenen Saft zu drehen, ist nicht Ziel führend. Aber interessant ist auf jeden Fall, dass die Wertschöpfung der „Kreativen“ dargestellt wird und die bestehenden Probleme zusammen gefasst und beschrieben werden.

Nun ja, was dann immer hilft, ist das Lesen der „Reportagen“ von Jürgen Raap. So manche Geschichte habe ich von ihm mit Schmunzeln gelesen. Auf jeden Fall gehört hierzu auch der Artikel „International und promigeil“.
Beim Lesen der Rubrik Grauzone bewahrheitet sich ein böser Spruch: Die Dummheit der Menschen, ist der wertvollste Rohstoff, denn die Lamadeckenkäufer sterben nicht aus.

Was man auch auf jeden Fall verfolgen sollte, ist das Thema Urheberrecht und Google u.a. Was sich hier zusammen braut, hat auf die bildenden Künstler einen genauso großen Einfluss, wie die Börsen im WEB zu kostenlosen Musik load. Die Umsätze der Plattenlabels und Musiker sind drastisch zusammen gebrochen, weil es einfach cool war (ist) kostenlos Musik zu laden. Hier kann ich die Künstler und Verbände nicht verstehen, dass Sie nicht rigoroser gegen die kostenlose Nutzung Ihres Eigentums vorgehen.

Nun ja dieses war mal ein Exkurs weit weg von der Aquarellmalerei. Aber um Kunst zu vermarkten, sich zu präsentieren, bedarf es Informationsquellen, wie z.B. Zeitschriften …

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