20 - Details am Horizont im Aquarell - Einflug der Kraniche am Abend (c) Frank Koebsch

Sonnenuntergangstimmung beim Einflug der Kraniche

Sonnenuntergangstimmung beim Einflug der Kraniche

Wenn man die Chance hat, Sonnenuntergänge zu beobachten, so sind dieses in der Regel ganz besondere Erlebnisse. Aber warum eigentlich? Nun einmal ist es sicher das Naturschauspiel, dass uns in den Bann zieht.

Wie entstehen eigentlich die wundbaren Farben am abendlichen Himmel, wenn die Sonne untergeht?

Im Zusammenhang mit der Luftperspektive haben wir gelernt, dass die Atmosphäre als erstes die roten, orangen und gelben, die langwelligen Lichtanteile schluckt. Deshalb erreichen uns aus großen Entfernungen überwiegend nur blaue Anteile und der wolkenlose Himmel bekommt sein Himmelblau. Wenn wir die Sonne morgens oder abends in der Nähe des Horizonts beobachten, dann wirkt die Erdatmosphäre  mit den schwebenden Partikeln, den Aerosolen als diffus streuendes Medium. Der blaue Lichtanteil der sinkenden Sonnenscheibe wird stärker gestreut, so dass uns in Relation ein höherer Anteil roten Lichtes erreicht. Viele dieser festen oder flüssigen Schwebeteilchen verursacht der Menschen durch die Industrie und Verkehr. Dazu kommen noch durch den Wind aufgewirbelte Partikel und die Luftfeuchtigkeit. Die Schwebeteilchen variieren nach Tages- und Jahreszeit und Wetterphänomenen. Damit erleben wir auch immer wieder verschiedene Farbspiele zu unterschiedlichen Zeiten.

Warum schwärmen wir mehr für den Sonnenuntergang als für den Sonnenaufgang?

Einmal vielleicht weil der Sonnenuntergang oft farbiger ist als der Sonnenaufgang, da abends durch unsere Aktivitäten oft mehr Schwebeteilchen in der Atmosphäre sind. Aber ganz sicher aufgrund unseres Tagesablaufes. Oft verschlafen wir den Sonnenaufgang einfach. Zur Zeit des Sonnenuntergangs haben wir unser Tagwerk in der Regel abgeschlossen. Es zieht Ruhe ein und wir oft können wir den Abend alleine und gemeinsam genießen.

Abendlicher Einflug der Kraniche bei Sonnenuntergang

Viele wunderschöne Abende habe ich bei Ausflügen in der Natur im Herbst erlebt, wenn ich auf den Spuren der Hirsche und Kraniche unterwegs war. Besonders schöne Sonnenuntergänge im Herbst habe ich habe ich am Barther Bodden, zum Start der Malreise zu den Kranichen im Müritz Nationalpark, Abenden am Darßer Ort u.a. Ausflügen erlebt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ich aus Begeisterung für das Naturschauspiel am Himmel und die Faszination für die Kraniche immer wieder Kranich Aquarelle mit abendlichen Szenen gemalt habe. Es sind z.B. die Wild Life AquarelleIm letzten Licht des Tages“, „Bis zum Abendrot“, „Schlafenszeit“ und „Kraniche im Abendrot“ entstanden. Je nach Stimmung und Bildaufbau habe ich ganz unterschiedliche Darstellungen für den Sonnenuntergang gewählt. In den Aquarellen „Vögel des Glücks“, „Kraniche bei Sonnenuntergang“ und  „Ziel in Sicht“ habe ich mich mit einem „einfachen“ orangen Hintergrund zufrieden gegeben. Anders bei dem Bild „Kraniche auf den Weg zu ihren Schlafplätzen“. In diesem Bild habe ich den Farbverlauf des abendlichen Himmels realisiert, um die Stimmung der einfliegenden Kraniche darzustellen. Doch sehen Sie selbst hier ein paar meiner Aquarelle mit einem herbstlichen Sonnenuntergang und den Vögeln des Glücks.

Im Rahmen der Malreise zu den Kranichen und Hirschen an der Ostsee hatten wir in den vergangenen Wochen einen Ausflug von Bresewitz zur der Aussichtsplattform Oie Kirr unternommen. Bei herrlichem Wetter konnten wir am Abend erleben, wie schön der Herbst am Barther Bodden sein kann. Der Aussichtspunkt bei Bresewitz gilt als Geheimtipp unter den Ornithologen und Naturliebhabern. Für diesen Ausflug vom Kranichdorf Bresewitz  zum Aussichtspunkt gaben die Wolken eine wunderbare Kulisse für den abendlichen Einflug der Kraniche. Wir wurde alle sofort von der Faszination für die Kraniche gepackt, denn es ist ein tolles Erlebnis, wenn die Kraniche mit lauten Geschrei, ihrem typischen Trompetenkonzert im letzten Licht des Tages zu ihren Schlafplätzen unterwegs sind. Die majestätischen Vögel sind im typischen Formationsflug unterwegs, bis sie in den flachen Boddenwasser vor der Kirr oder den Insel auf ihre Landebahn einschwenken. Hier ein paar Fotos von dem abendlichen Einflug der Kraniche bei Sonnenuntergang.

Solche Erlebnisse sind der Grund, warum ich immer wieder versuche, die Kraniche im Abendlicht zu malen. Hierbei ist es immer wieder spannend, die abendlichen Farbstimmungen in den Aquarellen einzufangen. Durch die Wahl des Aquarellpapier und die Wahl der passenden Aquarellfarben kann man das Leuchten in den Aquarellen erzeugen. Da ich nicht mit der Begeisterung für Szenen mit Sonnenuntergängen und die Aquarellmalerei nicht alleine bin, habe versucht die Entstehung des

Aquarell „Einflug der Kraniche am Abend“

Schritt für Schritt zu beschreiben. Die Grundlage für das Motiv war ein Foto von unserer abendlichen Wanderung zur Aussichtsplattform Oie Kirr. Wie schon beschrieben, waren wir im Rahmen der Malreise unterwegs, um den abendlichen Einflug der Kraniche auf den Barther Bodden zu beobachten. In einem Zeitfenster von einer Stunde vor und nach dem Sonnenuntergang sind die Kraniche auf dem Weg zu ihren Schlafplätzen. Wir hatten Glück mit dem Wetter. Die untergehende Sonne färbte den Himmel in ein ganz besonderes Licht und illuminierte die Wolken. Das Farbspiel von gelben, orangen Tönen am Himmel im Kontrast zu den lila / blauen Wolken als Kulisse für den Einflug der Kraniche haben uns an diesem Abend in den Bann gezogen. Später habe ich dann nach einem Foto mein Aquarell gemalt. Da das Papier den Unterschied macht, habe ich für die gewünschten weichten Farbübergänge im Himmel ein hochwertiges Büttenpapier, das  Aquarellpapier The Collection Watercolour 640 g/m2 von Hahnemühle im Format 30 x 40 gewählt. Als Farben habe ich meine Aquarellfarben von Schmincke Horadam gewählt. Mit einem HB-Bleistift habe ich eine Vorzeichnung Papier erstellt, wobei ich nur den Weg mit den Zäunen, die Bäume am Horizont und die Unterseite der größten Wolken angedeutet habe. Das eigentliche Naturschauspiel am Himmel ergibt sich durch die Verläufe aus dem Zusammenspiel von Wasser, Farbe und Papier. Da die Aquarellfarben transparent sind, malt man klassisch von hell nach dunkel und so beginne ich im Himmel mit einem ersten gelben Farbauftrag. Als Gelb für dieses Aquarell habe ich aus Kadmium Gelb hell gewählt, dass ich hier und da mit Lasur Orange angepasst habe. Da ich besser von oben nach unten arbeiten kann, drehe ich das Blatt und feuchte den Bereich des Himmels leicht an, damit sich die Farbe streifenfrei auftragen lässt. Da am Horizont eine satte gelbe Farbe vorherrscht und oben am Himmel blaue Farbtöne vorherrschen, lasse ich den ersten gelben Farbauftrag nach oben auslaufen. Die Bereiche mit den weißen lichtdurchfluteten Bereichen der Wolken spare ich aus. Wenn das Aquarellpapier gut durchgetrocknet ist, feuchte ich den Himmel im oberen Bereich wieder mit klarem Wasser an. Von oben versuche ich dann eine streifenfreie Lasur aus einem Gemisch von Delfblau und Lila aufzutragen. Im unteren Bereich verdünne ich die Lasur immer weiter, damit im unteren Bereich des Himmels das Gelb unverfälscht wirken kann. Einige obere Begrenzung der Wolken tupfe ich mit einem Frotteehandtuch aus. Nach dem Trocknen habe ich mit einer Mischung aus Gelb und etwas Blau die oberen Bereiche der Wolken gemalt. In den Bereich zwischen den Wolken und dem Horizon habe ich etwas Quinacridone Gold eingebracht. Hier habe ich darauf geachtet, dass das ursprüngliche Gelb an einigen Stellen durchscheint. Die Weide im Vordergrund bekommt einen ersten Farbauftrag aus einer Mischung Lichten Ocker und Oliv Grün gelblich. In den nächsten Arbeitsschritten habe die Weide granuliert, um etwas Vegetation anzudeuten und die Drähte des Weidezaun in Negativtechnik herausgearbeitet. So wirken die Drähte, wie vom letzten Licht angestrahlt. Danach habe ich die Wolken gestaltet. Die Farben – Delfblau und Paynesgrau bläulich – mische ich Nass in Nass in der einzelnen Wolkenbereichen und achte darauf, dass die größte Dunkelheit in den unteren Bereichen der Wolken entsteht. Sind die Wolken trocken, habe ich die Vegetation am Horizont gemalt. Die weitentfernten Büsche und Bäume habe ich flächig aufgetragen. Als Farben habe ich Nass in Nass aus Paynesgrau bläulich, Dunkelrot und Orange gemischt. Einzelne Bäume am Horizont, auf der Weide und auf dem Weg habe ich mit einem kleinen Borstenpinsel gestaltet. Auch hier habe ich mit den gleichen Farben gespielt. Das Orange habe ich oben in den der Sonne zugewandten Seite eingebracht und das Dunkelrot auf der gleichen Seite weiter unten. So konnte ich etwas von dem interessanten Lichtspiel der Büsche und Bäume realisieren. Zum Abschluss habe ich ein paar Personen auf dem Weg und die Kraniche am Himmel hinzugefügt.

Einflug der Kraniche am Abend (c) Aquarell von Frank Koebsch
Einflug der Kraniche am Abend (c) Aquarell von Frank Koebsch

Die Vögel des Glücks sind im Formationsflug, dem typischen V unterwegs und fliegen mit lautem Geschrei, ihrem unverkennbaren Trompetenkonzert im letzten Licht des Tages zu ihren Schlafplätzen. Es war ein herrlicher Abend und wir haben das Naturereignis mit dem Farbspiel des Sonnenuntergangs und den Kranichen genossen. So musste ich einfach versuchen, die Stimmung eines solchen Abends in einem Aquarell festzuhalten.

Vielleicht gefällt Ihnen ja das Aquarell mit dem abendlichen Einflug der Kraniche, dann haben ich drei Tipps für Sie.

Aquarell „Einflug der Kraniche am Abend“ im Format 30 x 40 cm

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29 - Abendlicher Einflug der Kraniche (c) Frank Koebsch

Einflug der Kraniche in den Barther Bodden

Einflug der Kraniche in den Barther Bodden

Abendlicher Ausflug im Rahmen der Malreise zu den Kranichen und Hirschen an der Ostsee

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Um stimmungsvolle Bilder zu malen, bin ich viel in der Natur unterwegs. Das Erleben vor Ort, das Aufsaugen des Geschehens in der Natur und viele Fotografieren helfen mir dann später meine Landschafts- und Wild life Aquarelle zu malen. Dieses Prinzip versuche ich auch im Rahmen meiner Malreisen umzusetzen. Im Rahmen der Malreisen zu den Kranichen und Hirschen an der Ostsee und der Malreise zu den Kranichen im Müritz Nationalpark unternehmen wir verschiedene Ausflüge, um Kraniche und Hirsche in der Natur zu beobachten, bevor wir die Tiere malen. Über die Malreise an der Ostsee in diesem Jahr hatte ich schon mehrmals berichtet. Um die Frage zu beantworten: Wie malt man einen Hirsch?,  hatten wir einen Ausflug zu den Hirschen am Darßer Ort unternommen. Es ist spannend, die Hirsche an der Ostsee als Motiv für Wild life Aquarelle zu beobachten und zu malen. Hierzu waren wir auf dem Rundweg Darßer Ort im Nationalpark Vorpommersche Bodenlandschaft unterwegs. Mit etwas Glück kann man bei solchen Ausflügen Hirsche, Adler, Kormorane, Reiher, Schwäne, … am Darßer Ort beobachten. Mit diesen Erlebnissen haben wir dann im Atelier des Künstlerhauses Prerow die Hirsche am Darßer Ort als Motiv für ein Wild life Aquarell gemalt. In diesem Jahr ist ein Aquarell von einem wunderbaren Naturschauspiel, der Begegnung von einem Starenschwarm mit einem Hirsch entstanden. Zum Ausklang des Tages im Atelier des Künstlerhauses Prerow waren wir dann unterwegs, um die

Kraniche auf den Weg zu ihren Schlafplätzen

zu beobachten. Jahr für Jahr sammeln sich zu der Zeit des Vogelzuges in der Region zischen dem Fischland, Darß und Rügen / Hiddensee zehntausende Kraniche. Auf Rügen kann man dann die Vögel des Glücks am besten auf Ummanz beobachten. Auf dem Fischland Darß Zingst probiert man es am besten in der Nähe von Zingst auf der Halbinsel oder bei einer Fahrt auf dem Bodden, wenn am die Vögel kurz vor der Schlafenszeit der Kraniche beobachten will. Mein Tipp ist es jedoch, auf dem Weg zwischen Bresewitz und der Aussichtsplattform Oie Kirr die Natur zu erleben. Hier kann man erleben, wie schön der Herbst am Barther Bodden sein kann. Mit ein wenig Glück kann am bei einem abendlichen Ausflug Adler, Bussarde, Enten und Gänse, Füchse, Kormorane, Rinder, Schmetterlinge, Seeschwalben, Stare, …. und tausende Kraniche beobachten. Der Aussichtspunkt bei Bresewitz gilt als Geheimtipp unter den Ornithologen und Naturliebhabern. Für diesen Ausflug haben wir uns am Ortsausgang des Kranichdorfes Bresewitz mit dem Herr Schmidt vom NABU getroffen. Er unterstützt uns mit seinem Wissen und technischen Equipment wie Ferngläsern und Spektiven bei dem Kranichbeobachtungen im Rahmen der Malreisen an die Ostsee. Nach dem der Ausflug im vergangenen Jahr auf Grund von starken und dauerhaften Regen ins Wasser gefallen war, hatte wir in diesem Jahr Glück. Die Sonne zauberte gemeinsam mit den Wolken eine wunderbare Kulisse für den abendlichen Einflug der Kraniche. Wir wurde alle sofort von der Faszination für die Kraniche gepackt, denn es ist ein tolles Erlebnis, wenn die Kraniche mit lauten Geschrei, ihrem typischen Trompetenkonzert im letzten Licht des Tages zu ihren Schlafplätzen unterwegs sind. Die majestätischen Vögel sind im typischen Formationsflug unterwegs, bis sie in den flachen Boddenwasser vor der Kirr oder den Insel auf ihre Landebahn einschwenken. Es sind immer wieder tolle Szenen die Kraniche im Abendrot und vor den lichtdurchfluteten Wolkenformationen zu erleben. Mit diesem Erlebnis der Beobachtung der Kraniche bei Sonnenuntergang am Barther Bodden endete ein weiterer interessante Tag unserer Malreise zu den Kranichen an der Ostsee. Hier ein paar Schnappschüssen von unserem abendlichen Ausflug zum Einflug der Kraniche in den Barther Bodden und einige meiner Kranich Aquarelle.

Wenn Sie auch einmal Lust haben, gemeinsam mit mir in der Natur unterwegs zu sein, Motive für Wild life Aquarelle zu suchen und zu malen, dann begleiten Sie mich doch auf einer meiner Malreisen zu den Hirschen und Kranichen an der Ostsee oder zu den Kranichen im Müritz Nationalpark. Es macht immer wieder Spaß in der Natur unterwegs zu sein und dann das Gesehene zu malen. 

Wenn Sie selbst nicht malen, aber sich vielleicht für meine Kranich Aquarelle begeistern, dann habe ich noch einen Tipp für Sie: Hanka und ich Sie  in unsere Ausstellung „Wildes Land“ in das Informationszentrum des Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe in das Zeughaus der Festung Dömitz ein. Hier finden Sie neben viele Wild life Aquarellen aus Mecklenburg Vorpommern auch viele Kranich Aquarelle.

Einflug der Kraniche zu den Schlafplätzen im Rederangsee (c) Frank Koebsch (4)

Start der Malreise zu den Kranichen im Müritz Nationalpark

Start der Malreise zu den Kranichen im Müritz Nationalpark

Impressionen von einem abendlichen Ausflug zu den Kranichen am Rederang See

 

Seit einigen Jahren organisiere ich Malreisen zu den Kranichen. Wenn es Herbst wird, dann ist der Kranichzug eines der schönsten Naturerlebnisse im Norden Deutschlands. Eine der Reisen führt uns in die Region rund um die Müritz. Es ist immer wieder ein ganz besonderes Erlebnis im Müritz Nationalpark unterwegs zu sein und gemeinsam mit den Malschülern Motive für neue Kranich Aquarell zu suchen. Heute möchte ich über die Reise im Oktober 2021 berichten.  Die Malreise zu den Kranichen im Müritz Nationalpark startet nach einer kleinen Einführung bereits am ersten Abend mit einem Ausflug, um die Kraniche auf dem Weg zu Ihren Schlafplätzen zu beobachten. In der Regel startet die Malreise zu den Kranichen mit einem Abend am Rederang See. Dieser Ausflug in die Natur Mecklenburg-Vorpommerns beginnt am späten Nachmittag in Federow. Die Ranger des Nationalpark Service begleiten uns auf dieser Wanderung von Federow über die Wiesen des Nationalparks bis zum Rederang See. Dieser kleine See in der unmittelbaren Nähe der Müritz verfügt über eine Flachwasserzone, die sich ideal als Schlafplatz für die Kraniche eignet. Den gesamten Tag befinden sich die Kraniche auf den Wiesen und Feldern an der Müritz. Für die Vögel des Glücks ist der Tisch dort noch reichlich gedeckt und sie nutzen die Zeit im Mecklenburger Land, um sich Energiereserven für den Weiterflug anzufressen. Wenn es Schlafenszeit für die Kraniche wird, im letzten Licht des Tages fliegen die Kraniche dann mit lautem Geschrei zu ihren Schlafplätzen. So ein Abend bei den Kranichen im Rederang See ist immer wieder ein ganz tolles Erlebnis in der Natur. Ca. eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang im Herbst fliegen die ersten Kraniche über den See ein. Bis dann langsam immer mehr Kraniche bei Sonnenuntergang im Formationsflug mit einem imposanten Trompetenkonzert folgen. Wenn wir Glück haben, wird diese Naturschauspiel durch Fisch- und Silberreiher, Gänse, Seeadler und Rothirsche begleitet. Ein Füllhorn von Motiven für verschiedenste Wild life Aquarellen. Auf Basis der Erlebnisse mit den Tieren sind immer wieder verschiedene Aquarell entstanden. Einmal habe ich eine Abendgesellschaft von Kranichen und Hirschen ab Ufer des Sees in einer Miniatur eingefangen. Später habe ich dann aus dieser Szene das Aquarell „Rendezvous im Herbst“ mit den Rothirschen und den Kranichen vor den Bauriesen des Nationalparks gemalt. Jeder Abend bietet ganz verschiedene Möglichkeiten, denn es ist ein Naturschauspiel und das Verhalten der Kraniche und der anderen Tiere richtet sich nach dem Wetter. Regen, Wind, ein zu hoher oder zu niedriger Wasserstand, zu warme oder kalte Temperaturen haben einen nicht zu unterschätzenden Einfluss. Aber bisher hat auf dieser Wanderung noch jeder die Faszination für die Kraniche gespürt. Auch im vergangenen Oktober hatten wir Glück. An einem wunderschönen Herbstabend konnten wir die Kraniche im Flug erleben. Tausende der majestätischen Vögel schwebten im Abendrot auf ihren Landebahnen in die Flachwasserregion des Rederang Sees ein. Hier ein paar Fotos von unserem Ausflug im vergangenen Herbst und einige meiner Kranich Aquarelle

Malreise zu den Kranichen im Müritz Nationalpark 2022 VS
 

Nach diesem tollen Start der Malreise waren wir in den nächsten Tagen  vormittags gemeinsam mit den Rangern auf der Suche nach Motiven für Kranich- und Wild life Aquarelle im Müritz Nationalpark unterwegs und haben nachmittags in aller Ruhe im Nationalpark Hotel Kranichrast unsere Aquarelle gemalt. Doch dieses sind dann schon wieder neue Geschichten über ich in den kommenden Tagen berichten werde.

Vielleicht haben ja die Aquarelle und Fotos von der Malreise zu den Kranichen, die Lust geweckt mich auf einer meiner Malreisen zu begleiten. Die nächste Malreise zu den Kranichen im Müritz Nationalpark findet vom 06. bis zum 09.10.2022 statt. Ich würde mich freuen, wenn Sie mich und die anderen Malschüler begleiten.

Kraniche im Mondschein (c) Frank Koebsch (1)

So schön ist der Herbst am Barther Bodden

So schön ist der Herbst am Barther Bodden

Motivsuche für unsere Wild Life Aquarell – Natur erleben auf dem Weg zwischen Bresewitz und der Aussichtsplattform Oie Kirr

Mitte September war ich am Barther Bodden und auf dem Darß unterwegs. Ich habe in Vorbereitung der Malreise zu den Kranichen und Hirschen an der Ostsee mich mit Ralf Schmidt vom NABU Nordvorpommern e.V. zu den letzten Abstimmungen getroffen und habe einige der wichtigen Beobachtungspunkte für die Malreise besucht. Am Abend war ich auf dem Weg zwischen Bresewitz und der Aussichtsplattform Oie Kirr unterwegs und wollte den abendlichen Einflug der Kraniche zu den Schlafplätzen im Barther Bodden beobachten. Von Bresewitz führt den Weg etwa zwei Kilometer über die Boddenwiesen und Weiden. Es war ein herrlicher Tag und ich habe gemeinsam mit unserer Hündin Ebby den Ausflug genossen. Auf dem Weg konnte ich schon lange bevor die Kraniche – die Vögel des Glücks – kamen, viele andere Tiere beobachten. Als erstes entdeckte ich etliche Falter im Spätsommer. Die Schmetterlinge genossen genauso wie ich, das warme und trockene Wetter im September. Die Blüten, die Kohlweißlinge, die kleinen Feuerfalter u.a. erzeugten ein wunderbares Farbspiel im Spätsommer. Die Farbtupfer in der Wiese sind wunderbare Motive für Schmetterlings Aquarelle. Neben den Schmetterlingen tummelten sich auf dem landwirtschaftlichen Nutzweg verschiedene Vögel. Neben den klassischen Gartenvögel wie Spatzen, Meisen und Bachstelzen habe ich seit langem wieder einmal Steinschmätzer beobachten können. Die Steinschmätzer liefen eine ganze Zeit aufgeregt vor mir auf den Betonplatten. Es hat Spaß gemacht, die Vögel zu beobachten. Spannend war es, dass ich auf den Weiden der Boddenwiesen einen Rotfuchs entdeckte. Reinicke Fuchs war vier bis fünf direkt neben dem Weg unterwegs. Immer schön vorsichtig bewegte der Fuchs sich zwischen dem Weg und den Rindern. Ich konnte den Rotfuchs auf seiner Pirsch einige Minuten beobachten, bevor er im hohen Gras verschwand. Die Kühe ließen sich nicht stören und dösten schläfrig in er Nachmittagssonne. Die Bauern und die Kühe auf den Boddenwiesen mussten in den vergangenen Monaten einen ganz anderen Feind kennen lernen. Denn einige Wölfe hatten die Herden auf dem Darß und der Umgebung entdeckt. Also haben wurden die Rinder auf den Landseite durch einen massiven Zaun geschützt. Aber Wölfe sind sehr gute Schwimmer und so ergibt sich die Frage, wie es weitergehen wird mit den Kühen in den Landschaften Mecklenburg – Vorpommerns. Ein neuer Weg, um mit den Wölfen zu leben, können Wasserbüffel in den Boddenlandschaften sein. Die Büffel sind wehrhafter und kommen mit den nassen Flächen besser zu Recht als die Rinder. Es bleibt spannend, denn Natur ist stetige Veränderung. Über den Wiesen und Weiden der Rinder zogen Habichte, Milane und Turmfalken ihre Bahnen. Bei den Greifvögeln und Falken hatte es mir ein sehr heller Bussard angetan. Im ersten Moment dachte ich, dass ich einen Fischadler entdeckt hätte. Aber als ich mir die Fotos näher anschaute, erkannte ich an dem gelben Schnabel, den Fängen und dem Schwanz einen Bussard. Die Fischadler dürfte Mitte September auch schon auf den Weg nach Südafrika sein. Nach zwei Kilometers erreichte ich dann die Beobachtungsplattform Oie Kirr. Gemeinsam mit anderen Naturliebhabern wartete ich dann auf den Einflug der Kraniche. Es waren herrlich in der Abendsonne und wir haben den Blick auf Barth und die Insel Oie genossen. Die Wartezeit bis die Kraniche, die Vögel des Glücks sich auf den Weg zu ihren Schlafplätzen machten wurde uns durch die vielen anderen Vögel verkürzt. Am Ufer der Insel Oie saßen Kormorane auf den Buhnen und dem Ufer.  Sie trockneten nach dem Bad ihr Gefieder in der Sonne. Nonnengänse folgen mit lautem Geschrei auf, als ein Seeadler seine Kreise über dem Bodden zog. Es ist immer ein besonderes Erlebnis, die majestätischen Adler zu erleben. Kurz danach waren die Seidenreiher und Seeschwalben in der Luft.

Abendlicher Einflug der Kraniche zu ihren Schlafplätzen im Barther Bodden

Gerade als das Trompetenkonzert der Kraniche in der Luft zu hören war, kam Bewegung in die Rinderherde. Begleitet von einer Unmenge von Mücken und Staren, verließen die Kühe die Wiesen. Sie suchten unmittelbar neben der Beobachtungsplattform im Schilf und den wilden Kirschbäumen ihr Abendbrot. Begleitet von dem Rascheln und Kracken der Rinder, dem Zwitschern der Stare begannen die ersten Kraniche mit dem nahenden herbstlichen Sonnenuntergang und der Schlafenszeit die Insel Oie anzufliegen. Sofort erfasste mich die Faszination für die Kraniche, denn es immer wieder ein tolles Erlebnis den abendlichen Einflug der Kraniche zu beobachten. Erst kamen einzelne Kraniche im Formationsflug und dann immer größere Ketten der Vögel des Glücks. Entweder schwebten sie ganz majestätisch über den Schilfkanten ein oder landeten aufgereiht wie auf einer Landebahn. Es hat Spaß gemacht, im letzten Licht des Tages die Kraniche auf den Weg zu ihren Schlafplätzen zu begleiten. Kraniche bei Sonnenuntergang sind schon ein tolles Erlebnis. Aber auch noch nach Sonnenuntergang haben die Kraniche ihr Ziel in Sicht und so sind mir ein paar wunderbare Fotos mit Kranichen vor dem Mond gelungen. Doch sehen Sie selbst, die ein paar meiner Schnappschüsse von dem wunderbaren Tag und eine Auswahl meiner Kranich Aquarelle.

Malreise zu den Kranichen und Hirschen 2022 mit FRank KoebschVielleicht haben Sie Lust, mich einmal auf einen meiner Ausflüge in die Natur zu begleiten und mit mir Wild Life – und Kranich Aquarelle zu malen. Dann begleiten Sie mich doch auf einer meiner Malreisen. 😊👍 Im September 2022 bin ich wieder im Rahmen der Malreise zu den Kranichen und Hirschen an der Ostsee auf dem Darß und am Barther Bodden unterwegs.

Malreise zu den Kranichen und Hirschen an der Ostsee

Malreise zu den Kranichen und Hirschen an der Ostsee

Eine Malreise in Natur an der Ostsee vom 17.  bis zum 21. September 2023

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Die Natur an der Ostsee bietet viele Facetten. Wir sind oft auf der Suche nach Motiven für unsere Wild life Aquarelle unterwegs. Besonders reizvoll ist es, im Herbst die Kraniche und Hirsche auf dem Fischland-Darß-Zingst zu beobachten und zu malen. Das ist auch der Grund, warum ich Sie im September zu einer besonderen Malreise an die Ostsee einladen, denn dieses Mal geht es nicht um klassische Maritime Motive, wie Leuchttürme oder Fischerboote am Strand. Sondern ich möchte gemeinsam mit Ihnen in der Natur die Tiere im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft beobachten, skizzieren und fotografieren. Später werden wir dann auf der Basis unserer Erlebnisse Aquarelle von Kranichen und Hirschen im Atelier des Künstlerhauses Prerow malen.

Zur Einstimmung hier einige meiner Aquarelle.

Der Kranichzug an der Ostsee

Bereits ab Anfang August beginnen sich die einheimischen Kraniche zu sammeln. Mitte September kommen die Kraniche aus Skandinavien und Osteuropa hinzu. In der Rastregion Darß-Zingster Boddenkette und Rügen kann man im Herbst bis zu 70.000 Vögel des Glücks erleben. Tagsüber können die Kraniche in Gruppen auf den Felder bei der Futteraufnahme beobachtet werden. Ein ganz besonderes Erlebnis ist es, wenn die Kraniche bei Sonnenuntergang zu ihren Schlafplätzen in die flachen Boddengewässer fliegen. Die bekanntesten Schlafplätze liegen im Bereich Pramort / Werderinseln und der Insel Kirr. Der herbstliche Kranichzug ist eines der schönsten Naturereignisse im Norden Deutschlands.

Skizzen und Fotos von den Beobachtungen der Kraniche an der Ostsee und auf Feldern

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Hirschbrunft an der Ostsee

Anfang September bis Anfang Oktober ist die Zeit der Hirsche und der Hirschbrunft im Nationalpark „Vorpommersche Boddenlandschaft“. Es ist ein wunderbares Erlebnis, in dieser Zeit die Könige der Wälder vor der Silhouette der Ostsee und den Dünen am Darßer Ort zu beobachten. Auf dem Rundweg Darßer Ort können wir die Brunft der Hirsche gut von den Wegen oder den Beobachtungständen aus erleben. Hier finden wir wunderbare Motive mit den Hirschen und den vielen Vögeln in der Boddenlandschaft.

Fotos und Aquarelle von den Beobachtungen der Hirsche an der Ostsee auf dem Darßer Rundweg

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Kraniche und Hirsche in der Natur zu beobachten und zu malen, ist ein einmaliges Erlebnis. Deshalb laden wir Sie zu dieser ganz besonderen Malreise auf dem Fischland-Darß-Zingst ein.

Die Malreise eignet sich für alle Menschen, die gerne in der Natur unterwegs sind, Tiere beobachten und malen wollen. Sie ist für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet. Durch die kleine Gruppengröße kann eine individuelle Betreuung der Teilnehmer sichergestellt werden.

Bitte beachten Sie, dass wir viel in der Natur unterwegs sind und dass uns das Wetter, die Hirsche und die Kraniche alle Pläne durcheinander bringen können. Hier finden Sie die detaillierte Leistungsbeschreibung der Malreise. Buchen können Sie die Reise per Mai oder auf unserer Web Seite.

Ich freue mich auf die Malreise an die Ostsee mit Ihnen, in der wir gemeinsam Aquarelle von Kranichen und Hirschen malen werden.

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