Braucht es so viele Facetten von Galerien?

Braucht es so viele Facetten von Galerien?

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Ich hatte in den vergangenen Tagen die Frage gestellt: Eine Galerie, was ist das? und hatte den Versuch eine Aufzählung von möglichen Facetten der „Galerie“ im Kunstbetrieb gewagt. Die Spannbreite reicht von einer Galerie als Kunsthandwerksladen bis hin zu „ernsthaften Galerien“ |1| oder „seriösen Galerien“ |2| und Museen mit dem Namen Galerie.

Was ist eine Galerie?
Was ist eine Galerie?

Es ist klar erkennbar, dass weder der Begriff der Galerie noch die Berufsbezeichnung Galerist nicht geschützt sind. Damit kann jeder eine Galerie aufmachen und nach Gutdünken betreiben ohne ein Studium oder eine Meisterschule zu absolvieren oder eine Zulassung zu erwerben.  Und dieses, obwohl sich in der Geschichte Deutschlands jede Berufsgruppe versucht hat, sich z.B. in Gilden und Zünften zu organisieren, ihre Reinheitsgebote für Ihre Produkte zu schaffen und den Markt zu in gewissen Sinne zu gestalten. Erst in den letzten Jahren gibt es die Galeristenverbände, in denen ein Teil der Galeristen vertreten sind.

Wer sich dafür interessiert, wie die Galerie entstanden sind, den kann ich den Artikel von Jürgen Raap „Was ist überhaupt eine Galerie?“ in der Zeitschrift „atelier – Die Zeitschrift für Künstlerinnen und Künstler“ 1 / 2011 S. 13 ff empfehlen. Der Artikel bildet den Auftakt zur Serien über die Geschichte der Galerien. Jürgen Raap gibt einen guten geschichtlichen Abriss zur Entstehung der Galerien und zu den Kräften auf dem Kunstmarkt bis 1863. Ich freue mich schon auf die nächsten Artikel ;-). Wenn man den Artikel liest, kommt man ganz schnell zur Überzeugung, dass der Kunstmarkt damals geprägt wurde durch

  • Geld,
  • Prestige, dem Streben nach Anerkennung,
  • Neid, Missgunst,
  • Wirken der Politik,
  • Persönliche Interessen

Faktoren, wie sie auch in anderen Märkten wirken. Auf jedem Markt wirken neben den o.g. Einflüssen Angebot und Nachfrage, Modetrend, technologische Entwicklungen und und…Märkte gliedern sich dann auf Grund der Nachfrage nach verschiedenen Qualitäten, verschiedenen Beratungsbedarf  und werden so über unterschiedliche Vertriebswege erschlossen. Dieses ist aus meiner Sicht auch der Grund für die verschiedenen Facetten der existierenden Galerien. Kunst lässt sich nicht reglementieren und lebt durch ihre Vielfältigkeit. So drängen die Künstler in der Arbeitsteilung mit den Galerien und anderen Möglichkeiten auf den Markt und zwar über alle der genannten Facetten der Galerien. Nur sind hier unterschiedliche Qualitäten zu erwarten, zu zwar

  • im Rahmen der Arbeitsteilung zwischen Künstler und Galerie,
  • im Rahmen der Bearbeitung des Marktes und die Betreuung der Kunden und
  • der Auswahl welche Galerie vertritt welche Künstler und welcher Künstler lässt von welcher Galerie vertreten.

Die Bandbreite der Galerien ist wohl am ehestens mit der Bandbreite im Bereich Bekleidung zu vergleichen. Von Secondhand- und Ramschläden über Discounter und Fachgeschäften bis hin zu Edel Boutiquen Luxusläden oder Maßanfertigung der Abendgarderobe für jede Geldbeutel und jeden Qualitätsanspruch gibt es das passende Angebot. Nicht anders sieht es bei den Galerien und dem Kunstmarkt aus. Jeder Galerietyp, alle Facetten haben somit ihre Berechtigung.

Berechtigung verschiedener Galerien
Berechtigung verschiedener Galerien

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|1| Den Begriff „ernsthafte Galerie“ habe ich in dem Artikel „Kaufladen für Luxusware oder kulturelle Institution“ von Dr. Roland Held in der Zeitschrift „Palette & Zeichenstift“ 1 / 2011 gefunden. Auf Seite 24 wird hier Erhard Witzel, Galerist in Wiesbaden und Vorsitzender des hessischen Galeristenverbandes, wie folgt zitiert >>Etwas 60.000 gemeldeten professionellen Künstlern in Deutschland stehen „rund 600 ernsthaften Galerien“ gegenüber.“

|2| Den Begriff habe „seriöse Galerie“ habe ich in dem Artikel „Künstler und Galerien“ von Bence Fritsche in der Zeitschrift „atelier – Die Zeitschrift für Künstlerinnen und Künstler“ 1 / 2011 gefunden. Auf der S. 11 schreibt dort Bence Fritsche „Der Bundesverband Deutscher Galeristen ist der offizielle Verband der seriösen Galeristen in Deutschland.“

Eine Galerie, was ist das?

Ist eine Galerie der ideale Ausstellungsort?

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immer auf der Suche nach Ausstellungsmöglichkeiten
immer auf der Suche nach Ausstellungsmöglichkeiten

Es ist nicht einfach die richtige Position für seine Ausstellungen zu finden. Als ausstellender Künstler muss man sich darüber im Klaren sein, welche Vorteile und Nachteile verschiedene Ausstellungsorte (Rathäuser, Verwaltungen, Unternehmen, Galerien, Kunsthallen, Museen, …) haben. Aus meiner Sicht haben alle Ausstellungsorte ihre Bedeutung. Nur geht es in Diskussionen oft mit den Begriffen und Ansprüchen an die Ausstellungsorte insbesondere bei den Galerien, die Dienstleistungen für die Künstler, den Anspruch der Galerien an die Künstler, die Vertragsbedingungen, den Vergütungen u.a. drunter und drüber und sehr heiß her. 😉

Auf Basis meiner Erfahrungen und da in den Zeitschriften Palette und atelier Anfang des Jahres Artikel zu dem Thema Galerie erschienen sind, habe ich mal versucht, die verschiedenen Ausprägungen von Galerien gegenüber zu stellen und den Begriff für mich ein wenig zu entzerren.

Warum? Eine Galerie wird als idealer Ausstellungsort angesehen. Doch wenn man sich umschaut, gibt es Galerien in unterschiedlichsten Facetten. In der Vita eines Künstlers machen sich Ausstellungen in Galerien und am besten in angesagten Orten Paris, London, New York, Madrid, Rom, Berlin…besonders gut. Aber nur wenige Menschen vermögen zu überblicken, ob sich damit ein Qualitätsanspruch einhergeht und zwar ein Qualitätsanspruch an den Ausstellungsort und an die Künstler. Aber wenn man sich Bewertungen zum Thema Preis von Kunst z.B. in der Spannweite von TAX SIM bis artfacts anschaut, hat scheinbar genau dieses Spannungsfeld einen erheblichen Einfluss.

Also zurück zur Frage, was ist eine Galerie? Hier der Versuch einer Aufzählung verschiedener Facetten einer Galerie als Ausstellungsort.

  • Galerie als Kunst- und Kunsthandwerksladen
  • Schmuck oder / und Keramikläden mit Ausstellungsfläche
  • Rahmungsstudios mit Ausstellungsbetrieb
  • Räumlichkeiten in öffentlichen Gebäuden, in denen regelmäßig Ausstellungen stattfinden
  • Ausstellungsräume, die von Kunstvereinen betrieben werden
  • Atelierräume von Künstlern mit Ausstellungsmöglichkeiten
  • Produzentengalerien
  • bishin zu „ernsthaften Galerien“ |1| oder „seriösen Galerien“ |2| und
  • Museen mit dem Namen Galerie

Nun so manch ein Leser wird bei meiner Aufzählung aufstöhnen oder fragen, was die Spiegelfechterei mit den Begriffen „ernsthaften Galerien“ |1| oder „seriösen Galerien“ |2| soll. Aber der Begriff Galerie als Ausstellungsort im täglichen Kunstbetrieb unterliegt dieser inflationären Bandbreite. 😉

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Was ist eine Galerie?
Was ist eine Galerie?

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Ich habe positive und negative Erfahrungen mit den unterschiedlichen Ausstellungsorten gemacht. Ein paar meiner Erfahrungen und Fragen zu dem Thema möchte ich in den nächsten Artikeln vorstellen und würde mich riesig, über Ihren Meinungen und Erfahrungen freuen.

P.S.: Eine nicht ganz ernstgemeinte Abhandlung zum Programm TAX SIM finden Sie hier in meinem Blog. Aber über einige Fragen, die ich gestellt habe, lohnt es sich nach zu denken.

P.S.S.: Wenn Sie sich für Galerien in Rostock und deren Auftritt in WEB interessieren, schauen Sie doch in den Artikel Kultureinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern und das Web2.0

|1| Den Begriff „ernsthafte Galerie“ habe ich in dem Artikel „Kaufladen für Luxusware oder kulturelle Institution“ von Dr. Roland Held in der Zeitschrift „Palette & Zeichenstift“ 1 / 2011 gefunden. Auf Seite 24 wird hier Erhard Witzel, Galerist in Wiesbaden und Vorsitzender des hessischen Galeristenverbandes, wie folgt zitiert >>Etwas 60.000 gemeldeten professionellen Künstlern in Deutschland stehen „rund 600 ernsthaften Galerien“ gegenüber.“

|2| Den Begriff habe „seriöse Galerie“ habe ich in dem Artikel „Künstler und Galerien“ von Bence Fritsche in der Zeitschrift „atelier – Die Zeitschrift für Künstlerinnen und Künstler“ 1 / 2011 gefunden. Auf der S. 11 schreibt dort Bence Fritsche „Der Bundesverband Deutscher Galeristen ist der offizielle Verband der seriösen Galeristen in Deutschland.“

Auf der Suche nach Ausstellungsmöglichkeiten

Auf der Suche nach Ausstellungsmöglichkeiten

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Das Ausstellungsjahr 2010 haben wir mit Erfolg absolviert.  Die ersten Arbeiten für unsere Ausstellungen in 2011 beginnen und gleichzeitig denke ich über Ausstellungsmöglichkeiten für das nächste Jahr nach. Wer malt, fotografiert, Skulpturen erstellt, … wer in irgendeiner Art und Weise Kunst erstellt, kommt irgendwann an den Punkt, dass er über eine Ausstellung seiner Kunst nachdenkt. Denn meistens sind die Künstler von ihrer Kunst überzeugt, möchten diese anderen Menschen zeigen und mit anderen Menschen teilen. Dieses gilt für den Hobbykünstler, der die ersten Lehrgänge besucht hat oder seit Jahren ambitioniert malt, genauso wie für den Profi.

immer auf der Suche nach Ausstellungsmöglichkeiten
immer auf der Suche nach Ausstellungsmöglichkeiten

Wenn man die ersten Schritte in diese Richtung tut, betritt man die Welt des Kunstbetriebes, ob man will oder nicht. Hier treffen dann alle Künstler auf einander und versuchen ihre Werke in Museen, Kunsthallen, Galerien, Kunstvereinen, öffentlichen Gebäuden, Arztpraxen, Rechtsanwaltbüros u.a. auszustellen.

Die Museen und Kunsthallen sind für fast alle unerreichbar. Obwohl, für Rostocker Hobbykünstler gab es vor wenigen Tagen in der Rostocker Kunsthalle, die Möglichkeit im Rahmen der Ausstellung Rostock KREATIV ein Bild auszustellen. Diese Chance nutzen in diesem Jahr 400 Hobbykünstler. Über 4.000 Besucher schauten sich innerhalb von drei Tagen die Ausstellung an. Das ist ein riesiger Erfolg 😉

99% aller bildender Künstler, die von ihrer Kunst leben, werden solche Besucherzahlen nie erreichen und auch nie in einer solch renommierten Ausstellungsstätte auch nicht in einer Gruppenausstellung ausstellen. Also ist es der Traum „aller“ Künstler  Ausstellungen in Galerien zu realisieren, sich  von diesen Galerien fördern und dauerhaft vertreten zu lassen, bis hin zu einer Präsentation auf den wichtigsten Kunstmessen.

Nun aber dieses gelingt auch nur wenigen Künstlern und wenn man sich mit dem Thema beschäftigt, stellt man fest, dass sich die Galerien stark von einander unterscheiden. Als Autodidakt hat man es dann unter Umständen besonders schwer. Genau in diesem Moment, erscheinen in den Zeitschriften

und der

zwei Artikel zu diesem Thema Galerien. Mal sehen, ob ich mit den beiden Artikeln, das komplexe Geflecht des Kunstbetriebes wieder ein Stück besser verstehen lerne und den passenden Ausstellungsort finde. Aber vielleicht haben Sie ja auch einen Tipp für mich 😉

P.S.; Hr. Bence Fritsche, ich weiß, dass sie es nicht mögen im gleichen Zusammenhang mit der Palette genannt zu werden, aber mal sehen, ob Sie punkten können. Ich würde mich freuen.

P.S.S. Interessiert es Sie, welche Galerien es in Rostock gibt und wie Sie Informationen im WEB 2.0 über diese Ausstellungsorte finden, sind Sie hier richtig.

Auf der Suche nach Ausstellungsmöglichkeiten

Das Ausstellungsjahr 2010 haben wir mit Erfolg absolviert.  Die ersten Arbeiten für unsere Ausstellungen in 2011 beginnen und gleichzeitig denke ich über Ausstellungsmöglichkeiten für das nächste Jahr nach. Wer malt, fotografiert, Skulpturen erstellt, … wer in irgendeiner Art und Weise Kunst erstellt, kommt irgendwann an den Punkt, dass er über eine Ausstellung seiner Kunst nachdenkt. Denn meistens sind die Künstler von ihrer Kunst überzeugt, möchten diese anderen Menschen zeigen und mit anderen Menschen teilen. Dieses gilt für den Hobbykünstler, der die ersten Lehrgänge besucht hat oder seit Jahren ambitioniert malt, genauso wie für den Profi.

Wenn man die ersten Schritte in diese Richtung tut, betritt man die Welt des Kunstbetriebes,

ob man will oder nicht. Hier treffen dann alle Künstler auf einander und versuchen ihre Werke in Museen, Kunsthallen, Galerien, Kunstvereinen, öffentlichen Gebäuden, Arztpraxen, Rechtsanwaltbüros u.a. auszustellen.

Die Museen und Kunsthallen sind für fast alle unerreichbar. Obwohl, für Rostocker Hobbykünstler gab es vor wenigen Tagen in der Rostocker Kunsthalle, die Möglichkeit im Rahmen der Ausstellung Rostock KREATIV ein Bild auszustellen. Diese Chance nutzen in diesem Jahr 400 Hobbykünstler. Über 4.000 Besucher schauten sich innerhalb von drei Tagen die Ausstellung an. Das ist ein riesiger Erfolg 😉

99% aller bildender Künstler, die von ihrer Kunst leben, werden solche Besucherzahlen nie erreichen und auch nie in einer solch renommierten Ausstellungsstätte auch nicht in einer Gruppenausstellung ausstellen. Also ist es der Traum „aller“ Künstler  Ausstellungen in Galerien zu realisieren, sich  von diesen Galerien fördern und dauerhaft vertreten zu lassen, bis hin zu einer Präsentation auf den wichtigsten Kunstmessen.

Nun aber dieses gelingt auch nur wenigen Künstlern und wenn man sich mit dem Thema beschäftigt, stellt man fest, dass sich die Galerien stark von einander unterscheiden. Als Autodidakt hat man es dann unter Umständen besonders schwer. Genau in diesem Moment, erscheinen in den Zeitschriften

und der

zwei Artikel zu diesem Thema Galerien. Mal sehen, ob ich mit den beiden Artikeln, das komplexe Geflecht des Kunstbetriebes wieder ein Stück besser verstehen lerne und den passenden Ausstellungsort finde.

P.S. Hr. Bence Fritzsche, ich weiß, dass sie es nicht mögen im gleichen Zusammenhang mit der Palette genannt zu werden, aber mal sehen, ob Sie punkten können. Ich würde mich freuen.

P.S.S. Interessiert es Sie, welche Galerien es in Rostock gibt und wie Sie Informationen im WEB 2.0 über diese Ausstellungsorte finden, sind Sie hier richtig.