Braucht man beim Malen Talent ??? Andreas Mattern

Klar kam, was kommen musste, bevor ich diesen Beitrag hoch geladen habe. Die Frage: Wie kann ich Andreas Mattern neben Georg Baselitz stellen?

Dieses wurde natürlich auch noch mal angeheizt durch den Artikeln von Martin Mißfeldt einem Meisterschüler von Georg Baselitz.

Für mich ganz einfach. 😉 Es sind interessante Menschen, die gute Kunst machen. Ob man die beiden auf die gleiche Stufe stellen kann? Hm … auf ihren Gebieten sind beide Spitze. Bei Baselitz wird dieses keiner anzweifeln, aber bei Andreas Mattern?

Ich mag ihn als Menschen und seine Bilder. Nun bin ich nicht „die“ Kompetenz, die den Stand von Künstler einschätzen kann, aber ich möchte auf folgende Aussage verweisen

„Andras Mattern malt Aquarell wie ein Mann“, sagte Anja Es über ihren neuen Gastkünstler in der „Künstlerei in der Alten Vogtei“ (Vorderreihe 7). Der Maler gehöre zu den zehn besten Aquarellisten Deutschlands….“ Nach zu lesen oder zu hören in diesem Interview. Mein Vorschlag ist, hören Sie sich das Interview an. Warum? Die Textform ist etwas gekürzt und das Video vermittelt mehr von der Persönlichkeit von Andreas Mattern.

Als was sagt einer der besten Aquarellisten Deutschland zu der Frage:

Braucht man beim Malen Talent ???

Ganz einfach Andreas Mattern sagt: “ Es gibt so den Spruch, für zehn gute Aquarelle müssen hundert gemalt werden. Also zum Anfang stimmt das garantiert. …. Bei mir gehen sogar die Schüler manchmal raus, weil sie sagen, sie können es nicht. Sie lernen es nicht.“

Ich habe mit Andreas Mattern zusammen gemalt und es war schon eine Bereicherung zu sehen, wie er an seine Bilder herausgeht.  Ganz klar steht Andreas Mattern auch dazu,

  • dass man in jedem Bild ein Risiko eingehen muss, etwas ausprobieren muss,  um eine gute Lösung zu finden
  • dass ein Bild misslingt, dass man irgendwann feststellt, dieses  Aquarell taugt nur für den Papierkorb, es ist nur eines von den 100.

Und dann heißt es von vorn anfangen, also Arbeit nichts als Arbeit 😉 und wenig Talent. Mit der Zusammenführung der beiden Aussagen von Georg Baselitz über die Begeisetung für das Malen und von Andreas Mattern zu den Risiken und den 100 Aquarellen, um 10 gute zu schaffen, fühle ich mich wohl.

Warum? Hm, ich habe mir seit der Kindheit in verschiedenen Etappen die Begeisterung am Malen erhalten.  Über die Zeit sind viele, viele Bilder entstanden und einige halte ich für gut. Ich habe in der Auseinandersetzung mit den möglchen Medien und den Motiven, viel gelernt.

Und so freue ich mich auch über den Kommentar von Astrid Volquardsen und den Hinweis auf  das Buch „Die Talentlüge“ von Daniel Coyle.  Fehlendes Talent wird oft als Ausrede genutzt, um sich dauerhaupt und intensiv mit einem Thema auseinander zu setzen.

Auf Amazon findet man zu diesem Buch folgende Kurzbechreibung:

„Talent ist gottgegeben.
Oder fest in den Genen verankert.
Daran lässt sich nun mal nichts ändern.
„Falsch!“, sagt Daniel Coyle. Veranlagung spielt natürlich eine Rolle, aber entscheidend sind Motivation, Übung und Disziplin. Neueste Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften beweisen, dass wir sehr wohl Einfluss auf unsere Talente nehmen können. Coyle besucht Wissenschaftler und erfolgreiche Talentschmieden rund um den Globus und macht auf äußerst anschauliche Weise klar: Geht nicht, gibt’s nicht – Talent ist lernbar.“

Nun es ist klar, viele werden nicht so malen können, wie Baselitz, Mattern, Mißfeldt, Volquarsden und und … aber man kann seinen eigenen Stil, seine eigene Herangehensweise entwickeln. Versuchen Sie es und bleiben Sie dran und lassen Sie sich Tag für Tag überraschen 😉