Glücklichen Kühe in der Landschaft Mecklenburgs (c) Aquarell von Frank Koebsch

Glückliche Kühe

Glückliche Kühe

Gedanken zu und ein Aquarell mit glücklichen Kühen in der Landschaft Mecklenburgs

 

Ich hatte ja schon im Zusammenhang mit meinem Aquarell „Schwarzbunte Kühe“  darüber berichtet, dass ich jahreslang Rinder einfach ignoriert habe. Meinen Artikel zu diesem Bild hatte ich mit der Überschrift „Über „unsichtbare“ Kühe und meine Neuentdeckungen von Motiven für Tieraquarelle“ begonnen. Wenn es um Tiere vom Bauernhof geht, dann fand man in unseren Aquarellen in der Vergangenheit nur Gänse, ein Pony, ein paar Kaninchen oder einen kunterbunten Hühnerhof.  Bei der Suche nach Motiven für Tier Aquarelle waren wir eher auf Motive in der freien Natur, den Gärten und Parks aus. Nicht um sonst haben Hanka und ich immer wieder Schmetterlinge,  GartenvögelKraniche, Adler und Eulen, Füchse, Wölfe, Rehe und Hirsche u.a. als Wild Life Motive gemalt.  Und doch zeige ich heute nun schon mein zweites Aquarell mit Kühen. Es gibt einen einfachen Grund hierfür. Bei einer Kranichpirsch auf den Wiesen vor Broderstorf  musste ich immer wieder an Färsen auf der Weide vorbei. Die Jungrinder sind in der Regel neugierig und zu traulich. Also begleiteten sie mich und unserem Hund Ebby längs des Weidezauns. Es war ein schönes Gefühl Aug in Aug mit den Färsen unterwegs zu sein. Ich fing zum ersten Mal an bewusst über die Rinderzucht in Mecklenburg – Vorpommern nach zu denken.

 

Wann und warum reden wir von glücklichen Kühen?

 

Rund um unsere Gemeinde gibt es etliche Betriebe, die ihre Rinder in Ställen halten, aber auch sehr viele die Freilandhaltung favorisieren. Aus der Werbung wird uns immer wieder das Bild der glücklichen Kühe auf saftigen grünen Wiesen in kleinbäuerlichen Betrieben suggeriert. Warum eigentlich? Was ist mit den Kühen in den Ställen? Interessant ist es, wenn man dieses Thema mal googelt. Bei dem Suchbegriff „Rinder + Weidehaltung“ stößt man in diesem Zusammenhang schnell auf die Aussagen der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft zur Weidehaltung. Auf der Seite „Zukunft Landwirtschaft DLG-Mitteilungen“ wurde eine Umfrage: Imageträger Weidegang veröffentlicht. Google fasst die Studie wie folgt zusammen:

Die Weidehaltung ist ein Imageträger für die Verbraucher. Tiergerechte Milchviehhaltung – dabei denken die meisten Verbraucher an Kühe auf der Weide.

Die Weidehaltung ist ein Imageträger für die Verbraucher - DLG - Mitteilungen
Die Weidehaltung ist ein Imageträger für die Verbraucher – DLG – Mitteilungen

 

Hm … sonst findet man viele Seiten von Verbraucherschützer und Menschen und Organisationen die sich für das Tierwohl einsetzten. Oft auch von Menschen, die denken, dass die Kühle lila sind. Wenn diese Aussagen aufeinander knallen, ist dieses bestimmt nicht gut für die Tierhaltung. Oft stehen mehr Glaubenskriege und Interessen der Organisationen und Unternehmen im Vordergrund. Ich würde mir wünschen, dass wir wieder mehr Kühe auf den Weiden sehen. Einerseits gehörten sie gerade im Norden und den Alpen zum typischen Landschaftsbild, andererseits spielt auch in Ländern mit einer intensiven Landwirtschaft wie Dänemark und die Niederlande die Weidehaltung eine immer größere Rolle. Es ist ein reines Gefühl. Auch ich denke, dass tiergerechte Rinderhaltung etwas mit Kühen auf der Weide zu tun hat, dass die Kühe in einer natürlichen Umgebung „glücklicher“ sind. Es gibt etliche Beispiele von landwirtschaftlichen Betrieben, die genau diesen Traum der Verbraucher aus Gründen des Tierwohl umsetzten. Vor Kurzem hieß es: „Deutschlands bester Fleischrindhalter kommt aus dem Norden“. Christian Rohlfing vom Gut Bad Sülze hat den CERES Award „Bester Fleischrindhalter des Jahres“ erhalten.  Der landwirtschaftliche Betrieb in Bad Sülze ist für mich ein tolles Beispiel, genauso wie das Gut Darß u.a.

Meine Gedanken zu der Idylle der Weidehaltung von glücklichen Kühen in der Landschaft Mecklenburgs führten mich zu einem neuen Landschaftsaquarell. Ich habe auf Basis meiner Fotos von der Herde der Färsen aus Broderstorf ein neues „Kuhaquarell“ gemalt. Mein Bild mit den glücklichen Kühen ist mit meinen Aquarellfarben von Schmincke auf dem Aquarellpapier Cornwall 450 c / m2 matt von Hahnemühle entstanden.  Durch diese Kombination von Aquarellpapier und – farbe konnte ich die für das Bild notwendigen Verläufe und Kontraste erzeugen. 

 

Glücklichen Kühe in der Landschaft Mecklenburgs (c) Aquarell von Frank Koebsch
Glücklichen Kühe in der Landschaft Mecklenburgs (c) Aquarell von Frank Koebsch

Was meinen Sie: Sehen so glückliche Kühe in der Landschaft Mecklenburgs aus?

Es hat Spaß gemacht, die Rinder bei dieser und anderer Gelegenheit zu entdecken. Vielleicht können Sie sich auch für Kühe in der Aquarellmalerei begeistern. Wenn ja, dann habe ich zwei Tipps für Sie.

  • Hühner, Kühe oder Pferde als Aquarell malen - Aquarellkurs mit FRank Koebsch am 12.09.2020 in Schwaan
    Hühner, Kühe oder Pferde als Aquarell malen – Aquarellkurs mit FRank Koebsch am 12.09.2020 in Schwaan

    Wenn Sie Lust haben gemeinsam mit mir Tiere als Aquarell  zu malen, dann melden Sie sich doch zu dem Aquarellkurs „Hühner, Kühe oder Pferde als Aquarell malen“ am 12.09.2020 im Kunstmuseum Schwaan an. Wir werden Pferde, Kühe oder Hühner als Motiv entdecken, vor Ort skizzieren und fotografieren. Im Atelier des Kunstmuseum Schwaan haben wir die Möglichkeit, auf Basis unserer Skizzen und Fotos unsere Aquarelle zu malen. Gleichzeitig können wir in der Ausstellung „Auf dem Land – Das Tier in der Kunst“ schauen, wie die „alten Meister“ der Schwaaner Künstlerkolonie ihre Tiere gemalt haben und Anregungen für unsere Bilder übernehmen. Den Aquarellkurs können Sie in den nächsten Tagen über die Seite der VHS Rostock buchen.

 


Aquarell „Glückliche Kühe in der Landschaft Mecklenburgs“ im Format 20 x 50 cm

Bei Interesse können Sie das Aquarell „Glückliche Kühe in der Landschaft Mecklenburgs“ im Format 20 x 50 cm kaufen. Der Preis versteht sich incl. Porto innerhalb Deutschlands. Die Lieferzeit beträgt 10 Tage.

250,00 €

 

Was sind uns die Kraniche als Vögel des Glücks wert?

Was sind uns die Kraniche als Vögel des Glücks wert?

Meine Zusammenarbeit mit dem Kranichschutz

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Kranichschutz Deutschland
Kranichschutz Deutschland

Ich habe in der Vergangenheit immer wieder über die Aktivitäten im Rahmen meines Projektes Faszination Kraniche berichtet. Hierzu gehörten die Ausstellungen genauso, wie das gemeinsame Basteln und Malen mit Kindern, den Aquarellkurs, neue Kraniche Aquarelle und meine verkauften Aquarelle. Die Idee war ganz einfach, ich wollte meine Faszination für die Kraniche mit möglichst vielen Menschen teilen. Die ganzen Aktivitäten habe ich in die Zusammenarbeit mit dem Kranichschutz Deutschland eingebracht. Hierzu gehörte auch die Unterstützung des Kranichschutz durch eine Beteiligung an den Verkaufserfolgen der Kranich Aquarelle durch Spenden.

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Das laute Geschrei, um die Kraniche

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mit lautem Geschrei (c) ein Kranich Aquarell von Frank Koebsch
mit lautem Geschrei (c) ein Kranich Aquarell von Frank Koebsch

In der letzten Tagen machen die Kraniche wieder von sich reden. Aber es geht weniger um die Kraniche, die bei uns in Deutschland  oder Österreich überwintern. Nein dieses Mal greift der Präsident des Bauernverbandes Mecklenburg Vorpommerns Rainer Tietböhl eine alte Diskussion wieder auf. Er hatte bereits mehrmals in der Vergangenheit auf die Gefahren durch die Kraniche  hingewiesen. Nach  2010 und dem Bericht „Kranich und Biber schüren Konflikt“ im Nordkurier vom 07.08.2013, hatte er am 18. September 2013 eine Meldung mit der Überschrift Mecklenburg-Vorpommern ist ein Schlaraffenland für Kraniche veröffentlicht. Hier ist es sich einig mit seinem Amtsbruder aus Brandenburg. Im Oktober 2013 hatte der SPD-Landtagsabgeordnete und Präsident des brandenburgischen Landesbauernverbandes Udo Folgart den Abschuss von Kranichen – wegen angeblich finanzieller Einbußen für die Landwirte gefordert. Nun eskalieren auch an der Ostsee die Aussagen von Rainer Tietböhl nach einem Limit von Kranichen.

Bauernpräsident Rainer Tietböhl hatte gefordert, für Wölfe ein Limit festzulegen, „wieviel Wolf Mecklenburg-Vorpommern vertragen“ könne. Das gleiche gelte für Biber, Waschbären sowie die auf den Feldern rastenden Großvögel. Kraniche zum Beispiel würden junge Rapspflanzen in Gänze aus dem Boden ziehen. Damit entstünde den Landwirten ernsthafter Schaden.

Sofort musste der Präsident des Bauernverbandes seine Forderungen nach einer Limitierung, einem Abschuss der Kraniche in aller Öffentlichkeit auf NDR dementieren. Zum einen Weil der Schutz der Kraniche international und im deutschen Recht klar geregelt ist. Zum zweiten verfügen die Vögel des Glücks über viel Sympathie in der Bevölkerung und zum dritten haben viele Menschen dazu gelernt. Wir machen nicht immer wieder die gleichen Fehler, wie erst schießen dann fragen. Mit der Argumentation, dass Tiere Schaden in der Landwirtschaft anrichten oder gefährlich für die Menschen sind, wurden in den vergangenen Jahrhunderten. Jahrzehnten und Jahren etliche Tierarten ausgerottet. Von Naturschützern und Gegnern wurden zum Teil ideologische Kriegszüge geführt. Zum Beispiel hat 1958 die Volksrepublik China versucht die Spatzen auszurotten, weil sie große Teile der Reisernte fraßen. Die Rache der Natur Spatzenausrottung folgte prompt.

Die Kraniche werden uns nicht gleich verhungern lassen. Warum nutzen wir nicht die Zeit, um Landwirtschaft und Naturschutz in Einklang zu bringen. Ich würde mich freuen, wenn der Kranichschutz und die Bauern zusammen arbeiten. Es scheint relativ einfach zu sein.

Dr. Günter Nowaldhttp://www.globulix.net/fans-weltweit/dr-g%C3%BCnter-nowald-herr-der-kraniche/ vom Kranich Informationszentrum in Groß Mohrdorfhält zudem die Schäden bei frischen Saaten für vermeidbar, solange Getreide- oder Maisstoppelfel der vorhanden seien. Diese wirkten «wie starke Magneten auf Kraniche». Neusaatflächen in der Nähe von Mais seien fast automatisch geschützt. Nicht abgeerntete Getreide- und Maisfelder würden dagegen meist nicht aufgesucht. Falls doch einmal Kraniche auf einer Neusaat Nahrung suchen, könnten sie einfach vergrämt werden, sagte er.“

Zum Glück haben die Kraniche auch mächtige Verbündete, die vielen tausende Kranich begeisterten Menschen, den Nabu und den WWF  sowie die Lufthansa Group, die den Kranichschutz unterstützt.

Ich hatte in den vergangenen Tagen in zwei Artikeln veröffentlicht, dass ich die beiden Kranich Aquarelle Schlafenszeit und Auf dem Weg nach Rügen verkaufen konnte. Mit diesen verkauften Bildern konnte ich eine weitere Spende an den Kranichschutz Deutschland überweisen.

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Spende aus dem Projekt Faszination Kraniche (c) Frank Koebsch
Spende aus dem Projekt Faszination Kraniche (c) Frank Koebsch

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Was sind Ihnen die Kraniche als Vögel des Glücks wert?