Warten auf den Weihnachtsmann

Richtig muss es heißen, warten auf den ICE

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Donnerstag und Freitag war ich zu einem Meeting in Leipzig und nach meinem letzten Termin hatte ich noch gut eine Stunde Zeit bis mein ICE vom Leipziger Hauptbahnhof nach Norden fahren sollte. Nun aus der einen Stunde wurde zwei, denn der Schnee machte der Bahn und den Reisenden das Leben schwer. Im Fernverkehr Verspätungen über Verspätungen… Da aber viele Flüge komplett ausfielen und auf den Straßen es auch nur ganz langsam voranging, versuchten viele Menschen am Freitag mit der Bahn nach Hause zu kommen. Das Resultat : Witterungsbedingte Störungen und volle Züge…

Nun der Leipziger Bahnhof ist in der Weihnachtszeit wunderschön geschmückt, und so vertrieb ich mir die Wartezeit mit einem Bummel in PROMENADEN des Leipziger Hauptbahnhof und habe die Weihnachtsstimmung ein wenig mit der Kamera eingefangen, Weihnachtsbaum, Holzschnitzkunst aus Seifen, Lichterschmuck und und…

Es gab auch einen Treffpunkt für die Kleinen mit dem Weihnachtsmann. 😉 Leider, reichte bei mir nicht die Geduld auf den Weihnachtsmann zu warten.

Die Verlockung in der DB Lounge einen Kaffee zu trinken war dann doch größer, denn konnte ich im Warmen in Ruhe auf den verspäteten ICE warten, um dann am Ende des Tages in Rostock mit 105 Minuten Verspätung anzukommen. Aber warm, sicher, entspannt und mit einer fertigen Vorzeichnung für das nächste Aquarell sowie bereit für den 4. Advent 😉

P.S. Wenn Sie sich einen Eindruck von dem Leipziger Hauptbahnhof machen wollen, es gibt hier ein gutes Video.

Ich war 60 Minuten Begleiter von Neo Rauch

Besuch der Pinakothek der Moderne

Ich hatte ja vor einigen Monaten über das Interview von Neo Rauch in der mobile – Das Magazin der Deutschen Bahn berichtet und ich wollte versuchen, eine der Ausstellungen in Leipzig oder München zu besuchen.
Es hat wirklich geklappt. Eine Dienstreise hat mit nach München geführt und ein Termin war kürzer als vorgesehen und so hatte ich am späten Nachmittag Zeit in die Pinakothek der Moderne zu gehen. Ich war für 60 Minuten Begleiter von Neo Rauch.

Sie werden sich vielleicht fragen, was diese Überschrift soll. Nun ganz einfach, die Ausstellung trägt den Namen Begleiter. „Der Ausstellungstitel stammt vom Künstler selbst: Begleiter können Vorbilder und Weggefährten sein, aber auch weniger bestimmbare Kräfte, Gedanken oder Gefühle.“ |1|, S.2

Als Besucher kann man versuchen in die Bilder einzutauchen, sich einzulassen und so Neo Rauch ein wenig begleiten. Oder begleitet Neo Rauch den Besucher der Ausstellung, denn er scheint in vielen Bildern gegenwärtig zu sein.

60 – Nun es sich jeweils 60 Bilder die in Leipzig und München ausgestellt wurden und ich hatte leider nur 60 Minuten Zeit bis die Pinakothek schloss. 😉

60 Minuten Begleiter voo Neo Rauch
60 Minuten Begleiter voo Neo Rauch

Nun ja, 60 Minuten für eine Ausstellung von Neo Rauch. Für mich hat es sich gelohnt. Ich habe mich auf ein paar der großformatigen Bilder eingelassen. Was habe ich gesehen?
• eine Bildsprache die stark an Buchillustrationen erinnert,
• Bildelemente, die manchmal aus einem Märchenbuch entstammen können,
• in einigen Bildern Szenen, die aus der Industrialisierung des späten 19. oder frühen 20. Jahrhundert zu stammen scheinen,
• Szenen, Figuren, Gebäude mit einen Bezug zur Arbeit im Bergbau, Schmieden, Rüstung, Strebergärten, Konsumtempeln, Kultur, Wissenschaft,
• eine Vielfalt von Bezügen auf Politik, Religion, Kunst, gesellschaftliche Entwicklung,
• Stilelemente aus Realismus, PopArt, Renaissance, …
• viele Figuren, wie Revoluzzer und Anarchisten, Machtmenschen, die sich in einer tragisch komischen Weise selbst behindern, suchende Menschen, genauso wie gestrandete,
• eine Mischung von Figuren in ein und dem selben Bild, die verschiedensten Zeitepochen zu entstammen scheinen und durch Kleidung, Körperhaltung bestimmte Charaktere verkörpern
• und immer wieder taucht in den Bilder hier und da ein Maler auf
• …

und daneben gewollt oder zu fällig Bilder von Georg Baselitz, Jörg Immenhof, Fotografien von Gebäuden, Industrieanlagen, dem Aktienhandel an der Börse und nur ganz sparsam Natur und ganz wenige Frauen in allen Bildern.

Es ist immer wieder interessant an den Bildern von Neo Rauch vorbei zu gehen, zu schauen, zu suchen. Unwillkürlich wirken die Bilder auf mich und ich erwische mich, wie ich versuche eine Geschichte, eine Aussage in den einzelnen Bildern zu finden. Oder stehen die Bilder doch in einem Kontext? Aber ich welchem?

Genauso interessant ist es, andere Menschen beim Betrachten der Bilder zu beobachten und zu lauschen, wie die Bilder erlebt und gedeutet werden 😉

Fazit:
Für mich haben sich die 60 Minuten gelohnt, in denen ich mich ein wenig auf Neo Rauch einlassen konnte. Es war ein tolles Erlebnis. Wenn Sie die Chance habe, nutzen Sie die Zeit, denn die Ausstellung endet am 15.08.2010.

Aber wenn Sie es nicht in diese Ausstellung schaffen, dann besuchen Sie doch in München die Ausstellung „Der blaue Reiter“. Hier finden Sie auch wieder Aquarelle ;-).

P.S. Nur nehmen Sie bitte den Restaurtor in dem Video zu der Ausstellung „Der Blaue Reiter“ in Bezug auf die Aquarelle nicht ganz so ernst. Zu mindestens die Firma Schmincke und viele Aquarellisten aus der heutigen Zeit, können bei ein Restaturation eines Rahmens mit Aquarellfarbe nur müde lächeln.

|1| Informationsschrift der Pinakothek der Moderne zur Ausstellung

Ich bin Neo Rauch im ICE begegnet ;-)

Neo Rauch gibt ein Interview  in der mobil – dem Magazin der Deutschen Bahn

Ein Interviiew mit Neo Rauch
Ein Interviiew mit Neo Rauch

Ich fahre beruflich bedingt viel ICE mal zu meinen Arbeitsplatz mal zu Kunden. Hier lese ich gerne das Magazin der Deutschen Bahn – mobil. In der April Ausgabe bin ich dann über ein Interview von Neo Rauch gestolpert. Auf den Seiten 104 ff. der mobil berichtet Neo Rauch in dem Interview mit dem Titel „„Jedes Bild ist Verheißung und Problem zugleich“ einige Details, wie sich bei ihm die Ideen zu eine Bild entstehen, wie er die Bilder entwickelt und wie seine Figuren, die „irgendwann angeklopft haben“ die Bilder von Neo Rauch bevölkern. Nun ich mag die Bilder von Neo Rauch und so habe ich mich außer über das ausführliche Interview in dem Magazin gefreut, denn es immer interessant etwas zu den Bilder, der Herangehensweise anderer Maler zu erfahren. Wer keine Chance hat das gesamte Interview zu lesen findet eine sehr magere Kurzform im WEB Auftritt der DB. Was dagegen gut anzusehen ist, ist die Slideshow mit Bildern Neo Rauch.

 Aber wie immer was sind Slideshows und Fotos gegenüber den Originalen. Das letzte Mal konnte ich einige Originale von Neo Rauch in der Rostocker Kunsthalle  sehen. Nun gibt anlässlich seines 50zigten Geburtstag am 18. April zwei große Ausstellungen:

 Wer weiß vielleicht führt mich ja ein ICE auf Grund eines Termins in die Nähe und ich komme in der Öffnungszeit dort mal vorbei…. Ich würde mich die Bilder freuen, Bilder von Neo Rauch wieder mal in Original zu sehen.

 P.S. Ob 1960 ein guter Jahrgang für Maler ist?

Interessantes Design und Männerträume

Interessieren Sie sich für schnelle Autos und gutes Design… Da werden Sie mich vielleicht beneiden. Ich darf im Auftrage meines Arbeitgebers mit den Versicherungsforen Leipzig zusammen arbeiten und dessen Partnerkongress – „Aktuelle Trends aus Wissenschaft und Praxis“ fand bei Porsche in Leipzig statt.

In dem futuristischen Kundencenter fand der erste Teil des Kongresses statt. Alles was das Herz eines Menschen begehrt, der sich für Sportwagen namens Porsche begeistert, findet man hier. Die Sammlung beinhaltet genauso einen Rückblick in die Geschichte, die gesamte heutige Produktpalette, die Fertigung des Cayenne und des neuen Panamera, die Off Road und die On Road Teststrecke …

Ich konnte mich dem Reiz von Porsche nicht wirklich entziehen. Das Design, die Ausstrahlung, das Image … ziehen schon einen in den Bann und lassen einen Träumen. Richtig in Szene gesetzt und beleuchtet sind diese Boliden schon interessante Motive.  So ein  Panamera als familientauglicher Sportwagen ein Traum 😉 … Wenn da nicht die Kosten und die CO2 Bilanz wären. Aber wenn ich die Augen schließe und träume, frage ich mich, sind dieses doch nicht nur Ausreden ….

 Nun  das Ambiente war dem Kongress nicht abträglich, denn die Vorträge waren interessant und ich habe wieder einige Kontakte aufgefrischt, na mal sehen, was sich draus machen lässt.