Nebel auf den Wiesen des Mönchguts (c) Frank Koebsch (1)

Nebel auf den Wiesen des Mönchguts

Nebel auf den Wiesen des Mönchguts

Ein neues Landschaftsaquarell mit Kühen, dem Windrad bei Lobbe im Zwielicht der Nebelschwaben

 

Der Herbst auf Rügen bietet viele wunderbare Motive. Dieses ist auch der Grund dafür, dass ich Jahr für Jahr Ende September zu einer Malreise auf die Insel Rügen einlade. Gemeinsam mit den Malschülern genieße ich den Herbst an der Ostsee. Von Middelhagen aus erkunden wir das Mönchgut und andere Teile der Insel und malen an verschiedenen Ort. Wir haben z.B. die Fischerboote vor der herbstlichen Silhouette von Moritzdorf, den Rasenden Roland in den bunten Buchenwäldern Rügens, Spaziergänger im herbstlichen Schlosspark von Puttbus oder am Südstrand von Sellin die Landschaften an der Ostsee oder die Reiter am Strand gemalt. Wir nutzen die Tage im sonnigen Herbst auf dem Mönchgut und so sind mit den Jahren eine Vielzahl von Rügen Aquarellen entstanden. Aber Middelhagen im Herbst, kann auch Regen, Sturm und Nebel bedeuten. Bei schlechtem Wetter während einer Malreise muss dann ein Alternativprogramm her.  In der Regel malen wir dann in meiner Ferienwohnung und wir haben uns z.B. bei Sturm schon den bunten Herbst auf die Tische geholt. Der Nebel ist im Herbst meist nur ein Begleiter in den frühen Morgenstunden. Die Sonne und der Wind vertreiben den Dunst schnell und danach kann man wieder die sonnigen Herbsttage auf dem Mönchgut genießen. Bevor und nach den gemeinsamen Stunden mit den Malschülern bin ich meist mit meiner Kamera und unserem Hund unterwegs. Es macht mir einfach immer wieder Spaß, ganz ungestört die Landschaft und die Tierwelt zu erkunden. Bei einem herbstlichen Spaziergang durch Middelhagen in den frühen Morgenstunden, konnte ich den Nebel auf den Wiesen des Mönchguts erleben. Kurz nach dem Sonnenaufgang herrschte ein interessantes Zwielicht. Das erste Licht der Sonne und die wabernden Nebelschwaden erzeugten eine ganz besondere Stimmung. Ich habe mit meiner Kamera ein paar Schnappschüsse von dieser Lichtstimmung mit dem Nebel über den Wiesen des Mönchgut gemacht. Spannend war es für mich, die Kühe im Nebel und Bäume sowie bekannte Landmarken über den Nebelschwaden zu fotografieren. Die Kühe verschwanden in den ersten Minuten fast völlig im Nebel und je nach Lichteinfall waren immer mehr Tiere der Rinderherden zu entdecken. Gleichzeitig begann die Sonnen Bäume und das Windrad zwischen Middelhagen und Lobbe zu beleuchten. Die metallenen Flügel des Windschöpfwerkes bei Lobbe zweigte je nach Lichtfall über dem Nebel ein interessanten Farbspiel. Auf diesen Szenen mit dem Nebel auf den Wiesen des Mönchguts, mit den Kühen und dem Windschöpfwerk bei Lobbe ist für mich die Idee für ein neues Rügen Aquarell entstanden. Hier mein Aquarell „Nebel auf den Wiesen des Mönchguts“ und meine Schnappschüsse.

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Nebel auf den Wiesen des Mönchguts (c) Aquarell von Frank Koebsch
Nebel auf den Wiesen des Mönchguts (c) Aquarell von Frank Koebsch

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Es hat für mich Spaß gemacht, diese besondere Lichtstimmung in meinem Landschaftsaquarell einzufangen. Gemalt habe ich mein Bild „Nebel auf den Wiesen des Mönchguts“ mit meinen Aquarellfarben von Schmincke  auf dem Hahnemühle Aquarellpapier Leonardo 600 g/m2. Durch diese Kombination von Aquarellpapier und – farbe konnte ich die für das Bild notwendigen Verläufe und Kontraste erzeugen. Neben der besonderen Lichtstimmung waren für mich noch zwei weitere Teile des Motivs interessant. Ich hatte bereits vor einigen Jahren das Windschöpfwerk Lobbe auf dem Mönchgut als Aquarell gemalt. Das ich dieses technische Denkmal „heute“ wieder erleben und malen konnten, schien vor einigen Monaten noch nicht selbstverständlich zu sein. Ein Sturm im Herbst 2018 hatte das Windrad schwer beschädigt und erst durch eine Spendenaktion und die Arbeit vieler Menschen konnte das Windschöpfwerk in diesem Frühjahr wieder in Betrieb gehen. Im Frühling hatte ich für mich Kühe als Motiv für meine Malerei entdeckt. Ich hatte damals Schwarzbunte Kühe als glückliche Kühe in den Landschaft Mecklenburgs gemalt. Nun war es für mich ein glücklicher Zufall den Nebel auf den Wiesen des Mönchgut mit dem Windrad und den rotbunten Rindern in einem Aquarell malen zu können.

So sehr ich für das Motiv auch schwärme, ist auf den Fotos zu sehen, dass die Sonne und der Wind recht schnell den Nebel auflösten und wir konnten auch an diesem Tag ein wunderschönen Herbst auf Rügen erleben. Mein Fazit:

Middelhagen ist immer wieder eine (Mal)Reise wert 😉

Wenn Sie sich auch für Aquarellen von der Insel Rügen interessieren habe ich zwei Tipps für Sie:

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Aquarell „Nebel auf den Wiesen des Mönchguts“ im Format 36 x 48 cm

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440.00 €

Unsere Ausstellung „Faszination Mönchgut“

Unsere Ausstellung „Faszination Mönchgut“

Gerit Höhne-Grünheid & Frank Koebsch zeigen Ihre Aquarelle in Middelhagen

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Ausstellung Faszination Moenchgut 2018 von Gerit Höhne-Grünheid und Frank Koebsch
Ausstellung Faszination Moenchgut 2018 von Gerit Höhne-Grünheid und Frank Koebsch

In diesem Jahr wurde der Start meiner Plein Air Saison auf Rügen mit einer Ausstellung begleitet. Bereits seit dem 29. April einen Tag vor dem Beginn der Malreise Faszination Rügen zeigen Gerit Höhne-Grünheid und ich eine Auswahl unserer Bilder. Hier der offizielle Text unserer Ausstellung „Faszination Mönchgut“:

 

Rügen bietet eine tolle Auswahl an Motiven für maritime AquarelleBoote und SchiffeMöwenKraniche sowie die Landschaften, die romantischen kleinen Orte und die Menschen an der Ostsee. Einen ganz besonderen Reiz hat das Mönchgut mit seinen Halbinseln, den Hügeln, Stränden, Steilküsten und Boddenwiesen. Gerit Höhne-Grünheid und Frank Koebsch haben sich im Winter 2014 in Middelhagen kennengelernt. Seit dieser Zeit erkunden die beiden die Insel immer wieder malerisch. In der Ausstellung Faszination Mönchgut zeigen die Aquarellisten vom 29. April bis zum 13. Mai 2018 eine Auswahl ihrer Bilder. Spannend sind hierbei die unterschiedlichen Sichtweisen auf die Motive.

Gerit Höhne-Grünheid lebt seit 2013 in Middelhagen. Sie liebt die Insel, das Segeln und hat so ihren ganz eigenen Bezug zum Mönchgut entwickelt.

Frank Koebsch ist freiberuflicher Künstler, organisiert Aquarellkurse und Malreisen. 2007 hat er zum ersten Mal in Middelhagen und Umgebung gemalt. Seit dieser Zeit ist er vom Mönchgut und der Insel Rügen fasziniert.

 

Gerit hatte die Ausstellung mit viel Engagement vor Ort vorbereitet und unseren Ausstellungsort, das Breedehus in Middelhagen ausgestaltet und viele Menschen von der Insel eingeladen. Bei wunderbarem Wetter haben wir gemeinsam mit der Kurdirektorin Petra Blank und Manfred Biskup eröffnet. Es war ein schöner Nachmittag, in Middelhagen wo ein Teil unser Rügen Aquarelle entstanden ist. Wir haben mit den Gästen, den Menschen aus der Region über die beliebtesten Motive auf dem Mönchgut, den Erlebnissen Impressionen von den Malreisen unterhalten und auch ein wenig gefachsimpelt, wie man am besten Aquarelle an der Ostsee malt. Hier ein paar Schnappschüsse von der Ausstellungseröffnung im Breedehus in Middelhagen.

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Es war ein ganz besonderer Start einer Malreise auf der Insel Rügen, denn unsere gemeinsame Ausstellung vermittelt ein wenig, wieviel Freude es macht, Aquarelle auf Rügen zu malen. Viele Menschen staunten welche Ansichten und Motive wir für unsere Rügenaquarelle gewählt haben. Wenn Sie auf der Insel sind nutzen Sie doch in den nächsten Tagen die Möglichkeit unsere Ausstellung „Faszination Mönchgut“ zu besuchen und entdecken Sie Middelhagen, Gager, Klein Zicker, Groß Zicker, den Strand von Thiessow und Baabe, die Granitz u.a. Orte in unseren Aquarellen neu.

Was macht man bei schlechtem Wetter auf einer Malreise?

Was macht man bei schlechtem Wetter auf einer Malreise?

Herbstanfang © Aquarell von Frank Koebsch

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Ich bin dabei mich auf die nächste Malreise auf die Insel Rügen vorzubereiten. Im Rahmen der Vorbereitungen habe ich heute mit einer Malschülerin telefoniert. Ich schwärmte davon Aquarelle auf Rügen zu malen, egal ob in den Häfen von Groß Zicker, Seedorf, Gager, am Strand von Baabe, beim Pfarrwitwenhaus, beim Ostseebad Göhren, auf den Boddenwiesen von Middelhagen oder dem Schlosspark von Putbus. Alles Ausflüge, die wir bei schönem Wetter auf Rügen gemacht haben und so war es logisch, dass die Malschülerin fragte: Was macht man bei schlechtem Wetter auf einer Malreise?

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Nun einige der ganz harten Plein Air Maler werden sagen, es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur die falsche Kleidung. Aber es macht bei Kälte, Wind und Regen nicht wirklich Spaß draußen zu malen. Bei Regen muss man einpacken und sich ein trocknes Plätzchen suchen. Wenn es nur nieselt und man sich auskennt, findet man vielleicht einen Platz unter einem Dach, wo man malen kann. Eines der Beispiele hierfür war das Malen auf dem Doberaner Kamp im Rahmen einer Malreise nach Kühlungsborn. Aber mehr regnet, hilft dann nur die Flucht. Der Niederschlag tut einem Aquarell nicht gut. Ein Beispiel dafür ist das Aquarell „Regen im Frühling auf dem Bodden von Middelhagen“. Die Regentroffen auf dem Papier hatten für einen dramatischen Himmel gesorgt. Aber ist nicht nur der Niederschlag der stört. Insbesondere die hohe Luftfeuchtigkeit verhindert das Trocknen der Aquarellfarben und verändert das Fließverhalten der Farben auf dem Aquarellpapier. Aber auch Kälte und Wind kann beim Malen unangenehm sein. Auch wenn man warm angezogen ist, kriecht die Kälte beim Malen an einem hoch. Nach ein / zwei Stunden werden die Hände steif, die Füße kalt und spätestens dann macht es keinen Spaß mehr. Einen solchen Tag hatten wir im vergangenen Herbst bei der Landschaftsmalerei auf der Mönchgut erwischt. Wir konnten uns zwar ein windstille Senke suchen, aber gegen die Kälte war dauerhaft kein Kraut gewachsen. Also haben wir abgebaut und bei einem warmen Tee und Kaffee unsere Bilder drinnen fertig gestellt. So ist das Aquarell „Blick auf den Bodden bei Middelhagen“ in zwei Etappen entstanden. Die Schilderungen zeigen, man muss für schlechtes Wetter auf den Malreisen immer eine Ausweichlösung haben. Bei den Malreisen auf Rügen nutzen wir immer eine Ferienwohnung in den zwei idyllischen Landhäusern mit dem Namen „to hus“ von Familie Grünheid. So haben wir  in den Ferienwohnungen in Middelhagen  schon Löwenzahn und  Sonnenblumen als Schlechtwetterprogramm gemalt. Aber meist werden die angefangene Bilder der Malreise bei schlechtem Wetter fertig gestellt. So ist auch bei der letzten Malreise das Aquarell „Herbstanfang“ entstanden. Wir waren unterwegs auf der Suche nach einem Herbstmotiv und haben dann angefangen zu malen. Aber mit den Wolken kam der Wind und wenn es kalt wird beim Malen, hieß es dann wieder einpacken. Die Abschlussarbeiten an unseren Aquarellen wurden dann wieder in der Ferienwohnung in Middelhagen mit viel Spaß realisiert. Es war der letzte Tag unserer Malreise und so haben wir uns alle angefangenen Aquarelle vorgenommen. Es war spannend zu sehen, welche Bilder in den Tagen entstanden sind. Gerit Grünheid eine der Teilnehmerinnen an der Malreise, war auch schon bei der letzten Reise dabei. Sie konnte dann auch einige maritime Aquarelle zeigen, die als Ergebnis von zwei Malreisen auf Rügen entstanden sind. Gerit war sichtlich stolz, ihre Fortschritte in den Bildern zu erkennen.

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Herbstanfang (c) Aquarell von Frank Koebsch
Herbstanfang (c) Aquarell von Frank Koebsch

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Als Aquarellpapier für dieses Herbstaquarell habe ich Hahnemühle „Cornwall“, 450 g / m 2, matt gewählt. Im Zusammenspiel mit meinen Aquarellfarben von  Schmincke garantiert dieses Aquarellpapier gute Verläufe und ausreichende Kontraste für dieses Spiel von Licht und Schatten. Aber wie ein Schlechtwetterbild sieht das Aquarell „Herbstanfang“ nicht aus, ihm ist gut bekommen, dass wir unsere Aquarelle in aller Ruhe bei Kaffee und Tee fertig gestellt haben.

Ich freue mich schon auf die nächste Reise auf die Insel Rügen in 10 Tagen und den Frühling an der Ostsee mit passendem Malwetter. Bisher war uns der Wettergott immer gnädig und wir mussten uns nur wenig mit der Frage:

Was macht man bei schlechtem Wetter auf einer Malreise? beschäftigen ;-).