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Posts Tagged ‘Manuela Heberer’

Zusammenarbeit mit dem NABU Schwerin für die Kraniche

Zusammenarbeit mit dem NABU für die Kraniche

Mein kleiner Beitrag zur Natur- und Umweltbildung in der Naturschutzstation Schwerin

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Einige Dinge brauchen eine Weile bis alles geklärt ist. Die Geschichte der Zusammenarbeit mit dem  NABU Schwerin begann, mit einem Treffen bei der Kreativ Saison bei einem nächtlichen Besuch im Darwineum des Rostocker Zoos. Am Rande dieses Termins habe ich wieder einmal Manuela Heberer unterhalten.  Ich kannte Sie im Rahmen ihrer Tätigkeit in der Redationsleitung des Online Magazins alles-mv.de. Das Magazin hatte im Dezember 2014 ein Interview mit mir unter dem Titel „Ein Künstler ohne Allüren“ veröffentlicht und wir haben veranstalten gemeinsam Jahr für Jahr einen Adventskalender auf alles-mv.de. Dieses Mal hatte unser Gespräch aber für mich ein unerwartetes Ergebnis. Was ich nicht wusste, Manuela Heberer ist auch verantwortlich für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der NABU-Landesgeschäftsstelle Schwerin. So erhielt ich nach einiger Zeit die Anfrage, ob ich in Zusammenarbeit mit dem NABU in der Naturschutzstation Schwerin eine Ausstellung realisieren möchte. Anfang März haben wir uns dann mit Katja Burmeister in der Naturschutzstation am Zippendorfer Strand getroffen. Wir haben in der Naturschutzstation eine Menge Anknüpfungspunkte für eine Zusammenarbeit gefunden, wie z.B. die Eisvögel, die Adler, die Wölfe und Kraniche. Hier ein paar Schnappschüsse unserem Besuch in Schwerin und einige unserer Aquarelle.

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Aus einer ersten Abstimmung ist für mich eine wunderbare Zusammenarbeit entstanden. Der NABU Schwerin wird im Herbst im Ausstellungsraum in der Naturschutzstation Schwerin Informationen zu den Kranichen zeigen. Rund um diese Informationen wird es verschiedene Veranstaltungen geben. Einige davon gestalten der NABU und ich gemeinsam. Hier die vereinbarten Termine und die Text für die Ankündigung der verschiedenen Angebote:

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Ausstellung „Faszination Kraniche“

Hochzeit in Weiß (c) ein Kranich Aquarell von Frank Koebsch

Hochzeit in Weiß (c) ein Kranich Aquarell von Frank Koebsch

Mit Aquarellen von Frank Koebsch vom 22. Oktober 2016 bis Dezember 2016

Die Balz im Frühling und der Zug der Kraniche im Herbst gehören zu den schönsten Naturschauspielen in Mecklenburg Vorpommern.  Von diesem Zauber der Natur inspiriert, hat Frank Koebsch in den vergangenen Jahren Kranich Aquarelle gemalt, die in verschiedenen Ausstellungen gezeigt wurden. Aus dem Feedback entstand die Idee, das Ausstellungsprojekt Faszination Kraniche zu gestalten. Bestandteil des Projektes ist es, die Faszination für die Kraniche mit anderen Menschen zu teilen, sie auf die Belange des Arten- und Umweltschutzes und die Schönheit unserer Natur aufmerksam zu machen. Um solche Veranstaltungen realisieren zu können, arbeitet Frank Koebsch in diesem Projekt mit Partnern wie dem Kranichschutz Deutschland, der Fa. Hahnemühle, u.a. zusammen. Mit 10% der Verkaufserlöse aus den Ausstellungen wird der Kranichschutz Deutschland unterstützt.

Da Kraniche Zugvögel sind, lag der Gedanke nahe, die Ausstellungen wandern zu lassen. Die Kranich Aquarelle von Frank Koebsch wurden bereits in Bad Sülze, Bützow, Graal Müritz, Hamburg, Rostock, Schwerin, im Biospärenreservat Schaalsee und in Zusammenarbeit mit dem Meereskundemuseum Stralsund im NATUREUM am Darßer Ort ausgestellt.

Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie auf dem Blog http://faszinationkraniche.wordpress.com/.

Gemeinsames Basteln und Malen von Kranichen  mit Schulkindern

Faszination Kraniche - ein Einladung zum Basteln und Malen

Faszination Kraniche – ein Einladung zum Basteln und Malen

Der NABU Schwerin und der Künstler Frank Koebsch laden Kinder im Rahmen der Ausstellung „Faszination Kraniche“ in die Naturschutzstation zum Basteln und Malen von Kranichen ein. Die Kinder haben die Möglichkeit in kleinen Gruppen diese wunderbaren Vögel in der Ausstellung zu entdecken. Frank Koebsch wird über seine Beobachtungen berichten und gemeinsam mit den Kindern in einer einstündigen Veranstaltung Kraniche aus Papier basteln, malen und fliegen lassen.  Solche Veranstaltungen sind für die Kinder und alle anderen Beteiligten Spaß pur. Es ist eine wunderbare Gelegenheit, die Kinder in der Ausstellung spielerisch an den Arten- und Umweltschutz heranzuführen. Die  Hahnemühle FineArt GmbH stellt für die Aktion das Papier und die Fa.  Heinr. Hünicke das Malwerkzeug zur Verfügung.

Schulklassen können sich ab sofort in der Naturschutzstation Zippendorf  Am Strand 9, 19063 Schwerin, unter Tel. 0385- 477 33 744  oder E-Mail: Naturschutzstation@NABU-MV.de  für die Veranstaltung anmelden.

Multi Media Vortrag Faszination Kraniche

Faszination Kraniche (c) Aquarell von Frank Koebsch

Faszination Kraniche (c) Aquarell von Frank Koebsch

Am 03.11.2016 um 18.00 Uhr in der Naturschutzstation Schwerin am Zippendorfer Strand

Der Kranichzug im Frühling und Herbst ist eines der schönsten Naturschauspiele in Mecklenburg – Vorpommern.  Es ist ein wunderschönes Erlebnis, die Kraniche zu beobachten – wenn sie mit lautem Trompeten an den Sammelplätzen rasten und ihre Tänze aufführen.

Auf Grund der Faszination für die Kraniche hat Frank Koebsch in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Aquarellen mit den Vögeln des Glücks gemalt. In Ergänzung zu der Ausstellung „Faszination Kraniche“ in der Naturschutzstation Schwerin wird Frank Koebsch in einem Media Vortrag über seine Erlebnisse mit den Vögeln berichten und Ihnen zeigen, wie die Kranichbilder entstanden sind.  Lassen Sie sich durch Geschichten, Fotos und Aquarelle von der Faszination für die Kraniche anstecken.

Einen ersten Eindruck können Sie sich in dem Video „Kraniche in Aquarell“ gewinnen.

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Aquarellkurs: Faszination Kraniche

Majestätisch © ein Kranich Aquarell von Frank Koebsch

Majestätisch © ein Kranich Aquarell von Frank Koebsch

Am 05.11.2016 von 10.00 Uhr bis 17.30 Uhr in der Naturschutzstation Schwerin am Zippendorfer Strand

Der Kranichzug im Herbst ist eines der schönsten Naturereignisse in Mecklenburg Vorpommern. Das ist der Anlass für die Ausstellung „Faszination Kraniche“ ab dem 22. Oktober 2016 mit Aquarellen von Frank Koebsch  in der Naturschutzstation Schwerin. In Zusammenarbeit mit dem NABU und dem Künstler lädt die VHS Schwerin Sie zu dem Aquarellkurs „Faszination Kraniche“ ein. Zur Einstimmung des Tageskurses wird Herr Koebsch von seinen Kranich Beobachtungen und der Entstehung seiner Kranich Aquarelle in einem Multivisionsvortrag berichten. Anschließend werden wir die Vögel des Glücks in stimmungsvollen Aquarellen malen. Der Kurs ist für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.

Der Kurs ist ab sofort über die Seite der VHS Schwerin buchbar.

So wie es aussieht, wird der Herbst eine wunderbare und spannende Zeit.Vor der Ausstellung in Schwerin bin ich noch unterwegs auf der Malreise zu den Kranichen im Müritz Nationalpark. Wer weiß, vielleicht gefällt Ihnen ja eines der Angebote. Ich würde mich freuen, Sie in Schwerin oder im Nationalpark zu treffen. 😉

Ich freue mich auf schon auf den Herbst mit den Kranichen.

Zusammenarbeit mit dem NABU Schwerin für die Kraniche

Zusammenarbeit mit dem NABU Schwerin für die Kraniche

Adventskalender – Gewinnspiel auf alles-mv.de

Adventskalender – Gewinnspiel auf alles-mv.de

Sternzeichenbuch, Kalender & Malkurs-Gutschein von Frank Koebsch

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Adventskalender-Gewinnspiel auf alles-mv.de

Adventskalender-Gewinnspiel auf alles-mv.de

Adventskalender-Gewinnspiel auf alles-mv.deFür die Kinder ist die Adventszeit besonders spannend. Der Tag beginnt damit auf dem Adventskalender das passende Türchen zu finden und dann zu öffnen. Nun inzwischen haben Unternehmen und Organisationen diese Tradition für sich entdeckt und veranstalten im Web Adventskalender für Kunden und Fan´s. Ich beteilige mich auch an einem solchen Gewinnspiel. Das Online Magazin alles-mv.de organisiert zum zweiten Mal einen solchen Adventskalender im Netz. Warum ich mich dort beteilige? Nun einmal des Werbeeffekt, aber auch weil ich die Arbeit der Betreiberin des Magazins Manuela Heberer schätze. Ich habe Manuela Heberer im Rahmen von Veranstaltungen der Kreativsaison MV kennengelernt. Seit dem tauschen wir uns immer mal wieder zu einigen Themen aus, zuletzt im Rahmen eines nächtlichen Besuches des Rostocker Zoo´s und des Darwineums. Doch jetzt genug der Worte hier geht es zu dem

Adventskalender-Gewinnspiel 2015

Gleich drei Gewinnchancen am 15. Dezember: Sternzeichenbuch, Kalender und Malkurs-Gutschein von Frank Koebsch

Die Adventszeit ist eine Zeit der Überraschungen und Geschenke. Auch wir wollen euch überraschen und zwar 24 Tage lang. Vom 1. bis zum 24. Dezember habt ihr wieder täglich die Chance, ein kreatives Produkt aus MV zu gewinnen. Also freut euch mit uns auf eine spannende Adventszeit.

Gewinnchance am 15. Dezember: Gleich drei Preise stellt heute Frank Koebsch zur Verfügung, der vor ein paar Jahren vom Manager zum erfolgreichen Künstler umgesattelt hat. Schon im letzten Jahr war er bei unserer Weihnachtsaktion dabei. Unsere Autorin Annika Riepe hatte ihn damals in Sanitz besucht und festgestellt, er ist “Ein Künstler ohne Allüren”.

  1. Preis: ein Gutschein für einen Malkurs mit Frank Koebsch im Wert von 25 Euro
  2. Preis: Sternzeichenbuch
  3. Preis: Aquarell-Kalender

Ihr wollt gewinnen? Dann geht auf die Seite von alles-mv.de und an der Tagesverlosung teil. Wir wünschen viel Glück!

Preise für den Adventskalender alles - mv.de von Frank Koebsch

Preise für den Adventskalender alles – mv.de von Frank Koebsch

Es lohnt sich nicht nur heute diesen Adventskalender zu verfolgen. Es werden jeden Tag Kreative aus Mecklenburg Vorpommern vorgestellt. Hier eine kleine Übersicht der Unternehmen und Künstler, die die Weihnachtsaktion unterstützen:

Wenn Euch dieser Adventskalender und die Gewinnspiele interessieren, dann könnt Ihr dieses am besten auf der Facebook Seite von alles-mv.de  verfolgen.

Ich möchte mich bei Manuela Heberer bedanken, die den Einfall für diese wunderbare Aktion mit  einem kreativen Adventskalender hatte.

Ein Interview mit dem Aquarellmaler Frank Koebsch

25. Februar 2015 2 Kommentare

Ein Interview mit dem Aquarellmaler Frank Koebsch

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Von der Kunst ein Interview zu geben und einen guten Artikel zu schreiben

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Es ist immer spannend, wenn ein Artikel über meine Arbeit, über einen Workshop oder eine  Ausstellung geschrieben oder gedreht werden soll. Einmal ist es für mich spannend mit welchem Bild im Kopf die Journalisten auf mich zu kommen und dann natürlich, wie das Ergebnis aussieht und wie da Feedback der Leser ausfällt. Aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre ergeben sich immer wieder einige Überlegungen. Wie z.B. Ich meine eigene Sicht auf meinen Werdegang und die Ergebnisse der verschiedenen Lebensabschnitte.  Aber wie kann ich diese Sicht am besten transportieren? Finde ich die richtigen Worte, damit die Aussagen auch stimmen? Was war nochmal der Unterschied zwischen Selbst- und Fremdsicht? 😉 Wie wirke ich auf den Interviewpartner, denn Journalisten verfügen auf Grund ihrer Arbeit in der Regel über eine gute Menschenkenntnis? Was beabsichtig der Journalist mit dem Artikel oder Filmbeitrag? Geht es um mich oder soll mit dem Artikeln und der Überschrift wo möglich nur provoziert oder eine ganz andere Aussage transportiert werden? Ich habe schon schlechte und gute Erfahrungen gemacht, aber es überwiegen ganz klar die guten. Gerne denke ich an die Zusammenarbeit mit dem NDR Nordmagazin zurück, die das Portrait „Zwischen Pinsel und PC“ gedreht haben. Interessant war auch die Zusammenarbeit mit Dörte Rahming, die eine Serie von Artikeln über meine Arbeit für die Zeitschrift atelier geschrieben hat, wie z.B. den Artikel „Bilder aus dem Kranichland“ über das Projekt „Faszination Kraniche“ uvam.  Die meisten der Artikel und Beiträge finden Sie unter dem Button „Presse & Co“ hier auf meinem Blog.

Bereits im Dezember 2014 hatte mich Annika Riepe für das Onlinemagazin alles-mv.de  interviewt. Für mich war diese Zusammenarbeit spannend, denn Annika Riepe und ich, wir kannten uns zuvor nicht. Aber es ist ein guter Artikel aus dem Interview entstanden. In den vergangenen Tagen habe ich von der Autorin und von Frau Manuela Heberer der Betreiberin von  alles-MV, das o.k. bekommen den Artikel auch auf meinen Blog zu veröffentlichen.  Viel Spaß beim Lesen.

Frank Koebsch hat vom Manager zum erfolgreichen Künstler umgesattelt

 

Ein Künstler ohne Allüren

 

Es hätte vielleicht auch das Tanzen oder Golfspielen werden können, doch Frank Koebsch wählte sich einst die Malerei zum Hobby. Inzwischen ist sie sein Beruf. Neben dem eigenen Schaffen veranstaltet der Rostocker Kurse und Reisen für eine neue Generation der Freizeitkünstler.

 

Früher arbeitete er für Siemens, heute ist er als selbstständiger Künstler erfolgreich. Zu sehen sind Koebschs Werke unter anderem in der Galerie Severina in Bad Doberan. Foto: Annika Riepe

Früher arbeitete er für Siemens, heute ist er als selbstständiger Künstler erfolgreich. Zu sehen sind Koebschs Werke unter anderem in der Galerie Severina in Bad Doberan. Foto: Annika Riepe

Die Erfahrung lehrt, Künstler lassen sich gemeinhin in zwei Gruppen teilen. Da sind die Bescheidenen in ihrer farb-, sägemehl- oder sonst wie besudelten Kleidung. Immer leicht konfus, niemals ernsthaft zufrieden mit ihrem Schaffen, oft von Existenzängsten geplagt. Dann die Selbstbewussten: Hipster-Künstler, die zwar die gleichen Sorgen haben, dies aber nie zugeben würden – Selbstvermarktung ist nämlich alles. Wer kreativ ist, ist erleuchtet und steht ansonsten über den Dingen. Und nun er, Frank Koebsch, auch ein Künstler. Aber einer, den man selbst auf den zweiten Blick eher für einen Versicherungsmakler hält. Klar und sicher spricht er von seinem malerischen Können, findet allerdings, das sei fast ausschließlich erlernbares Handwerk. Nichts da mit konfus, nichts mit Erleuchtung. Wie also passt er in die dargelegten Kategorien? Gar nicht.

Tatsächlich ist Frank Koebsch anders. Schon alleine, weil er die meiste Zeit seines Lebens anderes gemacht hat. Er scheint nämlich nicht nur organisiert wie ein Manager, er war es auch. Zwanzig Jahre lang tingelte der studierte Informatiker für Siemens durch Deutschland, bis die permanente Reiserei zusehends zur Belastung wurde und er morgens nicht mehr wusste, in welchem Hotelzimmer er soeben aufgewacht war. Koebsch verstand, er muss daran etwas ändern, auf seine Gesundheit und Psyche achten. Daher wagte er vor drei Jahren den Neuanfang: Er machte sich als Künstler erfolgreich selbstständig und bleibt seitdem für die Arbeit meist zu Hause, im Einfamilienhaus im mecklenburgischen Sanitz. „Jetzt führe ich ein komplett anderes Leben als früher“, betont der Mittfünfziger denn auch. Trotzdem – der Geschäftsmann ist noch drin, das lässt sich nicht verbergen. Koebsch ist ein analytischer Geist, handelt planvoll und überlegt, auch als Künstler.

Koebsch ist Realist: „In internationale Kunsthäuser komme ich mit meinem naturalistischen Malstil nicht.“ Ziel sei ohnehin zu machen, was seine Zufriedenheit, Gesundheit und den Lebensgenuss erhält – nicht, berühmt zu werden. Foto: Annika Riepe

Koebsch ist Realist: „In internationale Kunsthäuser komme ich mit meinem naturalistischen Malstil nicht.“ Ziel sei ohnehin zu machen, was seine Zufriedenheit, Gesundheit und den Lebensgenuss erhält – nicht, berühmt zu werden. Foto: Annika Riepe

Auf seine zweite Karriere hingearbeitet hat Frank Koebsch trotzdem nicht. Er erzählt: „Die Kunst war nie mein Berufswunsch. Als Kind habe ich zwar ständig im Unterricht gekritzelt und gemalt – die Begeisterung war also da –, aber mehr nicht.“ Vor 17 Jahren wurde die Begeisterung zunächst zum Hobby. Da suchten er und seine Frau Hanka nach einer gemeinsamen Freizeitbeschäftigung und entschieden sich für die Malerei. In der Folgezeit absolvierte das Ehepaar einen Kurs nach dem anderen, aus dem anfänglichen Talent wurden Fähigkeiten und das Malen nahm einen immer größeren Stellenwert ein.

So entwickelten beide ihren eigenen Stil, Koebsch nennt den seinen schlicht „naturalistisch“. Viel mehr Eingrenzung gibt es aber nicht. „Wir malen alles, was uns Spaß macht“, fügt er hinzu. Mal sind es Jazzbands oder Gäste der Doberaner Galopprennbahn, mal ist es die heimische Natur, der das Paar mithilfe ihrer Aquarellfarben ein zweites Leben schenkt. Der gebürtige Rostocker formuliert das pragmatisch: „Wenn man hier lebt, mag man auch die Dinge, die es hier gibt.“ Etwa Kraniche. Zuletzt waren die Koebschs eine Woche lang auf Rügen, um die Vögel zu beobachten und zu fotografieren – die Kamera dient ihnen als Skizzenbuch. Zurück in Sanitz entstehen daraus nach und nach ganze Bilderserien. Jeder verarbeitet das Gesehene anders, Konkurrenz oder Wetteifer gibt es nicht: „Meine Frau malt das gleiche Motiv ganz anders als ich. Wir können unterschiedliche Dinge gut und haben deshalb gegenseitig voreinander Ehrfurcht.

Frank Koebsch malt im heimischen Wohnzimmer in Sanitz. In Mecklenburg-Vorpommern fühlt er sich wohl: „Ich brauche die Weite des Landes und den Wind. Wenn im Sommer in den Städten die Luft steht, halte ich das nicht lange aus.” Foto: Annika Riepe

Frank Koebsch malt im heimischen Wohnzimmer in Sanitz. In Mecklenburg-Vorpommern fühlt er sich wohl: „Ich brauche die Weite des Landes und den Wind. Wenn im Sommer in den Städten die Luft steht, halte ich das nicht lange aus.” Foto: Annika Riepe

Ohnehin ist Koebsch durch seinen ursprünglichen Beruf daran gewöhnt, im Team zu arbeiten, und sucht sich auch heute noch gerne Verbündete, die die eigenen Schwächen ausgleichen. Ergebnis solcher Kooperationen sind zum Beispiel Gemeinschaftsausstellungen. Generell gilt: Kunst als Einsiedelei ist seine Sache nicht. So malt er nicht nur selbst, sondern gibt nebenbei in ganz Mecklenburg-Vorpommern Malkurse und veranstaltet Kunstreisen. Teilnehmen können jeweils alle, Koebsch betrachte es gerade als Herausforderung, sich auf die unterschiedlichen Menschen in allen Altersgruppen einzustellen. Es dürfen also auch blutige Anfänger sein, gerne gemischt mit halben Profis. Aber kann denn wirklich jeder Malen lernen? „Ja“, ist sich Koebsch sicher, „jeder kann in seinem Stil die eigenen Eindrücke irgendwie wiedergeben.“

Frank und Hanka Koebsch haben „getrennte Arbeitsräume und getrennte Bilder“, beobachten aber viel gemeinsam – zum Beispiel Kraniche auf Rügen. Das Aquarell “mit lautem Geschrei” ist ein Ergebnis. Foto: Frank Koebsch

Frank und Hanka Koebsch haben „getrennte Arbeitsräume und getrennte Bilder“, beobachten aber viel gemeinsam – zum Beispiel Kraniche auf Rügen. Das Aquarell “mit lautem Geschrei” ist ein Ergebnis. Foto: Frank Koebsch

Testen lässt sich dies am besten bei einer der Malreisen. Da wird dann ein Wochenende oder eine ganze Woche lang nichts anderes gemacht als in hübscher Umgebung Kunst geschaffen – mit Motiven rund um die Teilnehmer herum. Vor zwei Monaten saßen so „acht Menschen vor dem Gespensterwald in Nienhagen und haben stundenlang gemalt. Das ist herrlich: Man tritt in den Hintergrund, hört die Wellen, entdeckt, was das Licht macht.“ In solchen Momenten klingt Koebsch dann doch wie ein typischer Künstler. Aber er findet schnell zurück: „Ich male dort auch selbst, aber mein Job ist es in dem Moment vor allem, vorzumachen und anzuleiten.“ Ende Januar lädt er zur nächsten Malreise auf Rügen ein, um „auszuprobieren, ob man auch bei Wind und Minusgraden draußen malen kann.“ Eingeladen ist jeder, der sich traut – vielleicht ja auch eines Tages selbst das Hobby zum Beruf zu machen.

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Nun ich denke es ist ein guter Artikel geworden. Besten Dank hierfür an Annika Riepe und  Manuela Heberer. Wie immer sind die Vorstellungen, Assoziationen beider Interviewpartner mit eingeflossen und mit einem Mal spielen auch nicht besprochene Dinge eine Rolle 😉

Ich hoffe, dass Sie beim Lesen ein wenig Spaß hatten und vor allem, dass Sie Ihr Hobby nicht aus dem Auge verlieren.

Kreativer Adventskalender

11. Dezember 2014 2 Kommentare

Kreativer Adventskalender

Ich verrate mal, was sich hinter den Türen 1 bis 11 verborgen hat

In der Adventszeit, wenn es weihnachtet, dann gehört ein Adventskalender genauso dazu, wie ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt und Basteln und Kaufen von Weihnachtsgeschenken dazu. Als kleiner Knirps mussten meine Eltern immer aufpassen, dass ich nicht schon im Voraus alle Türchen am Weihnachtskalender öffne. Heute haben Hanka und ich einen Adventskalender aus lauter kleinen Säckchen, in dem für jeden Tag eine kleine Überraschung versteckt ist. 😉 Nun wie sieht Ihr Adventskalender aus?

Ich habe in Sachen Adventskalender noch einen Tipp, denn auf der Seite http://www.alles-mv.de/ gibt es einen Weihnachtskalender, der von Kreativen aus Mecklenburg – Vorpommern gefüllt wurde. Auch ich habe mich an diesem Kalender beteiligt. Daher mein Hinweis:

Begleiten Sie unsere besondere Aktion im Advent, öffnen Sie täglich unseren MV-Adventskalender und lesen interessante Geschichten über kreative Menschen und Projekte – und gewinnen Sie bei unserer täglichen Verlosung auf www.alles-mv.de. Klicken Sie sich rein,  bis zum 24. Dezember haben Sie täglich die Chance, ein kreatives Produkt aus MV zu gewinnen. Also freuen Sie sich mit uns auf eine spannende Adventszeit.

Ich weiß natürlich nicht, was sich „hinter den Türen dieses Adventskalenders“ in den nächsten Tagen noch verbirgt. Aber ich kann Ihnen verraten, was es bisher zu gewinnen gab. Vielleicht haben Sie ja so Lust, sich an unserer kreativen Adventsaktion zu beteiligen. Hier die Preise und die bisherigen Teilnehmer 😉

In den kommenden Tagen können Sie sich auf Preise der  Kapuzendesignerin Cornelia Kolditz aus Schwerin, der Uhrenmacher von Staalblock in Rostock, der Kindermöbelhersteller Timkid aus Dömitz, von mir und und …. freuen.

Nur so viel möchte ich noch verraten, meine Überraschung verbirgt sich hinter dem Türchen 18. Lassen Sie sich in den nächsten Tagen überraschen.

Ich möchte mich bei Manuela Heberer bedanken, die den Einfall für diese wunderbare Aktion mit  einem kreativen Adventskalender hatte.

Kreative Impulse ???

18. Oktober 2013 2 Kommentare

Kreative Impulse ???

Impulskonferenz Kultur- und Kreativwirtschaft Mecklenburg Vorpommern

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Am Dienstag war ich mal wieder unterwegs, um mich ein wenig mit anderen Künstlern und Kreativen auszutauschen. Die Initiative Kultur & Kreativwirtschaft der Bundesregierung hatte zu einer Veranstaltung unter dem Titel Impulskonferenz in die Kunsthalle Rostock eingeladen.

Für mich war es sehr interessant sich mit den Macher von Auguste 86 den Kultur- und Kreativpilot Deutschland 2013, dem Silberfuchs VerlagKultur- und Kreativpilot Deutschland 2012, Manuela Heberer vom Online Magazin alles-mv.de, Veronika Schubring vom cloudsters Rostock, Henning Penske vom Formost e.V. , Teresa Trabert von der Kreativ Saison uvm.  auszutauschen bzw. diese Menschen kennen zu lernen.

Den Rahmen der Impulskonferenz wurde von Sylvia Hustedt vom u-Institut für unternehmerisches Denken und Handeln, Michael Söndermann vom Büro für Kulturwirtschaftsförderung, Harm Wurthmann und Norman Schulz vom Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft gestaltet.

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Interessant waren an der Impulskonferenz für mich zwei Dinge.

  • Einmal der Vortrag von Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus des Landes Mecklenburg Vorpommern, denn es ist für mich zum ersten Mal erkennbar, dass sich ein Minister in MV für die Kreativen begeistert. Wirtschaftsförderung ist für viele Kreativen sich genauso wichtig wie die dauerhafte Verzahnung mit dem Tourismus, aber ohne eine sicht- und merkbare Abstimmung mit den Kulturbereichen, der Gemeinden, Städten, Kreises und des  Landes werden einfach viele Möglichkeiten verschenkt.
  • Das zweite was mich interessierte, war wie geht man mit dem Input, der Ergebnissen um. Es war wie immer auf diesen Veranstaltungen. Man hat diskutiert und geht ergebnisoffen nach Hause. 😉

Gut dieses ist meine persönliche Sicht und sicher stark vereinfacht und hier bietet auch Kompetenzzentrum Kultur- & Kreativwirtschaft keinen Rahmen, keine Werkzeuge, keine eigenen Bemühungen mit Struktur zu helfen. Einen weiteren Einblick in die Konferenz bekommt man durch das Video zur Impulskonferenz Kultur und Kreativwirtschaft Rostock sowie dem Artikel Es ist etwas im Busch auf alles-mv.de.

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Wie wär´s mit eigenem nachhaltigem Lobbyismus der Kreativen für Kreative?

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Ein weiteres Ergebnis zog sich ganz schnell durch die Diskussion, es fehlt eine Organisationsform, die Ergebnisse, Input aufgreift, koordiniert …. Bei uns in Mecklenburg – Vorpommern fällt solche Organisationen wie die Kreativwirtschaft Hamburg, kreatives Leipzig, ….  Eine Übersicht solche Initiativen, Vereine u.a. findet man auf der Seite http://www.kreative-deutschland.de/ Einmal um einen besseren Austausch und Zusammenarbeit zu ermöglichen und zum anderen als Interessenvertreter gegenüber Gemeinden, Städten und das Land aufzutreten. Aus meiner Sich geht es hierbei um nachhaltigen Lobbyismus für die Kreativen. Was meine ich mit nachhaltigem Lobbyismus? Ich kenne inzwischen einige Projekte, Gesprächsrunden u.a. von Kreative untereinander, mit der Politik und Unternehmen. Aber sie sind alle auf Zeit angelegt und nach dem Ablauf, verschwinden Wissen, Ergebnisse, Netzwerke… Für Dinge, die für ein Projekt funktionieren, ist dieses genau richtig. Aber nicht wenn es die Zusammenarbeit mit der Politik und Wirtschaft geht, wenn Erfahrungen weitergegeben werden sollen, wenn es um Andockungspunkte für eine Vernetzung geht. Dieses bedarf stabilerer Strukturen 😉

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Aber wie anfangen?

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Auszug aus dem Offenen Brief Kreativen an Herrn Glawe / alles-mv.de

Auszug aus dem Offenen Brief Kreativen an Herrn Glawe / alles-mv.de

Ein Anfang ist gemacht. Ein Teil der aktiven Kreativen, Vereine und Projektleiter habe sich an Hr. Glawe mit einem offenen Brief gewandt. Nun bin ich gespannt, was sich ändern kann. Die erste Änderung muss aus meiner Sicht, die Selbstorganisation sein.

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Wer Lust hat, dieses weiter zu diskutieren, sich aus zu tauschen, der ist ganz herzlich zum Kreativstammtisch MV  am 29.Oktober 2013 nach Büttelkow eingeladen. Meine Erwartungen sind, dass wir endlich mehr in handeln kommen, denn Meetings und Diskussionen gab es schon zu Hauf und ich habe auch schon etliche Artikel zu diesen Themen geschrieben, wie

Ich bin auf den Stammtisch gespannt, denn ich darf diesen inhaltlich ein wenig mitgestalten und halte einen Gastvortrag zum Thema  „Effektiver Einsatz sozialer Medien“. Also dann bis zum 29. Oktober 2013 für weitere

kreative Impulse in Mecklenburg Vorpommern ;-).

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