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Posts Tagged ‘Märchen’

Schwanenbilder als Fotos und Aquarelle

Schwanenbilder als Fotos und Aquarelle

Schwäne im Flug (c) Aquarell von Frank Koebsch

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Schwäne begleiten uns in Mecklenburg-Vorpommern das gesamte Jahr durch und doch gehören sie zu den Zugvögeln. Ab Ende Januar kommen bei uns meist die ersten Kraniche aus dem Süden zurück.  Dann folgen nach und nach verschiedene Gänse und auch die Gartenvögel.  Mit den Gänsen sind auch die Schwäne unterwegs. Viele Schwäne, die bei uns an der Ostsee oder der Mecklenburger Seenplatte überwintert, ziehen weiter in den Norden und andere rücken aus dem Süden nach und belegen hier ihre Brutgebiete.  Auch wenn sie bei uns scheinbar allgegenwärtig sind, haben die Schwäne einen ganz besonderen Reiz. Die großen kraftvollen Vögel sind mit ihrem weißen Gefieder eine Augenweide und haben eine besondere Eleganz. So ist es nicht verwunderlich, dass sie in der Vergangenheit und heute verehrt werden. Für viele Menschen sind die Schwäne ein ganz besonderes Symbol. Es ist heute noch Jahr für Jahr ein Volksfest, wenn Hamburg im Frühling seine Alster Schwäne begrüßt. Die Geschichte des  Hamburger Schwanenwesen reicht viele Jahrhundert zurück und bis heute sind die Alsterschwäne das Wahrzeichen der Stadt. Auch andere Länder haben besondere Traditionen. In Großbritannien sind alle Schwäne Eigentum der Königin und jedes Jahr im Juli zieht der Swan Marker aus, um die Vögel zu ziehen. Darüber hinaus gibt es unzählige Märchen und Sagen mit den majestätischen Tieren. Die bekanntesten sind vielleicht das Märchen „Die wilden Schwäne“ von Hans Christian Andersen oder „Die sechs Schwäne“ von den Gebrüdern Grimm und die Geschichte vom hässlichen Entchen. Den Schwänen wurden schon immer eine besondere Bedeutung zu geschrieben, egal ob in der griechischen Mythologie oder der Kirchengeschichte überall haben die Vögel ihre Spuren hinterlassen. Der Schwan steht im christlichen Kontext als Symbol für den Reformator Martin Luther. Bei den Griechen hat Zeus in der Gestalt eines Schwans Leda verführt.  Genau diese Geschichte habe ich in der Vergangenheit genutzt, um ein ganz besonderes Sternzeichen zu malen. Damals ist das Aquarell „Sternzeichen Jungfrau an der Ostsee“ entstanden. 😉  Aber in der Regel genießen wir ohne besondere Hintergedanke die Begegnungen mit den wunderschönen Vögeln. Hier ein paar Fotos von den Schwänen von der Müritz, Rügens Halbinsel Mönchgut oder dem Nationalpark am Darßer Ort. Auf Grund der Begeisterung hatte Hanka in der Vergangenheit bereit das Wild life Aquarell „Start in den Neuen Tag“ mit den Schwänen gemalt. Ich habe in den vergangenen Tagen ebenfalls ein Aquarell mit Schwänen im Flug gemalt.

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Schwäne im Flug (c) Aquarell von Frank Koebsch

Schwäne im Flug (c) Aquarell von Frank Koebsch

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Entstanden ist mein Schwanen Aquarell auf Hahnemühle Aquarellpapier Echt-Bütten Aquarellkarton Leonardo, 600 g / mmatt. Im Zusammenspiel mit meinen Aquarellfarben von Schmincke garantiert dieses Aquarellpapier gute Verläufe und die notwendigen weichen Farbübergänge und Kontraste. Wenn Sie sich für solche Motive unserer Aquarelle interessieren, dann habe ich noch einen Tipp für Sie. Besuchen Sie doch in den nächsten Tagen unsere Ausstellung „Wildes Land“. Dort finden Sie neben Bildern mit GreifvögelnKranichenGartenvögelnHirschenBärenWölfen, einzelnen Blüten, Landschaften und weiteren Naturmotiven auch das Aquarell „Schwäne im Flug“. 😉

Die Blüten des Sebnitzer Flussteufels (c) Aquarell von Frank Koebsch

4. Juli 2015 6 Kommentare

Die Blüten des Sebnitzer Flussteufels (c) Aquarell von Frank Koebsch

für das Projekt: Die falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

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Die Falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

Die Falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

Ich male gerne Aquarelle mit Blumen und Blüten, egal ob es Pusteblumen und Löwenzahn, Disteln, Rosen, Mohn, Obstblüten o.a. handelt. Ich habe meine Vorgehensweise beim Malen von Blumen und Blüten in Aquarell schon mehrmals hier auf meinem Blog und in der Zeitschrift Palette beschrieben. Aber vor einigen Monaten wurden Hanka und ich mit einer besonderen Herausforderung konfrontiert. Hermann August WeizeneggerProfessor für Industrial Design der FH Potsdam, hatte uns gebeten für sein Designmärchen „Die falsche Blume“ zu malen. Wir sollten für die „Titelmotive“ seines Märchens, die beiden Blumen – “Lore” und der “Sebnitzer Flussteufel” Aquarelle malen.  Ausgehend von dem Märchen über das Sebnitzer Blumenmädchens und der traditionelle Kunstblumenfertigung in der Sebnitz hat  Hermann August Weizenegger in Zusammenarbeit mit dem Kunstgewerbemuseum Dresden ein Ausstellungsprojekt entwickelt. Schritt für Schritt ist ihm gelungen, renommierten Hersteller wie die  Kristallglasmanufaktur TheresienthalCurt BauerWelter, Weissfee, und Meissen oder talentierte Handwerker, wie der Stuhlbauer Stefan Heinz, derParkettleger Gunter Ludwig, der Polsterer Robert Krebes oder der Glasingenieur Gotthard Petrick für das Projekt begeistern. Was entstand, ist ein wunderbares Projekt über die falsche Blume in Verbindung von Tradition und Moderne.

Da sich nicht für jede der Designideen der Projektbeteiligten Drucke aus einer Computersimulation oder Fotos der Kunstblumen eigneten, suchte Hermann August Weizenegger nach einer malerischen Umsetzung der beiden Kunstblumen aus dem Märchen. Er hatte im Web unsere Aquarelle zu verschiedenen Blumen und Blüten gefunden und uns dann beauftragt,  die Blumen des Märchens zu malen. So begann im Januar 2015 unserer Mitarbeit an dem Ausstellungsprojekt „Die Falsche Blume“. Hankas Aufgabe war es, Aquarelle für die Kunstblume „Lore“ zu malen. Ich durfte die zweite Kunstblume zu malen, den Sebnitzer Flussteufel.

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Wie malt man einen Flussteufel?

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Ich hatte als Vorlage die Seidenblume der Deutschen Kunstblumen Manufaktur Sebnitz, das Märchen von der falschen Blume und meine eigene Phantasie. In dem Märchen wird der Flussteufel nur einmal erwähnt. Hier ein paar Zeilen mit denen ich mein Aquarell des Sebnitzer Flussteufels vorgestellt habe:

„Nach einiger Überlegung habe ich mich dann entschieden, für die Teufelsblume mit harten Kontrasten darzustellen. Wenn die Blume Lore eine zarte, durchscheinende Darstellung verlangt, habe ich überlegt, welche Assoziationen es für die Teufelsblume geben kann. Meine Gedanken kreisten immer wieder um

  • widerstandsfähige, wehrhafte Pflanzen,
  • die zum Teil wuchern, ranken,
  • sich nicht so schnell ausrotten lassen,

wie die Hecke um das Dornröschenschloss, wie Disteln,  …. mit Dornen, Stacheln mit harten Blättern und Ranken. So bin ich eine kontrast- und konturenreiche Darstellung gekommen.“

Gemalt habe ich das Aquarell mit meinen Farben MISSION Gold Class Water Colours  von Mijello. Die Palette von Mijello mit den leuchtenden Farben kam den Anforderungen des Motivs sehr nahe. Mit der richtigen Wahl des Aquarellpapiers dem Hahnemühle Aquarellpapier Echt-Bütten Aquarellkarton Leonardo, 600 g / mmatt konnte wunderbare weiche Übergänge in den einzelnen Blütenblättern und einen guten Kontrast zwischen verschiedenen Blättern realisieren. Hier eine paar Schnappschüsse vom Entstehen des Aquarells.

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Die Blüten des Sebnitzer Flussteufels (C) Aquarell von Frank Koebsch

Die Blüten des Sebnitzer Flussteufels (C) Aquarell von Frank Koebsch

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Wie gefällt Ihnen mein teuflisches Gewächs? Das Feedback von Hermann August Weizenegger lautete wie folgt:

„… Wow, was für ein schönes Bild ich und das Atelier sind total begeistert! Sie haben alles richtig gemacht. Ich finde die Einzelblume ist jetzt wirklich zu einen dramatischen Gewächs geworden, ganz so wie ich es mir das auch vorstelle für das Märchen.  Herzlichen Dank. … Ich bedanke mich jetzt schon herzlich bei Ihnen beiden für die tolle Arbeit im Voraus …. Sie haben sowieso mehr als vereinbart gearbeitet, aber ich glaube Sie werden auch sehr stolz sein können, wenn sie dann die Ergebnisse sehen.“

Wir haben uns riesig über dieses Feedback gefreut, denn es ist eine tolle Anerkennung. Nun warten wir auf die Fotos und Berichte von der Ausstellungseröffnung, denn zu dieser Zeit waren wir noch auf unsere Urlaubstour – einmal Spitzbergen und zurück.

Wir freuen uns demnächst die Kunstblumen Bina und den Sebnitzer Flussteufel in der Ausstellung zu sehen.

Aquarelle von Hanka Koebsch für die Kunstblume „Lore“

9. Juni 2015 2 Kommentare

Aquarelle von Hanka Koebsch für die Kunstblume „Lore“

Unsere Aquarelle für das Projekt: Die Falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

Die Falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

Die Falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

Ich hatte in den vergangenen Tagen schon berichtet, dass Hermann August Weizenegger zu seinem Ausstellungsprojekt rund um das Märchen „Die falsche Blume“ verschiedene Projektpartner eingeladen hat. Ab dem 27. Juni 2015 wird die Ausstellung „Die falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger“ im Schloss Pillnitz zu sehen sein. Ausgehend vom Märchen über die Blumenbinderin hat Prof. Hermann August Weizenegger gemeinsam mit der Kunstblumenmanufaktur in Sebnitz und seinen Studenten an der FH Potsdam die beiden Kunstblumen „Lore“ und den „Sebnitzer Flussteufel“ entworfen. In der Ausstellung im Kunstgewerbemuseum Dresden treffen nun Tradition und Moderne rund um die Sebnitzer Kunstblumen zusammen. Ausgehend von der traditionellen Fertigung und dem Wissen über die Kunstblumenherstellung in Sebnitz haben die anderen Projektpartner das Design der „falschen Blume“ aufgegriffen. So werden demnächst im Schloss Pilnitz neben den Sebnitzer Blumen auch

zu sehen sein. Nicht für jede dieser Ideen eigneten sich Drucke aus einer Computersimulation oder Fotos der Seidenblumen. Hermann August Weizenegger hatte im Web unsere Aquarelle zu verschiedenen Blumen und Blüten gefunden und uns dann gebeten, die Kunstblumen als Aquarelle zu malen.

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Die Kunstblume „Lore“ und Aquarelle von Hanka Koebsch

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Hanka hat sich für ihre Aquarelle vom Designmärchen „Die Falsche Blume“ und den Mustern aus Sebnitz inspirieren lassen. Die Farben entsprechen der Beschreibung aus dem Märchen – mit viel Weiß, ganz zarten Gelbtönen, einem hellen Grün und den Flecken der Blutstropfen der Blumenmacherin Lore. Gemalt hat Hanka mit Aquarellfarben von Schmincke auf zwei verschiedenen Aquarellpapieren, um verschiedene Verläufe und Farbigkeiten für ihre Blumen Aquarelle zu erreichen. Einmal hat Hanka das Hahnemühle Leonardo – Echtbütten, 600 g/m², matt und einmal das Aquarellpapier Canson Fontenay 300 g/m², fine gewählt. Hier ein paar Schnappschüsse von der Kunstblume Lore und ihren Aquarellen.

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Nun sind wir gespannt, wie ab dem 27.06.2015 die Ausstellung „Die falsche Blume – ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger“ in der Staatlichen Kunstsammlung Dresden aussehen wird und was aus unseren Blumen Aquarellen geworden ist.

Die falsche Blume – eine Verbindung von Tradition und Moderne

Die falsche Blume –

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eine Verbindung von Tradition und Moderne

 

Die Tradition der Sebnitzer Kunstblumenherstellung

Ich hatte vor zwei Tagen den ersten Artikel zu dem Projekt „Die Falsche Blume“ und dem dazugehörigen Märchen veröffentlicht. Das Projekt geht auf die Idee von Hermann August Weizenegger in Zusammenarbeit mit Kunstgewerbemuseum Dresden zurück. Als Professor für Industrial Design der FH PotsdamGründer des Berliner Labels für Produktdesign HAW, … hatten es ihm die Formen, das Handwerk und die Tradition der Herstellung von Kunstblumen in Sebnitz angetan. Die Tradition der Herstellung von Seidenblumen geht in Sebnitz auf das Jahr 1834 zurück.  Im 19. Jahrhundert und Anfang des 20. Jahrhunderts war Sebnitz und die Umgebung weltweit berühmt für die Kunstblumenherstellung. Die Blumen wurden als Schmuck für Kleider, Hüte, Tischschmuck, Raumdekoration ua. genutzt. Noch heute werden dort in der Manufaktur „Deutsche Kunstblume Sebnitz“ die Blumen mit traditionellem Wissen und großen handwerklichen  Geschickt hergestellt. Jede der Blumen ist ein kleines Kunstwerk.

Von der Tradition zur einer Ausstellung mit dem Design der falsche Blume in der Moderne

Die Falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

Die Falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

Herman August Weizenegger hat sich von der Geschichte der Kunstblumenherstellung und den wunderbaren Möglichkeiten des Formenspiel inspirieren lassen und hat viele Partner gewonnen, um rund um die Seidenblumen ein Ausstellungprojekt zu entwickeln. Basis des Projektes ist ein von ihm geschriebenes Märchen, mit der Geschichte des Sebnitzer Blumenmädchens „Lore“. Das Märchen „Die falsche Blume“ gibt einen Einblick in die Lebensumstände der Menschen, die die Kunstblumen im 19. Jahrhundert in Heimarbeit herstellten und beschreibt zu gleich die beiden Kunstblumen – “Lore” und der “Sebnitzer Flussteufel” als „Titelmotive“ des Ausstellungprojektes. Aus der Idee des Märchens hat Herrmann August Weizenegger mit seinen Studenten und den Mitarbeiten der Sebnitzer Manufaktur den Kunstblumen „Lore“ und dem „Sebnitzer Flussteufel“ Form und Farben gegeben. Hierbei treffen Elemente der traditionellen Herstellung und moderne Fertigungsmethoden (CAD, 3D Druck verfahren, …) aufeinander und gehen eine Symbiose in den Seidenblumen ein.

Die Farben und Formen der beiden Motive wurden als Druck, Fotografie oder als Seidenblume vielen anderen Manufakturen, Kunsthandwerkern und Künstler zur Verfügung gestellt. Etliche von ihnen haben sich von der Idee von traditionelles Kunsthandwerk und Moderne zu verbinden, anstecken lassen und so ist aus einer Idee einem Märchen

das Designmärchen „Die Falsche Blume“

entstanden.  Die Formen und Farben der beide Kunstblumen „Lore“ und „Sebnitzer Flussteufel“  haben renommierten Hersteller wie die  Kristallglasmanufaktur Theresienthal, Curt Bauer, Welter, Weissfee, und Meissen oder talentierte Handwerker, wie der Stuhlbauer Stefan Heinz, der Parkettleger Gunter Ludwig, der Polsterer Robert Krebes oder der Glasingenieur Gotthard Petrick aufgegriffen. So werden ab dem 27. Juni 2015 in den staatlichen Kunstsammlungen Dresden die beiden Blüten nun auch handwerklich hochwertig gefertigte Wandtapeten, Möbel, Teller, Gläser, Jacquardstoffe sowie mit Spitze aus Plauen verzierte Servietten und Decken zu sehen sein. „Die falsche Blume“ ist nichts weniger als der Versuch eines umfassenden Gesamtkunstwerks. Aus einer Geschichte der Blumenmacherin „Lore“ und dem „Sebnitzer Flussteufel“ eine Ausstellungen mit märchenhaften Design – ein Designmärchen. Hier finden Sie die offizielle Presseerklärung zur Ankündigung der Ausstellung „Die falsche Blume. Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger“  im Kunstgewerbemuseum der Staatliche Kunstsammlungen Dresden.

Lassen Sie sich überraschen, wie die Ausstellung,  das Designmärchen zur falschen Blume aussehen wird und welche Rolle unsere Aquarelle im Projekt spielen 😉

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Flyer für die Ausstellung - Die falsche Blume - ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

Flyer für die Ausstellung – Die falsche Blume – ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

Flyer für die Ausstellung - Die falsche Blume - ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

Flyer für die Ausstellung – Die falsche Blume – ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

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Der Beginn unserer Mitarbeit an dem Ausstellungsprojekt „Die Falsche Blume“

4. Juni 2015 2 Kommentare

Der Beginn unserer Mitarbeit an dem Ausstellungsprojekt

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Die Falsche Blume

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Manchmal ist das wirkliche Leben wie ein Märchen

und es geschehen vermeintlich noch Wunder. Diese Aussage ist nicht nur eine Metapher, denn Hanka und ich haben das Glück an einem Ausstellungsprojekt zu einem Designmärchen mitzuwirken. Auch wenn die Handlung des Märchens traurig ist, war und das Glück hold. O.k. vielleicht ist es auch das Glück des Tüchtigen, denn ich versuche immer wieder dass anderen Menschen unsere Aquarelle über Google finden. Hierzu versuche ich Kunst und Kommunikation im WEB miteinander zu verbinden. Ein Ergebnis dieser Arbeit war, dass uns Mitte November im vergangenen Jahr Hermann August Weizenegger kontaktierte. Er suchte für ein Ausstellungsprojekt Aquarellmaler, die Blumen und Blüten malen. Er hatte unsere Aquarelle im WEB gefunden und bat um unsere Mitarbeit. Besonders gefiel ihm Hankas leichte Malerei und das Spiel mit den Farben bei den Blüten. Nur konnten wir leider den Terminwunsch für mehrere Aquarelle im Dezember 2014 nicht einhalten. Aber unsere klaren Aussagen zu Terminen und Kosten gepaart mit unserer Aquarellmalerei führten dazu, dass wir uns dann in aller Ruhe im Januar bei uns trafen und uns in aller Ruhe über die Erwartungen, die Art der Malerei und den Umfang austauschten. Es war spannend sich mit Hermann August Weizenegger, Professor für Industrial Design der FH Potsdam, Gründer des Berliner Labels für Produktdesign HAW, … zu unterhalten. Seine Arbeitsweise und Ideen in der Entwicklung von Ausstellungsprojekten waren interessant. Aber gewonnen hat uns Hermann August Weizenegger mit seinem Märchen und seinen Blumen. Bei der Geschichte  und den Blumen gingen uns sofort verschiedene Bilder durch den Kopf. Doch lesen und sehen Sie selbst 😉

Die Falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

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Es war schon Ende Mai des Jahres 1880 in der Gegend von Altendorf nahe Sebnitz in der Sächsischen Schweiz – doch der Winter wollte und wollte kein Ende nehmen. Dicke Eisschichten bedeckten das Land und fast jede Nacht schneite es erneut. Die Menschen waren verzweifelt und man munkelte bereits über eine neue Eiszeit. Selbst das traditionelle Austreiben des Winters zu Fastnacht hatte keine Veränderung gebracht. Die ärmliche Landbevölkerung litt Hunger, die Bauern konnten nicht säen und die Wintervorräte waren fast aufgebraucht. Die einzige Arbeit, die noch Einkommen brachte, war das “blümeln”. Die Bauern saßen zu Hause in ihren Stuben und banden Kunstblumen, welche sie für den Blumenfabrikanten Louis Meiche aus der Stadt Sebnitz anfertigten. Das Geschäft mit den Kunstblumen gedieh zu dieser Zeit prächtig, da die Leute aus der Sebnitzer Gegend sich als sehr geschickt in dem Handwerk erwiesen und ihre Blumen in die ganze Welt exportiert wurden.

Unter den Blumenheimarbeitern war auch das zarte und hübsche Mädchen Lore Albrecht. Sie hatte ihr Handwerk bereits im Alter von acht Jahren erlernt. Ihre Eltern waren früh gestorben und sie lebte nun bei ihrer Großmutter auf einem kleinen Hof, der kaum das Nötigste zum Leben abwarf. Trotz ihres Alters von mittlerweile 21 Jahren war sie noch ungebunden. Von jeher war sie störrisch und dickköpfig gewesen. So kam es ihr eines Tages in den Sinn, nicht nur Blüten nach dem Vorbild der Natur zu fertigen. Angeregt vom Weiß der Schneeglöckchen – ihrer Lieblingsblumen, da sie den Frühling einläuten – ließ sie sich zu den fantastischsten und außergewöhnlichsten Blütenformen hinreißen.

Als die Großmutter die ungewöhnlichen Erzeugnisse von Lores Phantasie entdeckte, redete sie streng auf sie ein: Louis Meiche werde ihr solch merkwürdigen Blüten niemals abkaufen, sie seien gegen die Natur. Ihr aller Überleben sei von dem Verdienst abhängig, deswegen solle sie die gleichen Blumen wie immer fertigen, wie es auch alle anderen tun. Lore aber zeigte keine Einsicht. Bei der Auseinandersetzung mit der Großmutter stach sie sich unachtsam mit der Nähnadel in den Finger und das Blut tropfte auf den Rand ihrer weißen Kunstblüten. Nach dem ersten Schreck fand sie Gefallen an der Verfärbung und schließlich versah sie auch alle anderen Blumen mit ihrem Blut.

Trotz schwerer Schneestürme machte sie sich am nächsten Morgen auf den Weg nach Sebnitz. Tief gebeugt zog sie ihren mit Kunstblumen beladenen Schlitten durch den Pulverschnee. Nach einigen Stunden mühseligen Wanderns sah sie endlich aus der Entfernung die Umrisse der Manufaktur. Sie hatte sich als einzige des gesamten Umlandes bei diesem stürmischen Wetter auf den Weg gemacht und wurde sofort zu Louis Meiche – von seinen Angestellten heimlich gerne „Geldsack“ genannt – vorgelassen. Als der Geschäftsmann die mit Blut verzierten Kunstblüten des Mädchens sah, war er entsetzt. Solch eine Blume kannte er nicht, sie hatte weder Ursprung noch Namen. Er weigerte sich, die Kreationen anzunehmen und schickte das Mädchen wieder nach Hause.

Lore war verzweifelt und bereute nun ihre Dickköpfigkeit. Da der Sturm etwas nachgelassen hatte, beschloss sie, eine Abkürzung über den zugefrorenen Sebnitzer Fluss zu nehmen. Wirre Gedanken schossen ihr durch den Kopf, als sie die Eisfläche betrat. Eigentlich hätte sie Brot von dem Verdienst kaufen sollen und nun stand sie mit leeren Händen da. Wie sollte sie sich und ihre Großmutter in den nächsten Tagen ernähren? Als sie schon fast das andere Ufer erreicht hatte, krachte und knackte es plötzlich im Eis, auf dem sie lief. Lore brach ein und sank bis zum Oberkörper ins Eiswasser. Sie strampelte und versuchte vergeblich, sich zurück aufs Eis zu ziehen. Da kam ihr plötzlich der Flussteufel in den Sinn. Von jeher war sie ermahnt worden, nicht auf dem gefrorenen Fluss zu laufen, um den Teufel nicht zu stören. Nun rief sie in ihrer Verzweiflung laut nach ihm. In seinem Winterschlaf unterbrochen erboste sich der Flussteufel zunächst über das schreiende und um sein Leben kämpfende Mädchen, bekam dann aber doch Mitleid und gab sie mit einem Schub frei.

Zitternd und frierend schleppte Lore sich mit ihrem Schlitten den langen Weg nach Hause, wo sie in der Stube zusammenbrach. In den Armen der Großmutter erzählte das Mädchen mit hohem Fieber, was sie erlebt hatte und starb noch in der selben Nacht.

Wie es der Brauch bei verstorbenen Jungfrauen erforderte, fertigte die Großmutter einen Totenkranz. Aus der Not heraus und weil sie nichts anderes hatte, band sie das Gesteck aus Lores Phantasieblumen. Bei der Beerdigung Anfang Juni lag noch immer hoher Schnee.

Als der Sarg bei der Prozession zur Kapelle getragen wurde, fegte plötzlich ein Windstoß den Totenkranz vom Sarg. Er wirbelte durch die Luft, bis er seitlich des Weges im Schnee zu liegen kam.

Dann passierte etwas erstaunliches. Vom Kranz aus Lores Phantasieblumen schien sich eine seltsame Wärme auszubreiten. Rings um ihn herum begann der Schnee zu schmelzen. Mehr und mehr zog sich das Eis zurück und verschwand. Schon bald kam der hartgefrorene Erdboden zum Vorschein. Die Menschen blickten sich mit offenen Mündern an. Sie konnten es nicht fassen. Mehr und mehr wich der Schnee um den Leichenzug herum zurück und schon wenige Tage später war der Frühling in die gesamte Gegend eingezogen. Die Menschen konnten aufatmen. Der Winter war endlich vorbei.

Lores Kranz aber bekam einen Ehrenplatz im Glaskasten der Kapelle von Lichtenhein. Vermutlich war es der Pastor, der sich nach einiger Zeit getraut hatte, ihn aufzuheben und, wie es von jeher die Tradition war, in die Vitrine zu legen. Den Menschen der Gegend blieb das Ereignis für lange Zeit in fester Erinnerung. In lang anhaltenden Wintern versammelten sie sich in der Kapelle vor dem Totenkranz. Sie schlossen das Mädchen in ihre Fürbitten ein und betrachteten dabei das seltsame Gesteck aus diesen falschen Blumen.

 


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Die beiden Blumen – „Lore“ und der „Sebnitzer Flussteufel“ sind die „Titelmotive“ des Ausstellungsprojektes „Die falsche Blume“. Wenn es Sie interessiert, wie es weiter geht, dann schauen Sie doch in den nächsten Tagen wieder auf meinen Blog oder besuchen Sie am besten ab den 27. Juni 2015 die Ausstellung „Die falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger“ im Schloss Pilnitz, dem neuen Kunstgewerbemuseum Dresden ;-).

 

Die Falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

Die Falsche Blume – Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger

Die kleine Meerjungfrau feiert ihren 100. Geburtstag

Die kleine Meerjungfrau feiert ihren 100. Geburtstag

Glückwünsche für ein Modell meiner Aquarelle 😉

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Ein Modell eines meiner Aquarelle feiert heute am 23. August seinen hundertsten Geburtstag. Ich male gerne Menschen, aber diese alte Lady konnte ich leider nicht persönlich kennen lernen und proträtieren, denn es handelt sich um die kleine Meerjungfrau. Ich habe das dänische Wahrzeichen u.a. bei einer Stippvisite mit der AIDA bella in Kopenhagen kennen gelernt und die kleine Meerjungfrau spielt auch eine Hauptrolle bei meinen Sternzeichen. Ich hatte für unser Projekt Faszination Sternzeichen die Meerjungfrau als Motiv für das Aquarell des Sternzeichen Jungfrau gemalt. Dieses Aquarell fand dann sogar seinen Platz in unserem Sternzeichen Buch mit der Hessepreisträgerin Annette Pehnt als Autorin. Aber meine Faszination für die kleine Jungfrau ist nichts gegen die einhundert Jahre anhaltende Begeisterung von ganz Dänemark und der Besucher Kopenhagens. Am heutigen Tag wird für die kleine Meerjungfrau aus dem Märchen von Hans Christian Andersen in Kopenhagen eine zünftige Geburtstagsparty gefeiert. Einhundert als Meerjungfrau verkleidete Frauen steigen ins Wasser und bilden die Zahl 100 in einem Wasserballett. Um 20.00 Uhr werden Auszüge aus dem russischen Musical „Die kleine Meerjungfrau“ gezeigt und der Tag schließt mit einem Feuerwerk.

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Ich möchte mich symbolisch aus der Ferne in die Reihe der Gratulanten einreihen und wünsche allen Kindern und Erwachsenen viel Freude mit dem 1837 von Hans Christian Andersen geschriebenen Märchen „Die Kleine Meerjungfrau„.

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