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Aquarellmalerei – Das Papier macht den Unterschied

4. September 2018 5 Kommentare

Aquarellmalerei – Das Papier macht den Unterschied

Auch bei der Wahl des Aquarellpapiers gilt: Probieren geht über studieren

 

Hurra ich habe Post 😉 Passend zum Start der Aquarellkurse und Malreisen im September habe ich ein Paket von Hahnemühle bekommen. Ich habe Probenblätter von verschiedenen Aquarellpapieren erhalten.

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Mit Hilfe der Probepapiere versuche ich immer wieder Fragen und Hilfeschreie von Malschülern und Interessenten zu beantworten, wie z.B.:

In meinen Aquarellkursen, Malreisen sowie anderen Veranstaltungen testen wir dann gemeinsam verschiedene Aquarellpapiere. Durch das Malen von ganz einfachen Motiven, wie Äpfeln, Herbstblättern, Möwen, Kerzen, Blüten auf verschiedenen Papieren mit einer unterschiedlichen Oberflächen und Dicken kann man sehr gut erleben, dass es auch bei der Aquarellmalerei heißt, das Papier macht den Unterschied.  Durch Anfassen, Malen, Ausprobieren erlebt man schnell, dass die Papiermischung, die Papieroberflächen (rau, matt, fein, satiniert, hot-pressed, cold-pressed, …) eine weit aus größere Rolle spielen als die Dicke oder das Gewicht der Papiere. Auch bei der Wahl des Aquarellpapiers gilt: Probieren geht über studieren 😉 Wenn man das gleiche Motiv schnell hinter einander auf unterschiedlichen Papier malt, kann man erleben, dass beim Aquarell das Ergebnis ganz wesentlich vom Papier abhängt.  Für alle die doch vor dem Malen sich in das Thema einlesen wollen, habe ich noch einen Tipp. Ich habe in der Zeitschrift „Palette& Zeichenstift“, den Artikel „Auf der Suche nach dem richtigen Aquarellpapier“ geschrieben. Hier können Sie den Auszug aus dem Artikel „Auf der Suche nach dem richtigen Aquarellpapier“ in der Palette 4 – 2016 auch als pdf lesen.

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Hier einige Tipp´s zur Suche nach dem richtigen Aquarellpapier:

  • Gehen Sie zum Papierhändler Ihres Vertrauens oder zu Ihrem Mallehrers / Dozenten lassen Sie sich Proben von verschiedenen Aquarellpapieren geben und probieren Sie einfache Motive auf unterschiedlichen Papieren aus. Am besten versuchen Sie es in ihrer Malgruppe. Dann können Sie die Ergebnisse der verschiedenen Maler auf den Papieren vergleichen und schnell erkennen, welche Ergebnisse dem Papier oder dem Maler „geschuldet“ sind.

  • Nutzen Sie die zwei / drei Papiere, auf denen Sie sich am wohlsten fühlen. Ich wähle von meinen „Lieblingspapieren“ immer das passende. Je nach Stimmung – ob ich zart oder kontrastreich malen möchte, je nach Motiv – ob ich ein Portrait oder eine Nebellandschaft malen möchte, wähle ich eines meiner Aquarellpapiere.

  • Bleiben Sie Ihren Papieren (eine Weile) treu, um die Möglichkeiten des Aquarellpapiers auszuschöpfen, um zu wissen, wie Wasser und Farben auf dem Papier reagieren. Dann können Sie sich auch an neue Motive und Herausforderungen wagen und müssen nicht jedes Mal mit den Überraschungen eines Papiers „kämpfen“.

  • Bleiben Sie neugierig, lassen Sie sich auch einmal überraschen und probieren Sie immer wieder einmal neue Aquarellpapiere aus oder malen Sie auch einmal Aquarelle auf Leinwand, Aluminium oder oder …. Es kann sich lohnen.

  • Investieren Sie in gutes Aquarellpapier. Nichts ist schlimmer, wenn die Aquarell misslingen, weil man versucht hat, am Papier zu sparen. Beachten Sie, das Papier ist immer das teuerste an der Aquarellmalerei. Gute Pinsel halten viele Jahre. Mit einem Näpfchen oder einer Tube Aquarellfarbe, kann man viele Bilder malen.

  • Ich kaufe Markenware (verschiedene Hahnemühle- und Lanapapiere), dann habe ich eine verlässliche Qualität.

Doch genug der Worte, da ein Bild mehr sagt als 1.000 Wort sagt, habe ich ein paar Fotos mit meiner Arbeitsweise mit Probeblättern von verschiedenen Aquarellpapieren herausgesucht.

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Vielleicht konnte ich Sie neugierig machen und Sie haben Lust, auch einmal verschiedene Aquarellpapiere auszuprobieren. Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei und freue mich auf Ihr Feedback. 😉

 

 

Hirschbrunft an der Ostsee (c) Aquarell von Frank Koebsch

Hirschbrunft an der Ostsee – Aquarell von Frank Koebsch

Step by Step entsteht ein neues Wild life Aquarell

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Es ist für uns immer wieder spannend Tiere in der Natur zu beobachten. Ich habe schon oft über unsere Beobachtungen beim Vogelzug an der Ostsee, den Kranichbeobachtungen auf den Feldern an Müritz,  den Beobachtungen der Seeadler am breiten Luzin u.a. berichtet. Egal ob wir bei uns in Mecklenburg Vorpommern in Nationalparks unterwegs sind oder bei unseren Reisen nach Spitzbergen, Kanada und Alaska, wir versuchen immer wieder unsere Erlebnisse und Beobachtungen mit unseren Kameras festzuhalten. Auf der Basis dieser Erlebnisse, unserer Fotos, Studien in den Zoos und Wildparks entstehen dann unsere Kranich Aquarelle und Wild life Bilder.  Viele von diesen Aquarelle habe ich schon hier auf meinem Blog vorgestellt, z.B. das Wolfsaquarell „Winterspiel“, das Adleraquarell „Majestätisch“, die Fischotter Aquarelle u.a.

Treffpunkt Darßer Ort (c) Aquarell mit einem Reiher und einem Hirsch von Frank Koebsch

Treffpunkt Darßer Ort (c) Aquarell mit einem Reiher und einem Hirsch von Frank Koebsch

Im vergangenen Herbst war ich oft im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft am Darßer Ort Ich habe dort eine Ausstellung von Drucken meiner Kranich Aquarellen im Natureum vorbereitet. Im Zusammenhang mit der Ausstellung meiner Kranich Bilder im Natureum habe mehre herbstliche Ausflüge am Darßer Ort unternommen und war dort auf dem Rundweg in vorpommerschen Boddenlandschaft unterwegs. Ich hatte das Glück die Hirschbrunft am Darßer Ort zu erleben. Die Hirschbrunft direkt an der Ostsee zu beobachten, ist ein wunderschönes Erlebnis. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ich nach diesen Erlebnissen anfing Hirsch Aquarelle zu malen. In den vergangenen Wochen entstanden so immer wieder Bilder mit den imposanten Rothirschen, wie in der Weihnachtszeit oder das Aquarell „Treffpunkt Darßer Ort“. Heute möchte ein neues Wild life Aquarell vorstellen.  Ich habe versucht die Hirsche vor der Kulisse der Ostsee in dem Bild einzufangen. Dazu habe ich ein großes Blatt im Format 58 x 76 cm des Aquarellpapiers Leonardo 600 g/m2 matt von Hahnemühle und meine Aquarellfarben von Schmincke ausgewählt.  Von meinen Aquarellpinseln habe ich für dieses Hirsch Aquarell den Pinsel 30ér COSMOTOP | Serie 5080 und einen 7ér MAESTRO Aquarellpinsel, rund | Serie 19 genutzt. Umso ein großes Blatt zu füllen, habe ich einen Teil der Aquarellfarben aus den Tuben in Gläser gefüllt, so kann ich die Farbe mit großen Pinseln gut aufnehmen. In den folgenden Fotos können Sie verfolgen, wie das Wild Life Aquarell von der Hirschbrunft an der Ostsee Step by Step entstanden ist.

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Hirschbrunft an der Ostsee (c) Aquarell von FRank Koebsch

Hirschbrunft an der Ostsee (c) Aquarell von FRank Koebsch

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Es ist jedes Mal ein spannendes Unterfangen, wie so ein Aquarell mit den Verläufen und Lasuren entsteht.  Wenn Sie Interesse an weiteren solchen Beschreibungen, wie Aquarelle Step by Step entstehen, haben hier ein paar weitere Beispiele:

 

Für mich ist das Aquarell „Hirschbrunft an der Ostsee“ eine tolle Erinnerung an ein großartiges Naturschauspiel. Wie gefällt Ihnen mein Wild life Aquarell?

Auf der Suche nach dem richtigen Aquarellpapier

Auf der Suche nach dem richtigen Aquarellpapier

Ein Artikel von Frank Koebsch in Zeitschrift Palette und Zeichenstift 2016 / 04

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Papierauswahl (c) Frank Koebsch

Papierauswahl (c) Frank Koebsch

Wer meinen Blog verfolgt oder auf unserer Web Seite stöbert, wird gelesen haben, dass ich bei unseren Aquarellen in der Regel angebe, mit welchen Farben auf welchem Aquarellpapier wir die Bilder gemalt haben. Der Grund ist ganz einfach. Ich werde immer wieder bei den Aquarellkursen und Malreisen gefragt, welches Aquarellpapier ich nutze.  Auch auf Ausstellungen wird uns immer wieder diese Frage gestellt.  Meine Suche nach dem richtigen Aquarellpapier für mich war eine längere Reise.

Wie heißt es so schön:

Das Papier macht den Unterschied

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Ich habe verschiedene Papiere ausprobiert und bin auch weiterhin auf mir unbekannte Papiere gespannt. Drei verschiedene Aquarellpapiere habe ich gefunden, die meine heutige Art zu malen optimal unterstützen. Diese Papiere stehen bei mir im Schrank und ich wähle unter ihnen je nach Motiv, angestrebter Malweise und letztendlich auch nach persönlicher Stimmung. Aus diesem Grund empfehle ich Ihnen, verschiedene Aquarellpapiere auszuprobieren und danach die Wahl des Papiers zu treffen. Wenn man sein Papier oder seine Papiere gefunden hat, ist mein Tipp, bei diesen Papieren zu bleiben und seine Malweise immer weiterzuentwickeln.

Welches Papier ist das Richtige?

Welches Papier ist das Richtige?

Meine Erfahrungen habe ich habe ich in einem Artikel „Auf der Suche nach dem richtigen Aquarellpapier“ in der Zeitschrift „Palette und Zeichenstift“ veröffentlicht. Der Artikel soll eine Anregung sein, dass sich Malschüler und Anfänger mehr mit dem Medium Papier beschäftigen. Es hilft wenig zu fragen, auf welchem Papier ich oder andere Aquarellisten malen. Es ist wichtiger zu fragen

Welches Papier unterstützt meine Malweise?

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Als Beispiele für die unterschiedlichen Eigenschaften der Papiere, habe ich die Aquarelle „Aussicht auf das Mönchgut“, „Rosenblüten – wunderbare aber vergängliche Schönheiten“,  „Herbstanfang“ und „Die Blüten des Sebnitzer Flussteufels“ in der Palette veröffentlicht.

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Die Wirkung der Aquarellfarben und die Möglichkeiten sind auf den verschieden Papieren unterschiedlich. Das Aquarell „Die Blüten des Sebnitzer Flussteufels“ habe ich auf dem Echt-Bütten Aquarellkarton Leonardo, 600 g / mmatt, die Aquarelle „Herbstanfang“ und „Rosenblüten – wunderbare aber vergängliche Schönheiten“ auf dem Aquarellkarton Cornwall 450 g / m2, rau, das Aquarell „Aussicht auf das Mönchgut“ auf dem Aquarellkarton Britannia 300 g / m2 matt von Hahnemühle gemalt. Diese Papiere stehen bei mir im Schrank und ich ja nach Motiv und Stimmung wähle ich das für mich passende Aquarellpapier.

Das Gewicht eines Papiers ist nur eine Angabe, wie viel Wasser das Papier aufnehmen kann, bevor es sich wellt. Man kann ganz phantastische Bilder auf ganz dünnen, leichten Papieren malen, wenn sie aufgespannt werden. Noch wichtiger als das Gewicht sind die Oberfläche und der Aufbau des Papiers. Sie bestimmen ganz wesentlich

  • wie das Wasser – Farbgemisch verlaufen wird,
  • ob sich beim Auftrocknen leicht Wasserränder und Ausblühungen bilden,
  • ob sich Farben wieder auswaschen lassen oder beim Lasieren schnell wieder anlösen und dann auf dem Blatt vermischen,
  • wie die Farbe in das Papier eindringen wird, ob ein Aquarell matt aussieht oder die Farben wunderbar leuchten,
  • ….

Leider gibt für den Aufbau der Papiere und die Oberflächen keine einheitlichen Bezeichnungen. Ich versuche in dem Artikel die wichtigsten Begriffe (matt, rau, fine, satiniert, torchon, extra rau, kalt gepresst, heiß gepresst Bütten, Echtbütten, Akademiepapiere, …) zu erklären und gebe Hinweise wofür, sich die einzelnen Papierarten eignen.

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Hier können Sie den Auszug aus dem Artikel „Auf der Suche nach dem richtigen Aquarellpapier“ in der Palette 4 – 2016 auch als pdf lesen.

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Wie findet, man sein Aquarellpapier, dass die persönliche Malweiseunterstützt?

 

Wenn ich einen neuen Aquarellkurs oder eine längere Malreise starte, bitte ich meine Malschüler sich auf ein kleines Experiment einzulassen und ein einfaches Motiv mehrmals auf verschiedenen Papieren zu malen. Zuerst ist die Begeisterung nicht sehr groß. Ich versuche dann, den Stellenwert der Papierwahl für ein gutes Bild z.B. mit folgenden Aussagen zu verdeutlichen:

  • Es ist nicht möglich, mit dem besten Rotmarderpinsel und den brillantesten Farben auf einem Stück Pack- oder Toilettenpapier ein gutes Aquarell zu malen.

  • Von den Kosten für ein Aquarell gebe ich über 85 % für Papier aus, ca. 10 % für Farben, ca. 3 % für sonstiges und nur 2 % für Pinsel. Gute Pinsel halten bei richtiger Pflege viele Jahre. Papier und Farben sind Verbrauchsmaterial. Aber gute Aquarellpapiere sind die Grundlage für jedes Bild.

Eine der Übungen, die ich für einen

Test von Aquarellpapier

empfehle, ist das Malen von ein paar Äpfeln. Ich hatte diesen Test und die meine Ergebnisse bereits in den vergangenen Jahren einmal hier auf meinem Blog vorgestellt. Am besten Sie man die Ergebnisse des Tests von Aquarellpapieren in dieser Abbildung.

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Der Vergleich der fertigen Aquarelle auf den unterschiedlichen Papieren (c) Frank Koebsch

Der Vergleich der fertigen Aquarelle auf den unterschiedlichen Papieren (c) Frank Koebsch

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Palette und Zeichenstift 4 - 2016

Ich hoffe, dass ich Ihnen bei der Suche nach ihrem Aquarellpapier einige Impulse geben konnte. In dem Artikel „Auf der Suche nach dem richtigen Aquarellpapier“ der Palette 2016 – 04 können sie ganz ausführlich etwas zu dem Test und den verschiedenen Papieren lesen. Wenn Sie die Zeitschrift nicht besitzen, können sie hier eine Leseprobe als pdf einsehen oder und das Heft bei dem Verlag oder im gutsortierten Zeitschriftenhandel kaufen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Stöbern in der Palette und beim Ausprobieren.

 

Hahnemühle Aquarellpapiere, ich häufig nutze (c) FRank Koebsch

Hahnemühle Aquarellpapiere, ich häufig nutze (c) FRank Koebsch

Wenn Sie meinen Blog verfolgen, werden Sie gelesen haben, dass ich zu 90% Papiere von Hahnemühle nutze. Ich kann die verwendeten Aquarellpapiere zu 100% empfehlen😉.

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Vielleicht suchen Sie noch weitere Anregungen. Dann möchte ich Ihnen folgende Artikel empfehlen, die bisher von mir in der Zeitschrift „Palette und Zeichenstift“ erschienen sind:

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P.S.:

So ganz falsch kann ich mit meinen Überlegungen nicht liegen. Denn während unseres Urlaubes in Malmö erreichte mich eine Mail von meinem Kollegen Martin Lutz, mit einem Lob für den Artikel. Ein feedback über das ich mich sehr freue, denn ich bewundere die Aquarelle mit den Menschen von Martin Lutz. Mit seiner Malweise zaubert er Personen wunderbar locker und mit einer hohen Ausstrahlung auf „sein“ Aquarellpapier.

 

Aquarellpapier

6. Februar 2012 11 Kommentare

Aquarellpapier

Die Suche nach dem richtigen Aquarellpapier

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Pinsel und Farben / neue Palette

Pinsel und Farben / neue Palette

Die Wahl des Aquarellpapiers beeinflusst die Malweise und damit auch das fertige Aquarell. Immer wieder bekomme ich Anfragen, wie ich dieses oder jenes mache, wie ich Lasuren aufbaue oder mit den Verläufen arbeite. Egal ob nun Malschüler oder Menschen, die Freude an der Aquarellmalerei haben oder die  meine Videos z.B. Aquarell Step by Step – Faszination Karussell als Video oder Aquarell einer Distel von Frank Koebsch – step by step sehen, stellen dieses Fragen. Oft habe ich das Gefühl, dass als Antwort ein ganz einfaches Rezept erwartet wird, das jeder sofort umsetzen kann. Nun die Antwort ist auch ganz einfach, nur setzt sie voraus, dass die gleichen Aquarellfarben, die gleichen Pinsel und das gleiche Papier genutzt wird. Die Frage nach der besten Aquarellfarbe? habe ich schon beantwortet, bei Aquarellfarben benutze ich zu 90% Schmincke. Diese Antwort gilt unabhängig von der Wahl des Motivs oder ob ich auf Aquarell auf Leinwand oder verschiedenen Papiere male. Bei den Aquarellpinseln ist die Antwort nicht ganz so einfach, es kommt sehr stark auf die Malweise und das Motiv an. Aber welches Papier sollte man nutzen?

Aquarellpapier (c) Frank Koebsch

Aquarellpapier (c) Frank Koebsch

Arten von Aquarellpapier

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Ich hatte bereits in dem Artikel Papier in der Aquarellmalerei ein wenig zu diesem Thema geschrieben. Aber es gibt eine sehr große Anzahl von Papierherstellern, jeder stellt Papiere mit unterschiedlichen Qualitäten und Oberflächen her und nutzt auch noch unterschiedliche Bezeichnungen. Die verschieden Oberflächen werden z.B. eingeteilt in Satiniert, Feinkorn, Grobkorn, Matt, Rau, Torchon, …. Jeder kann sich durch Fühlen und Sehen einen Eindruck von den verschiedenen Oberflächenstrukturen verschaffen. Aber wenn man wissen will, wie sich die Farben auf den verschiedenen Papieren verhalten, spielt noch eine weite Eigenschaft eine Rolle – die Saugfähigkeit des Papiers, die mit der Verarbeitung unmittelbar zusammen hängt. Satinierte Papiere besitzen eine „glatte“ Oberfläche, die durch mehrmaliges Walzen der Papiere entsteht. Die Oberfläche eines satinierten Papiers nimmt damit aber viel weniger Wasser auf, wie ein handgeschöpftes Papier, ein Büttenpapier. Die Erklärung hierzu ist einfach, denn durch das Walzen und Pressen, werden die Papiere zusammen gedrückt und die auch die Papierpartikel an der Oberfläche ausgerichtet. Dann gibt es noch die Begriffe heiß- und kaltgepresst. Dieses sind weitere Spezifikationen für das Satinieren. Beim Satinieren / Pressen mit Hitze entstehen freikörnige Papiere. Wird das Satinieren ohne Hitze entstehen matte oder raue Papiere. Dann gibt es noch die Möglichkeit bei Pressen der Papiere ganz bewusst verschiedene Oberflächen im Papier zu erzeugen, seien es Rillen oder Gitterstrukturen. Die bekannteste Bezeichnung hierfür ist der Begriff – Torchon. Torchon bezeichnet eine Oberflächenstruktur, die man am ehesten als grobe Leinenstruktur bezeichnen kann.

Papierauswahl (c) Frank Koebsch

Papierauswahl (c) Frank Koebsch

Oft liest oder hört man, dass ein Künstler nur satiniertes Papier benutzt. Diese Aussage ist wenig wert, denn sie besagt nur, dass kein handgeschöpftes Papier genutzt wird. Diese Aussage lässt offen, ob es ein raues, mattes, feinkörniges Papier ist und möglich noch eine besondere Oberfläche, wie das Torchon hat.

Dazu kommt noch, dass sich die Papiere mit gleichen oder ähnlichen Bezeichnungen verschiedener Hersteller durch aus ganz verschiedene Eigenschaften beim Aquarellieren haben können.

Fazit:

  • Die verschieden Oberflächenstrukturen der Papiere beeinflussen das Fließverhalten der Aquarellfarben sehr stark.
  • Die Brillanz, die Leuchtkraft eines Bildes wird bei gleichem Farbauftrag  u.a. dadurch beeinflusst, wie saugfähig ein Papier ist.

Grammatur des Aquarellpapiers

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Hahnemühle Echt-Bütten Aquarellkarton „Leonardo“

Hahnemühle Echt-Bütten Aquarellkarton „Leonardo“

Ich male „nur“ auf Papieren mit einem Gewicht von 300 g / m2 und mehr. Nicht weil man auf dünnerem Papier nicht malen kann, sondern weil ich faul oder bequem bin. Ich möchte nicht das dünne Papier vor dem Malen einweichen und aufleimen oder auf einem Brett verkleben müssen. Ich arbeite meist auf Papieren mit einem Gewicht von 300 g / m2 auf rundum verleimten Blöcken. Durch die Wahl dieses Papiergewichtes auf rundum verleimten Blöcken verhindere ich, dass sich das Papier stark wellt, auch wenn ich meine Aquarelle Nass in Nass male.

Mit der Wahl des Papiergewichtes von 300 g / m2 und mehr, wähle ich in der Regel auch weitere Eigenschaften des Papiers. Die schweren Papiere nehmen mehr Farbe auf, ich kann mehrere Farbschichten als Lasuren übereinander legen, ohne dass das Bild stumpf wirkt. Ich kann Teile des Bildes wieder auswaschen, ohne dass die Papieroberfläche in Mitleidenschaft gezogen wird.

Die Wahl des Aquarellpapiers

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Es gibt kein richtig oder falsch. Es gibt nur entsprechend dem gewählten Papier eine passende Malweise. Bei der Suche nach dem für Sie richtigen Aquarellpapier sollten Sie sich Zeit lassen. Meine Empfehlung ist, verzichten Sie auf Billigpapiere und die Hausmarken der Großhändler. Diese Papiere können gut sein, doch ob es diese Papiere in drei oder zwölf Monaten noch in der gleichen Qualität vom selben Hersteller gibt, ist fraglich. Ich habe mich in der Regel über diese Papier geärgert und nutze die Restbestände als Schmierpapier. 😉

Kaufen Sie auch nicht gleich mehrere Blöcke oder Bögen des teuersten Papiers. Meine Empfehlung ist es, fragen Sie Bekannte, andere Malschüler, Mallehrer, Künstler, ob Sie zwei / drei Blatt des Papiers bekommen können, dass Sie interessiert oder Ihnen empfohlen wird. Probieren Sie verschiedene Papiere aus, damit Sie ein Gefühl dafür bekommen, welches Papier Ihnen liegt. Die Wahl des Papiers wird ganz wesentlich dadurch bestimmt, welche Mahlweise Sie nutzen, was Ihnen liegt. Wenn Sie Malschüler sind und erst wenig Erfahrung haben, sollten Sie grundsätzlich das empfohlene Material Ihres Kursleiters nutzen. Bitte Sie in den Kursen, immer wieder darum, dass ein wenig Materialkunde gemacht wird, dass Sie die Chance haben Dinge zu hinterfragen und auszuprobieren.  Ausprobieren ist wichtig, extrem wichtig, denn man muss ein Gefühl dafür haben,

  • wann und wo mache ich das Papier nass, bevor ich den ersten Farbauftrag auftrage,
  • wann gebe ich bei einer Malweise Nass in Nass Farbe hinzu,
  • wie kann ich zu mindestens grob, die Verläufe der Farben steuern,
  • wann kann ich die nächste Lasur auftragen, ohne dass die Farben in einander verlaufen,
  • wie viel Pigment muss ich auftragen, um den gewünschten Farbton nach dem Trocknen zu erhalten,
  • ….

Ganz sicher in diesem Fall, geht probieren über studieren. Was mich interessiert ist,

  • Welche Erfahrungen haben Sie mit welchem Papier gemacht?

  • Welches Aquarellpapier ist Ihr Favorit?

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P.S. Hier finden Sie die anderen Artikel der zum Aquarellpapier

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