Blogs (Teil 2)

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Lohnt sich der Aufwand für einen Blog?

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Ich hatte vor einigen Tagen „meine“ Blogs vorgestellt. Es sind zurzeit vier Blogs:

Der Artikel endete mit der Frage: Lohnt sich dieser Aufwand? Vor 10 Monaten hatte ich in einer Rückschau auf zwei Jahre Bloggen zum wiederholten Mal versucht diese Frage zu beantworten. 😉 Ich blogge heute immer noch also war meine Bilanz sehr positiv. Interessant waren in den letzten Wochen auch der Artikel 7 Gründe warum Sie als Selbständiger bloggen sollten! von Julian Murrell. Als ich den Artikel auf Xing entdeckte, War mein Kommentar:  Interessant!!! Mir fallen noch mehr oder besser andere Gründe ein 😉

Ein wesentlichen Grund habe ich bei der „Grübelei“ zu diesem Artikel vergessen. Auf diesen musste mich erst Susanne Haun mit Ihrem Kommentar aufmerksam machen. Das Bloggen macht mir Spaß und ich bin mit Freude dabei über meine Malerei und weitere Themen zu schreiben. Gleichzeitig habe ich Lust immer wieder etwas Neues auszuprobieren. Diese Freude und die Neugier beim Bloggen sind neben allen sachlichen Gründen die Haupttriebfehler. 😉

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Gründe einen Blog zu betreiben

Die Aussagen von Julian Murell sind nicht falsch, aber für mich, ein wenig kunterbunt gemischt, denn z.B. SEO ist auch sehr gut ohne einen Blog möglich. Also fing ich an, meine Gedanken zu ordnen und meine Gründe zu beschreiben, warum ich blogge.

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  • Selbstverständnis / Klarheit

Mir hilft es über meine Malerei, die Überlegungen zu den Bildern, das Aquarellieren, die Zusammenarbeit mit anderen, Erfahrungen im Netz und und … zu schreiben. Zum Schreiben muss ich meine Gedanken ordnen, überprüfen und so formulieren, dass die Leser des Blogs die Artikel lesen und verstehen. Ich muss mir darüber klar werden, wo ich hin will. Diese Klarheit /Selbstverständnis hat Auswirkungen auf meine Arbeit und die Kommunikation mit anderen.

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  • Kommunikation

Informationsverteilung durch Vernetzung meines Blogs
Informationsverteilung durch Vernetzung meines Blogs

Durch die Veröffentlichung der Gedanken, Ideen, der Projekte ergeben sich wunderbare Möglichkeiten mit anderen Menschen in „Gespräch“ zu kommen. Um ein breites Echo zu bekommen, verbinde ich die Blogs mit Facebook und Twitter, veröffentliche die Beiträge auch in relevanten Foren und auf anderen Blogs…. Um diese Kommunikation zu fördern, kann es sinnvoll sein, Themen anderer aufzugreifen, zu hinterfragen und zu diskutieren, oder aktuelle Ereignisse aufzugreifen, wenn dieses zum Thema des Blogs in authentischer Weise passt. Ein Meister hierfür ist Martin Mißfeld, der auf seinen Blog zum Thema SEO den Rücktritt von Christian Wullf genauso einbindet wie aktuelle google-doodle ;-). Einher mit der Kommunikation geht der Kompetenzaufbau im Netz, es wächst die Akzeptanz und die Bekanntheit.

 

  • Networking / Zusammenarbeit

konzertierte Aktionen von zus. gehörenden Blogparaden
konzertierte Aktionen von zus. gehörenden Blogparaden

Man muss nicht alles alleine machen. Weder im Netz noch im realen Leben. Das Networken, die Zusammenarbeit mit anderen kann viel bessere Ergebnisse erzielen, als der Versuch alles alleine zu machen. Blogs ermöglichen wunderbar das Networking, die Zusammenarbeit mit anderen Menschen, Organisationen und Unternehmen. Blogs können mit mehreren Autoren geführt werden und die Einbeziehung anderen Menschen über die Kommentarfunktionen ist möglich. Als Beispiel für die Zusammenarbeit im Netz kann z.B. die Konzertierte Aktion  von  10 Blogs gelten, die gemeinsam Blogparaden als Marketinginstrument für die Bildende Kunst eingesetzt haben. Besonders interessant ist es, wenn Künstler bei Projekten wie Ausstellungen zusammen arbeiten, auch bloggen und dann für das Projekt einen weiteren Blog für das Kampagnenmanagement einsetzen.

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  • Kampagnenmanagement

Kunst der Vernetzung
Kunst der Vernetzung

Blogs bieten ideale Möglichkeiten, um Kampagnen medial anzukündigen und zu begleiten. Dieses geschieht in idealer Weise parallel mit klassischer Pressearbeit. In meinem Fall ist es z.B. die Ankündigung einer Ausstellung weit im Vorfeld, die Vorstellung des Ausstellungsortes, der beteiligten Künstler, der Partner und Sponsoren, die Veröffentlichung einzelner Arbeiten, Berichte über die Vernissage, des Presseechos, … um Menschen im Netz für die Ausstellung zu interessieren und sie als Besucher und Kunden zu gewinnen. Aus diesem Grund hatte ich den Blog Jazz meets Fine Arts aufgesetzt und betreibe zusammen mit Susanne Haun den Blog Faszination Sternzeichen. Eine Beschreibung der Kommunikation für das Projekt haben wir in dem Artikel Kunst im Netz oder die Kunst der Vernetzung oder in dem Artikel Faszinierende Sternzeichen deutschlandweit der Zeitschrift atelier – Die Fachzeitschrift für Künstlerinnen und Künstler veröffentlicht.

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  • Angebotspräsentation

Einzeln Artikeln oder Artikelserien können maßgeschneidert auf einzelne Angebote zu geschnitten werden. Ein Produkt kann unter unterschiedenen Gesichtspunkten zu relevanten Terminen beschrieben und präsentiert werden. Produktgruppen können auf verschiedenen Seiten der Blogs gezeigt oder in Shopsysteme präsentiert werden. Ich zeige und beschreibe jedes meiner Aquarelle einmal unmittelbar nach dem Entstehen. Dann stelle ich bei Bedarf zu einzelnen Anlassen verschiedene Aquarelle zusammen  und präsentiere sie gemeinsam zu diesem Anlass, egal ob es Herbstaquarelle mit dem ersten Herbstwetter oder die Aquarelle der Laternenkinder zum Martinstag sind. Ich zeige meine Aquarelle immer wieder mit aktuellen Fotos oder im Zusammenhang mit den Ausstellungen. Unabhängig von diesen zeitlichen Anlässen präsentiere ich alle meine Aquarelle ständig auf thematischen Unterseiten, wie z.B. meine Kranich– oder Jazz Aquarelle. Damit garantiere ich, dass mögliche Kunden die Aquarelle zu relevanten Anlässen finden und sich bei Bedarf ständig einen Überblick verschaffen können. In ähnlicher Art und Weise lassen sie Lehrgänge, Ausstellungen und und… präsenieren.

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  • Marketing

All bisher aufgeführten Punkte von der Klarheit in den Aussagen und den Bildern, der Kommunikation, dem einhergehenden Aufbau von Kompetenz, dem Kampagnenmanagement, der Angebotspräsentation sind Bestandteile ein sehr persönlichen, authentischen und effektiven Marketing.  Hier stimme ich mit Julian Murell über ein, der das Bloggen als subtile Art und Weise bezeichnet Aufmerksamkeit zu erregen. 😉

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Gründe einen Blog zu betreiben
Gründe einen Blog zu betreiben

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Aus den Zeilen geht etwas zu meiner Motivation hervor, warum ich blogge. Es bleiben aber noch eine Menge Fragen offen, die ich in den nächsten Tagen beleuchten möchte, denn ich stecke mindestens ein Stunde pro Tag in den Blog und anderen Medien. Z.B.

  • Welche Gründe haben Sie einen Blog zu betreiben?

  • Wie bloggt man erfolgreich?

Blogs (Teil 1)

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Ich bin Blogger

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Blogs
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Ich bin auf Xing in den vergangen Tagen auf folgenden Beitrag gestoßen – 7 Gründe warum Sie als Selbständiger bloggen sollten! Wenn ich Zeit habe, schaue ich recht gerne in solche Artikel, denn ich bin seit dem 29.05.2009 Blogger. Meine Motivation zu bloggen hat sich mit der Zeit gewandelt. Zu Anfang war der Reiz es aufzuprobieren und eine Chance zu haben, sich mit anderen über das mein Hobby die Malerei auszutauschen. Schnell wurden Themen wie Social Media, Web 2.0, Enterprise 2.0  und die Kommunikation in Unternehmen und zwischen Unternehmen und Kunden Bestandteil meines beruflichen Umfeldes, bis hin, dass ich mich immer stärker zu Themen der Malerei, Ausstellungsorganisationen  und Vermarktung von Kunst entwickelt habe.

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Meine Blogs

Ich habe den Artikel 7 Gründe warum Sie als Selbständiger bloggen sollten! als Anlass genommen, meine Aktivitäten als Blogger zu überdenken. Bis heute habe ich folgende Blogs aufgesetzt:

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https://frankkoebsch.wordpress.com/

Dieses ist mein persönlicher Blog. Hier versuche ich täglich über meine Malerei, Ausstellungen, Überlegungen zu Projekten und Social Media zu berichten. Seit Mai 2009 sind 965 Artikel, 20 Seiten entstanden. Der Blog wurde bis heute ca. 322.000 angeklickt.

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http://jazzmalerei.wordpress.com/

Dieses war der erste Blog den ich für ein Ausstellungsprojekt ausgesetzt habe. Ich hatte immer wieder sporadisch über unsere Ausstellung “Jazz meets Fine Arts” in der Galerie im IPP anlässlich der XXXX. Eldenaer Jazz Evenings berichtet. Es war eine Plattform für die Kommunikation mit Interessenten, Gästen, Sponsoren, Partnern und den Medien. Es war eine Plattform um 10 Künstler im Rahmen ihres gemeinsamen Projektes vorzustellen. Für eine achtwöchige Ausstellung sind in 7 Monaten 26 Artikel, 33 Seiten entstanden. Der Blog wurde bis heute ca. 5.000 angeklickt. Nach dem Ende des Ausstellungsprojekt wird dieser Blog nicht mehr gepflegt ist aber eine wunderbare Referenz ;-).

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http://faszinationsternzeichen.wordpress.com/

ist ein Blog für unser Buch und Ausstellungsprojekt „Faszination Sternzeichen“.  Hier arbeiten vier darstellende Künstler, eine Autorin, ein Verleger und ein Galerist zusammen. Dieses Projekt hat eine Laufzeit von mehr als 18 Monaten, in denen mehrere Ausstellungen und andere Veranstaltungen realisiert werden. Der Blog wird aus heutiger Sicht mindestens bis Ende 2012 gepflegt werden, um mit Interessenten, Gästen, Sponsoren, Partnern und den Medien zu kommunizieren.  Das erste Highlight war die Herausgabe unser Sternzeichen Buches im Dezember 2011. Es sind seit Oktober 2011 22 Artikel, 15 Seiten entstanden. Der Blog wurde bis heute ca. 3.600 angeklickt. Die Kommunikationsstrategie hinter diesem Blog haben wie in einem Artikel der Zeitschrift atelier sowie in Gastbeiträgen im Web, z.B. unter Kunst im Netz oder die Kunst der Vernetzung veröffentlicht. Den Blog pflege ich gemeinsam mit Susanne Haun.

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http://berlintegel.wordpress.com/

ist der jüngste Blog für unser Buch- und Ausstellungsprojekt Berlin – Tegel, Eine Hommage an der Flugplatz mitten im Herzen von Berlin. Er wird unser Projekt wie oben geschildert begleiten und existiert erst einige Wochen.

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Aus den Zeilen geht etwas zu meiner Motivation hervor, warum ich blogge. Es bleiben aber noch eine Menge Fragen offen, die ich in den nächsten Tagen beleuchten möchte, denn ich stecke mindestens ein Stunde pro Tag in den Blog und anderen Medien.

  • Lohnt sich dieser Aufwand?

  • Welche Erfahrungen haben Sie mit Blogs?

  • Welche Gründe haben Sie einen Blog zu betreiben?

Wie ermittelt sich der Preis eines Kunstwerkes? – nicht mit TAX SIM

Es gibt keinen allgemeingültigen Maßstab für Kunst – Preise werden gemacht.

 Nun ich hatte in den vergangenen Tagen ein paar Beiträge zu diesem Thema aus meiner Sicht veröffentlicht. Unter finden Sie auch noch einmal die einzelnen Fragestellungen.

Als Fazit aus der Betrachtung zu dem Simulationsprogramm TAX SIM kann man sagen,

  •  je länger und fundierter die Auseinandersetzung der Künstler in seinem Bereich sind,
  • je länger und erfolgreicher die Erfahrungen der Künstler im Bereich des Ausstellungsbetriebes sind und
  • je größer die Wertschätzung der Öffentlichkeit für einen Künstler durch die Medien und Museen ist

umso höher sollte sein Marktwert seiner Bilder sein. O.k. 😉

Diese Aussage bestätigt das Programm TAX SIM auch in breiten Grenzen. Eine gute Leistung für das kleine minimalistische Programm, auch wenn einige Inhalte, die als Grundlage für die Simulation benötigt werden, fragwürdig sind.

Werden diese Grenzen aber verlassen (Simulation bei der Wahl der Maluntergründe sowie Künstler ohne ausreichende Erfahrungen) ergeben sich unsinnige Werte.

Auch innerhalb der Grenzen von TAX SIM sind die Simulationsergebnisse keines falls Verkaufspreise in „DM“ oder €. Vielmehr kann man Anhaltswerte oder Vergleichwerte bekommen, wie in der Beschreibung von TAK SIM aufgeführt wurde.

Was bleibt, sind zwei Fragen:

  • Welche Preise können Künstler für Ihre Werke am Markt durchsetzen?
  • Wann macht es Sinn die Preise zu erhöhen?

Für den ersten Punkt ist es aus meiner Sicht wichtig mit Partner, Mitstreitern zu reden, den Markt zu beobachten und ein Preis für seine Kunst zu finden.  Auch eine Binsenweißheit 😉 Katastrophal ist es, wenn die Preise wegen ein oder zwei Eintagsfliegen in die Höhe geschossen wurden und dann auf Grund des hohen Preises nicht mehr verkauft werden kann.

Wie ermittelt sich der Preis eines Kunstwerkes?
Wie ermittelt sich der Preis eines Kunstwerkes?

Die Frage wann die Preise erhöht werden sollten, haben wir uns auch schon mehrmals gestellt. Hier halte ich es mit Mary White , einer wunderbaren Aquarellmalerin aus den USA. Sie hat viele Menschen  portraitiert und stand wie jeder andere Künstler auch vor dem Problem der Preisfindung. Sie sagte in einem Interview in der international artist – 63, October / November 2008, Seite 41ff. in dem Artikel „Mary Whyte – Erfassung des Verborgenen“ von Lauren Harris „…Ich habe folgende Formel. Immer, wenn ich eine Warteliste für Menschen, die portraitiert werden wollten, von 6 oder mehr Monaten hatte, erhöhte ich meine Preise um 15%. Dieses zeigt, wie ich meine Preise festgesetzt habe. Ich dachte, wenn ich keine solche Warteliste hatte, werde ich den Preisen gerecht. …“

Nun wir arbeiten nicht mit so vielen Auftragsarbeiten, aber wenn wir mehr Bilder als im vergangenen Jahr verkauft haben, denken wir über eine Preiserhöhung nach. Meist zweimal 😉

Es bleibt also bei dem Ausspruch „Es gibt keinen allgemeingültigen Maßstab für Kunst – Preise werden gemacht.“

P.S. Die anderen Beiträge finden Sie unter
Tax Programm – Ein Simulationsprogramm von Olaf Zimmermann
Vergleich zwischen Hobbykünstler und Profi?
Zahlt sich ein Kunststudium aus? Muss man Meisterschüler sein?
Höhere Preise für Bilder auf Leinwand?

Wie ermittelt sich der Preis eines Kunstwerkes? – Teil 5

Höhere Preise für Bilder auf Leinwand?

Nun ich habe ja schon über die Überlegungen zum Thema Preisbildung vorgestellt Begonnen hatte dieses mit der allgemeinen Aussage „Es gibt keinen allgemeingültigen Maßstab für Kunst – Preise werden gemacht.“ Ich hatte dann auch einige Informationen und eine Bewertung über Sinn und Unsinn des Programms TAX SIM– ein Simulationsprogramm für die Preise für Kunst zur Verfügung gestellt. In Zusammenhang mit der Simulation habe ich bisher zwei Fragestellungen diskutiert:

Was mich weiterhin interessiert sind Aussagen zu dem Thema Aquarelle, Pastell. Nun auf diese Fragestellungen gibt das Programm leider keine Antwort, denn es werden folgende Möglichkeiten angeboten

  1. Öl oder Acryl auf Leinwand
  2. Öl oder Acryl auf Papier
  3. Öl oder Acryl auf sonstigem Material
  4. Gouache auf Papier
  5. Blei- / Farbstift auf Papier
  6. Druckgrafik (Auflage)
Höhere Preise für Bilder auf Leinwand ?
Höhere Preise für Bilder auf Leinwand ?

Nun was nahe liegend ist, wäre als Aquarellist die Wahl Gouache auf Papier. Aber da ich Aquarelle auf Papier und Leinwand male, habe ich mit den Varianten 1 und 2 die Simulation genutzt. Das Ergebnis war erschreckend. Das Programm warf mir als Ergebnis folgendes aus:

Wenn der bekannte 50jährige erfolgreiche freiberufliche Künstler mit Abschluss eines Kunststudiums und einer langen Ausstellungserfahrung von 25 Jahren

  • ein Bild auf Leinwand malt – ergibt sich ein simulierter Preis von 1616
  • das „gleiche“ Bild auf Papier malt – ergibt sich ein simulierter Preis von 808.

Ich wollte es kaum glauben. Ein Bild soll dadurch, dass der gleiche Künstler es in gleicher Technik auf Leinwand gemalt wurde, doppelt zu viel wert sein!!! Damit und ergeben sich Fragen über Fragen:

  • Warum ist ein Bild auf Leinwand soviel mehr wert als auf Papier?
  • Ist dieses in unserer Kultur so hinterlegt, ein hochwertiges Bild – ein Gemälde muss auf Leinwand gemalt sein?
  • Was ist mit den alten Meistern und heutigen Künstlern, die z.B. auf  Holzuntergrund malen?
  • ….

Doch bevor ich die Kunstgeschichte bemüht habe, habe ich mir die Teilergebnisse der Simulation angeschaut. Das Programm bewertet mit Hilfe von 4 Faktoren für

  • das Werkes,
  • den Künstler,
  • die Medien.
  • den Ausstellungsbetrieb.

Die sich ergebende Frage lautet damit: Welche Auswirkungen hat der Maluntergrund (Leinwand oder Papier) auf für einzelnen Faktoren?

  • Wertfaktor
    • Bild auf Leinwand        840
    • Bild auf Papier             420
  • Künstlerfaktor
    • Bild auf Leinwand        248
    • Bild auf Papier             124
  • Medienfaktor
    • Bild auf Leinwand        296
    • Bild auf Papier             148
  • Faktor für den Ausstellungsbetrieb
    • Bild auf Leinwand        232
    • Bild auf Papier             116

Wenn der gleiche Künstler gleiche Bilder auf unterschiedliche Medien malt, sind für mich die Ergebnisse sehr zweifelhaft. Warum?

  •  Künstlerfaktor: Wird man nur dadurch, dass man auf Leinwand mit der gleichen Technik statt auf Papier, malt ein besserer Künstler?
  • Medienfaktor: Werden die Medien dadurch, dass z.B. Bernhard Vogel seine Mixed Media Bilder statt auf Papier auf Leinwand malt, statt in einem kleinen Artikel auf vier Seiten in Hochglanz berichten?
  • Faktor für den Ausstellungsbetrieb: Wird dann eine Ausstellung z.B. von Günter Grass doppelt so gut besucht, wenn er konsequent nur auf Leinwand malt?
Sind Bilder auf Leinwand doppelt soviel wert?
Sind Bilder auf Leinwand doppelt soviel wert?

Hieran wird keiner glauben. Oder?

Spaß bei Seite, dieses ist neben dem negativen Künstlerfaktor für einen Hobbykünstler der zweite elementare Bewertungsfehler des Programms.

P.S. Nehmen Sie meine Ausführungen hier mit einem Augenzwingern , wenn Sie wirklich wissen wollen, wie man Preise für Kunst macht, kann ich nur das Buch „Das kann ich auch! Gebrauchsanweisung für moderne Kunst“ empfehlen.

P.P.S. die obige Grafik habe ich mit Unterstützung von 123gif.de erstellt.

Wie ermittelt sich der Preis eines Kunstwerkes? – Teil 3

Vergleich zwischen Hobbykünstler und Profi?

Da man immer etwas dazu lernen kann, habe ich abends in einem Hotel mal das TAX SIM ausprobiert. Gleichzeitig wollte ich meine Meinung aus dem Teil 1 und 2 dieser Diskussion überprüfen.

Ich habe das  SIM TAX von Olaf Zimmermann genutzt und habe zwei Fallbeispiele aufgebaut, an denen ich Ergebnisse der  Simulation untersucht habe.

  • Einmal habe ich die „realen“ Daten von mir eingepflegt, um einen Bezug zu haben.
  • In dem fiktiven Beispiel habe ich Daten eines 50jährigen erfolgreichen freiberuflichen Künstlers mit Abschluss eines Kunststudiums und eine langen Ausstellungserfahrung genutzt. Hierdurch ergaben sich sehr hohe große Faktoren für den Künstler, die Medienpräsenz, die Ausstellungstätigkeit. Die Vermutung war, dass sich auf dieser Basis Änderungen sichtbare Effekt haben

Das Programm verlangt noch Eingaben in DM und wirft auch so Ergebnisse aus. Aber dieses ist für das qualitative Ergebnis einer Simulation unerheblich, denn es reicht wie bei jeder Simulation die Werte in den verschiedenen Fällen zu vergleichen.

Er sind Frageblöcke auszufüllen und eine Bewertung erfolgt aufgrund der eingegebenen Daten ebenfalls in vier Faktoren für:

  • das Werkes,
  • den Künstler,
  • die Medien.
  • den Ausstellungsbetrieb.

Die konkreten Daten der Fallbeispiele können sie den nachstehenden Tabellen entnehmen. Was für mich interessant war, sind immer wieder Fragen:

  • Wie werde ich im Vergleich zu dem fiktiven Profi abschneiden?
  • Wie werden Aquarelle im Vergleich zu anderen Techniken bewertet?
  • Welche Bedeutung werden dem Ausstellungsbetrieb und der Medienpräsenz gegeben?

Um die Aussagen nicht zu verfälschen, habe ich bei allen Simulationen angegeben, dass bis her kein gleichwertiges Bild verkauft wurde. Ich war von den Endergebnissen im Vergleich Hobbykünstler gegen Profi nicht erstaunt. Doch schauen wir uns mal die einzelnen Faktoren an.

Werkfaktor

Da Hobbykünstler und Profi für die Simulation, das „gleiche“ Bild gemalt haben, bewertet das Programm erst einmal in beiden Fällen das Werk gleich. O.k.  🙂

Ausstellungs- und Medienfaktor

Wo der Profi natürlich berechtigter Weise punktet, ist im Bereicht Medien und Ausstellungsbetrieb. Nun aber leichte Zweifel bleiben, denn im Medienbereich kann ich trotz einer Null beim Ausstellungsfaktor punkten. 😉 Die Ursache ist, dass das Programm nur Ausstellungen in Galerien, Museen… erfasst aber keine anderen Ausstellungen, egal wie groß das Medieninteresse ist. ????

Künstlerfaktor

Hatte ich bei schon bei der Fragestellung zum Bereich Ausstellungen und Medien Zweifel, kann ich hier über das Ergebnis der Simulation hier nur lachen.

Ich bekomme bei Künstlerfaktor eine Wertung von -64. Ich hatte eher gedacht, dass das Programm mir bescheinigt mir, in der Kunstwelt eine Null zu sein 😉  Aber was bedeutet ein negatives Ergebnis? Fragen über Fragen:

  • Polarisieren Hobbykünstler etwas die Kunstwelt?
  • Wo durchbricht ein erfolgreicher Autodidakt die Nulllinie?
  • Wer darf im Sinne dieser Bewertung Kunst machen?

Nun was bleibt ist ein Anhaltswert, dass ein Profi auf dem Markt vielleicht einen 100% höheren Preis durchsetzen kann als ein Hobbykünstler.

Hier geht es zum Teil 4 in der Reihe “Wie ermittelt sich der Preis eines Kunstwerkes?”

P.S. Nehmen Sie meine Ausführungen hier mit einem Augenzwingern , wenn Sie wirklich wissen wollen, wie man Preise für Kunst macht, kann ich nur das Buch „Das kann ich auch! Gebrauchsanweisung für moderne Kunst“ empfehlen.

P.P.S. die obige Grafik habe ich mit Unterstützung von 123gif.de erstellt.

Wie ermittelt sich der Preis eines Kunstwerkes? – Teil 2

Tax Programm – Ein Simulationsprogramm von Olaf Zimmermann

Ich hatte im den vergangenen Tagen einen Beitag unter der Überschrift „Es gibt keinen allgemeingültigen Maßstab für Kunst – Preise werden gemacht.“ geschrieben.  Aber einen Anhaltspunkt braucht man schon und deshalb habe ich nach der Anregung von Bence Fritzsche in dem Artikel „Der Kunst einen Preis geben“ S. 12 ff. in der Zeitschrift atlier das Programm TAX SIM getestet. Aus meiner Sicht habe ich einiges an Sinn und Unsinn gefunden.

In der Beschreibung heißt es:

Das Tax Sim simuliert den Verkaufspreis eines zwei dimensionalen Werkes. Idee des Programms ist es, durch die Veränderung der Parameter, die Änderung des Kunstverkaufspreises zu simulieren.

Damit sollte es doch das Interesse eines jeden Künstlers hervorrufen. Das Programm wurde immer wieder in Foren vorgestellt und diskutiert. Also hatte ich das Tax Programm vor einigen Jahren schon mal in der Hand genommen und es damals gleich wieder weggelegt, denn für einen Anfänger im Ausstellungsbetrieb ist es nicht geeignet.

Die Bewertung wird in erster Linie auf Grund von Informationen über den Künstler, seine Ausstellungstätigkeit und seiner Medienpräsenz vorgenommen. In der Slideshow sehen die Fragen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Bei den Fragen nach dem Künstler gibt es durchaus richtige Fragen, bei anderen habe ich arge Zweifel.

  • Fragen nach der Ausbildung ja – aber nur nach dem Kunststudium fragen, ist falsch. Denn gerade viele Autodidakten dominieren. Im Bereich Aquarell haben Bernhard Vogel, Ekkehardt Hofmann, Andreas Mattern, Martin Lutz kein abgeschlossenes klassisches Kunststudium und sind doch mit die wichtigsten Künstler auf ihrem Gebiet. Entsprechende Beispiele lassen sich auch in den anderen Bereichen der bildenden Kunst finden.
  • Warum die Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse ein Kriterium ist, will sich mir auch nicht erschließen.
  • Auch die Frage nach den Gesamteinnahmen dürfte für die Bilder von Günter Grass, Udo Lindenberg, Armin Müller Stahl… u.a. irrelevant sein. Wenn diese bei den genannten Künstlern stimmt, dann sicher auch allen anderen. Oder 😉
  • Richtig sind die Fragen nach der Vertretung durch Galerien, Ankäufe durch Museen, Kunstpreise, Stipendien, der Zusammenarbeit mit Verwertungsgesellschaften u.a.

Sinnvoll ist für eine Bewertung nach der Ausstellungstätigkeit, der Teilnahme an Kunstmessen und dem Echo in der Öffentlichkeit zu fragen. Hier wird einfach vorausgesetzt, dass Künstler die über Jahre erfolgreich ausstellen, nicht die schlechteste Kunst erstellen.

Was mir jedoch fehlt, sind Fragen und die Bewertung von Ankäufen durch Stiftungen, Vereinen, der öffentlichen Hand, renommierte Unternehmen. Fragen zur Teilnahme an Wettbewerben jurierten Ausstellungen. Was nicht beachtet wird ist Ausstellungstätigkeit außerhalb von Galerien, Kunstvereinen und Museen. Ich habe fast das Gefühl, man muss schon froh sein, keine Minuspunkte zu bekommen.  Nicht lächeln – es gibt Minuspunkte.;-)

Dass das Programm nicht mehr ganz den heutigen Maßstäben entspricht, kann man daran fest machen, dass Medienpräsenz im TV, im Rundfunk, im WEB insbesondere Social Network gar nicht hinterfragt wird.

Nun dieses würde ich ja noch verschmerzen. Aber es gibt einen Punkt,

  • der ist entweder ein Fehler, der seit 1995 nicht erkannt wurde oder
  • der auf ganz viel Dünkel gegenüber anderen Medien als Öl- und Acryl auf Leinwand basiert.

Lassen Sie sich überraschen. Nur so viel sei gesagt, eine Leinwand kann gigantische Auswirkungen haben. 😉

Hier geht es zum Teil 3 in der Reihe “Wie ermittelt sich der Preis eines Kunstwerkes?”